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Von Madaba aus führte uns unsere Jordanien Rundreise in die Hauptstadt. Amman empfing uns mit kuscheligen 35°C und einigen der am besten erhaltenen römischen Gebäuden der Welt. Welche Sehenswürdigkeiten du dir unbedingt ansehen solltest, wenn du in Amman bist? Hier erfährst du es.

Sehenswürdigkeiten in Amman

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Downtown Amman, sodass man diese gut zu Fuß erlaufen kann. Erschwerend kommt hier die Hügeligkeit der Stadt hinzu, denn fast keine Straße verläuft einfach mal ohne Steigung.

Das Römische Theater

Ziemlich zentral steht in Amman ein fast 2000 Jahre altes römisches Theater. Wir waren erst mal einfach sprachlos als wir es gesehen haben. Es ist riesig! In Zahlen ausgedrückt: hier passen 6000 Zuschauer hinein, es wurde im zweiten Jahrhundert errichtet und wird im Sommer auch heute noch regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Besucher können das Theater tagsüber erkunden (Eintritt 3JD) und von ganz oben einen super Blick auf die Stadt und die Zitadelle genießen.

Wir fanden den Blick auf das Römische Theater vom Forum aus fast noch besser, weil du es erst dann in seiner ganzen Größe erfassen kannst. Wir haben lange auf den Stufen gesessen, posiert und einen epischen Einlauf für unser Video aufgenommen.

Forum und Odeon

Vor dem Römischen Theater befindet sich das sogenannte Forum. Das war einmal einer der größten öffentlichen Plätze im Römischen Reich und wurde von imposanten Säulen eingerahmt. Bis heute sind nur einige wenige Säulen übrig geblieben, die an Ammans Blütezeit als Handelszentrum  erinnern. Der große Platz erwacht aber am Abend zum Leben! Wir haben hier gespannt junge Jordanier beim Shisha rauchen, Familien beim gemütlichen Tee und Kleinkünstler beobachtet.

Das Odeon ist wie eine kleine Ausführung des großen Theaters und wurde früher zur Darstellung von Kunst genutzt. Wir hatten es ganz für uns und waren überrascht, wie gut erhalten es noch ist. Von den oberen Rängen des Odeon kannst du auf das Römische Theater gucken und die Baukunst von damals bestaunen.

Die Zitadelle von Amman

Auf dem höchsten Hügel in Amman befindet sich die Zitadelle, eine seit der Bronzezeit bewohnte Festung. Die Ruinen und Gebäude aus der Römischen, Byzantinischen, und Umayyad-Zeit sind auch heute noch umschlossen von einer fast zwei Kilometer langen Steinmauer. Wir haben uns viel Zeit gelassen zum Erkunden und dabei immer wieder den Blick auf Amman genossen. Von hier oben hast du eine Panoramasicht vom Feinsten!

Der Herkulestempel

Unser Highlight in der Zitadelle waren die Überreste vom Herkulestempel. Die riesigen Säulen vor dem Panorama von Amman haben es uns einfach angetan. Vom Tempel selbst ist nicht mehr allzu viel übrig und das liegt daran, dass die Steine später dafür genutzt wurden, eine Kirche ganz in der Nähe zu bauen. Schade um den schönen Tempel!

Der Umayyad Palast

Nach den Römern hinterließen auch die Araber ihre Spuren auf der Zitadelle. Sie bauten den Umayyad Palast, der aus einer Vielzahl an Gebäuden besteht. Das größte Gebäude ist die Eingangshalle mit ihrer beeindruckenden Kuppel. Wir hielten die Halle anfangs selbst für den Palast. Später haben wir auf den Schildern gelesen, dass die vielen Ruinen drumherum ebenfalls Palastgebäude waren.

Eine alte Kolonnadenstraße ist noch relativ gut erhalten. Die übrigen Gebäude sind schon kurz nach ihrer Errichtung um 750 von einem Erdbeben zerstört worden. Wir haben uns die große Zisterne angesehen und sind durch die Ruinen der vielen kleinen Wohngebäude geschlendert. Hier haben wir auch ein schattiges Plätzchen für eine entspannte Pause gefunden.

Auf dem Gelände der Zitadelle kannst du auch noch die Überreste einer Byzantinischen Kirche sehen, die zum Teil aus den Steinen des Herkulestempels erbaut wurde. Ziemlich zentral liegt das Archäologische Museum, in dem Funde vom Gelände der Zitadelle aber auch aus anderen Orten Jordaniens ausgestellt werden.

Gutes Essen in Amman

Da wir inmitten des Ramadan durch Jordanien reisten, war das mit dem Essen eine heikle Angelegenheit. Frühstück haben wir morgens im Hotel* gegessen und tagsüber sollte man auch als Tourist aus Respekt vor den Muslimen nicht in der Öffentlichkeit essen oder trinken. Damit blieben uns noch zwei Abende, um die Restaurants in Amman zu testen.

Hashem Restaurant

Nicht nur der Lonely Planet empfiehlt das Hashem Restaurant, auch über Facebook hatten wir den Tipp bekommen, dort essen zu gehen. Die Tische füllten sich hier schnell und wir gaben unsere Bestellung auf. Bekannt ist das Hashem Restaurant für seine Falafel, frittierte Bällchen aus Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen. Dazu haben wir Datteln, Salat, Hummus, Babaganoush und eine Art Fladenbrot gegessen.

Habiba

Für die süße Nachspeise geht man in Amman zum Habiba, das in einer kleinen Seitenstraße im Stadtzentrum liegt. Du wirst es trotzdem ziemlich leicht finden, denn hier bildet sich abends eine ordentliche Schlange. Alle stehen an, um Kenafe zu essen. Auf großen Platten wird diese Süßspeise in verschiedenen Varianten gebacken. Wir haben uns ein Stück geteilt und waren sehr angenehm überrascht. Von der Konsistenz war es ein bisschen wir Grillkäse, überbacken mit einer knusprigen Zuckerschicht und Pistazien. Das solltest du auf jeden Fall mal probieren!

Die Souqs ⦿ Ammans Märkte

Wir sind ein Fan von Märkten. Wer schon länger bei uns mitliest, hat schon Berichte von Märkten in Bolivien, Japan oder New York bekommen. Und so waren wir natürlich ganz heiß darauf, auch die Märkte in Amman zu testen. Auf den sogenannten Souqs werden Waren immer thematisch passend angeboten. Es gibt also einen Haushaltswaren-Souq, einen Obst- und Gemüse-Souq, einen Gewürz-Souq usw. Wir haben unsere Nasen in die Gewürzsäcke gesteckt und fasziniert die riesigen Wassermelonen bestaunt. Die vielen frischen Früchte stammen größtenteils aus dem Jordan Valley, einem fruchtbaren Tal am Jordan an der israelischen Grenze.

Unsere Unterkunft in Amman

Mitten in Downtown hatten wir ein Doppelzimmer im The Boutique Hotel Amman* gebucht und wurden bei Ankunft mit einem kostenlosen Upgrade auf ein Zimmer mit Balkon überrascht. Am meisten haben wir uns aber über die Klimaanlage gefreut, die unser Zimmer herrlich runtergekühlt hat bei den hochsommerlichen Temperaturen. Im Preis von 26€ pro Nacht* ist ein sehr einfaches Frühstück enthalten. Auf die Kakerlake im Badezimmer hätten wir verzichten können, ansonsten war das Zimmer für den Preis in Ordnung.

Unser Video über Amman

Mit dramatischem Intro und tollen Bildern präsentieren wir dir auch in unserem Video die Highlights aus Amman. Schau doch mal rein!

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Kyoto ist die Kulturstadt Asiens 2017 – gewusst haben wir das vor unserer Anreise nicht und erfahren haben wir es dann auf den schön bemalten Plakaten. Verstehen können wir es aber definitiv! Die ehemalige Hauptstadt Japans bietet einen Reichtum an Tempeln und Schreinen, der seinesgleichen sucht.

Unsere Anreise vom Mount Fuji nach Kyoto

Die Seen rund um den Mount Fuji sind etwas abseits gelegen und damit oft nur über mehrere Bus- und Zugkombinationen erreichbar. Die schnellste Variante von Kawaguchiko aus ist der Highwaybus nach Mishima (2260¥ p.P., 17€) und dann von Mishima aus der Shinkansen nach Kyoto. Das dauert insgesamt ungefähr fünf Stunden. Wir fanden sowohl die Bus- als auch die Zugfahrt sehr bequem und die Verbindung einfach. Die Bustickets hatten wir schon bei unserer Ankunft in Kawaguchiko am Bahnhof gekauft, die Zugtickets dann kurz vor Abfahrt des Zuges in Mishima. Insgesamt kostete uns die Fahrt 103€ pro Person.

Japan Transport Highwaybus

Unsere Unterkunft in Kyoto

Da Kyoto sowohl bei japanischen als auch bei ausländischen Touristen hoch im Kurs steht, sind Unterkünfte hier gut ausgelastet und es  ist schwer, etwas Günstiges zu finden. Wir sind in einem 8er Schlafsaal im Birds Hostel* untergekommen und haben pro Bett 26€ für die Nacht bezahlt. Das Hostel liegt direkt neben dem Imperial Palace und ist über die Karasuma Subway Linie gut ans Metronetz angebunden. Das Zimmer war sehr schön und die Duschen und Toiletten sauber und neu. Ein kleines Frühstück am Morgen war ebenso inbegriffen. Für uns war dies hier ein guter Deal!

Tempel gucken in Kyoto

Als ehemalige Hauptstadt Japans bietet Kyoto Kultur wie kaum eine andere Stadt. Hier kannst du vermutlich Wochen damit verbringen, Tempel anzuschauen. Wir haben uns auf ein paar beschränkt, die uns empfohlen wurden oder sich besonders interessant anhörten.

Fushimi Inari Schrein

Der Hauptschrein des Inari (Gott der Fruchtbarkeit, des Reis und der Füchse) liegt etwas außerhalb im Süden Kyotos, ist aber über die Nara Line vom Hauptbahnhof aus schnell erreicht. Wir waren zunächst von der Masse der Touristen erschlagen! Es war Mittwochmorgen, kurz nach 10 Uhr und auf dem Gelände des Fushimi Inari war die Hölle los!

Kyoto Fushimi Inari Eingang

Nachdem wir das Eingangstor passiert hatten, orientierten wir uns kurz und nahmen dann den Haupttempel ins Visier. Wie so oft durften wir hier keine Fotos machen, wobei wir den Tempel selbst auch gar nicht als so besonders schön empfanden.

Danach ging es für uns durch tausend (oder mehr) Torii den Inari Berg hinauf. Diese Tore wurden von Privatpersonen oder kleinen Unternehmen gespendet, in der Hoffnung, dass dadurch Wünsche erfüllt werden. Der Gang durch diese irre vielen Tore könnte echt richtig schön sein, wenn nicht alle zwei Meter Selfies gemacht würden. So schlängelten wir uns durch die Massen hindurch und waren froh, als es weiter oben weniger Menschen wurden.

Kyoto Fushimi Inari Torii

Abseits des Hauptweges liegen noch viele weitere kleine und mittelgroße Schreine auf dem Weg. Charakteristisch für den Inari sind die zwei Füchse und das Tor davor. Die Tempelanlage liegt malerisch in einem Wald und der Rundweg auf den Berg hinauf und wieder zum Eingang ist eine schöne Sache. Wir sind uns nach wie vor unsicher, ob es hier jeden Tag so voll ist oder ob besonders viele Urlaub hatten. Der Besuch des Inari ist übrigens kostenlos und soll sich auch abends lohnen, wenn alles angestrahlt wird.

Kyoto Fushimi Inari Wald

To-ji Tempel

Nur 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt steht Japans größte Holzpagode im Komplex des To-ji Tempels. Bezahlst du den Eintritt von 500¥ (4€), kannst du einen kleinen Park vor der Pagode sowie zwei weitere Hallen aus dem 16. Jahrhundert betreten. Vom Park und einem Teich hast du einen traumhaften Blick auf die Pagode! Allein dafür lohnt sich der Eintritt schon.

Kyoto To-ji Pagode

Die 55 Meter hohe Pagode wurde im 9. Jahrhundert das erste Mal errichtet und ist seitdem bereits vier Mal abgebrannt. Die aktuelle Variante steht aber inzwischen immerhin schon über 450 Jahre. Die Pagode darf leider nicht betreten werden.

Kyoto Kodo & Kondo

Dafür konnten wir in das Innere der Haupthalle (Kondo) und des Vortragssaals (Kodo) sehen, aber leider keine Fotos davon machen. Hier standen beeindruckende goldene Buddha Statuen in verschiedenen Größen. Ein toller Anblick. Aber auch von außen machten Kondo und Kodo etwas her und wussten zu beeindrucken.

Der Goldene Pavillon Kinkaku

Gemeinsam mit tausenden anderen Touristen besuchten wir Kyotos schönsten Tempel. Der Goldene Pavillon steht an einem kleinen See und überstrahlt alles in seiner Umgebung. Der buddhistische Tempel zählt zum Weltkulturerbe und wurde 1397 errichtet. Seine oberen Stockwerke sind mit Blattgold überzogen, was einfach wunderschön aussieht.

Kyoto Goldener Pavillon

Wir ließen uns mit den vielen Menschen treiben um den Tempel aus allen möglichen Winkeln zu betrachten und natürlich selbst auch ein paar Fotos zur Erinnerung zu schießen. Den Eintritt von 400¥ (3€) zahlten wir bei so viel Schönheit gerne.

Tempel im Arashiyama Viertel

Etwas außerhalb von Kyoto liegt das Arashiyama Viertel, das mit Bus und Bahn aber vom Zentrum in einer halben Stunde erreicht werden kann. Hier befinden sich viele weitere Tempelkomplexe und der berühmte Bambuswald.

Tenryu-ji Tempel

Den Tempel des heiligen Drachen haben wir nur von außen betrachtet, da wir vorher gelesen hatten, dass sich der Besuch nicht so wirklich lohnen würde. Stattdessen spazierten wir durch den umliegenden Garten, der einer der ältesten in Japan ist. Auf den schön angelegten Wegen schlenderten wir durch die grüne Landschaft und konnten den Tenryu-ji Tempel von außen sehen. Auch für den Besuch des Gartens fällt ein Eintritt von 500¥ (4€) pro Person an.

Kyoto Tenryu Garten

Bambuswald

Angrenzend an den Tenryu-ji Tempel liegt der Bambuswald, von dem es überall im Internet diese megacoolen Fotos gibt. Wir spazierten durch die meterhohen Bambusbäume hindurch und waren dabei in guter Gesellschaft von ungefähr tausend anderen Touristen. So beeindruckend dieser relativ kurze Spaziergang auch war: wären da nicht so viele Menschen gewesen, hätten wir das Ganze vermutlich noch viel mehr genießen können. Großer Pluspunkt: Der Spaziergang durch den Bambuswald ist kostenlos.

Einen Bambuswald mit weniger Menschen findest du im Adashino Nenbutsu-ji Tempel, von dem wir dir im nächsten Abschnitt berichten.

Kyoto Bambuswald

Adashino Nenbutsu-ji Tempel

Im Norden des Arashiyama Viertels gibt es die Möglichkeit, einen weniger besuchten Bambuswald zu durchschreiten. Im Adashino Nenbutsu-ji Tempel sind die verlorenen Seelen vieler tausender Menschen geborgen und werden durch Steinfiguren symbolisiert.

Kyoto Nenbutsu-ji Tempel

Zudem kannst du hier eben auch durch einen kleinen Bambuswald spazieren und wirst dabei nicht viele andere Touristen sehen. Während unseres Besuchs waren gerade mal vier weitere Menschen auf dem Gelände. Ein Besuch der Tempelanlage kostet dich 500¥ (4€). Da dieser etwas außerhalb liegt, kannst du auf einem gemütlichen Spaziergang durch Arashiyama die niedlichen Häuser und weitere Tempel bestaunen.

Imperial Palace und der Garten

An diesem schönen Ort hat für eine sehr lange Zeit der japanische Kaiser gelebt und dementsprechend prächtig sind Palastgelände und Garten. Der Garten ist eine gute Gelegenheit für einen ruhigen Spaziergang. Das Palastgelände kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und zwei Mal täglich werden englischsprachige Touren angeboten (10 und 14 Uhr).

Kyoto Imperial Palace Garten Brücke

Wir sind eher durch Zufall bei so einer Tour gelandet und hörten gespannt zu. Die Tourguidin sprach gutes Englisch und gestaltete den Rundweg durch den kaiserlichen Garten wirklich ansprechend. Und obwohl es regnete, fanden wir die Gartenanlagen (mal wieder) klasse. Gärten anlegen können die Japaner einfach!

Nijo-jo Burg

Wenn ihr Burg lest, kommen bei euch vielleicht ähnliche Bilder in den Kopf wie bei uns: riesige Ritterburgen mit Steinmauern und Steinwänden. Hier in Japan können Burgen auch ganz anders aussehen! Die Nijo-jo Burg in Kyoto mit ihrem schön geschwungenen Dach, den Tatami-Matten auf dem Boden und den großen Wandbildern erinnerte uns eher an ein Schloss.

Kyoto Nijo-jo Castle

Für einen Eintrittspreis von 660¥ (5€) durften wir das große Gebäude auf Socken erkunden und in die vielen Hallen spähen. Wie so oft galt auch hier Fotoverbot, sodass wir euch davon keine Bilder liefern können. Bekannt ist die Nijo-jo Burg auch für seinen Nachtigallengang. Wenn man hier über den Holzboden läuft, entstehen Geräusche, die (anscheinend) wie das Singen einer Nachtigall klingen. Man vermutete, dass so Eindringlinge schnell gehört werden konnten, der tatsächliche Grund ist aber einfacher: es war nicht gewollt. Die quietschenden Geräusche sind Produkt der Nägel und des Holzes, das erst im Laufe der Zeit entstanden ist.

Kyoto Niji-jo Garten Matthias

Unser Rundgang setzte sich danach im tollen Garten fort. Das mit den Gärten hast du jetzt schon oft gelesen, wissen wir. Aber die sind wirklich schön! ;) Von einem ehemaligen Wachturm konnten wir weit über Kyoto sehen und auch die Burganlage gut überblicken.

Kyoto Nijo-jo Gelände

Nishiki Markt

Nach so viel Sightseeing wollten wir in Kyoto auch die japanische Esskultur erkunden. Und dafür eignet sich der Nishiki Markt wirklich perfekt! Inmitten der Innenstadt liegt der Markt auf einer langgezogenen, überdachten Straße und bietet Unmengen an Essen an. Das Tolle dabei: an vielen Ständen kannst du probieren. Wir nahmen die Probierhäppchen gerne an und lernten so weitere Fisch- und Gemüsesorten kennen.

Kyoto Nishiki Markt

Zum Sattwerden gönnten wir uns geniale Garnelen, einen Squid-Spieß und einen Bun (eine Art gefüllter Hefekloß). Das Schlendern über den Markt fanden wir echt klasse. Da wir es leider erst gegen 17 Uhr hierher geschafft hatten, bauten einige Händler ihre Leckereien bereits ab. Der Markt schließt 18 Uhr – also nicht zu spät vorbeikommen!

So viel Kultur in Kyoto

Unsere Tage in Kyoto waren vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten und wir haben eine Vorstellung der japanischen Geschichte und Kultur bekommen. Die wirklich tollen Gebäude und Gärten haben uns absolut begeistert. Um den Rahmen hier nicht komplett zu sprengen, haben wir den Tagesausflug nach Nara in einem extra Artikel beschrieben.

Und hier ist unser Video zu Kyoto mit allen oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten und mindestens genauso vielen Versprechern ;)

In drei Tagen haben wir Japans Megametropole erkundet und haben überrascht festgestellt: Tokio gefällt uns richtig gut! Die Stadt war trotz ihrer Größe gar nicht anstrengend, einfach zu besichtigen und hatte an jeder Ecke Interessantes zu bieten. Hier erzählen wir dir, was wir alles erlebt und uns angesehen haben.

Vom Narita Flughafen in die Innenstadt nach Tokio

Die meisten internationalen Flüge starten und landen auf dem Narita Flughafen, der 70 Kilometer außerhalb von Tokio liegt. Vom näher gelegenen Haneda Flughafen gelangt man schneller in die Innenstadt, er wird aber nicht so häufig angeflogen. Wir erreichten den Narita Airport von Bali aus nach einem schlaflosen Nachtflug mit Air Asia am frühen Morgen und wollten uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Hotel durchschlagen.

Wir nahmen die Keisei Main Line bis Ueno und stiegen dort in die Ginza Line um, die ins Shibuya-Viertel fährt. Insgesamt waren wir ca. 1,5 Stunden vom Flughafen unterwegs und fanden diese Variante ziemlich entspannt. Für die Fahrt haben wir pro Person 9,50€ bezahlt. Alternativ gibt es auch Limousinenbusse und schnellere Züge, die dann mehr kosten.

Unsere Unterkunft in Tokio

Im Super Hotel Lohas Akasaka* haben wir für 11250 ¥ (87€) pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bekommen. Die teuerste Unterkunft unserer Weltreise war dennoch ein Schnäppchen für Tokio-Verhältnisse! Unser kleines Zimmer wurde optimal genutzt, war gut eingerichtet und hatte viele kleine Extras, über die wir uns gefreut haben (Pflegeprodukte, Fön, Schlappen etc.). Zudem gibt es im Hotel einen Onsen (heißes Bad) für Gäste, den wir auch nutzten. Das war die perfekte Entspannung nach einem langen Sightseeing-Tag! Die Lage ist ebenfalls super. In zwei Minuten ist man umgeben von vielen Restaurants und mit der Bahn immer nur wenige Stationen von den Hauptattraktionen Tokios entfernt.

Ankunftstag in Japan

Geschlaucht durch die schlaflose Nacht kämpften wir uns durch unseren ersten Tag etwas durch. Unser Hotelzimmer konnten wir erst am Nachmittag beziehen und hatten daher noch einige Stunden außerhalb totzuschlagen. Wir brachen in Richtung einer großen Grünfläche auf, in der Hoffnung in einem Park ein bisschen rumhängen zu können. Bis wir endlich hineinkamen, hatten wir ihn einmal komplett umrundet :D

Tokyo Akasaka Palace

Ohne es zu wissen waren wir einmal um den Park des Akasaka Palace gelaufen und wurden kurz vor dem Palast von einem total enthusiastischen Japaner angesprochen. Dieser erklärte uns den Zweck des Palastes (Guest State House) und erzählte, dass bereits Barack Obama hier zu Gast gewesen sei.

Wir besuchten den kostenlos zugänglichen Public Garden vor dem Palast und ruhten uns auf einer Bank in der Sonne aus. Später konnten wir unser Zimmer im Hotel beziehen und uns etwas ausruhen bevor wir abends in eine Sushi Bar gingen. Hier gab es sehr leckeres Sushi und damit hatten wir einen richtig entspannten ersten Tag in Tokio.

Japan Tokyo Sushi Bar

Sightseeing in Tokio

Unsere nächsten Tage waren prall gefüllt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten Tokios. Und auch wenn uns abends die Füße qualmten, so waren wir doch echt entspannt. Trotz der Ausmaße dieser Stadt und der vielen, vielen Menschen, fanden wir es hier überraschend ruhig und gar nicht hektisch. Wir haben in drei Tagen nur einmal ein Auto hupen hören. Und das war auch noch unsere Schuld.

Senso-ji Tempel und die Nakamise-dori

Im Viertel Asakusa liegt der Senso-ji Tempel, einer der meist besuchten in Tokio. Für uns bildete der buddhistische Tempel den Anfang unser Tour durch die japanischen Sehenswürdigkeiten. Von der Asakusa Metrostation aus liefen wir zunächst durch die Nakamise-dori, eine lange Einkaufsstraße mit vielen kleinen Läden. Hier wird von Kimonos über Masken, japanische Süßigkeiten bis zu Spielzeug alles angeboten. Wir schlenderten gemütlich die Straße entlang und sahen uns neugierig um. Mal konnte man edle Holzstäbchen für bis zu 100€ erstehen, dann wieder kleine Kekse für wenige Cents.

Japan Tokio Nakamise-Dori

Am Ende der Nakamise-dori bildet das Hozomon Tor den Eingang in den Tempelkomplex des Senso-ji. Wir erkundeten ausgiebig den Tempel, die fünfstöckige Pagode und die dazugehörige Gartenanlage. Auch ließen wir uns die Zukunft vorhersagen! Vor dem Tempel kannst du für nur 100¥ (80 Cent) ein Stäbchen aus einer Metallbox ziehen und dann in der passenden Schublade deine Vorhersage bekommen. Franzi hatte eine positive, Matthias eine negative. Aber das ist für die Japaner auch kein Problem. Die negativen Vorhersagen werden einfach an ein Gitter gebunden und gut ist!

Tokyo Senso-ji

Ueno Park

Inmitten des Großstadttrubels bietet der weitläufige Ueno Park viel Grün, Parkbänke und Springbrunnen zur Entspannung. Wir aßen erst an einem riesigen Seerosenteich unseren mitgebrachten Muffin und schlendert dann gemütlich durch den restlichen Park.

Tokyo Ueno Park

Ginza Yanaka

Im Yanaka Viertel bietet diese Straße kleine, ursprüngliche japanische Läden sowie Marktstände. Hier lohnt sich ein Spaziergang mit nicht allzu vollem Bauch, denn du kannst auch wieder tolles Essen probieren. Wir bestaunten japanische Dekoration und Holzfiguren und lernten Donuts in Wurstform lieben. Das hört sich zwar gar nicht lecker an, aber war es! Den japanischen Namen konnten wir uns einfach nicht merken. Donut in Wurstform war es aber vermutlich nicht ;)

Akhibara

Wenn wir an Japan dachten, kamen bei uns schnell zwei Assoziationen: Sushi und eine riesige Manga-Kultur. Um Zweites ausgiebiger zu bewundern, fuhren wir nach Akhibara. Im Elektronikviertel Tokios wurden wir von großen Leuchtreklamen, Megabildschirmen und Animefiguren zu (unserer Meinung nach) absurden Preisen begrüßt. So ungefähr hatten wir uns das vorgestellt!

Tokyo Akhibara

Dazu schallte es aus den Läden heraus und Mädels in Manga-Verkleidung versuchten, Kunden in die Cafés zu locken. Wir saugten die vielen Eindrücke in uns auf und schüttelten immer wieder verwundert den Kopf.

Tsukiji Fischmarkt

Viel früher als wir wollten, quälten wir uns nach einem Abend im Izakaya aus den bequemen Hotelbetten um zu einem der Highlights in Tokio zu fahren: dem Tsukiji Fischmarkt. Der größte Fischmarkt weltweit öffnet schon früh seine Tore und verschließt sie irgendwann gegen Mittag wieder. Wir hatten gelesen, dass man spätestens 9 Uhr vor Ort sein sollte.

Tokyo Fischmarkt Matthias

Nach kurzer Anreise mit der Bahn erreichten wir die Hallen gegen 9 Uhr und erfuhren, dass die Handelshallen für Besucher erst ab 10 Uhr geöffnet sind. Auch gut. Also schlenderten wir zuerst durch den sogenannten Outer Fischmarkt, der sich vor den Hallen befindet. Hier gibt es viele kleine Sushirestaurants, die vom morgens gefischten Fisch das beste Sushi zubereiten. Wir landeten durch Zufall im Daiwa Sushi, der als bester Sushiladen gilt.

Daiwa Sushi – The place to be!

Während wir uns in die Schlange einreihten, wurden wir von einer netten Japanerin vor uns aufgeklärt. Sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht, erzählte uns von dem Ansehen der Sushi Chefs im Daiwa und den Spezialitäten in den Läden herum. Von ihr erfuhren wir auch, dass die Schlange normalerweise viel länger sei und Leute sich hier teilweise schon ab 4 Uhr morgens die Beine in den Bauch stehen, um früh hereinzukommen. Für uns war das Warten nach 20 Minuten beendet und wir konnten an der kleinen Sushitheke Platz nehmen.

Sushi Fischmarkt

Von der liebenswürdigen Japanerin instruiert, bestellten wir jeweils das Sushi-Set. So bekamen wir die Empfehlungen des Tages vom Chef. Dabei waren verschiedene Sorten Thunfisch, Garnele, Aal, Lachseier, Seeigel, Kalmar und weitere, die wir nicht identifizieren konnten. Das Sushi schmeckte uns hervorragend, auch wenn wir rohen Fisch zum Frühstück gewöhnungsbedürftig fanden :)

Riesige Markthalle

Gut gesättigt starteten wir anschließend unsere Begehung der Markthalle. Hier gab es unglaublich viel Auswahl an Fisch und Meerestieren. Von den großen Thunfischen waren wir besonders beeindruckt. Kein Wunder, dass morgens um 6 Uhr eine Auktion stattfindet, bei der die besten Thunfische ersteigert werden können. Nicht selten geht so ein Fisch hier für 10.000€ über den Tisch. Für den ersten Thunfisch des Jahres wurden dieses Jahr sogar 600.000€ gezahlt!

Tokyo Tsukiji Fischmarkt

Ginza Viertel

Im Ginza Viertel reihen sich einige der teuersten Kaufhäuser und Designerläden aneinander. Mehr als Windowshopping saß hier für uns nicht drin. Am meisten interessierten uns aber sowieso die unteren Etagen der exklusiven Kaufhäuser. Dort sind meistens die Essensabteilungen angesiedelt und es gibt sooo viel zu gucken. Die perfekt dekorierten Süßwaren, die wunderschön angeordneten Sushiboxen oder Lebensmittel zu horrenden Preisen.

Zu Franzis Entzücken entdecken wir in Ginza den Itoya Laden, der großartige Karten, Blöcke und so viel mehr um das Thema Papier und Basteln bietet. Hier musste Matthias sehr entschieden eingreifen, sonst wären unsere Rucksäcke jetzt mit niedlichem Washi-Tape, Briefpapier und so viel mehr gefüllt ;)

Die Shibuya Kreuzung

Die wohl berühmteste Kreuzung der Welt liegt inmitten Tokios quirligem Shibuya-Viertel und lockt mit geordnet-chaotischem Durcheinander. Sowas geht auch nur in Japan! Wir überquerten die Kreuzung (wie gefühlt Millionen andere Menschen tagtäglich) und suchten uns dann einen Fensterplatz im Starbucks, von dem aus wir das Treiben eine ganze Weile beobachteten.

Tokyo Shibuya Kreuzung von oben

Gleichzeitig überqueren hier Menschen aus fünf verschiedenen Richtungen die Straße und es ist ein totales Gewusel. Da es aber immer noch Japan ist, kommt jeder problemlos am Ziel an und der Verkehr kann flüssig weitergehen. Wir haben uns eine solche Kreuzung mal in Indien vorgestellt und das völlige Chaos, das dort herrschen würde. Nicht zu vergessen das Dauergehupe, welches das Ganze begleiten würde :D Aber im geordneten Japan ist es eben kein Problem, im Gewirr der Fußgängerüberquerungen auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Der Meiji Jingu Schrein und Garten

Nur einen Spaziergang von der Shibuya Kreuzung entfernt, befindet sich der Meiji Jingu Schrein. Der Weg dorthin führt durch einen tollen Wald und durch mehrere riesige Holztore.

Tokyo Meiji Schrein Wald

Angekommen an einem der meist besuchten religiösen Anlagen in Tokio mussten wir leicht enttäuscht feststellen: hier wird renoviert. Das imposante Eingangstor konnten wir noch vollständig bestaunen, der eigentliche Schrein aber lag verhüllt in einer Plane. Darauf sein Abbild. Muss echt beeindruckend aussehen.. so in Echt ;)

Tokyo Meiji Schrein

Also trotteten wir wieder zurück und gaben dem Meiji Jingu Inner Garden eine Chance. Den Eintritt von 500¥ (4€) pro Person blätterten wir zuversichtlich hin. Für Gartenanlagen haben die Japaner schließlich ein Händchen. Vernachlässigt hatten wir die Jahreszeit und das Wetter. Bei leichtem Nieselregen gingen wir durch grüne Gräser, an einem grünen Teich und grünen Bäumen vorbei. Alles irgendwie wenig beeindruckend und Ende September eben auch ohne blühende Pflanzen. Das hätten wir uns sparen können. Im Frühjahr ist der Garten sicherlich den Abstecher wert.

Odaiba mit Rainbow Bridge und dem größten Roboter Japans

In das vom Wasser umgebene Viertel Odaiba sind wir eigentlich nur wegen Matthias‘ Uhr gefahren. Und obwohl wir sie dort nicht reparieren lassen konnten (Garmin gibts hier nicht), war es trotzdem ein absoluter Glücksfall. Alleine die Fahrt nach Odaiba war den Ausflug schon wert. In der ziemlich neuen Yurikamome Linie geht es über der Erde zwischen den Hochhäusern entlang. Das ist bereits genial. Dazu kommt, dass die Bahn keinen Fahrer hat und vollautomatisch fährt. Der Knaller ist dann aber die Fahrt über die sogenannte Rainbow Bridge, die Odaiba mit dem Rest Tokios verbindet. Unser Geheimtipp für dich! Die Aussicht ist irre und die Fahrt über die Brücke wirklich cool.

Tokyo Skyline von Odaiba

Wir sind von der Daiba Station aus zum Wasser gegangen und konnten die langgezogene Skyline Tokios und die Rainbow Bridge im strahlendsten Sonnenschein betrachten. Auf den Steinen sitzend, machten wir hier eine Sightseeingpause und beobachteten fliegende Fische (kein Scherz!).

Tokyo Skyline mit Strand

Danach ging es zu unserem (erfolglosen) Ausflug in die Mall, der aber durch den größten Roboter Japans gerettet wurde. Dieser steht vorm Eingang des Diver City Tokyo und ist enorm groß. Als wir die Mall wieder verließen, hatte sich vor dem Roboter eine ansehnliche Menschentraube versammelt. In Erwartung einer beeindruckenden Robotershow gesellten wir uns dazu. Von vier ausgefahrenen Klappen und etwas Beleuchtung waren wir dann aber nicht wirklich beeindruckt. Matthias hatte eher an Karate-Moves in Transformer-Manier gedacht!

Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein lauschiges Plätzchen am Wasser. Dort beobachteten wir, wie es immer dunkler wurde und die Hochhäuser immer heller. Der Blick auf die Skyline von Tokio war hier einfach genial. Wir waren zwar nur durch Zufall hier gelandet, können einen Abstecher nach Odaiba aber sehr empfehlen.

Imperial Palace und East Garden

Der Sitz des japanischen Kaisers ist der sogenannte Imperial Palace im Herzen Tokios. Eingebettet in eine riesige Gartenanlage residieren die Royals hier auf einem wunderschönen Flecken. Da der Palast aktuell auch bewohnt ist, dürfen der Palast selbst und die Gartenanlagen direkt darum nicht besichtigt werden. Der East Garden hingegen ist für die Öffentlichkeit zugänglich und das sogar kostenlos. Wenn du nicht gerade an einem Freitag auf die Idee kommst, dort spazieren zu wollen (so wie wir). Freitags ist der Garten nämlich geschlossen. Dumm gelaufen!

Tokyo Blick auf Skyline vom Imperial Palace

Wie ließen uns davon aber nicht abhalten und umrundeten die ganze Anlage des Imperial Palace und machten so einen wirklich schönen Spaziergang. Währenddessen müssen uns hunderte Jogger entgegengekommen sein, die diese Runde zum Laufen anscheinend sehr schätzen. Wirklich alle liefen gegen den Uhrzeigersinn – Ordnung muss schon sein!

An unserem Abfahrtstag versuchten wir unser Glück erneut und schlossen unsere Rucksäcke in der Tokyo Station ein. Und dieses Mal war der East Garden geöffnet und wir konnten durch die grüne Parkanlage spazieren. Besonders schön fanden wir die „Bonsaibäume“, bei denen echt nicht eine Nadel in die falsche Richtung wächst!

Tokyo Imperial Palace East Garden

Mit der Metro durch Tokio

Am besten kannst du Tokio mit der Metro erkunden. Es gibt superviele Linien, die dich kreuz und quer durch die Stadt befördern. Und trotz des riesigen Netzes haben wir uns immer erstaunlich gut zurecht gefunden. Die einzelnen Linien haben einen Namen, einen passenden Buchstaben und eine eigene Farbe. Dazu sind die Bahnhöfe super beschildert und die Ansagen in den Bahnen auch immer auf Englisch. Eine Einzelfahrt kostet (mit Suica Card) zwischen 165 und 195¥, was 1,30€ bis 1,50€ ist. Das fanden wir für diese teure Megastadt sehr erschwinglich.

Japan Tokio Metro

Um dir die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel möglichst einfach zu gestalten, können wir dir nur empfehlen, dir eine Suica Card (oder alternativ Pasmo Card) zuzulegen. Auf diese lädst du ein Guthaben und kannst somit einfach und schnell die Haltestellen passieren. Zum Bahnfahren und der Suica Card werden wir noch mal einen extra Artikel verfassen.

Ein vielversprechender Start in unsere Japanreise

Tokio hat uns wirklich überrascht! Wo wir sonst ja nicht die größten Fans von Megastädten sind, haben wir die Tage hier komplett genossen. Wir waren wirklich null gestresst und haben die Stadt als extrem entspannt und vor allem ruhig wahrgenommen. Auf jeden Fall war es ein genialer Einstieg unserer Japanreise und wir freuen uns schon sehr auf noch ganz viel mehr!

Tokio Videos

Wenn du das Ganze gerne in bewegten Bildern erleben möchtest, dann schau doch mal in unsere Tokio Videos rein!

Unsere Ankunft in Tokio 

Tokio Sightseeing I  und  Tokio Sightseeing II

Viel zu schnell gingen unsere Tage in New York City vorbei. So viel gibt es hier zu entdecken und zu erleben, dass wir nur einen Bruchteil der ganzen Tipps umsetzen konnten, die wir vorher schon bekommen hatten. Wir fanden die Stadt einfach fabelhaft und werden definitiv noch einmal wiederkommen.

Unsere Anreise von Boston nach New York

Für die ungefähr dreistündige Fahrt hatten wir uns bei Megabus Sitze in der oberen Etage direkt am Fenster gebucht und hatten damit einen tollen Blick auf die Natur Neu-Englands sowie Stadtrundfahrten durch Boston und New York. Wir hatten die Tickets online gebucht und 25 US$ pro Person bezahlt. Die Busse sind klimatisiert, mit Wifi und jeder Sitz mit Steckdose und USB-Lademöglichkeit ausgestattet. Alternativ kannst du auch BoltBus, Greyhound, Peter Pan oder diverse andere Busse buchen, die ähnliche Leistungen zu ähnlichen Preisen anbieten. Wenn du lange vorher buchst, gibt es wohl manchmal Fahrten für unter 10US$. Die Busse fahren in Boston in der Regel vom South Bus Terminal ab, das sich direkt bei der South Station befindet und damit einfach zu erreichen ist.

Unsere Unterkunft in New York

Wie auch schon in Boston konnten wir hier ein halbes Vermögen sparen, weil wir bei einem Freund einer Freundin (danke Anne) untergekommen sind. Wir hatten Kevan vorher nie getroffen und waren total glücklich, bei diesem supernetten echten New Yorker einen Schlafplatz zu haben. In der südlichen Bronx, nur zwei Subwaystationen von Manhattan entfernt, wurde um uns herum mehr Spanisch als Englisch gesprochen, da hier sehr viele Latinos wohnen. Wir konnten nach der langen Zeit in Mittel- und Südamerika also weiter freundlich mit Hola grüßen und fielen gar nicht weiter auf.

U-Bahn fahren in New York City

Um in Manhattan von A nach B zu kommen, bietet sich die Subway an. Alle paar Blocks gibt es Subway Stationen und so gelangt man problemlos vom einen Ende der Insel zum anderen. Eine einfache Fahrt kostet 3$ und endet sobald du die Station verlässt, egal welche das ist. Wir haben uns wie schon in Boston ein 7-Tages-Ticket gekauft, das uns hier 32$ gekostet hat. Die Linien sind entweder durchnummeriert oder mit einem Buchstaben versehen. Um zu wissen, in welche Richtung du fahren musst, ist es immer hilfreich zu wissen ob du Uptown (Richtung Central Park und darüber) oder Downtown (Richtung Lower Manhattan) fährst.

New York Subway

Mit der Subway zum JFK Flughafen in New York

New York wird von drei Flughäfen umgeben, von denen der John F. Kennedy Flughafen der größte ist. Dieser liegt etwas außerhalb der Stadt, kann aber gut mit der Subway erreicht werden. Wir sind in der südlichen Bronx gestartet und haben bis zum Flughafen 1,5 Stunden gebraucht. Du musst mit einer der Linien Richtung Queens fahren und kannst von dort die Airport Train nehmen, die zu allen Terminals fährt. Die Fahrt mit der Airport Train kostet dich 5$, der Weg mit der Subway zur Airport Train nur die regulären 3$ (bei uns im 7-Tages-Ticket inklusive). Das fanden wir wirklich günstig.

Sightseeing in New York – die Standards

Da Matthias vorher noch nie in New York gewesen war, wollten wir einige der Touristenstandards abklappern. Schließlich kennt fast jeder so viele Fotos von New York, hat diverse Filme gesehen, die in New York spielen und das mussten wir dann eben mit dem Original abgleichen.

Die Freiheitsstatue

Vermutlich das Wahrzeichen von New York und damit auch für uns auf der langen To Do Liste der abzuklappernden Sehenswürdigkeiten. Glücklicherweise buchte Matthias uns spontan am Morgen online noch Tickets, denn die Schlange am frühen Nachmittag war unfassbar lang. Drei Stunden hätten wir ohne Reservierung hier warten müssen. Auch so standen wir eine ganze Weile an und mussten durch einen ausführlichen Securtiy Check bevor wir die Fähre nach Liberty Island betreten konnten.

New York Freiheitsstatue vom Boot aus

Auf der Insel selbst statteten wir uns zunächst mit den im Ticket inbegriffenen Audio Guides aus und hörten uns einiges zur Freiheitsstatue an. Als die 22 Stockwerke hohe Statue 1886 aufgestellt wurde, waren die höchsten Gebäude in Manhattan nur 5-stöckig. Kaum vorzustellen bei der heutigen Skyline. Danach ging für uns in die Statue, da wir Pedestal Tickets gekauft hatten. Mit diesen kann man bis zum Fuß der Statue hochgehen und einen Einblick ins Innere bekommen. Diese Tickets sind limitiert und können nur vor Betreten von Liberty Island gekauft werden. Es ist auch möglich, bis zur Krone der Freiheitsstatue aufzusteigen, allerdings sind diese Tickets oft Monate im Voraus schon ausgebucht. Wenn du also nicht so spontan reist wie wir, dann kannst du dir hier einen mega Ausblick organisieren.

New York Freiheitsstatue mit Skyline New York

Wir umrundeten die Freiheitsstatue schließlich noch einmal gemeinsam mit den Hundertschaften von Touristen auf der Insel, wichen zahlreichen Selfiesticks aus und gelangten sicher wieder auf die Fähre um nach Manhattan zurückzufahren. Die Tickets hatten uns 18,50 US$ pro Person gekostet und wir fanden den Preis auch völlig in Ordnung. Die Fähren legen am Battery Park ganz im Süden Manhattans ab und dort können die Tickets auch gekauft werden.

Die Brooklyn Bridge

New York Brooklyn Bridge

Die älteste Brücke der Stadt wurde 1883 errichtet und verbindet die Stadtteile Brooklyn und Manhattan miteinander. Die Brücke macht optisch einiges her und der Ausblick auf die Skyline von Manhattan ist fantastisch. Wir fuhren mit der Subway nach Brooklyn zur High Station, die direkt bei der Brücke liegt. Von hier liefen wir die knapp zwei Kilometer über die Brücke und blieben alle paar Meter stehen um die Aussicht zu genießen. Wahnsinn!!

New York Brooklyn Bridge Paar

Das Museum of Modern Art

Eines der berühmtesten Museen weltweit schaffte es auch, uns Kunstbanausen anzulocken und mit seinen Ausstellungsstücken zu beeindrucken. Wir staunten über Skulpturen, Bilder und Inszenierungen und fragten uns das ein oder andere Mal, ob das Kunst ist oder jemand da einfach was liegen gelassen hat ;) Die vielen großzügigen Galerien beherbergen nicht nur aktuelle Ausstellungen sondern auch grandiose Werke von Künstlern wie Matisse, Monet oder Picasso.

New York Museum of Modern Arts

Spartipp: Normalerweise musst du 25 US$ Eintritt für das Museum zahlen. Aber jeden Freitag zwischen 16 und 20 Uhr kannst du das MoMa kostenlos besichtigen! Da wirst du natürlich nicht alleine sein, ist ja klar. Bei uns war es ordentlich voll. Wir waren aber dem Rat der Website folgend erst kurz vor 18 Uhr eingetroffen und mussten dadurch nicht anstehen, um hineinzukommen, sondern konnten direkt hineingehen.

Der Central Park

Diesen riesigen Grünstreifen inmitten von Manhattan kennen wir aus so vielen guten Filmen (z.B. Kevin allein in New York, Friendship), dass wir ihn natürlich auch mit eigenen Augen sehen mussten. Der Park erstreckt sich über 50 Blocks, hat mehrere Seen und ist erstaunlich ruhig. Wir schlenderten einmal quer durch, beobachteten ein Softballspiel auf dem großen Lawn und umrundeten die Seen im Park und versuchten, den Joggern nicht im Weg zu stehen.

New York Central Park

Times Square

Als wir aus der Subway Station am Times Square ausstiegen, fragte mich Matthias: „Und was ist jetzt das Besondere an diesem Platz?“ Nur wenige Minuten später lief er mit offenem Mund durch die Flut an Großleinwänden und rempelte immer wieder andere Passanten an, weil er den Blick nur nach oben hielt. Es ist schwer zu beschreiben, was dort zu sehen ist. Die Flut an blinkender Werbung, die riesigen Gebäude und die Massen an Menschen, die sich all das ansehen. Wir haben vor lauter Staunen und Rempeln leider vergessen, Fotos zu machen. Schoko-Tipp: Es gibt einen M&M-Store mit riesiger M&M-Zapfanlage, die sogar Zartbitter-Varianten bereit hält. Wir haben uns hier eingedeckt mit Snacks für den …

… Blick vom Top of the Rocks

Wer in New York ist, der muss auf jeden Fall auf einen der Wolkenkratzer gehen um sich die Ausmaße der Stadt von oben ansehen zu können. Da Franzi den Blick vom Empire State Building schon kannte und die Tickets mit 54$ pro Person noch mal deutlich teurer waren, entschieden wir uns für das Rockefeller Center. Hier erstanden wir für 34$ pro Person Tickets für die Aussichtsplattform Top of the Rocks in der 62. Etage.

New York Blick auf Empire State Building und die Stadt von oben

Wir waren kurz nach 17 Uhr oben, weil wir dachten, dass die Sonne gegen 19 Uhr untergehen würde. Das stellte sich als Irrtum heraus, da wir nun mal mitten im Sommer da waren (August) und die Sonne erst gegen 20 Uhr verschwand. Also genossen wir über 3,5 Stunden den 360° Blick über Manhattan und die Bezirke drum herum.

Wir hatten eine wirklich ausgezeichnete Sicht und konnten selbst die Freiheitsstatue in der Ferne gut erkennen. Auf der obersten Aussichtsplattform gibt es nicht einmal mehr Glas um einen herum, sodass wir tolle Fotos schießen konnten. Je später es wurde, desto voller und dichter wurde das Gedränge. Wir hatten uns aber vorne platziert und konnten somit das Farbspiel und den Sonnenuntergang hindernisfrei bestaunen.

New York Blick vom Top of the Rocks abends

Das One World Trade Center

Hier, wo bis 2001 noch das World Trade Center stand, wurde das höchste Gebäude der USA errichtet, das auch von Nahem beeindruckt. Steht man unten vor dem One World Trade Center und schaut nach oben, hat man den Eindruck, es würde in den Himmel wachsen.

Davor sind auf den Grundflächen des ehemaligen World Trade Centers Gedenkstätten in Form von Wasserfällen errichtet, in denen die Namen der Opfer des Anschlags verewigt wurden. Verstörend fanden wir an diesem Ort die vielen Menschen, die fröhlich in Richtung ihrer Selfiesticks grinsten um sich im besten Winkel abzulichten.

New York World Trade Center Denkmal

Auch um das One World Trade Center herum sind inzwischen eine Vielzahl neuer Gebäude entstanden, zu denen auch ein Museum zu den Ereignissen des 11. September 2001 gehört. Wir haben uns aufgrund der Wartezeit und des Eintrittspreises (24$) gegen den Besuch entschieden. Sehr beeindruckt waren wir vom Oculus, Shopping Center und Verkehrsknotenpunkt in einem. Das futuristische Gebäude mit freischwebenden Rolltreppen und dem vielen Licht ist definitiv einen Besuch wert.

New York Oculus

Sightseeing in New York – abseits der ausgetrampelten Pfade

Neben den Top-Attraktionen, die vermutlich bei jedem Touristen auf dem Plan stehen, gibt es auch einiges zu entdecken, das vielleicht nicht jeder auf dem Zettel hat, sich aber sehr lohnt. Wir müssen hier auch noch einmal erwähnen, dass unser Gastgeber Kevan uns tausend Tipps mehr gegeben hat, wir diese nur einfach nicht alle in die Tage packen konnten.

Chelsea Market

Dieser Foodmarkt hat mit der alten Fabrikhalle nicht nur eine tolle Location, er bietet auch für jeden etwas! Matthias hat als Erstes eine Berliner Currywurst verköstigt und als gut befunden.

New York Chelsea Market

Sonst findet man vom Sushi, über Crêpes, Burger bis hin zur leckeren italienischen Pizza einfach alles. Wir waren an einem Sonntag hier und es war supervoll! Die Leute quetschten sich durch die Gänge und immer mal wieder mussten wir anstehen. Einziger Nachteil sind unserer Meinung nach die wenig bis fast gar nicht vorhandenen Sitzplätze.

Highline Park

Auf einer stillgelegten Bahnstrecke inmitten der New Yorker Hochhäuser befindet sich der Highline Park. Zwischen der West 34th Street und West 12th Street kannst du hier auf einem toll angelegten Weg spazieren und immer wieder schöne Blicke auf New York erhaschen. Das Besondere dabei: du läufst etwas erhöht (High Line) und erlebst die Stadt noch einmal ganz anders.

New York High Line Park

Zudem gibt es immer wieder Bänke, überall sind Wiesen und Blumenbeete angelegt und dadurch kannst du angenehme Pausen einlegen und das Treiben um dich herum beobachten. Die High Line war früher zum Warentransport genutzt worden aber mit Zunahme der Bürojobs und Abnahme von Produktionsgebäuden in Manhattan irgendwann überflüssig geworden. Wir finden, dass das wirklich eine einzigartig tolle Weise ist, diese Infrastruktur zu nutzen! Und anscheinend nicht nur wir, denn hier waren richtig viele Leute unterwegs.

Greenwich Village

Dieses Stadtviertel südlich vom Central Park beherbergt die New York University, viele Cafés und es spielen immer irgendwo Straßenmusiker. Die Atmosphäre ist total entspannt und auf einem Spaziergang durch das Village kannst du vieles entdecken.

Wir starteten unsere Tour im Washington Square Park, in dem an jeder Ecke Musiker für tolle Unterhaltung sorgen. Als wir durch die schönen Straßen von Greenwich Village schlenderten, entdeckten wir auch das Spiele-Café The Uncommons, das uns sofort überzeugte. Hier kann man für 5$ unbegrenzt Brettspiele spielen und die Auswahl im Café ist wirklich beeindruckend.

New York Greenwich Village The Uncommons

Wir kamen mit einem deutschen Mitarbeiter ins Gespräch, der uns erzählte, dass das Café richtig gut angenommen werde und für die Abende oft eine Warteliste geführt werde, weil der Andrang so groß sei. Daher sei eine Reservierung für den Abend für Gruppen ab 5 Leuten empfehlenswert. Und weil der Laden so gut läuft, wird ab September ein weiterer in der Upper West Side mit dem Namen Hex & Co eröffnet. Wir waren von dem Konzept sehr begeistert und hätten hier gerne eine Partie gespielt, aber New York wollte ja noch weiter erkundet werden.

See you, New York!

Auch wenn unsere Tage in New York gut gefüllt waren und wir einiges gesehen haben, so konnten wir umso mehr nicht sehen. Die Stadt und auch die Bezirke rund um Manhattan haben so viel zu bieten, dass wir sicher noch einmal wiederkommen und weitere Ecken erkunden werden.

Für Franzi war es ein Nach-Hause-Kommen nach 10 Jahren, für Matthias war es das erste Mal, dass er die Ostküste der USA besuchen würde. Für uns beide war es eine wirklich tolle Zeit in dieser vielfältigen und so schönen Stadt. In Boston haben wir uns (wieder) unheimlich wohl gefühlt und die Sommertage in vollen Zügen genossen.

Boston Blick von Cambridge

Unsere Unterkunft in Boston

.. war ein absoluter Glücksfall! Im Oktober letztes Jahr hatten wir in Nepal auf der Wanderung im Himalaya Deana und Michael kennengelernt und waren mit ihnen zusammen acht Tage lang den Annapurna Circuit gewandert. Zehn Monate später konnten wir nun bei ihnen übernachten und hatten die bequemste Unterkunft der gesamten Reise – und das zum Freundschaftspreis von einem Essen. Wir sind in South Boston untergekommen und waren innerhalb weniger Minuten mit der T direkt im Zentrum der Stadt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Boston

Boston ist eine der wenigen Großstädte in den USA, die wirklich gut zu Fuß erkundet werden kann. Außerdem gibt es hier ein tolll ausgebautes Nahverkehrssystem – die sogenannte T. Auf fünf verschiedenen Linien wird man (zumeist unter der Erde) kreuz und quer durch die Stadt befördert. Das System ist einfach und praktisch. Eine Einzelfahrt kostet 2,75$ und ist beliebig lang. Wir haben uns ein 7-Tages-Ticket gekauft, das nur 21,25$ kostet und sich damit auch schon für vier oder fünf Tage lohnt. Zudem gilt das Ticket nicht nur für die T sondern auch alle Busse in der Stadt.

Wenn du (so wie wir) in Boston am Flughafen ankommst, kannst du kostenlos mit der Silver Line der T in die Stadt fahren. Die Busse haben extra Gepäckfächer für Koffer und Rucksäcke und sind eine tolle Möglichkeit, einen Haufen Geld für ein Taxi zu sparen.

Sightseeing Highlights in Boston

In unseren sechs Tagen in der Stadt waren wir oft von morgens bis abends unterwegs und haben bei Sonnenschein die vielen schönen Ecken der Stadt erkundet. Und dennoch hätten wir uns noch so viel mehr ansehen können.

Rundblick vom Prudential Center Skywalk

In der 50. Etage des Prudential Center befindet sich der Skywalk, der einen 360° Rundblick auf die Stadt bietet. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 19$ und beinhaltet einen Audio Guide, der einem erklärt, welche Gebäude man da um sich herum so sieht. Der Ausblick ist wirklich fantastisch und die Informationen dazu interessant. Wir finden, dass man dadurch einen tollen Überblick über die Stadt bekommt und können dir nur empfehlen, das zu Beginn deines Aufenthalts in Boston zu machen.

Boston Blick vom Prudential Center

Die nette Ticketverkäuferin gab uns auch den Tipp, dass wir am Abend mit dem gleichen Ticket noch einmal wiederkommen könnten um die beleuchtete Skyline zu sehen. Tipp: Das Ticket muss dafür einmal abgestempelt werden. Das haben wir direkt umgesetzt und sind kurz vor der letzten Fahrstuhlfahrt (21.30 Uhr) noch einmal in die Höhe gefahren um die beleuchtete Innenstadt Bostons zu sehen.

Boston Blick vom Prudential Center nachts

Eine Schifffahrt durch den Hafen Bostons

Mehrfach täglich legen am Long Wharf (beim Boston Aquarium) die Schiffe für die 90-minütige Hafenrundfahrt ab. Während der Fahrt bekamen wir viele interessante Details zur Stadt erzählt, konnten die kleinen Inseln im äußeren Hafen sehen und die Boston Skyline vom Wasser aus betrachten. Wir waren überrascht, wie gut uns diese Rundfahrt gefallen hat. Wir haben uns sehr spontan dazu entschieden (an einem sonnigen Sonntag) und es war kein Problem, bei Boston Harbor Cruises noch Tickets (29$ pro Person) zu bekommen.

Boston Skyline vom Schiff

Entspannung im Boston Common und Public Garden

Inmitten der Innenstadt erstreckt sich unendlich viel Grün im Boston Common. Bei schönem Wetter werden die Wiesen von Sonnenanbetern erobert, der große Spielplatz am Frog Pond von den Kindern gestürmt und das Wasser für eine kleine Abkühlung genutzt. Nebenbei laufen hier so viele Eichhörnchen rum, dass du Stunden damit verbringen kannst, die niedlichen Tierchen zu beobachten.

Boston Public Garden

Nur durch eine Straße vom Boston Common getrennt, liegt der Public Garden mit seinem See in der Mitte. Dieser wird von kleinen Booten befahren. Genauso schön ist es aber, sich am Ufer in die Wiese zu legen, den Enten und Gänsen zuzusehen, der Musik im Hintergrund zu lauschen und diese grüne Oase im Herzen Bostons zu genießen.

Wissenschaft zum Anfassen im Museum of Science

Am Charles River im Norden liegt eines der spannendsten Museen der Stadt. Das Museum of Science bietet für Kleine und Große ganz viel Interessantes und das auf eine so interaktive Art und Weise, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Überall wird man aufgefordert, kleine Experimente auszuprobieren und kann viele Naturphänomene hautnah erleben. Als Matthias dann noch die Dinosaurierknochen in Originalgröße entdeckte, war er vollends begeistert.

Boston Museum of Science Dinosaurier

Im Museum kannst du locker einen ganzen Tag verbringen, solltest aber mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wir haben uns die Lightning Show im Electricity Theater angesehen, bei der live Blitze erzeugt werden und viel zur Elektrizität erzählt wird. Das war schon sehr beeindruckend!

Boston Museum of Science Lightning Show

In der Ausstellung zum menschlichen Körper kann man an zehn verschiedenen Stationen Informationen über sich selbst sammeln (z.B. Wie effektiv läufst du?), die man selbst am Computer einsehen kann. Wir fanden das sehr faszinierend und haben uns immer wieder in die Schlangen zwischen die Kinder gestellt. Das Museum of Science ist ein wirklich außergewöhnliches Museum, da jede Ausstellung dafür ausgelegt ist, den Besucher einzubeziehen. Den Eintritt von 25$ für einen Erwachsenen fanden wir völlig angemessen.

Im Fenway Park ein Baseballspiel der Red Sox schauen

Boston ist bekannt für seine Sportteams und in allen wichtigen Ligen vertreten. Der älteste Ballpark der USA liegt nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt und beherbergt die Spiele der Boston Red Sox. Im Stadion werden Fenway Franks (Hot Dogs), Pommes und jede Menge Bier verkauft. Das alles natürlich zu saftigen Preisen (Bier 10$). Die Stimmung im Stadion ist wirklich klasse und wird durch Aktionen wie ein Dance Off in der Spielpause und Ähnliches getragen. Da wird das Baseballspiel fast zur Nebensache ;) Wir konnten kurzfristig über stubhub noch Tickets für ein Spiel an einem Samstagabend bekommen, haben zwei Homeruns und einen Sieg der Red Sox gesehen. Perfekt gelaufen!

Boston Fenway Park

Im Boston Aquarium Pinguine, Fische und Seelöwen bestaunen

Im ehemals größten Fischtank der Welt tummeln sich so viele Meeresbewohner, dass wir ständig unsere Nase an der Scheibe platt drückten um auch nichts zu verpassen. Dort schwammen riesige Fische, Hammerhaie und große Schildkröten direkt neben uns vorbei. Der Tank ist in der Mitte des Aquariums platziert und Besucher können sich über vier Etagen ganz hoch arbeiten.

Boston Aquarium

Aber auch die anderen Aquarien und Ausstellungen bieten faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt. Es gibt sogar einen Octopus, ein Tier das wir bisher noch nie gesehen hatten. Matthias konnte nach seinen Tauchgängen in Nicaragua sogar einige Fische wiedererkennen. Es war aber auch ein bisschen schräg, die Tiere hier eingesperrt zu sehen, wo wir in Nicaragua eben bei unseren Tauch- und Schnorchelerlebnissen die Fische noch in ihrem eigentlichen Lebensraum betrachtet hatten. Wir haben entschieden, dass wir das deutlich lieber mögen. Dennoch ist das Boston Aquarium sehr sehenswert, wenn auch mit einem Eintrittspreis von 28$ für Erwachsene nicht günstig.

Quincy Market und Faneuil Hall

Auf diesem großen Marktplatz steppt der Bär… oder es tanzt die Hip Hop Truppe aus New York. Hier ist immer was los und die Menschen strömen nur so an einem vorbei. Der Quincy Market ist eine Art riesiger Foodcourt, in dem es alles nur Erdenkliche zu essen gibt. Wir haben uns hier an mehreren Tagen eine Clam Chowder geteilt, für die Boston berühmt ist. Dabei handelt es sich um eine Muschelsuppe, die am besten in der Brotschüssel (ein Brotlaib in Schüsselform) gegessen wird. Das ist echt lecker und macht richtig satt.

Boston Clam Chowder

Aber auch um den Quincy Market herum gibt es viele Läden, sodass die Gegend für einen Einkaufsbummel optimal ist. Am einen Ende steht mit der Faneuil Hall zudem auch ein wichtiges historisches Gebäude, das 1742 errichtet wurde. Dieses Marktgebäude wurde in den Jahren vor der Boston Tea Party für Protestaktionen und Zusammenkünfte genutzt.

MIT und Harvard

Auf der anderen Seite des Charles River befindet sich Cambridge mit den berühmten Universitäten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Harvard. Beide Unis haben zahlreiche Nobelpreisträger hervorgebracht, zählen zu den Elite-Unis der USA und sind weltweit bekannt. Wir schlenderten über den Campus vom MIT, waren architektonisch aber mehr von den Backsteingebäuden Harvards angetan.

Boston MIT

Noch einmal schwelgten wir in unserer Unizeit, dem Göttinger Campus, der Z-Mensa und den vielen damit verbundenen Erlebnissen. Ob die Studenten hier ein ähnliches Unileben führen?

Sonnen an der Esplanade

Das Ufer des Charles River auf der Höhe des Back Bay Viertels und des Boston Common wird Esplanade genannt. Hier sonnten wir uns auf einem Steg, genossen den Blick auf Cambridge und die Segelboote auf dem Fluss. Die Strecke ist beliebt bei Joggern und viele bringen ihre Hängematte mit und entspannen zwischen den Bäumen. So richtig voll wird es hier am 4. Juli, dem Nationalfeiertag, weil auf dem Fluss das große Feuerwerk zu sehen ist und in der Hatch Shell (einer Open Air Konzertmuschel) das Boston Pops Orchester spielt. Im Sommer gibt es hier viele Veranstaltungen und einige sogar kostenlos.

Boston Esplanade

Back Bay und Newbury Street

Eines der teuersten Wohnviertel in Boston ist das sogenannte Back Bay mit seinen Backsteinhäusern im viktorianischen Stil. Hier kannst du endlos durch die Straßen schlendern und findest an jeder Ecke ein neues Fotomotiv, das du unbedingt festhalten musst. Die bekannteste Straße in Back Bay ist die Newbury Street mit ihren schönen Boutiquen, edlen Restaurants und kleinen Läden zum Stöbern. Für unser Budget leider eine Ecke zu teuer, aber Gucken kostet ja nix.

Boston Back Bay Newbury Street

Den Harbor Walk entlang spazieren

Vorbei an Piers und immer den Bostoner Hafen im Blick liefen wir den Harbor Walk entlang. Insgesamt geht dieser über eine Strecke von 70 Kilometern bis hin zum Neponset River. Wir sind zur South Station gefahren und von dort den Weg bis zum Aquarium spaziert, das waren vermutlich eher ein bis zwei Kilometer ;) Die blauen Zeichen helfen zur Orientierung und zwischendurch stehen immer wieder Informationstafeln mit Hinweisen zur Geschichte des Hafens oder der Stadt. Ein toller Spaziergang!

Boston Harbor Walk

Financial District und Rose Kennedy Greenway

Häufig sind die Finanzviertel in Großstädten wenig anschauliche Betonansammlungen. Anders in Boston! Auch hier stehen viele Wolkenkratzer herum um die ganzen Büros zu beherbergen. Aber inmitten der Wolkenkratzer finden sich immer wieder schöne historische Gebäude und der Rose Kennedy Greenway. Dieser längliche Park führt einmal quer durch den Financial District und lädt zum Ausruhen auf der Wiese ein. Vor 15 Jahren ging an dieser Stelle noch ein riesiger, hässlicher Highway quer durch die Stadt. Im Rahmen eines finanziellen Mega-Projektes (The Big Dig) wurde der Highway unter die Erde verlegt und an seiner Stelle kannst du heute im Rose Kennedy Greenway entspannt durch Grün schlendern und die Blicke auf die Stadt genießen.

Boston Financial District Rose Kennedy Greenway

Der Freedom Trail

Während wir die ersten Tage oft eher ziellos durch Boston geschlendert waren, folgten wir an unserem letzten Tag dem sogenannten Freedom Trail. Dieser führt an 16 bedeutenden historischen Gebäuden und Plätzen vorbei und verbindet diese in Form einer roten Linie auf dem Boden. Während dieses ungefähr vier Kilometer langen Spaziergangs lernten wir einige historische Fakten zur Gründung der Vereinigten Staaten und der großen Bedeutung von Boston dabei.

Boston Common State House

Der Spaziergang selbst ist kostenlos und einige der Gebäude konnten wir ebenfalls kostenlos besichtigen. Es gibt aber auch Museen, in denen ein Eintritt zwischen 2 und 8$ fällig wird. Startpunkt des Freedom Trail ist der Boston Common, zu dem man am einfachsten mit der T kommt und an der Station Park Street aussteigt.

Geld sparen mit dem Boston City Pass

Reisen in den USA ist teuer und das vor allem, wenn du dir viel ansehen möchtest. In Boston kannst du mit dem Boston City Pass richtig Geld sparen. Als Erwachsener zahlst du 56$ und kannst vier Top-Sehenswürdigkeiten besichtigen, für die du sonst deutlich mehr Eintritt zahlen müsstest. Enthalten im Pass sind:

  • Eintritt für Prudential Center Skywalk (sonst 19$)
  • Eintritt für das Boston Aquarium (sonst 28$)
  • Eintritt für das Museum of Science (sonst 25$)
  • Boston Harbor Cruise (sonst 29$) ODER Harvard Museum of Natural History (sonst 12$)

Der Pass kann online gekauft werden, aber auch an jeder der Attraktionen, die im Pass enthalten sind. Ein weiterer Vorteil, der in der Hauptreisezeit nicht zu vernachlässigen ist: du brauchst nicht anzustehen. Entweder kannst du direkt das Ticket im City Pass verwenden oder es gibt eine extra (und deswegen extra kurze) Warteschlange für die Inhaber des Boston City Pass. Wir haben durch den City Pass jeder 45$ gespart. Der Pass ist an neun aufeinanderfolgenden Tagen gültig und bietet damit genügend Zeit, sich alles in Ruhe anzusehen.

So viel erlebt in Boston

Während wir sonst eher in gemütlichem Tempo reisen und am Tag vielleicht eine Aktivität unternehmen, haben wir in Boston genau das Gegenteil gemacht. Zu kostbar schien es uns, Zeit für Video schneiden, Blogbeitrag schreiben oder Reiseplanung zu vergeuden. Wir haben die Stadt von allen Ecken aus gesehen und auch Franzi hat noch mal viel Neues entdecken können. Allerdings waren wir am Ende der Woche dann auch ziemlich platt! Doch Ausruhen stand erst Mal noch nicht auf dem Plan, denn als nächstes haben wir New York City erobert!

Lange hatten wir überlegt, ob wir uns Chichén Itzá antun sollten. Die bekannteste Mayastätte gilt als eines der neuen 7 Weltwunder und wird von Touristen überlaufen. Von Cancún, Playa del Carmen und Tulum aus werden Bustouren angeboten und wenn die Strandurlauber sonst nichts von Mexiko gesehen haben, Chichén Itzá muss schon sein! Da wir in Cobá bereits Maya-Ruinen im Dschungel gesehen hatten, entschieden wir uns gegen Ek Balam, eine weitere Ruinenstätte im Dschungel bei Valladolid, und für die bekanntere und (angeblich) schönere Anlage.

Anfahrt von Valladolid nach Chichén Itzá

Wir standen morgens schon früh auf.. also für unsere Verhältnisse hier ;) 6.15 Uhr klingelte der Wecker, damit wir uns spätestens 7 Uhr auf dem Weg nach Chichén Itzá befinden. Den kann man von Valladolid auf verschiedene Arten zurücklegen: A) mit dem Bus von Mayab oder Oriente B) mit dem Taxi (war uns zu teuer) oder C) mit dem Colectivo. Da wir bisher ja gute Erfahrungen mit den Minibussen gemacht hatten, wollten wir auch dieses Mal die Strecke von knapp 50 Kilometern so zurücklegen.

Auf dem Weg zum Busbahnhof in Valladolid wurden wir auch direkt angesprochen und stiegen in den erstbesten Colectivo ein. Innerhalb von ungefähr 45 Minuten ist die Fahrt erledigt und man wird vorm Eingang von Chichén Itzá rausgeworfen. Gekostet hat uns die Fahrt 30 Pesos pro Person (1,40€).

Der frühe Vogel fängt.. das beste Bild mit der Pyramide

Wir hatten es mal wieder geschafft, die ersten am Ticketschalter zu sein und hielten somit kurz nach 8 Uhr als Erste das Ticket (237 Pesos pro Person, 10€) in den Händen. Schnurstracks liefen wir zur Pyramide, dem bekanntesten Bauwerk von Chichén Itzá. Das konnten wir dann ganz alleine bestaunen. Und natürlich coole Fotos davor machen!

Mexiko Chichén Itzá Pyramide

Die Pyramide trägt – wie fast alle pyramidenartigen Bauwerke der Maya – den Namen El Castillo und ist quasi ein großer Kalender aus Stein. Die heutige Pyramide ist 25 Meter hoch und in ihr drin befindet sich eine weitere, deutlich kleinere Pyramide. Diese ist damals zuerst gebaut worden. Als das dann gut geklappt hat, hat man alles einfach noch ein bisschen größer gebaut ;) Heute ist El Castillo vermutlich das am meisten fotografierte Maya-Bauwerk. Und wir müssen gestehen: wir waren auch ziemlich beeindruckt! Wir hatten in Cobá zwar bereits eine höhere Pyramide gesehen und erklommen, aber die in Chichén Itzá ist echt toll restauriert.

Mexiko Chichén Itzá Pyramide

Vom Castillo aus gingen wir zum nördlichen Teil der Stadt. In Chichén Itzá lebten einmal bis zu 90.000 Menschen! Im 9. Jahrhundert wurde die Stadt aus bisher ungeklärten Gründen verlassen und später wieder besiedelt. Letztendlich wurde die Stadt im 14. Jahrhundert erneut verlassen noch bevor die Spanier nach Mexiko kamen. Im Norden der Stadt befinden sich mehrere kleine Bauwerke sowie 1000 Säulen. Das muss damals wahnsinnig beeindruckend gewesen sein, war es nämlich selbst jetzt noch, wo nicht mehr alle stehen bzw. viele Schäden haben.

Mexiko Chichén Itzá Columnata Norte

El Caracol

Wörtlich übersetzt heißt El Caracol eigentlich die Schnecke. Diesen Namen haben die Spanier dem Gebäude gegeben, weil es im Inneren eine Wendeltreppe hat. Mit der Funktion hat das nichts zu tun – El Caracol ist nämlich ein Observatorium. Die Fenster im Turm sind auf Punkte im Himmel ausgerichtet, die zu bestimmten Terminen bestimmte Sterne zeigen. Von der Kuppel aus verkündeten Priester damals wichtige Termine und auch Rituale.

Mexiko Chichén Itzá El Caracol

La Casa Colorada

Mexiko Chichén Itzá Ruine im Wald

In diesem beeindruckenden Gebäude wurde damals im Inneren rote Farbe gefunden und daher wurde ihm der Name Casa Colorada gegeben – buntes Haus. Hier fällt der andere Baustil auf. Viele der Mayabauten wurden in Pyramidenform gebaut, um eine gewisse Höhe erreichen zu können. Bei diesem Komplex wurden die Steine übereinander gebaut und damit ähnelt die Casa Colorada auch eher den heutigen Häusern.

Mexiko Chichén Itzá Casa Colorada

Natürlich gibt es noch sehr viele weitere schöne Bauwerke in Chichén Itzá! Wir haben hier die für uns schönsten und beeindruckendsten zusammengefasst, erkunden kann man aber viele weitere Ruinen und zwei Cenoten, die den Maya damals das Trinkwasser gesichert haben.

Dem Touristen- und Händlerstrom nur knapp entkommen

Durch unsere frühe Ankunft hatten wir zwei Stunden, in denen wir viele der Gebäude ganz in Ruhe anschauen konnten. Es füllte sich allerdings merklich und als wir kurz nach 10 Uhr wieder Richtung Ausgang steuerten, kamen uns Hunderte von Menschen entgegen. Wahnsinn! Wir konnten aufschnappen, wie eine deutsche Touristin zu ihrem Mann meinte, dass sie aufpassen müssten, dass sie nicht der falschen Tour hinterherlaufen. Das fasst es vielleicht ganz gut zusammen ;)

Mexiko Chichén Itzá Touristenmassen

Sehr gewöhnungsbedürftig fanden wir die Händler an den Wegen, die alle nur denkbaren Waren im Angebot hatten. Pünktlich um 8 Uhr strömen auch sie das Gelände und bauen ihre Stände entlang der Wege auf. Wären wir zwei Stunden später angekommen, hätte uns dieser Anblick vermutlich erschlagen! Daher hier unser wichtigster Tipp für Chichén Itza: Sei 8 Uhr am Ticketschalter! Wir haben es im Nachhinein nicht bereut, sondern sind froh, diese wunderschönen Ruinen besichtigt zu haben.

Und du?

Kennst du auch verschiedene Maya-Ruinen? Welche haben dir am besten gefallen? Hat dir unser Bericht weitergeholfen? Wir freuen uns, wenn du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt und sie in den Kommentaren hinterlässt :)

Unsere erste Zugfahrt in Indien führte uns in den Ort, in dem DIE Sehenswürdigkeit Indiens steht: der Taj Mahal. Wir kamen an einem Donnerstagabend an und sahen von Agra nur noch einige Straßen bevor wir gegen 2 Uhr in unsere Betten fielen. Am nächsten Morgen stellten wir zufrieden fest, dass unser Hostel* super ist! Gut, dass wir hier vier Nächte bleiben würden. Es gab viele Sitz- und Chillmöglichkeiten, ein gemütliches Café und nette Reisende, die sich dort versammelten. Zudem hatten wir eine richtig bequeme Matratze (seit Wochen mal wieder) und eine Dusche, aus der ordentlich heißes Wasser kam. Damit war die Grundlage für schöne Tage gelegt!

Indien Agra Hostel

Freitags ist der Taj Mahal geschlossen und damit auch die umliegenden Souvenir- und anderen Touristenläden. Es wirkte alles wie ausgestorben, kaum jemand war unterwegs. Wir hatten uns innerlich auf Stress, Millionen Menschen und Chaos eingestellt und wurden von Ruhe empfangen. Schnell machten wir im Hostel die Bekanntschaft von Rick, ein Brite mit indischen Wurzeln, mit dem wir die nächsten Tage gemeinsam verbrachten. Wir sahen abends den Sonnenuntergang von einer Dachterrasse und dazu gab es das erste indische Bier. Achso, und den Blick auf den Taj Mahal natürlich ;)

Indien Agra Blick auf Taj Mahal mit Bier

Sightseeing in Agra

Am Samstag schloss sich unserer kleinen Truppe noch John aus Australien an. Zu viert mieteten wir eine Rikscha für den Tag und fuhren damit zu den Sehenswürdigkeiten in Agra.

Agra Fort

Als erstes stand das Agra Fort auf dem Programm. Das ist eine riesige Festung, in der damals der Erbauer des Taj Mahals, Shah Jahan, festgehalten wurde. Und hier trafen wir nun die Massen an Touristen, von denen wir gelesen hatten. Es war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil wir uns schon so lange nicht mehr in einer so touristischen Gegend aufgehalten hatten. Auf einmal waren da die Japaner und Chinesen mit ihren Selfiesticks, die Europäer mit den Socken in ihren Sandalen und die Tourigruppen mit Namensschildchen und Guide. Wir erkundeten das Fort auf eigene Faust, weil wir nach dem saftigen Eintrittspreis (550 Rupie p.P./ knapp 8€) nicht noch mehr Geld ausgeben wollten.

Indien Agra Fort

Die Informationstafeln gaben uns viele Hintergrundinformationen zu den einzelnen Gebäuden und dem geschichtlichen Hintergrund dazu. Es war eine wirklich beeindruckende Festung, die einen Besuch definitiv wert ist. Auch von hier konnten wir übrigens in der Ferne den Taj Mahal sehen.

Indien Agra Fort

Baby Taj Mahal

Danach ging es weiter zum Baby Taj Mahal. Eigentlich trägt das Mausoleum den Namen Itimad-ud-Daulah, aber aufgrund der tollen Symmetrie und weil es auch ein Mausoleum in Weiß ist, hat es den Spitznamen Baby Taj Mahal bekommen (und der eigentliche lässt sich auch echt schwer merken ;) ). Wir fanden das Gebäude unheimlich schön. Es hatte gemusterte Bodenfliesen, die Wände waren wunderschön verziert und die Parkanlage drum herum wird gerade wieder so angelegt wie sie früher gewesen ist. Ohne in dem Moment den „großen Bruder“ zu kennen und vergleichen zu können, waren wir der Meinung: Gut, dass wir hier waren und uns das Gebäude angesehen haben.

Indien Agra Baby Taj Mahal

Mehtab Bagh Park

Als letzter Stop unserer Rikschatour war am Samstag der Mehtab Bagh Park vorgesehen. Dieser liegt auf der Flussseite gegenüber des Taj Mahal und von hier wollten wir uns den Sonnenuntergang ansehen. Im Hostel hatten wir die Empfehlung bekommen, nicht in den Park reinzugehen, sondern am Parkeingang vorbei die Straße hinunter zum Ufer zu laufen. So mussten wir an dem Tag nicht ein drittes Mal Eintritt zahlen, sondern konnten den Blick auf die Flussseite des Taj Mahal kostenlos genießen.

Indien Agra Taj Mahal Uferseite

Taj Mahal

Inzwischen hatten wir den Taj Mahal von so gut wie allen Winkeln betrachtet, nur noch nicht im Ganzen und von nah dran. Also standen wir am Montag schon vor 5 Uhr auf, um als erste Tickets kaufen zu können. Man kann am Schalter leider keine Tickets für den folgenden Tag kaufen und online hat es auch nicht funktioniert. Also warteten wir brav bis die Schalter 6 Uhr öffneten und hielten als erste die Tickets in unseren Händen. Danach ging es weiter zum Osttor, wo schon die nächste Schlange auf uns wartete. Anstehen und warten wurde ein bisschen zu unserem Ding in Agra – entweder auf Bargeld oder auf die Möglichkeit, das Bargeld wieder loszuwerden ;)

6:30 Uhr öffnete das Tor und wir wurden durch eine Sicherheitsschleuse geleitet. Und dann waren wir tatsächlich drin. Der Augenblick, in dem wir durch das erste Tor sahen und in der Ferne den Taj Mahal erkannten, war schon gigantisch! Und je näher wir kamen, umso beeindruckender ist das Ausmaß dieses Gebäudes. Trotz vieler Touristen waren wir sehr angetan.

Indien Agra Taj Mahal Sonnenaufgang

Die Geschichte hinter dem Taj Mahal

Das Mausolem ließ Shah Jahan für seine Frau errichten, die bei der Geburt seines 14. Kindes verstorben war. 1631 wurde mit dem Bau begonnen, der über 20 Jahre dauerte. Das Endergebnis bekam Shah Jahan leider nie mehr in Freiheit zu sehen, da er von seinem Sohn auf dem Fort festgehalten wurde. Nach seinem Tod wurde er neben seiner Frau begraben. Es gibt die Theorie, dass er eigentlich eine schwarze Version des Taj Mahal auf der anderen Flussseite geplant hatte, in der er selbst begraben werden sollte. So zerstört sein Grab nämlich die Symmetrie in der Grabkammer. Und Symmetrie und Marmor sind im Taj Mahal alles! Das macht es aber auch so unglaublich schön. Wir sind Symmetrie-Fans :)

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Nach gut 1,5 Stunden hatten wir den Taj Mahal auch von Nahem aus allen Winkeln betrachtet, genügend Fotos geschossen und Informationen aufgenommen. Wir zogen für uns das Fazit, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat, dieses Bauwerk zu sehen. Auch wenn wir es gemeinsam mit geschätzten 2000 weiteren Touristen besichtigt haben. Und so endete unser Aufenthalt in Agra schließlich mit dem Highlight.

In unserem Video kannst du das Ganze noch mal von allen Seiten betrachten, gespickt mit Fakten und Mythen zum Taj Mahal und wie gewohnt mit den Outtakes gleich dabei ;) Viel Spaß beim Gucken!

Agra – mehr als nur ein Tagesausflug

Die meisten Touristen besuchen Agra nur im Rahmen eines Tagesausflugs von Delhi oder bleiben für eine Nacht und nehmen direkt nach dem Besuch des Taj Mahal den nächsten Zug, Bus oder Flieger. Das ist echt schade, weil wir das Fort und den Baby Taj Mahal auch sehr sehenswert fanden. Außerdem gibt es unweit der Stadt noch eine alte Ruinenstadt, Fatehpuri Sikri, die echt toll sein soll. Wir wollten sie eigentlich auch besichtigen. Aber Franzi war am Tag zuvor einen Moment unaufmerksam, probierte einen Minzshake (der vermutlich mit Leitungswasser gemacht wurde) und wurde in der folgenden Nacht und den nächsten Tagen mit Bauchkrämpfen dafür bestraft. Schade um den Ausflug, aber wir haben die Zeit im Hostel auch ganz gut rumbekommen.

Also wenn ihr mal in der Nähe sein solltet: 2 Nächte kann man in Agra auf jeden Fall bleiben!