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In unseren vier Wochen in Canggu haben wir uns einen neuen Job zugelegt: wir waren als Restaurant- und Cafétester unterwegs. Unser Auftrag: finde die gesündesten und leckersten Gerichte. Wir finden, wir haben unseren Job zur vollsten Zufriedenheit erledigt und fassen hier unsere Ergebnisse für dich zusammen.

Unsere liebsten Frühstückscafés in Canggu

Für Franzi ist das Frühstück mit Abstand die wichtigste Mahlzeit am Tag und hier mussten wir auf unserer Weltreise bisher die größten Abstriche gegenüber der deutschen Variante machen. Nicht so in Canggu! Auch wenn es hier kein Chia-Brötchen mit Quark gab, haben wir doch wirklich sehr gut gefrühstückt.

Motion Café

Canggu Motion Cafe Collage

Häufig war das Motion Café unser erster Anlaufpunkt am Tag. Balikenner erinnern sich vielleicht an das Avocado Café – ist das gleiche, hat jetzt einfach einen anderen Namen bekommen. Die Auswahl an gesunden Frühstückoptionen ist riesig, dazu gibt es tolle Smoothies, Säfte und Shakes. Unser Dauerbrenner zum Frühstück war Avocado Eggs I: getoastetes Brot mit Rührei, Avocado, Feta und Tomaten. Dazu ein bisschen Pesto. Das hat uns bis zum späten Nachmittag satt gemacht und war richtig lecker.

Betelnut Café

Canggu Betelnut Cafe Collage

Das Betelnut Café ist immer einen Besuch wert! Auch hier gibt es eine sehr große Auswahl: verschiedene Smoothie-Bowls, Omelettes, Wraps und vieles mehr. Matthias aß am liebsten das Popeye-Omelette mit Spinat, Champis und Feta und gönnte sich dazu einen grünen Smoothie. Franzis Favorit war die Tropical Smoothie Bowl aus Dragon Fruit mit frischen Früchten, Granola, Chia und Kokosraspeln. Auch Burger, Salate und so viel mehr schmecken hier wirklich gut.

Machinery Café

Canggu Machinery Cafe Collage

Die Portionen im Machinery Café waren etwas kleiner als in den anderen, haben uns aber auch satt gemacht. Hier gab es unserer Meinung nach das beste Porridge und viele leckere Eivarianten. Das Personal ist mega bemüht und liest einem die Wünsche von den Augen ab. Dazu lädt das wirklich schnelle Internet die digitalen Nomaden zu längerem Verweilen ein.

Die leckersten Salate in Canggu

Selten haben wir uns so gesund ernährt wie in Canggu. Es wurde uns aber auch wirklich leicht gemacht, da überall vegetarische, vegane oder sogar Paleo-Gerichte angeboten werden. Die besten Salate haben wir hier gefunden:

Motion Café

Ja, das kam schon mal beim Frühstücken vor. Aber alleine wegen des Paleo Beef & Avocado Salats ist es einen Abstecher wert. Das Fleisch war superzart, dazu gibt es Avocado, Feta, Ei, Sonnenblumenkerne und ganz viel Grün. Ein Gedicht!

Crazy Plate

Schräg gegenüber unserer Unterkunft haben wir dieses kleine, toll dekorierte Restaurant gefunden. Unser Highlight war der Chicken Salat mit Avocado und Ei. Das Dressing dazu war genial!

Canggu Crazy Plate

Canteen

Mit langen Bänken und Tischen kommt hier tatsächlich etwas Kantinengefühl auf, wären da nicht die Surfboards an den Wänden. Die Auswahl an Salaten ist groß und die Variationen sind wirklich einfallsreich. Einzig der Service konnte uns hier nicht ganz überzeugen. Vielleicht waren wir auch einfach verwöhnt von der sonst so herzlichen und sympathischen Art der Balinesen.

Canggu Canteen Collage

Hier hat uns einfach alles geschmeckt

My Warung

Canggu My Warung Aussehen

Ob es die Green Plate oder die Smoothie Bowl zum Frühstück war, der grüne Smoothie Paddiefield oder der K Burger und Nasi Goreng zum Abendessen – im My Warung hat alles extrem gut geschmeckt. Wir waren mindestens jeden zweiten Tag hier essen und wurden in den letzten Wochen schon begrüßt wie alte Bekannte. Unbedingt ausprobieren!

My Warung Essen

Moana

.. ist die Anlaufstelle in Canggu zum Fischessen. Das Restaurant ist toll bepflanzt und es herrscht eine super entspannte Atmosphäre. Wir haben uns quer durch die Speisekarte gegessen und waren von allem angetan. Favoriten: Thunfisch-Sashimi als Vorspeise und Red Snapper in Kokosmilch als Hauptgang.

Canggu Moana Fischrestaurant Collage

Internationale Küche in Canggu

Bro Resto

In der Fusionküche des Bro Resto vermischen sich französische mit chinesischen Kochkünsten. Dabei kommen interessante Dumplingvarianten und geniale Hauptgänge. Am besten haben uns das Cream & Butter Chicken sowie das Cordon Bleu gefallen.

Canggu Bro Resto Collage

Fabbrica

Von unserem Friseur bekamen wir den Tipp, eine Pizza in der Fabbrica auszuprobieren. Tatsächlich steht auch nicht viel mehr auf der Karte, dafür aber zahlreiche Pizzavarianten. Wir haben einige probiert und waren überzeugt. Der Teig ist richtig schön dünn und knusprig und mit dem Belag wird auch nicht gegeizt. Die beste Pizza in Town!

Canggu Fabrica Collage

The Flinder

In diesem etwas teureren Restaurant hatten wir das beste Pastagericht in Canggu: Pasta Mafioso. Die Nudeln waren al dente und die Tomatensauce mit den Shrimps köstlich! Wir sind wiedergekommen, um genau das Gleiche noch einmal zu essen. So lecker war es!

Top Bars in Canggu

La Brisa

Canggu La Brisa

Dieser Beachclub am Echo Beach hat gerade eröffnet als wir in Canggu waren. Die Location ist ein Traum – direkt am Strand! Dazu gibt es einen Pool in der riesigen Anlagen, superviele Palmen und die schönsten Dekorationen. Wir waren hin und weg! Die Preise für Bier und Cocktails sind etwas höher als in anderen Restaurants. Wir haben bei dem schönen Ambiente aber gern etwas mehr bezahlt.

Oldman’s

Die Institution in Canggu. Gibt es schon ewig und ist immer voll. Im Oldman’s triffst du die gechillten Surfer und kannst ihnen tagsüber beim Wellenreiten zusehen. Der Laden ist riesig und hat trotzdem einen besonderen Charme.

Na, Hunger bekommen? Zu Recht! Und es gibt noch so viele schöne Cafés mehr, die du vor Ort erkunden kannst. Also nichts wie auf nach Canggu und dann Guten Appetit!

In Canggu auf Bali haben wir unseren perfekten Ort zur Entspannung gefunden: schöner Strand mit Surfwellen, viele Cafés und Restaurants mit gesundem Essen und dazu Yoga- und Massagestudios. Hier haben wir vier Wochen einfach nur die Seele baumeln lassen, entspannt und es uns so richtig gut gehen lassen!

Unsere Unterkunft in Canggu

Nachdem wir die erste Zeit in einem Zimmer waren, das wir über Air BnB gemietet hatten, sind wir für die letzten zwei Wochen umgezogen. Im Koming Guesthouse* hatten wir ein großes Zimmer, einen wunderschönen Pool direkt vor der Nase in einem tollen Garten. Und weil wir hier länger geblieben sind, konnten wir einen super Deal machen und haben nur 23€ pro Nacht bezahlt. Wir haben uns hier wirklich heimisch gefühlt und können diese Unterkunft wärmstens empfehlen.

Canggu Koming Guesthouse Pool und Zimmer

Yoga und Surfen in Canggu

Am Batubolong Beach von Canggu gibt es tolle Wellen, die sich auch für Surfanfänger richtig gut eignen. Matthias nahm einige Male Surfstunden bei Koming (ja, sein Surflehrer vermietete auch ein Zimmer an uns) und konnte hier einige Wellen surfen. Für nur 50.000 IRP (3€) kannst du dir hier am Strand ein Surfbrett mieten und dein Glück in den Wellen versuchen.

Canggu Surfen

Franzi hat sich stattdessen eher in den Yogastudios umgesehen und einige Yogaklassen mitgemacht. Die Auswahl ist groß und jedes Yogastudio hat täglich mehrere Drop-in Klassen, zu denen man einfach vorbeikommen kann. Die Preise dafür liegen zwischen 130.000 und 150.000 Rupie (7-9€).

Canggu Samadi Yoga Studio

Neue Frise

Nachdem Matthias in Nicaragua die Haare schlimm geschnitten worden waren, hatten wir uns nicht mehr zu lokalen Friseuren getraut. Da wir aber zunehmend verwilderten, schnitten wir uns zuletzt in Kolumbien mit unserer Nagelschere gegenseitig die Haare. Ein einmaliges Erlebnis, das vermutlich auch nur nach 9 Monaten gemeinsamem Reisen geschehen kann! Auf Bali trauten wir uns wieder in einen Friseursalon und wurden nicht enttäuscht. Hier gab es einen vernünftigen Haarschnitt und die Experimente mit der Nagelschere sind damit beendet :)

Mit Scoopy durch die Reisfelder düsen

Schon nach wenigen Tagen liehen wir uns in Canggu einen Roller und hatten den auch für den gesamten Zeitraum. Bei Kosten von nicht mal 3€ pro Tag mussten wir gar nicht groß drüber nachdenken. Und wir liebten es, auf unserem Scoopy durch die Gegend zu brausen. Die Sonne im Gesicht, der Fahrtwind und ein unbeschreibliches Freiheitsgefühl!

Getankt wird hier übrigens mit Vodkaflaschen. Die leeren Flaschen werden mit Benzin gefüllt und der Liter dann an jeder Ecke für 10.000 Rupie (70 Cent) verkauft.

Regelmäßige Massagen im Goldust

Da wir in Canggu täglich Sport trieben, gönnten wir uns ein Mal in der Woche eine 90-minütige Massage im Goldust. Es gibt in Canggu auch günstigere Massageangebote, aber die Professionalität und das tolle Ambiente im Goldust überzeugten uns einfach. Für 340.000 Rupie (21€) wurden wir hier 90 Minuten ordentlich durchgeknetet und fühlten uns danach immer wie neugeboren.

Ein bisschen Arbeit darf auch sein

Zwischen all der Entspannung und Erholung setzten wir uns immer wieder auch an unsere PCs und arbeiteten ein bisschen. So sind unsere Reisetipps für Südamerika auf unserem Blog jetzt zum Beispiel vollständig. Wir haben die nächsten Wochen nach Bali geplant und angefangen, uns mit Bewerbungen zu beschäftigen. Dank Zeit, Motivation und Grafikprogramm haben wir jetzt die stylishsten Lebensläufe überhaupt und haben schon mal ein bis zwei Bewerbungen rausgeschickt. Unsere Newsletter-Abonnenten wissen ja bereits, dass unsere Reise Mitte November enden wird.

Strandspaziergänge zu den leeren Stränden

Bali Canggu Klippen Tempel und Meer

Obwohl der Echo Beach und Batubolong Beach von Sonnenschirmen, Liegen und Sonnenanbetern gesäumt sind, gibt es auch noch leere Strandabschnitte. Wir sind den Strand entlang gelaufen und haben uns immer weiter von den anderen Touristen entfernt um schließlich zu komplett leeren Stränden zu gelangen. Hier saßen wir im Sand, genossen den Blick auf die tosenden Wellen und hörten hinter uns die Palmen rascheln. Paradiesisch :)

Bali Canggu Wir am Meer

Traumhafte Sonnenuntergänge in Canggu

Und wenn die Tage sich dann dem Ende zuneigten, erlebten wir am liebsten die Sonnenuntergänge am Strand. Hier in Canggu geht die Sonne im Meer unter und zaubert jeden Abend einen wunderschönen Himmel darüber.

Sonnenuntergang in Canggu am Echo Beach auf Bali

Die letzten vier Wochen waren wohl die entspanntesten Wochen, die wir je hatten. Und so werden wir Canggu und Bali immer mit dieser traumhaften Auszeit und einem grenzenlosen Gefühl von Freiheit verbinden. Unsere Akkus sind voll aufgeladen und jetzt brechen wir wieder Auf zu neuen Abenteuern!

Nach unseren Tagen im nördlichen Nicaragua zog es uns wieder zum Wasser hin. Die Temperaturen kletterten beständig über die 30°C-Grenze und wir freuten uns darauf, uns im Meer abkühlen zu können. Wegen der relativ guten Erreichbarkeit und der tollen Surfbedingungen fiel unsere Wahl auf den Playa Maderas, einen Strand nördlich von San Juan del Sur (die Party-Surf-Touristenstadt im Süden Nicaraguas).

Unsere Anreise: von Estelí zum Playa Maderas

Ganz früh am Morgen startete unsere Anreise an einem Sonntag von Estelí aus. Wir hatten am Vortag schon Tickets für den Expressbus nach Managua erworben um uns einen Sitzplatz zu garantieren. Also liefen wir kurz nach 5 Uhr noch schlaftrunken Richtung Busbahnhof und versuchten auf der Fahrt nach Managua etwas Schlaf nachzuholen. Gegen 8 Uhr erreichten wir den Busbahnhof Rigoberto Cabezas in Managua. Die Busse Richtung Süden fahren allerdings vom Busbahnhof Roberto Huembes, sodass wir ein Taxi nehmen mussten.

Von Managua aus ging es weiter nach Rivas und dort stiegen wir schließlich in den Bus nach San Juan del Sur. 12 Uhr kamen wir dort an und konnten dann entspannt um 14:30 Uhr das Shuttle von der Casa Oro zum Playa Maderas nehmen. Vier mal täglich fahren diese Shuttles zum Strand und wieder zurück nach San Juan del Sur. Alternativ kann man auch ein Taxi nehmen, das dann aber stolze 20 US$ kostet (gegenüber 5 für das Shuttle).

Nicaragua Playa Maderas Surfstrand

Unsere Unterkunft am Playa Maderas: eine Holzhütte nur für uns

Da wir die ersten zwei Wochen in Nicaragua eher in sehr einfachen Zimmern verbracht hatten, wollten wir endlich mal wieder etwas mehr Komfort haben. Über AirBnB fanden wir eine tolle Wohnung, die wir für fünf Tage unser Heim nennen konnten. Ausgestattet mit riesigen Fenstern und verkleidet mit Holz erinnerte uns die Wohnung ein bisschen an Skihütten in Österreich. Nur, dass unsere Hütte 100 Meter vom Strand entfernt stand ;) Die Küche war super ausgestattet, sodass wir uns hier toll selbst versorgen konnten. Der Luxus kostete uns auch 60€ pro Nacht, war es aber definitiv wert!

Nicaragua Playa Maderas Unterkunft

Entspannte Tage am Strand

Unser Weckruf hier war etwas ganz Spezielles: regelmäßig wurden wir aus dem Bett gebrüllt! Und das fanden wir sogar toll! Warum? Die Brüllaffen zählten zu unseren Nachbarn und verstärkten das Gefühl, inmitten vom Dschungel zu schlafen. Und zum ersten Mal haben wir sie hier sogar zwischen den Bäumen beobachten können.

Matthias begann die Tage mit dem Surfboard in der Hand und hatte schon vor dem Frühstück die ersten Wellen erfolgreich erklommen. Aber auch Franzi schwang sich zwischendurch auf das Board und konnte kleine Wellen surfen. Die Bedingungen am Playa Maderas sind wirklich gut für Anfänger und es waren auch immer erfahrenere Surfer in den Wellen. Dabei wurde es aber nie so voll wie wir es teilweise in Mexiko erlebt hatten.

Nicaragua Playa Maderas Matthias mit Surfboard

Über die Mittagshitze verkrümelten wir uns in unsere schöne Cabaña, telefonierten mal wieder mit Familie und Freunden und lasen viel. Am Nachmittag ging es dann häufig wieder zum Strand, mal mit einem selbst gemixten Nica Libre in der Hand, mal mit dem Buch. Wenn wir selbst nicht im Wasser waren, konnten wir den Surfern in den großen Wellen zuschauen und staunten nicht schlecht über deren Surfkünste!

Nicaragua Playa Maderas Franzi am Meer

Endlich mal wieder Abwechslung im Essen

Nach dem Sonnenuntergang nutzten wir dann unsere Küche aus. Es gab mal wieder Nudeln und eine selbstgekochte Sauce, Hähnchenschenkel mit Reis und Gemüse oder morgens unser Lieblingsfrühstück bestehend aus Brot, Avocado, Ei und Tomate. Wir genossen es so sehr, uns bekochen zu können und etwas mehr Abwechslung zu haben! Zudem sind die Restaurants hier im touristischen Süden noch mal deutlich teurer und wir konnten gut Geld sparen durch unsere Kochkünste.

Nicaragua Playa Maderas Frühstück

Mit Lebensmitteln ausstatten muss man sich allerdings in San Juan del Sur, denn am Playa Maderas gibt es keine Pulperias (kleiner Kiosk) und erst recht keinen Supermarkt. Wir hatten also voll beladen mit unseren Rucksäcken noch in San Juan Hamsterkäufe getätigt. Allerdings kommt zwei Mal pro Woche ein Obst- und Gemüsetruck an den Playa Maderas. Wir haben ihn zufälligerweise abgepasst und konnten noch einmal frisches Huhn, Obst und Gemüse zu sehr günstigen Preisen erstehen.

Waren wir im Norden Nicaraguas etwas schneller gereist und hatten viel unternommen, so diente unser Stopp am Playa Maderas wieder mehr der Entspannung. Wir genossen den Komfort durch unsere wirklich schöne Unterkunft und fühlten uns hier pudelwohl! Jetzt sind wir wieder gewappnet für die einfachen Unterkünfte, die in der kommenden Zeit erneut unser Zuhause sein werden.

Bereits in Mexiko erhielten wir von Liesi aus Cornwall Tipps für unseren Aufenthalt in Nicaragua. Sie schwärmte von einem Strand im Norden und schickte uns später noch den Namen des Ortes hinterher: Jiquilillo (gesprochen Chi-ki-li-jo). Fast eine Woche verbrachten wir in dem kleinen Fischerort am Pazifik und nahmen hier eine Auszeit von unserer Auszeit.

Nicaragua Jiquilillo Strand

Anreise von León nach Jiquilillo

In León stiegen wir in einen Minibus, der uns zunächst nach Chinandega bringen sollte. Für nur 26 Cordoba pro Person (weniger als 1€) wurden wir in die 45 Kilometer entfernte Stadt gefahren. Dort kamen wir am südlichen Busbahnhof an. Die Busse nach Jiquilillo fahren jedoch vom Markt (Mercadito) im Norden und so nahmen wir das erste Mal ein Fahrradtaxi. Der Fahrer saß hinter uns und wir hatten eine tolle Sicht und entspannte Fahrt. Vier oder fünf Mal täglich fahren Busse von Chinandega nach Jiquilillo. Die Fahrt dauerte ungefähr 1,5 Stunden und kostete uns wieder weniger als einen €uro pro Person. Dafür kann es in dem alten amerikanischen Schulbus auch mal gut eng werden.

Rancho Esperanza: unsere Unterkunft in Jiquilillo

Zum ersten Mal auf unserer Weltreise übernachteten wir auf der Rancho Esperanza in einem Schlafsaal. Die für uns erschwinglichen Cabañas (Hütten) ohne eigenes Bad (25 US$) waren schon ausgebucht und die mit Bad (35 US$) einfach zu teuer. So schliefen wir in einer geräumigen Hütte mit 3 Etagenbetten und machten die Bekanntschaft von sehr sympathischen Reisenden. Für unsere Betten zahlten wir zusammen 21 US$ pro Übernachtung.

Nicaragua Jiquilillo Rancho Esperanza

Neben der Übernachtung ist eine Vollverpflegung durch die Rancho möglich. Es gibt sehr viele, sehr leckere Frühstücksangebote, Snacks und Smoothies, die den ganzen Tag über angeboten werden. Darüber hinaus kann man sich für das Mittag- und Abendessen eintragen, das täglich frisch zubereitet wird. Wir haben hier wirklich oft gegessen und alles war immer sehr lecker! Geheimtipp: immer Platz im Magen lassen für die unglaublich guten Brownies ;) Die Preise sind für Nicaragua sicher etwas höher aber es gibt auch die Möglichkeit in kleinen Comedores im Ort günstig zu essen.

Soziale Projekte der Rancho Esperanza

Die Rancho wird vom US-Amerikaner Nate geführt, der diese Unterkunft vor 15 Jahren aufgebaut hat. Das Besondere hierbei: ein Teil der Einnahmen wird verwendet, um soziale Projekte in Jiquilillo zu unterstützen. Nate und seine Familie haben schon richtig viel für das Dorf getan und bieten Freiwilligen aus aller Welt die Möglichkeit, den Menschen vor Ort unter die Arme zu greifen. So gibt es für die Kinder zum Beispiel kostenlosen Englischunterricht, die Möglichkeit auf der Rancho zu spielen und Schulprojekte. Als wir vor Ort waren, sind die Kinder im Rahmen eines Projektes gerade von Tür zu Tür gegangen, um die Bewohner über Müll und dessen Konsequenzen aufzuklären. Wir waren wirklich beeindruckt von so viel sozialem Engagement!

Auszeit von der Auszeit

Nach unserem Deutschlandstopp im Dezember sind wir inzwischen schon wieder zwei Monate unterwegs und haben in der Zeit viel erlebt und sind viel gereist. Fleißig haben wir unsere Abenteuer hier auf dem Blog aber auch in den Videos festgehalten. Und so viel Spaß uns das Schreiben, Filmen und Videoschneiden oft auch macht – wir freuten uns sehr auf eine Zeit fernab vom Laptop und den sozialen Medien. Wir hatten auf der Rancho kein W-Lan und genossen es, die meiste Zeit des Tages nichts zu tun.

Jetzt fragst du dich vielleicht, weshalb das so besonders ist – wir haben ja schließlich Unmengen an Zeit und sonst keine Verpflichtungen. Und das stimmt auch. Dennoch erfordert auch die Reise einige Arbeit. Wo fahren wir als Nächstes hin? Wo werden wir übernachten? Was kann man da machen? Wie kommen wir da überhaupt hin? Das sind nur einige Fragen, die wir uns regelmäßig stellen und  die immer wieder beantwortet werden wollen.

So kommt es, dass wir im Reisealltag eben doch häufig vor unseren Laptops sitzen, diskutieren wie wir weiterreisen wollen oder das Erlebte festhalten. Langeweile kommt dabei selten auf! Und deshalb war es für uns etwas Besonderes, in den Tagen in Jiquilillo absolut gar keine Pläne zu haben, die Laptops in den Rucksäcken verstaut zu lassen und nichts zu dokumentieren. Herrlich!

Seele baumeln lassen in der Hängematte

Auf der Rancho Esperanza hängen überall Hängematten, es sind insgesamt an die 20. Und wir können stolz behaupten: wir haben so ungefähr in jeder mal gelegen! Wir haben hier viel gelesen, uns mit den anderen Reisenden unterhalten und den Ausblick auf den Strand und das Meer genossen. Die Unterkunft war zwar sehr einfach, das Wasser kalt, die Essensauswahl begrenzt und die „Toilettenspülung“ bestand aus Reishüllen – und trotzdem haben wir uns pudelwohl gefühlt.  Manchmal braucht es so wenig, um zufrieden und glücklich zu sein. Wir hatten keinen Plan, was wir machen würden und so ging es vom Frühstück an den Strand, in die Hängematte, zum Abkühlen ins Wasser und dann wieder in die Hängematte usw. Es war einfach wundervoll und wir haben im wahrsten Sinne des Wortes unsere Seele baumeln lassen.

Nicaragua Jiquilillo Hängematten

Surfen und Yoga

Hauptsächlich war uns Jiquilillo zum Surfen empfohlen worden. Die Wellen kommen hier gleichmäßig, brechen am Strand und es gibt kaum andere Surfer. Klang für uns nach idealen Bedingungen. Matthias lieh sich mehrere Male ein Surfbrett (11 US$ pro Tag) und versuchte sich in den Wellen.

Nicaragua Jiquilillo Surfen Meer

Franzi nutzte die Wellen mehr als willkommene Abkühlung und absolvierte ein anderes Sportprogramm: Yoga. Zum ersten Mal machte sie Yoga am Strand, mit dem Wellenrauschen in den Ohren und dem Blick aufs Meer. Die Sonne strahlte ihr ins Gesicht und der Sonnengruß erschien selten so passend. Die Stunden (6 US$) wurden super angeleitet und waren für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Unser Highlight: Baby-Schildkröten

Nicaragua Jiquilillo Baby Schildkröten

Kurz vor unserer Abreise kam Nate auf uns zu und erzählte, dass es am Strand eine Turtle-Brutstation gibt und heute dort Schildkröten schlüpfen würden. Und so kam es, dass wir die kleinen Tiere bei ihren ersten Versuchen der Fortbewegung beobachten konnten. Am Strand wurden sie aus ihren Eimern (in denen sie in den knapp 50 Tagen zuvor in Eiern gewachsen waren) gelassen und es wurde geschaut, ob sie ausreichend Energie haben. Hatten sie die Ziellinie nach 10 Metern überquert, so durften sie später ins Meer hinausschwimmen.

Nicaragua Jiquilillo Matthias mit Schildkröte

Wir sind ja schon immer große Schildkröten-Fans und nach diesem Erlebnis noch verzauberter von diesen tollen Tieren! Wir konnten uns kaum losreißen von dem Anblick und hoffen inbrünstig, dass die kleinen Turtles den Gefahren im Meer trotzen und dann eines Tages selbst zum Eierablegen an den Strand von Jiquilillo zurückkehren werden.

Weitere Pläne für Nicaragua

Nach 6 Tagen Entspannung pur und den schönsten Sonnenuntergängen unserer bisherigen Reise hieß es dann wieder Abschied nehmen. Wir haben die Zeit am Strand von Jiquililllo, die netten Gespräche mit unseren Schweizer Freunden und Alessa sehr genossen und können dieses schöne Fleckchen Erde nur für einen Besuch empfehlen!

Und du?

Brauchst du immer Action oder hast du auch schon mal einen Urlaub komplett in der Hängematte verbracht? Teil deine Erfahrung gern mit uns in den Kommentaren!

Als wir im Januar nach Mexiko flogen, hatten wir bis auf die ersten Nächte kaum Pläne. Aber eines stand von vornherein fest: wir würden im Februar zwei Wochen an der Pazifikküste verbringen, um in Puerto Escondido Surfen und Spanisch zu lernen. In dem kleinen Ort am Meer haben wir uns richtig wohl gefühlt und es sehr genossen, mal wieder ein wenig Alltag zu haben – auch wenn der sich grundlegend von unserem früheren Alltag in Deutschland unterschied ;)

6 Uhr klingelt der Wecker zum Surfen

Das war dann doch ganz schön ungewohnt und – wir wollen ja ehrlich sein – hat uns auch am letzten Tag noch Überwindung gekostet. Im Halbschlaf schmierten wir uns die Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 50 selbstverständlich) ins Gesicht und schlüpften in unsere Badesachen hinein. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und wir liefen im Dunkeln die Straßen zur Surfschule entlang. Dort trafen wir die anderen Surfschüler und unseren immer gut gelaunten Surflehrer Alex. Alex sprach gut Englisch, erklärte alles sehr verständlich und brachte uns bei, „Wellen zu lesen“.

Mexiko Puerto Escondido Morgenstimmung

Ab ins Surfgetümmel

Puerto Escondido ist mit zahlreichen Stränden gesegnet, die je nach Bedingungen mehr oder weniger für Surfanfänger geeignet sind. Für uns ging es häufig zum Playa Carrizalillo, der sich direkt bei unserer Surfschule befindet. An manchen Tagen fuhren wir aber auch mit dem Jeep nach La Punta, einem Strandabschnitt des Zicatela Strandes.

Mexiko Puerto Escondido Surfen Franzi Strand

Häufig waren die Surfspots – trotz der unmenschlichen Uhrzeit – schon gut gefüllt und zahlreiche Surfschüler warteten mit ihren Surflehrern im Wasser. Bei so viel Unkenntnis blieben natürlich auch kleinere bis mittelgroße Zusammenstöße nicht aus, wobei wir dank unseres umsichtigen Surflehrers glimpflich davongekommen sind.

Mexiko Puerto Escondido Surfen La Punta

Wenn wir es dann aber geschafft hatten, mit Hilfe von Alex in die Welle zu paddeln, schnell genug auf dem Board zu stehen, stabil zu sein und die Balance zu halten – dann war es unbeschreiblich toll! Wellenreiten macht so unfassbar viel Spaß!!! Wir paddelten jedes Mal mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück ins Meer und wollten dieses Gefühl unbedingt noch einmal erleben.

Mexiko Puerto Escondido Surfen Franzi

3 Stunden Spanischunterricht

Nach dem Surfen waren wir anfangs immer ziemlich platt und krabbelten nach Dusche und Frühstück gern noch mal ins Bett zur Erholung. Kurz vor 12 packten wir dann erneut unsere Sachen und machten uns wieder auf zur Surfschule, denn unser zweiter Programmpunkt stand an: 3 Stunden Spanischunterricht. Mit unserer Spanischlehrerin Angie machten wir einen Glücksgriff denn sie ging total auf uns ein, legte den Fokus der Stunden auf die Kommunikation und war immer zu einem angeregten Gespräch aufgelegt. Höhepunkt war sicherlich unser gemeinsamer Besuch auf dem Markt. Wir lernten nicht nur Vokabeln sondern ganz viel über das Leben in Puerto Escondido.

Neben Grammatik, Vokabeln und vielen Übungen hatte Angie aber noch etwas sehr wertvolles zu bieten: die besten Tipps für Bars und Restaurants. Wir haben sie alle beherzigt und sind immer sehr gut damit gefahren.

Strände ohne Ende in Puerto Escondido

Rundum Puerto Escondido gibt es so viele Strände, dass man wirklich die Qual der Wahl hat! Unseren „Hausstrand“ Playa Carrizalillo erreichten wir nach 86 Stufen. Hier unten konnte man es sich auf Liegen unter Sonnenschirmen bequem machen wenn man denn Getränke bei den Strandbars kaufte. Wir lagen oft vor den Liegen auf unseren Handtüchern, ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen und uns in den Wellen treiben.

Mexiko Puerto Escondido Playa Carrizalillo

Der Boulevard vor dem Playa Carrizalillo wurde ein wenig zu unserem zweiten zu Hause. Hier haben wir bei El Sultan regelmäßig Salat und Burrito mit Kebab oder Falafel gegessen und zum Nachtisch durfte die Pita mit Nutella nicht fehlen. Im Cafecito trifft sich der halbe Ort zum Frühstücken und auch wir haben hier gerne Obstsalat mit Joghurt und hausgemachtem Granola gefrühstückt. Dann noch einen frischen Saft und schon waren wir vitamintechnisch bestens versorgt!

Playa Coral und Playa Bacocho

Ein wenig weiter nördlich befinden sich zwei Strände, die fast menschenleer sind. Der Playa Coral ist über einen gewundenen Weg von der Hauptstraße aus zu erreichen und befindet sich in einer kleinen Bucht. Wir waren an einem Sonntag hier und es waren nur fünf weitere Menschen da! Hier gibt es keine Liegen oder Verkaufsstände, dafür aber einige Palmen, die in der heißen Mittagshitze Schatten spenden. In der Bucht gibt es viele Felsbrocken im Wasser, sodass sie zum Schwimmen nicht so perfekt ist. Dafür kann man sich mit Taucherbrille bewaffnet die Unterwasserwelt ansehen.

Mexiko Puerto Escondido Playa Bacocho

Der Playa Bacocho ist deutlich länger und größer und an ihm liegen zwei Hotelresorts, die auch Essen anbieten. Mittwochabends zeigt das Hotel Villasol kostenlos Kinofilme mit Untertiteln. Wir haben den Film The Scotsman auf Englisch mit spanischen Untertiteln gesehen. Im Hinterrund das Meeresrauschen, in der Hand ein Bier und Nachos… besser geht Open Air Kino ja wohl kaum, oder?!

Playa Manzanillo und Puerto Angelito

Diese beiden Strände liegen in der Bucht zwischen dem Playa Carrizalillo und Zicatela und sind bei den Einheimischen unheimlich beliebt. Die Strände eignen sich nicht zum Surfen, dafür aber zum Baden. Entsprechend voll war das Wasser am Wochenende. Hier tummelten sich die mexikanischen Familien und genossen die Wellen in vollen Zügen.

Mexiko Puerto Escondido Playa Coral

Playa Zictatela: Tolle Restaurants und Bars

Der Hauptstrand in Puerto Escondido ist vor allem für seine riesigen Wellen bekannt. In der Regenzeit (ungefähr Mai bis Oktober) türmen sich die Wellen meterhoch auf und bilden eine Röhre, in der Profis wunderbar surfen können. Wir haben am Playa Zicatela hauptsächlich am Strand gelegen und die Wellen fasziniert beobachtet, Surfen bei den Wellen hätte unsere Fähigkeiten (noch, vermutlich ein Leben lang) überstiegen.

Dafür haben wir einige der Bars und Restaurants ausprobiert. In der Bar Revolucion am Strand haben wir in gemütlichen Lounge Möbeln bei Livemusik den Sonnenuntergang mit Cocktails ausklingen lassen. Im Bananas gab es himmlische Pasta mit Shrimps und sehr gute Pizza und in der Palapita gab es Piña Colada frisch in der Ananas serviert mit günstigem Refill (20 Pesos, 1€!). Am Playa Zicatela befinden sich die meisten Hotels und hier sind sicherlich auch die meisten Touristen untergebracht. Dennoch mischt sich das Klientel am Abend mit den Einheimischen, sodass es sich immer noch authentisch anfühlt.

Mexiko Puerto Escondido Zicatela Sonnenuntergang

Ganz authentisch haben wir dann auch eine Tlayuda probiert – eine Mischung aus Pizza und Döner. Im Tortillafladen gibt es wahlweise Rind oder Huhn mit Zwiebeln, Käse und ein bisschen Salat. Dazu kann man sich eine grüne Sauce, bestehend aus Avocados, drüber kippen und schon hat man ein leckeres und günstiges Essen.

Oasis Surf School

Wir hatten die Surfstunden, den Spanischunterricht und die Unterkunft für die ersten 14 Tage über die Oasis Surfschule gebucht. Die Inhaber Roger und Sol sind sehr nett und bemüht um ihre zahlreichen Schützlinge. Jeden Abend werden Aktivitäten wie Cross Fit, Ausdauertraining oder Schwimmtraining angeboten, um das Surfen zu unterstützen. Und einmal in der Woche werden die Fotos vom Surfen in großer Runde mit den Surflehrern ausgewertet und Feedback gegeben. Das war wirklich sehr hilfreich!

Wir würden die Oasis Surfschule definitiv weiterempfehlen! Die Surflehrer sind gut ausgebildet und der Spanischunterricht war toll auf unser Können und unsere Wünsche zugeschnitten. Nicht umsonst verlängert ein Großteil der Leute hier vor Ort ihren Aufenthalt und bleibt oft deutlich länger als geplant. Wir ja auch ;)

Unsere Unterkunft in Puerto Escondido

Nachdem wir die ersten 14 Tage in einem kleinen Appartment mit Küche im Mango Surf House gewohnt hatten, haben wir uns für die zusätzlichen Tage über AirBnB ein Zimmer gemietet. Bei einem sehr netten Chirurgen und seiner Familie bezogen wir ein Zimmer im großzügigen Haus. Für nur 15€ schliefen wir hier bequem und hatten ein wirklich schönes Bad. Zudem gab es zwischendurch immer wieder nette Gespräche mit der Familie.

Können wir jetzt perfekt surfen und Spanisch sprechen?

Mexiko Puerto Escondido Surfen Fallen

Das wäre schön! Wir können uns jetzt auf Spanisch unterhalten und haben – wie unsere Spanischlehrerin Angie so schön sagte – ein Español Sobrevivencia (Survival Spanisch) gelernt, mit dem wir durchkommen. Das ist aber definitiv ausbaufähig und wir wollen dran bleiben, weiter zu lernen. Bezüglich unserer Surfkünste sind wir selbstbewusster geworden und konnten einige echt tolle Wellen surfen. Matthias schaffte es auch, alleine in die Wellen zu paddeln. Franzi fehlen dafür noch ein bis zwei Muskelaufbau-Übungen ;) Wir hatten superviel Spaß an allem und werden die Zeit in Mittel- und Südamerika nutzen, um beides weiter zu verbessern!

Mexiko Puerto Escondido Surfen Matthias

Und du?

Bist du auch schon mal irgendwo surfen gewesen? Kannst du uns einen tollen Surfspot empfehlen? Dann immer her damit!