Weltreise Auslandskrankenversicherung

Surfen. Tauchen. Exotisches Essen verdrücken. Berge erklimmen. 24-Stunden-Busfahrten in überklimatisierten Bussen.

Eine Weltreise verspricht viel Neues und Abenteuer.

Surfen – Knochenbruch. Tauchen – Dekompressionskrankheit. Exotisches Essen verdrücken – Durchfall. Berge erklimmen – Höhenkrankheit. 24-Stunden-Busfahrten in überklimatisierten Bussen – Erkältung.

Eine Weltreise verspricht viele neue und abenteuerliche Gesundheitsrisiken.

Deshalb gehört zur Weltreiseplanung auch das leidige Thema Auslandskrankenversicherung. Es gibt definitiv Aspekte einer Weltreise, deren Organisation etwas mehr Spaß macht. Andererseits gibt es vermutlich wenig wirklich Wichtigeres zu klären. Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Aspekte zur Auslandskrankenversicherung auf einer Langzeit- oder Weltreise. Wir wollen dir eine Starthilfe geben, das Thema Krankenversicherung auf Reisen anzugehen. Dabei konzentrieren wir uns auf Themen, die für uns beim Planen der Weltreise relevant waren und bei denen wir nicht alle Informationen auf anderen Seiten oder Blogs finden konnten, sondern selbst recherchieren mussten. Dazu gehört vor allem, wie man als freiwillig Versicherter die Krankenkasse kündigt und welche Auslandskrankenversicherung wir warum gewählt haben. Hast du weitere Fragen? Dann schreib uns doch wie viele andere Leser einen Kommentar! Wir antworten dir gerne.

Das Wichtigste vorweg: Die typische Schmalspur-Reiseversicherung (die es für ’nen Zehner im Jahr gibt) reicht zwar für den Jahresurlaub, aber nicht für eine Langzeit- oder Weltreise über mehrere Monate oder Jahre. Du musst also eine vollwertige Auslandskrankenversicherung abschließen. Für den Umgang mit deiner bestehenden Krankenversicherung musst du auf die Unterschiede zwischen privat versichert, gesetzlich pflichtversichert und freiwillig gesetzlich versichert achten.

Günstige Auslandskrankenversicherung

Am Ende dieser Seite haben wir für dich verschiedene Krankenversicherungen verglichen. Wenn du es eilig hast, geht es hier zum Vergleich der Auslandskrankenversicherungen.

 

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung während einer Langzeitreise?

Nur wenn du vorhast, die Beiträge deiner deutschen Krankenversicherung während deiner Reise weiter zu zahlen (ohne dass du Leistungen in Anspruch nehmen kannst) und wenn du zusätzlich bereit bist, Medikamente und Behandlungskosten selbst zu tragen, kannst du hier mit ‚Nein‘ Antworten. Ein Pflaster kann man noch selbst zahlen, eine OP mit anschließendem medizinischen Rücktransport aus Neuseeland wollen wir weder erleben noch dafür einen Kredit aufnehmen müssen. Wir sprechen hier im Ernstfall von fünf- oder gar sechsstelligen Beträgen. Außerdem wollen wir uns von unserer Krankenkasse in Deutschland abmelden. Allein dafür ist eine vollwertige Auslandskrankenverischerung Pflicht. Deswegen schließen wir die Option, ohne Auslandskrankenversicherung zu reisen als abwegig aus, raten davon ab und beantworten die Frage mit einem eindeutigen: Ja.

Ich habe noch eine Reiseversicherung vom letzten Malleurlaub – reicht das nicht auch?

Achtung, diese Urlaubsversicherungen, auch Reiseversicherungen genannt, gelten typischerweise nur für Reisen bis maximal 8 Wochen. Wenn du deine Weltreise in mehrere kurze Trips aufteilen willst, die jeweils nur einige Wochen dauern und du immer wieder nach Deutschland kommst, mag das eine Lösung für dich sein. In dem Fall lies aber bitte genau die Versicherungsbedingungen. Für uns beißt sich das mit unserer Vorstellung einer Weltreise. Deswegen hier ein klares: Nein.

Was ist mit der deutschen Krankenversicherung während der Weltreise?

Zunächst einmal ist zu unterscheiden, ob du privat versichert, gesetzlich pflichtversichert oder freiwillig gesetzlich versichert bist. Seit 2007 besteht in Deutschland generell Krankenversicherungspflicht. Gesetzlich pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist zunächst jeder, der nicht versicherungsfrei eingestuft wurde und keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall hat. Versicherungsfrei sind unter anderem Selbstständige, bestimmte Berufsgruppen (Beamte, Richter) und Arbeiter und Angestellte mit regelmäßigem Jahresarbeitsentgelt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Wer versicherungsfrei ist, kann sich entweder bei einer Privaten Krankenversicherung (PKV) oder freiwillig in der gesetzlich Krankenversicherung versichern, letzteres nennt man dann freiwillig gesetzlich versichert. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, um mit der deutschen Krankenversicherung während der Weltreise umzugehen: weiterzahlen, eine Anwartschaft abschließen oder kündigen.

Krankenkassenbeiträge weiterzahlen

Das ergibt im Allgemeinen wenig Sinn, wenn man kein Geld verbrennen will. Als gesetzlich Versicherter sind im außereuropäischen Ausland keine Leistungen abrufbar. Während geplanter oder ungeplanter Zwischenstopps in Deutschland wäre man allerdings abgesichert, was leider nicht bei allen Auslandskrankenversicherungen der Fall ist. Ist einem diese Absicherung wichtig, ist es vermutlich trotzdem sinnvoller, direkt eine Reisekrankenversicherung zu wählen, welche Zwischenstopps in Deutschland mitversichert, und die Beiträge für die GKV zu sparen, indem man kündigt oder auf eine Anwartschaft umstellt.

Als privat Versicherter sollte man genau ins Kleingedruckte des Versicherungsvertrags schauen, denn ein möglicher weltweiter Versicherungsschutz gilt oft nur für einige Wochen. Hat man doch einen längeren Schutz, auf jeden Fall schriftlich bestätigen lassen, dass die Leistungen auch bei einem durchgängigen Aufenthalt von mehreren Monaten im Ausland erbracht werden. Aber vermutlich ist es auch hier vorteilhaft, die Versicherung zu kündigen oder auf Anwartschaft umzustellen, um sich die Beiträge der PKV zu sparen und eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Krankenkasse auf Anwartschaft umstellen

Stellt man die Krankenversicherung auf eine Anwartschaft um, so ist man weiterhin Mitglied der Krankenkasse. Man zahlt deutlich geringere Beiträge als die normalen Verischerungsbeiträge, hat allerdings keinen Anspruch auf Leistungen. Das ist ja auch okay, dafür schließt man dann ja die Auslandskrankenversicherung ab. In erster Linie hält man sich die Versicherung warm, um nach Rückkehr problemlos wieder (zu gleichen Bedingungen) in die Versicherung aufgenommen zu werden. Außerdem werden die Beiträge in die Pflegeversicherung weitergezahlt.

Der generelle Tenor auf gängigen Weltreiseseiten, -foren und -blogs, die wir durchforstet haben, scheint zu sein: für Pflichtversicherte überflüssig, für freiwillig Versicherte durchaus überlegenswert (siehe Update im nächsten Abschnitt) und für privat Versicherte oft sinnvoll. Wir wollen nicht alle Details nachkauen und verweisen exemplarisch auf einen guten Artikel zu diesem Thema, der sich mit den Vor- und Nachteilen der Anwartschaft beschäftigt. Wir (pflichtversichert und freiwillig gesetzlich versichert) haben keine Anwartschaften abgeschlossen und stattdessen unsere Mitgliedschaften gekündigt.

Update 2018: Anwartschaft bei freiwillig gesetzlich Versicherten

Es gibt einen Punkt den wir vor der Reise nicht abschließend klären konnten und der Matthias bei halsbrecherischen Busfahrten doch ab und zu an seiner Entscheidung hat zweifeln lassen. Es geht um die Gefahr, als freiwillig gesetzlich Versicherte mit verändertem Gesundheitszustand (krank) und nicht arbeitsfähig nach Deutschland zurück zu kommen. In diesem Fall muss einen die gesetzliche Krankenkasse nicht wieder aufnehmen oder kann die Leistungen bezogen auf die Krankheit ausschließen. Eine Versicherungspflicht durch Arbeitslosmeldung kann man auch nicht erreichen, da man ja arbeitsunfähig wäre. Und die Auslandskrankenversicherung wird ihre Leistungen wenige Wochen nach Rücktransport einstellen.

In diesem Fall hätte man vermutlich ein Problem. Und genau zu diesem Problem haben wir zahlreiche E-Mails von unseren Lesern bekommen. Deswegen hier nochmal unsere Lösung dazu (wir sind allerdings keine Rechts-Experten): Sollte dieser Fall wirklich eintreten, hilft in dieser Situation der Ausweg auf die privaten Versicherer. Diese sind nach  § 193 Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet, alle Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind, im Basistarif aufzunehmen. Auch wenn man also todkrank zurück kommt, „dürfen weder Risikozuschläge erhoben noch Leistungsausschlüsse vereinbart werden“. Also alles knorke!? Nicht ganz. Denn eventuell wird es dann teurer. Denn der Beitrag im Basistarif der PKV darf so hoch sein wie der Höchstbetrag der GKV und damit jenseits von 600 Euro monatlich!

Zusammenfassend ist das einzige Risiko in diesem Spezialfall also deutlich mehr zu bezahlen als nötig. Aber man wird auf jeden Fall krankenversichert sein. Wir empfehlen dir, dieses Risiko gegen die Kosten der Anwartschaftversicherung für die gesamte Langzeitreise abzuwägen. Für uns war die Weltreise auch eine Übung darin, sich ein wenig dem urdeutschen Sicherheitswahn zu entledigen. Bei Matthias ging alles gut und wir haben so 700 Euro gespart.

Krankenkasse kündigen

Hast du dich dazu entschieden, keine Anwartschaftsbeiträge während der Reise zahlen zu wollen, kannst du deine Mitgliedschaft in der Krankenkasse beenden. Auf Grund von Themen wie Statuserhalt und Vermeidung einer erneuten Gesundheitsprüfung wird oft empfohlen die PKV nicht zu kündigen. Deswegen (und weil wir die Details für Privatversicherte nicht genau kennen) bezieht sich dieser Abschnitt nur auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Aber wie kann ich die gesetzliche Versicherung kündigen – es besteht doch Versicherungspflicht!? Ja, das stimmt. Allerdings nur, wenn kein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall besteht. Und genau diesen anderweitigen Anspruch kann man sich besorgen, indem man eine vollwertige Auslandskrankenversicherung abschließt und sich dann ins Ausland begibt.

Krankenkasse kündigen: Pflichtversicherte

Als Pflichtversicherter ist das Vorgehen ganz einfach: Als erstes schließt man eine Auslandskrankenversicherung ab. Dann kündigt man schriftlich zum Datum des Reisestarts seine Krankenversicherung und schickt eine Kopie der Versicherungspolice der Auslandskrankenkasse mit, sowie die Kopie des Flugtickets ins erste Land der Weltreise. Wir empfehlen vorher bei seiner Krankenkasse anzurufen, um das Vorgehen nochmal zu besprechen. Bei der Techniker Krankenkasse lief alles glatt und das Telefonat hat auch nur 5 Minuten gedauert.

Allerdings haben wir auch schon gehört, dass sich Krankenkassen quer stellen. Hier hilft es, die rechtliche Lage zu kennen und etwas Munition für die Diskussion mit der Krankenkasse zu haben. Dazu möchten wir dir dieses Dokument mit an die Hand geben. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat sich schon auf einer Fachtagung 2009 mit der Problematik befasst. Das Ergebnis: 

Wenn die Auslandskrankenversicherung für mehr als 42 Tage abgeschlossen wurde und die Leistungen denen der gesetzlichen Krankenversicherungen entsprechen, gilt das als anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall und du kannst die gesetzliche Krankenversicherung kündigen.

Und wer zahlt die Beiträge für die Zeit zwischen letztem Arbeitstag und Abflugdatum? Gute Frage. Auch hier ist es als Pflichtversicherter einfach. Es gibt eine sogenannte Nachversicherungspflicht. Deine Krankenkasse muss einen Monat lang weiter Leistungen erbringen, ohne dass du Beiträge zahlen musst. Wenn du also nicht mehr als einen Monat zwischen Jobende und Reisebeginn einbaust, zahlst du nichts. Danach würde das Arbeitsamt zahlen, sofern du dich arbeitslos gemeldet hast.

Krankenkasse kündigen: Das Problem freiwillig Versicherter

Als freiwillig Versicherter ist die Sache etwas komplizierter, aber trotzdem machbar. Das Recht, zu kündigen, besteht unter den gleichen Bedingungen wie bei Pflichtversicherten. Was ist dann der Unterschied? Der Unterschied ist, dass man als freiwillig Versicherter eine zweimonatige Kündigungsfrist einhalten muss. Das bedeutet zunächst einmal, dass man die Sache rechtzeitig in die Hand nehmen sollte. Die eigentliche Problematik entsteht aber dadurch, dass man nur zum Monatsende kündigen kann. Das beißt sich aber damit, dass die Weltreise nicht am ersten Tag eines Montags beginnen kann, da man noch mindestens einen Tag arbeitslos gemeldet sein muss, um den Arbeitslosengeldanspruch für vier Jahre zu sichern.

Was ist dann mit den Tagen zwischen Monatsende (Kündigungstermin) und Abflugdatum? Na klar! Die Nachversicherungspflicht … Pustekuchen! Die gibt es für freiwillig Versicherte nicht. Na dann wird sicher das Arbeitsamt die Beiträge zahlen, man ist ja dann offiziell arbeitslos… und wieder Pustekuchen! Denn wenn man eine Sperrfrist wegen Eigenkündigung bekommt, zahlt das Arbeitsamt erst im zweiten Monat. Warum? Weil man ja „normalerweise“ die Nachversicherungspflicht seiner Krankenkasse genießt oder keine Sperrfrist hat. Diese Kombination scheint irgendwie nicht vorgesehen. Na toll. Dann riskiert man es einfach und ist ein paar Tage nicht versichert. Das verstößt dann aber gegen die Versicherungspflicht und damit kann der Vertrag erst gar nicht beendet werden. Also, was tun?

Die Mitarbeiter von Matthias‘ Krankenkasse konnten es selbst auch nicht sagen und die Recherche in Weltreiseforen ergab auch nur die Lösung: einen ganzen Monat lang selbst die Beiträge zahlen. Und das für nur sechs Tage Leistungsanspruch? Das konnte nicht die Lösung sein. Und in der Tat – es geht eleganter. Wieder hilft die Niederschrift der Tagung des Spitzenverbandes der Krankenkassen aus 2009. Dort steht: „sofern bereits während der Kündigungsfrist der Auslandsaufenthalt beginnt, kann für die Zeit bis zur Beendigung der Mitgliedschaft … eine sog. beitragsrechtliche Anwartschaftsversicherung abgeschlossen werden“.

Krankenkasse kündigen: Die Lösung für freiwillig Versicherte

Und mit diesem Wissen ist dann das Vorgehen als freiwillig Versicherter auch recht einfach:

  • Erstens: Mit zweimonatiger Kündigungsfrist zum Monatsende des Abflugmonats(!) kündigen.
  • Zweitens: Für die Zeit zwischen Arbeitsende und Abflugdatum beantragen, nur den Mindestbeitrag zu zahlen (da kein Arbeitsverhältnis mehr besteht und man kein Einkommen hat).
  • Drittens: Für die Zeit zwischen Abflug und Monatsende eine Anwartschaft beantragen. Damit kommt man am günstigsten weg und ist trotzdem durchgängig versichert.

In unserem Fall (Abflug am 07.10.) hat Matthias sechs Tage anteilig den Mindestbeitrag gezahlt und für 23 Tage anteilig die Anwartschaftsgebühr. Insgesamt waren das 77€. Schritt eins bis drei können natürlich direkt in einem Schrieb an die Krankenkasse formuliert werden. Am Besten gleich die Niederschrift der Tagung mitschicken und sich darauf berufen. Wir empfehlen, direkt ein SEPA Mandat für die Einmalzahlung in diesem „Spezialmonat“ mitzuschicken, dann muss man sich nicht mehr während der Reise kümmern, wenn die Rechnung eintrudelt. Die kommt nämlich erst am Monatsende, und dann ist man ja schon unterwegs :)

Wichtige Aspekte einer Auslandskrankenversicherung

Worauf muss bei der Wahl einer Auslandskrankenversicherung geachtet werden? Auf vieles. Und jeder legt auf andere Punkte wert. Hier folgt die Liste der Punkte, die uns wichtig waren.

Versicherungsdauer – kann ich meine Weltreise spontan verlängern?

Die Versicherung sollte natürlich die komplette Zeit der Weltreise abdecken. Einige Versicherer haben unterschiedliche Tarife, je nachdem ob die Versicherung bis höchstens ein Jahr gilt oder für mehrere Jahre. Wenn die Reisedauer noch nicht genau feststeht, solltest du genau hinschauen, ob die Versicherung sich von unterwegs verlängern lässt und wie hoch die Maximallaufzeit ist. Es gibt auch Reiseversicherungen, die man von unterwegs abschließen kann. Man kann sich also auch einen Versicherungscocktail mixen, wenn man doch länger reisen möchte als geplant und die erstgewählte Auslandskrankenversicherung nicht (mehr) verlängerbar ist. Generell zahlt man aber für Flexibilität drauf. Weißt du schon von Beginn an, wie lange du reisen wirst, ist das ein Vorteil.

Wann und wo muss und kann ich die Auslandskrankenversicherung abschließen?

Auch hier unterscheiden sich die verschiedenen Tarife. Es gibt Versicherungen, die kann man nur vor Reisebeginn abschließen. Das geht dann schon einige Monate vor Reiseantritt, was wichtig ist, wenn man seine freiwillige Krankenversicherung fristgerecht kündigen will. Denn dafür braucht man bereits die Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung. Für ganz spontane Pflichtversicherte oder Anwartschaftszahler kann man noch bis einige Tage vor Reiseantritt die Versicherung abschließen. Zu empfehlen ist das für eine entspannte Vorbereitung auf die Weltreise vermutlich nicht.

Länderbeschränkungen – bin ich in allen Ländern meiner Weltreise versichert?

Das kommt drauf an. Es gibt Versicherungstarife, die (längere) Aufenthalte in Ländern mit statistisch hohen Behandlungskosten (typischerweise USA und Kanada, manchmal auch Mexiko) nicht versichern. Dafür sind diese Reiseversicherungen oft günstiger als solche, die weltweiten Schutz bieten. Auch hier hilft es, zu wissen wohin man reisen möchte. Spontaneität kommt einen eventuell wieder teurer. Es gibt also drei Möglichkeiten:

  1. Die Versicherung nach der Route auswählen,
  2. die Route nach der Versicherung auswählen oder
  3. bei spontanem Besuch in den ausgeschlossenen Ländern eine andere Versicherung von unterwegs (dazu) abschließen.

Schutz in Deutschland während der Langzeitreise

Dieser Punkt ist besonders dann wichtig, wenn du deine Krankenkasse in Deutschland gekündigt oder auf Anwartschaft umgestellt hast. Denn dann hast du durch deine deutsche Krankenkasse keinen Leistungsanspruch für kurze Aufenthalte. Du möchtest ja nicht für eine Woche wieder vollzahlendes Mitglied werden, nur um dann wieder zu kündigen (was mit Kündigungsfristen auch nicht so schnell gehen wird). Planst du während deiner Weltreise Stopps in Deutschland, dann solltest du eine entsprechende Auslandskrankenversicherung wählen. Denn leider versichert nicht jede diese Zwischenaufenthalte in Deutschland mit.

Selbstbeteiligung – zahlt die Auslandskrankenversicherung alles?

Die Selbstbeteiligung ist ein beliebtes Mittel, die regelmäßigen Kosten einer Versicherung zu senken. Allerdings steigen dann die Kosten im Krankheitsfall, denn man zahlt bis zu einem festgelegten Betrag für jeden Krankheitsfall seine Medikamente und Behandlungen selbst. Erst wenn dieser Betrag überschritten wird, springt die Auslandskrankenversicherung ein. Hier muss man also abwägen zwischen laufenden Kosten und zu erwartenden Kosten durch Krankheiten. Gönnt man sich auf einer Weltreise nur einmal eine Behandlung, dafür aber gleich dick mit OP und Rücktransport nach Deutschland ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll. Wir gehen allerdings davon aus, eher hier und da Kleinigkeiten und Wehwehchen mit entsprechend geringen Medikamenten- und Behandlungskosten zu haben. Daher haben wir eine Auslandskrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung gewählt.

Medizinischer Rücktransport

Ganz wichtig, denn das kann richtig teuer werden. Wenn du im Ernstfall nach Deutschland transportiert werden musst, sprechen wir schnell von fünf- oder gar sechsstelligen Beträgen. Das will man nicht, deswegen hier genau hinschauen. Du solltest darauf achten, das ein Rücktransport auch versichert ist, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Nicht nur, wenn er medizinisch notwendig ist. Die Klinik in Timbuktu kann deinen Schädelbruch auch operieren? Super, kein medizinischer Rücktransport notwendig. Sinnvoll wäre es aber vielleicht doch, sowas zu Hause reparieren zu lassen, oder?

Und was ist mit den Zähnen?

Hier kann man kaum die gleichen Leistungen wie in Deutschland erwarten oder bekommen. Erst recht nicht, wenn du in Deutschland privat versichert bist oder eine Zusatzversicherung hast. Deswegen vor der Reise nochmal alles ordentlich in Deutschland warten lassen und während der Reise fleißig putzen. Allerdings sollte deine Auslandskrankenversicherung auf jeden Fall schmerzstillende Zahnbehandlung und einfache Füllungen erstatten, außerdem Reparaturen und Zahnersatz bei Unfällen.

Der Preis – was kostet eine Auslandskrankenversicherung für eine Langzeitreise?

Selbstverständlich ein wichtiger Entscheidungspunkt. Die Beiträge variieren teilweise stark, je nach Versicherungsdauer, Leistungsumfang, Selbstbeteiligung, versicherter Länder und auch je nach Alter (ab 39 hat man offenbar schlagartig ein größeres Risiko, krank zu werden). Hier gilt es sein persönliches Optimum zwischen Preis und Leistung zu finden. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir im nächsten Abschnitt unseren Vergleich der besten Auslandskrankenversicherungen aufgelistet. Die Versicherungen, die wir uns angeschaut haben gehen bei etwa 30€ pro Monat los und enden bei knapp 180€. Wir haben eine für etwa 34€ pro Monat* gewählt.

Günstige Auslandskrankenversicherung: Ein Vergleich

Welche Auslandskrankenversicherungen gibt es?

Eine ganze Menge. Wir haben uns folgende Alternativen genauer angeschaut. Die Langzeit-Auslandskrankenversicherung 365 der Hanse Merkur*, des ADAC, Travel Secure und von STA Travel. Für spontane Verlängerungen von unterwegs bieten sich Care Concept oder World Nomads an. Wenn du so geil drauf bist dass du mehrere Jahre reist, guck dir die  Hanse Merkur Versicherung für fünf Jahre* an.

Weil uns viele Leser darum gebeten haben, werden wir in den nächsten Tagen einen genauen Vergleich der Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter ausarbeiten und hier veröffentlichen. Also schau nochmal vorbei! Wenn die Rahmenbedingungen deiner Langzeitreise ähnlich sind wie bei unserer Weltreise, dann lies den nächsten Abschnitt. Da haben wir eine klare Empfehlung für dich!

Für welche Krankenversicherung haben wir uns entschieden?

Unsere Situation war vor der Weltreise die folgende:

  • Wir wollen ein Jahr reisen. Vielleicht länger.
  • Wir haben keine feste Route, Nordamerika wird aber kein Schwerpunkt werden.
  • Wir planen keine Zwischenstopps in Deutschland.
  • Unsere heimischen Krankenversicherungen haben wir gekündigt.
  • Wir sind jünger als 39 Jahre.

Wir haben uns für die Langzeit-Auslandskrankenversicherung 365 der Hanse Merkur* entschieden und diese für die maximale Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen.

Ausschlaggebend waren für uns waren folgende Faktoren:

  • Viele Weltreisende berichten von positiven Erfahrungen mit diesem Anbieter
  • Keine Selbstbeteiligung
  • Medizinisch sinnvoller Rücktransport ist versichert
  • Kosten von nur 1,15€ pro Tag*, da wir den Tarif ohne USA und Kanda gewählt haben.

Hier ein Tipp, den wir bisher nirgends gelesen haben: Wenn man den Versicherungsvertrag für mindestens 6 Monate abschließt, sind Aufenthalte in den USA und Kanada doch möglich. Und zwar für 14 Tage. Das reicht uns, um unsere Route spontan auch über Nordamerika leiten zu können.

Noch Fragen?

Wir haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen verfasst, rechtliche Genauigkeit und vor allem Vollständigkeit garantieren wir nicht. Unbedingt selbst in die Versicherungsbedingungen schauen! Hast du noch Fragen, Anregungen oder Korrekturen? Dann lass es uns bitte per Kommentar oder eMail wissen.

Hier ein Tipp, den wir bisher nirgends gelesen haben: Wenn man den Versicherungsvertrag für mindestens 6 Monate abschließt, sind Aufenthalte in den USA und Kanada doch möglich. Und zwar für 14 Tage. Das reicht uns, um unsere Route spontan auch über Nordamerika leiten zu können.

Wir beantworten gerne deine Fragen und ergänzen oder korrigieren dann diese Übersicht entsprechend. damit auch alle zukünftigen Leser was von deinen Anregungen haben.

Und wenn du uns einen Gefallen tun willst, teile diesen Beitrag oder unseren Reiseblog mit deinen Freunden und Reisebegeisterten. Danke!

 

16 Kommentare
  1. Johanna sagte:

    Hallo ihr beiden,
    also mir hat man das damals so erklärt, dass wenn man eine Auslandskrankenversicherung hat, dann nehmen die sich ja immer das Recht einen in schweren Krankheitsfällen wieder nach DE zu bringen, sofern sinnvoll. Da ist aber dann mit einer gekündigten Versicherung das Problem, dass zb die Hanse Merkur nur bis zu 4 oder 6 Wochen nach der Rückkehr alles bezahlt: hat man was, was dann länger dauert, hat man keine Versicherung in DE und die alte muss eine nicht wieder nehmen o.w. – deswegen sei die Anwärterschaft der einzige offizielle Weg, denn dann muss sie. Klar kann man kündigen, aber geht dann das Risiko der fehlenden Versicherungsschutzes in einem Fall wie diesem ein.- Hat ihr das schon mal gehört?

    Antworten
  2. spontanumdiewelt sagte:

    Hallo Johanna,
    beziehst du dich auf den Fall der Pflichtversicherung oder auf den Fall „freiwillig gesetzlich versichert“? Als Pflichtversicherter besteht dieses Risiko meines Erachtens nicht. Die Krankenkasse muss dich wieder aufnehmen, weil Versicherungspflicht besteht. Die Mitarbeiter der Krankenkasse wollen natürlich trotzdem lieber eine Anwartschaft verkaufen.

    Als freiwillig gesetzlich Versicherter sieht die Sache in der Tat anders aus. Da kann eine Anwartschaft sinnvoll sein, genau für den von dir beschriebenen Fall. Allerdings besteht auch dann Versicherungspflicht, irgendeine private Versicherung muss dich also im schlimmsten Fall zum Basistarif nehmen. Ob diese dann das Recht haben, die Behandlung der akuten Krankheit auszuschließen… Ich konnte das nicht mit Sicherheit herausfinden. Ich habe mich gegen eine Anwartschaft und damit die 100 prozentige Sicherheit entschieden. Das muss aber jeder für sich abwägen, ob er mit ein wenig Restrisiko reisen kann.

    Konnte ich dir weiter helfen?
    Liebe Grüße aus der blauen Stadt Jodhpur, Matthias

    Antworten
  3. Nina Zauritz sagte:

    Hallo ihr Lieben!

    Danke schon mal für die wertvollen Tips! ♡

    Meine Frage:
    -wisst ihr welche Versicherungen einen auslandskrankenSchutz anbieten mit europa/ Deutschland inklusive?
    – Ich werde zwischendrin längere Zeiten zu Hause verbringen und ich will daheim versichert sein damit ich beim Fall einer Reiserückholung also einem Transport nach Hause im Notfall in Deutschland versichert bin und mich behandeln lassen kann.
    – Zudem versuche ich während meiner Anstellungs Auszeit ein selbstständiges Einkommen aufzubauen (Blog, Onlinebusiness so wie Yoga Kurse geben etc) und brauche ja dann auch eine private Versicherung.

    zu meiner Versicherungssituation bisher:
    – Bin hier in Deutschland schon über ein Jahr nicht mehr versichert (sondern in Österreich angestellt und versichert im moment).
    – Ich war in Deutschland bis ende 2016 zuerst privat Familienversichert bei der Barmer (über meine Eltern) und dann am Ende noch dort 3 Monate privat freiwillig versichert bis Ende März 2017
    -seitdem in Österreich angestellt, gesetzlich versichert. ich kündige aber auf Ende juni dort und melde da alles ab. Hauptwohnsitz hab ich in Deutschland.

    HILFE ^^

    ich wäre super dankbar für Tips Ideen links!

    Herzliche Grüße ♡♡♡
    Nina

    Antworten
    • spontanumdiewelt sagte:

      Hallo Nina,

      uff, da kommen ja einige Fragen zusammen bei dir! Wir wissen sicher, dass bei der STA Travel Versicherung über ein Jahr oder länger 6 Wochen Aufenthalt in Deutschland versichert sind. Ob Hanse Merkur oder andere das mit dabei haben, können wir dir leider nicht sagen. Das müsstest du selbst dort noch einmal nachfragen. Der Rücktransport sollte auf jeden Fall immer mitversichert sein!
      Zu der Versicherungssituation mit Österreich.. puh, da haben wir selbst keine Ahnung und wollen dir auch keine Unwahrheiten erzählen. Das kommt vermutlich auch drauf an, ob du vor der Reise noch mal in Deutschland sein wirst, dann brauchst du vor Ort ja auch wieder Versicherungsschutz.

      Halt uns gerne auf dem Laufenden, wie du das klärst, das interessiert uns (und unsere Leser) ja auch!
      Alles Gute dafür,
      Franzi & Matthias

      Antworten
  4. Hans Koswig sagte:

    Hallo, das Thema hat mich sehr interessiert und ist verständlich und übersichtlich dargestellt.
    Leider deckt es aber meine Situation nicht ab – habe versucht bei meiner Krankenkasse (HEK) die Bedingungen für eine vorübergehende Kündigung (2 Monate) zu klären, hatte aber keinen Erfolg. Ich bin auf klare Ablehnung gestoßen – so etwas sei unter keinen Umständen möglich, ich müsse durchgängig bei der gesetzlichen Versicherung bleiben, solange ich Einkommen beziehe.
    In meinem Fall: ich beziehe Rente und bin pflichtversichert. Ich plane einen 2monatigen Urlaub im Ausland.
    Erst wenn ich auf meine Rente verzichte, könnte man über eine Kündigung ( auch für die angedachte Frist von 2 Monaten) weiter nachdenken…. Kann das denn tatsächlich zutreffen??? Bitte um feed back

    Antworten
    • spontanumdiewelt sagte:

      Hallo Hans,

      es kann sein, dass deine Krankenkasse damit Recht hat. Wir haben zur Zeit unserer Kündigung kein Einkommen oder Ähnliches bezogen und kennen uns deswegen in diesem Fall auch nicht aus. Vermutlich wird der Krankenkassenbeitrag ja direkt von deiner Rente abgezogen?
      Wenn es sich nur um 2 Monate Reisen handelt, sollte die zusätzliche Reiseversicherung auch nicht allzu teuer sein (meistens kosten die ja so ca. 1€ pro Tag) und da stellt sich uns die Frage, ob das den Aufwand bzgl. Kündigung der Krankenkasse überhaupt wert ist?
      Sorry, dass wir dir für deinen Fall nicht weiterhelfen können.

      Viel Erfolg bei der Klärung!

      Antworten
  5. Hans Koswig sagte:

    Vielen Dank für die Rückmeldung – habe inzwischen nochmals mit der HEK schriftlich um eine Klärung gebeten aber auch hier nichts als eine generelle Ablehnung erfahren. Solange ich hier ein Einkommen habe gibt es wohl keine Chance die Versicherung zu verlassen, es sei denn ich wandere aus.
    Meinen Wohnsitz für diese Zeit aufzugeben scheint mir dann doch etwas übertrieben.
    Sehr, sehr schade – hätte ich doch mit den beiden Monatsbeiträgen schon mal den Flug nach Neuseeland abdecken können.
    Ich werde noch etwas weiter herumhören, habe aber eigentlich keine große Hoffnung hier noch etwas bewegen zu können….

    Antworten
  6. David sagte:

    Danke für die wirklich tolle Übersicht.
    Eine Sache ist mir noch nicht klar. Sollte man hier die Krankenversicherung abmelden, was passiert dann, wenn man wirklich mal schwerwiegend erkrankt und dann zurücktransportiert wird? Angenommen so schwer, dass man nicht am nächsten Morgen beim Arbeitsamt steht. Geht dann trotzdem die deutsche Versicherung wieder los? Oder wie wird das gehandhabt?

    Gerne einmal für pflicht- und für freiwillig versichtert (GKV). Das ist bei uns beiden unterschiedlich. ;-)

    Lieben Dank!
    David

    Antworten
    • spontanumdiewelt sagte:

      Hallo David,

      da hast du genau den Punkt angesprochen, der uns auch Kopfzerbrechen bereitet hat. In der Regel bist du bei den meisten Auslandskrankenversicherungen auch noch eine gewisse Zeit in Deutschland nachversichert. Das steht in den Bedingungen der Auslandskrankenversicherung. Wenn du vor der Reise pflichtversichert warst, sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, dich nach der Reise wieder aufzunehmen. Warst du vorher freiwillig versichert, sind sie das nicht. Du trägst also das Risiko, dass dich eine gesetzliche Krankenkasse ablehnt. Dann wäre die Notlösung eine Basisversicherung bei einer privaten Krankenversicherung. Da könnte es passieren, dass die schwere Krankheit ausgeschlossen wird.
      Wir sind das Risiko eingegangen, weil wir keine Lust hatten, die Anwartschaftskosten monatlich zu zahlen. Volle Sicherheit, nach der Reise wieder in eine gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen zu werden, hast du nur, wenn du für den Zeitraum der Reise eine Anwartschaft abschließt.

      Hilft dir das weiter?

      Lieben Gruß,
      Franzi & Matthias

      Antworten
  7. Markus sagte:

    Moin,
    Vielen Dank für den informativen Beitrag. Er hat mir bereits sehr geholfen. Ich habe noch eine kleine Frage. Ich habe in der Schweiz gearbeitet und bin seit paar Tagen wieder zurück in Deutschland. Da ich 2,5 Monate erstmal nur zu Hause bei meiner Familie (teilweise Pflegebedürftig) bleiben möchte, bevor ich dann zur 1-2 jährigen Weltreise aufbreche, bin ich mir jetzt nicht sicher ob ich mir für diese 2,5 Monate eine Versicherung zulegen muss (habe mir schonmal Angebote eingeholt). In der Schweiz war ich gesetzlich Versichert. Beim Telefonat, dass ich nur eine Krankenkasse für ca. 3Monate Suche, ist keine Krankenkasse so richtig darauf eingegangen.
    Ich habe mich natürlich bei erster Gelegenheit arbeitslos gemeldet, aber die meinten ich hätte kein Recht auf eine Versicherung, da ich nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe (habe der Frau vom Arbeitsamt gesagt das ich mich in den 2,5 Monaten wo ich hier bin, meine Familie unterstützen möchte).

    Vielen Dank und einen schönen Tag noch !

    Markus

    Antworten
    • spontanumdiewelt sagte:

      Hallo Markus,
      da hast du ja eine besondere Situation. Wenn du nicht über das Arbeitsamt versichert sein kannst, musst du dich tatsächlich selbst krankenversichern. Musst du den Krankenkassen denn erzählen, dass du dich nur 3 Monate versichern willst? Sonst könntest du dich ja anmelden und dann, wenn es tatsächlich losgeht und du eine Auslandskrankenversicherung vorweisen kannst, wieder abmelden.
      Wir haben uns innerhalb von einem Monat vor Beginn der Reise schriftlich abgemeldet bei unseren Krankenkassen (Techniker und BKK). So wie wir es verstanden haben, muss dich die Krankenkasse nach der Reise nicht wieder aufnehmen wenn du vorher freiwillig gesetzlich versichert warst (und das warst du ja wenn es nicht über das Arbeitsamt läuft). Kommst du also mit einer Krankheit zurück, nimmst du das Risiko auf dich, evtl. eine private Krankenversicherung abschließen zu müssen. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du für den Zeitraum der Reise eine Anwartschaft haben, die dich aber auch 50-60€/ Monat kostet.
      Hilft dir das weiter? Denk bitte dran, dass wir keine Versicherungsexperten sind und es nur nach unserem Verständnis wiedergeben können.

      Viel Erfolg bei der Suche,
      Franzi & Matthias

      Antworten
  8. Jana sagte:

    Vielen Dank für eure hilfreichen Tips!
    Ich habe noch eine Frage zu der Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Beendigung der Reise.
    Auch ich habe meinen Job geküdingt, bin also nach der Reise arbeitslos und würde auf die Anwartschaft verzichten.
    Die Versicherung der Hanse Merkur beispielsweise versichert mich ja nur bis zur Einreise ins Heimatland. Und ab diesem Zeitpunkt bin ich dann nicht versichert?! Und melde mich schnellstmöglich bei einer Versicherung, bzw. meiner alten Verischerung mich wieder aufzunehmen? Wie habt ihr das gehandhabt?
    Vielen Dank und liebe Grüße

    Antworten
    • spontanumdiewelt sagte:

      Hallo Jana,

      wir haben es genauso gemacht. Wir haben uns direkt bei unser Krankenversicherung wieder angemeldet. Wenn du dich parallel arbeitslos meldest, musst du auch keine Beiträge zahlen, das übernimmt das Arbeitsamt dann für dich. Wir hatten keine Probleme, sofort wieder aufgenommen zu werden und Matthias hat sogar seine Krankenkasse gewechselt. Hilft dir das weiter?

      Liebe Grüße,
      Franzi & Matthias

      Antworten

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