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Viel zu schnell gingen unsere Tage in New York City vorbei. So viel gibt es hier zu entdecken und zu erleben, dass wir nur einen Bruchteil der ganzen Tipps umsetzen konnten, die wir vorher schon bekommen hatten. Wir fanden die Stadt einfach fabelhaft und werden definitiv noch einmal wiederkommen.

Unsere Anreise von Boston nach New York

Für die ungefähr dreistündige Fahrt hatten wir uns bei Megabus Sitze in der oberen Etage direkt am Fenster gebucht und hatten damit einen tollen Blick auf die Natur Neu-Englands sowie Stadtrundfahrten durch Boston und New York. Wir hatten die Tickets online gebucht und 25 US$ pro Person bezahlt. Die Busse sind klimatisiert, mit Wifi und jeder Sitz mit Steckdose und USB-Lademöglichkeit ausgestattet. Alternativ kannst du auch BoltBus, Greyhound, Peter Pan oder diverse andere Busse buchen, die ähnliche Leistungen zu ähnlichen Preisen anbieten. Wenn du lange vorher buchst, gibt es wohl manchmal Fahrten für unter 10US$. Die Busse fahren in Boston in der Regel vom South Bus Terminal ab, das sich direkt bei der South Station befindet und damit einfach zu erreichen ist.

Unsere Unterkunft in New York

Wie auch schon in Boston konnten wir hier ein halbes Vermögen sparen, weil wir bei einem Freund einer Freundin (danke Anne) untergekommen sind. Wir hatten Kevan vorher nie getroffen und waren total glücklich, bei diesem supernetten echten New Yorker einen Schlafplatz zu haben. In der südlichen Bronx, nur zwei Subwaystationen von Manhattan entfernt, wurde um uns herum mehr Spanisch als Englisch gesprochen, da hier sehr viele Latinos wohnen. Wir konnten nach der langen Zeit in Mittel- und Südamerika also weiter freundlich mit Hola grüßen und fielen gar nicht weiter auf.

U-Bahn fahren in New York City

Um in Manhattan von A nach B zu kommen, bietet sich die Subway an. Alle paar Blocks gibt es Subway Stationen und so gelangt man problemlos vom einen Ende der Insel zum anderen. Eine einfache Fahrt kostet 3$ und endet sobald du die Station verlässt, egal welche das ist. Wir haben uns wie schon in Boston ein 7-Tages-Ticket gekauft, das uns hier 32$ gekostet hat. Die Linien sind entweder durchnummeriert oder mit einem Buchstaben versehen. Um zu wissen, in welche Richtung du fahren musst, ist es immer hilfreich zu wissen ob du Uptown (Richtung Central Park und darüber) oder Downtown (Richtung Lower Manhattan) fährst.

New York Subway

Mit der Subway zum JFK Flughafen in New York

New York wird von drei Flughäfen umgeben, von denen der John F. Kennedy Flughafen der größte ist. Dieser liegt etwas außerhalb der Stadt, kann aber gut mit der Subway erreicht werden. Wir sind in der südlichen Bronx gestartet und haben bis zum Flughafen 1,5 Stunden gebraucht. Du musst mit einer der Linien Richtung Queens fahren und kannst von dort die Airport Train nehmen, die zu allen Terminals fährt. Die Fahrt mit der Airport Train kostet dich 5$, der Weg mit der Subway zur Airport Train nur die regulären 3$ (bei uns im 7-Tages-Ticket inklusive). Das fanden wir wirklich günstig.

Sightseeing in New York – die Standards

Da Matthias vorher noch nie in New York gewesen war, wollten wir einige der Touristenstandards abklappern. Schließlich kennt fast jeder so viele Fotos von New York, hat diverse Filme gesehen, die in New York spielen und das mussten wir dann eben mit dem Original abgleichen.

Die Freiheitsstatue

Vermutlich das Wahrzeichen von New York und damit auch für uns auf der langen To Do Liste der abzuklappernden Sehenswürdigkeiten. Glücklicherweise buchte Matthias uns spontan am Morgen online noch Tickets, denn die Schlange am frühen Nachmittag war unfassbar lang. Drei Stunden hätten wir ohne Reservierung hier warten müssen. Auch so standen wir eine ganze Weile an und mussten durch einen ausführlichen Securtiy Check bevor wir die Fähre nach Liberty Island betreten konnten.

New York Freiheitsstatue vom Boot aus

Auf der Insel selbst statteten wir uns zunächst mit den im Ticket inbegriffenen Audio Guides aus und hörten uns einiges zur Freiheitsstatue an. Als die 22 Stockwerke hohe Statue 1886 aufgestellt wurde, waren die höchsten Gebäude in Manhattan nur 5-stöckig. Kaum vorzustellen bei der heutigen Skyline. Danach ging für uns in die Statue, da wir Pedestal Tickets gekauft hatten. Mit diesen kann man bis zum Fuß der Statue hochgehen und einen Einblick ins Innere bekommen. Diese Tickets sind limitiert und können nur vor Betreten von Liberty Island gekauft werden. Es ist auch möglich, bis zur Krone der Freiheitsstatue aufzusteigen, allerdings sind diese Tickets oft Monate im Voraus schon ausgebucht. Wenn du also nicht so spontan reist wie wir, dann kannst du dir hier einen mega Ausblick organisieren.

New York Freiheitsstatue mit Skyline New York

Wir umrundeten die Freiheitsstatue schließlich noch einmal gemeinsam mit den Hundertschaften von Touristen auf der Insel, wichen zahlreichen Selfiesticks aus und gelangten sicher wieder auf die Fähre um nach Manhattan zurückzufahren. Die Tickets hatten uns 18,50 US$ pro Person gekostet und wir fanden den Preis auch völlig in Ordnung. Die Fähren legen am Battery Park ganz im Süden Manhattans ab und dort können die Tickets auch gekauft werden.

Die Brooklyn Bridge

New York Brooklyn Bridge

Die älteste Brücke der Stadt wurde 1883 errichtet und verbindet die Stadtteile Brooklyn und Manhattan miteinander. Die Brücke macht optisch einiges her und der Ausblick auf die Skyline von Manhattan ist fantastisch. Wir fuhren mit der Subway nach Brooklyn zur High Station, die direkt bei der Brücke liegt. Von hier liefen wir die knapp zwei Kilometer über die Brücke und blieben alle paar Meter stehen um die Aussicht zu genießen. Wahnsinn!!

New York Brooklyn Bridge Paar

Das Museum of Modern Art

Eines der berühmtesten Museen weltweit schaffte es auch, uns Kunstbanausen anzulocken und mit seinen Ausstellungsstücken zu beeindrucken. Wir staunten über Skulpturen, Bilder und Inszenierungen und fragten uns das ein oder andere Mal, ob das Kunst ist oder jemand da einfach was liegen gelassen hat ;) Die vielen großzügigen Galerien beherbergen nicht nur aktuelle Ausstellungen sondern auch grandiose Werke von Künstlern wie Matisse, Monet oder Picasso.

New York Museum of Modern Arts

Spartipp: Normalerweise musst du 25 US$ Eintritt für das Museum zahlen. Aber jeden Freitag zwischen 16 und 20 Uhr kannst du das MoMa kostenlos besichtigen! Da wirst du natürlich nicht alleine sein, ist ja klar. Bei uns war es ordentlich voll. Wir waren aber dem Rat der Website folgend erst kurz vor 18 Uhr eingetroffen und mussten dadurch nicht anstehen, um hineinzukommen, sondern konnten direkt hineingehen.

Der Central Park

Diesen riesigen Grünstreifen inmitten von Manhattan kennen wir aus so vielen guten Filmen (z.B. Kevin allein in New York, Friendship), dass wir ihn natürlich auch mit eigenen Augen sehen mussten. Der Park erstreckt sich über 50 Blocks, hat mehrere Seen und ist erstaunlich ruhig. Wir schlenderten einmal quer durch, beobachteten ein Softballspiel auf dem großen Lawn und umrundeten die Seen im Park und versuchten, den Joggern nicht im Weg zu stehen.

New York Central Park

Times Square

Als wir aus der Subway Station am Times Square ausstiegen, fragte mich Matthias: „Und was ist jetzt das Besondere an diesem Platz?“ Nur wenige Minuten später lief er mit offenem Mund durch die Flut an Großleinwänden und rempelte immer wieder andere Passanten an, weil er den Blick nur nach oben hielt. Es ist schwer zu beschreiben, was dort zu sehen ist. Die Flut an blinkender Werbung, die riesigen Gebäude und die Massen an Menschen, die sich all das ansehen. Wir haben vor lauter Staunen und Rempeln leider vergessen, Fotos zu machen. Schoko-Tipp: Es gibt einen M&M-Store mit riesiger M&M-Zapfanlage, die sogar Zartbitter-Varianten bereit hält. Wir haben uns hier eingedeckt mit Snacks für den …

… Blick vom Top of the Rocks

Wer in New York ist, der muss auf jeden Fall auf einen der Wolkenkratzer gehen um sich die Ausmaße der Stadt von oben ansehen zu können. Da Franzi den Blick vom Empire State Building schon kannte und die Tickets mit 54$ pro Person noch mal deutlich teurer waren, entschieden wir uns für das Rockefeller Center. Hier erstanden wir für 34$ pro Person Tickets für die Aussichtsplattform Top of the Rocks in der 62. Etage.

New York Blick auf Empire State Building und die Stadt von oben

Wir waren kurz nach 17 Uhr oben, weil wir dachten, dass die Sonne gegen 19 Uhr untergehen würde. Das stellte sich als Irrtum heraus, da wir nun mal mitten im Sommer da waren (August) und die Sonne erst gegen 20 Uhr verschwand. Also genossen wir über 3,5 Stunden den 360° Blick über Manhattan und die Bezirke drum herum.

Wir hatten eine wirklich ausgezeichnete Sicht und konnten selbst die Freiheitsstatue in der Ferne gut erkennen. Auf der obersten Aussichtsplattform gibt es nicht einmal mehr Glas um einen herum, sodass wir tolle Fotos schießen konnten. Je später es wurde, desto voller und dichter wurde das Gedränge. Wir hatten uns aber vorne platziert und konnten somit das Farbspiel und den Sonnenuntergang hindernisfrei bestaunen.

New York Blick vom Top of the Rocks abends

Das One World Trade Center

Hier, wo bis 2001 noch das World Trade Center stand, wurde das höchste Gebäude der USA errichtet, das auch von Nahem beeindruckt. Steht man unten vor dem One World Trade Center und schaut nach oben, hat man den Eindruck, es würde in den Himmel wachsen.

Davor sind auf den Grundflächen des ehemaligen World Trade Centers Gedenkstätten in Form von Wasserfällen errichtet, in denen die Namen der Opfer des Anschlags verewigt wurden. Verstörend fanden wir an diesem Ort die vielen Menschen, die fröhlich in Richtung ihrer Selfiesticks grinsten um sich im besten Winkel abzulichten.

New York World Trade Center Denkmal

Auch um das One World Trade Center herum sind inzwischen eine Vielzahl neuer Gebäude entstanden, zu denen auch ein Museum zu den Ereignissen des 11. September 2001 gehört. Wir haben uns aufgrund der Wartezeit und des Eintrittspreises (24$) gegen den Besuch entschieden. Sehr beeindruckt waren wir vom Oculus, Shopping Center und Verkehrsknotenpunkt in einem. Das futuristische Gebäude mit freischwebenden Rolltreppen und dem vielen Licht ist definitiv einen Besuch wert.

New York Oculus

Sightseeing in New York – abseits der ausgetrampelten Pfade

Neben den Top-Attraktionen, die vermutlich bei jedem Touristen auf dem Plan stehen, gibt es auch einiges zu entdecken, das vielleicht nicht jeder auf dem Zettel hat, sich aber sehr lohnt. Wir müssen hier auch noch einmal erwähnen, dass unser Gastgeber Kevan uns tausend Tipps mehr gegeben hat, wir diese nur einfach nicht alle in die Tage packen konnten.

Chelsea Market

Dieser Foodmarkt hat mit der alten Fabrikhalle nicht nur eine tolle Location, er bietet auch für jeden etwas! Matthias hat als Erstes eine Berliner Currywurst verköstigt und als gut befunden.

New York Chelsea Market

Sonst findet man vom Sushi, über Crêpes, Burger bis hin zur leckeren italienischen Pizza einfach alles. Wir waren an einem Sonntag hier und es war supervoll! Die Leute quetschten sich durch die Gänge und immer mal wieder mussten wir anstehen. Einziger Nachteil sind unserer Meinung nach die wenig bis fast gar nicht vorhandenen Sitzplätze.

Highline Park

Auf einer stillgelegten Bahnstrecke inmitten der New Yorker Hochhäuser befindet sich der Highline Park. Zwischen der West 34th Street und West 12th Street kannst du hier auf einem toll angelegten Weg spazieren und immer wieder schöne Blicke auf New York erhaschen. Das Besondere dabei: du läufst etwas erhöht (High Line) und erlebst die Stadt noch einmal ganz anders.

New York High Line Park

Zudem gibt es immer wieder Bänke, überall sind Wiesen und Blumenbeete angelegt und dadurch kannst du angenehme Pausen einlegen und das Treiben um dich herum beobachten. Die High Line war früher zum Warentransport genutzt worden aber mit Zunahme der Bürojobs und Abnahme von Produktionsgebäuden in Manhattan irgendwann überflüssig geworden. Wir finden, dass das wirklich eine einzigartig tolle Weise ist, diese Infrastruktur zu nutzen! Und anscheinend nicht nur wir, denn hier waren richtig viele Leute unterwegs.

Greenwich Village

Dieses Stadtviertel südlich vom Central Park beherbergt die New York University, viele Cafés und es spielen immer irgendwo Straßenmusiker. Die Atmosphäre ist total entspannt und auf einem Spaziergang durch das Village kannst du vieles entdecken.

Wir starteten unsere Tour im Washington Square Park, in dem an jeder Ecke Musiker für tolle Unterhaltung sorgen. Als wir durch die schönen Straßen von Greenwich Village schlenderten, entdeckten wir auch das Spiele-Café The Uncommons, das uns sofort überzeugte. Hier kann man für 5$ unbegrenzt Brettspiele spielen und die Auswahl im Café ist wirklich beeindruckend.

New York Greenwich Village The Uncommons

Wir kamen mit einem deutschen Mitarbeiter ins Gespräch, der uns erzählte, dass das Café richtig gut angenommen werde und für die Abende oft eine Warteliste geführt werde, weil der Andrang so groß sei. Daher sei eine Reservierung für den Abend für Gruppen ab 5 Leuten empfehlenswert. Und weil der Laden so gut läuft, wird ab September ein weiterer in der Upper West Side mit dem Namen Hex & Co eröffnet. Wir waren von dem Konzept sehr begeistert und hätten hier gerne eine Partie gespielt, aber New York wollte ja noch weiter erkundet werden.

See you, New York!

Auch wenn unsere Tage in New York gut gefüllt waren und wir einiges gesehen haben, so konnten wir umso mehr nicht sehen. Die Stadt und auch die Bezirke rund um Manhattan haben so viel zu bieten, dass wir sicher noch einmal wiederkommen und weitere Ecken erkunden werden.

Für Franzi war es ein Nach-Hause-Kommen nach 10 Jahren, für Matthias war es das erste Mal, dass er die Ostküste der USA besuchen würde. Für uns beide war es eine wirklich tolle Zeit in dieser vielfältigen und so schönen Stadt. In Boston haben wir uns (wieder) unheimlich wohl gefühlt und die Sommertage in vollen Zügen genossen.

Boston Blick von Cambridge

Unsere Unterkunft in Boston

.. war ein absoluter Glücksfall! Im Oktober letztes Jahr hatten wir in Nepal auf der Wanderung im Himalaya Deana und Michael kennengelernt und waren mit ihnen zusammen acht Tage lang den Annapurna Circuit gewandert. Zehn Monate später konnten wir nun bei ihnen übernachten und hatten die bequemste Unterkunft der gesamten Reise – und das zum Freundschaftspreis von einem Essen. Wir sind in South Boston untergekommen und waren innerhalb weniger Minuten mit der T direkt im Zentrum der Stadt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Boston

Boston ist eine der wenigen Großstädte in den USA, die wirklich gut zu Fuß erkundet werden kann. Außerdem gibt es hier ein tolll ausgebautes Nahverkehrssystem – die sogenannte T. Auf fünf verschiedenen Linien wird man (zumeist unter der Erde) kreuz und quer durch die Stadt befördert. Das System ist einfach und praktisch. Eine Einzelfahrt kostet 2,75$ und ist beliebig lang. Wir haben uns ein 7-Tages-Ticket gekauft, das nur 21,25$ kostet und sich damit auch schon für vier oder fünf Tage lohnt. Zudem gilt das Ticket nicht nur für die T sondern auch alle Busse in der Stadt.

Wenn du (so wie wir) in Boston am Flughafen ankommst, kannst du kostenlos mit der Silver Line der T in die Stadt fahren. Die Busse haben extra Gepäckfächer für Koffer und Rucksäcke und sind eine tolle Möglichkeit, einen Haufen Geld für ein Taxi zu sparen.

Sightseeing Highlights in Boston

In unseren sechs Tagen in der Stadt waren wir oft von morgens bis abends unterwegs und haben bei Sonnenschein die vielen schönen Ecken der Stadt erkundet. Und dennoch hätten wir uns noch so viel mehr ansehen können.

Rundblick vom Prudential Center Skywalk

In der 50. Etage des Prudential Center befindet sich der Skywalk, der einen 360° Rundblick auf die Stadt bietet. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 19$ und beinhaltet einen Audio Guide, der einem erklärt, welche Gebäude man da um sich herum so sieht. Der Ausblick ist wirklich fantastisch und die Informationen dazu interessant. Wir finden, dass man dadurch einen tollen Überblick über die Stadt bekommt und können dir nur empfehlen, das zu Beginn deines Aufenthalts in Boston zu machen.

Boston Blick vom Prudential Center

Die nette Ticketverkäuferin gab uns auch den Tipp, dass wir am Abend mit dem gleichen Ticket noch einmal wiederkommen könnten um die beleuchtete Skyline zu sehen. Tipp: Das Ticket muss dafür einmal abgestempelt werden. Das haben wir direkt umgesetzt und sind kurz vor der letzten Fahrstuhlfahrt (21.30 Uhr) noch einmal in die Höhe gefahren um die beleuchtete Innenstadt Bostons zu sehen.

Boston Blick vom Prudential Center nachts

Eine Schifffahrt durch den Hafen Bostons

Mehrfach täglich legen am Long Wharf (beim Boston Aquarium) die Schiffe für die 90-minütige Hafenrundfahrt ab. Während der Fahrt bekamen wir viele interessante Details zur Stadt erzählt, konnten die kleinen Inseln im äußeren Hafen sehen und die Boston Skyline vom Wasser aus betrachten. Wir waren überrascht, wie gut uns diese Rundfahrt gefallen hat. Wir haben uns sehr spontan dazu entschieden (an einem sonnigen Sonntag) und es war kein Problem, bei Boston Harbor Cruises noch Tickets (29$ pro Person) zu bekommen.

Boston Skyline vom Schiff

Entspannung im Boston Common und Public Garden

Inmitten der Innenstadt erstreckt sich unendlich viel Grün im Boston Common. Bei schönem Wetter werden die Wiesen von Sonnenanbetern erobert, der große Spielplatz am Frog Pond von den Kindern gestürmt und das Wasser für eine kleine Abkühlung genutzt. Nebenbei laufen hier so viele Eichhörnchen rum, dass du Stunden damit verbringen kannst, die niedlichen Tierchen zu beobachten.

Boston Public Garden

Nur durch eine Straße vom Boston Common getrennt, liegt der Public Garden mit seinem See in der Mitte. Dieser wird von kleinen Booten befahren. Genauso schön ist es aber, sich am Ufer in die Wiese zu legen, den Enten und Gänsen zuzusehen, der Musik im Hintergrund zu lauschen und diese grüne Oase im Herzen Bostons zu genießen.

Wissenschaft zum Anfassen im Museum of Science

Am Charles River im Norden liegt eines der spannendsten Museen der Stadt. Das Museum of Science bietet für Kleine und Große ganz viel Interessantes und das auf eine so interaktive Art und Weise, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Überall wird man aufgefordert, kleine Experimente auszuprobieren und kann viele Naturphänomene hautnah erleben. Als Matthias dann noch die Dinosaurierknochen in Originalgröße entdeckte, war er vollends begeistert.

Boston Museum of Science Dinosaurier

Im Museum kannst du locker einen ganzen Tag verbringen, solltest aber mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wir haben uns die Lightning Show im Electricity Theater angesehen, bei der live Blitze erzeugt werden und viel zur Elektrizität erzählt wird. Das war schon sehr beeindruckend!

Boston Museum of Science Lightning Show

In der Ausstellung zum menschlichen Körper kann man an zehn verschiedenen Stationen Informationen über sich selbst sammeln (z.B. Wie effektiv läufst du?), die man selbst am Computer einsehen kann. Wir fanden das sehr faszinierend und haben uns immer wieder in die Schlangen zwischen die Kinder gestellt. Das Museum of Science ist ein wirklich außergewöhnliches Museum, da jede Ausstellung dafür ausgelegt ist, den Besucher einzubeziehen. Den Eintritt von 25$ für einen Erwachsenen fanden wir völlig angemessen.

Im Fenway Park ein Baseballspiel der Red Sox schauen

Boston ist bekannt für seine Sportteams und in allen wichtigen Ligen vertreten. Der älteste Ballpark der USA liegt nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt und beherbergt die Spiele der Boston Red Sox. Im Stadion werden Fenway Franks (Hot Dogs), Pommes und jede Menge Bier verkauft. Das alles natürlich zu saftigen Preisen (Bier 10$). Die Stimmung im Stadion ist wirklich klasse und wird durch Aktionen wie ein Dance Off in der Spielpause und Ähnliches getragen. Da wird das Baseballspiel fast zur Nebensache ;) Wir konnten kurzfristig über stubhub noch Tickets für ein Spiel an einem Samstagabend bekommen, haben zwei Homeruns und einen Sieg der Red Sox gesehen. Perfekt gelaufen!

Boston Fenway Park

Im Boston Aquarium Pinguine, Fische und Seelöwen bestaunen

Im ehemals größten Fischtank der Welt tummeln sich so viele Meeresbewohner, dass wir ständig unsere Nase an der Scheibe platt drückten um auch nichts zu verpassen. Dort schwammen riesige Fische, Hammerhaie und große Schildkröten direkt neben uns vorbei. Der Tank ist in der Mitte des Aquariums platziert und Besucher können sich über vier Etagen ganz hoch arbeiten.

Boston Aquarium

Aber auch die anderen Aquarien und Ausstellungen bieten faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt. Es gibt sogar einen Octopus, ein Tier das wir bisher noch nie gesehen hatten. Matthias konnte nach seinen Tauchgängen in Nicaragua sogar einige Fische wiedererkennen. Es war aber auch ein bisschen schräg, die Tiere hier eingesperrt zu sehen, wo wir in Nicaragua eben bei unseren Tauch- und Schnorchelerlebnissen die Fische noch in ihrem eigentlichen Lebensraum betrachtet hatten. Wir haben entschieden, dass wir das deutlich lieber mögen. Dennoch ist das Boston Aquarium sehr sehenswert, wenn auch mit einem Eintrittspreis von 28$ für Erwachsene nicht günstig.

Quincy Market und Faneuil Hall

Auf diesem großen Marktplatz steppt der Bär… oder es tanzt die Hip Hop Truppe aus New York. Hier ist immer was los und die Menschen strömen nur so an einem vorbei. Der Quincy Market ist eine Art riesiger Foodcourt, in dem es alles nur Erdenkliche zu essen gibt. Wir haben uns hier an mehreren Tagen eine Clam Chowder geteilt, für die Boston berühmt ist. Dabei handelt es sich um eine Muschelsuppe, die am besten in der Brotschüssel (ein Brotlaib in Schüsselform) gegessen wird. Das ist echt lecker und macht richtig satt.

Boston Clam Chowder

Aber auch um den Quincy Market herum gibt es viele Läden, sodass die Gegend für einen Einkaufsbummel optimal ist. Am einen Ende steht mit der Faneuil Hall zudem auch ein wichtiges historisches Gebäude, das 1742 errichtet wurde. Dieses Marktgebäude wurde in den Jahren vor der Boston Tea Party für Protestaktionen und Zusammenkünfte genutzt.

MIT und Harvard

Auf der anderen Seite des Charles River befindet sich Cambridge mit den berühmten Universitäten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Harvard. Beide Unis haben zahlreiche Nobelpreisträger hervorgebracht, zählen zu den Elite-Unis der USA und sind weltweit bekannt. Wir schlenderten über den Campus vom MIT, waren architektonisch aber mehr von den Backsteingebäuden Harvards angetan.

Boston MIT

Noch einmal schwelgten wir in unserer Unizeit, dem Göttinger Campus, der Z-Mensa und den vielen damit verbundenen Erlebnissen. Ob die Studenten hier ein ähnliches Unileben führen?

Sonnen an der Esplanade

Das Ufer des Charles River auf der Höhe des Back Bay Viertels und des Boston Common wird Esplanade genannt. Hier sonnten wir uns auf einem Steg, genossen den Blick auf Cambridge und die Segelboote auf dem Fluss. Die Strecke ist beliebt bei Joggern und viele bringen ihre Hängematte mit und entspannen zwischen den Bäumen. So richtig voll wird es hier am 4. Juli, dem Nationalfeiertag, weil auf dem Fluss das große Feuerwerk zu sehen ist und in der Hatch Shell (einer Open Air Konzertmuschel) das Boston Pops Orchester spielt. Im Sommer gibt es hier viele Veranstaltungen und einige sogar kostenlos.

Boston Esplanade

Back Bay und Newbury Street

Eines der teuersten Wohnviertel in Boston ist das sogenannte Back Bay mit seinen Backsteinhäusern im viktorianischen Stil. Hier kannst du endlos durch die Straßen schlendern und findest an jeder Ecke ein neues Fotomotiv, das du unbedingt festhalten musst. Die bekannteste Straße in Back Bay ist die Newbury Street mit ihren schönen Boutiquen, edlen Restaurants und kleinen Läden zum Stöbern. Für unser Budget leider eine Ecke zu teuer, aber Gucken kostet ja nix.

Boston Back Bay Newbury Street

Den Harbor Walk entlang spazieren

Vorbei an Piers und immer den Bostoner Hafen im Blick liefen wir den Harbor Walk entlang. Insgesamt geht dieser über eine Strecke von 70 Kilometern bis hin zum Neponset River. Wir sind zur South Station gefahren und von dort den Weg bis zum Aquarium spaziert, das waren vermutlich eher ein bis zwei Kilometer ;) Die blauen Zeichen helfen zur Orientierung und zwischendurch stehen immer wieder Informationstafeln mit Hinweisen zur Geschichte des Hafens oder der Stadt. Ein toller Spaziergang!

Boston Harbor Walk

Financial District und Rose Kennedy Greenway

Häufig sind die Finanzviertel in Großstädten wenig anschauliche Betonansammlungen. Anders in Boston! Auch hier stehen viele Wolkenkratzer herum um die ganzen Büros zu beherbergen. Aber inmitten der Wolkenkratzer finden sich immer wieder schöne historische Gebäude und der Rose Kennedy Greenway. Dieser längliche Park führt einmal quer durch den Financial District und lädt zum Ausruhen auf der Wiese ein. Vor 15 Jahren ging an dieser Stelle noch ein riesiger, hässlicher Highway quer durch die Stadt. Im Rahmen eines finanziellen Mega-Projektes (The Big Dig) wurde der Highway unter die Erde verlegt und an seiner Stelle kannst du heute im Rose Kennedy Greenway entspannt durch Grün schlendern und die Blicke auf die Stadt genießen.

Boston Financial District Rose Kennedy Greenway

Der Freedom Trail

Während wir die ersten Tage oft eher ziellos durch Boston geschlendert waren, folgten wir an unserem letzten Tag dem sogenannten Freedom Trail. Dieser führt an 16 bedeutenden historischen Gebäuden und Plätzen vorbei und verbindet diese in Form einer roten Linie auf dem Boden. Während dieses ungefähr vier Kilometer langen Spaziergangs lernten wir einige historische Fakten zur Gründung der Vereinigten Staaten und der großen Bedeutung von Boston dabei.

Boston Common State House

Der Spaziergang selbst ist kostenlos und einige der Gebäude konnten wir ebenfalls kostenlos besichtigen. Es gibt aber auch Museen, in denen ein Eintritt zwischen 2 und 8$ fällig wird. Startpunkt des Freedom Trail ist der Boston Common, zu dem man am einfachsten mit der T kommt und an der Station Park Street aussteigt.

Geld sparen mit dem Boston City Pass

Reisen in den USA ist teuer und das vor allem, wenn du dir viel ansehen möchtest. In Boston kannst du mit dem Boston City Pass richtig Geld sparen. Als Erwachsener zahlst du 56$ und kannst vier Top-Sehenswürdigkeiten besichtigen, für die du sonst deutlich mehr Eintritt zahlen müsstest. Enthalten im Pass sind:

  • Eintritt für Prudential Center Skywalk (sonst 19$)
  • Eintritt für das Boston Aquarium (sonst 28$)
  • Eintritt für das Museum of Science (sonst 25$)
  • Boston Harbor Cruise (sonst 29$) ODER Harvard Museum of Natural History (sonst 12$)

Der Pass kann online gekauft werden, aber auch an jeder der Attraktionen, die im Pass enthalten sind. Ein weiterer Vorteil, der in der Hauptreisezeit nicht zu vernachlässigen ist: du brauchst nicht anzustehen. Entweder kannst du direkt das Ticket im City Pass verwenden oder es gibt eine extra (und deswegen extra kurze) Warteschlange für die Inhaber des Boston City Pass. Wir haben durch den City Pass jeder 45$ gespart. Der Pass ist an neun aufeinanderfolgenden Tagen gültig und bietet damit genügend Zeit, sich alles in Ruhe anzusehen.

So viel erlebt in Boston

Während wir sonst eher in gemütlichem Tempo reisen und am Tag vielleicht eine Aktivität unternehmen, haben wir in Boston genau das Gegenteil gemacht. Zu kostbar schien es uns, Zeit für Video schneiden, Blogbeitrag schreiben oder Reiseplanung zu vergeuden. Wir haben die Stadt von allen Ecken aus gesehen und auch Franzi hat noch mal viel Neues entdecken können. Allerdings waren wir am Ende der Woche dann auch ziemlich platt! Doch Ausruhen stand erst Mal noch nicht auf dem Plan, denn als nächstes haben wir New York City erobert!