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Das Dana Biosphere Reserve ist das größte Naturschutzgebiet Jordaniens und bietet Wanderern viele Möglichkeiten zum Erkunden der tollen Landschaft. Wir haben zwei Tage in und um das Naturschutzgebiet verbracht, eine tolle Wanderung gemacht und dabei auch einiges über Beduinen gelernt. Hier teilen wir unsere Erlebnisse mit dir.

Karak Castle: Kurzer Abstecher auf dem Weg

Wir sind vom Toten Meer und dem Canyoning Abenteuer im Wadi Mujib nach Dana gefahren. Und weil es auf dem Weg lag, haben wir in Karak angehalten, das berühmt ist für seine Burg. Über eine Brücke sind wir auf das große Burggelände gelangt und haben zunächst die umgebende Landschaft bestaunt. Da das Karak Castle etwas erhöht liegt, hast du hier einen wirklich tollen Blick.

Danach sind wir in die dunklen Gänge abgestiegen und zwischen den Mauern umhergewandert. Hier fanden wir unterhalb der Erde viel mehr als wir zunächst erwartet haben.

Als Abstecher fanden wir die Burg wirklich gut, länger als ein bis zwei Stunden musst du dafür aber nicht einplanen. Nach den römischen Gebäuden in Amman und Jerash konnte uns die Burg in Karak nicht mehr völlig umhauen.

Unser weiterer Weg führte uns durch große Weiten, entlang der wenig befahrenen Straßen und wir hielten immer mal wieder an, um die Landschaft auf Bildern festzuhalten. Neben den vielen touristischen Sehenswürdigkeiten war für uns die Landschaft Jordaniens ein Highlight für sich.

Dana: Ist hier noch jemand?!

Nachdem wir die steile, kurvige Straße hinunter nach Dana gefahren waren, kamen wir in ein kleines Dorf, das wie ausgestorben wirkte. Unsere Unterkunft* war schnell gefunden und am Abend trafen wir dann auch weitere Reisende, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.

Unser Hotel (das Dana Moon Hotel*) war herrlich günstig mit 18€ pro Nacht, dafür aber auch sehr einfach. Wer eine besondere Unterkunft mit toller Aussicht sucht, dem können wir das Dana Guesthouse* wärmstens empfehlen. Direkt an den Klippen gelegen hast du hier den besten Blick auf das Tal und schöne Zimmer dazu.

Der Dana Trail

Wie auch in anderen Naturschutzgebieten Jordaniens gibt es viele Trails, von denen die meisten aber mit Guide begangen werden müssen. Der Dana Trail ist einer der wenigen im Dana Biosphere Reserve, den man ohne Guide gehen kann. Für uns also die perfekte Wahl! Eine gute Übersicht zu allen Trails findest du unter Wild Jordan.

Mit dem Sonnenaufgang schulterten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg ins Tal. Dazu gingen wir die erste halbe Stunde in Serpentinen bergab. Immer mit dem grandiosen Blick ins Tal und in Begleitung eines Hundes, der uns die ersten Stunden nicht von der Seite gewichen ist. Wir haben ihn Mohammed genannt ;)

Einmal im Tal angekommen, führt der Weg einen durch das Tal hindurch. Es gibt keine Beschilderung, aber der Weg ist auch wirklich schwer zu verfehlen. Zudem ist der Trail auf maps.me eingezeichnet und kann dort gut nachvollzogen werden. Wir wanderten in der aufgehenden Sonne durch die Landschaft und sogen die Naturschönheit in uns auf.

Picknick im Wadi Dana

Nach gut zwei Stunden Wanderung entschieden wir, dass es nun Zeit für unser Frühstück ist. Wir fanden ein schattiges Plätzchen und kramten das eingepackte Frühstück unserer Unterkunft hervor. Gekochte Eier, Fladenbrot und Humus schmeckten viel besser als sonst, weil wir sie in der freien Natur essen konnten.

Danach ging es stetig auf und ab durchs Tal, unter Palmen und der sengenden Hitze. Schatten gibt es kaum auf dem Weg, sodass sich ein früher Start am Morgen definitiv lohnt. Zwischendurch begegnete uns ein Hirte mit seiner Ziegenherde und wir kamen an einer Beduinenfamilie vorbei. Fotografiert haben wir sie nicht, weil wir uns unsicher waren, ob das für die Beduinen in Ordnung ist.

Ankunft in der Feynan Ecolodge

Am späten Vormittag erreichten wir schließlich die Feynan Ecolodge, das Ende des Dana Trails. Diese Lodge befindet sich mitten im Naturschutzgebiet und ist die einzige Unterkunft darin. Wir hatten uns entschieden, hier eine Übernachtung zu buchen, weil die Lodge extrem gut bewertet war und wir gern noch mehr Zeit in der Dana Biosphere verbringen wollten. Alternativ kann man aber auch einen Jeep Transport zurück nach Dana organisieren.

Wir konnten direkt in unser Zimmer einchecken und uns den Sand vom Körper duschen. Tagsüber gibt es in der Lodge keinen Strom, abends werden dann überall Kerzen angezündet. Das sorgt für eine ganz besondere und romantische Atmosphäre. Buchst du hier ein Zimmer, ist das Essen automatisch inklusive. Die Preise liegen mit 190 JD (224€) für 2 Personen deutlich über dem, was wir sonst bezahlt haben. Dafür gibt es neben der Vollverpflegung viele kostenlose Aktivitäten, die angeboten werden. Es gibt geführte Wanderungen, Kochkurse, Besuche bei den lokalen Beduinenfamilien und Sternegucken in der Nacht. Weil wir während Ramadan gereist sind, haben einige Aktivitäten nicht stattgefunden.

Wir haben am Abend noch eine kleine Wanderung mit einem Mitarbeiter der Lodge gemacht, der uns einiges über das Naturschutzgebiet und die darin lebenden Beduinenfamilien erzählt hat. Wir kamen an der Schule vorbei und lernten, dass die Beduinen gen Sommer in höhere Lagen ziehen, weil es dann im Tal zu heiß wird.

Sonnenuntergang im Dana Biosphere Reserve

Unser Guide zeigte uns den besten Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten und bereitete in der Zwischenzeit Tee für uns zu. Wir genossen das Farbschauspiel in dieser einzigartigen Landschaft und waren in dem Moment unendlich dankbar, dass wir solche besonderen Orte entdecken dürfen.

Im Dunkeln ging es dann zurück zur Ecolodge, wo schon das Essen auf uns wartete. Im Kerzenschein fanden wir ein  Buffet mit großer Auswahl an vegetarischem Essen vor. Alles wird frisch vor Ort zubereitet und schmeckt hervorragend.

Wanderung zu den hängenden Garten

Für unseren zweiten Tag im Dana Biosphere Reserve hatten wir einen Rücktransport für den späten Vormittag organisiert, wollten aber vorher noch mehr von der Natur sehen. Die Mitarbeiter hatten uns eine Wanderung zu den hängenden Gärten empfohlen, die sich im Wadi Ghuwayr befinden.

Nachdem wir eine lange Zeit durch ein Flussbett gelaufen waren, gelangten wir nach ca. 2 Stunden zum Anfang des Siq, einer riesigen Schlucht. Hier hängen Bäume herunter und es sieht aus wie in einer Fantasiewelt. Die Wanderung durch den Siq soll traumhaft aber super anstrengend sein. Aber Vorsicht: bei Regen kommt es in den engen Wadis schnell mal zu Springfluten und wird dann sehr gefährlich! Wir haben deswegen nur den Eingang erkundet und sind zurück in die Ecolodge gelaufen.

Dana Biosphere Reserve: Naturhighlight in Jordanien

Wenn du auch nur ein kleines bisschen auf Abenteuer, Natur oder Wandern stehst, dann solltest du diese Wanderung auf jeden Fall machen. Wir sind aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen und haben es total genossen. Wie schon so oft auf unserem Roadtrip durch Jordanien waren wir fast komplett allein unterwegs, Touristenströme triffst du hier also eher nicht an. Eine wunderschöne Oase inmitten der wüsteligen Felsenlandschaft.

Dana Biosphere Reserve im Video

Bist du neugierig, wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht? Dann haben wir hier unser Video für dich. Viel Spaß beim Schauen!

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Dana Sonnenuntergang
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Reisen während Ramadan: Unsere Erfahrungen in Jordanien

Bei Reisen in muslimische Länder, kann es dir passieren, dass du während des Ramadan reist. Wir verraten dir, was du beachten solltest und was anders ist.
Wadi Mujib Selfie
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Wadi Mujib: Canyoning Abenteuer in Jordanien

Wir stürzen uns in die Fluten des Wadi Mujib Canyons und chillen am Toten Meer in einem Chalet. Alle wichtigen Informationen für dein Jordanien Abenteuer!

Das Dana Biosphere Reserve ist das größte Naturschutzgebiet Jordaniens und bietet Wanderern viele Möglichkeiten zum Erkunden der tollen Landschaft. Wir haben zwei Tage in und um das Naturschutzgebiet verbracht, eine tolle Wanderung gemacht und dabei auch einiges über Beduinen gelernt. Hier teilen wir unsere Erlebnisse mit dir.



Karak Castle: Kurzer Abstecher auf dem Weg

Wir sind vom Toten Meer und dem Canyoning Abenteuer im Wadi Mujib nach Dana gefahren. Und weil es auf dem Weg lag, haben wir in Karak angehalten, das berühmt ist für seine Burg. Über eine Brücke sind wir auf das große Burggelände gelangt und haben zunächst die umgebende Landschaft bestaunt. Da das Karak Castle etwas erhöht liegt, hast du hier einen wirklich tollen Blick.



Danach sind wir in die dunklen Gänge abgestiegen und zwischen den Mauern umhergewandert. Hier fanden wir unterhalb der Erde viel mehr als wir zunächst erwartet haben.



Als Abstecher fanden wir die Burg wirklich gut, länger als ein bis zwei Stunden musst du dafür aber nicht einplanen. Nach den römischen Gebäuden in Amman und Jerash konnte uns die Burg in Karak nicht mehr völlig umhauen.


Unser weiterer Weg führte uns durch große Weiten, entlang der wenig befahrenen Straßen und wir hielten immer mal wieder an, um die Landschaft auf Bildern festzuhalten. Neben den vielen touristischen Sehenswürdigkeiten war für uns die Landschaft Jordaniens ein Highlight für sich.



Dana: Ist hier noch jemand?!

Nachdem wir die steile, kurvige Straße hinunter nach Dana gefahren waren, kamen wir in ein kleines Dorf, das wie ausgestorben wirkte. Unsere Unterkunft* war schnell gefunden und am Abend trafen wir dann auch weitere Reisende, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.



Unser Hotel (das Dana Moon Hotel*) war herrlich günstig mit 18€ pro Nacht, dafür aber auch sehr einfach. Wer eine besondere Unterkunft mit toller Aussicht sucht, dem können wir das Dana Guesthouse* wärmstens empfehlen. Direkt an den Klippen gelegen hast du hier den besten Blick auf das Tal und schöne Zimmer dazu.


Der Dana Trail

Wie auch in anderen Naturschutzgebieten Jordaniens gibt es viele Trails, von denen die meisten aber mit Guide begangen werden müssen. Der Dana Trail ist einer der wenigen im Dana Biosphere Reserve, den man ohne Guide gehen kann. Für uns also die perfekte Wahl! Eine gute Übersicht zu allen Trails findest du unter Wild Jordan.



Mit dem Sonnenaufgang schulterten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg ins Tal. Dazu gingen wir die erste halbe Stunde in Serpentinen bergab. Immer mit dem grandiosen Blick ins Tal und in Begleitung eines Hundes, der uns die ersten Stunden nicht von der Seite gewichen ist. Wir haben ihn Mohammed genannt ;)



Einmal im Tal angekommen, führt der Weg einen durch das Tal hindurch. Es gibt keine Beschilderung, aber der Weg ist auch wirklich schwer zu verfehlen. Zudem ist der Trail auf maps.me eingezeichnet und kann dort gut nachvollzogen werden. Wir wanderten in der aufgehenden Sonne durch die Landschaft und sogen die Naturschönheit in uns auf.



Picknick im Wadi Dana

Nach gut zwei Stunden Wanderung entschieden wir, dass es nun Zeit für unser Frühstück ist. Wir fanden ein schattiges Plätzchen und kramten das eingepackte Frühstück unserer Unterkunft hervor. Gekochte Eier, Fladenbrot und Humus schmeckten viel besser als sonst, weil wir sie in der freien Natur essen konnten.



Danach ging es stetig auf und ab durchs Tal, unter Palmen und der sengenden Hitze. Schatten gibt es kaum auf dem Weg, sodass sich ein früher Start am Morgen definitiv lohnt. Zwischendurch begegnete uns ein Hirte mit seiner Ziegenherde und wir kamen an einer Beduinenfamilie vorbei. Fotografiert haben wir sie nicht, weil wir uns unsicher waren, ob das für die Beduinen in Ordnung ist.



Ankunft in der Feynan Ecolodge

Am späten Vormittag erreichten wir schließlich die Feynan Ecolodge, das Ende des Dana Trails. Diese Lodge befindet sich mitten im Naturschutzgebiet und ist die einzige Unterkunft darin. Wir hatten uns entschieden, hier eine Übernachtung zu buchen, weil die Lodge extrem gut bewertet war und wir gern noch mehr Zeit in der Dana Biosphere verbringen wollten. Alternativ kann man aber auch einen Jeep Transport zurück nach Dana organisieren.


Wir konnten direkt in unser Zimmer einchecken und uns den Sand vom Körper duschen. Tagsüber gibt es in der Lodge keinen Strom, abends werden dann überall Kerzen angezündet. Das sorgt für eine ganz besondere und romantische Atmosphäre. Buchst du hier ein Zimmer, ist das Essen automatisch inklusive. Die Preise liegen mit 190 JD (224€) für 2 Personen deutlich über dem, was wir sonst bezahlt haben. Dafür gibt es neben der Vollverpflegung viele kostenlose Aktivitäten, die angeboten werden. Es gibt geführte Wanderungen, Kochkurse, Besuche bei den lokalen Beduinenfamilien und Sternegucken in der Nacht. Weil wir während Ramadan gereist sind, haben einige Aktivitäten nicht stattgefunden.



Wir haben am Abend noch eine kleine Wanderung mit einem Mitarbeiter der Lodge gemacht, der uns einiges über das Naturschutzgebiet und die darin lebenden Beduinenfamilien erzählt hat. Wir kamen an der Schule vorbei und lernten, dass die Beduinen gen Sommer in höhere Lagen ziehen, weil es dann im Tal zu heiß wird.


Sonnenuntergang im Dana Biosphere Reserve

Unser Guide zeigte uns den besten Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten und bereitete in der Zwischenzeit Tee für uns zu. Wir genossen das Farbschauspiel in dieser einzigartigen Landschaft und waren in dem Moment unendlich dankbar, dass wir solche besonderen Orte entdecken dürfen.



Im Dunkeln ging es dann zurück zur Ecolodge, wo schon das Essen auf uns wartete. Im Kerzenschein fanden wir ein  Buffet mit großer Auswahl an vegetarischem Essen vor. Alles wird frisch vor Ort zubereitet und schmeckt hervorragend.


Wanderung zu den hängenden Garten

Für unseren zweiten Tag im Dana Biosphere Reserve hatten wir einen Rücktransport für den späten Vormittag organisiert, wollten aber vorher noch mehr von der Natur sehen. Die Mitarbeiter hatten uns eine Wanderung zu den hängenden Gärten empfohlen, die sich im Wadi Ghuwayr befinden.



Nachdem wir eine lange Zeit durch ein Flussbett gelaufen waren, gelangten wir nach ca. 2 Stunden zum Anfang des Siq, einer riesigen Schlucht. Hier hängen Bäume herunter und es sieht aus wie in einer Fantasiewelt. Die Wanderung durch den Siq soll traumhaft aber super anstrengend sein. Aber Vorsicht: bei Regen kommt es in den engen Wadis schnell mal zu Springfluten und wird dann sehr gefährlich! Wir haben deswegen nur den Eingang erkundet und sind zurück in die Ecolodge gelaufen.



Dana Biosphere Reserve: Naturhighlight in Jordanien

Wenn du auch nur ein kleines bisschen auf Abenteuer, Natur oder Wandern stehst, dann solltest du diese Wanderung auf jeden Fall machen. Wir sind aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen und haben es total genossen. Wie schon so oft auf unserem Roadtrip durch Jordanien waren wir fast komplett allein unterwegs, Touristenströme triffst du hier also eher nicht an. Eine wunderschöne Oase inmitten der wüsteligen Felsenlandschaft.


Dana Biosphere Reserve im Video

Bist du neugierig, wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht? Dann haben wir hier unser Video für dich. Viel Spaß beim Schauen!



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In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



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Reisen während Ramadan: Unsere Erfahrungen in Jordanien

Bei Reisen in muslimische Länder, kann es dir passieren, dass du während des Ramadan reist. Wir verraten dir, was du beachten solltest und was anders ist.
Wadi Mujib Selfie
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Wadi Mujib: Canyoning Abenteuer in Jordanien

Wir stürzen uns in die Fluten des Wadi Mujib Canyons und chillen am Toten Meer in einem Chalet. Alle wichtigen Informationen für dein Jordanien Abenteuer!

Nachdem wir unsere ersten 10 Tage im Norden von Mauritius verbracht hatten, erkundeten wir im Anschluss den Süden. Hier befinden sich viele Highlights und es lohnt sich, etwas mehr Zeit einzuplanen. Wir geben dir einen Überblick über unsere Favoriten und die Touren, die du dir eher sparen kannst.

Mit dem Bus von Pereybere nach Flic en Flac

Um möglichst günstig über die Insel zu reisen, nahmen wir die lokalen Busse. An den Hauptstraßen brausen in regelmäßigen Abständen Busse in halsbrecherischem Tempo entlang. Die Bushaltestellen bestehen oft nur aus einem winzigen schwarzen Schild, auf dem Bus Stop steht, dafür gibt es viele davon.

Mauritius Busfahrt

Wir fuhren zunächst von Pereybere nach Grand Baie und konnten dort direkt in den Expressbus nach Port Louis steigen. Expressbusse sind meistens klimatisiert und halten unterwegs kaum. Daher kamen wir bereits nach einer Stunde am wuseligen Busbahnhof von Port Louis an. Hier fragten wir uns durch und stiegen schließlich in den Bus nach Flic en Flac. Wiederum dauerte unsere Fahrt eine knappe Stunde. Für die komplette Tour von Pereybere nach Flic en Flac zahlten wir nur 90 Rupie (2,30€) pro Person.

Unsere Unterkünfte in Flic en Flac

Am südlichen Ende des wunderschönen Strandes von Flic en Flac wohnten wir 10 Tage in den Sun Plaza Studios*. Hier zahlten wir für unsere kleine Wohnung mit Küche und Bad 45€ pro Nacht. Das Apartment liegt ca. 2 Kilometer von den meisten Restaurants und dem Supermarkt entfernt, hat aber eine Bushaltestelle direkt vor der Tür. Und am Strand waren wir in einer Minute.

Weil wir noch einmal einen Tapetenwechsel und zum Abschluss der Reise ein bisschen Luxus wollten, wechselten wir für die letzten 5 Nächte die Unterkunft. Dabei hatten wir ziemliches Pech, da zwei bereits gebuchte Unterkünfte kurzfristig absagten und die Auswahl dann sehr begrenzt war. So landeten wir im Le Palmier Apartment* mit 3 Schlafzimmern, zwei Bädern und 75€ Kosten pro Nacht. Viel zu groß und zu teuer, dafür mit Pool vor der Nase und privater Joggingstrecke im Apartment ;)

Aufstieg auf Le Morne

Von Flic en Flac kann man an der Küste einen großen Felsen erkennen, der ca. 30 Kilometer weiter südlich auf einer Halbinsel in die Luft ragt. Le Morne hat für Mauritius eine wichtige kulturelle Bedeutung. Hier sind früher die Sklaven hingeflohen, um sich vor ihren Besitzern in Sicherheit zu bringen. Als diese sie dort gefunden hatten, sollen die Sklaven sich vom Berg ins Meer gestürzt haben, weil sie lieber sterben als in Gefangenschaft leben wollten.Wir waren vor allem wegen des Ausblicks und der Wanderstrecke nach Le Morne gekommen. Dennoch berührte uns diese Geschichte.

Der Weg auf den Felsen geht immer gut bergauf, führt aber meist durch Wälder, sodass wir vor der Sonne geschützt waren. Und sobald wir die ersten Höhenmeter erklommen hatten, ließen auch die genialen Blicke auf die Bucht nicht auf sich warten.

Mauritius Le Morne Wanderung Aussicht

Klettertour zur Bergspitze

Nach ungefähr der Hälfte der Strecke warnt ein Schild davor, dass es nun steil wird, man die richtige Ausrüstung dabei haben sollte und Kinder nicht weitergehen dürfen. Wir verstanden schnell, weshalb diese Warnung aufgestellt wurde. Einen Großteil der verbleibenden Strecke kletterten wir auf allen Vieren aufwärts. Vor allem Franzi bekam ein ganz flaues Gefühl bei dem Gedanken, den gleichen Weg später wieder herunterklettern zu müssen.

Mauritius Le Morne Matthias

Wir stemmten uns gegen den Wind, der uns ordentlich entgegen pustete und erreichten schließlich das Kreuz und damit den höchsten Punkt des Weges. Und hier vergaßen wir für einige Minuten den anstrengenden Aufstieg und beängstigenden Abstieg. Wir konnten die Halbinsel Le Morne sehen und die ganze Küste hoch. So schön Mauritius vom Strand aus ist, aus der Vogelperspektive setzt es noch mal einen drauf!

Mauritius Le Morne Bergspitze

Da wir bei dem starken Wind schnell auskühlten, ging es für uns nach nur kurzer Pause wieder bergab. Für Franzi stellte sich der Vierfüßlergang als die sicherste Methode heraus und wurde zu einem Ganzkörpertraining. Nach ungefähr vier Stunden Wanderung erreichten wir den Parkplatz wieder und legten uns zur Erholung an den schönen Strand von Le Morne.

Mauritius Le Morne Strand

Wir können die Wanderung bis ganz nach oben sehr empfehlen! Du solltest aber möglichst schwindelfrei sein und mindestens Turnschuhe tragen. Wir kamen mit unseren Nike Free gut klar. Außerdem musst du unbedingt genügend Wasser einpacken. Wenn dir der Aufstieg bis ganz nach oben zu heikel ist, bekommst du auch auf dem Weg bis zur Hälfte wirklich schöne Ausblicke geboten.

Wandern im Black River Gorges Nationalpark

Der Black River Gorges ist der einzige Nationalpark auf Mauritius und erstreckt sich über den Südwesten der Insel. Am besten lässt er sich per Auto erkunden, da es keine regelmäßigen Buslinien durch den Park gibt. Unsere erste Wanderung machten wir vom Visitor Center im Norden aus, bei dem es viele Parkplätze gibt.

Wanderung zum Mare aux Joncs Wasserfall

Wir entschieden uns für die Wanderung zum Wasserfall Mare aux Joncs, die nach Angaben des Mitarbeiters in der Touristeninformationen ungefähr drei Stunden dauern sollte. Vom gemütlichen breiten Wanderweg wurde es immer steiniger und steiler. Immer wieder überquerten wir einen Fluss, duckten uns unter niedrig hängenden Ästen hinweg und kletterten über größere Steine. Der Weg machte uns viel Spaß, auch wenn wir bei den warmen Temperaturen gut ins Schwitzen kamen.

Mauritius Black River Gorges Steinweg

Der Mare aux Joncs Wasserfall selbst ist nicht spektakulär. Er ist ziemlich hoch und wir genossen es, diesen Ort allein erkunden zu können. Vielleicht sind wir nach einem Jahr auf Weltreise aber auch einfach nicht mehr so leicht zu beeindrucken ;)

Mauritius Mare aux Joncs Wasserfall

Die Mücken zapften uns hier ordentlich Blut ab, sodass wir früher als gewollt wieder den Rückweg in Angriff nahmen. Insgesamt ist der Wanderweg wirklich schön, bietet aber keine spektakulären Ausblicke in die Natur.

Wanderung zum Macchabee Viewpoint

Dafür fuhren wir am nächsten Tag zum Pétrin Touristenzentrum. Auch hier starten mehrere Wanderwege und wir suchten uns den zum Macchabee Viewpoint aus. Auf dem überwiegend flachen Weg dorthin konnten wir in die grünen Weiten des Black River Gorges sehen und im Hintergrund noch das Meer erspähen. Schon das waren tolle Aussichten!

Mauritius Black River Gorges Franzi vor Grün

Unterwegs liefen wir über die rote Erde und wunderschöne Bäume säumten den Weg. Wir erzählten uns, dass wir uns so auch die Landschaft in Afrika vorstellen, bis uns einfiel, dass wir ja in Afrika sind :D

Mauritius Black River Gorges roter Weg mit Bäumen

Am Viewpoint angekommen, aßen wir unser Baguette und beschlossen nach kurzer Rast: nur Zurückgehen ist uns zu langweilig. Wir liefen den Colophane Trail zurück, bei dem wir zunächst 500 Höhenmeter steil hinabstiegen und sie später wieder bergauf gingen. Als wir nach ca. drei Stunden wieder beim Auto ankamen, hatten wir eine tolle Wanderung hinter uns, geniale Blicke erhalten und die Wolken zogen sich wieder zu. Gutes Timing!

Aussichtspunkte im Black River Gorges

Wer nicht so gerne läuft, gerade verletzt oder zu faul ist, der kann mit dem Auto verschiedene Aussichtspunkte im Nationalpark anfahren. Auf dem Weg nach Chamarel liegt ein Aussichtspunkt, von dem du einen tollen Blick auf Le Morne und die Küste hast.

Mauritius Chamarel Viewpoint

Fährst du die Straße weiter in Richtung Pétrin Visitor Center, kommst du zum Black River Gorges Aussichtspunkt. Nachdem dir Kashmirschals und Holzfiguren angeboten wurden, erreichst du einen sensationellen Aussichtspunkt. Hier kannst du die grüne Weite des Nationalparks, einen Wasserfall und das Meer sehen. Als wir das erste Mal hier waren, hatte es gerade begonnen zu regnen und wir konnten im Nebel gar nichts sehen. Als wir bei schönem Wetter noch einmal hier hielten, beglückwünschten wir uns zu dieser Entscheidung. Das war echt richtig sehenswert!

Mauritius Black River Gorges Viewpoint

Stürmische See bei Gris Gris

Nachdem wir im Norden der Insel nur sonniges Wetter kennengelernt hatten, hielt unsere zweite Woche viel Wolken und Wind für uns bereit. Und für solches Wetter haben wir den besten Ort gefunden. Wir hatten uns Gris Gris auf maps.me markiert, ohne so richtig zu wissen, was es dort zu sehen gibt.

Umso überraschter waren wir, als wir an der Felsküste vom stürmischen Meer begrüßt wurden. Wow! Bisher hatten wir ja nur die schönen Sandstrände auf Mauritius gesehen und hier hatten wir nun die raue Seite der Insel entdeckt. Die Wellen peitschten gegen die Felsen und der Wind blies uns tüchtig um die Ohren.

Mauritius Gris Gris Franzi

Oberhalb des Strandes liefen wir einen Waldweg entlang und erreichten den sogenannten La Roche qui pleure. Dieser Felsen ragt ins Wasser hinein und an ihm spritzen die Wellen nur so in die Höhe. Wir waren einmal mehr beeindruckt von der unheimlichen Kraft des Wassers und der Schönheit der Natur.

Mauritius La Roche qui Pleure

Übersetzt heißt La Roche qui pleure übrigens sowas wie der Stein, der weint. Wir wussten davon nichts als wir dort waren und haben es dementsprechend nicht gesehen. Der Ausflug lohnt sich auch so!

Rumverkostung in der Rhumerie Chamarel

Da wir bei unserem ersten Wanderversuch böse vom Regen überrascht wurden, kehrten wir spontan in die Rhumerie Chamarel ein. Hier wird Zuckerrohr zu Rum verarbeitet und auf einer Tour kann man sich den Prozess ansehen. Die Tour kostet stolze 375 Rupie (10€) pro Person und beinhaltet zum Ende eine Rumverkostung.

Mauritius Rhumerie

Leider hatten wir ein Mädel mit einem starken Akzent erwischt, sodass wir die Hälfte oft gar nicht verstanden. Sie führte uns zackig durch die Anlage hindurch, sodass wir nach max. 15 Minuten auch schon den Rum eingeschenkt bekamen. Insgesamt testeten wir uns durch 9 Sorten und stellten fest: Rum trinken wir am liebsten mit Minze, Limette und jeder Menge Eiswürfeln statt pur ;)

Mauritius Rhumerie Rumflaschen

Da wir uns beide nach dem ganzen Rum nicht fahrtauglich fühlten und es gegen Mittag war, probierten wir das Restaurant vor Ort aus. Wir bekamen einen Brotkorb mit genügend Brot, um 20 Leute satt zu machen und danach unser Schweine- und Entengericht. Beides schmeckte wirklich hervorragend!

Mauritius Rhumerie Essen

Die Tour konnte uns aufgrund der nicht so guten Verständlichkeit, der Kürze und des relativ hohen Preises nicht so richtig überzeugen. Dafür hat uns das Essen im Restaurant umso besser gefallen.

Wasserfall und bunte Erde in Chamarel

Ein bei Touristen unheimlich beliebter Ausflug ist der zum Wasserfall und der bunten Erde in Chamarel. Beide Attraktionen kosten zusammen 225 Rupie (6€) Eintritt pro Person und können bequem mit dem Auto angefahren werden. Der Wasserfall eingebettet in den grünen Dschungel drum herum bietet einen wirklich spektakulären Anblick und es gibt verschiedene Aussichtspunkte, zu denen wir spazierten.

Mauritius Chamarel Wasserfall

Die bunte Erde leuchtet tatsächlich in den schönsten Rot-, Orange- und Lilatönen und bietet vor allem zum Grün im Hintergrund einen tollen Kontrast. Hier kannst du auch Riesenschildkröten sehen.

Mauritius Chamarel bunte Erde

Bootstour zur Île Benitier mit Delfinen

Weil uns der Ausflug mit dem Katamaran so gut gefallen hatte, wollten wir im Süden der Insel eine weitere Bootstour machen. Die beliebteste ist die Delfintour zur Île Benitier und nach einigen Verhandlungen bekamen wir die Tour zum Preis von 1400 Rupie pro Person (35€).

Am Morgen wurden wir zum Boot gebracht und trafen dort auf die 14 anderen Gäste. Dieses Mal fuhren wir mit einem Speedboat an der Küste der Insel entlang. Der erste Punkt unserer Tour war das Schwimmen mit Delfinen. Wir waren gespannt wie das ablaufen würde und erlebten einen mittelgroßen bis großen Schock.

Delfin-Terror

Schon von Weitem sahen wir die ca. 20 Boote, die sich auf kleinstem Raum drängten und auch unser Boot steuerte darauf zu. Die wilden Delfine schwammen im Schwarm durch das Meer und die Boote immer daneben. Oder auch mal davor, damit sie ihre Touristen direkt vor den Delfinen ins Meer schubsen konnten.

Mauritius Delfin Tour

Wir haben insgesamt 40 (!!!) Boote gezählt, die alle um die Delfine herum gefahren sind. Wir fühlten uns dabei echt nicht gut und konnten diese ganze Aktion auch nicht gutheißen. Die Tiere müssen ja voll gestresst sein, wenn ihnen ständig der Weg durch so ein Boot abgeschnitten wird.

Crystal Rock

Nach einer weiteren Schnorchelpause hielten wir am berühmten Crystal Rock. Dieser Korallenstein ragt aus dem türkisfarbenen Wasser heraus und gibt ein wirklich schönes Fotomotiv ab. Wir konnten hier auch schwimmen, mussten dabei aber gekonnt den Seeigeln auf dem Meeresgrund ausweichen.

Mauritius Crystal Rock

Zum Mittag legten wir auf der unbewohnten Île Benitier an. Die Insel besitzt einen langen Sandstrand, von dem ein großer Teil durch die Veranstalter belegt ist. Hier wurden Getränke und Mittagessen serviert. Wir unterhielten uns angeregt mit den anderen Ausflüglern und lernten noch so einiges über Mauritius.

Mauritius Ile Benitier Bar im Meer

Am frühen Nachmittag brausten wir schließlich wieder zurück nach Flic en Flac. Auch wenn der Tag dank der anderen Reisenden nett gewesen war, können wir diesen Ausflug nicht empfehlen. Der Teil mit den Delfinen geht einfach gar nicht! Verglichen mit unserem Ausflug auf dem Katamaran war das Preis-Leistungsverhältnis zudem deutlich schlechter. Das Essen war okay, aber mehr auch nicht. Wir würden eher empfehlen, eine Tour ohne den Delfin-Kram zu buchen mit vielleicht einem Schnorchelspot mehr.

Entspannen und Sonnenuntergänge am Strand von Flic en Flac

Für unsere letzten Tage hatten wir bewusst keine Ausflüge mehr geplant, sondern wollten hauptsächlich Sonne und Strand genießen. Der kilometerlange Strand in Flic en Flac lädt zum Sonnenbaden ein, zum Baden nur ein bisschen. Hier gibt es viele Steine und Korallen, die das Baden zum Spießrutenlauf werden lassen. Abgehalten hat uns das natürlich trotzdem nicht!

Mauritius Flic en Flac Sonnenuntergang

Am Abend geht die Sonne genau über dem Meer unter und hier boten sich uns teilweise wirklich spektakuläre Sonnenuntergänge. Mit Le Morne und den Booten im Hintergrund war es einfach traumhaft!

Das Ende unserer Weltreise

Und so endet unsere Weltreise nun auf Mauritius. Die Insel hat alles erfüllt, was wir uns für unsere letzten Wochen gewünscht hatten: traumhafte Strände, Wanderwege, Bootsausflüge und Roadtripmöglichkeiten. Gut gebräunt und tiefenentspannt treten wir nun nach einem Jahr unsere Heimreise an. Immer noch nur mit Handgepäck, dafür mit so vielen schönen Erinnerungen an ein unglaubliches Jahr, die wir für immer in unseren Köpfen verstaut haben.

Einmal Orang Utans in freier Wildbahn sehen, ein großer Traum von uns und nur auf den Inseln Borneo oder Sumatra möglich. Wir sind in den Regenwald auf Sumatra gereist, um diese einmalige Erfahrung machen zu können. Und es war besser als wir es uns hätten vorstellen können!

Unsere Anfahrt nach Bukit Lawang

Von Bangkok aus waren wir mit Air Asia für nur 65€ nach Medan geflogen und die zwei Stunden vergingen „wie im Flug“ ;) In Medan fahren am Flughafen Busse nach Binjai, das ungefähr auf halber Strecke nach Bukit Lawang liegt. Für 40.000 indonesische Rupie (IDR, ca. 2,50€) wurden wir nach knapp zwei Stunden am Busterminal von Binjai hinausgeworfen. Dort erfuhren wir dann, dass hier keine Busse nach Bukit Lawang fahren. Also ging es mit dem Tuktuk drei Kilometer weiter um dort in einen engen und schon sehr verschlissenen Minivan zu steigen. Wir konnten den Preis auf 40.000 IDR pro Person drücken und verbrachten 2 1/2 weitere Stunden im nächsten Transportmittel bis wir schließlich in Bukit Lawang ankamen.

Bukit Lawang Dorf

Unsere Unterkunft in Bukit Lawang

Dieses Mal hatten wir nichts vorgebucht, uns aber drei Unterkünfte markiert, die wir abklappern wollten. Die erste war ausgebucht, im Thomas Retreat* hatten wir Glück und konnten das letzte Zimmer ergattern. Für nur 19€ hatten wir hier ein wirklich großes Zimmer mit superbequemem Bett, Klimaanlage und luxuriösem Bad. Das Personal war unheimlich bemüht und so herzlich, dass wir uns hier richtig wohl fühlten. Im zugehörigen Restaurant aßen wir oft und probierten uns quer durch die Speisekarte. Für einen kleinen Preis gab es hier sehr leckeres Essen. Es gibt auch günstigere Zimmer, die ebenfalls sehr schön sind, aber dann keine Klimaanlage haben oder etwas kleiner sind.

Zweitägiger Dschungeltrek zu Orang Utans

Bereits am Abend vor dem Trek hatten wir unseren Guide und die anderen Mitwanderer aus unserer Gruppe kennengelernt und starteten voller Vorfreude gen Dschungel. Wir liefen direkt bei unserer Unterkunft los und nach wenigen Minuten befanden wir uns bereits im Regenwald. Unser Guide erzählte uns, dass früher viel Gummi von den Gummibäumen gewonnen worden war. Das waren zwar auch Plantagen, für die der Urwald weichen musste, aber die Orang Utans konnten darin leben. Durch synthetisch hergestelltes Gummi sanken die Preise und die weltweite hohe Nachfrage nach Palmöl ließ die lokalen Bauern größtenteils auf Ölpalmen umsteigen, die leider nicht als Lebensraum für die Orang Utans taugen. Mehr dazu am Ende unseren Artikels.

Bukit Lawang Bäume im Dschungel

Wir waren nur wenige Meter im dichten Dschungel gegangen, als wir einen Thomas Leave Affen sahen. Diesen gibt es nur im hiesigen Regenwald und er beäugte uns genauso neugierig wie wir ihn.

Thomas Leave Monkey

Als wir noch keine Stunde unterwegs waren, begegneten wir den ersten Orang Utans. Eine Mutter und ihr Kleines turnten auf den Ästen über unseren Köpfen herum, schwangen sich von Baum zu Baum und wir bekamen unsere Münder einfach nicht mehr zu. Jetzt waren wir tatsächlich im Dschungel und Orang Utans flogen um uns herum durch die Lüfte! Das glückselige, leicht dümmliche Grinsen würde für die nächsten Tage nicht mehr aus unserem Gesicht weichen :)

Orang Utan mit Baby

Mina – die Herrscherin des Dschungels

Wenn du nach Dschungeltouren in Bukit Lawang suchst, hast du vermutlich auf der einen oder anderen Seite auch schon von Mina gelesen, der berüchtigten Orang Utan Dame, die den Dschungel ordentlich aufmischt. Sie ist inzwischen 40 Jahre alt und gilt als halbwild, da sie im Kindesalter von dem Bohorok Rehabilitation Center aufgezogen wurde. Ihre Auswilderung war allerdings kein kompletter Erfolg, da sie das Essen nach wie vor von Menschen bekommt.

Orang Utan Mina fordert Essen

Wie sie das tut? Sie wird aggressiv und beißt! Jeder Guide hat seine Mina-Geschichte zu erzählen und kann verschiedene Bisswunden zeigen. Mir ihr ist nicht zu spaßen. Und so wird sie weiterhin mit Mandarinen bestochen, die mag sie nämlich am liebsten. Wir trafen schon früh auf Mina und konnten einige Fotos mit ihr machen, da sie anfangs noch gute Laune hatte.

Orang Utan Mina Paar Selfie

Als unserem Guide die Mandarine ausging, änderte sich das jedoch schlagartig und Mina verließ ihren Baum um uns zu verfolgen. Wir traten schnell den Rückweg an und konnten Mina erfolgreich entkommen. So viel sei hier schon gesagt: es sollte nicht das einzige Mal sein, dass wir an diesem Tag vor Mina flüchteten!

Affentanz zwischen den Bäumen

Auf unserem weiteren Weg durch den Dschungel konnten wir immer wieder Orang Utans und Makaken beobachten. Unser Guide versicherte uns, dass wir eine sehr glückliche Gruppe seien, weil wir so viele Tiere zu sehen bekamen. Und so hielten wir immer wieder inne und schauten den Tieren dabei zu, wie sie sich durch den Dschungel bewegten.

Orang Utan zwischen Bäumen

Am Vormittag hatten wir viel Obst als Snack zwischendurch bekommen, zum Mittag gab es gebratenen Reis. Dabei achtete unser Guide sehr darauf, dass wir nichts im Dschungel hinterließen. Die Essensreste wurden später im Boden vergraben, damit die Tiere nicht abhängig vom Menschen werden und sich selbst ihr Essen suchen.

Der Mann im Wald

Orang Utan Mann von vorne

Zu Beginn des Treks hatte unser Guide uns erzählt, dass man in der Regel nur Orang Utan Frauen und ihre Kinder zu sehen bekommt, da die Männer sich nicht so viel bewegen und eher tiefer im Dschungel verweilen. Nun befand sich nur wenige Meter von uns entfernt ein solches Exemplar, das noch einmal deutlich größer war als alle Orang Utan Weibchen, die wir bis dahin gesehen hatten.

Orang Utan Mann mit Weibchen auf Weg

Dann sahen wir, dass er gar nicht alleine war. Drei weitere Orang Utan Weibchen waren in seiner Nähe. Nach einer Weile bewegte sich der Orang Utan mit seinem Gefolge auf uns zu, sodass wir immer weiter den Rückzug antraten. Als sie uns an einer Stelle überholten, folgten wir der Truppe. Es war ein witziges Gefühl, im Dschungel einem riesigen Orang Utan hinterherzulaufen.

Orang Utans von hinten

Mina, Klappe die Zweite

Während wir gemächlich hinter den Orang Utans herliefen, trafen diese wieder auf Mina, die gerne Unruhe stiftet. Sie griff die Partnerin des Mannes an und zog damit seinen Zorn auf sich. Was danach geschah, war einfach nur filmreif! Der riesige Orang Utan Mann kletterte in die Bäume, brüllte seine Wut hinaus und jagte Mina. Wir konnten das Schauspiel leider nur wenige Sekunden genießen, denn Mina nahm Reißaus und zwar in unsere Richtung. Und so liefen wir (dieses Mal etwas schneller) erneut vor Mina weg.

Bukit Lawang Dschungel

Zeke, der Geiselnehmer

Das sollte aber noch immer nicht unser letztes Abenteuer gewesen sein. Auf unserem weiteren Weg in Richtung Camp trafen wir später auf Zeke, eine halbwilde Orang Utan Dame, ihr Baby und einen weiteren jungen Orang Utan. Die drei sahen so aus, als hätten sie nur auf uns gewartet und hatten keine Scheu.

Zeke ist ebenfalls auf Menschen angewiesen und sucht sich ihr Futter nicht selbst. Sie hat einen ganz sensationellen Trick entwickelt: sie nimmt Touristen als Geisel damit sie von den Guides Obst bekommt. Und so wurden zwei Mädels aus unserer Gruppe kurzfristig zu Geiseln. Zeke ließ ihre Hände nicht mehr los, leckte liebevoll ihre Finger und streckte die andere Hand geduldig aus bis sie genügend Obst bekommen hatte.

Orang Utan Baby

Ihr Baby kletterte in ihrer Nähe immer umher und sorgte für ein tolles Fotomotiv.

Unser Camp am Fluss

Nach einem langen und sehr steilen Abstieg erreichten wir am späten Nachmittag unser Camp am Fluss. In kürzester Zeit hatten wir uns in unsere Badeklamotten geworfen und genossen das kühle Wasser, erfrischten uns und spülten die Schlammreste von unseren Beinen.

Bukit Lawang Fluss

Unser Koch bereitete uns ein tolles Abendessen und legte sich danach beim Entertainment ordentlich ins Zeug. Wir lachten viel, lernten neue Spiele und hatten einen schönen Abend. Als wir schließlich auf unsere Matratzen fielen, dauerte es keine fünf Minuten bis wir eingeschlafen waren.

Bukit Lawang Camp

Stromschnellen, Wasserfall und Dschungelbemalung

Am nächsten Morgen liefen wir nach dem Frühstück ein Stück den Fluss hinauf, überquerten ihn und gelangten zu einem Wasserfall. Dort konnten wir im unteren Teil baden, kletterten aber auch ein Stückchen höher um noch mehr vom Wasserfall zu sehen. Matthias wollte die rutschigen Stufen weiterlaufen und machte dabei unangenehme Bekanntschaft mit den glitschigen, scharfen Felsen. Glücklicherweise hat er sich nur einige Schrammen geholt und ließ das Klettern dann sein.

Wasserfall im Dschungel

An einer Stelle im Fluss konnten wir hineinspringen und uns ein wenig treiben lassen bevor wir wieder zum Ufer schwammen. Das machte richtig viel Spaß! Da kamen die Kinder in uns auf volle Kosten :) Zum Abschluss bekam Franzi noch eine Gesichtsbemalung von unserem Guide, die er mit natürlichen Farben und einem Grashalm erstellte.

Franzi mit Bemalung

Rasantes Rückweg-Rafting

Der krönende Abschluss unseres Dschungeltreks war der Rückweg auf dem Fluss. Wir rafteten in zusammengebundenen Gummireifen flussabwärts mit unserem Guide als Steuermann. Wir wurden ordentlich nass gespritzt und juchzten vor Freude. So kamen wir am Nachmittag pitschnass aber überglücklich wieder im Thomas Retreat an.

Bukit Lawang Rafting

Fazit zum Orang Utan Dschungeltrek in Bukit Lawang

Wir haben unsere zweitägige Dschungeltour über das Thomas Retreat* gebucht, dafür ca. 90€ pro Person bezahlt und waren wirklich glücklich mit unserem Guide. Er schien die Natur und die Tiere zu respektieren, führte uns weg, wenn schon viele Menschen an einem Ort waren und hielt Abstand zu den Orang Utans.

Nicht nur das Beobachten der Tiere im Regenwald war ein tolles Erlebnis, auch die Natur um uns herum war wirklich sehenswert. Der Blick nach oben in die Baumkronen, auf den Boden zu den riesigen Ameisen oder durchs dichte Gestrüpp lohnte immer. Die Nähe zur Natur und den Orang Utans hat uns überwältigt und war eines der schönsten Erlebnisse auf der Weltreise! 

Dschungel Baum

Was solltest du für den Orang Utan Dschungeltrek in Bukit Lawang mitnehmen?

  • ca. 2 Liter Wasser pro Person
  • einen kleinen Rucksack
  • Trailschuhe/ Nike Free und Flip Flops
  • Taschenlampe
  • Badesachen und Handtuch
  • Wechselklamotten
  • Leggins und dünnes Longsleeve für den Abend
  • Insektenschutzmittel und Sonnencreme
  • Ersatzakku für die Kamera
  • evtl. Regenhülle für den Rucksack

Bedrohter Lebensraum der Orang Utans

Orang Utans gehören zu unseren nächsten noch lebenden Verwandten. Und doch bedroht der Mensch den Lebensraum dieser faszinierenden Menschenaffen, hauptsächlich durch das Abholzen und Brandroden des Regenwaldes. Schon auf dem Weg nach Bukit Lawang sind wir durch die riesigen Plantagen links und rechts des Weges gefahren, welche die weltweite Nachfrage nach Palmöl stillen sollen. In den letzten drei Jahrzehnten haben wir die Hälfte des Lebensraums der Orang Utans zerstört, die nur auf den Inseln Borneo und hier auf Sumatra vorkommen.

Vierzig Prozent des deutschen Palmölbedarfs wird für Biodiesel verwendet, der in Deutschland dem herkömmlichen Diesel beigemischt wird. Auch befindet sich Palmöl in jedem zweiten industriellen Supermarktprodukt, von der Pizza bis zur Süßigkeit. Da ist es als Verbraucher nicht einfach auf andere Öle umzusteigen und das wäre vermutlich noch problematischer, da Kokos oder Soja noch größere Anbauflächen benötigten. Das bedeutet, wir können den verbleibenden Lebensraum der Orang Utans nur retten, wenn wir weniger konsumieren und weniger mit Dieselmotoren durch die Gegend fahren.

Weitere Informationen findest du auch in diesem SPIEGEL Artikel. 

Vier Tage kämpften wir uns auf und ab durch den Dschungel Kolumbiens, schwitzten bei 30°C und einer Luftfeuchtigkeit um die 90% wie verrückt und durchquerten mehrfach hüfthohe Flüsse. Wie Indiana Jones fühlten wir uns als wir uns durch die dichte Natur bewegten und schließlich zur Ciudad Perdida gelangten. Ein geniales Abenteuer, das sicher zu den Highlights der ganzen Weltreise gehört!

Ciudad Perdida Weg im Dschungel

Anbieter für die Tour durch die Ciudad Perdida

Die Ciudad Perdida ist nur zu Fuß erreichbar und diese Wanderung ist nur im Rahmen einer Tour möglich. Es gibt in Santa Marta sechs offiziell registrierte Touranbieter, die diese Tour alle zum gleichen Preis anbieten: 850.000 COP (240€). Dabei macht es preislich keinen Unterschied, ob man die 4- oder 5-Tagestour bucht. Wir hatten eine Empfehlung für Magic Tour bekommen und deswegen in deren Büro in Santa Marta die Tour gebucht, Preis verhandeln zwecklos. Wer die Tour schon vorher buchen möchte, kann das auch übers Internet tun. Der Preis ist der gleiche.

Ciudad Perdida ⦿ Tag 1: Wanderung von El Mamey zum Camp 1

9 Uhr morgens fanden wir uns gemeinsam mit vielen anderen Abenteuerlustigen im Büro von Magic Tours ein und lernten dort unseren Guide Jose kennen. Später wurden wir in zwei Jeeps gestopft, die eigentlich nicht dafür ausgelegt waren, so viele Personen zu befördern. Dadurch war die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung in El Mamey weniger angenehm.

Ciudad Perdida Matthias läuft Weg

Nach einem guten Mittagessen startete unsere 13-köpfige Truppe nun die ersten Kilometer zu Fuß. Der staubige Weg führte uns zunächst viel bergauf und ließ zwischendurch immer wieder Ausblicke in die schier unendliche grüne Weite zu. Als auf halber Strecke plötzlich frische Wassermelone für uns bereit stand, stürzten wir uns gierig auf den tollen Snack.

Ciudad Perdida Melone als Snack

Danach ging es weitere zwei Stunden durch den lehmigen Boden viel bergab bis wir schließlich am späten Nachmittag das erste Camp erreichten. Hier ergatterten wir Betten und konnten zur Abkühlung in den kühlen Fluss springen. Tat das gut nach dem vielen Geschwitze!

Ciudad Perdida grüne Berge

Am Abend bekamen wir Fisch zum Abendessen und wurden danach von Jose über die morgige Wanderetappe aufgeklärt. Da kolumbianischer Unabhängigkeitstag war, gab unser singfreudiger Guide vor dem Schlafengehen noch die kolumbianische Hymne zum Besten. Wir fielen hochzufrieden schon früh in einen tiefen Schlaf.

Ciudad Perdida ⦿ Tag 2: Wanderung vom Camp 1 zum Camp 3

5 Uhr am nächsten Morgen wurden wir geweckt und mit einem leckeren Frühstück mit Energie für den anstehenden Tag versorgt. Kurz nach 6 Uhr machten wir uns auf den Weg, der heute zu großen Teilen bergauf führen sollte. Als die ersten Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel lugten, bekamen wir wieder sensationelle Aussichten geboten.

Ciudad Perdida Dschungel Landschaft

Auch heute gab es für uns in der ersten Pause wieder Wassermelone, die für dringend nötige Erfrischung sorgte. Danach liefen wir zunächst durch knöchelhohen Schlamm und kamen schließlich zu einem Kogi-Dorf. Die Kogi sind eines der Völker, die heute noch in der Gegend um die Ciudad Perdida leben und Nachfahren der Tayrona sind. Die Tayrona sollen die Ciudad Perdida damals errichtet und bewohnt haben.

Ciudad Perdida Kogi Dorf

In der heutigen Mittagspause gab es erneut die Möglichkeit, sich im Fluss abzukühlen. So erfrischt schmeckte das Mittagessen noch besser und wir hatten wieder Energie für die nächsten Wanderkilometer. In den zwei Stunden nach dem Mittagessen ging es immer bergauf. Jose kommentierte das regelmäßig mit un poco mas, was so viel heißt wie ein bisschen mehr. Ein bisschen war aber ein sehr dehnbarer Begriff ;)

Ciudad Perdida Schlamm Weg

Kurz vor unserer Ankunft im Camp mussten wir den bisher breitesten Fluss mit der stärksten Strömung durchqueren. Wie schon öfter vorher zogen wir die Schuhe aus und watschelten Schritt für Schritt durch das Wasser. Danach hatten wir es geschafft und konnten wieder Betten ergattern. Einige aus unserer Gruppe mussten in dieser Nacht in Hängematten schlafen, weil das Camp so voll war.

Nur 15 Minuten nach unserer Ankunft im Camp begann es dann zu regnen, und zwar so richtig! Zwei Stunden lang schüttete es wie aus Kübeln und wir waren heilfroh, noch trocken angekommen zu sein. Erneut gingen wir kurz nach dem Abendessen ins Bett, schliefen in dieser Nacht aufgrund der feuchten Betten aber nicht so gut.

Ciudad Perdida ⦿ Tag 3: Verlorene Stadt und Wanderung zum Camp 2

Am dritten Tag wurden wir bereits 4:30 Uhr geweckt damit wir auch pünktlich um 6 Uhr den Aufstieg zur Ciudad Perdida beginnen konnten. Zunächst mussten wir noch einmal den Fluss überqueren und dann warteten 1200 Stufen in den verschiedensten Höhen und Breiten darauf, von uns erklommen zu werden. Gegen 7 Uhr erreichten wir die verlorene Stadt und bekamen nun eine tolle Führung durch die Ruinen.

Ciudad Perdida Stufen

Ciudad Perdida: Hauptstadt der Tayrona

Jose war vor vielen Jahren selbst am Wiederaufbau der Stadt beteiligt gewesen und hatte unheimlich viel Wissen zum damaligen Leben in der Stadt und den Tayrona. Dieses teilte er nun mit uns und wir wollen dir hier auch ein paar der Informationen weitergeben.

Ciudad Perdida Blick von oben

Die Ciudad Perdida wurde vermutlich im 11. Jahrhundert von den Tayrona erbaut und in ihr lebten teilweise bis zu 2000 Menschen. Sie liegt inmitten der Sierra Nevada de Santa Marta und damit 40 Kilometer entfernt von der karibischen Küstenstadt Santa Marta. Die Stadt wurde nach Ankunft der Spanier in Südamerika verlassen und von den Spaniern nie betreten. Erst 1975 wurde sie von Goldgräbern wiederentdeckt, welche das Gold der Tayrona aus den Gräbern ausbuddelten. Ein Teil der damaligen Fundstücke ist heute im Museo del Oro in Bogotá zu sehen.

Heute gehört das Land offiziell den Naturvölkern, die drum herum leben und diese setzen sich für die Instandhaltung der Anlage ein. Sie bekommen von den Agenturen 30.000 COP (9€) für jeden Touristen, der die Stadt besucht und versuchen, den Tourismus einzudämmen. Daher gibt es zum Beispiel nur einen Weg zur Ciudad Perdida, der aktuell gelaufen werden darf.

Ciudad Perdida Matthias

Tropischer Regenguss

Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir unser Camp wieder und brachen danach auf den Rückweg auf. Diesen kannten wir dieses Mal schon, da es auf dem gleichen Weg wieder zurück geht, auf dem man zur Stadt hinläuft. Nach der Hälfte der Strecke öffnete der Himmel allerdings erneut seine Schleusen und wir liefen die restlichen zwei Stunden im tropischen Regen. Als alles völlig durchnässt war, machte es uns sogar Spaß, weil wir daran ja nun auch nichts mehr ändern konnten und beherzt durch Wasser durchliefen anstatt es wie auf dem Hinweg vorsichtig zu umkreisen.

Triefend nass kamen wir am Nachmittag an und es war absehbar, dass diese Sachen bis morgen nicht trocknen würden. Glücklicherweise hatten unsere Regenhüllen die Rucksäcke geschützt, sodass wir abends trockene Klamotten anziehen konnten. Wir verbrachten einen entspannten Nachmittag mit unseren Wanderfreunden und eine angenehme Nacht im Doppelstockbett.

Ciudad Perdida Camp Betten

Ciudad Perdida ⦿ Tag 4: Camp 2 bis El Mamey

Auch unser letzter Wandertag startete wieder um 6 Uhr und mit einem guten Frühstück. Wir hatten uns am Vorabend dazu entschieden, die 5-Tages-Tour auf 4 Tage zu verkürzen, da der Weg ja sowieso der Gleiche ist und wir uns fit genüg fühlten, das an einem Tag zu laufen. So ging es zurück über Stock und Stein, durch den dichten Wald, den lehmigen Matsch und immer wieder auf und ab. Als wir im ersten Camp ankamen, bekamen wir Saft, Kuchen und Melone zur Stärkung und konnten uns noch einmal im Fluss erfrischen.

Ciudad Perdida Abkühlung im Fluss

Danach ging es weitere 3 Stunden hoch und runter bis wir schließlich gegen 13 Uhr den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreichten. Hier waren wir ziemlich platt und freuten uns auf ein ordentliches Mittagessen. Dort ließen wir direkt Matthias‘ übel riechende Trailschuhe zurück, da diese nun wirklich ausgedient hatten. Auch Franzis Schuhe waren nach dem Tag ordentlich mit Schlamm verschönert worden.

Ciudad Perdida Schlamm Schuhe

Die Hoffnung war groß, dass wir dieses Mal eine bequemere Autofahrt haben würden. Daraus wurde aber leider nichts, sodass wir erneut zusammengequetscht im Jeep zwei Stunden zurück nach Santa Marta fuhren. Immerhin kannten wir die Leute dieses Mal besser, mit denen wir uns gegenseitig vollschwitzten ;)

Unser Fazit zur Wanderung zur verlorenen Stadt

Wir hatten einen riesigen Spaß auf der Wanderung zur verlorenen Stadt. Der Weg war toll und teilweise sehr abenteuerlich mit seinen Flussdurchquerungen, Kletterstellen und vielem Auf und Ab. Es war eine wundervolle Erfahrung, so durch den Dschungel zu wandern. Auch mit unserem Guide waren wir sehr zufrieden, da er uns mit vielen interessanten Informationen rund um die Ciudad Perdida, die Tayrona und Kogi versorgte. Wir können diese Wanderung sehr empfehlen!

Ciudad Perdida Dschungel

Wichtige Informationen zur Wanderung zur Ciudad Perdida

  • Die Wanderung wird als 4-, 5- oder 6-Tageswanderung angeboten. Die insgesamt 45 Kilometer lange Strecke konnten wir gut in vier Tagen bewältigen. Es war unterwegs kein Problem, von der 5- auf die 4-Tagesvariante zu wechseln.
  • Pack auf jeden Fall genügend Insektenspray ein! Die Biester hängen von Minute 1 an deinen Knöcheln und finden jede Stelle, die nicht richtig eingesprüht ist. Wir haben uns vor Ort Nopikex geholt, das als sehr wirksam gilt. Dennoch wurde Franzi über 100 Mal gestochen (ja, wir haben gezählt!). Also damit lieber nicht geizen.
  • Die Verpflegung während der Wanderung ist wirklich ausreichend! Die Portionen der Hauptmahlzeiten sind groß und zwischendurch gibt es vor- und nachmittags frisches Obst als Snack. Wem das nicht reicht, der kann zwischendurch immer mal wieder Schokoriegel oder Bananen kaufen. In jedem Camp kann man zudem abends ein kaltes Bier bekommen. Und das mitten im Dschungel!
  • Auch das Wasser wird von der Agentur gestellt. Dazu wird es chemisch gereinigt und kann bei jeder Mahlzeit nachgefüllt werden. Wir haben unterwegs ausschließlich dieses Wasser getrunken und hatten damit gar keine Probleme.
  • Dinge, die du auf jeden Fall dabei haben solltest:
    • kleinen Trekkingrucksack* (max. 40 Liter) und Regenhülle dafür
    • Trinkblase*, es gibt viel zu schwitzen und das Wasser kann wieder aufgefüllt werden
    • Insektenspray und Sonnenschutz
    • gute Trailschuhe*
    • Shorts
    • 1 frisches T-Shirt pro Wandertag (die durchgeschwitzten und nassen Sachen werden bei der hohen Luftfeuchtigkeit im Dschungel oft nicht trocken über Nacht)
    • Unterwäsche
    • lange Hose und Longsleeve für die Nacht, wir schwören auf Merino-Wolle*
    • Badesachen und Reise-Handtuch*
    • Duschzeug, Toilettenpapier (gibt es auf keiner Toilette unterwegs)
    • Stirnlampe, gibt es superkompakt*
    • Seidenschlafsack* (fanden wir nachts praktisch als Moskitoschutz und da die Betten nicht immer super sauber wirkten)
    • Kamera* und 2. Akku oder Powerbank*, da Strom während der Wanderung Mangelware ist.
  • überflüssig:
    • Regenjacke – du bist sowieso nach 10 min Wanderung durchgeschwitzt

Komm mit in die verlorene Stadt! Unser Video zur Ciudad Perdida Wanderung

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Die vielen Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten hatten uns nach San Gil gelockt. Durch die Stadt fließt der Rio Fonce und sie ist umgeben vom unendlichen Grün der wunderschönen Natur Kolumbiens. Wir wurden hier nicht enttäuscht und erlebten fantastische Abenteuer in Wasser, Luft und auf dem Boden.

Unsere Anreise von Bogotá nach San Gil

Ohne vorher Bustickets gebucht zu haben, fuhren wir am Morgen zum großen Busterminal von Bogotá. Hier starten im Terminal 3 die Busse Richtung Norden und wir konnten bei Copetran für 36.000 COP (10€) pro Person Tickets für den Bus kaufen, der nur 10 Minuten später abfahren sollte. Perfektes Timing also! Der Bus war modern, hatte sehr bequeme Sitze und unsere Rucksäcke passten in die Gepäckfächer über unseren Sitzen. Nach insgesamt 7 Stunden Fahrt kamen wir am Nachmittag in San Gil an.

Unsere Unterkunft in San Gil

Wir hatten uns im El Dorado Hostel in San Gil für drei Nächte ein Doppelzimmer gebucht, das uns nur 15€ pro Nacht kostete. Dafür hatten wir kein eigenes Bad, konnten aber eine Hostelküche nutzen. Die Unterkunft liegt nur eine Minute vom Plaza de Armas entfernt und hat schöne Aufenthaltsbereiche. Unser Zimmer hatte leider kein Fenster, sodass es dort nachts sehr stickig wurde. Für den Preis ging es aber in Ordnung.

Tagesausflug nach Barichara und Guane

An unserem ersten Tag wollten wir einen Ausflug auf eigene Faust machen und dabei schon ein bisschen mehr von der tollen Natur um uns herum erkunden.

San Gil Grüne Berge

Mit dem lokalen Bus von San Gil nach Barichara

Der lokale Busbahnhof liegt nur drei Blocks von der Plaza de Armas entfernt und ist in wenigen Minuten zu Fuß erreicht. Dort fahren regelmäßig Kleinbusse viele Ziele in der Umgebung an. Unser Hostel hatte uns gesagt, dass alle 30 Minuten Busse nach Barichara fahren und so mussten wir nicht lange warten. Für 4600 COP (1,30€) pro Person wurden wir in ca. 45 Minuten nach Barichara gefahren.

San Gil local Bus

Wunderschöne Kolonialstadt Barichara

Im Lonely Planet wird Barichara als eine der schönsten Städte Kolumbiens angepriesen. Auf unserer Reise war es die schönste Stadt, die wir bisher besucht hatten. Wir konnten uns gar nicht sattsehen an den Häusern mit ihren weißen Mauern und den roten Ziegeldächern vor dem Hintergrund der grünen Berge. Dazu die großen Pflastersteine, die Palmen und Bäume – wir waren wirklich angetan! So schlenderten wir zunächst ziellos durch die Gassen und genossen die ruhige Atmosphäre in dem Städtchen.

Barichara Dorf

Der Camino Real nach Guane

Der von einem Deutschen erbaute Weg sollte uns über fünf Kilometer durch die tolle Landschaft hinab in den kleinen Ort Guane führen. Vorbei an Kühen, kleinen Geckos und inmitten von Feldern liefen wir entspannt Meter um Meter und sogen die Schönheit in uns auf. Immer mal wieder hielten wir inne, um den Ausblick zu genießen. So grün hatten wir uns Kolumbien vorgestellt und trotzdem war es noch mal viel schöner, das alles zu betrachten.

Camino Real

Nach ungefähr eineinhalb Stunden erreichten wir Guane, ein kleines verschlafenes Dorf. Wir aßen ein Menu del Dia und fuhren später schließlich wieder mit dem Bus zurück nach San Gil (7000 COP pro Person, 2€). Diesen Tagesausflug kann man wirklich einfach selbst machen, Busse fahren ständig zwischen den Dörfern hin und her und der Spaziergang durch die Natur lohnt sich allemal!

Guane Hauptplatz

Rafting auf dem Rio Fonce

Eine der beliebtesten Aktivitäten in San Gil ist das Rafting und dazu stehen gleich mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Der Rio Suarez liegt ca. eine Stunde entfernt und ist eher etwas für Raftingerfahrene, da er Strömungen der Stufe 5 hat und das ist schon ziemlich heftig! Aufgrund unserer mangelnden Erfahrung entschieden wir uns für die etwas sanftere Variante auf dem Rio Fonce, der durch San Gil hindurchfließt. Dieser hat Stromschnellen der Stufe 3 und ist damit als mittelschwierig einzustufen.

Nach einigem Verhandeln konnten wir bei Rafting Chicamocha Expediciones einen Preis von 30.000 COP (8,50€) pro Person heraushandeln. Wir wurden am Nachmittag ungefähr 15 Minuten immer flussaufwärts gefahren und schließlich mit Booten und Guide am Fluss abgesetzt. Hier bekamen wir Schwimmwesten und Schutzhelme und lernten im Boot die Kommandos. Viele gab es nicht: Vor, Zurück und Paddel hoch. Dann ging es auch schon los und wir kamen direkt in Stromschnellen, wurden ordentlich nass und hatten richtig viel Spaß.

San Gil Rafting Rio Fonce

In etwas ruhigeren Abschnitten konnten wir auch in den Fluss springen und uns treiben lassen. Relativ am Ende wurden wir noch einmal so richtig durchgeschüttelt und landeten alle quer im Schlauchboot verteilt, als wir in einer Stromschnelle den Halt verloren. Für uns hatte die Tour alles, was wir wollten: Adrenalin und Action in den schnellen Stromschnellen, herrliche Ausblicke in die Natur um uns herum und entspannte Stellen, in denen wir diese auch gut genießen konnten.

San Gil Floaten im Rio Fonce

Wir waren eine gute Stunde auf dem Fluss unterwegs und fanden das Preis-Leistungs-Verhältnis der Tour super. Können wir nur empfehlen, auch den Rafting-Anfängern. Allerdings würden wir es erst für Kinder ab 10 Jahren empfehlen, da das junge Mädchen, das bei uns an Board war, zum Teil ziemlich Angst hatte und auch weinte.

Paragliding im Chicamocha Canyon

Zum Abschluss unseres Aufenthalts in San Gil gönnten wir uns noch einmal etwas total Neues: wir flogen durch die Lüfte! Morgens wurden wir vom Anbieter Parapente San Gil mit dem Van abgeholt und in den ungefähr eine Stunde entfernten Chicamocha Canyon gefahren. Dort bekamen wir zunächst eine Instruktion und die wichtigsten Befehle beigebracht. Danach wurde Franzi der Helm aufgesetzt und für sie ging es als erste los.

San Gil Paragliding

Nach kurzer Anlaufphase folgte auch schon der Schwebeflug über die Baumkronen, inmitten der Vögel und mit fantastischem Rundumblick. Immer höher ging es in die Lüfte, immer im Kreiselflug und mit ordentlich Wind. Zum Abschluss gab es die Möglichkeit, Tricks zu fliegen. Ohne jegliche Vorstellung davon stimmte Franzi einfach mal zu und wurde kreuz und quer durch die Luft gewirbelt. Nach geglückter Landung benötigte ihr Magen danach erst mal Ruhe, denn bei so viel Gedrehe war ihr ganz schön schwindelig geworden.

San Gil Paraglider am Himmel

Matthias startete kurz darauf mit dem gleichen Piloten in die Lüfte und konnte ebenfalls wunderbare Aussichten aus unglaublicher Höhe genießen. Nachdem sich auch sein Schwindel gelegt hatte, zogen wir das Fazit: das war megageil! Was für eine tolle Erfahrung. Wir hatten vor Ort den Preis auf 170.000 COP (50€) pro Person runterhandeln können und waren sehr zufrieden mit dem Anbieter. Zudem bekamen wir Go Pro Material kostenlos gestellt, das Franzi während ihres Fluges aufnahm. In unserem Video könnt ihr die ganze Action noch mal richtig miterleben!

Durchschnaufpause

Nach diesem ereignisreichen Start unserer Reise in Kolumbien freuen wir uns nun auf ein paar ruhige Tage zum Ausspannen und Planen der nächsten Abenteuer. Seid gespannt, was wir hier noch alles erleben werden. Wir sind es auf jeden Fall! :)

Noch total geflasht von unserer Wanderung in den Anden über den Salkantay Pass entschlossen wir uns, hier in Peru routentechnisch wieder Harakiri zu veranstalten um möglichst viele Highlights zu sehen. So verschlug es uns wieder weiter in den Süden nach Arequipa, wo wir im Colca Canyon eine weitere Wanderung machen wollten.

Unsere Anreise von Cusco nach Arequipa

Wir entschieden uns für die Luxusvariante um auf unserer 11-stündigen Nachtfahrt so viel Schlaf wie möglich mitzunehmen. Beim Marktführer Cruz del Sur buchten wir VIP-Sitze für 130 Soles pro Person (36€) und wurden nicht enttäuscht. Die bequemen Sitze ließen sich weit nach hinten verstellen und kamen mit einer Decke und Kissen daher. Kurz nach der Abfahrt bekamen wir unser bei der Buchung ausgewähltes Essen und einen heißen Tee geliefert. Das Essen war vergleichbar mit Essen im Flugzeug, für uns aber in Ordnung. Vom Entertainmentprogramm machten wir gar keinen Gebrauch. Wir schlossen die Augen und konnten die Nacht mit kurzen Unterbrechungen gut durchschlafen. Unser Fazit: das war gut investiertes Geld, denn wir erreichten Arequipa am nächsten Morgen ausgeschlafen und voller Tatendrang. Das war auf unserer Nachtfahrt nach La Paz definitiv anders.

Unsere Unterkunft in Arequipa

Über booking.com* hatten wir uns ein Doppelzimmer mit eigenem Bad für nur 22€ im Park Hostel* gesichert. Wir konnten am frühen Morgen unser Gepäck in einem Raum einschließen, da wir noch vor dem Check-In ankamen. Auch während unserer Wanderung durften wir unser Gepäck hier kostenlos parken. Highlight war definitiv das Frühstück auf der sonnigen Dachterrasse mit Blick auf die Stadt und die dahinterliegenden schneebedeckten Berge.

Arequipa Hostel

Sightseeing in Arequipa

Convente Santa Catalina

Dieses Kloster ist wie eine komplette Stadt innerhalb Arequipas. Die Gebäude liegen innerhalb von großen Mauern und können täglich für den stolzen Eintrittspreis von 40 Soles (11€) besucht werden. Wir haben den Rundgang durch den großen Komplex auf eigene Faust gemacht, du kannst für 20 Soles aber auch eine einstündige Führung erhalten, die sogar auf Deutsch angeboten wird. Für uns waren die Informationen auf den Tafeln, die in jedem Raum hingen, auch ausreichend.

Arequipa Convente Santa Catalina

Das 1579 gegründete Kloster wurde mehrfach von Erdbeben beschädigt und immer wieder aufgebaut. Früher lebten hier bis zu 150 Nonnen in ziemlich großzügigen Räumen. Getrennt von der Anlage der Nonnen ist der Teil für die Novizinnen, die in deutlich kleineren und spärlicheren Zimmern wohnten. Hier mussten die Frauen für ein Jahr leben bevor sie endgültig in den Orden aufgenommen wurden. Die Klosterschwestern waren für ihre tollen Backwaren bekannt und in jedem Zimmer war tatsächlich ein Ofen zu finden. Wir fanden das Kloster mit seinen bunten Innenhöfen, den kleinen Gassen und vielen Pflanzen wunderschön und hatten einen entspannten Vormittag dort.

Kolonialgebäude rund um den Plaza de Armas

Für uns war der Plaza de Armas in Arequipa der schönste in ganz Südamerika! Die tollen geschwungenen Bögen, die riesige Kathedrale, die über eine komplette Seite des Platzes geht und die vielen anderen kolonialen Gebäude im Vulkansteinweiß – wow! Hier wussten wir gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Dazu die schneebedeckten Vulkane im Hintergrund und das Bild war perfekt.

Arequipa Plaza de Armas

Unsere Essenstipps für Arequipa

Wir haben in Arequipa teilweise sehr gut gegessen und wollen dir unsere kulinarischen Highlights natürlich nicht verwehren. Einen super guten und dazu nicht zu teuren Burger haben wir im Burger Chulls gegessen. Hier bekommst du den Standardburger bereits für 10 Soles und kannst dann Extras und Saucen nach Belieben hinzufügen. Im Burger Menü für 15 Soles (4€) ist zusätzlich zum Burger ein leckerer Saft, Pommes (die Süßkartoffelvariante war der Knaller!) und eine Sauce nach Wahl dabei. Es war wirklich sehr lecker dort!

Gleich um die Ecke befindet sich die Pasta Canteen, in der es täglich ein Pastagericht des Tages gibt oder auch die Möglichkeit, sich selbst Pasta zusammenzustellen. Dazu bekommst du vorher einen leckeren Salat und frische Mini-Brötchen. Fanden wir für 15 Soles auch einen richtig guten Deal.

Arequipa Pasta Canteen

Unser Bedürfnis nach Süßem haben wir im La Petite Française gestillt. Hier gab es sehr leckere Crêpes in den verschiedensten Varianten. Für uns durfte immer Nutella rein und dann abwechselnd diverse Früchte. Dazu ist es ein sehr gemütliches Café mit schöner Atmosphäre.

Wanderung im Colca Canyon

Auf Empfehlung von anderen Reisenden (danke Susanna & Christoph) buchten wir über Andina Travel die günstigste Tour in Town: für nur 90 Soles (25€) pro Person würden wir zwei Tage durch den Colca Canyon wandern, eine Unterkunft und Essen bekommen. Sonst entscheiden wir uns ja nicht immer für das allergünstigste Angebot, aber da alle Anbieter das Gleiche erzählten, probierten wir es mal aus.

Unser erster Tag begann bereits um 3 Uhr in der Nacht, als wir uns aus den Betten und in den Minivan quälten, der uns nun drei Stunden nördlich in Richtung Canyon fahren würde. Wir schlossen die Augen und versuchten, noch etwas Schlaf zu bekommen. Gegen 7 Uhr erreichten wir Chivay auf 3300 Metern und hier war es empfindlich kalt. Mit klappernden Zähnen aßen wir unser sehr einfaches Frühstück, das aus Brötchen, Butter, Marmelade und Tee bestand. Gut, dass wir vorsorglich schon Snacks eingepackt hatten!

Cruz del Condor

Nächster Stopp war dann das Cruz del Condor. Hier sollen vor allem in den Morgenstunden die Riesenvögel aufsteigen und gut zu sehen sein. Aus dem Auto heraus sahen wir einen Condor über uns kreisen. Als wir schließlich selbst umherwanderten, konnten wir nur in den Tiefen des Canyons einige Vögel sehen. Wahrscheinlich war ihnen der Touristenauflauf oben zu stark, das hätten wir auf jeden Fall verstehen können!

Colca Canyon Blick ins Tal

Der erste Wandertag

Schließlich wurden wir am Startpunkt der Wanderung aus dem Auto geworfen und kurze Zeit später traf unser Guide Christian ein. Zu zwölft hängten wir uns an seine Fersen und liefen durch die wirklich tolle Natur am Rand des Canyons. 1000 Höhenmeter mussten wir am Vormittag absteigen und der Weg erinnerte uns ein wenig an den Salkantay Trail: viel Geröll und Staub. Bis zum Mittagessen folgte noch ein kurzer Anstieg mitten durch den Dschungel und dann hatten wir uns eine Stärkung redlich verdient.

Colca Canyon Kaktus

Nach dem (für Matthias eher spärlichen) Mittagessen ging es dann immer weiter fleißig auf und ab. In gemütlichem Tempo durchquerten wir Kakteenfelder und konnten nun die Landschaft von der anderen Seite des Flusses sehen. Wir genossen die Wanderung sehr und freuten uns über die angenehmen Temperaturen. Endlich mal wieder kurze Sachen tragen :)

Nach weiteren drei Stunden erreichten wir unser Endziel in der Oase im Canyon. Wie versprochen, bekamen wir ein Doppelzimmer und die Anlage hatte sogar einen Pool. Als erste konnte Franzi unter die warme Dusche springen um Schweiß und Staub abzuspülen. Danach bildete sich schnell einen lange Schlange, da es für über 20 verschwitzte Wanderer nur eine Dusche gab.

Colca Canyon Fluss

Die Zeit bis zum Abendessen zog sich schließlich hin wie Kaugummi. Wir mussten drei Stunden überbrücken, in denen es immer kälter wurde, der Hunger immer größer und das Bedürfnis nach einem warmen Bett ebenso. Dass sich das Warten auf unser Essen gelohnt hätte, können wir leider nicht sagen. So halb gesättigt gingen wir gegen 21 Uhr in unser Bett, denn am nächsten Morgen sollten wir bereits 4.30 Uhr den Aufstieg aus dem Canyon beginnen.

Der zweite Wandertag

Nach einer ganz guten Nacht machten wir uns (ohne Frühstück) noch im Stockdunklen an den Aufstieg. Über 1000 Höhenmeter mussten wir überwinden, um wieder aus dem Canyon herauszukommen. Die ersten Meter fielen noch sehr schwer, aber eine Banane und einige Höhenmeter später waren wir warm geworden und konnten so Meter um Meter aufsteigen. Während wir im Mittelteil noch euphorisch über unsere glänzende Wanderform sprachen, ließen die steilen Schlussabschnitte jede Euphorie weichen. Je höher wir kamen, desto kälter wurde es und längere Pausen waren nicht mehr möglich.

Colca Canyon Weg

Nach guten 2,5 Stunden erreichten wir den Rand des Canyons und konnten uns in den ersten Sonnenstrahlen aufwärmen. Von einer Einheimischen kauften wir völlig überteuerte Avocadobrötchen, für die wir in dem Moment aber auch noch mehr bezahlt hätten, so dankbar waren wir für Energie!

Nach einer kurzen Pause, in der wir darauf warteten, dass die komplette Gruppe ankam, gingen wir 20 Minuten bis in den Ort Cabanaconde, in dem wir schließlich unser Frühstück bekamen. Da wir aus der Erfahrung am Vortag gelernt hatten, kauften wir auf dem Weg im Dort noch eine Avocado, die das trockene Brötchen rettete.

Colca Canyon Bäume und Büsche

Die heißen Quellen von Yanque

Mit dem Bus ging es anschließend weiter zu den heißen, teilweise sehr heißen Quellen von Yanque. Den Eintrittspreis von 15 Soles (4€) pro Person zahlten wir gerne dafür, dass wir unsere müden Beine (und den Rest unserer Körper natürlich auch) in die natürlichen Quellen stecken durften. Das war dann so entspannt, dass wir keine Fotos gemacht haben. Du musst uns einfach glauben, dass man in den Quellen sitzend auf einen Fluss und die Berge dahinter schauen konnte!

Das Mittagessen am zweiten Tag war in der Tour nicht enthalten und hätte 30 Soles (8€) pro Person gekostet. Wir gingen stattdessen lieber zum lokalen Markt und aßen dort – genau wie die Einheimischen – einen leckeren Hähnchenschenkel mit Kartoffeln und Salat, gekocht am Boden. Kostete nur ein Drittel und war das beste Essen auf der gesamten Tour!

Auf der Rückfahrt nach Arequipa hielten wir am höchsten Punkt unserer bisherigen Reise (auf 4900 Metern) mit Ausblick auf Vulkane und später bekamen wir noch einmal eine große Alpakaherde zu sehen. Als wir schließlich am Abend wieder in Arequipa ankamen, waren wir ziemlich erschöpft von den beiden langen Tagen. Die Wanderung war aber wirklich sehr schön und wir waren glücklich, auch diesen Teil der Natur Perus noch sehen zu können.

Colca Canyon Alpaka Herde

Unsere Tipps für deine Tour in den Colca Canyon

  • Nimm dir ausreichend Wasser für einige Stunden mit. Zwischendurch kannst du Wasser kaufen, das ist aber natürlich teurer als in Arequipa.
  • Nimm dir einige Snacks mit. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sind zum Teil sehr lang. Wenn du am zweiten Tag über 1000 Höhenmeter gehst, bekommst du erst danach dein Frühstück. Wir wären ohne Banane und Müsliriegel nicht hochgekommen.
  • Pack deine Stirnlampe oder Taschenlampe ein. Am zweiten Morgen ist es stockdunkel wenn du den Berg hochläufst und der Weg ist übersät mit Geröll und größeren Steinen. Im Zweifel tut es auch das Licht deines Handys.
  • Klamottentechnisch empfehlen wir: entweder lange Wanderhose mit Zip-Beinen oder kurze Hose und Leggings, 2 T-Shirts, 1 extra Unterhose, 1 extra Paar Socken, 1 Longsleeve, 1 Fleecejacke, 1 Bikini/ Badehose. Morgens ist es in der Höhe empfindlich kühl (um die 0°) und im Canyon ist es tagsüber sehr warm (deutlich über 20°), sodass du für beides gut gewappnet sein solltest.
  • Trage ordentlich und regelmäßig Sonnencreme auf und vergiss deine Sonnenbrille nicht.
  • Zusätzlich zum Preis für die Tour musst du den Eintritt in den Colca Canyon bezahlen, der 70 Soles (19€) pro Person beträgt.
  • Du kannst diese Wanderung auch ohne Tour machen. Dann würdest du von Cabanaconde aus starten und dort auch wieder ankommen. Busse von Arequipa nach Cabanaconde benötigen ca. 6 Stunden Fahrzeit, sodass du hier vermutlich min. einen Extratag einplanen musst. Kostentechnisch scheint eine Tour kaum teurer, dafür hast du mehr Entscheidungsmöglichkeiten wenn du alleine gehst. Der Weg war gut zu finden.

Wir sind im Juni 2017 den Salkantay Trek gelaufen und haben hier für dich die wichtigsten Informationen zur Strecke, Preisen, Unterkünften und Dingen, die du mitnehmen solltest, zusammengefasst. Unseren Erfahrungsbericht zur Wanderung haben wir in einen extra Bericht gepackt.

Wann ist die beste Zeit für den Salkantay Trek?

Generell gilt die Trockenzeit zwischen April und Oktober als beste Zeit für Wanderungen in den Anden. In dieser Zeit ist es unwahrscheinlich (aber natürlich nicht unmöglich!), dass viel Regen fällt und du solltest eine tolle Sicht haben. Dennoch würden wir dir empfehlen, vor dem Trek die Wetteraussichten zu überprüfen. Wir sind den Trek Ende Juni gegangen und hatten bestes Wetter. Abends wird es in der Höhe aber sehr kühl.

Salkantay Trek Wanderung

Wo kann ich den Salkantay Trek buchen?

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, den Salkantay Trek zu buchen. Du kannst ihn bereits vor deiner Reise nach Peru im Internet buchen. Es gibt einige Agenturen, bei denen die Buchung über deren Website möglich ist. Eine gute Agentur ist zum Beispiel Intisun Trek. Häufig bezahlt man bei einer Buchung im Internet jedoch etwas mehr als vor Ort.

Genauso gut kannst du die Wanderung auch in Cusco buchen. Hier gibt es unzählige Anbieter, die dir alle diese Wanderung verkaufen. In der Regel kannst du auch sehr kurzfristig noch einen Platz bekommen. Wir haben an einem Sonntagnachmittag gebucht und sind am nächsten Morgen um 4 Uhr gestartet. Wir haben über die Agentur Salkantay Trail Adventure gebucht. Erkundigt hatten wir uns vor Ort auch bei Salkantay Trekking, die eine teurere Variante der Tour anbieten. Hier übernachtest du die erste Nacht in einem Iglu mit Glaskuppel und freiem Blick auf die Sterne!

Worauf sollte ich bei der Buchung des Salkantay Treks achten?

Du solltest immer genau hinterfragen, was deine Tour beinhaltet. Es gibt unzählige Anbieter, die alle möglichen Varianten anbieten. Deswegen solltest du ganz genau wissen, welche Leistungen enthalten sind. Wir zählen für dich hier einige Punkte auf, die du nachfragen kannst:

  • Welche Wanderstrecke wird gegangen?
  • Wird ein Teil deines Gepäcks getragen? (5-7kg in extra Rucksack) Bekommst du für das extra Gepäck eine Tasche gestellt?
  • Ist ein Leih-Schlafsack im Preis enthalten?
  • Ist Ziplining im Preis enthalten? (Kostet weniger wenn du es vor dem Trek buchst als später dazu)
  • Ist das Ticket für Machu Picchu enthalten? Ist das Ticket für den Berg Machu Picchu (Kombiticket) enthalten?
  • Wie wirst du zurück nach Cusco kommen (Zug / Bahnschienen laufen/ Bus)?
  • Wie groß ist die Gruppe maximal?
  • Fallen während des Treks zusätzliche Kosten an? (siehe unten)
  • Wie viele Guides, Köche, Pferdemänner werden die Gruppe begleiten?
  • Wie sieht ein typisches Essen aus?
  • Hat der Guide ein Erste-Hilfe-Set, Sauerstoff… dabei?

Wie viel kostet der Salkantay Trek?

Die Kosten für den Trek können sehr unterschiedlich ausfallen und hängen von mehreren Faktoren ab. Du kannst diese Wanderung bereits für 180 US$ machen aber auch 400US$ oder mehr zahlen.

Wir haben für den Trek insgesamt 310 US$ pro Person bezahlt und es war Folgendes enthalten:

  • Gruppe mit 10 Wanderern, dazu 1 Guide, 1 Pferdemann und zwei Köche
  • Mahlzeiten während der Wanderung (Frühstück, Mittag, Nachmittagssnack und Abendessen)
  • dicke Leihschlafsäcke
  • je eine wasserdichte Tasche, in die wir 5kg unseres Gepäcks geben konnten (wurde vom Pferd getragen)
  • Ziplining
  • Eintritt für Machu Picchu und den Machu Picchu Mountain (Kombiticket)
  • einstündige geführte Tour im Machu Picchu
  • 3 Nächte im Zelt
  • zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit eigenem Bad in Aguas Calientes (hatten eine extra dazu gebucht)
  • Rückfahrt nach Cusco im Zug (Aguas Calientes bis Ollantaytambo) und im Bus

Wir fanden den Preis für insgesamt sechs Tage angemessen und waren mit unserem Anbieter sehr zufrieden. Immerhin waren wir von morgens 5 Uhr bis abends 20 Uhr ständig betreut, haben unser Essen gekocht bekommen, unser Zelt und einen Teil unserer Sachen getragen bekommen und es war auch der Eintritt und das Zugticket zurück vom Machu Picchu enthalten (das sind alleine schon gute 100 US$ pro Person).

Welche Kosten fallen während des Treks zusätzlich an?

Je nachdem bei welcher Agentur du buchst und welche Leistungen enthalten sind, können die Zusatzkosten unterschiedlich hoch ausfallen. Wir listen dir hier die Kosten auf, die wir zusätzlich zur Tour pro Person noch hatten.

  • Frühstück in Mollepampa 20 Soles (5,50€)
  • Eintritt Salkantay Trail 10 Soles (2,70€)
  • heiße Quellen Santa Teresa + Fahrt dorthin 25 Soles (7€)
  • Trinkgeld für Koch, Pferdemann und Guide 40 Soles (8€)
  • warme Dusche im 2. Camp (Chaullay) 10 Soles (2,70€)
  • Wasser oder Snacks unterwegs (je nach Bedarf)

Salkantay Trek: die Wanderstrecke

Tag Strecke Kilometer HöhenmeterWanderdauer
1 Vormittag
Nachmittag
Callacancha - Soraypampa
Soraypampa - Humantay Lake - Soraypampa
8
4
3600m - 3912m
3912m - 4200m - 3912m
ca. 2,5 Stunden
ca. 2,5 Stunden
GESAMT: 5-6 Stunden
2Soraypampa - Salkantay Pass - Chaullay 213912m - 4630m - 2900mca. 3 Stunden zum Pass,
ca. 5 Stunden bergab
GESAMT: 8-10 Stunden
3Chaullay - Playa Sahuayacco132900m - 2060m ca. 5 Stunden
4 (vormittags) A) Santa Teresa - Hidroelectrica (Straße)
B) Lucmabamba - Llactapata - Hidroelectrica
C) Ziplining
14

20

0
1550m - 1890m

2000m - 2700m - 1890m
1550m - 1890m
ca. 2,5 Stunden

ca. 6-7 Stunden

0
4 (nachmittags)Hidroelectrica - Aguas Calientes111890m - 2050mca. 2-3 Stunden
5Macchu Picchu
(inkl. Mountain)
2050m - 2430m
2430m - 3000m - 2430m
ca. 1 Stunde
ca. 3 Stunden

Nachdem du im Überblick eine kurze Beschreibung der Wanderstrecke siehst, wollen wir dir noch einmal einen kurzen Überblick über die einzelnen Tage geben. Ausführlich kannst du es in unserem Erfahrungsbericht zur Wanderung nachlesen.

Tag 1: Von Cusco nach Soraypampa

In der Regel wirst du am ersten Tag sehr früh in Cusco eingesammelt (zwischen 3 und 4 Uhr) und dann in einem Transporter nach Mollepampa gebracht. Hier gibt es ein Frühstück für alle und danach geht es weiter hinauf zum Ausgangspunkt des Treks in Challacancha. Der erste Teil des Treks geht ordentlich bergauf, dafür kannst du die folgenden zwei Stunden entlang des Inka Kanals eher flach wandern bis du mittags Soraypampa erreichst.

Gestärkt geht es nach dem Mittagessen noch einmal 300 Meter hinauf zur Laguna Humantay, einem wirklich wunderschönen Bergsee. Der Aufstieg in der Höhe fällt nicht leicht, ist aber super für die Akklimatisierung. Du wirst danach umso besser schlafen können!

Tag 2: Von Soraypampa über den Salkantay Pass nach Chaullay

Der zweite Tag ist der längste und anstrengendste Wandertag der Tour. Früh wirst du die 700 Höhenmeter bis zum Pass in Angriff nehmen. Zwischen drei ziemlich steilen Anstiegen gibt es auch mal etwas flachere Passagen. Lass dir Zeit zum Atmen, die wirst du brauchen! Nach 2,5 – 3 Stunden kommst du an den höchsten Punkt der Wanderung und hast (bei gutem Wetter) einen fantastischen Blick. Ist genug Zeit da, macht die Gruppe einen Abstecher zur Laguna Salkantay.

Salkantay Trek Salkantay Pass

Bis zum Mittagessen müssen nun 700 Meter wieder abgestiegen werden, was ungefähr zwei Stunden dauert. Dabei gibt es spektakuläre Blicke in die Natur. Am Nachmittag geht es weitere 1000 Höhenmeter tiefer, immer weiter in den Dschungel hinein. Dachtest du morgens noch, das Hochlaufen wäre das Anstrengendste, wirst du am Nachmittag das Gleiche über das Bergablaufen denken. Nach 8 Stunden Wanderzeit kommst du gegen 17 Uhr im Camp an.

Tag 3: Von Chaullay nach Playa Sahuayacco

Am dritten Tag geht es weitere 900 Höhenmeter bergab, wobei du im Dschungel auch immer wieder Streckenabschnitte hast, die bergauf führen. Wir hatten nach ca. 30 Minuten Laufzeit die Wahl, die Straße entlang zu laufen (flacher, einfacher) oder auf die andere Flussseite zu wechseln und dort mehr Auf und Ab zu laufen. Wir entschieden uns für die zweite Option und liefen einen tollen Trail entlang. Nach ungefähr 5 Stunden erreichst du den Fluss. Wir wurden dort von einem Minivan abgeholt und nach Santa Teresa gefahren, weil der Weg hier nur aus der Straße besteht. Am Nachmittag kannst du deine müden Wanderbeine in den heißen Quellen erholen.

Salkantay Trek Dschungel

Tag 4: Santa Teresa bis Aguas Calientes

Am Vormittag des vierten Tages gibt es verschiedene Optionen:

A) Die günstigste Variante ist die Wanderung entlang der Straße bis nach Hidroelectrica. Die Straße ist staubig und wird von vielen Minivans befahren. Die Strecke ist relativ eben und einfach zu gehen.

B) Du kannst auch über den Llactapata nach Hidroelectrica wandern. Dafür musst du heute erneut früh aufstehen (5 Uhr) und wirst zum Ausgangspunkt der Wanderung in Lucmabamba gefahren. Dann geht es 700 Höhenmeter hinauf um von dort schon den ersten Blick auf den Machu Picchu werfen zu können. Nach ungefähr 6-stündiger Wanderung erreichst du ebenfalls Hidroelectrica.

C) Wir haben uns für die Zipline-Variante entschieden, bei der man mit dem Minivan zur Zipline und danach bis Hidroelectrica gefahren wird. Es war die genialste Zipline bisher mit Flügen über 350 Metern auf einer Länge bis zu einem Kilometer. Teilweise kopfüber.

Salkantay Trek Schienen nach Aguas Calientes

Am Nachmittag laufen dann alle entlang der Schienen von Hidroelectrica bis Aguas Calientes. Die zwei- bis dreistündige Wanderung ist ziemlich flach und bietet zwischendrin schöne Blick auf die Berge. Wir konnten sogar schon einige Ruinen vom Machu Picchu erkennen (von Weitem!). Am späten Nachmittag erreichst du Aguas Calientes.

Tag 5: Machu Picchu

Heute steht der Besuch dieser berühmten Inkastätte auf dem Programm. Von Aguas Calientes bis zum Eingang warten noch einmal 400 Höhenmeter, die überwunden werden wollen. Alternativ kannst du auch den Bus nehmen (pro Fahrt 12 US$) falls deine Beine zu müde sind. Hast du den Machu Picchu Mountain im Ticket drin, so wollen auch hier weitere 600 Höhenmeter erklommen und wieder runtergeklettert werden.

Salkantay Trek Machu Picchu

Wenn du die günstigste Variante gewählt hast und von Hidroelectrica mit dem Bus nach Cusco zurück fährst (dauert 6-7 Stunden), musst du entlang der Bahnschienen wieder zurück nach Hidroelectrica gehen.

Was muss ich für den Salkantay Trek mitnehmen?

Eigentlich bieten fast alle Agenturen inzwischen an, fünf bis sieben Kilogramm deines Gepäcks für dich zu tragen (bzw. ein Pferd). Daher benötigst du tagsüber nur einen Tagesrucksack, in den du die Sachen packst, die du während der Wanderung brauchst. Wir wollen dir hier die Dinge auflisten, die wir als sinnvoll und notwendig für den Trek erachtet haben.

  • Sonnenbrille und Sonnencreme
    In der Höhe brennt die Sonne besonders stark und einige haben sich einen ordentlichen Sonnenbrand geholt. Daher regelmäßig und großzügig eincremen.
  • Insektenschutzmittel
    Im tiefer liegenden Teil des Treks geht es viel durch den Dschungel, in dem Mücken und Sandfliegen darauf warten, sich auf Touristenarme und -beine zu stürzen. Wir wurden auch so einige Male gestochen.
  • Gute Lauf-/Wanderschuhe
    Wir sind mit unseren Trailschuhen gut klar gekommen, viele hatten auch richtige Wanderschuhe dabei. Deine Schuhe sollten gut eingelaufen sein und ein ordentliches Profil haben, da es viel über Geröll und Steine geht.
  • genügend Bargeld 
    Unterwegs gibt es keine Geldautomaten, den ersten wirst du erst wieder in Aguas Calientes finden.
  • Taschenlampe
    In den Camps gibt es oft gar kein oder nur begrenzt Licht, sodass du abends und am frühen Morgen eine Taschenlampe benötigst.
  • Regenjacke oder Poncho 
    Da es unterwegs immer mal regnen kann, solltest du etwas zum Schutz dabei haben.
  • warme Klamotten
    Besonders die erste Nacht auf 3900 Metern wird sehr kalt, sodass du genügend warme Sachen dabei haben solltest. Wir haben hier unsere Alpaka-Leggins aus Bolivien ein letztes Mal getragen und auch unseren Alpaka-Pulli angezogen. Zusätzlich hatten wir Daunen- und Fleecejacken sowie Mütze und Handschuhe dabei.
  • T-Shirts und kurze Hose 
    Ab dem Nachmittag des zweiten Tages läuft man auf 2500 Metern oder tiefer und dementsprechend ist es hier wieder wärmer. Dafür reichen T-Shirt und kurze Hose völlig aus.
  • Toilettenpapier 
    Auf den Toiletten auf dem Trek gibt es in der Regel keins, nimm also auf jeden Fall welches mit.
  • Handtuch und Badesachen 
    Für die heißen Quellen lohnt es sich, Badesachen einzupacken. Das Handtuch brauchst du nach der Dusche, da du während der Wanderung keines gestellt bekommst.
  • kleine Notfallapotheke 
    Hier gehören Schmerztabletten wir Paracetamol, Ibuprofen, Pflaster und Blasenpflaster, Immodium akut und desinfizierende Salbe wie z.B. Betaisodona hinein. Wir haben einem Mitreisenden ausgeholfen, der gar nichts dabei hatte. Eine kleine Grundausstattung finden wir aber sehr wichtig.
  • Snacks und Wasser
    Manchmal wird die Zeit zwischen den Mahlzeiten sehr lang, dazu bist du viele Stunden unterwegs und brauchst Energie für die anstrengende Wanderung. Wir hatten pro Tag pro Person einen Müsliriegel, eine Minipackung Kekse und ein Snickers dabei. Wir haben alles aufgegessen und waren froh, zwischendurch kleine Snacks zu haben. Das Snickers gab es täglich zur Belohnung nach der größten Anstrengung ;) Wasser und kleine Snacks kannst du aber auch unterwegs kaufen, wir haben zum Beispiel Bananen und Avocados unterwegs von den Einheimischen gekauft.

Kann ich den Salkantay Trek auch ohne Tour gehen?

Absolut! Der Weg ist ziemlich eindeutig zu finden und braucht keine großen Kenntnisse im Karten- oder Kompasslesen. Allerdings gibt es unterwegs nicht immer Zimmer für die Übernachtung, sodass du dein Campingequipment mitnehmen und auch tragen musst. Dazu benötigst du Essen und Wasser. Das alles wiegt natürlich so einiges und sollte nicht unterschätzt werden, besonders wenn bei über 4000 Metern die Luft knapp wird. Hast du so viel Campingequipment nicht in deinem Reisegepäck, kannst du das auch vor Ort zum Beispiel in Cusco leihen. Das soll allerdings gar nicht so günstig sein, hat uns ein anderer Reisender erzählt.

Nach Mollepampa kann man noch ganz gut mit Bussen kommen, die Strecke danach wird nicht unbedingt befahren. Daher solltest du dafür mehr Zeit einplanen. Da wir den Trek nicht auf eigene Faust gelaufen sind, können wir dir hier nicht mehr Informationen dazu geben. Aber bei La Grande Viaje und 2 Tramps One World findest du Erfahrungsberichte, da diese Paare den Trek auf eigene Faust organisiert haben und gelaufen sind.

Wie fit muss ich für den Salkantay Trek sein?

Du musst kein Marathonläufer sein und auch nicht viele Berge bestiegen haben. Am wichtigsten ist, dass du gut akklimatisiert bist, um bei einer Höhe von über 4000 Metern keine Höhenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Atemnot) zu bekommen. Es ist sicherlich wertvoll wenn du schon einmal eine längere Wanderung absolviert hast. Du solltest mehrere Stunden am Stück wandern können und genügend Ausdauer für mehrere Tage haben. Wir waren zum Zeitpunkt der Wanderung nicht besonders fit und haben alles in den angegebenen Zeiten oder sogar in weniger Zeit geschafft. Allerdings war das Tempo auch durchgehend flott. Im Notfall kann man für den Aufstieg zum Pass auch auf ein Pferd steigen, das einen dann auf die 4600 Meter hochträgt.

Noch Fragen?

Fehlen dir noch wichtige Informationen dem Trek? Dann hinterlass uns das gerne in den Kommentaren und wir versuchen, weiterzuhelfen!

Wander mit uns den Salkantay Trek: Unser Video bis nach Machu Picchu

 

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Ziemlich spontan entschieden wir uns an unserem ersten Tag in Peru dazu, am nächsten Morgen auf den Salkantay Trek aufzubrechen. Wir wollten endlich die Anden mal von ganz Nahem sehen, wieder einige Tage in der Natur verbringen und uns mehr bewegen. So buchten wir von einem Tag auf den anderen den Salkantay Trek und sollten in den kommenden Tagen gigantische Natur um uns herum erleben!

Tag 1: Von Cusco bis Soraypampa

Salkantay Trek Wanderung erster Tag

Unser erster Tag begann bereits vor 4 Uhr, als wir total verpennt aus den Betten fielen und die gepackten Rucksäcke aufschnallten um zum vereinbarten Treffpunkt zu stolpern. Dort warteten schon diverse andere Reisende auf die verschiedensten Touranbieter. Nach einiger Verwirrung wurden wir schließlich zu einem Minivan geführt, der mit nur einer Stunde Verspätung Cusco verließ.

Nach zwei weiteren Stunden im Van erreichten wir Mollepampa, wo wir in einem Restaurant ein Frühstück bekamen. Hier lernten wir unsere Mitwanderer kennen denn im Minibus hatten alle versucht, noch etwas Schlaf zu bekommen. Nach dem Frühstück fuhren wir eine weitere Stunde bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung auf 3600 Metern. Nachdem wir in zwei Wandergruppen unseren Guides zugeteilt wurden, konnte es nun also so richtig losgehen! Unsere Wandertruppe war international durchgemischt und ein super Haufen! Dazu hatten wir mit Elvis einen sehr humorvollen Guide erwischt, der für jeden Quatsch zu haben war.

Salkantay Trek Weg ab Mollepampa

Im ersten Teil der heutigen Wanderung mussten wir 200 Höhenmeter hoch gehen und kamen direkt ordentlich ins Schwitzen. Dafür waren die kommenden 2,5 Stunden eher flach, führten an einem kleinen Kanal entlang und wir hatten zwischendurch schon fantastische Aussichten auf den Humantay und später den Salkantay.

Salkantay Trek Blick auf Humantay

Laguna Humantay

Gegen 12 Uhr erreichten wir unser Camp in Soraypampa und konnten uns dort bis zum Mittagessen ausruhen. Danach ging es noch einmal 350 Meter höher bis zur Laguna Humantay. Keuchend kämpften wir uns Meter um Meter hoch bis wir schließlich auf 4200 Metern die Lagune erreichten. Hier gönnten wir uns ein Snickers und genossen den Anblick dieses Bergsees.

Salkantay Trek Laguna Humanity

Nach dem Abstieg zurück ins Camp erwarteten uns warmes Popcorn und Coca-Tee. Vor dem Abendessen gab es noch eine wirklich lustige Runde Jenga und gegen 20 Uhr verkrümelten wir uns schließlich in unser Zelt. Uns stand die kälteste Nacht bevor, da wir auf 3900 Metern schliefen. Da wir inmitten der Berge schliefen, konnten wir einen genialen Sternenhimmel sehen.

Salkantay Trek Sternenhimmel

Tag 2: Von Soraypampa über den Salkantay Pass bis Chaullay

Pünktlich um 5 Uhr wurden wir an unserem zweiten Tag mit einem heißen Coca-Tee geweckt, der uns das Aufstehen in der morgendlichen Kälte etwas erleichterte. Eingepackt in all unsere dicken Sachen aßen wir das Frühstück und machten uns schließlich gegen 6.30 Uhr mit noch verquollenen Augen an den langen Anstieg bis zum Salkantay Pass.

Salkantay Trek Aufstieg zum Pass

Schon nach kurzer Zeit konnten wir die ersten Schichten wieder ausziehen, da es ordentlich bergauf ging und uns schnell warm wurde. Unterwegs hielten wir nur für kurze Verschnaufpausen an, um nicht zu sehr auszukühlen. Nach einem zweiten, sehr steilen und langen Abschnitt erreichten wir schließlich den sogenannten Gringo Killer. Wir empfanden den letzten steilen Abschnitt vorm Pass allerdings nicht so anstrengend wie den vorherigen und erreichten daher lebendig und glücklich nach 2,5 Stunden Anstieg den Salkantay Pass.

Salkantay Trek Gringo Killer

Der Salkantay Pass

Das erste Mal waren wir auf über 4600 Meter gelaufen! Wir waren unendlich stolz auf uns denn in Nepal hatten wir damals bei 4200 Metern wegen Krankheit und Höhensymptomen umdrehen müssen. Dieses Mal waren wir sehr gut akklimatisiert und konnten die Wanderung genießen. Uns bot sich ein toller Blick auf die umliegende Bergkette, mehrere Gletscher und dazu sahen wir sogar eine kleine Lawine am Salkantay!

Salkantay Trek Salkantay Pass

Unser Guide führte mit uns schließlich noch eine Coca-Zeremonie durch, bei der wir den umliegenden Bergen Coca-Blätter opferten und dafür drei Wünsche abgeben durften. Wir sind gespannt ob sie in Erfüllung gehen werden ;)

Salkantay Trek Pass mit Steinen

Laguna Salkantay

Danach gingen wir über viele Felsbrocken weiter zur Salkantay Lagune, die im schönsten Blauton erstrahlte. Dazu die schneebedeckten Berge im Hintergrund… wir waren einfach nur begeistert!

Salkantay Trek Laguna Salkantay

Bis zur Mittagspause lagen nun noch zwei Stunden Abstieg vor uns. Und wenn du jetzt glaubst, dass das entspannt war: falsch gedacht! Im sandigen Geröll mussten wir genau hinschauen, wo wir hintreten und waren erleichtert, als wir nach insgesamt 5 Stunden Wanderung auf 3900 Metern unser Mittagessen serviert bekamen. Anschließend mussten wir weitere 1000 Meter absteigen und gelangten nun zusehends mehr in den Dschungel. Der Wald um uns herum wurde dichter, die Lufttemperatur höher und die Anzahl an Moskitos nahm drastisch zu.

Salkantay Trek Abstieg zweiter Tag

Als wir gegen 17 Uhr endlich das Camp erreichten, waren wir ziemlich platt! Wir freuten uns auf unser Abendessen und ließen den Abend mit einer Runde Schnipselchen ausklingen. Uns war gar nicht bewusst, dass es dieses Spiel auch in anderen Ländern gibt. Das erste Mal spielten wir es nun auf Englisch und lachten uns immer wieder schlapp. Ein toller Abschluss unseres zweiten Wandertages.

Tag 3: Von Chaullay nach Santa Teresa

Salkantay Trek Dschungel

Auch an unserem dritten Wandertag war an Ausschlafen nicht zu denken, als wir kurz nach 5 Uhr erneut mit einem Coca-Tee geweckt wurden. Nach einem wenig sättigenden Frühstück brachen wir früh auf denn bis zum Mittag sollten wir wieder viele Höhenmeter auf- und vor allem abgestiegen sein. Elvis erklärte uns schon wie an den Vortagen die heimische Pflanzenwelt und zeigte uns eine Pflanze, die rote Farbe abgibt. Kurzerhand wurde jeder mit einer individuellen Kriegsbemalung verziert.

Salkantay Trek Kriegsbemalung

Wir überquerten den Fluss und folgten für mehrere Stunden einem Pfad, der sich immer am Fluss entlang schlängelte. Durch dichten Wald, vorbei an Kürbisfeldern, Grenadillas und Wasserfällen stiegen wir etliche Meter ab aber auch immer wieder auf. Unsere müden Beine wurden noch einmal ordentlich gefordert bevor wir schließlich den Playa Sahuayacco erreichten.

Salkantay Trek Fluss

Hier konnten wir unsere Füße im eiskalten Flusswasser abkühlen und entspannen. Die letzten Kilometer bis Santa Teresa wurden wir im Minivan befördert. Hier erreichten wir unseren Campground pünktlich zum Mittagessen und bekamen superviel Essen aufgetischt.

Salkantay Trek Camp Hängematte

Heiße Quellen und Happy Hour

Nach einer entspannten Stunde in den Hängematten auf der Wiese gab es noch einen weiteren Programmpunkt für den Tag: die heißen Quellen von Santa Teresa. Ganze drei Stunden konnten wir in den vier unterschiedlich warmen, natürlichen Pools verbringen und unsere müden Muskeln entspannen. Umgeben von den Anden hätte es nicht schöner sein können.

Am Abend machten wir dann ausgiebig Gebrauch von der Pisco Sour Happy Hour, spielten Trinkspiele, veranstalteten einen Gruppentanz und unterhielten uns mit den Inhabern des Campingplatzes über die Quechua-Kultur (auf spanisch natürlich!). Ausgelassen tanzten wir bis in die Nacht hinein und hatten eine tolle Zeit mit unserer Gruppe.

Tag 4: Ziplining und Laufen von Hidroelectrica nach Aguas Calientes

Nach der gestrigen Partynacht kämpften wir uns müde und verkatert aus den Betten um das Frühstück um 7 nicht zu verpassen. Ein Teil unserer Gruppe war bereits eine Stunde zuvor auf eine weitere Wanderetappe aufgebrochen, ein anderer würde später entlang der Straße zum nächsten Ort laufen. Wir hatten uns schon vorher dazu entschieden, an diesem Vormittag Ziplining zu machen, da wir das in Indien und Nicaragua beide Male genial fanden.

Bei Vertical Ziplines erwarteten uns 5 Ziplines, die bis zu einem Kilometer lang waren und zusätzlich eine Hängebrücke. Es ging über ein Tal drüber hinweg, in einer Höhe von 300 Metern! Das Gefühl, darüber zu schweben, war unbeschreiblich toll. Schnell war unser Kater vergessen, denn Adrenalin pumpte durch unsere Adern. Wir flogen über Kopf, drehend, zu zweit und zum krönenden Abschluss in Superman-Pose über die Natur hinweg. Es machte irre viel Spaß und war das tollste Zipline-Erlebnis bisher!

Der Weg entlang der Schienen

Salkantay Trek Schienenweg

Danach mussten wir einige Stunden in Hidroelectrica überbrücken bis die anderen Wanderer eintrafen. Hier konnten wir uns kaum noch auf den Beinen halten, waren müde, verkatert und kaputt. Als wir schließlich nach dem Mittagessen die Wanderung entlang der Schienen antraten, tat uns die frische Luft und Bewegung sehr gut. Wir konnten von den Schienen aus bereits erste Inkaruinen sehen und die weitesgehend flache Wanderung entlang der Zugstrecke relativ entspannt zurücklegen.

Salkantay Trek Blick von Schienen auf Berge

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Aguas Calientes, wo wir unser Hotelzimmer bezogen und die erste warme Dusche nach vier Tagen Wanderung hatten. Was für eine Offenbarung! Auch das Bett war nach drei Nächten im Zelt eine echte Wohltat. Wir gingen sehr früh schlafen, denn am nächsten Tag sollte ein weiteres Highlight auf uns warten: der Besuch von Machu Picchu.

Fazit zum Salkantay Trek

Wir fanden die Wanderung einfach grandios! Die Landschaft war wunderschön und wir haben es bei all der Anstrengung total genießen können, so viel Zeit in der Natur zu verbringen. Um die Wanderung zu bewältigen, muss man kein Ausdauersportler sein! Allerdings ist es auch kein gemütlicher Spaziergang, den man mal so eben wegläuft. Wir würden diese Wanderung jedem empfehlen, der gerne in der Natur ist und mehr von den Anden sehen möchte!

Alle Informationen und Fakten rund um die Wanderung haben wir für dich in einem extra Beitrag zusammengefasst.

Salkantay Trek Laguna Salkantay Paar

Zum Abschluss unserer vier Wochen in Bolivien haben wir noch einmal ein echtes Highlight rausgehauen: die schönste Unterkunft am höchsten (beschiffbaren) Binnensee der Welt inmitten wunderschöner Natur! In Copacabana (nicht zu verwechseln mit dem in Brasilien!) verbrachten wir vier sehr entspannte Tage. Wir erkundeten die Isla del Sol, lernten über die Inkas und entspannten in unserer Traumhütte mit Kamin und Blick auf den See.

Unsere Fahrt von La Paz nach Copacabana

Täglich fahren mehrere öffentliche Busse von La Paz nach Copacabana, welches die meistbesuchte Stadt auf der bolivianischen Seite des Titicacasees ist. Da diese Busse allerdings in einer eher unsicheren Gegend abfahren, haben wir uns für den Touristenbus entschieden. Für 40 Bolivianos (5,20€) pro Person wurden wir morgens in unserem Hostel in La Paz abgeholt und fuhren in einem nicht mal zur Hälfte besetzten Bus in Richtung des Titicacasees. Da es im Bus keine Heizung gab, wurden wir mit warmen Decken versorgt. Ein weiterer Pluspunkt der Touristenvariante!

Unser Highlight der Busfahrt war sicherlich die kurze Überquerung des Titicacasees. Hier mussten wir den Bus verlassen und wurden mit einem kleinen Boot für 2 Bolivianos auf die andere Seite befördert. Unser Bus folgte kurze Zeit später auf einer eigenen Fähre!

Bolivien Titicacasee Bus auf Fähre

Danach fuhren wir noch eine knappe Stunde und diese verbrachten wir mit plattgedrückten Nasen am Fenster. Wir fuhren entlang des Sees und bekamen schon richtig tolle Aussichten geboten. Nach 4 Stunden kamen wir schließlich in Copacabana an und machten uns auf die Suche nach einem Hotel.

Las Olas: Unsere Unterkunft am Titicacasee

Wir hatten uns vorher schon im Internet informiert und die durchweg positiven Kritiken führten uns auf einen kleinen Berg zu Las Olas*, einer Anlage mit 8 Suiten, die in stylischen Häusern untergebracht sind. Von allen gibt es einen perfekten Blick auf den See. Wir hatten Glück, konnten uns spontan zwischen drei Zimmern entscheiden und sogar den Preis noch etwas verhandeln.

Bolivien Titicacasee Blick von Unterkunft auf See

Und so zogen wir für die nächsten vier Nächte in die Suite Nummer 2 ein: mit Küche, Kamin, Hängematten und dem besten Blick überhaupt! Vier Tage lang feierten wir uns für diese Entscheidung. :) Klar, diese Unterkunft lag über unserem Budget (40€ pro Nacht) und es hätte deutlich günstigere Zimmer in Hostels gegeben. Aber für unsere letzten Tage in Bolivien wollten wir uns so eine besondere Unterkunft einfach nicht entgehen lassen.

Bolivien Titicacasee Unterkunft Las Las

Als dann tagsüber auch noch das Hausalpaka auf unserer Terrasse vorbeischaute, waren wir völlig aus dem Häuschen! Das wollige Tierchen war zwar mehr an dem Gras als an uns interessiert, aber das störte uns nicht weiter!

Bolivien Titicacasee Alpaka im Garten

Anstrengender Spaziergang auf den Cerro Calvario

Unsere gemütliche Hütte lag an einem Berg, von dessen Gipfel man einen tollen Blick auf Copacabana und den Titicacasee haben sollte. Und so stapften wir am frühen Nachmittag die vielen Stufen den Berg hinauf.

Bolivien Titicacasee Wanderung auf Cerro Calvario

Bei einer Höhe von 3800 Metern blieb uns dabei ständig die Luft weg und wir mussten immer wieder Pausen einlegen. Dafür wurden wir tatsächlich mit einer tollen Aussicht belohnt und blieben eine ganze Weile auf dem Gipfel sitzen um die schöne Natur zu beobachten.

Bolivien Titicacasee Blick vom Cerro Calvario

Bootstour zur Isla de la Luna und Isla del Sol

An unserem zweiten Tag standen wir schon früh auf, um das Boot um 8:30 Uhr zu nehmen. Heute wollten wir zwei Inseln im Titicacasee erkunden und hatten am Vortag schon die Tickets für 35 Bolivianos (4,50€) am Seeufer erstanden. Erster Halt nach über zwei Stunden Fahrt war die Isla de la Luna. Dazu sei gesagt, dass man die Strecke auch innerhalb von einer halben Stunde zurücklegen könnte wenn die Boote nicht Schrittgeschwindigkeit fahren würden ;)

Isla de la Luna

Bolivien Titicacasee Isla de la Luna

Auf der Isla de la Luna kämpften wir uns den Berg hinauf und konnten von dort auf die schneebedeckten Berge auf bolivianischer Seite, die Isla del Sol im Titicacasee sowie die Berge auf peruanischer Seite sehen. Wir picknickten unsere mitgebrachten Empanadas und verschnauften neben einem Alpaka bevor die Bootstour sich fortsetzte.

Bolivien Titicacasee Alpaka

Isla del Sol

Nach weiteren 45 Minuten hielten wir im Süden der Isla del Sol. Hier sollen die ersten Inka gelebt haben, sodass es sich nicht nur um eine wunderschöne sondern auch noch sehr geschichtsträchtige Insel handelt. Wir hatten kurzfristig auf dem Boot einer geführten Wanderung über die Insel zugestimmt und bekamen nun allerhand Informationen geliefert.

Bolivien Titicacasee Isla del Sol

Nachdem wir zunächst einen Sonnentempel aus der Prä-Inkazeit bestaunten und Matthias im Thron probe saß, ging es immer weiter hinauf bis wir uns schließlich fast 200 Meter oberhalb des Sees befanden. Von hier bot sich uns ein umwerfender Ausblick auf die Landschaft. Der See mutete eher wie ein Meer an, denn wir konnten kein Ende ausmachen. Von unserem Guide erfuhren wir, dass Titi auf Spanisch Puma bedeutet und Caca Steine. Der See hat angeblich die Form eines Pumas und die Steine stehen für die Inseln im See.

Bolivien Titicacasee Blick von Isla del Sol

Nach 90 Minuten erreichten wir schließlich den Jungbrunnen der Inka und damit auch den mittleren Teil der Insel, von dem aus unser Boot uns wieder nach Copacabana bringen sollte. Der nördliche Teil war zur Zeit unseres Besuchs (Juni 2017) für Touristen nicht zugänglich. Die Bewohner des Nordens und der Mitte befinden sich momentan in einem Kampf um das Land und die Vormacht über die Handelsstraßen, sodass aufgrund der angespannten Lage von einem Besuch des nördlichen Teils der Insel abgeraten wird.

Bolivien Titicacasee Paarfoto Isla del Sol

Für uns war es ein sehr schöner Ausflug, bei dem wir viel von der Natur sehen und einiges über die Kultur der Inka lernen konnten. Mit dem Eintritt auf die Inseln (jeweils 10 Bolivianos) und der geführten Tour zahlten wir letztendlich insgesamt 20€ zusammen, was wir für einen Tagesausflug völlig okay fanden. Alternativ kann man den Spaziergang vom südlichen zum mittleren Teil der Insel auch ohne Guide machen. Der Weg ist völlig eindeutig und kann nicht verfehlt werden!

Entspannung im Hot Tub

Wir haben zwar schon ausführlich beschrieben, weshalb unsere Unterkunft so grandios war… aber wir müssen es noch ergänzen. Inmitten der ganzen Hütten befindet sich nämlich ein Hot Tub, den man sich für eine Stunde zwischen 16 und 22 Uhr reservieren kann. So reservierten wir uns die Badewanne für nur 18 Bolivianos (2,30€) pro Person für die Sonnenuntergangsstunde zwischen 18 und 19 Uhr. Im angenehm warmen Wasser sahen wir zu, wie sich der Himmel über dem See langsam ins rosafarbene verwandelte. Es war wunderschön und sehr romantisch.

Bolivien Titicacasee Sonnenuntergang

Man kann den Hot Tub übrigens auch reservieren wenn man kein Hotelgast ist. Einfach bei der Rezeption Bescheid geben. Abends gibt es dann Handtücher dazu und direkt neben dem Hot Tub ist eine Umkleide und Bad.

Letzte entspannte Tage in Bolivien

Bei schönstem Sonnenschein verbrachten wir unsere letzten Tage in Bolivien sehr entspannt. Wir sonnten uns in der Hängematte, spazierten durch die kleinen Gassen des Ortes und kauften auf dem örtlichen Markt ein. Es war ein toller Abschluss unserer vier Wochen in Bolivien. Und jetzt? Jetzt geht es Auf zu neuen Abenteuern! ;)

Kaum waren wir aus dem nassen Süden Chiles zurückgekehrt, ging es für uns nun in die nördlichste Region Chiles in die Atacamawüste. Hier regnet es so gut wie nie, es soll eine wundervolle Landschaft sein und damit erschien es uns als perfektes nächstes Ziel. Um eins vorwegzunehmen: es hat geregnet :D Aber das mit der wundervollen Landschaft stimmt wirklich!

Unsere Anreise nach San Pedro de Atacama

Von Santiago aus gibt es zwei Möglichkeiten: man kann einen Bus nehmen, der einen in 20 bis 24 Stunden nach San Pedro de Atacama fährt und zahlt für diese Fahrt 40 bis 50€. Wir bekamen Flugmeilen geschenkt und konnten daher spottbillig mit Latam nach Calama fliegen, dem nächstgelegenen Flughafen, der knapp 100 Kilometer nördlich von San Pedro de Atacama liegt. Die günstigste Flugalternative ist sonst Sky, die Flüge ab 45€ anbieten und daher eine tolle Alternative zur langen Busfahrt sind.

In Calama erlebten wir die bisher ungemütlichste Landung unserer Weltreise. Kurz vor dem Auftreffen auf der Landebahn geriet das Flugzeug noch mal so richtig in Schieflage, dass uns ziemlich mulmig wurde. Als wir aus der Ankunftshalle nach draußen kamen, sahen (und spürten) wir den Grund für die wackelige Landung: hier war ein ordentlicher Sturm zugange! Aufgrund der schlechten Wetterlage entschieden wir uns für ein Shuttle, das uns direkt zu unserem Hostel in San Pedro de Atacama fahren würde. Für 10.000 Pesos pro Person (14€) schunkelten wir gemütlich durch den Sandsturm und genossen die ersten Ausblicke auf die Atacamawüste.

Unsere Unterkunft in San Pedro de Atacama

San Pedro ist ein Wüstenort für Touristen. Hier gibt es vor allem Hostels, Restaurants, Touranbieter und Minisupermärkte. Dementsprechend sind auch die Preise ziemlich hoch und es fiel uns nicht leicht, ein günstiges Zimmer zu finden. Im Hostel Juriques buchten wir schließlich über Hostelworld ein Doppelzimmer mit geteiltem Bad für 33€ pro Nacht. Das Zimmer war dunkel und kalt und hatte natürlich keine Heizung. Dafür gibt es im Hostel einen schönen Innenhof mit Hängematten und vielen Sitzmöglichkeiten. Hier konnten wir uns mit anderen Reisenden austauschen und zusammen essen. Die Küche war nicht besonders sauber aber ausreichend.

Atacama Wüste Hostel

Touren auf eigene Faust

San Pedro ist der Ausgangsort für Touren in die Atacamawüste und so wird man auf Schritt und Tritt von Tourenanbietern angesprochen und es werden irre viele Touren beworben. Man könnte hier sicher eine Woche verbringen und jeden Tag eine andere Tour machen! Leider kosten diese aber ziemlich viel Geld und die Attraktion selbst auch noch mal einen saftigen Eintritt. Daher unternahmen wir zwei Ausflüge auf eigene Faust und konnten die wunderschöne Natur in unserem Tempo erkunden.

Atacama Valle de la Luna Duna Major Paar

Wanderung durch das Valle de la Muerte

Von San Pedro aus kann man in drei bis vier Kilometern am Eingang des Valle de la Muerte sein. Der Weg führt nördlich aus dem Ort heraus und eine ganze Zeit entlang des Flusses. Am Parkeingang werden 3000 Pesos Eintritt (4€) verlangt. Danach folgt ein vier Kilometer langer Weg durch die Wüstenlandschaft bis zu einem Aussichtspunkt.

Atacama Valle de la Muerte Matthias

Der Weg ist wirklich toll, weil er an Sanddünen vorbeiführt, durch die orangeroten Gesteinsformationen und immer wieder schöne Aussichten bietet. Wir hatten an diesem Tag ziemlich starken Wind, der uns den Sand immer wieder ins Gesicht fegte.
Am Aussichtspunkt angekommen, kann man das Todestal überblicken. Der Rückweg ist der Gleiche wie der Hinweg, sodass es insgesamt ungefähr 15 Kilometer Wanderung sind.

Atacama Mirador Valle de la Muerte

Unser Tipp: Genügend Wasser einpacken und auch bei Wolken unbedingt Sonnencreme nutzen, die Sonne ist in der Höhe nicht zu unterschätzen! Man kann diese Tour auch mit einem Fahrrad machen und zusätzlich ein Snowboard ausleihen, mit dem man die große Sanddüne herunterfährt. Wir haben anderen dabei zugesehen, das sah aber gar nicht so einfach aus ;)

Fahrradtour durch das Valle de la Luna

An unserem zweiten Tag liehen wir uns Fahrräder aus um das Valle de la Luna zu erkunden. Für 6 oder 7 Stunden zahlten wir 4000 Pesos pro Person (5,50€) und bekamen Fahrräder in wirklich gutem Zustand, Helme (sind obligatorisch), Ersatzschlauch und Lichter dazu. Von San Pedro fährt man zunächst 5 Kilometer entlang der geteerten Straße bis zum Eingang in das Mondtal.

Das Informationszentrum war nicht besetzt als wir dort ankamen, sodass wir uns den Eintritt von 3000 Pesos pro Person (4€) sparten und auch den Ticketkontrollpunkt später links liegen ließen. Auf einer Schotterpiste legten wir weitere sechs Kilometer zurück bis wir zu den verschiedenen Attraktionen im Tal gelangten. Diese kann man gar nicht verfehlen, weil immer ein Parkplatz davor ist.

Atacama Valle de la Luna Fahrrad

Duna major

Am meisten beeindruckten uns die Ausblicke von der Hauptdüne. Hier liefen wir zu zwei verschiedenen Aussichtspunkten die uns tatsächlich die Sprache verschlugen. Es ist schwer, diese einzigartige Natur in Worte zu fassen und auch die Bilder zeigen nur einen Teil des eigentlichen Spektakels. Die unendliche Weite, die wir gesehen haben. Diese riesigen Gesteinsformationen in den schönsten Orange- und Rottönen.

Atacama Valle de la Luna Duna Major Matthias

Eine lange Zeit saßen wir einfach nur dort und sogen die Eindrücke in uns auf. Es waren sehr besondere Momente, die wir nur schwer beschreiben können. Umso schöner war es für uns, dass wir diese Momente nicht mit anderen teilen mussten sondern zu zweit genießen konnten. Ganz allein saßen wir an den Aussichtspunkten.

Atacama Valle de la Luna Wüste und Salz

Nach der Hauptdüne gibt es zwei weitere Aussichtspunkte, die ebenfalls menschenleer waren. Hier blickten wir ins Tal, auf die salzbedeckte Wüste und die abgefahrenen Berge. So viele Fotos haben wir geschossen um die Schönheit festzuhalten.

Atacama Valle de la Luna Amphiteatro

Die Tour ins Valle de la Luna ist eine der am häufigsten besuchten Touren. Schon für 10000 Pesos (14€) wird man in das Tal zu den verschiedenen Aussichtspunkten gefahren und kann den Sonnenuntergang dort erleben. Uns kamen die ganzen Busse und Touristen entgegen als wir von der Hauptdüne wieder gingen. Wir waren dankbar, die Natur um uns herum ungestört genießen zu können.

Wir würden es daher jedem empfehlen, das Valle de la Luna mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Strecke ist zum Teil schon sehr steil (Franzi musste absteigen) und unseren Hintern haben wir nach dem Tag auch ordentlich gespürt. Aber das war es sowas von wert!!!

Akklimatisierung erfolgreich

Hatten wir bei unserer Ankunft in San Pedro noch leichte Kopfschmerzen (liegt immerhin auf 2500 Metern), so waren wir nach drei Tagen und viel Bewegung auf der Höhe gut akklimatisiert. Wir hatten überlegt, noch eine Tagestour zu den Piedras Rojas zu machen, da diese zu hoch und weit weg gelegen sind um sie selbst zu erkunden. Allerdings war das nicht möglich wegen des vielen Schnees in der Höhe.
So verließen wir San Pedro, die Atacamawüste und nach 30 Tagen auch Chile um noch mehr von Südamerika zu sehen. Die Atacamawüste war definitiv eines unserer Highlights in Chile, das wir jedem ans Herz legen wollen.