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Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Und so war es auch auf unserer Rundreise durch Jordanien. Nach Abenteuern, Luxus, Natur, Weltwunder und Kultur schaffte es die Wüstenlandschaft in Wadi Rum, uns noch mal so richtig aus den Socken zu hauen. Was ein Erlebnis!

Wadi Rum: Was ist das?

Das Wadi Rum ist eine Fels- und Sandwüste im Süden von Jordanien. Sie ist ungefähr 100 Kilometer lang und 60 Kilometer breit. Entstanden ist die Landschaft vor 30 Millionen Jahren als ein Riss den Jordangraben und das Rote Meer schuf. Durch Erosion ist der rote Sandstein über die Jahre zu den skurrilen Formationen geformt worden, die die Wüstenlandschaft heute so wunderschön und fotogen machen.

Fun Fact: Ein Teil des Films Der Marsianer ist im Wadi Rum gedreht worden. Berühmt geworden ist die Wüste durch Lawrence von Arabien, der in seinem Buch Die Sieben Säulen der Weisheit von der Wüste schrieb. Auch im Film zu Lawrence von Arabien spielte die Wüste ein wichtige Rolle.

Wadi Rum: Touranbieter und Organisation

Die Touren durch Wadi Rum werden in der Regel von den Beduinenfamilien angeboten, die in der Wüste leben. Viele findest du inzwischen auch online und dort kannst du dich auch über Preise und Tourvarianten informieren. Wir haben über Wadi Rum Sky eine Tour mit Übernachtung gebucht.

Wenn du auch mit einem Mietwagen unterwegs bist, ist die Anreise unproblematisch. Vom Desert Highway, der zwischen Aqaba und Ma’an verläuft, führt eine Straße direkt ins Wadi Rum Village, von dem aus die meisten Touren starten. Um in den Nationalpark Wadi Rum zu fahren, musst du noch einmal 5JD Eintritt zahlen oder so wie wir den Jordan Pass besitzen. Die Straße zum Wadi Rum Village ist gut befahrbar und lässt dich schon erahnen, was du da an Naturspektakel noch zu bieten bekommst. Unseren Mietwagen haben wir bei der Familie stehen lassen und schon kurze Zeit später hat uns unser Fahrer in seinen Truck geladen.

Wadi Rum: Die Tour

Wir haben uns für eine Tagestour mit Übernachtung im Beduinenzelt entschieden. Du kannst natürlich auch 4-Stunden-Touren oder Tagestouren ohne Übernachtung machen. Wir würden dir die Nacht im Zelt in der Wüste aber auf jeden Fall empfehlen und sind froh, dass wir keine kürzere Tour gebucht haben. Wir haben für die Tour 45 JD pro Person bezahlt und waren nur zu zweit. In der Regel wird der Preis je nach Personenzahl angepasst. Je mehr Leute dabei sind, desto günstiger wird es für den Einzelnen.

Lawrence Quelle und Kamele

Erster Stopp einer fast jeden Tour durch die Wüste ist die sogenannte Lawrence Quelle, bei der die Kamele ihr Wasser und Touristen ihren ersten Ausblick in die Wüste bekommen.

Die Rote Sanddüne

Eine große Düne mit tiefrotem Sand lädt dich ein, tolle Bilder zu machen und die Düne zu erklimmen. Kleiner Teaser: du wirst danach jede Menge roten Sand in deinen Schuhen haben!

Hier wird dir auch angeboten, Sandboarding zu machen. Wir hatten das in Peru schon einmal in der Wüste versucht und ganz witzig gefunden. Also sind wir mit dem alten Snowboard die Düne raufgestapft um dann feststellen zu müssen: das Ding rutscht nicht! Matthias hat es im Sitzen probiert und sich eine ganze Weile durch den Sand gepaddelt bis er schließlich aufgegeben hat.

Von oben hast du aber auch ohne das Sandboarding einen wirklich tollen Blick auf die Wüstenlandschaft und die Berge aus Sandstein und Granit. Wow!

Inschriften

Wadi Rum wurde 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Grund dafür war nicht die unfassbar schöne Landschaft, sondern die Inschriften, die auf den Felsen gefunden wurden. Sie sind zum Teil über 3000 Jahre alt und wurden von verschiedenen Völkern in die Steine gemeißelt.

Al Mahama Canyon

An einer Stelle in der Wüste setzte unser Fahrer uns am Eingang eines Canyons ab und sammelte uns auf der anderen Seite wieder ein. So konnten wir zu Fuß durch den Canyon laufen und teilweise klettern. Wir fanden es klasse, nicht nur durch die Wüste gefahren zu werden sondern auch einen Teil aus eigener Kraft erkunden zu können.

Um Fruth Bogen

Ein weiterer beliebter Fotostopp auf der Wüstentour ist die Steinbrücke Um Fruth. Hier hat die Natur eine Brücke geschaffen, auf die du auch gut klettern kannst. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Das Foto hat übrigens unser Fahrer für uns gemacht. Der war sehr interessiert daran, warum wir so viel filmen und fotografieren.

Wadi Rum: Übernachtung im Beduinenzelt

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Camp inmitten der Wüste. Das Camp besteht aus ca. 10 Zelten zum Übernachten, einem gemauerten Toilettenhäuschen und einem großen Gemeinschaftszelt. Strom gibt es hier nur in der Nacht und die Zelte sind sehr einfach mit einem Bett ausgestattet. Wir fanden das für eine Übernachtung in der Wüste trotzdem überraschend komfortabel!

Sonnenuntergang im Wadi Rum

Nachdem wir uns im Zelt eingerichtet hatten, kletterten wir auf den nächsten Felsen um von dort den Sonnenuntergang über der Wüste zu beobachten. Die Farben und Abendstimmung waren einmalig! Gefühlt wechselte der Himmel jede Minute wieder seinen Rotton und die Berge drumherum strahlten auch in einer weiteren Nuance Rot.

Wadi Rum: Sternenhimmel

Auch wenn der Tag mit der Jeeptour ereignisreich war und du nachts nur noch ins Bett krabbeln möchtest: pack die letzten Energiereserven aus denn der Blick zum Sternenhimmel ist einfach gigantisch! Matthias ist mitten in der Nacht noch einmal mit seiner Taschenlampe durch die Wüste gekrochen, um die Szene festzuhalten. Hier lohnt es sich eine Kamera dabeizuhaben, die lange belichten kann, und ein Stativ um den Sternenhimmel auch auf Bildern festzuhalten.

Wadi Rum: Unsere Tipps für deine Tour

  • Buch auf jeden Fall die Tour mit Übernachtung. Punkt. Haben wir oben ausführlich begründet.
  • Zieh dir feste Schuhe an, denn der Wüstensand ist heiß.
  • Pack Sonnencreme und Sonnenbrille ein, es gibt unterwegs wenig Schattenplätze.
  • Nimm eine gute (und vor allem dichte) Hülle für deine Kamera mit! Der Wüstensand ist schnell dort, wo er eigentlich nicht hin soll.
  • Eine Taschenlampe kann nachts sehr hilfreich für den Weg zum Klohäuschen sein.
  • An fast jedem Stopp auf der Jeeptour wird dir der stark gesüßte Tee angeboten und du kannst eine Sonnenpause in den Zelten einlegen.

Wadi Rum: Ein Muss auf deiner Jordanien Reise

Für uns zählte der Ausflug in die Wüste von Wadi Rum zu den absoluten Highlights unserer Jordanienreise. Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind so einzigartig, dass wir es jedem empfehlen würden, das auch zu erleben!

Unser Video zu Wadi Rum


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Wadi Rum musst du gesehen haben! Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind einfach einzigartig. Hier sind unsere Tipps für deine Tour durch die Wüste

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Und so war es auch auf unserer Rundreise durch Jordanien. Nach Abenteuern, Luxus, Natur, Weltwunder und Kultur schaffte es die Wüstenlandschaft in Wadi Rum, uns noch mal so richtig aus den Socken zu hauen. Was ein Erlebnis!

Wadi Rum: Was ist das?

Das Wadi Rum ist eine Fels- und Sandwüste im Süden von Jordanien. Sie ist ungefähr 100 Kilometer lang und 60 Kilometer breit. Entstanden ist die Landschaft vor 30 Millionen Jahren als ein Riss den Jordangraben und das Rote Meer schuf. Durch Erosion ist der rote Sandstein über die Jahre zu den skurrilen Formationen geformt worden, die die Wüstenlandschaft heute so wunderschön und fotogen machen.

Fun Fact: Ein Teil des Films Der Marsianer ist im Wadi Rum gedreht worden. Berühmt geworden ist die Wüste durch Lawrence von Arabien, der in seinem Buch Die Sieben Säulen der Weisheit von der Wüste schrieb. Auch im Film zu Lawrence von Arabien spielte die Wüste ein wichtige Rolle.

Wadi Rum: Touranbieter und Organisation

Die Touren durch Wadi Rum werden in der Regel von den Beduinenfamilien angeboten, die in der Wüste leben. Viele findest du inzwischen auch online und dort kannst du dich auch über Preise und Tourvarianten informieren. Wir haben über Wadi Rum Sky eine Tour mit Übernachtung gebucht.

Wenn du auch mit einem Mietwagen unterwegs bist, ist die Anreise unproblematisch. Vom Desert Highway, der zwischen Aqaba und Ma’an verläuft, führt eine Straße direkt ins Wadi Rum Village, von dem aus die meisten Touren starten. Um in den Nationalpark Wadi Rum zu fahren, musst du noch einmal 5JD Eintritt zahlen oder so wie wir den Jordan Pass besitzen. Die Straße zum Wadi Rum Village ist gut befahrbar und lässt dich schon erahnen, was du da an Naturspektakel noch zu bieten bekommst. Unseren Mietwagen haben wir bei der Familie stehen lassen und schon kurze Zeit später hat uns unser Fahrer in seinen Truck geladen.

Wadi Rum: Die Tour

Wir haben uns für eine Tagestour mit Übernachtung im Beduinenzelt entschieden. Du kannst natürlich auch 4-Stunden-Touren oder Tagestouren ohne Übernachtung machen. Wir würden dir die Nacht im Zelt in der Wüste aber auf jeden Fall empfehlen und sind froh, dass wir keine kürzere Tour gebucht haben. Wir haben für die Tour 45 JD pro Person bezahlt und waren nur zu zweit. In der Regel wird der Preis je nach Personenzahl angepasst. Je mehr Leute dabei sind, desto günstiger wird es für den Einzelnen.

Lawrence Quelle und Kamele

Erster Stopp einer fast jeden Tour durch die Wüste ist die sogenannte Lawrence Quelle, bei der die Kamele ihr Wasser und Touristen ihren ersten Ausblick in die Wüste bekommen.

Die Rote Sanddüne

Eine große Düne mit tiefrotem Sand lädt dich ein, tolle Bilder zu machen und die Düne zu erklimmen. Kleiner Teaser: du wirst danach jede Menge roten Sand in deinen Schuhen haben!

Hier wird dir auch angeboten, Sandboarding zu machen. Wir hatten das in Peru schon einmal in der Wüste versucht und ganz witzig gefunden. Also sind wir mit dem alten Snowboard die Düne raufgestapft um dann feststellen zu müssen: das Ding rutscht nicht! Matthias hat es im Sitzen probiert und sich eine ganze Weile durch den Sand gepaddelt bis er schließlich aufgegeben hat.

Von oben hast du aber auch ohne das Sandboarding einen wirklich tollen Blick auf die Wüstenlandschaft und die Berge aus Sandstein und Granit. Wow!

Inschriften

Wadi Rum wurde 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Grund dafür war nicht die unfassbar schöne Landschaft, sondern die Inschriften, die auf den Felsen gefunden wurden. Sie sind zum Teil über 3000 Jahre alt und wurden von verschiedenen Völkern in die Steine gemeißelt.

Al Mahama Canyon

An einer Stelle in der Wüste setzte unser Fahrer uns am Eingang eines Canyons ab und sammelte uns auf der anderen Seite wieder ein. So konnten wir zu Fuß durch den Canyon laufen und teilweise klettern. Wir fanden es klasse, nicht nur durch die Wüste gefahren zu werden sondern auch einen Teil aus eigener Kraft erkunden zu können.

Um Fruth Bogen

Ein weiterer beliebter Fotostopp auf der Wüstentour ist die Steinbrücke Um Fruth. Hier hat die Natur eine Brücke geschaffen, auf die du auch gut klettern kannst. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Das Foto hat übrigens unser Fahrer für uns gemacht. Der war sehr interessiert daran, warum wir so viel filmen und fotografieren.

Wadi Rum: Übernachtung im Beduinenzelt

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Camp inmitten der Wüste. Das Camp besteht aus ca. 10 Zelten zum Übernachten, einem gemauerten Toilettenhäuschen und einem großen Gemeinschaftszelt. Strom gibt es hier nur in der Nacht und die Zelte sind sehr einfach mit einem Bett ausgestattet. Wir fanden das für eine Übernachtung in der Wüste trotzdem überraschend komfortabel!

Sonnenuntergang im Wadi Rum

Nachdem wir uns im Zelt eingerichtet hatten, kletterten wir auf den nächsten Felsen um von dort den Sonnenuntergang über der Wüste zu beobachten. Die Farben und Abendstimmung waren einmalig! Gefühlt wechselte der Himmel jede Minute wieder seinen Rotton und die Berge drumherum strahlten auch in einer weiteren Nuance Rot.

Wadi Rum: Sternenhimmel

Auch wenn der Tag mit der Jeeptour ereignisreich war und du nachts nur noch ins Bett krabbeln möchtest: pack die letzten Energiereserven aus denn der Blick zum Sternenhimmel ist einfach gigantisch! Matthias ist mitten in der Nacht noch einmal mit seiner Taschenlampe durch die Wüste gekrochen, um die Szene festzuhalten. Hier lohnt es sich eine Kamera dabeizuhaben, die lange belichten kann, und ein Stativ um den Sternenhimmel auch auf Bildern festzuhalten.

Wadi Rum: Unsere Tipps für deine Tour

  • Buch auf jeden Fall die Tour mit Übernachtung. Punkt. Haben wir oben ausführlich begründet.
  • Zieh dir feste Schuhe an, denn der Wüstensand ist heiß.
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Wadi Rum: Ein Muss auf deiner Jordanien Reise

Für uns zählte der Ausflug in die Wüste von Wadi Rum zu den absoluten Highlights unserer Jordanienreise. Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind so einzigartig, dass wir es jedem empfehlen würden, das auch zu erleben!

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Wadi Rum: Erlebe Jordaniens Wüste

Wadi Rum musst du gesehen haben! Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind einfach einzigartig. Hier sind unsere Tipps für deine Tour durch die Wüste

Nachdem wir die letzten zwei Wochen in Peru viel gewandert und selten länger als eine Nacht an einem Ort waren, haben wir zum Abschluss noch einmal die Bremse gezogen und in Huacachina drei Nächte in der Wüste entspannt. Diese Oase war ursprünglich für die reichen Peruaner als Entspannungsort gebaut worden, ist aber in den letzten Jahren zunehmend von Reisenden erobert worden.

Huacachina am Abend

Unsere Anreise von Arequipa nach Huacachina

Nachdem wir auf der Nachtfahrt von Cusco nach Arequipa gute Erfahrungen mit Cruz del Sur gemacht hatten, buchten wir auch für die Fahrt von Arequipa nach Ica eine Nachtfahrt mit dem führenden Busunternehmen Perus. In 12 Stunden wurden wir über Nacht bequem in die Stadt an der Küste Perus gefahren und kamen wieder relativ gut erholt an. Nach einem einfachen Frühstück in Ica nahmen wir uns ein Taxi, das uns für 5 Soles (1,40€) ins 5 Kilometer außerhalb gelegene Huacachina fuhr.

Unsere Unterkunft in Huacachina

Da der kleine Wüstenort eigentlich nur für Touristen und reiche Peruaner erbaut worden ist, sind auch die Preise der Hotels und Hostels hier entsprechend teurer. Wir haben eine Art Luxuscamping im Desert Nights Ecocamp* gemacht. Hier hatten wir zwei sehr gemütliche Betten in einem Zelt und ein geteiltes Bad. Dazu gab es in der Anlage einen sehr schönen Pool (sogar mit Poolbar), an dem morgens das wirklich gute Frühstück serviert wurde. Über booking.com* hatten wir 36€ bezahlt, vor Ort konnten wir zwei weitere Nächte für jeweils 28€ verhandeln.

Huacachina Unterkunft

Abhängen am Pool

Tatsächlich haben wir hier wenig unternommen und die meiste Zeit auf den Liegen am Pool verbracht. Tagsüber hatten wir angenehme Temperaturen um die 28°C und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir lasen im Kindle oder genossen einfach, nicht mehr in viele Schichten eingewickelt sein zu müssen.

Huacachina Pool im Desert Night Ecocamp

Am ersten Abend trafen wir uns mit Susanna und Christoph, die wir in Uyuni in Bolivien kennengelernt und am Titicacasee wiedergetroffen hatten. Es ist immer schön, andere Reisende wiederzusehen und sich auszutauschen. So fangen die Gespräche nicht alle bei „Und, wie lange reist ihr so? Wo wart ihr schon?“ an.

Buggytour durch die Sanddünen

Für einen Nachmittag haben wir uns dann aber aufgerafft und wieder etwas mehr Action erlebt. Überall in Huacachina wird man immer wieder angesprochen, ob man nicht an der Sandbuggy Tour teilnehmen möchte. Wir verhandelten mit mehreren Anbietern und konnten uns schließlich auf 25 Soles (7€) pro Person einigen.

16 Uhr ging es los im Buggy mit einem röhrenden Motor, der durch die ganze Wüste dröhnte. Wir hatten uns die vorderen Sitze gesichert und waren gespannt, was uns nun erwarten würde. Nach kurzer gemütlicher Aufwärmphase jagte unser Fahrer das Gefährt kreuz und quer über die Sanddünen, fuhr steile Abhänge hinunter und halbe Loopings, die zu viel Gekreische im Buggy führten.

Huacachina Sandwüste

Sandboarding in der Wüste

Nach dem ersten Fotostopp ging es dann zu einer kleineren Sanddüne, bei der wir das Sandboarden üben sollten. Dafür legt man sich auf das Snowboard drauf und fährt mit dem Kopf voraus die Düne herunter. Das kostet erst einmal Überwindung, fetzt dann aber. Nachdem wir das zwei Mal ausprobiert hatten, ging es schließlich zur großen Düne.

Huacachina Sandboarding

Hier stürzte sich Matthias als Erster todesmutig dem Abgrund entgegen. Die Abfahrt war so lang, dass von oben einige Streckenabschnitte nicht einsehbar waren! Nachdem Matthias unten wieder auf den Füßen war, ging es für Franzi direkt hinterher. Die Fahrt war superschnell und zum Ende echt holprig, sodass wir auf dem Board ordentlich durchgeschüttelt wurden. Matthias trug leichte Schürfwunden an den Armen davon, ansonsten haben wir die rasante Fahrt gut überstanden. Nach einem weiteren Mal war uns aber nicht ;)

Zu guter Letzt hätte noch das Schauen des Sonnenuntergangs in der Wüste auf dem Programm gestanden. Da aber ein Mädel aus unserer Gruppe ihr iPhone während des Boardings verloren hatte, suchten wir stattdessen das berühmte Sandkorn in der Wüste. Frag uns jetzt nicht, warum jemand sein iPhone mit zum Sandboarden nimmt.. gefunden wurde es dann übrigens nicht. Nicht, dass wir das erwartet hätten.

Huacachina Sanddünen

Trotz des etwas unglücklichen Abschlusses fanden wir den Ausflug mit dem Buggy wirklich witzig und konnten noch einmal einiges mehr von den Sanddünen sehen.

Letzter Tag in Peru in Lima

Da wir uns in Huacachina für mehr Zeit zum Entspannen entschieden hatten, blieb uns nur eine Nacht in Lima. Hier hatten wir richtig Glück mit unserem Hotel El Ducado*, dass normalerweise Zimmer für 100€ pro Nacht bietet. Wir zahlten nur 35€ über boooking.com*, hatten ein riesiges Zimmer, eine richtig gute Dusche und das bequemste Bett seit langem. Wir sahen uns den Stadtteil Miraflores ein wenig an bevor es zum Flughafen und weiter in Weltreiseland #10 ging. Sei gespannt, wo unser Abenteuer weitergeht!

Kaum waren wir aus dem nassen Süden Chiles zurückgekehrt, ging es für uns nun in die nördlichste Region Chiles in die Atacamawüste. Hier regnet es so gut wie nie, es soll eine wundervolle Landschaft sein und damit erschien es uns als perfektes nächstes Ziel. Um eins vorwegzunehmen: es hat geregnet :D Aber das mit der wundervollen Landschaft stimmt wirklich!

Unsere Anreise nach San Pedro de Atacama

Von Santiago aus gibt es zwei Möglichkeiten: man kann einen Bus nehmen, der einen in 20 bis 24 Stunden nach San Pedro de Atacama fährt und zahlt für diese Fahrt 40 bis 50€. Wir bekamen Flugmeilen geschenkt und konnten daher spottbillig mit Latam nach Calama fliegen, dem nächstgelegenen Flughafen, der knapp 100 Kilometer nördlich von San Pedro de Atacama liegt. Die günstigste Flugalternative ist sonst Sky, die Flüge ab 45€ anbieten und daher eine tolle Alternative zur langen Busfahrt sind.

In Calama erlebten wir die bisher ungemütlichste Landung unserer Weltreise. Kurz vor dem Auftreffen auf der Landebahn geriet das Flugzeug noch mal so richtig in Schieflage, dass uns ziemlich mulmig wurde. Als wir aus der Ankunftshalle nach draußen kamen, sahen (und spürten) wir den Grund für die wackelige Landung: hier war ein ordentlicher Sturm zugange! Aufgrund der schlechten Wetterlage entschieden wir uns für ein Shuttle, das uns direkt zu unserem Hostel in San Pedro de Atacama fahren würde. Für 10.000 Pesos pro Person (14€) schunkelten wir gemütlich durch den Sandsturm und genossen die ersten Ausblicke auf die Atacamawüste.

Unsere Unterkunft in San Pedro de Atacama

San Pedro ist ein Wüstenort für Touristen. Hier gibt es vor allem Hostels, Restaurants, Touranbieter und Minisupermärkte. Dementsprechend sind auch die Preise ziemlich hoch und es fiel uns nicht leicht, ein günstiges Zimmer zu finden. Im Hostel Juriques buchten wir schließlich über Hostelworld ein Doppelzimmer mit geteiltem Bad für 33€ pro Nacht. Das Zimmer war dunkel und kalt und hatte natürlich keine Heizung. Dafür gibt es im Hostel einen schönen Innenhof mit Hängematten und vielen Sitzmöglichkeiten. Hier konnten wir uns mit anderen Reisenden austauschen und zusammen essen. Die Küche war nicht besonders sauber aber ausreichend.

Atacama Wüste Hostel

Touren auf eigene Faust

San Pedro ist der Ausgangsort für Touren in die Atacamawüste und so wird man auf Schritt und Tritt von Tourenanbietern angesprochen und es werden irre viele Touren beworben. Man könnte hier sicher eine Woche verbringen und jeden Tag eine andere Tour machen! Leider kosten diese aber ziemlich viel Geld und die Attraktion selbst auch noch mal einen saftigen Eintritt. Daher unternahmen wir zwei Ausflüge auf eigene Faust und konnten die wunderschöne Natur in unserem Tempo erkunden.

Atacama Valle de la Luna Duna Major Paar

Wanderung durch das Valle de la Muerte

Von San Pedro aus kann man in drei bis vier Kilometern am Eingang des Valle de la Muerte sein. Der Weg führt nördlich aus dem Ort heraus und eine ganze Zeit entlang des Flusses. Am Parkeingang werden 3000 Pesos Eintritt (4€) verlangt. Danach folgt ein vier Kilometer langer Weg durch die Wüstenlandschaft bis zu einem Aussichtspunkt.

Atacama Valle de la Muerte Matthias

Der Weg ist wirklich toll, weil er an Sanddünen vorbeiführt, durch die orangeroten Gesteinsformationen und immer wieder schöne Aussichten bietet. Wir hatten an diesem Tag ziemlich starken Wind, der uns den Sand immer wieder ins Gesicht fegte.
Am Aussichtspunkt angekommen, kann man das Todestal überblicken. Der Rückweg ist der Gleiche wie der Hinweg, sodass es insgesamt ungefähr 15 Kilometer Wanderung sind.

Atacama Mirador Valle de la Muerte

Unser Tipp: Genügend Wasser einpacken und auch bei Wolken unbedingt Sonnencreme nutzen, die Sonne ist in der Höhe nicht zu unterschätzen! Man kann diese Tour auch mit einem Fahrrad machen und zusätzlich ein Snowboard ausleihen, mit dem man die große Sanddüne herunterfährt. Wir haben anderen dabei zugesehen, das sah aber gar nicht so einfach aus ;)

Fahrradtour durch das Valle de la Luna

An unserem zweiten Tag liehen wir uns Fahrräder aus um das Valle de la Luna zu erkunden. Für 6 oder 7 Stunden zahlten wir 4000 Pesos pro Person (5,50€) und bekamen Fahrräder in wirklich gutem Zustand, Helme (sind obligatorisch), Ersatzschlauch und Lichter dazu. Von San Pedro fährt man zunächst 5 Kilometer entlang der geteerten Straße bis zum Eingang in das Mondtal.

Das Informationszentrum war nicht besetzt als wir dort ankamen, sodass wir uns den Eintritt von 3000 Pesos pro Person (4€) sparten und auch den Ticketkontrollpunkt später links liegen ließen. Auf einer Schotterpiste legten wir weitere sechs Kilometer zurück bis wir zu den verschiedenen Attraktionen im Tal gelangten. Diese kann man gar nicht verfehlen, weil immer ein Parkplatz davor ist.

Atacama Valle de la Luna Fahrrad

Duna major

Am meisten beeindruckten uns die Ausblicke von der Hauptdüne. Hier liefen wir zu zwei verschiedenen Aussichtspunkten die uns tatsächlich die Sprache verschlugen. Es ist schwer, diese einzigartige Natur in Worte zu fassen und auch die Bilder zeigen nur einen Teil des eigentlichen Spektakels. Die unendliche Weite, die wir gesehen haben. Diese riesigen Gesteinsformationen in den schönsten Orange- und Rottönen.

Atacama Valle de la Luna Duna Major Matthias

Eine lange Zeit saßen wir einfach nur dort und sogen die Eindrücke in uns auf. Es waren sehr besondere Momente, die wir nur schwer beschreiben können. Umso schöner war es für uns, dass wir diese Momente nicht mit anderen teilen mussten sondern zu zweit genießen konnten. Ganz allein saßen wir an den Aussichtspunkten.

Atacama Valle de la Luna Wüste und Salz

Nach der Hauptdüne gibt es zwei weitere Aussichtspunkte, die ebenfalls menschenleer waren. Hier blickten wir ins Tal, auf die salzbedeckte Wüste und die abgefahrenen Berge. So viele Fotos haben wir geschossen um die Schönheit festzuhalten.

Atacama Valle de la Luna Amphiteatro

Die Tour ins Valle de la Luna ist eine der am häufigsten besuchten Touren. Schon für 10000 Pesos (14€) wird man in das Tal zu den verschiedenen Aussichtspunkten gefahren und kann den Sonnenuntergang dort erleben. Uns kamen die ganzen Busse und Touristen entgegen als wir von der Hauptdüne wieder gingen. Wir waren dankbar, die Natur um uns herum ungestört genießen zu können.

Wir würden es daher jedem empfehlen, das Valle de la Luna mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Strecke ist zum Teil schon sehr steil (Franzi musste absteigen) und unseren Hintern haben wir nach dem Tag auch ordentlich gespürt. Aber das war es sowas von wert!!!

Akklimatisierung erfolgreich

Hatten wir bei unserer Ankunft in San Pedro noch leichte Kopfschmerzen (liegt immerhin auf 2500 Metern), so waren wir nach drei Tagen und viel Bewegung auf der Höhe gut akklimatisiert. Wir hatten überlegt, noch eine Tagestour zu den Piedras Rojas zu machen, da diese zu hoch und weit weg gelegen sind um sie selbst zu erkunden. Allerdings war das nicht möglich wegen des vielen Schnees in der Höhe.
So verließen wir San Pedro, die Atacamawüste und nach 30 Tagen auch Chile um noch mehr von Südamerika zu sehen. Die Atacamawüste war definitiv eines unserer Highlights in Chile, das wir jedem ans Herz legen wollen.

Nach unserer holprigen Anreise aus Jaipur erreichten wir morgens den Busbahnhof in Jaisalmer. Unsere netten Gastgeber vom Hotel Fotyia* holten uns mit dem Jeep ab und schon wenig später fanden wir uns auf einer gemütlichen Dachterrasse mit Blick auf das Fort von Jaisalmer wieder. Die Stadt liegt am Rande der Thar Wüste und ist umgeben von sandigem Buschland – eine Landschaft wie aus 1001 Nacht! Wir fühlten uns direkt wohl und freuten uns darauf, wieder mehr Weiten und Natur erleben zu können.

Das Fort in Jaisalmer

Die Hauptattraktion in Jaisalmer ist das riesige Fort, das aus Sandstein erbaut wurde und eine der wenigen Festungen ist, die auch heute noch bewohnt ist! Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass man (endlich mal) keinen Eintritt zahlen muss, jippieh! Also haben wir uns schon an unserem ersten Tag auf den Weg durch die zahlreichen, vollgestopften Gassen gemacht um das Fort zu besichtigen. Schon von Weitem kann man sehen wie es über der Stadt auf einem Hügel thront. Von Nahem wird einem das Ausmaß dieser Festung aber erst so richtig klar. Wir haben uns zunächst durch die vielen kleinen Straßen treiben lassen und alles aufgesogen, was uns dort begegnet ist. Seien es die zahlreichen Kühe auf den Wegen, die vielen Händler, die uns Klamotten, Teppiche oder Schmuck verkaufen wollten oder eben auch die Bewohner, die wir durch die Hauseingänge beobachten konnten.

Indien Jaisalmer Fort

Das Leben spielt sich in den sandsteinfarbenen Häusern ab, die oftmals reich verziert sind und uns immer wieder zum Staunen brachten. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinsehen sollten! Letztendlich ist das Fort aber auch sehr touristisch – jedes zweite Haus beinhaltet ein Restaurant oder Guesthouse und überall werden Souvenirs vertickt. Wir haben uns gefragt, wer den ganzen Kram wohl kaufen soll, denn so viele Touristen waren gar nicht unterwegs.

Sonnenuntergang mit Blick auf das Fort

Um abends den Sonnenuntergang und die wechselnden Lichtverhältnisse zu beobachten, kletterten wir auf einen kleinen Aussichtspunkt unweit von unserem Hotel. Die Kinder und Jugendlichen zeigten uns eine Abkürzung, sodass wir plötzlich in FlipFlops einen steilen Geröllberg hinaufstiegen. Der Ausblick dort oben war klasse und wir genossen die ruhigen Abendstunden sehr! Für den Abstieg wählten wir die sichere Variante und nahmen dieses Mal die Treppen.

Indien Jaisalmer Fort Sonnenuntergang

Jain Tempel

Innerhalb der Festung befinden sich sieben Jain Tempel, die man für einen Eintritt von 200 Rupie pro Person alle besichtigen kann. Wir fanden den Preis in Ordnung und haben die reich verzierten Tempel alle besichtigt. Allerdings sind wir nur auf vier gekommen… da waren wohl mehrere Tempel in einem oder so ;) Jainismus ist eine Religion, die ungefähr zur Zeit des Buddhismus auch als Gegenbewegung zum Hinduismus entstand. Heutzutage gibt es ca. 4 Millionen Anhänger, die überwiegend in Indien leben. Die Vorgaben der Jain sind sehr strikt, so wird Besitztum als überflüssig angesehen und keinem Lebewesen darf Leid zugefügt werden (die Anhänger sind dementsprechend Vegetarier und dürfen auch kein Leder tragen).

Indien Jaisalmer Jain Tempel

Havelis

In und um das Fort herum stehen alte, wunderschöne Havelis. Das sind Wohnhäuser von reichen Handelsmännern, die oft mehr an einen Palast erinnern als an ein Wohnhaus. In Rajhastan gehören sie zu den Wahrzeichen der Region und sind während der Blütezeit des Fernhandels im 18. und 19. Jahrhundert entstanden. Wir haben sie sehr gerne bestaunt und waren ganz hingerissen!

Kamelsafari

Einer der Hauptgründe für uns, nach Jaisalmer zu fahren, war die Nähe zur Wüste und damit die Möglichkeit einer Kamelsafari. Unser Hotelbesitzer machte uns ein gutes Angebot (1300 Rupie p.P./ ca. 17€) und so machten wir uns an unserem dritten Tag in Jaisalmer nachmittags auf den Weg in die Thar Wüste. Die ersten 40 Kilometer legten wir noch im Jeep zurück, danach sattelten wir um auf Kamele.

Rennkamel für Franzi

Wir hatten Glück, dass andere Reisende kurzfristig noch abgesprungen waren, denn so hatten wir die Wüste und unseren Guide Dilian für uns alleine :) Bevor wir Fragen stellen konnten, wurden wir auf die beiden Kamele aufgeteilt, Franzi wurde die Leine ihres in die Hand gedrückt und dann setzte sich unsere kleine Karawane auch schon in Bewegung. Matthias saß auf dem 5-jährigen Rocket, der brav an der Leine unseres Kameltreibers lief, Franzi ritt auf Number One vorneweg. Mit einem Ohr konnte sie hören, wie unser Guide erzählte, dass Number One ein Rennkamel sei, während dieses immer mehr Abstand zwischen sich und den Rest der Truppe legte. Als der Abstand immer größer wurde und das Rennkamel keine Anstalten machte, einen Gang runterzuschalten, wurde Franzi langsam unruhig. Wie genau konnte man denn hier bitte bremsen? Ziehen an der Leine – was unser Kameltreiber von hinten rief – führte dazu, dass Franzi den Kamelhals fast im Gesicht hatte, aber nicht zur Geschwindigkeitsreduktion. Als Number One zum Fressen an einem der Büsche stehen blieb, konnten Matthias und sein Kamel aufschließen und nun lief unsere Truppe gemeinsam weiter.

Indien Jaisalmer Kamelsafari Franzi

So schaukelten wir glücklich hinein in die Thar Wüste. Um uns herum sahen wir viele Büsche, ritten über Sanddünen und an einem kleinen Dorf vorbei. Nach ungefähr einer Stunde kamen wir an einer Sanddüne an, bei dir wir übernachten sollten. Also ging es runter von den Kamelen und zu Fuß rein in die Sanddünen. Es war keine andere Menschenseele zu sehen und wir genossen es sehr, diese Weite und Abgeschiedenheit auf uns wirken zu lassen!

Kamelreiten wie die Profis

Unser Guide hatte in der Zwischenzeit einen leckeren Chai-Tee für uns gekocht. Wir versuchten uns danach darin, die Kamele wieder zusammenzutreiben, scheiterten aber kläglich. So musste Dilian eingreifen. Er bot uns auch an, mal ohne Sattel ein Kamel zu reiten und Matthias probierte es aus. Franzi konnte sich kaum halten vor Lachen, weil man nämlich hinter dem Höcker sitzt und sich daran festhalten muss. Als wir die Bilder nach der Safari noch mal durchgesehen haben, sind Tränen gekullert… vor Lachen! :D

Indien Jaisalmer Kamelsafari Reiten ohne Sattel

In dieser schönen Kulisse sahen wir uns den Sonnenuntergang an und erlebten fasziniert das Farbenspiel auf den Sanddünen. Dilian kochte ein leckeres Curry und stellte sogar Chapati her – inklusive Teig machen, rollen und backen. Und das alles über offenem Feuer! Nachdem die Sonne untergegangen war, fielen auch die Temperaturen ziemlich deutlich und wir waren sehr froh, unsere Fleecejacken und Franzis Leggings eingepackt zu haben.

Indien Jaisalmer Kamelsafari Betten

Sternenhimmel in der Wüste

Unser Nachtlager bestand aus einer einfachen Pritsche mit ein paar Decken drauf. Wir lagen erst einmal eine ganze Weile da und bestaunten das Schauspiel über uns. Die Millionen Sterne! Wir konnten die Milchstraße sehen und Sternschnuppen beobachten. Und auch wenn der Schlaf in dieser Nacht nicht der beste war, so erfreuten wir uns bei jedem Aufwachen wieder über diesen sensationellen Ausblick, der sich mit jedem Aufwachen wieder ein bisschen veränderte!

Indien Jaisalmer Kamelsafari Sternenhimmel

Am nächsten Morgen sahen wir die Sonne aufgehen und wärmten uns am Feuer mit einem frischen Chai-Tee. Nach einem kurzen Frühstück wurden die Kamele gesattelt und es ging wieder zurück. Heute tauschten wir und Matthias bekam das Rennkamel. Zu seiner Enttäuschung ist das morgens aber nicht so lauffreudig und benötigte einiges an Aufforderung, um seinen Hintern vorwärts zu bewegen. Nach einer Weile verfielen wir von dem gemächlichen Trott in einen leichten Trab, war das schaukelig! Kamelreiten ist schon so eine wippende Bewegung, die beim Traben durch Schütteln ergänzt wird. Wir haben uns schlapp gelacht.

Indien Jaisalmer Kamelsafari Matthias

Diese Kamelsafari rundete unseren Aufenthalt in Jaisalmer wunderbar ab! Wir haben die Ruhe und vor allem Stille sehr genossen. Nach dem Dauergehupe in Jaipur haben die Tage richtig gut getan und wir sind wieder bereit für ein bisschen mehr Stadtleben :)

Willst du mit in die Wüste schaukeln? Wir nehmen dich mit! Ab in den Sattel und Play drücken ;)