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Ein weiterer wichtiger Punkt auf unserer To-Do-Liste für die Reisevorbereitung waren die Impfungen. Auf anderen Blogs hatten wir gelesen, dass man sich so ca. 6 Monate vor Reiseantritt mal darum kümmern sollte. Da unsere Entscheidung für die Reise etwas spontaner fiel, mussten es bei uns 5 Monate tun.

Hausarzt oder Tropeninstitut?

Zunächst ist die Frage: Welche Impfungen sind notwendig? Das ist natürlich ohne klare Route auch wenig klar zu beantworten. Daher wandten wir uns vertrauensvoll an das nächste Tropeninstitut. Du kannst viele Impfungen auch beim Hausarzt bekommen. Wir haben uns aber für die Fachmänner vom Tropeninstitut entschieden, da wir definitiv eine Gelbfieberimpfung benötigten (Pflicht in den meisten Ländern Südamerikas) und diese nur bei Tropenmedizinern gegeben werden kann. Hier findest du eine Übersicht über Tropenmediziner und Tropeninstitute in deiner Nähe.

Wir sind zum Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg gegangen und haben uns dort sehr gut beraten gefühlt. Wir waren insgesamt zu drei Terminen da, wobei wir beim ersten Termin sowohl beraten als auch geimpft wurden. Hier ein kleiner Tipp: geh nicht an einem Brückentag-Freitag, und vor allem nicht wenn das der Beratungstermin ist. Wir haben ganze 5 Stunden gewartet. Bei den zwei weiteren Impfterminen ging dann alles zügig.

Vorteile einer Impfung im Tropeninstitut

  • Die Ärzte sind spezialisiert. Der Doc wurde, während er unsere Spritzen aufzog, von einer externen Klinik angerufen, die seine Expertise zur Malariabehandlung anzapfte. Wir waren uns sicher: Fachmann!
  • Die Impfstoffe sind alle vorhanden (kein umständliches Besorgen in der Apotheke)
  • Die Impfungen werden aufeinander abgestimmt. Das war besonders in Matthias‘ Fall auch echt gut (O-Ton Tropen-Doc: „Sie stellen mich echt vor eine Herausforderung“), da bei ihm selbst so banale Sachen wie Mumps, Masern und Röteln noch mal geimpft werden mussten. Auch wurden die Lebend-Impfungen, nach denen eine Woche kein Alkohol und Sport angesagt ist, auf unsere Hochzeitseinladung und sonstige private Rahmenbedingungen abgestimmt.

Unsere Impfungen vor der Weltreise

  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Hepatitis A und B
  • Gelbfieber
  • Typhus
  • Tetanus
  • Mumps, Masern, Röteln (Matthias)

Nebenwirkungen der Impfungen

Kann es geben.. hatten wir nicht. Also wenn man eine leichte Rötung und Schwellung des gepiksten Armes nicht zählt. Es ist aber zu beachten, dass bei Lebend-Impfungen (bei denen der lebende Virus geimpft wird, der Körper danach also ordentlich dagegen ankämpfen muss) für eine Woche Sport und Alkohol flach fallen. Zu den Lebend-Impfungen gehören u.a. Gelbfieber und Mumps, Masern, Röteln.

Kostenübernahme von Impfungen

Zunächst einmal musst du die Kosten für Beratung, Impfstoff und Impfung selbst tragen und in Vorleistung gehen. Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen häufig als freiwillige Zusatzleistung übernommen. Dafür müssen die Rechnungen im Original eingereicht werden. Bei uns klappte das reibungslos. Beide Krankenkassen (Techniker und BKK pronova) übernahmen die kompletten Kosten. Noch dazu hatten sie uns das Geld innerhalb von einer Woche nach Einreichen der Rechnung schon wieder überwiesen. Insgesamt sind uns (bzw. unseren Krankenkassen) 1260€ an Impfkosten entstanden, also ein ordentlicher Batzen Geld. Wer seine Reise langfristiger plant als wir, sollte sich rechtzeitig erkundigen, was die Krankenkasse an Impfkosten übernimmt und gegebenenfalls noch wechseln. Auf den Internetseiten der Krankenkassen ist oft auch genau angegeben, welche Impfungen übernommen werden.


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Du willst eine Weltreise planen?

In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



Lust auf mehr? Lies unsere neuesten Berichte!


Mit viel Überblick, Geduld und kontinuierlichem Abarbeiten! Da wir uns relativ kurzfristig für die Weltreise entschieden haben, fiel bei uns sehr viel Organisatorisches in kurzer Zeit an. Die To-Do-Listen schienen kein Ende zu nehmen und hielten uns bis zum Abflug auch gut auf Trab. Besonders die Einschränkung auf Handgepäck stellte uns vor einige Herausforderungen.

Da wir beide ziemlich strukturiert sind, haben wir uns nach unserer Entscheidung für die Reise eine „Mega-To-Do-Liste“ erstellt und erst mal gesammelt, was so alles anfallen könnte. Diese wurde dann kontinuierlich ergänzt um weitere Punkte, die uns während der Vorbereitung eingefallen sind. Dann haben wir uns eine Zeitplanung gemacht, um den Überblick zu behalten, wann was erledigt werden muss. Einige Dinge müssen ja eher früher (z.B. Impfungen) und andere können auch erst kurz vor der Reise abgearbeitet werden (z.B. Nachsendeantrag stellen). Wir wollen dir hier eine chronologische Übersicht geben über das, was zu bestimmten Zeitpunkten vor der Reise bedacht und erledigt werden sollte.

6 Monate vor der Reise (bei uns nur 5)

  • Impfungen
    → vor allem eine Geldfieberimpfung kann in Südamerika für die Einreise Pflicht sein
  • Wunschziele festlegen
    → Wir haben uns drei Wunschziele überlegt, um die Route flexibel gestalten zu können.
  • Reiselektüre studieren
    → Bibliothek nutzen, Blogs lesen
  • Steuererklärung abgeben
    → in dem Zuge auch bei ELSTER Online anmelden für die Erklärung während der Reise

3-5 Monate vor der Reise

2 Monate vor der Reise

in den letzten 4 Wochen vor der Reise

  • Umzug organisieren
    → Kisten besorgen, Umzugsauto, Wohnung streichen
    → Strom abmelden
  • Antrag auf Arbeitslosengeld stellen
  • letzte Besorgungen
    Reiseapotheke, Speicherkarten, Ersatzakku, …
  • Übersicht über wichtige Dokumente
    → damit die Homebase auch einen Überblick hat, falls etwas verloren geht
  • nach Umzug: ummelden
  • GEZ kündigen
  • Nachsendeantrag stellen
  • 200-300 US $ besorgen
    → damit kann man fast überall auf der Welt zahlen (der „Notgroschen“)
  • Kopien wichtiger Dokumente erstellen
    → einscannen und speichern, damit auch unterwegs verfügbar
  • Abschiedsparty organisieren und feiern :)

Da einige der Punkte etwas umfangreicher sind und wir dazu viel recherchiert haben, haben wir dazu ausführliche Beiträge geschrieben. So kannst du genau nachlesen, was es zum Beispiel beim Arbeitslosmelden oder der Krankenversicherung zu beachten gibt.

Wir haben für die Organisation OneNote von Microsoft benutzt, da wir damit schon vorher gute Erfahrungen gemacht hatten. Man kann ein gemeinsames Benutzerkonto anlegen, das beide nutzen und in dem beide schreiben können. So hatten wir immer Zugriff auf unsere Übersichten und konnten parallel damit arbeiten. Im Programm selbst ist es möglich, mehrere Seiten und Unterseiten zu erstellen, sowie alles schnell zu durchsuchen. Das fanden wir hilfreich, um einen Überblick zu behalten. Wir haben darin nicht nur unsere ellenlange To-Do-Liste geschrieben und abgehakt, sondern auch nützliche Informationen zu Reiseländern, unsere Finanzplanung und Ideen für den Blog festgehalten.

Nicht immer macht die Organisation der Reise Spaß. Besonders die ganzen Ab-, Ummeldungen und Kündigungen mit den vielen Papieren und Briefen, die dafür notwendig sind, können anstrengend und nervig sein. Deswegen haben wir in Phasen, in denen die ungeliebten organisatorischen Aufgaben anstanden, immer wieder Reiseblogs gelesen, uns über tolle Reiseziele informiert oder YouTube Videos geguckt, um uns vor Augen zu führen, wofür wir das alles erledigen. Das hebt die Stimmung ziemlich schnell wieder und kann neue Motivation zum Abarbeiten der Liste erzeugen!

„Ihr geht auf Weltreise?! Im Oktober schon? Wann habt ihr das denn entschieden?“ So oder so ähnlich sahen häufige Reaktionen von Freunden und Familie auf unsere Ankündigung vor wenigen Wochen aus. Für alle kam es ziemlich überraschend und aus dem Nichts. Für uns auch ;) Von anderen Weltreisenden liest man oft von einem jahrelangen Hinfiebern auf die Reise, von Vorbereitungen, die schon mehr als ein Jahr im Voraus getroffen werden. Das ist vermutlich auch sinnvoll so. Bei uns lief es etwas anders ab:

Die Idee, auf Weltreise zu gehen, war uns schon im Frühjahr 2015 im Kopf umhergespukt, um dann erst mal wieder verworfen zu werden und gemeinsam in Hamburg zu wohnen. Schöne neue Wohnung, neue Möbel, beide unbefristete Jobs… läuft… Naja, bis dann die Idee einer Weltreise im April 2016 wieder aufkam und dieses Mal etwas hartnäckiger im Kopf verweilte. Wir malten uns das Ganze nicht mehr nur in Spinnereien und Träumen aus, sondern überlegten auch ganz konkret, ob und wie es sich für uns umsetzen ließe. Würde schon gehen, ne? Vielleicht 2017 im Sommer auf Weltreise gehen?

Und dann im Mai auf einmal die Idee: Und wenn wir schon diesen Herbst starten? Wir wollen doch auf jeden Fall nach Nepal und da kann man am besten im Oktober hin. Und Oktober 2017 ist noch sooo lange hin. Schaffen wir das auch dieses Jahr? Haben wir bis dahin das Geld zusammen? Kriegen wir das alles in so kurzer Zeit organisiert? Und nachdem wir uns diese Fragen mit JA beantworteten, entschieden wir uns, wir gehen in 5 Monaten auf Weltreise! Spontan um die Welt!

Logo Spontan um die Welt

Fast alle reagierten überrascht, aber positiv auf diese Nachricht. Natürlich gab es aber auch Zweifel, die geäußert wurden: „Die sicheren Jobs aufgeben? Ihr wohnt doch noch gar nicht lange in eurer Wohnung? Und die ganzen Möbel? Und was ist mit den Sozialversicherungen?“ Ist ja nicht so, dass wir uns das nicht auch gefragt hätten. Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, wo wir uns doch vor einem Jahr erst neu eingerichtet haben und beide gute Jobs haben? Würden wir nach der Reise wieder in der gleichen Stadt Jobs finden? Wäre es nicht sinnvoller, erst nächstes Jahr zu reisen?

Das Schöne ist – mit sinnvoll, logisch und Sicherheit hat diese Reise absolut nichts zu tun. Soll sie ja auch gar nicht. Es soll um spontan, planlos und Neues gehen.. eben das Gegenteil des geregelten Alltags. Wir wollen uns in ein Abenteuer stürzen, in dem wir uns Situationen aussetzen, die wir so nicht kennen und die wir nicht vorplanen können. Wir möchten neue Erfahrungen machen, Träume leben und lernen – über andere Menschen, Kulturen und Länder und nicht zuletzt auch über uns. Und wenn nicht jetzt, wann denn dann? 

Also haben wir all unseren Mut zusammengenommen, die Jobs und die Wohnung gekündigt und ein One-Way-Ticket nach Nepal gebucht. Eigentlich war es anders rum… erst haben wir das Ticket gebucht und dann alles gekündigt, so gab es kein Zurück mehr ;) Und damit startet am 7.10.2016 ein ganz neues Abenteuer: unser Abenteuer Weltreise.

Ein Jahr. Nur Handgepäck. Kein Plan. Nur wir zwei.