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Wir waren ja schon in Amman völlig vom Hocker als wir dort die Ruinen besucht hatten. Du hast keine Vorstellung, wie weit unsere Münder offen standen als wir in Jerash ankamen und uns diese vielen Bauten und Plätze förmlich zuriefen: Ja, es ist verdammt groß hier! Die Tempel, Bäder, Stadien und Säulen sind teilweise so gut erhalten oder restauriert worden, dass das Leben vor so vielen hunderten von Jahren zum Greifen nah wirkt. Ganz zurecht zählt Jerash zu den Top Sehenswürdigkeiten Jordaniens!

Von Amman nach Jerash

Jerash liegt nur 50 Kilometer nördlich von Amman und ist mit dem Auto gut erreichbar. Wir sind eine Stunde gefahren und konnten dann direkt beim Besucherparkplatz parken. Es fahren auch regelmäßig Busse von Amman nach Jerash und zurück. Alternativ kannst du die Fahrt mit einem Taxi machen und den Fahrer für den ganzen Tag bezahlen.

Jerash Sehenswürdigkeiten: von Ruine zu Ruine

Schon im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung soll Jerash bewohnt worden sein. So richtig an Bedeutung gewann es aber erst im 1. Jahrhundert als die Römer immer weiter expandierten. Jerash etablierte sich als Handelsstadt und kam so zu einigem Reichtum. Das erklärt auch, weshalb hier so viele pompöse Gebäude errichtet wurden. Ein Großteil der Bevölkerung ist 747 bei einem Erdbeben ums Leben gekommen und damit nahm die Besiedlung von Jerash wieder ab. Bis ins 18. Jahrhundert soll die Stadt nicht mehr bewohnt gewesen sein.

Hadriansbogen

Der Zugang vom Besucherparkplatz führt dich zunächst durch eine Art Basar, auf dem du alle möglichen Souvenirs kaufen kannst. Wir sind hier schnurstracks dran vorbeigelaufen, denn wir hatten schon aus dem Auto das riesige Eingangstor gesehen. Der sogenannte Hadriansbogen gibt dir schon mal einen guten Vorgeschmack davon, was dich bei den Ruinen von Jerash erwartet.

Der Bogen ist 21 Meter hoch und wurde damals zu Ehren von Kaiser Hadrian gebaut. Das Ziel, Besucher zu beeindrucken, wurde bei uns auf jeden Fall erreicht.

Hippodrom

Diese Sportstätte fasste einmal 15.000 Zuschauer! Von den Rängen aus konnten sie Rennen von Karrenwagen und andere Sportwettkämpfe beobachten. Eigentlich soll hier zwei Mal täglich eine Show stattfinden, bei der die damaligen Kämpfe nachgespielt werden. Wir haben die entweder verpasst oder sie sind wegen Ramadan ausgefallen.

Forum

Folgst du dem Weg durch das Südtor und entlang der Überreste von Marktgebäuden, erreichst du das Forum. Dieser riesige, von Säulen eingerahmte Platz ist in seiner Form total unüblich. Eigentlich haben die Römer nämlich ihr Forum immer symmetrisch gebaut, das in Jerash ist aber oval. Angeblich hat man die Form so gewählt, um den Zeus Tempel über das Forum mit der Hauptstraße (Cardo Maximus) zu verbinden. Spektakulär sieht es allemal aus mit den 56 Säulen drumherum. Wir fanden die Sicht vom Zeustempel und dem Theater am besten.

Zeus Tempel

Die Kellergewölbe vom Zeus Tempel sind heute zu einem kleinen Museum umfunktioniert worden. In dem Museum bekommst du neben einer ordentlichen Abkühlung auch einen Blick auf ein Modell des Zeus Tempel. Wir konnten uns dadurch gut vorstellen, wie es früher ausgesehen hatte.

Der obere Teil des Tempels wurde aufwändig restauriert. Davor liegen sehr fotogen abgebrochene Säulenteile, die wir für eine kleine Fotopause genutzt haben. Wir sind zwischen den Überresten herumgeklettert und haben die Sicht vom Tempel auf das Forum und die Kolonnadenstraße bewundert.

Theater

Der höchste Punkt in Jerash sind die Zuschauerränge des Theaters. Früher wurden hier die Menschen durch Sänger und Schausteller bespaßt, heute diente es uns als Ausguck über das gesamte Gelände. Wir sind die Ränge hochgeklettert um bis zum Nordtor schauen zu können.

Artemis Tempel

Läufst du vom Theater aus in Richtung des Nordtores, wirst du am Artemis Tempel vorbeikommen. Zwischen 150 und 170 erbaut zu Ehren von Artemis, Zeus‘ Tochter, wurde er leider im vierten Jahrhundert auseinandergenommen wegen seiner hochwertigen Materialien. Der Tempel war einmal überzogen mit Marmor und Statuen von Artemis füllten die Nischen. Heute stehen immerhin noch 11 der ursprünglich 12 korinthischen Säulen und der Tempel wirkt auch ohne Marmor pompös.

Besonders beeindruckend wirkt der Tempel wenn du von der Kolonnadenstraße die Treppen zu ihm hochsteigst. So läufst du nämlich durch das sogenannte Propylaeum durch, ein riesiges Tor, das den Eingang zum Artemis Tempel markiert.

Cardo Maxismus: die Kolonnadenstraße

Die Kolonnadenstraße verbindet das Nordtor mit dem Forum über eine Länge von 800 Metern. Sie wurde von 500 Säulen eingerahmt, die allerdings heute nicht mehr alle stehen. Die meisten der Säulen wurden in den 60er Jahren restauriert. Die unebenen Pflastersteine sind wohl noch im Originalzustand und bieten jede Menge Stolperfallen wenn du den Blick auf die beeindruckenden Säulen neben dir oder die Tempelruinen in der Nähe richtest.

Auf dem Gelände findest du noch viel mehr Tempel, Kirchen, Bäder und Theater. Wir haben nach 3 Stunden bei über 30°C irgendwann aufgegeben, weil wir platt waren.

Tipps für deinen Ausflug nach Jerash

Wir haben uns viel Zeit zum Erkunden des großen Geländes gelassen und waren insgesamt drei Stunden vor Ort. Auch wenn du das Ganze schneller machst, bist du bestimmt 1,5 bis 2 Stunden in Jerash.

  • Pack dir genügend Wasser ein. Wir hatten schon nach kurzer Zeit nichts mehr zu trinken und das bei 35°C im Schatten! Es gibt nur einen Verkäufer, der auf dem Gelände (am Nordtor) Wasser verkauft.
  • Wenn du das Gelände möglichst ohne Touristengruppen erkunden möchtest, solltest du entweder früh hier sein (vor 10 Uhr) oder am späten Nachmittag kommen. Wir waren zwischen 11 und 15 Uhr hier und haben einige Gruppen getroffen. Allerdings verläuft es sich auf dem Gelände auch gut.
  • Du kannst deinen Tagesausflug nach Jerash gut mit einem Abstecher zum Ajloun Castle und dem Ajloun Forest Reserve verbinden. Beides liegt nur 20 Fahrminuten von Jerash entfernt.
  • Die Übernachtungsmöglichkeiten in Jerash sind eher begrenzt. Im nahe gelegenen Ajloun hast du etwas Auswahl, wobei der Standard hier auch nicht allzu hoch ist. Wir haben im Ajloun Hotel* übernachtet.
  • Das Lebanese House soll eines der besten Restaurants Jordaniens sein und befindet sich in Jerash. Wir haben es dort tagsüber wegen Ramadan gar nicht probiert. Vielleicht schaffst du es ja, ein Essen im Lebanese House mit der Besichtigung der Ruinen von Jerash zu verbinden.

Unser Jerash Vlog

An besten guckst du dir das Ganze nochmal in bewegten Bildern an. Viel Spaß!


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Dana Sonnenuntergang
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Reisen während Ramadan: Unsere Erfahrungen in Jordanien

Bei Reisen in muslimische Länder, kann es dir passieren, dass du während des Ramadan reist. Wir verraten dir, was du beachten solltest und was anders ist.
Wadi Mujib Selfie
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Wadi Mujib: Canyoning Abenteuer in Jordanien

Wir stürzen uns in die Fluten des Wadi Mujib Canyons und chillen am Toten Meer in einem Chalet. Alle wichtigen Informationen für dein Jordanien Abenteuer!

Wir waren ja schon in Amman völlig vom Hocker als wir dort die Ruinen besucht hatten. Du hast keine Vorstellung, wie weit unsere Münder offen standen als wir in Jerash ankamen und uns diese vielen Bauten und Plätze förmlich zuriefen: Ja, es ist verdammt groß hier! Die Tempel, Bäder, Stadien und Säulen sind teilweise so gut erhalten oder restauriert worden, dass das Leben vor so vielen hunderten von Jahren zum Greifen nah wirkt. Ganz zurecht zählt Jerash zu den Top Sehenswürdigkeiten Jordaniens!



Von Amman nach Jerash

Jerash liegt nur 50 Kilometer nördlich von Amman und ist mit dem Auto gut erreichbar. Wir sind eine Stunde gefahren und konnten dann direkt beim Besucherparkplatz parken. Es fahren auch regelmäßig Busse von Amman nach Jerash und zurück. Alternativ kannst du die Fahrt mit einem Taxi machen und den Fahrer für den ganzen Tag bezahlen.

Jerash Sehenswürdigkeiten: von Ruine zu Ruine

Schon im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung soll Jerash bewohnt worden sein. So richtig an Bedeutung gewann es aber erst im 1. Jahrhundert als die Römer immer weiter expandierten. Jerash etablierte sich als Handelsstadt und kam so zu einigem Reichtum. Das erklärt auch, weshalb hier so viele pompöse Gebäude errichtet wurden. Ein Großteil der Bevölkerung ist 747 bei einem Erdbeben ums Leben gekommen und damit nahm die Besiedlung von Jerash wieder ab. Bis ins 18. Jahrhundert soll die Stadt nicht mehr bewohnt gewesen sein.



Hadriansbogen

Der Zugang vom Besucherparkplatz führt dich zunächst durch eine Art Basar, auf dem du alle möglichen Souvenirs kaufen kannst. Wir sind hier schnurstracks dran vorbeigelaufen, denn wir hatten schon aus dem Auto das riesige Eingangstor gesehen. Der sogenannte Hadriansbogen gibt dir schon mal einen guten Vorgeschmack davon, was dich bei den Ruinen von Jerash erwartet.



Der Bogen ist 21 Meter hoch und wurde damals zu Ehren von Kaiser Hadrian gebaut. Das Ziel, Besucher zu beeindrucken, wurde bei uns auf jeden Fall erreicht.

Hippodrom

Diese Sportstätte fasste einmal 15.000 Zuschauer! Von den Rängen aus konnten sie Rennen von Karrenwagen und andere Sportwettkämpfe beobachten. Eigentlich soll hier zwei Mal täglich eine Show stattfinden, bei der die damaligen Kämpfe nachgespielt werden. Wir haben die entweder verpasst oder sie sind wegen Ramadan ausgefallen.



Forum

Folgst du dem Weg durch das Südtor und entlang der Überreste von Marktgebäuden, erreichst du das Forum. Dieser riesige, von Säulen eingerahmte Platz ist in seiner Form total unüblich. Eigentlich haben die Römer nämlich ihr Forum immer symmetrisch gebaut, das in Jerash ist aber oval. Angeblich hat man die Form so gewählt, um den Zeus Tempel über das Forum mit der Hauptstraße (Cardo Maximus) zu verbinden. Spektakulär sieht es allemal aus mit den 56 Säulen drumherum. Wir fanden die Sicht vom Zeustempel und dem Theater am besten.



Zeus Tempel

Die Kellergewölbe vom Zeus Tempel sind heute zu einem kleinen Museum umfunktioniert worden. In dem Museum bekommst du neben einer ordentlichen Abkühlung auch einen Blick auf ein Modell des Zeus Tempel. Wir konnten uns dadurch gut vorstellen, wie es früher ausgesehen hatte.



Der obere Teil des Tempels wurde aufwändig restauriert. Davor liegen sehr fotogen abgebrochene Säulenteile, die wir für eine kleine Fotopause genutzt haben. Wir sind zwischen den Überresten herumgeklettert und haben die Sicht vom Tempel auf das Forum und die Kolonnadenstraße bewundert.

Theater

Der höchste Punkt in Jerash sind die Zuschauerränge des Theaters. Früher wurden hier die Menschen durch Sänger und Schausteller bespaßt, heute diente es uns als Ausguck über das gesamte Gelände. Wir sind die Ränge hochgeklettert um bis zum Nordtor schauen zu können.



Artemis Tempel

Läufst du vom Theater aus in Richtung des Nordtores, wirst du am Artemis Tempel vorbeikommen. Zwischen 150 und 170 erbaut zu Ehren von Artemis, Zeus‘ Tochter, wurde er leider im vierten Jahrhundert auseinandergenommen wegen seiner hochwertigen Materialien. Der Tempel war einmal überzogen mit Marmor und Statuen von Artemis füllten die Nischen. Heute stehen immerhin noch 11 der ursprünglich 12 korinthischen Säulen und der Tempel wirkt auch ohne Marmor pompös.



Besonders beeindruckend wirkt der Tempel wenn du von der Kolonnadenstraße die Treppen zu ihm hochsteigst. So läufst du nämlich durch das sogenannte Propylaeum durch, ein riesiges Tor, das den Eingang zum Artemis Tempel markiert.



Cardo Maxismus: die Kolonnadenstraße

Die Kolonnadenstraße verbindet das Nordtor mit dem Forum über eine Länge von 800 Metern. Sie wurde von 500 Säulen eingerahmt, die allerdings heute nicht mehr alle stehen. Die meisten der Säulen wurden in den 60er Jahren restauriert. Die unebenen Pflastersteine sind wohl noch im Originalzustand und bieten jede Menge Stolperfallen wenn du den Blick auf die beeindruckenden Säulen neben dir oder die Tempelruinen in der Nähe richtest.



Auf dem Gelände findest du noch viel mehr Tempel, Kirchen, Bäder und Theater. Wir haben nach 3 Stunden bei über 30°C irgendwann aufgegeben, weil wir platt waren.

Tipps für deinen Ausflug nach Jerash

Wir haben uns viel Zeit zum Erkunden des großen Geländes gelassen und waren insgesamt drei Stunden vor Ort. Auch wenn du das Ganze schneller machst, bist du bestimmt 1,5 bis 2 Stunden in Jerash.

  • Pack dir genügend Wasser ein. Wir hatten schon nach kurzer Zeit nichts mehr zu trinken und das bei 35°C im Schatten! Es gibt nur einen Verkäufer, der auf dem Gelände (am Nordtor) Wasser verkauft.
  • Wenn du das Gelände möglichst ohne Touristengruppen erkunden möchtest, solltest du entweder früh hier sein (vor 10 Uhr) oder am späten Nachmittag kommen. Wir waren zwischen 11 und 15 Uhr hier und haben einige Gruppen getroffen. Allerdings verläuft es sich auf dem Gelände auch gut.
  • Du kannst deinen Tagesausflug nach Jerash gut mit einem Abstecher zum Ajloun Castle und dem Ajloun Forest Reserve verbinden. Beides liegt nur 20 Fahrminuten von Jerash entfernt.
  • Die Übernachtungsmöglichkeiten in Jerash sind eher begrenzt. Im nahe gelegenen Ajloun hast du etwas Auswahl, wobei der Standard hier auch nicht allzu hoch ist. Wir haben im Ajloun Hotel* übernachtet.
  • Das Lebanese House soll eines der besten Restaurants Jordaniens sein und befindet sich in Jerash. Wir haben es dort tagsüber wegen Ramadan gar nicht probiert. Vielleicht schaffst du es ja, ein Essen im Lebanese House mit der Besichtigung der Ruinen von Jerash zu verbinden.

Unser Jerash Vlog

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Dana Sonnenuntergang
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Reisen während Ramadan: Unsere Erfahrungen in Jordanien

Bei Reisen in muslimische Länder, kann es dir passieren, dass du während des Ramadan reist. Wir verraten dir, was du beachten solltest und was anders ist.
Wadi Mujib Selfie
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Wadi Mujib: Canyoning Abenteuer in Jordanien

Wir stürzen uns in die Fluten des Wadi Mujib Canyons und chillen am Toten Meer in einem Chalet. Alle wichtigen Informationen für dein Jordanien Abenteuer!

Von Madaba aus führte uns unsere Jordanien Rundreise in die Hauptstadt. Amman empfing uns mit kuscheligen 35°C und einigen der am besten erhaltenen römischen Gebäuden der Welt. Welche Sehenswürdigkeiten du dir unbedingt ansehen solltest, wenn du in Amman bist? Hier erfährst du es.

Sehenswürdigkeiten in Amman

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Downtown Amman, sodass man diese gut zu Fuß erlaufen kann. Erschwerend kommt hier die Hügeligkeit der Stadt hinzu, denn fast keine Straße verläuft einfach mal ohne Steigung.



Das Römische Theater

Ziemlich zentral steht in Amman ein fast 2000 Jahre altes römisches Theater. Wir waren erst mal einfach sprachlos als wir es gesehen haben. Es ist riesig! In Zahlen ausgedrückt: hier passen 6000 Zuschauer hinein, es wurde im zweiten Jahrhundert errichtet und wird im Sommer auch heute noch regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Besucher können das Theater tagsüber erkunden (Eintritt 3JD) und von ganz oben einen super Blick auf die Stadt und die Zitadelle genießen.



Wir fanden den Blick auf das Römische Theater vom Forum aus fast noch besser, weil du es erst dann in seiner ganzen Größe erfassen kannst. Wir haben lange auf den Stufen gesessen, posiert und einen epischen Einlauf für unser Video aufgenommen.




Forum und Odeon

Vor dem Römischen Theater befindet sich das sogenannte Forum. Das war einmal einer der größten öffentlichen Plätze im Römischen Reich und wurde von imposanten Säulen eingerahmt. Bis heute sind nur einige wenige Säulen übrig geblieben, die an Ammans Blütezeit als Handelszentrum  erinnern. Der große Platz erwacht aber am Abend zum Leben! Wir haben hier gespannt junge Jordanier beim Shisha rauchen, Familien beim gemütlichen Tee und Kleinkünstler beobachtet.

Das Odeon ist wie eine kleine Ausführung des großen Theaters und wurde früher zur Darstellung von Kunst genutzt. Wir hatten es ganz für uns und waren überrascht, wie gut erhalten es noch ist. Von den oberen Rängen des Odeon kannst du auf das Römische Theater gucken und die Baukunst von damals bestaunen.



Die Zitadelle von Amman

Auf dem höchsten Hügel in Amman befindet sich die Zitadelle, eine seit der Bronzezeit bewohnte Festung. Die Ruinen und Gebäude aus der Römischen, Byzantinischen, und Umayyad-Zeit sind auch heute noch umschlossen von einer fast zwei Kilometer langen Steinmauer. Wir haben uns viel Zeit gelassen zum Erkunden und dabei immer wieder den Blick auf Amman genossen. Von hier oben hast du eine Panoramasicht vom Feinsten!



Der Herkulestempel

Unser Highlight in der Zitadelle waren die Überreste vom Herkulestempel. Die riesigen Säulen vor dem Panorama von Amman haben es uns einfach angetan. Vom Tempel selbst ist nicht mehr allzu viel übrig und das liegt daran, dass die Steine später dafür genutzt wurden, eine Kirche ganz in der Nähe zu bauen. Schade um den schönen Tempel!



Der Umayyad Palast

Nach den Römern hinterließen auch die Araber ihre Spuren auf der Zitadelle. Sie bauten den Umayyad Palast, der aus einer Vielzahl an Gebäuden besteht. Das größte Gebäude ist die Eingangshalle mit ihrer beeindruckenden Kuppel. Wir hielten die Halle anfangs selbst für den Palast. Später haben wir auf den Schildern gelesen, dass die vielen Ruinen drumherum ebenfalls Palastgebäude waren.



Eine alte Kolonnadenstraße ist noch relativ gut erhalten. Die übrigen Gebäude sind schon kurz nach ihrer Errichtung um 750 von einem Erdbeben zerstört worden. Wir haben uns die große Zisterne angesehen und sind durch die Ruinen der vielen kleinen Wohngebäude geschlendert. Hier haben wir auch ein schattiges Plätzchen für eine entspannte Pause gefunden.



Auf dem Gelände der Zitadelle kannst du auch noch die Überreste einer Byzantinischen Kirche sehen, die zum Teil aus den Steinen des Herkulestempels erbaut wurde. Ziemlich zentral liegt das Archäologische Museum, in dem Funde vom Gelände der Zitadelle aber auch aus anderen Orten Jordaniens ausgestellt werden.



Gutes Essen in Amman

Da wir inmitten des Ramadan durch Jordanien reisten, war das mit dem Essen eine heikle Angelegenheit. Frühstück haben wir morgens im Hotel* gegessen und tagsüber sollte man auch als Tourist aus Respekt vor den Muslimen nicht in der Öffentlichkeit essen oder trinken. Damit blieben uns noch zwei Abende, um die Restaurants in Amman zu testen.

Hashem Restaurant

Nicht nur der Lonely Planet empfiehlt das Hashem Restaurant, auch über Facebook hatten wir den Tipp bekommen, dort essen zu gehen. Die Tische füllten sich hier schnell und wir gaben unsere Bestellung auf. Bekannt ist das Hashem Restaurant für seine Falafel, frittierte Bällchen aus Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen. Dazu haben wir Datteln, Salat, Hummus, Babaganoush und eine Art Fladenbrot gegessen.



Habiba

Für die süße Nachspeise geht man in Amman zum Habiba, das in einer kleinen Seitenstraße im Stadtzentrum liegt. Du wirst es trotzdem ziemlich leicht finden, denn hier bildet sich abends eine ordentliche Schlange. Alle stehen an, um Kenafe zu essen. Auf großen Platten wird diese Süßspeise in verschiedenen Varianten gebacken. Wir haben uns ein Stück geteilt und waren sehr angenehm überrascht. Von der Konsistenz war es ein bisschen wir Grillkäse, überbacken mit einer knusprigen Zuckerschicht und Pistazien. Das solltest du auf jeden Fall mal probieren!



Die Souqs ⦿ Ammans Märkte

Wir sind ein Fan von Märkten. Wer schon länger bei uns mitliest, hat schon Berichte von Märkten in Bolivien, Japan oder New York bekommen. Und so waren wir natürlich ganz heiß darauf, auch die Märkte in Amman zu testen. Auf den sogenannten Souqs werden Waren immer thematisch passend angeboten. Es gibt also einen Haushaltswaren-Souq, einen Obst- und Gemüse-Souq, einen Gewürz-Souq usw. Wir haben unsere Nasen in die Gewürzsäcke gesteckt und fasziniert die riesigen Wassermelonen bestaunt. Die vielen frischen Früchte stammen größtenteils aus dem Jordan Valley, einem fruchtbaren Tal am Jordan an der israelischen Grenze.



Unsere Unterkunft in Amman

Mitten in Downtown hatten wir ein Doppelzimmer im The Boutique Hotel Amman* gebucht und wurden bei Ankunft mit einem kostenlosen Upgrade auf ein Zimmer mit Balkon überrascht. Am meisten haben wir uns aber über die Klimaanlage gefreut, die unser Zimmer herrlich runtergekühlt hat bei den hochsommerlichen Temperaturen. Im Preis von 26€ pro Nacht* ist ein sehr einfaches Frühstück enthalten. Auf die Kakerlake im Badezimmer hätten wir verzichten können, ansonsten war das Zimmer für den Preis in Ordnung.




Unser Video über Amman

Mit dramatischem Intro und tollen Bildern präsentieren wir dir auch in unserem Video die Highlights aus Amman. Schau doch mal rein!




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Du willst eine Weltreise planen?

In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



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Reisen während Ramadan: Unsere Erfahrungen in Jordanien

Bei Reisen in muslimische Länder, kann es dir passieren, dass du während des Ramadan reist. Wir verraten dir, was du beachten solltest und was anders ist.
Wadi Mujib Selfie
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Wadi Mujib: Canyoning Abenteuer in Jordanien

Wir stürzen uns in die Fluten des Wadi Mujib Canyons und chillen am Toten Meer in einem Chalet. Alle wichtigen Informationen für dein Jordanien Abenteuer!

Die erste Hauptstadt Japans lockte uns mit ihren Tempeln und so unternahmen wir von Kyoto aus einen Tagesausflug. Der Nara Park mit seinen zahlreichen Tempeln bietet viel Kultur auf kleiner Fläche und kann deshalb innerhalb von einigen Stunden entspannt erkundet werden.

Von Kyoto nach Nara mit der Nara Line

Vom Bahnhof in Kyoto fährt alle 30 Minuten die Nara Express Line und bringt dich in 45 Minuten nach Nara. Hast du einen Japan Rail Pass, so ist diese Strecke inbegriffen. Wir hatten ihn nicht und haben 710¥ (5,30€) bezahlt. Es gibt auch eine Local Train, die auf dieser Strecke fährt und deutlich häufiger hält. Sie benötigt für die gleiche Strecke eher 70 Minuten und kostet das gleiche. Am Bahnhof von Kyoto gibt es ein Touristeninformationszentrum mit sehr übersichtlichen Karten und vorgeschlagenen Routen. Hier kannst du (gegen Bezahlung) auch dein Gepäck verwahren.

Kojukuji Tempel

Auf dem Weg vom Bahnhof zum Nara Park liegt der Kojukuji Tempelkomplex. Wir wären fast zielstrebig daran vorbeigelaufen, weil wir diesen gar nicht auf dem Schirm hatten. Die riesige Pagode machte uns dann aber doch neugierig und so entdeckten wir die schönen Gebäude.

Nara Kojukuji Tempel

Noch besser als die Pagode gefiel uns die achteckige Halle im Norden des Komplexes. Dieses Gebäude war einfach wunderschön anzusehen. Als wir so andächtig davor standen, schlug ein Mann gegen die riesige Glocke daneben und holte so viel Schwung, dass wir kurz dachten, die Glocke würde kaputt gehen. Ging sie natürlich nicht ;) Der Glockenklang war aber weit über das Gelände zu hören.

Tierische Überraschung im Nara Park

Wir hatten vorher bereits gelesen, dass im Nara Park viele wilde Rehe und Hirsche leben und freuten uns auf die Tiere. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir diesen sonst so scheuen Tieren so nah sein würden. An vielen Ecken im Park werden sogenannte Hirschkekse (150¥, 1,10€) verkauft, mit denen die Tiere gefüttert werden dürfen. Und das wissen sie natürlich. Daher kommen sie auf der Suche nach dieser Leckerei gern auch mal stürmischer auf die Menschen zu.

Nara Rehkitz

Das niedlichste dabei: die Rehe verbeugen sich zunächst ein Mal und bitten so um Futter. Wir waren voll aus dem Häuschen als wir das beobachteten und hatten einen Heidenspaß dabei, die vielen Bambis zu füttern.

Todaiji Tempel

Die Hauptattraktion im Nara Park ist der Todaiji Tempel mit der größten bronzenen Buddhastatue der Welt. Schon auf dem Weg zum Tempel bekamen wir eine Vorahnung, dass jetzt was richtig Großartiges kommen würde. Denn wir liefen durch das Nandaimon Tor, welches einfach nur riesig ist. Darin stehen zwei Holzfiguren, die Nia Wächter, die mindestens fünf Meter hoch sind und wirklich furchterregend aussehen. Was für eine Leistung, solche Figuren zu schnitzen.

Nara Nandaimon Tor

Um das Gelände des Todaiji Tempels zu betreten und auch die sogenannte Buddha Hall, wird ein Eintritt von 500¥ (4€) pro Person fällig. Der Tempel wurde 739 errichtet und enthält viele Skulpturen der sogenannten Nara-Zeit (710-784). Das ist genau die Zeitspanne, in der Nara Hauptstadt Japans war.

Nara Todaiji Tempel Seite

Die Halle, in der sich der riesige Bronzebuddha und die weiteren Skulpturen und Statuen befinden, ist das größte aus Holz gebaut Gebäude der Welt! Immerhin muss in ihr ja auch die Buddhastatue unterkommen, die über 15 Meter groß ist. 50.000 Zimmerleute und 37.000 Metallschmiede sollen für den Bau des Bronzebuddhas nötig gewesen sein. Die Statue ist so groß, das wir sie nicht einmal ansatzweise ganz auf ein Foto bekommen haben ;)

Nara riesiger Bronze Buddha

Nigatsu-do Halle

Nara Blick vom Nigatsu-do

Nördlich vom Todaiji Tempel liegt die Nigatsu-do Halle, von deren umlaufenden Balkon wir eine großartige Sicht auf den Nara Park und die Stadt hatten. Die Halle wird im März immer für religiöse Rituale genutzt. Dann werden hier Fackel- und Wasserschöpfzeremonien abgehalten.

Nara Nigatsu-do Tempel Collage

Wir wurden auf dem gesamten Gelände häufiger von Schulkindern gefragt, wo wir herkommen und vor der Nigatsu-do Halle hat uns eine Gruppe noch etwas mehr ausgequetscht. So höflich und liebenswert die Kleinen! Da wollten auch wir gerne ein Erinnerungsfoto mit ihnen haben :)

Nara Schulkids

Yoshikien Garten

Weil uns der bekannte Isui-en Garten mit einem Eintrittspreis von 900 (7€)¥ zu teuer war, gingen wir nebenan in den Yoshikien Garten. Dieser ist für ausländische Touristen kostenlos, Japaner hingegen müssen Eintritt bezahlen. Es war das erste Mal auf unserer Weltreise, dass wir das erlebt haben! Normalerweise müssen Touristen blechen und die Einheimischen zahlen weniger oder gar nichts.

Nara Yoshikien Garten

Wir gingen den vorgeschlagenen Rundweg durch den wirklich schönen Garten und bewunderten die farbigen Blätter, die sich hier so langsam in herbstlichen Rottönen zeigen. Ein toller Anblick und das auch noch für lau!

Ein toller Tag in Nara

Dieser Tagesausflug von Kyoto aus hatte sich echt gelohnt! Dadurch, dass hier so viele schöne Tempel nah beieinander stehen, konnten wir viele besichtigen. Dass wir dann auch noch den Rehen und Hirschen im Park so nah kommen konnten, machte den Tag für uns perfekt. Wir können dir nur empfehlen, auch mal in Nara vorbeizuschauen.

Kyoto ist die Kulturstadt Asiens 2017 – gewusst haben wir das vor unserer Anreise nicht und erfahren haben wir es dann auf den schön bemalten Plakaten. Verstehen können wir es aber definitiv! Die ehemalige Hauptstadt Japans bietet einen Reichtum an Tempeln und Schreinen, der seinesgleichen sucht.

Unsere Anreise vom Mount Fuji nach Kyoto

Die Seen rund um den Mount Fuji sind etwas abseits gelegen und damit oft nur über mehrere Bus- und Zugkombinationen erreichbar. Die schnellste Variante von Kawaguchiko aus ist der Highwaybus nach Mishima (2260¥ p.P., 17€) und dann von Mishima aus der Shinkansen nach Kyoto. Das dauert insgesamt ungefähr fünf Stunden. Wir fanden sowohl die Bus- als auch die Zugfahrt sehr bequem und die Verbindung einfach. Die Bustickets hatten wir schon bei unserer Ankunft in Kawaguchiko am Bahnhof gekauft, die Zugtickets dann kurz vor Abfahrt des Zuges in Mishima. Insgesamt kostete uns die Fahrt 103€ pro Person.

Japan Transport Highwaybus

Unsere Unterkunft in Kyoto

Da Kyoto sowohl bei japanischen als auch bei ausländischen Touristen hoch im Kurs steht, sind Unterkünfte hier gut ausgelastet und es  ist schwer, etwas Günstiges zu finden. Wir sind in einem 8er Schlafsaal im Birds Hostel* untergekommen und haben pro Bett 26€ für die Nacht bezahlt. Das Hostel liegt direkt neben dem Imperial Palace und ist über die Karasuma Subway Linie gut ans Metronetz angebunden. Das Zimmer war sehr schön und die Duschen und Toiletten sauber und neu. Ein kleines Frühstück am Morgen war ebenso inbegriffen. Für uns war dies hier ein guter Deal!

Tempel gucken in Kyoto

Als ehemalige Hauptstadt Japans bietet Kyoto Kultur wie kaum eine andere Stadt. Hier kannst du vermutlich Wochen damit verbringen, Tempel anzuschauen. Wir haben uns auf ein paar beschränkt, die uns empfohlen wurden oder sich besonders interessant anhörten.

Fushimi Inari Schrein

Der Hauptschrein des Inari (Gott der Fruchtbarkeit, des Reis und der Füchse) liegt etwas außerhalb im Süden Kyotos, ist aber über die Nara Line vom Hauptbahnhof aus schnell erreicht. Wir waren zunächst von der Masse der Touristen erschlagen! Es war Mittwochmorgen, kurz nach 10 Uhr und auf dem Gelände des Fushimi Inari war die Hölle los!

Kyoto Fushimi Inari Eingang

Nachdem wir das Eingangstor passiert hatten, orientierten wir uns kurz und nahmen dann den Haupttempel ins Visier. Wie so oft durften wir hier keine Fotos machen, wobei wir den Tempel selbst auch gar nicht als so besonders schön empfanden.

Danach ging es für uns durch tausend (oder mehr) Torii den Inari Berg hinauf. Diese Tore wurden von Privatpersonen oder kleinen Unternehmen gespendet, in der Hoffnung, dass dadurch Wünsche erfüllt werden. Der Gang durch diese irre vielen Tore könnte echt richtig schön sein, wenn nicht alle zwei Meter Selfies gemacht würden. So schlängelten wir uns durch die Massen hindurch und waren froh, als es weiter oben weniger Menschen wurden.

Kyoto Fushimi Inari Torii

Abseits des Hauptweges liegen noch viele weitere kleine und mittelgroße Schreine auf dem Weg. Charakteristisch für den Inari sind die zwei Füchse und das Tor davor. Die Tempelanlage liegt malerisch in einem Wald und der Rundweg auf den Berg hinauf und wieder zum Eingang ist eine schöne Sache. Wir sind uns nach wie vor unsicher, ob es hier jeden Tag so voll ist oder ob besonders viele Urlaub hatten. Der Besuch des Inari ist übrigens kostenlos und soll sich auch abends lohnen, wenn alles angestrahlt wird.

Kyoto Fushimi Inari Wald

To-ji Tempel

Nur 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt steht Japans größte Holzpagode im Komplex des To-ji Tempels. Bezahlst du den Eintritt von 500¥ (4€), kannst du einen kleinen Park vor der Pagode sowie zwei weitere Hallen aus dem 16. Jahrhundert betreten. Vom Park und einem Teich hast du einen traumhaften Blick auf die Pagode! Allein dafür lohnt sich der Eintritt schon.

Kyoto To-ji Pagode

Die 55 Meter hohe Pagode wurde im 9. Jahrhundert das erste Mal errichtet und ist seitdem bereits vier Mal abgebrannt. Die aktuelle Variante steht aber inzwischen immerhin schon über 450 Jahre. Die Pagode darf leider nicht betreten werden.

Kyoto Kodo & Kondo

Dafür konnten wir in das Innere der Haupthalle (Kondo) und des Vortragssaals (Kodo) sehen, aber leider keine Fotos davon machen. Hier standen beeindruckende goldene Buddha Statuen in verschiedenen Größen. Ein toller Anblick. Aber auch von außen machten Kondo und Kodo etwas her und wussten zu beeindrucken.

Der Goldene Pavillon Kinkaku

Gemeinsam mit tausenden anderen Touristen besuchten wir Kyotos schönsten Tempel. Der Goldene Pavillon steht an einem kleinen See und überstrahlt alles in seiner Umgebung. Der buddhistische Tempel zählt zum Weltkulturerbe und wurde 1397 errichtet. Seine oberen Stockwerke sind mit Blattgold überzogen, was einfach wunderschön aussieht.

Kyoto Goldener Pavillon

Wir ließen uns mit den vielen Menschen treiben um den Tempel aus allen möglichen Winkeln zu betrachten und natürlich selbst auch ein paar Fotos zur Erinnerung zu schießen. Den Eintritt von 400¥ (3€) zahlten wir bei so viel Schönheit gerne.

Tempel im Arashiyama Viertel

Etwas außerhalb von Kyoto liegt das Arashiyama Viertel, das mit Bus und Bahn aber vom Zentrum in einer halben Stunde erreicht werden kann. Hier befinden sich viele weitere Tempelkomplexe und der berühmte Bambuswald.

Tenryu-ji Tempel

Den Tempel des heiligen Drachen haben wir nur von außen betrachtet, da wir vorher gelesen hatten, dass sich der Besuch nicht so wirklich lohnen würde. Stattdessen spazierten wir durch den umliegenden Garten, der einer der ältesten in Japan ist. Auf den schön angelegten Wegen schlenderten wir durch die grüne Landschaft und konnten den Tenryu-ji Tempel von außen sehen. Auch für den Besuch des Gartens fällt ein Eintritt von 500¥ (4€) pro Person an.

Kyoto Tenryu Garten

Bambuswald

Angrenzend an den Tenryu-ji Tempel liegt der Bambuswald, von dem es überall im Internet diese megacoolen Fotos gibt. Wir spazierten durch die meterhohen Bambusbäume hindurch und waren dabei in guter Gesellschaft von ungefähr tausend anderen Touristen. So beeindruckend dieser relativ kurze Spaziergang auch war: wären da nicht so viele Menschen gewesen, hätten wir das Ganze vermutlich noch viel mehr genießen können. Großer Pluspunkt: Der Spaziergang durch den Bambuswald ist kostenlos.

Einen Bambuswald mit weniger Menschen findest du im Adashino Nenbutsu-ji Tempel, von dem wir dir im nächsten Abschnitt berichten.

Kyoto Bambuswald

Adashino Nenbutsu-ji Tempel

Im Norden des Arashiyama Viertels gibt es die Möglichkeit, einen weniger besuchten Bambuswald zu durchschreiten. Im Adashino Nenbutsu-ji Tempel sind die verlorenen Seelen vieler tausender Menschen geborgen und werden durch Steinfiguren symbolisiert.

Kyoto Nenbutsu-ji Tempel

Zudem kannst du hier eben auch durch einen kleinen Bambuswald spazieren und wirst dabei nicht viele andere Touristen sehen. Während unseres Besuchs waren gerade mal vier weitere Menschen auf dem Gelände. Ein Besuch der Tempelanlage kostet dich 500¥ (4€). Da dieser etwas außerhalb liegt, kannst du auf einem gemütlichen Spaziergang durch Arashiyama die niedlichen Häuser und weitere Tempel bestaunen.

Imperial Palace und der Garten

An diesem schönen Ort hat für eine sehr lange Zeit der japanische Kaiser gelebt und dementsprechend prächtig sind Palastgelände und Garten. Der Garten ist eine gute Gelegenheit für einen ruhigen Spaziergang. Das Palastgelände kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und zwei Mal täglich werden englischsprachige Touren angeboten (10 und 14 Uhr).

Kyoto Imperial Palace Garten Brücke

Wir sind eher durch Zufall bei so einer Tour gelandet und hörten gespannt zu. Die Tourguidin sprach gutes Englisch und gestaltete den Rundweg durch den kaiserlichen Garten wirklich ansprechend. Und obwohl es regnete, fanden wir die Gartenanlagen (mal wieder) klasse. Gärten anlegen können die Japaner einfach!

Nijo-jo Burg

Wenn ihr Burg lest, kommen bei euch vielleicht ähnliche Bilder in den Kopf wie bei uns: riesige Ritterburgen mit Steinmauern und Steinwänden. Hier in Japan können Burgen auch ganz anders aussehen! Die Nijo-jo Burg in Kyoto mit ihrem schön geschwungenen Dach, den Tatami-Matten auf dem Boden und den großen Wandbildern erinnerte uns eher an ein Schloss.

Kyoto Nijo-jo Castle

Für einen Eintrittspreis von 660¥ (5€) durften wir das große Gebäude auf Socken erkunden und in die vielen Hallen spähen. Wie so oft galt auch hier Fotoverbot, sodass wir euch davon keine Bilder liefern können. Bekannt ist die Nijo-jo Burg auch für seinen Nachtigallengang. Wenn man hier über den Holzboden läuft, entstehen Geräusche, die (anscheinend) wie das Singen einer Nachtigall klingen. Man vermutete, dass so Eindringlinge schnell gehört werden konnten, der tatsächliche Grund ist aber einfacher: es war nicht gewollt. Die quietschenden Geräusche sind Produkt der Nägel und des Holzes, das erst im Laufe der Zeit entstanden ist.

Kyoto Niji-jo Garten Matthias

Unser Rundgang setzte sich danach im tollen Garten fort. Das mit den Gärten hast du jetzt schon oft gelesen, wissen wir. Aber die sind wirklich schön! ;) Von einem ehemaligen Wachturm konnten wir weit über Kyoto sehen und auch die Burganlage gut überblicken.

Kyoto Nijo-jo Gelände

Nishiki Markt

Nach so viel Sightseeing wollten wir in Kyoto auch die japanische Esskultur erkunden. Und dafür eignet sich der Nishiki Markt wirklich perfekt! Inmitten der Innenstadt liegt der Markt auf einer langgezogenen, überdachten Straße und bietet Unmengen an Essen an. Das Tolle dabei: an vielen Ständen kannst du probieren. Wir nahmen die Probierhäppchen gerne an und lernten so weitere Fisch- und Gemüsesorten kennen.

Kyoto Nishiki Markt

Zum Sattwerden gönnten wir uns geniale Garnelen, einen Squid-Spieß und einen Bun (eine Art gefüllter Hefekloß). Das Schlendern über den Markt fanden wir echt klasse. Da wir es leider erst gegen 17 Uhr hierher geschafft hatten, bauten einige Händler ihre Leckereien bereits ab. Der Markt schließt 18 Uhr – also nicht zu spät vorbeikommen!

So viel Kultur in Kyoto

Unsere Tage in Kyoto waren vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten und wir haben eine Vorstellung der japanischen Geschichte und Kultur bekommen. Die wirklich tollen Gebäude und Gärten haben uns absolut begeistert. Um den Rahmen hier nicht komplett zu sprengen, haben wir den Tagesausflug nach Nara in einem extra Artikel beschrieben.

Und hier ist unser Video zu Kyoto mit allen oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten und mindestens genauso vielen Versprechern ;)