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Die Inkaruinen des Machu Picchu zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südamerikas und auch wir haben uns diese faszinierende Stadt angesehen. Da es viele Möglichkeiten gibt, Machu Picchu zu erreichen, wollen wir dir hier alle wichtigen Informationen rund um den Besuch zusammenfassen.

Aktuell: Änderung der Besuchsregelungen

Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt gleich zu Beginn an: Seit dem 01.07.2017 haben sich die Besuchszeiten geändert. Bis dahin gab es eine Limitierung von 2500 Besuchern pro Tag und jeder Besucher durfte die Anlage drei Mal verlassen und wieder betreten. Eine Regulierung der Besuchszeit gab es nicht.

Ab dem 1. Juli 2017 ist alles anders. Nun dürfen Besucher nur noch in Begleitung eines Guides das Gelände betreten, der ein lizensierter Touristguide sein muss und seine Gruppe zu Beginn ein- und bei Verlassen des Geländes wieder austrägt. Die Besuchszeiten sind nun so reguliert, dass man entweder ein Ticket für den Vormittag (6 bis 12 Uhr) oder ein Ticket für den Nachmittag (12 bis 17.30 Uhr) kaufen kann. Es ist also nicht mehr möglich, mit einem Ticket den ganzen Tag im Machu Picchu zu verbringen. Zudem gibt es drei vorgegebene Routen, an die sich Besucher halten müssen. Beim Erwerb des Tickets musst du dich für eine von drei Routen durch Machu Picchu entscheiden. Mit den neuen Regulierungen ist es nun auch nicht mehr möglich, das Gelände wieder zu betreten wenn du es einmal verlassen hast. 

Wie viel kostet der Eintritt zum Machu Picchu?

Die offiziellen Eintrittspreise werden von der Regierung vorgeschrieben. Du finest die aktuellen Preise und Verfügbarkeiten online. Für 2019 gelten folgende Preise:

  • Ein Erwachsener zahlt für den Eintritt 152 Soles (42€) 
  • Für den Aufstieg auf entweder den Machu Picchu oder den Huayna Picchu zahlt ein Erwachsener 48 Soles (13€)
    Dieses Ticket kannst du nur in Kombination mit dem normalen Eintrittsticket kaufen.

Wo kaufe ich meine Machu Picchu Tickets?

Du hast mehrere Möglichkeiten, deine Eintrittskarten für den Machu Picchu zu erwerben:

  • im DRC Büro in Cusco
    Hier kannst du in der offiziellen Kartenverkaufsstelle deine Tickets kaufen. Alternativ gibt es Hunderte Agenturen, die dir ebenfalls Tickets verkaufen können (dafür aber evtl. einen Aufschlag kassieren).
  • im Rahmen einer organisierten Tour 
    Besuchst du Machu Picchu im Rahmen einer Wanderung oder anderen Tour, nehmen die Veranstalter dir den Kauf des Tickets in der Regel ab. Je nachdem, wie lange vorher du die Tour buchst, bekommst du es vor der Tour oder wenn du sehr spontan buchst (so wie wir einen Tag vorher), kann es sein, dass du die Tickets erst am Tag vor dem Machu Picchu Besuch bekommst.
  • Tickets über die offizielle Website online kaufen
    Möchtest du den Besuch des Machu Picchu schon von zu Hause aus oder längere Zeit vor deinem Besuch planen, kannst du die Tickets natürlich auch online kaufen. Das kannst du zum Einen über die offizielle Website machen, auf der du Datum und Art des Tickets auswählst. Danach bekommst du einen Reservierungscode, der 6 Stunden gültig ist. Innerhalb dieser Frist musst du für deine Tickets bezahlen (online per Visa, in Peru in einer Banco Nacional oder im Ticket Office in Cusco oder Aguas Calientes). Diese Variante scheint nicht immer so einfach, da wir viele getroffen haben, die damit Probleme hatten.
  • Tickets über eine Agentur online kaufen 
    Ist dir die offizielle Variante zu kompliziert, kannst du natürlich auch online über Agenturen Tickets buchen. Davon gibt es Unmengen, du musst nur bei Google Machu Picchu Tickets eingeben und hast die Qual der Wahl.

Machu Picchu Mountain und Huayna Picchu Mountain

Zusätzlich zum Besuch der Inkastadt kannst du entweder den Machu Picchu Mountain oder den Huayna Picchu Mountain besteigen. Dafür benötigst du ein Ticket, das du nur vor dem Besuch kaufen kannst. Auch diese Tickets sind stark limitiert (400 Personen pro Tag für jeden Berg). Da der Aufstieg auf den Huayna Picchu Mountain beliebter ist, sind diese Tickets häufig schon mehrere Wochen vorher ausverkauft. Wir haben wenige Tage vorher noch problemlos Tickets für den Aufstieg auf den Machu Picchu Mountain bekommen.

Wenn du dein Ticket kaufst, kannst du dich für zwei unterschiedliche Zeitpunkte entscheiden. Den Aufstieg zum Machu Picchu Mountain kannst du entweder zwischen 7 und 8 Uhr oder zwischen 9 und 10 Uhr beginnen. Beim Huayna Picchu Mountain liegen die Zeitfenster zwischen 7 und 8 oder zwischen 10 und 11 Uhr.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Zu Beginn des Aufstiegs musst du dich an einem Kontrollpunkt eintragen und hast danach 4 Stunden Zeit, um den Auf- und Abstieg zu bewältigen. Den Machu Picchu Mountain haben wir bestiegen und können deshalb sagen, dass der Aufstieg definitiv eine Herausforderung ist, da du 1000 Höhenmeter überwinden musst. Dafür ist der Blick von oben fantastisch! Mit den neuen Regulierungen könnte der Erwerb des Tickets für den späteren Aufstieg die Möglichkeit sein, die meiste Zeit im Machu Picchu zu verbringen. Außerdem war es bei unserem Besuch so, dass sich der Nebel erst spät verzogen hatte, auch das spricht für den späten Zeitpunkt für den Aufstieg.

Wie komme ich nach Aguas Calientes?

Aguas Calientes (oder Machu Picchu Pueblo) ist der Ausgangsort für deinen Besuch der Inkaruinen. Der Ort liegt auf knapp 2000 Metern und wird überflutet von Touristen. Möchtest du zum Sonnenaufgang und pünktlich zur Öffnung um 6 Uhr am Eingang sein, wirst du vorher hier eine Nacht verbringen. Die Auswahl an Hotels ist riesig!

Mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes

Die bequemste und schnellste Art, von Cusco nach Aguas Calientes zu kommen, sind die Züge, die regelmäßig verkehren. Diese Variante ist allerdings auch die teuerste, da du für die Zugtickets tief in die Tasche greifen musst. Je nach Abfahrtzeit liegt der Preis für eine einfach Zugfahrt zwischen 50 und 200US $. Die Zugfahrt dauert zwischen zwei und vier Stunden und führt mitten durch das Sacred Valley (das Heilige Tal), sodass du währenddessen wirklich schöne Aussichten auf die Natur um dich herum hast.

Die zwei Hauptbetreiber der Züge sind Inca Rail und Peru Rail. Tickets für die Züge kannst du entweder in Cusco kaufen, im Internet über deren Website oder auch über Agenturen. Die Station Poroy liegt etwa 20 Minuten außerhalb von Cusco und ist am nächsten an der Stadt dran. Hast du nur wenig Zeit, kannst du den Besuch vom Machu Picchu von Cusco aus so innerhalb eines Tages schaffen. Viel Zeit für das Bestaunen der Ruinen bleibt dabei allerdings nicht. Günstiger ist die Zugfahrt nach Aguas Calientes von Ollantaytambo aus. Dorthin kommst du von Cusco in etwa eineinhalb Stunden per Busfahrt, die nicht mehr als 5€ kosten sollte.

Machu Picchu Zug

Mit dem Bus nach Hidroelectrica und entlang der Schienen gehen

Möchtest du die Zugfahrt vermeiden, so kannst du auch den Bus von Cusco nach Hidroelectrica nehmen. Die Fahrt dauert ungefähr sechs Stunden und kostet dich ca. 15€. Diese Busse werden von vielen Agenturen angeboten und können einfach gebucht werden. Angekommen in Hidroelectrica folgst du dann den Zugschienen bis Aguas Calientes. Du wirst hier nicht alleine sein, denn viele Touristen wählen den Weg entlang der Schienen. Er ist ungefährlich und entlang der Strecke gibt es immer wieder kleine Restaurants, die Getränke und Essen verkaufen. Die 11 Kilometer kannst du in zwei bis drei Stunden bewältigen und von Weitem bereits Machu Picchu auf den Bergen erspähen. Insgesamt benötigst du für diesen Weg also mindestens neun Stunden und brauchst damit eine Übernachtung in Aguas Calientes.

Schienen von Hidroelectrica

Im Rahmen des Inka Treks

Der bekannteste und beliebteste Weg zum Machu Picchu ist der viertägige Inkatrek. Hier wanderst du auf den Spuren der Inka und kommst am letzten Tag der Wanderung am Sonnentor im Machu Picchu an. Dieses ist die einzige Variante, bei der du direkt im Machu Picchu ankommst. Die Kosten für die Wanderung liegen bei 500 US$, wobei nach oben viel Spielraum ist ;) Einziger Nachteil dieser Variante: aufgrund der großen Beliebtheit, ist der Inka Trek oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Die Zahl der Wanderer ist pro Tag nämlich auf 500 begrenzt und Guides sowie Träger werden mitgezählt. Möchtest du ihn in der Hochsaison (Juni bis September) laufen, musst du mindestens sechs Monate vorher buchen!

Im Rahmen eines Jungle Treks

Den Jungle Trek kannst du meistens noch sehr kurzfristig in Cusco buchen. Dieser ist eine Mischung aus Wandern, Rafting, Mountainbiken und Ziplining. Er ist körperlich nicht übermäßig anspruchsvoll, überquert keinen großen Höhen und endet in Hidroelectrica. Bis nach Aguas Calientes läufst du also entlang der Schienen. Die meisten Agenturen bieten den Jungle Trek für vier Tage an und verlangen dafür ab 200 US$.

Im Rahmen des Salkantay Treks

Diese viertägige Wanderung führt über den 4600 Meter hohen Salkantay Pass und ist nichts für Lauffaule! In einem extra Beitrag haben wir für dich alle Informationen rund um den Salkantay Trek zusammengefasst. Wie wir die Herausforderung gemeistert haben, erfährst du in unserem ausführlichen Erfahrungsbericht zum Salkantay Trek.

Machu Picchu Informationen Salkantay Wanderung

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Jetzt bist du endlich in Aguas Calientes angekommen und immer noch nicht im Machu Picchu. Es trennen dich noch weitere 400 Höhenmeter vom tatsächlichen Eingang. Auch diese kannst du in verschiedenen Varianten überwinden. Die sportliche Variante ist der Aufstieg über zahlreiche Treppenstufen, der dich in ca. einer Stunde zum Eingangstor bringt. Ausgangspunkt ist dabei der untere Eingang, der um 5 Uhr öffnet. Hast du es lieber etwas bequemer, kannst du im Ort einen Bus nehmen, der die Strecke für 12 US$ zurücklegt. Besonders am frühen Morgen ist hier aber auch ordentlich Anstehen angesagt.

Kompliziert? Hier noch mal per Video

In unserem Video zum Salkantay Trek erklären wir auch, welche Möglichkeiten es gibt, zum Machu Picchu zu kommen. Und in Teil 2 siehst du unter anderem, wie es ist von Hidroelectrica nach Aguas Calientes zu laufen. Schau doch mal rein!

Im Machu Picchu

Und nun hast du es geschafft, du bist tatsächlich im Machu Picchu angekommen. Offiziell ist es nicht gestattet, Getränke und Essen in die Anlage mitzunehmen. Hast du nur einen kleinen Rucksack dabei, ist es aber kein Problem, etwas einzupacken, da dieser nicht kontrolliert wird. Große Rucksäcke müssen in die Gepäckfächer am Eingang eingeschlossen werden.

Auch innerhalb der Anlage ist es nicht gestattet, zu essen oder zu trinken. Machst du das außerhalb der Sichtweite von Kontrolleuren und nicht in riesigen Menschentrauben, wird aber keiner etwas dazu sagen! Es geht dabei hauptsächlich um den Müll, den einige Touristen einfach da lassen. Es gibt noch viele weitere (dämliche) Regeln, deren Aufzählung hier aber zu weit führen würde. Das erzählt dir nämlich im Zweifel der Guide dann alles noch einmal.

Da es mit der neuen Regelung nun nur noch möglich ist, die Anlage mit Guide und in vorgeschriebenen Routen zu betreten, scheint Erkunden auf eigene Faust nicht mehr möglich zu sein. Wirklich schade, denn das hat uns am besten gefallen. Wir würden dir am ehesten dazu raten, ein Ticket für den Vormittag zu kaufen und das Ganze mit dem Besuch des Machu Picchu Mountain zu verbinden. So hast du das mystische Flair am frühen Morgen zum Sonnenaufgang und kannst deine Zeit bei der Inkastätte durch das Zusatzticket für den Mountain noch etwas verlängern.

Machu Picchu am besten in eine Wanderung einbinden

Ob uns der Machu Picchu auch so gut gefallen hätte wenn wir ihn einfach im Rahmen einer Tagestour von Cusco aus besucht hätten? Ganz bestimmt nicht! Für uns war es der krönende Abschluss unserer Wanderung über den Salkantay Trek. Und das empfehlen wir dir auch. So erlebst du die großartige Natur in den Anden, kämpfst dich bis nach Aguas Calientes vor und siehst dann die schönen Ruinen.

Unsere Machu Picchu Erfahrung im Video

Im zweiten Teil unsere Videos zum Salkantay Trek klettern wir die Stufen zum Eingang von Machu Picchu, genießen den Ausblick vom Machu Picchu Mountain und erkunden ausgiebig die Inkastadt. Unser spärliches Geschichtswissen bauen wir auch noch ein :) Viel Spaß!

Hast du schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen gesammelt?

Da wir am 30.06.2017 im Machu Picchu waren, kennen wir die Regeln nur von der offiziellen Website. Warst du vielleicht danach da und kannst uns erzählen wie es war? Wir würden uns über deine Informationen in den Kommentaren freuen!

Im Vorfeld unserer Wanderung des Annapurna Circuit im Himalaya haben wir versucht, so viele Informationen wie möglich zu finden, um uns gut vorzubereiten. Schließlich sind 14 Tage Wanderung auf Höhen bis zu 5000 Metern nicht sehr alltäglich… Für uns Deutsche! Da wir im Internet immer nur bruchstückhafte Informationen gefunden haben, wollen wir dir hier unser Wissen zur Wanderung bereitstellen.

Wir haben uns für den Annapurna Circuit entschieden. Das ist eine Rundwanderung, die zwischen 14 und 20 Tage dauern soll und an ihrem höchsten Punkt über einen Pass auf 5400 Metern geht. Technisch ist die Wanderung wenig anspruchsvoll und auch von der Kondition her sind die Etappen gut zu schaffen, ohne dass man vorher regelmäßig Marathon läuft.

Guide oder Porter oder alleine wandern?

Lange haben wir überlegt, wie wir die Wanderung bewerkstelligen sollen. In Nepal ist es möglich, für die Tour einen Guide zu buchen. Dieser führt einen durch die Gegend, kann einem viele interessante Informationen zu Kultur und Landschaft geben und die Gefahr des Verlaufens ist auf ein Minimum reduziert. Eine weitere Möglichkeit der Unterstützung bei der Wanderung ist ein Porter. Ein Porter trägt einem das Gepäck über die Berge und man selbst muss nur mit einem Tagesrucksack auf dem Rücken die Wanderetappen bewältigen. Da wir bisher keine Mehrtageswanderungen gemacht hatten, tendierten wir lange Zeit zu Variante Nummer 3: ein Porter-Guide. Das ist dann also eine Nepalese, der einem den Rucksack trägt und nebenbei auch noch den Weg kennt.

Wir ziehen auf eigene Faust los!

Nach viel Hin und Her haben wir uns schließlich dazu entschieden, die Wanderung selbstständig, ohne Porter oder Guide (oder Porter-Guide) in Angriff zu nehmen. Wir wollten uns die maximale Flexibilität bewahren und selbstständig entscheiden, wie weit wir laufen, wo wir essen und wo wir übernachten. Natürlich blieben da noch Zweifel, zum Beispiel: werden wir immer den richtigen Weg finden? Haben wir!

Wir haben uns den Rother Wanderführer* für den Annapurna Circuit zugelegt, der die ganze Wanderung in sinnvolle Etappen unterteilt, diese gut beschreibt und praktischerweise GPS-Daten für die Wanderung beinhaltet. Und da Matthias ja super ausgestattet ist, haben wir seine GPS-Uhr* dabei gehabt und die vorher abgespeicherten Treks unterwegs gut mit unserer Strecke abgleichen können. Und auch wenn du nicht so Hightech-vernarrt bist: einen Großteil der Runde läuft man durch Dörfer und die Bewohner können einem immer Auskunft geben, wo man lang muss. Außerdem bist du meistens auch nicht alleine unterwegs, in der Hauptsaison trifft man ständig andere Wanderer, die den Weg kennen und einige sind ja auch mit Guide unterwegs. Spätestens die können weiterhelfen und machen das auch gerne. Wir haben es ausprobiert!

Und zur Frage des Gepäcks: Franzi war sich sehr unsicher, ob sie so lange mit einem 10kg schweren Rucksack wandern könnte. Was uns beruhigt hat, war die Tatsache, dass man unterwegs immer noch einen Porter organisieren kann. Daher haben wir entschieden, dass wir es selbstständig probieren und sonst unterwegs noch reagieren können. Als wir auf der Wanderung die zierlichen Nepalesen (teilweise Frauen!), oft mit drei schweren Backpacks beladen, gesehen haben, waren wir froh, dass wir unsere Sachen selbst getragen haben. Für uns hat sich das nach moderner Sklaverei angefühlt.

Nepal Annapurna Circuit Porter

Die Formalitäten

Bevor es ans Wandern geht, müssen noch einige Formalitäten erledigt werden. Diese sollten aber nicht davon abschrecken, das Ganze selbstständig zu erledigen, das ist nämlich ziemlich einfach. Für die Wanderung benötigt man zum Einen eine Registrierungskarte (Trekkers Information Management System, kurz TIMS) und zum Anderen muss man Eintritt für den Nationalpark zahlen, weil man die Annapurna Conservation Area betritt. Beides lässt sich in Kathmandu oder Pokhara besorgen und von dort starten ja die meisten Trekker. Für beide Permits benötigt man jeweils zwei Passfotos und 2000 NPR bar. Zum Ausfüllen der Permits braucht man dann noch seinen Reisepass und innerhalb von 20 Minuten ist alles an Formalitäten erledigt!

Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem, sich in der Deutschen Botschaft in Kathmandu unter Angabe der Trekking-Route und der Versicherungsdaten zu registrieren. Wir haben das verschwitzt und haben erst jetzt rausgefunden, dass das auch online unter elefand.diplo.de möglich ist. Also: nicht wie wir machen, sondern registrieren!

Nepal Annapurna Circuit Permits

Die Anreise zur Wanderung

Der Startpunkt des Annapurna Circuit liegt für die meisten in Besisahar, da es aufgrund der Höhenakklimatisierung am sinnvollsten ist, die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Nach Besisahar fahren sowohl von Kathmandu als auch von Pokhara aus regelmäßig Busse. Wir sind von Pokhara aus gefahren und haben uns am Vortag direkt an der Busstation Tickets für den 7 Uhr Bus geholt, weil dieser direkt nach Besisahar fährt und man unterwegs nicht in Dumre umsteigen muss. Für die Bustickets haben wir 400 NPR pro Person bezahlt. Der Bus selbst war hoffnungslos überbucht und viele mussten die 4-stündige Fahrt sitzend im Gang verbringen. Es lohnt sich also, früh da zu sein, sich den Platz im Bus zu sichern und noch eine warme Zimtschnecke zu essen ;)

Unsere Packliste für den Annapurna Circuit

Die hat uns eigentlich am meisten Kopfzerbrechen bereitet… Wenn man auf über 5000 Meter wandern will, dann möchte man sich eigentlich seine Skihose und einen dicken Skipulli einstecken. Das kommt aber leider platztechnisch so gar nicht hin. Also haben wir uns für das Zwiebelprinzip entschieden und viele Schichten übereinander angezogen. Dinge mit einem § haben wir vor Ort gekauft, da wir sie nur für den Annapurna Circuit brauchen und nicht die gesamte Weltreise mitschleppen wollen. Diese können natürlich auch schon von zu Hause mitgebracht werden. Das war mit unseren kleinen Handgepäcksrucksäcken aber nicht drin. Prinzipiell gilt: Man bekommt eigentlich alles an Trekkingequipment auch in Nepal, der Preis ist oft deutlich geringer als in Deutschland, die Qualität dementsprechend aber auch!

Rucksäcke

  • Osprey Farpoint 40*
    Franzi hat ihren Handgepäcksrucksack über die Berge getragen. Er ist mit seiner Passform sicher nicht optimal (ist ja kein Wanderrucksack), war aber ausreichend gut zu tragen.
  • 60 l Wanderrucksack von „North Face“ (nachgemacht in „Nepal Quality“, etwa 32 €) §
    Den mussten wir vor Ort zusätzlich kaufen, weil wir nicht alles in unsere zwei Osprey Rucksäcke bekommen haben. Der ursprüngliche Plan sah einen Träger vor, dann hätten unsere Handgepäcksrucksäcke für die Wanderung gereicht. Wir haben aber dann doch alles selbst getragen, da brauchten wir etwas mehr Platz. Wenn man Dinge wie Schlafsack und Daunenjacken schon zu Hause in guter Qualität kauft und auf die Packmaße achtet, kommt man vielleicht auch mit kleineren Rucksäcken aus. Es ist nicht unbedingt zu empfehlen, einen so essentiellen Gegenstand wie den Wanderrucksack in schlechter Qualität und ungetestet mit auf eine lange Wanderung zu nehmen. Die Schnallen haben nicht gut gehalten, der Hüftgurt ist kaum gepolstert und der Reißverschluss des Hauptfachs ist aufgegangen, als wir durch einen Bach wateten (ist glücklicherweise aber nichts rausgefallen). Er hat aber trotz allem gereicht für die Wanderung :)
  • 15 l Deuter Rucksack*
    Den kleinen Daypack haben wir an Matthias‘ großen Rucksack drangehängt. Das lag daran, dass wir an den großen Rucksäcken zu wenig Außentaschen hatten (für sowas wie Taschentücher, Sonnencreme etc.). Außerdem hat der sich für Nachmittagsspaziergänge und Akklimatisierungswanderungen bewährt.

Dokumente

  • Reisepass
    Den wollten wir einfach nicht zurücklassen. Für die Wanderung war er nicht erforderlich.
  • Auslandskrankenversicherungsschein
    Für die Notfalltelefonnummern unterwegs.
  • TIMS und Entry Permit für Annapurna Conservation Area
    Auf der Route sind regelmäßig kleine Offices, in denen man sein TIMS vorlegen sollte. Dadurch wird versucht, die Wanderer zu registrieren, um im Notfall zu wissen, wo in etwa sich jemand auf der Strecke befunden hat.
  • Bargeld
    Ganz wichtig, hier genug dabei zu haben, weil es auf dem Wanderweg keine Möglichkeit mehr gibt, Bargeld abzuheben. Und unterwegs wird alles mit Bargeld bezahlt.

Nepal Annapurna Circuit Packen

Kleidung für den Annapurna Circuit

  • 1 Zip-Off-Trekkinghose* von Fjallräven
    Hat sich total bewährt! War super praktisch als kurze und lange Hose, der Stoff ist angenehm zu tragen und gleichzeitig sehr robust.
  • 1 Shorts
    Besonders in den ersten Etappen bei subtropischem Klima haben wir dünne Sporthosen für die Wanderung angezogen, da die Fjallräven Wanderhose aus dickerem Material ist.
  • 1 Merino-Leggings*
    Die haben wir zunächst oft zum Schlafen angezogen und später dann abends wenn es über 2500 Metern schnell kalt wird.
  • 1 bequeme Jogginghose
    Nach der Wanderung waren wir froh, wenn wir uns in die gemütliche Jogginghose gekuschelt haben. Über 2500 Metern haben wir dann oft noch die Leggings druntergezogen.
  • 1 Longsleeve* aus Merinowolle
    Das haben wir fast am häufigsten getragen. Die Merinoshirts sind auf der Wanderung unschlagbar! Während andere Shirts und Hosen nach so einer Tageswanderung bestialisch gestunken haben, haben die Merinosachen fast gar nicht gerochen. Ein Traum!
  • 2-3 T-Shirts*, möglichst aus Merinowolle
    Wahrscheinlich reichen auch zwei T-Shirts, wir hatten drei dabei. So konnten wir abends immer in ein frisches schlüpfen. Wem das nicht zu teuer ist, dem würden wir empfehlen, alle aus Merinowolle mitzunehmen.
  • 1 Daunenjacke §
    Für die Höhen benötigt man eine warme Jacke und die Daunenjacken (bzw. Silikonjacken) lassen sich relativ klein packen und halten gut warm. Wir haben die Jacken schon ab 2500 Höhenmetern abends regelmäßig getragen. Wir haben sie in Pokhara gekauft, weil wir sie für die Weiterreise danach nicht mehr benötigen. Wenn man nur für die Wanderung herkommt, ist es sicherlich sinnvoll, die Jacken vorher zu kaufen.
  • 1 Fleecejacke*
    Franzi fand ihre Variante mit Kapuze sehr praktisch, da sie zusätzlich die Ohren schützt. Der Wind in den Höhen war doch oft eisig.
  • 1 Wind-/ Regenjacke*
    Wir hatten Mitte Oktober nur einmal einige Regentropfen und haben daher die Regenfunktion der Jacke nicht benötigt. Eine winddichte Jacke ist bei den Höhenwinden aber sehr zu empfehlen.
  • 2 Buff*
    Wir haben ein dünnes Merino-Buff dabei gehabt, das wir fast täglich anhatten. Es schützt den Hals, kann als Stirnband oder Mütze verwendet werden und wärmt im Schlaf den Kopf. Die wärmere Variante ist unser Schalersatz. Wir finden die Buffs total praktisch, da sie universell einsetzbar sind.
  • Unterwäsche
    Franzi hatte einen normalen und einen Sport-BH dabei. Bei Unterhosen muss jeder schauen, wo seine Komfortgrenze ist. Wir haben am ersten Tag noch die Sachen gewaschen. Weiter oben geht das nicht mehr so gut, da bekommt man sie kaum trocken.
    Wir hatten uns einen Tag vor Abflug noch teure Wandersocken gekauft, sind aber gerade bei den warmen Temperaturen gut mit unseren Falke Laufsocken ausgekommen. Wir hatten insgesamt 5 Paar Socken dabei, damit wir regelmäßig wechseln können und Blasen vermeiden.
    Tipp: Bei einem Akklimatisierungstag in Manang können dort noch einmal Sachen gewaschen werden, es gibt viele Laundry Services.
  • 1 Paar Wanderschuhe
    WICHTIG: Gut eingelaufene Schuhe!!! Wir hatten unsere gut eingelaufenen dabei und sind tatsächlich ohne Blasen davongekommen :) Nagut, Matthias hatte eine Mini-Blase. Auf der Wanderung sind die Schuhe definitiv das Wichtigste! Auch wenn man immer mal wieder liest, man könnte die Wanderung auch in Sneakers machen: Wir würden davon abraten! Der Halt in den Wanderschuhen ist sehr hilfreich, da man viel über Geröll und Steine wandert. Deine Fußmuskeln werden es dir danken!
  • 1 Paar Trailschuhe
    Wir hatten zusätzlich zu den Wanderschuhen noch unsere Trailschuhe dabei. Das ist vermutlich die Luxusvariante. Aber es war echt schön, nach der Wanderung die dicken Botten ausziehen zu können und nachmittags andere Schuhe anzuhaben.
  • 1 Paar FlipFlops
    Sind sehr praktisch für die Duschen, die wir barfuß nur sehr ungern betreten hätten. Und für die ersten Etappen kann man sie gut nach der Wanderung anziehen.
  • 1 Mütze
    Haben wir erst ab 4000 Höhenmetern aufgesetzt.
  • 1 Paar winddichte Handschuhe§
    Die Wollhandschuhe reichen bei dem eisigen Wind leider nicht aus.

Badartikel

  • Zahnbürste & Zahnpasta
  • Deostick, Kamm
  • Shampoo Bar von Lush
    Ist total ergiebig, riecht toll und wiegt nix. Kann man als Shampoo und Duschbad nehmen.
  • Microfaser Handtuch*
    Trocknet superschnell und lässt sich sehr klein packen.
  • Reisewäscheleine
    Haben wir fast jede Nacht in unserem Zimmer aufgebaut, um die feuchten Klamotten zu trocknen. Dann haben wir sie leider irgendwo vergessen :(

Reiseapotheke für den Annapurna Circuit

Zusätzlich zu unserer Weltreiseapotheke hatten wir noch mehr Verbandsmaterial dabei, eine Rettungsdecke (schützt gegen Wärme und Kälte) und eine Trillerpfeife. Unterwegs gibt es in größeren Dörfern auch Apotheken, in denen das Wichtigste verkauft wird.

Wir haben uns gegen das Medikament Diamax entschieden, das bei Symptomen der Höhenkrankheit gerne genommen wird. Wir haben gelesen, dass es die Symptome nur unterdrückt und dann ist es schwer, darauf zu reagieren. Also haben wir Knoblauchsuppe gegessen und Ingwertee getrunken, darauf schwören die Einheimischen.

Um das Trinkwasser während der Wanderung zu säubern, haben wir in Pokhara Chlortabletten (Water Purification Tablets) gekauft. Lieber hätten wir Tropfen genommen, weil die sofort wirken (die Tabletten muss man min. 30 Minuten im Wasser wirken lassen) aber die haben wir leider nicht bekommen. Also vielleicht schon aus Deutschland mitbringen. Ein Freund, den wir auf der Wanderung kenngelernt haben, hatte stattdessen eine Pumpe mit Filter mit und hat immer an Bächen frisches Wasser gepumpt. Auch eine tolle Variante :)

Elektronik

  • Sony Digitalkamera*
    Hat sich in den ersten Tagen schon total bewährt für Fotos und Videos.
  • Go Pro Hero*
    Haben wir kaum genutzt, erst als es uns für die Sony zu staubig wurde. Wir merken, dass wir wenig Übung im Filmen mit der Go Pro haben und sie daher noch nicht so viel nutzen. Hätten wir nicht schon eine, würden wir uns auch eher für die neue Variante mit Bildanzeige entscheiden.
  • 1 Smartphone
    1 Handy reicht völlig aus, um ab und zu ins Internet zu gehen. Man kann auch ganz drauf verzichten, weil es nicht notwendig ist für die Wanderung.
  • GPS-Uhr*
    Die war echt nützlich. Einmal, weil die Wanderungen schon als GPS-Tracks auf der Uhr geladen waren. Aber auch um nachzuvollziehen, wie viel wir so gelaufen sind und auf welcher Höhe wir uns befinden.
  • Kindle
    Haben wir beide gar nicht benutzt.
  • Powerbank*
    Wenige Male haben wir damit unsere Elektronik geladen, weil wir zu faul waren, sie in Gemeinschaftsraum zu laden. Strom gibt es eigentlich überall, in den höher gelegenen Regionen muss man manchmal dafür zahlen.

Sonstiges

  • Sonnenhut §
    Ist ganz schlimm hässlich, hat uns aber vor einem Sonnenstich und Sonnenbrand im Nacken bewahrt. Selbst wenn einem in der Höhe der Wind um die Ohren pfeift, brennt die Sonne ganz ordentlich.
  • Sonnencreme
    Ist unbedingt nötig!
  • Sonnenbrille
  • Schlafsack §
    Einen haben wir für Matthias gekauft und einen für Franzi gemietet. Die Miete sind ca. 100 NPR pro Tag, also unter einem €uro. Und der war echt in Ordnung!
  • Schlafsackinlay* von Cocoon
    Matthias hat seins gar nicht genutzt, hatte ja aber auch einen neuen Schlafsack. Franzi hat ihren jeden Abend ausgerollt.
  • Notizbuch und Stift
    Damit wir nachvollziehen können, was wir erlebt haben.
  • Wasserflaschen §
    Zum Befüllen mit Trinkwasser (entweder an Safe Drinking Water Stations entlang des Treks oder durch Reinigen mit Chlortabletten). So vermeidet man das Kaufen der Plastikflaschen und trägt nicht unnötig zur Verschmutzung bei.
  • Klopapier
    Die Toiletten sind in der Regel Keramikschüsseln im Boden („Hockklos“) und da gibt es kein Toilettenpapier, deswegen welches einpacken. Lässt sich aber problemlos auch unterwegs kaufen.
  • Wanderstöcke §
    Wir waren erst unsicher, ob wir die wirklich gebrauchen könnten. Haben uns unterwegs aber sogar ein zweites Paar gekauft, weil sie sowohl bergauf als auch bergab eine gute Unterstützung sind. Fanden wir praktisch!

Worauf hätten wir verzichten können?

  • Kindle
    Dadurch, dass wir uns mit anderen Wanderern zusammengetan haben, sind wir gar nicht zum Lesen gekommen. Wir haben die Zeit nach der Wanderung oft mit ihnen gemeinsam verbracht.
  • Powerbank
    War zwar nett, damit laden zu können, wäre aber nicht nötig gewesen.
  • 1 Schlafsackinlay
    Matthias hat seins nicht benötigt, da er einen neuen Schlafsack dabei hatte.

Was hat uns gefehlt?

  • Spielkarten
    Für das gemütliche Beisammensitzen abends wären Karten oder irgendein Minispiel echt toll gewesen. Haben wir aber im Laufe der Wanderung kaufen können.

Und weil wir während unserer Vorbereitungen wieder unsere Kamera laufen lassen haben, gibt es dazu wieder ein Video. Viel Spaß damit!

Hat dir diese Packliste geholfen? Haben wir was Wichtiges vergessen? Gefällt dir unser Video? Dann lass uns einen Kommentar da oder einen erhobenen Daumen bei YouTube.

 

Nach unzähligen Probepackversuchen, vielen Diskussionen darüber, was nun notwendig ist und was überflüssig, steht sie endlich: die Packliste für unsere Weltreise! Da wir nur mit Handgepäck verreisen, sind wir auf 40l Platz begrenzt, eine echte Herausforderung! Oft haben uns Freunde gefragt, was wir denn da überhaupt hineinbekommen und konnten sich nur schwer vorstellen, wie man ein Jahr verreisen will mit so einem kleinen Rucksack. Hier wollen wir dir zeigen, was wir für ein Jahr einpacken, weshalb wir bestimmte Dinge mitnehmen oder auf andere verzichten.

Rucksack für eine Weltreise mit Handgepäck

Weltreise Packliste Handgepäck Rucksack Osprey

Als Reiserucksack haben wir uns für den Osprey Farpoint 40* entschieden. Als Alternative hatten wir auch den Minaal in Betracht gezogen, der „extra für digitale Nomaden“ entworfen worden ist. Jetzt sind wir ja (noch) keine digitalen Nomaden und der stolze Preis von 250€ war ein weiteres Argument gegen den Minaal.

Der Osprey Rucksack ist von seiner Größe perfekt auf die Handgepäckmaße (55x35x37 cm) abgestimmt und wiegt nur 1400 Gramm. Der Tragekomfort ist durch zwei verschiedene Längen (man kann den Rucksack in S/M oder M/L kaufen) und einen guten Hüftgurt gegeben. Hier ist er dem Minaal überlegen. Der kommt nämlich erstmal ohne Hüftgurt und der, den man dazu kaufen kann, ist lange nicht so stabil wie der vom Osprey. Da wir auch mal längere Wandertouren machen möchten, war das für uns ein wichtiges Argument.

Ein weiteres Argument für den Osprey Farpoint 40 war sein Preis – wir haben für den Rucksack 109€ bei amazon bezahlt. Also nur die Hälfte des Preises des Minaal. Klar, der hat die ganzen tollen Innentaschen für Stifte, E-Book-Reader und so, aber mal ganz ehrlich: drei Innentaschen tun es auch! In der Tabelle findest du noch einmal einen Überblick zu den Features der jeweiligen Rucksäcke.

 Osprey Farpoint 40 Minaal Carry on 2.0
GrößeLänge 54 cm
Breite 35 cm
Tiefe 37 cm
Länge 55cm
Breite 35cm
Tiefe 20cm
Gewicht1,44kg 1,415 kg
Volumen40 Liter35 Liter
Ausstattung gepolstertes Laptopfach
2 Kompressionsriemen
abschließbarer Reißverschlusszugang zum Hauptfach
2 Meshfächer an Vorderseite
zwei 3D-Innentaschen zur Organisation der Kleidung
viele kleine Taschen zur Organisation (Laptop, Tablet, Stifte etc.)
Außenmaterial wasserabweisend
extra für Langzeitreisende entworfen
Sitz 2 Größen (S/M und M/L) für verschiedene Rückenlängen
Hüftgurt angenäht, dadurch stabiler Sitz und Gewichtserteilung auf Hüfte
kein Hüftgurt dabei (kann dazu gekauft und angebracht werden - nicht so stabil)
Aussehen in 3 Farben erhältlich (rot, blau, schwarz)
sieht mehr nach Rucksack aus, weniger "stylish"
nur in schwarz erhältlich
schönes Design
Preis130€299 US$ (270€)

Für die beiden Rucksäcke haben wir uns zwei Regencover von Deuter gekauft. In der eigentlich passenden Größe haben wir keine zwei finden können, deswegen haben wir das kleinere Cover (20-35l) probiert und erfreut festgestellt: passt perfekt, ist kleiner und leichter!

Tagesrucksäcke

Oft darf man zusätzlich zu seinem Handgepäck noch einen kleinen Gegenstand wie eine Laptoptasche oder eine Handtasche mit ins Flugzeug nehmen. Damit wir auf der Weltreise nicht nur mit dem großen Osprey Rucksack rumrennen müssen, hat Franzi sich den Rucksack Övik von Fjallräven* gekauft. Er hat sich mit einer Größe von 20Litern in den Wochen vor Abflug als toller Allzweckrucksack im Alltag bewährt: ob Schwimmsachen, Einkauf, Dokumente oder Klamotten – alles haben wir gut darin verstauen können. Und schön ist er auch noch ;) Matthias wird seinen 15 Liter Deuter-Rucksack mitnehmen, der ihn schon auf so manchem langen Lauf begleitet hat. Für den Rucksack gibt es ein passendes 2-Liter-Trinksystem*, dass wir für Wanderungen schon oft gut genutzt haben.

Packing Cubes – die unverzichtbaren Packhilfen im Handgepäck

Weltreise Packliste Handgepäck Packing Cubes

Um den geringen Platz in den Rucksäcken perfekt auszunutzen, empfehlen wir unbedingt Packing Cubes* zu verwenden. Das sind ganz leichte, robuste Stoff-Würfel (Matthias würde Quader sagen). Wenn man diese praktischen Helfer ziemlich vollstopft, werden die Kleidungsstücke automatisch komprimiert und man spart enorm Platz ein. Außerdem sorgen die Würfel für Ordnung im Rucksack. Wenn man dann noch einen Rucksack mit seitlichen Reißverschlüssen (wie den Farpoint 40*) hat, kommt man sehr schnell und bequem an alles ran.

Wir können die Packing Cubes Specter von Eagle Creek* wärmstens empfehlen. Franzi hat drei Stück, je einen in den Größen quarter cube, half cube und full cube. Matthias hat zwei, einen half cube und einen full cube. Dass wir während der Reise unsere Unterwäsche vertauschen ist dank der unterschiedlichen Farben unserer Packwürfel unwahrscheinlich ;) Dank „Rolltechnik“ (Kleidung aufrollen) bekommt man so echt richtig viele Klamotten auf kleinem Raum gepackt. In Franzis Half Cube passen zum Beispiel ihre ganzen Oberteile hinein – das sind 2 Longsleeveshirts, 3 Tops und 5 T-Shirts. Ein Bild davon kannst du dir in unserem Packvideo machen.

Kleidung Franzi

  • 1 Merinowolle-Leggings*
    →für kalte Bus- oder Zugfahrten, als Schlafhose und unter dem Rock für etwas kühleres Wetter
  • 2 Shorts
  • 1 kurze Sporthose
  • 1 Rock
  • 2 Bikinis
  • 4 Paar Socken (2 kurz, 2 lang)
  • 1 Paar Merinosocken*
    →Franzi hat ständig kalte Füße, ob im Flugzeug oder beim Einschlafen, deswegen sind dicke Socken ein Muss!
  • 2 BHs (1 normaler, 1 Sport-BH)
  • 1 Paar FlipFlops
  • 1 Paar Sneakers
  • 1 Paar Trailschuhe von Northface
    →Dieser Schuh war für uns die Kompromisslösung zwischen Wander- und Joggingschuh. Er ist stabil genug zum Wandern und hat eine rutschfeste Sohle, ist aber nicht zu schwer.

Kleidung Matthias

  • 5 T-Shirts
    2 Merinowolle-T-Shirts von Icebreaker*. Die stinken nicht so schnell wie normale Baumwolle-T-Shirts und können dann vielleicht auch mal einen Tag mehr angezogen werden. Wären die Shirts nicht so teuer, hätte sich Matthias vermutlich noch mehr zugelegt.
  • 1 Langarmshirt von Icebreaker*
  • 1 Fleecejacke*
  • 1 Regenjacke von Marmot*
  • 1 Trekkinghose von Fjallräven*
    →Auch Matthias hat sich für die praktische Zip-Off-Hose entschieden mit festem Obermaterial in stylischem Grau ;)
  • 1 lange Stoffhose
  • 1 kurze Hose
  • 1 kurze Sporthose
  • 1 Badeshorts
  • 1 Lange Unterhose
    → Vermutlich überflüssig. Wenn Sie in Nepal nicht gebraucht wird, kommt sie danach weg. Aber 5000 Meter könnten schon kalt werden.
  • 5 Paar Socken
  • 6 Boxershorts
  • 1 Paar FlipFlops
    →Wir haben unsere gut eingelaufenen (ausgelatschten) Flip Flops eingepackt und hier auf teure Spezialschuhe verzichtet. Bisher haben wir FlipFlops auch gerne mal verloren, deswegen kaufen wir lieber welche auf der Reise nach. 
  • 1 Paar Chucks
    →Was war das ein Akt, „leichte“ Schuhe für Matthias zu finden. Wir haben bemerkt, dass Männerschuhe eigentlich immer eine dicke Sohle haben und/ oder schwer sind. Unendliche viele Schuhläden Hamburgs haben wir auf der Suche nach leichten Männersneakers abgeklappert und schließlich erschienen uns die Chucks als beste Lösung.
  • 1 Paar Trailschuhe von Northface
    → 
    gleiches Modell und gleiche Argumentation wie bei Franzi
  • 1 Kappe

Kulturbeutel

  • 2 Zahnbürsten in selbst genähter Hülle (leichter als Plastikhülle, schützt genauso gut)
  • Zahnseide
  • Zahnpasta
  • Lush Shampoo Bar
    →Eine super Alternative zu Duschgel und Shampoo ist die Shampoo Bar von Lush. Die Lush Produkte schäumen immer toll und riechen gut. Noch dazu sparen wir Flüssigkeit, da wir im Handgepäck auf zwei Mal einen Liter beschränkt sind.
  • hoch konzentriertes Waschgel von Sea to Summit*
    →Kann als Shampoo, Duschgel, Waschgel und zum Waschen von Kleidung genutzt werden. Es ist biologisch abbaubar und eignet sich auch für Trekking Touren.
  • Kamm
  • OBs
  • Deostick von Nivea
  • Desinfektionstücher
  • 1 Rasierer, verschiedene (verpackte) Klingen
    →Wir nehmen einen Rasierer mit, auf den wir jeweils unsere Klingen raufschrauben können, wieder Platz und Gewicht gespart :)
  • Rasieröl*
    →Soll sehr ergiebig sein, definitiv eine Alternative zu Rasierschaum. Wir berichten dann von unterwegs, wie lange es hält.
  • Gesichtscreme
  • Kontaktlinsenflüssigkeit* (6x 90ml Flasche)
    →Die Notration, wenn Franzi keine große Flasche vor Ort bekommt.
  • Nagelfeile (nicht spitz)
  • Pinzette
  • Sonnencreme

Elektronik

  • 13' MacBook Pro* und 13' MacBook Air*
    →Technisch super ausgestattet, für die Videobearbeitung ist der schnelle Prozessor des Macbook Pro sehr hilfreich.

  • 1 Ladekabel Macbook
    →Das wollen wir uns teilen, da die MacBooks schnell geladen sind. Wir sind gespannt ob es mal einen Streit ums Ladekabel geben wird ;)
  • Kompaktkamera Sony Cyber-shot DSC-RX100*
    → Wir haben unsere Spiegelreflexkamera verkauft (zu groß und unhandlich) und uns für eine gute Kompaktkamera entschieden. Die Sony cyber-shot macht super Bilder, hat einen optischen Zoom, ist leicht und einfach zu handhaben. Auch für Videos ist die Kamera gut geeignet (4K-Videos möglich). Wir haben zusätzlich einen zweiten Akku sowie einen Aufsatz für den Gorillapod und den Teleskopstab der Go Pro gekauft.
  • Go Pro Hero Action Cam*

    →Die haben wir gebraucht von Freunden gekauft. Vom Zubehör nehmen wir verschiedene Aufsätze, einen Teleskopstab, einen Akkupack, den Kopfgurt und die Fernbedienung mit.

  • 2 Kindle Paperwhite E-Book-Reader*
    →Tausende Bücher für unterwegs komprimiert auf 200 Gramm. Die integrierte Beleuchtung ist der Knaller und der Akku hält auch ewig (bis zu 6 Wochen). Für uns unverzichtbar auf Reisen. Deswegen auch zwei davon. Die Hülle hat Franzi selbst genäht, um Platz und Gewicht zu sparen.
  • iPhone 6* + Ladekabel + Kopfhörer
  • Samsung Galaxy S6* + Kopfhörer
  • 2 USB-Ladekabel
    →Damit können wir fast alles laden: das Samsung Smartphone, die Sony Kamera, die Kindle, die Powerbank, die Soundbox. Sehr praktisch! Solltest du dir neue elektronische Geräte zulegen, lohnt es sich, darauf zu achten, dass sie die gleichen Ladegeräte benötigen.
  • Anker Powerbank*
    →Wenn unterwegs keine Ströme sind und wir unsere diversen Elektroniksachen laden wollen, ist das (hoffentlich) die Rettung. Unsere Version soll bis zu sieben Mal ein Smartphone laden können. Geht aber genauso gut für Digitalkamera oder Go Pro, die per USB-Anschluss geladen werden. Und diese Variante hat sogar 2 USB-Outputs, ermöglicht also gleichzeitiges Laden von 2 Geräten. Wenn das mal nix für Blogger und Möchtegern-Vlogger ist :)
  • Anker Soundbox*
    →Diese Musikbox haben wir auf unserer Abschiedsparty von Freunden geschenkt bekommen und sind begeistert! Sie liefert einen guten Sound, ist handlich und vor allem: wasserdicht! Über Bluetooth lässt sie sich mit dem Handy verbinden und kann bis zu 10 Stunden Musik spielen.
  • Gorilla Pod*
    →DAS Stativ für Reisende! Ist klein, gut zu verstauen, hat magnetische Füße und kann flexibel verbogen werden. Wir können (mit Adaptern) sowohl Digitalkamera als auch Go Pro draufschrauben. Also her mit den schönen Reisemotiven!
  • Multisport-Uhr Garmin Forerunner 920XT*
    → Hatte Matthias sowieso, deswegen kommt sie mit. Eignet sich hoffentlich gut, um per GPS unsere Wanderung in Nepal zu dokumentieren. Vielleicht hilft sie auch dabei, den Weg zu finden.
  • Speichermedien 
    • 1 TB Festplatte WD Elements*
    • 32GB und 64GB SD-Karten für die Kamera
    • 2x 64GB Micro-SD-Karten und Adapter (Micro-SD auf SD) für die Go Pro
    • 1 Mini-USB-Stick mit 16 GB.
      →Da speichern wir alle wichtigen Nummern und Dokumente als Backup. Einmal als verschlüsseltes Mac Laufwerk und für den ganz wurstigen Worte-Case, dass unsere MacBooks beide verschwinden auch noch als verschlüsseltes Archiv in Windows Dateiformat.
  • SKROSS Multistromstecker*
    →Bei diesem Stecker haben uns die zwei USB-Lademöglichkeiten zusätzlich zum normalen Stecker überzeugt.
  • 3m langes Stromkabel
    →Wir sparen uns, das lange Macbook-Kabel mitzunehmen und können mit Hilfe des Verlängerungskabels auch ungeschickt gelegene Steckdosen gut erreichen.

Reiseapotheke

Hier kannst du den ausführlichen Artikel zu unserer Reiseapotheke finden.

Dokumente

  • Reisepass
    →Mit ausreichend Platz für die ganzen Einreisestempel und Visa :)
  • Internationaler Führerschein
  • Internationaler Impfpass
  • US $ zur Reserve, weil die fast überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert werden
  • Kreditkarten
    →Wir haben sowohl VISA-Karten der DKB dabei als auch von Santander. Wobei die Kreditkarte von Santander momentan (nach unserem Kenntnisstand) die einzige ist, bei der man Automatengebühren erstattet bekommt und keinen Auslandseinsatz zahlen muss bei Bezahlung mit der Karte.
  • Passfotos
    →Benötigt man immer mal wieder für Visa. Wir brauchen schon für die Wanderung in Nepal jeder mindestens 3 Passfotos, daher ganz gut, auf einer längeren Reise welche dabei zu haben.

Sonstiges

  • 2 Traveltowels von Cocoon*
    → Trotzdem wir eigentlich schon welche hatten, haben wir uns die Microfiber Towels von Cocoon in Größe L (120x60cm) zugelegt, da sie noch mal deutlich kleiner zu packen sind. Und dieses Argument zog fast immer bei uns ;)
  • 2 Travelsheets von Cocoon*
    →Kommen dann zur Anwendung, wenn die Bettwäsche wenig einladend ist, in Leihschlafsäcken oder als leichter Schlafsack z.B. auf Zugfahrten. Wir haben uns für die Seide-Variante entschieden, da sie sehr leicht ist und angenehm zum Schlafen.
  • Reisewäscheleine
    →Hat sich schon in vorherigen Urlauben absolut bewährt.
  • 2 Geldkatzen*
    →In diesen kleinen „Bauchtaschen“ können wichtige Dokumente verstaut werden und sind so noch besser vor Dieben geschützt.
  • kleines Reiseportemonnaie (selbst genäht)
  • kleines Notizbuch und Stift
  • 2 Stirnlampen von PETZL*
    →In vielen Ländern in Südostasien ist Stromausfall an der Tagesordnung, da können wir diese gut gebrauchen. Aber auch für Wanderungen vor dem Morgengrauen :)
  • 2 deuter Regencover (20-35l)
    →Ja, das passt für den 40 Liter Rucksack. Geheimtipp!
  • 2 Sea to Summit Dry Bags*
    →Die wasserdichten Beutel haben ein Volumen von 8 Litern und sollen für dreckige Sachen dienen sowie für Tauch- oder Strandgänge.
  • Brille, Schwimmbrille, Sonnenbrillen und die (klobigen) Etuis
  • 2-Liter-Trinksystem* von Deuter
    →Passt in den Tagesrucksack von Matthias und ist super praktisch für längere Wanderungen oder Spaziergänge an richtig heißen Tagen.
  • 1 Rucksackschloss* und Kette
    →Unser Sicherheitssystem gegen Gelegenheitsdiebe. Nicht mehr und nicht weniger. Das Schloss kann alle Fächer beider Rucksäcke gleichzeitig abschließen. Die Kette gibt es als Meterware im Baumarkt. Viele Reisende haben den Travel Safe* von PacSafe dabei. Der scheint praktisch und wir haben lange hin und her überlegt. Es gibt ihn aber nur als 5 Liter Variante (zu klein) oder mit 12 Litern (zu groß und sperrig für uns).

Puh, ganz schön viel oder? Und kannst du dir vorstellen, dass das alles in zwei 40 Liter Rucksäcke passt?! Wir sind echt erstaunt, wie viel Kram wir da so unterbekommen und befürchten, dass wir ziemlich schnell schon wieder Dinge aussortieren werden. Sollte das der Fall sein, werden wir das in unserer Liste auf jeden Fall vermerken.

Und wenn du das Ganze jetzt noch mal so richtig in Echt sehen möchtest, mit bewegten Bildern und so.. dann haben wir da was für dich! Wir haben den ganzen Pack-Akt gefilmt und unser erstes Video online gestellt! :) Willst du mal gucken?


Du willst eine Weltreise planen?

In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



Lust auf mehr? Lies unsere neuesten Berichte!


Schon seit Jahren leeren wir – bedingt durch akuten Platzmangel – regelmäßig unsere Schränke, Regale, den Platz unterm Bett und all die anderen Lager für überflüssige Dinge. Mit der großen Reise vor Augen und der Frage, wo wir den sich trotzdem immer wieder ansammelnden Kram bloß unterkriegen sollen, bekam das Thema Entrümpeln daher noch einmal einen großen Stellenwert in unserer Reisevorbereitung.

Vor allem, nachdem wir die Entscheidung getroffen hatten, nur mit einem Handgepäckrucksack zu reisen. Da passt ja quasi nix rein. Als wir dann noch unsere Wohnung kündigten, nahmen wir uns ganz fest vor: wir behalten nur das Notwendigste und Wichtigste, der Rest kommt weg! Also stellten wir uns immer und immer wieder die Frage: „Brauchen wir xy eigentlich noch?“ Und je näher der Umzug rückte, umso häufiger beantworteten wir uns die Frage mit: „Nö.“ Nur, was machen mit den ganzen überflüssigen Dingen?

Verkaufen von überflüssigen Dingen

Das war erst mal immer Plan A. Fast alle unserer aussortierten Dinge waren noch funktionstüchtig und daher zum Wegwerfen viel zu schade. Und da wir gut noch etwas Geld gebrauchen konnten, versuchten wir als erstes, unseren Krempel noch zu verkaufen. Dazu führten wir zunächst eine Internetrecherche durch, um zu schauen ob ähnlicher Krempel noch Geld gebracht hat. Und oft waren wir wirklich überrascht, wofür Leute Geld bezahlen! Vor allem Elektronik wird selbst in beschädigtem Zustand noch gern gekauft. Im Folgenden geben wir dir eine Übersicht über die Plattformen, die wir zum Verkauf genutzt haben und was da gut wegging.

Minimalismus Bücherverkauf

eBay: Unsere Tipps für einen erfolgreichen Verkauf

3,2,1… deins! So ging es uns innerhalb der letzten vier Monate häufig. Was haben wir uns gefreut, wenn wir wieder etwas verkauft hatten! Dahinter steckte aber auch eine ganze Menge Arbeit. Zunächst haben wir in der Suchfunktion bei eBay unseren Artikel eingegeben und dann in den Optionen eine Häkchen bei „verkaufte Artikel anzeigen“ gesetzt. Das ist der Trick schlechthin, weil man dann angezeigt bekommt, wieviel Leute in vorherigen Auktionen schon mal für diesen oder einen ähnlichen Artikel bezahlt haben. Das hilft ungemein dabei, einen angemessenen Preis festzusetzen.

Sofortkauf vs. Auktion

Am häufigsten haben wir Artikel zum Sofortkauf angeboten und die Angebote über 4 Wochen eingestellt. Manches wurde dann innerhalb weniger Stunden schon gekauft (z.B. Bluray Big Bang Theory), andere Angebote mussten wir nach einigen Wochen erneut einstellen. ABER: Fast alles wurde irgendwann gekauft! Man braucht da einfach Geduld. Und im Zweifel zieht die Reduktion des Preises immer ;)

Wenige Male haben wir auch Auktionen gestartet, die dann immer über 7 Tage laufen. Dabei ging ein DVD-Set mit 12 DVDs mal für ganze 3€ weg. Die abgefahrenste Auktion erlebten wir bei Matthias Ironmanmedaille, die für über 200€ gekauft wurde. Zweihundert Euro!!! Wir konnten es kaum glauben und waren froh, dass wir sie nicht für 20€ zum Sofortkauf angeboten hatten :D Beachten solltest du immer das Startdatum deiner Auktion. Am besten stellst du dein Angebot Sonntagnachmittag oder -abend rein, dann endet es auch zu dieser Zeit. Da haben auf jeden Fall mehr Leute Zeit zum Bieten als an einem Mittwochvormittag.

Dinge, die wir gut über eBay losgeworden sind, waren vor allem Kleinelektronik (sowas wie alte Handys, Kabel, iPod, Headset, Festplatten, DVDs und Blurays), Taschen (Fossil Handtasche, Rucksack, Reisetasche) aber auch größere Sachen wie einen Plattenspieler und eine Spiegelreflexkamera. Generell gilt: alles, was man einigermaßen gut verschicken kann, sollte man zuerst mal versuchen, bei eBay zu verkaufen.

eBay Provision

Zu beachten dabei: eBay nimmt inzwischen 10% Provision des Verkaufspreises – früher haben sie die Provision auf den Startpreis einer Auktion genommen, das ist inzwischen leider vorbei. Und selbst vom angegebenen Porto steckt sich eBay 10% Provision in die Tasche, hier kannst du also kaum mehr rausholen. Die Bezahlung läuft fast nur über PayPal. Das ist total praktisch, weil das Geld nach dem Verkauf direkt da ist und du den Kram losschicken kannst. Allerdings möchte auch PayPal seinen Anteil am Verkauf haben und behält 3% des Verkaufspreises.

eBay Kleinanzeigen: Unsere Tipps für einen erfolgreichen Verkauf

Für Möbel und größere Elektronik bietet sich eBay Kleinanzeigen als Verkaufsplattform an. Vorteil dabei ist ganz klar, dass du keine Provision an eBay abdrücken musst und das Geld bar in die Hand gedrückt bekommst. Andererseits werden oft Nachfragen zu den Angeboten gestellt, sodass du nach dem Einstellen der Sachen etwas mehr Arbeit damit hast. Hat man sich auf einen Preis geeinigt, müssen die Käufer nur noch vorbeikommen, um sich das Gekaufte abzuholen und zu bezahlen. Aber auch da kann es gut passieren, dass dann auf einmal doch niemand kommt, jemand sich das kurzfristig anders überlegt oder erneut über den Preis verhandeln will. Der Verkauf über eBay Kleinanzeigen ist also nicht immer so sicher und einfach abzuwickeln.

Wir sind darüber dennoch einiges losgeworden, zum Beispiel Kleinmöbel (Sessel, Schreibtischregal), Spiele, Sportartikel (Radtrainer, Hanteln), größere Elektronik, die sich nicht gut verschicken lässt (alter Desktop-PC, Boxen, Matthias E-Piano). Sogar Kleiderbügel, Franzis Abikleid und ein kleiner Koffer wurden gekauft. Es lohnt sich hier definitiv, einfach mal eine Anzeige zu schalten. Das ist sehr unkompliziert und geht schnell.

Momox und rebuy: CDs und Bücher verkaufen

Über diese beiden Plattformen haben wir hauptsächlich gebrauchte Bücher, CDs, DVDs und Blurays verkauft. Dabei lohnt es sich manchmal, zu vergleichen, wieviel ein Medium bei rebuy und wieviel es bei Momox bringt, da sich der Gewinn teilweise sehr unterscheidet. Beide Websites bieten eine kostenlose App an, mit deren Hilfe man die Barcodes auf den Medien scannen kann und sich das Eintippen und Suchen des genauen Mediums schenkt. Das ist wirklich praktisch! Verschicken kannst du das Ganze kostenlos, sofern du einen Verkaufsbetrag von 10€ erreichst. Du wirst dann über den Eingang der Ware informiert und sobald alles geprüft ist, kannst du dir das Geld auf dein Konto auszahlen lassen.

So konnten wir viele Medien auf einen Schlag verkaufen und mussten nicht jede(s) Buch/DVD/Bluray einzeln verschicken. Gerade für Fachbücher bekommt man teilweise noch einiges und auch aktuellere Romane oder Sachbücher können manchmal noch 3-5€ einbringen. Bei uns hat es vor allem die Menge gemacht! Wir haben viele Pakete hingeschickt und besitzen aktuell noch genau 2 Blurays.

Über Momox kannst du auch gebrauchte Kleidung verkaufen. Natürlich zieht hier hauptsächlich Markenware und die Kleidung sollte noch in gutem Zustand sein. Wir haben das auch einmal gemacht, allerdings hat sich das kaum gelohnt. Für unser riesiges Paket mit zahlreichen Klamotten haben wir nachher nicht mal 20€ bekommen. Und da waren ein gutes Jackett, gute Schuhe und viele noch sehr gut erhaltene andere Sachen drin. Das würden wir nicht noch mal machen.

Freunde und Bekannte

Wir hatten in den letzten Monaten immer wieder Freunde zu Besuch und haben mit denen natürlich auch über unsere bevorstehende Weltreise gesprochen. In dem Zuge haben wir auch davon erzählt, dass wir vieles noch verkaufen wollen und konnten die eine oder den anderen noch ausstatten mit Büchern, Spielen, Schallplatten, Drucker oder auch einer Gasflasche für den Grill. Wir haben auch bei unseren Nachbarn angefragt und in einer Facebookgruppe unserer Nachbarschaft einen Beitrag gepostet, in dem wir die zu verkaufenden Sachen aufgelistet haben. Auch darauf haben sich noch einmal einige gemeldet und wir konnten wieder etwas von unserem Hab und Gut auf andere verteilen.

Da wir über vier Monate regelmäßig unsere Sachen online zum Verkauf angeboten haben, vieles ersteigert worden ist und wir kontinuierlich dran geblieben sind, konnten wir noch einiges an Geld einnehmen. Das führte allerdings auch dazu, dass unser  Wohnzimmer zeitweise mehr nach Poststelle als nach Wohnen und Gemütlichkeit aussah!

Minimalismus Post verschicken

Flohmarkt

Als wir final für den Auszug aus unserer Wohnung gepackt haben, sind doch noch wieder Dinge angefallen, die wir vorher übersehen hatten oder für die wir einfach nicht die Zeit gefunden haben, sie zu verkaufen. Diese Sachen sind dann in einer „Flohmarkt“-Kiste gelandet. Diese Kiste hat bisher noch keinen Flohmarkt gesehen ;)  Wir haben es einfach zeitlich nicht mehr geschafft vor Abflug, da wir die Priorität irgendwann auf wichtigere Reisevorbereitungen legen mussten. Allerdings würden wir das nächste Mal vermutlich eher mal einen Flohmarkt ausprobieren. Es macht bestimmt Spaß und man muss nicht so viele Pakete verschicken oder Termine mit Käufern machen wie über die beiden eBay Plattformen. Habt ihr Erfahrungen damit, ob sich ein Flohmarktstand gegenüber eBay und anderen Plattformen lohnt?

Verschenken

Natürlich mussten auch unsere Kleiderschränke entrümpelt werden, da wir in unserem Handgepäck ja nicht mal ein Zehntel des Inhalts mitnehmen können. Hier haben wir gelernt: Für gebrauchte Kleidung bekommst du nix mehr. Oder zumindest nicht übers Internet. Vielleicht auch nicht allzu verwunderlich, wir haben bisher auch noch nie über eBay T-Shirts, Hemden oder Kleider gekauft. Letztlich haben wir noch eine Kiste mit gebrauchten Klamotten an Momox geschickt, aber auch nur, um wieder einen Haufen loszuwerden. Aber wir haben auch Möbel und Geschirr verschenkt, das hauptsächlich über eBay Kleinanzeigen. Eine weitere gute Möglichkeit ist natürlich auch das Verschenken an Freunde oder Nachbarn.

Digitalisieren & Komprimieren

Nun bezieht sich Minimalismus aber nicht nur auf das Entrümpeln von Klamotten und Elektronik. Wir verstehen darunter auch die Reduktion von Ordnern, Papieren und Nippes. Bei vielen Unterlagen haben wir uns gefragt: Brauchen wir die Originale in Papierform oder können wir das Einscannen und digital speichern? Wie viel Deko muss sein? (Da waren wir uns nicht immer so ganz einig..) Aber auch Mitgliedschaften wie Amazon Prime, Spotify oder die BahnCard wurden auf ihre Notwendigkeit überprüft – und dann oft gekündigt.

Wegwerfen

Und wenn vorher alles nicht geklappt hat, dann mussten die Sachen eben doch in den Müll wandern. Das geschah zum Beispiel mit durchgelatschten Schuhen, die man wirklich keinem mehr unter die Nase halten wollte oder überflüssigen Papieren.

Unser verbliebenes Hab und Gut

Letztendlich konnten wir unseren Besitz auf 23 Umzugskartons, 1 Flohmarkt-Kiste, 2 Matratzen, 3 Fahrräder, 4 Trollis, ein Regal, einen Mülleimer, TV, Musikanlage, etwas Elektrokram und eine Palme reduzieren. Alles passte in einen Sprinter und konnte bei Matthias‘ Eltern leicht im Haus verstaut werden. Was wir mit unseren Möbeln gemacht haben, fragst du dich? Wir haben die ultimativen Nachmieter gefunden! :) Die beiden benötigten alle Möbel und wir wollten Möbel loswerden – ein guter Deal für alle! So konnten wir uns den Abbau der Möbel, Lampen und sogar Bilderrahmen sparen und mussten das Haus von Matthias Eltern nicht noch mehr in Beschlag nehmen.

Minimalismus Umzug wenig Krempel

Was tun, wenn das Entrümpeln und Minimieren schwer fällt?

Wir entrümpeln schon seit Jahren und werden immer besser darin, uns von Gegenständen zu trennen. Aber das war ein langer Prozess und nicht von Anfang an oder immer leicht. Auch bietet es einem als Paar ein paar nette Streitkeime, wie etwa „Brauchen wir wirklich Kerzen und Weihnachtsdeko?“ – Franzi: Ja! Matthias: Nein! “Brauchen wir diese ganzen Kabel?“ Franzi: Nein! Matthias: Ja!

Deswegen, hier kurz und knapp ein paar Tipps:

(1) Wir haben noch nichts vermisst

Oft behalten wir Dinge „für den Fall, dass…“. Das gibt Sicherheit. Klingt komisch, ist aber so. Wir haben aber bisher noch nichts von dem vermisst, was wir aus unserem Leben gestrichen haben. Vieles ist einfach überflüssig und niemand braucht 15 Teller für den Fall, dass man doch mal für so viele Leute kochen will. Und wenn doch, dann fragt man einfach die Nachbarn um Hilfe.

(2) Man kann alles wieder besorgen

Hast du doch mal einen Gegenstand verkauft, der dir dann fehlt, kannst du ihn jederzeit wieder neu besorgen. Entweder neu oder auch günstig in gebrauchtem Zustand. Ist uns bisher nicht passiert, siehe (1).

(3) Weniger ist mehr

Gerade bei persönlichen Gegenständen mit emotionalem Wert, fällt es schwer sich zu trennen. Aber liest du wirklich alle Postkarten und Briefe von Freunden und Verwandten nochmal? Sind wirklich alle Fotos lohnenswert aufzuheben? Stell dir vor, du hast nur das beste Bild, nur den schönsten Brief, um dich an einen tollen Urlaub oder eine Person zu erinnern? Du kannst dir sicher sein, dass der emotionale Wert für diese Dinge enorm steigt. Dafür musst du die anderen dann nicht mehr lagern und horten. Zugegeben, so extrem machen wir das nicht, aber in abgeschwächter Form versuchen wir es.

(4) Mach ein Foto oder Video von persönlichen Gegenständen

Bei vielen Gegenständen zählt nicht der materielle Wert. Wir behalten ihn, weil er uns an eine Person, ein Gefühl oder einen Lebensabschnitt erinnert. Und wir haben Angst, dass mit dem Gegenstand auch diese Emotionen gehen. Aber deswegen soviel Kram behalten? Das muss nicht so sein, denn es gibt einen einfachen Trick. Ein Foto oder Video von dem Gegenstand reicht oft um unsere Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Und das Bild oder Video nimmt digital gespeichert keinen Platz weg.

(5) Nicht genutzte Sachen erzeugen Stress

„Lies mich!“ schreit der Stapel Runners World Zeitschriften aus dem Abo, das Matthias mal abgeschlossen hatte aber seit Jahren nicht liest. „Spiel mich!“ schreit das E-Piano, das unbenutzt seit Jahren von Wohnung zu Wohnung mit umzieht. „Benutz mich!“ flüstert der Tennisschläger, der verstaubt im Keller liegt und dich jedes Mal auffordernd ansieht, wenn du ein Bier holst. All das gibt einem kein gutes Gefühl. Es sagt einem unterschwellig und vorwurfsvoll, dass man seine Vorsätze nicht umsetzt, ein fauler Sack ist und seine eigenen Versprechen und Pläne nicht einhält. Das wissen wir, da wollen wir aber nicht immer dran erinnert werden! Wenn du nur die Dinge besitzt, die du wirklich nutzt und alles andere los wirst, wirst du auch dieses Gefühl Stück für Stück los. Und damit schaffst du Platz für Neues. Sowohl in der Wohnung als auch im Kopf. Platz für neue Hobbies und Interessen. Eine Weltreise zum Beispiel ;)

(6) Total Cost of Ownership wird unterschätzt

Ein oft übersehener Gedanke. Wenn es darum geht, sich von Dingen zu trennen, sehen wir oft nur die Vorteile. Aber was ist mit den Kosten und dem Aufwand den es braucht ein Ding zu besitzen. Man muss es erstmal aussuchen, kaufen, nach Hause bringen, dann lagern, säubern, warten, beim Umzug verpacken und schleppen, wieder auspacken, es von A nach B räumen. Das alles kostet Zeit, die man besser anders verbringt und einiges an Geld. Weniger Kram braucht weniger Platz, braucht weniger Regale, braucht weniger Raumfläche, braucht eine kleinere Wohnung. Und die kostet weniger Geld. Was wir aber ganz besonders gemerkt haben: Auch das Loswerden von Gegenständen kostet extrem viel Zeit und Mühe. Das war uns eine Lektion und wir wollen demnächst erst gar nicht so viel Zeug anschaffen, denn…

(7) … „Alles was du hast, hat irgendwann dich“ 

Tylor Durden, Fight Club. Durfte hier einfach nicht fehlen ;) Und damit viel Spaß beim Entrümpeln.

Krank werden auf Reisen – da hat man ja so gar keine Lust zu! Aber bei einem Jahr Reise wird es uns vermutlich auch irgendwann erwischen. Und dann wollen wir vorbereitet sein! Dafür haben wir natürlich unsere Auslandskrankenversicherung abgeschlossen und uns alle notwendigen Impfungen abgeholt. Die häufigsten Erkrankungen, die wir bisher unterwegs hatten, konnten wir meistens aber ganz gut selbst kurieren und haben dementsprechend auch unsere Reiseapotheke zusammengestellt. Hier geben wir dir einen Überblick darüber, was wir einpacken, was wir weglassen und wie wir das alles möglichst platzsparend unterbringen.

Was sind die häufigsten Reiseerkrankungen?

Unserer Erfahrung nach sind Erkältung und Durchfall die häufigsten Erkrankungen. Irgendwann verträgt man Essen mal nicht. Irgendwann erkältet man sich. Schmerzen können auch immer auftreten, da sollte man also auch was dabei haben. Gerade bei Wanderungen können Blasen gut mal aufpoppen und bei Franzis Tolpatschigkeit können Pflaster sowieso nicht schaden. Und mit diesen Erfahrungen scheinen wir keine Ausnahme zu sein. Wenn man mal „häufige Reisekrankheiten“ googelt, tummeln sich da Durchfall, Erkältung, Schnittwunden, Sonnenbrand und Mückenstiche ganz vorne. Dagegen wollen wir möglichst gut gewappnet sein. Wichtig ist uns dabei: Wir wollen akut handeln können und die wichtigsten Erkrankungen abdecken. Für Ausnahmen und ganz spezielle Erkrankungen können wir uns nicht eindecken, da würde vermutlich der ganze Rucksack nicht reichen.

Welche Medikamente nehmen wir mit auf die Weltreise?

Weltreise Apotheke Medikamente

  • Maxim (Antibabypille)
    →Wichtig zu beachten: bei einem Jahr Reise benötigt man 14 Packungen, 12 reichen nicht fürs ganze Jahr! Franzi hat von ihrem Gynäkologen problemlos 3 Rezepte über 6 Monate bekommen.
  • Paracetamol 500mg
    →Super bei leichten Schmerzen und obendrein auch noch fiebersenkend, ein Muss in jeder Reiseapotheke!
  • Ibuprofen 600mg
    →Ibuprofen wirkt auch schmerzlindernd, im Gegensatz zu Paracetamol aber zusätzlich noch entzündungshemmend. Daher haben wir beide Schmerzmittel dabei. Bis 400mg gibt es Ibuprofen frei verkäuflich, ab 600mg ist ein Rezept vom Arzt erforderlich. Da kam Matthias‘ Handgelenkbruch doch noch gelegen um die Schmerztabletten einzuheimsen.
  • Betaisodona
    →Eine antiseptische Iod-Salbe in hässlichem Braun, die auf (entzündete) Wunden aufgetragen werden kann. Pluspunkt: Wir sparen uns die zusätzliche Desinfektion, weil Betaisodona auch desinfiziert.
  • Loperamid
    →Oft besser bekannt als Imodium akut, Loperamidhydrochlorid heißt der Wirkstoff. Bei Durchfall schnell wirksam, haben wir immer dabei.
  • Kohle-Compretten
    →Kommen ebenfalls bei Durchfall zur Anwendung. Unterschied zum Loperamid: wirken nicht ganz so schnell, dafür helfen sie bei der Ausscheidung giftiger Stoffe, beseitigen also eher die Ursache des Durchfalls während Loperamid nur die Symptome bekämpft.
  • Oralpädon (Elektrolyte)
    →um bei Durchfall den Verlust an Mineralstoffen (Salze) auszugleichen.
  • Probiotische Kapseln
    →Den Tipp haben wir von einem befreundeten Weltreisepaar erhalten, die in Indien und Nepal stark mit Magenbeschwerden zu kämpfen hatten. Probiotische Kapseln unterstützen die Darmaktivität durch die Bakterien, die in ihnen enthalten sind. Wir wollen unsere Mägen und Därme nicht gleich zu Beginn ruinieren und ihnen in Nepal und Indien eine tägliche Portion probiotischer Helfer zur Seite stellen. Die Enterobact-protect Kapseln haben wir vor der Reise einmal getestet und vertragen. Wir werden berichten, ob unser Plan aufgeht ;)
  • Malarone
    →zur prophylaktischen Einnahme sowie Akutbehandlung bei Malaria.
  • Lemocin
    →zur Bekämpfung von Halsschmerzen. Die Lutschtabletten schmecken ganz gut und betäuben nicht so sehr wie zum Beispiel Dolodobendan.
  • Gelomyrtol forte
    →ist unser Allheilmittel bei Erkältung. Wenn die Nase zu geht oder Husten sich festsetzt, werfen wir diese Eukalyptusbomben ein und schwups ist alles wieder frei!
  • Voltaren forte
    →zur Kühlung bei Schmerzen. Voltaren forte hat die doppelte Dosis an Wirkstoff, müssen wir also weniger davon mitnehmen ;) Bei starken Schmerzen werden wir vermutlich die Schmerztabletten nehmen. Aber nach Wanderungen oder bei schmerzenden Gelenken reicht bestimmt auch mal die Salbe.
  • Heparin
    →Zur Behandlung von Schwellungen und Blutergüssen, also wenn Franzi wieder irgendwo gegengelaufen ist…
  • Bepanthen Nasen- und Augensalbe
    →Kann man bei wunden Augen und oberflächlichen Hornhautverletzungen des Auges nutzen. Nur wegen der geringen Größe nehmen wir diese Salbe überhaupt mit.
  • Pflaster
    Blasenpflaster von Compeed in verschiedenen Größen. Die sind super, halten einige Tage und haben uns schon sehr geholfen.
    →normale Pflaster für Wunden in verschiedenen Größen. Wir haben die von Hansaplast, weil sie gut kleben.
    Hühneraugenpflaster bei Druckstellen oder offenen Blasen (haben wir wegen des Wanderns dabei)
  • Restavit (Schlaftabletten) 
    →Die haben wir uns in Australien kurz vor Abflug besorgt, um während des langen Rückflugs ein bisschen mehr Schlaf zu bekommen. Sind auch nur dafür gedacht und könnten wir vermutlich am ehesten weglassen.
  • Insektenspray*
    →Hier sollte man darauf achten, dass Deet im Insektenspray enthalten ist, weil das mehr Wumms hat gegen Mücken. Klar ist, dass wir mit unserer Ration nicht übers Jahr kommen sondern uns vor Ort immer wieder eindecken werden.

Wie bekomme ich die Medikamente?

Die meisten der von uns aufgelisteten Medikamente sind frei verkäuflich und ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Nur für die Antibabypille und Ibuprofen 600 benötigt man Rezepte vom Arzt. Für viele der von uns genannten Medikamente gibt es unendlich viele Alternativen oder auch Generika, die oft günstiger sind. Wir haben uns für die aufgelisteten entschieden, weil wir diese kannten und zuvor gut vertragen hatten.

Mit unseren Fragen (z.B. Imodium akut vs. Loperamid, was ist der Unterschied?) haben wir uns an einen Apotheker gewendet. Das würden wir auch immer empfehlen! Wir haben uns dort auch bzgl. der probiotischen Kapseln beraten lassen und Antworten auf unsere Fragen bekommen (Imodium akut und Loperamid haben den gleichen Wirkstoff, wirken also gleich). Die probiotischen Kapseln haben wir auf Rat der Tropenmediziner in Deutschland schon einmal getestet und gut vertragen. Größere Mengen davon haben wir dann in der Online-Apotheke bestellt. Zum Einen hatte die hiesige nicht genau die gleichen vorrätig, zum Anderen war es online deutlich günstiger.

Wie bekommen wir das alles platzsparend unter?

Da wir aufgrund unseres Handgepäcks nur 40l Packvolumen haben, ist das eine sehr wichtige Frage. Zunächst einmal haben wir uns von allen Verpackungen getrennt. Die Medikamente sind in Blistern eingepackt, auf denen auch die Namen noch einmal gedruckt sind, das reicht aus. Dann rationieren wir die Medikamente und nehmen nur begrenzt Tabletten oder Salbe mit. Überall auf der Welt gibt es eine ärztliche Versorgung und Apotheken. Uns geht es darum, 2-3 Tage mit unserem Vorrat überbrücken zu können. In der Zeit sollten wir es zu einer Apotheke oder zum Arzt schaffen. Auch die Salben haben wir rationiert. Hier hat uns der Apotheker unseres Vertrauens mit leeren Tuben ausgeholfen, super praktisch! So konnten wir unser Voltaren und Heparin von großen Tuben (100-200 ml) in kleine 35 und 5ml Tuben füllen. Richtig Platz gespart. Die Beipackzettel lassen wir ebenfalls zu Hause. Wir haben uns die notwendigen Informationen (Wirkstoff, Dosierung, Einnahme) notiert und können diese jederzeit digital nachlesen.

Weltreise Apotheke im Zip-Beutel

So schaffen wir es, dass wir diese Vielfalt an Medikation in einem 1l Ziplock-Beutel verstauen können :)

Surfen. Tauchen. Exotisches Essen verdrücken. Berge erklimmen. 24-Stunden-Busfahrten in überklimatisierten Bussen.

Eine Weltreise verspricht viel Neues und Abenteuer.

Surfen – Knochenbruch. Tauchen – Dekompressionskrankheit. Exotisches Essen verdrücken – Durchfall. Berge erklimmen – Höhenkrankheit. 24-Stunden-Busfahrten in überklimatisierten Bussen – Erkältung.

Eine Weltreise verspricht viele neue und abenteuerliche Gesundheitsrisiken.

Deshalb gehört zur Weltreiseplanung auch das leidige Thema Auslandskrankenversicherung. Es gibt definitiv Aspekte einer Weltreise, deren Organisation etwas mehr Spaß macht. Andererseits gibt es vermutlich wenig wirklich Wichtigeres zu klären. Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Aspekte zur Auslandskrankenversicherung auf einer Langzeit- oder Weltreise. Wir wollen dir eine Starthilfe geben, das Thema Krankenversicherung auf Reisen anzugehen. Dabei konzentrieren wir uns auf Themen, die für uns beim Planen der Weltreise relevant waren und bei denen wir nicht alle Informationen auf anderen Seiten oder Blogs finden konnten, sondern selbst recherchieren mussten. Dazu gehört vor allem, wie man als freiwillig Versicherter die Krankenkasse kündigt und welche Auslandskrankenversicherung wir warum gewählt haben. Hast du weitere Fragen? Dann schreib uns doch wie viele andere Leser einen Kommentar! Wir antworten dir gerne.

Das Wichtigste vorweg: Die typische Schmalspur-Reiseversicherung (die es für ’nen Zehner im Jahr gibt) reicht zwar für den Jahresurlaub, aber nicht für eine Langzeit- oder Weltreise über mehrere Monate oder Jahre. Du musst also eine vollwertige Auslandskrankenversicherung abschließen. Für den Umgang mit deiner bestehenden Krankenversicherung musst du auf die Unterschiede zwischen privat versichert, gesetzlich pflichtversichert und freiwillig gesetzlich versichert achten.

Günstige Auslandskrankenversicherung

Am Ende dieser Seite haben wir für dich verschiedene Krankenversicherungen verglichen. Wenn du es eilig hast, geht es hier zum Vergleich der Auslandskrankenversicherungen.

Wenn die Auslandskrankenversicherung für mehr als 42 Tage abgeschlossen wurde und die Leistungen denen der gesetzlichen Krankenversicherungen entsprechen, gilt das als anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall und du kannst die gesetzliche Krankenversicherung kündigen.

Und wer zahlt die Beiträge für die Zeit zwischen letztem Arbeitstag und Abflugdatum? Gute Frage. Auch hier ist es als Pflichtversicherter einfach. Es gibt eine sogenannte Nachversicherungspflicht. Deine Krankenkasse muss einen Monat lang weiter Leistungen erbringen, ohne dass du Beiträge zahlen musst. Wenn du also nicht mehr als einen Monat zwischen Jobende und Reisebeginn einbaust, zahlst du nichts. Danach würde das Arbeitsamt zahlen, sofern du dich arbeitslos gemeldet hast.

Krankenkasse kündigen: Das Problem freiwillig Versicherter

Als freiwillig Versicherter ist die Sache etwas komplizierter, aber trotzdem machbar. Das Recht, zu kündigen, besteht unter den gleichen Bedingungen wie bei Pflichtversicherten. Was ist dann der Unterschied? Der Unterschied ist, dass man als freiwillig Versicherter eine zweimonatige Kündigungsfrist einhalten muss. Das bedeutet zunächst einmal, dass man die Sache rechtzeitig in die Hand nehmen sollte. Die eigentliche Problematik entsteht aber dadurch, dass man nur zum Monatsende kündigen kann. Das beißt sich aber damit, dass die Weltreise nicht am ersten Tag eines Montags beginnen kann, da man noch mindestens einen Tag arbeitslos gemeldet sein muss, um den Arbeitslosengeldanspruch für vier Jahre zu sichern.

Was ist dann mit den Tagen zwischen Monatsende (Kündigungstermin) und Abflugdatum? Na klar! Die Nachversicherungspflicht … Pustekuchen! Die gibt es für freiwillig Versicherte nicht. Na dann wird sicher das Arbeitsamt die Beiträge zahlen, man ist ja dann offiziell arbeitslos… und wieder Pustekuchen! Denn wenn man eine Sperrfrist wegen Eigenkündigung bekommt, zahlt das Arbeitsamt erst im zweiten Monat. Warum? Weil man ja „normalerweise“ die Nachversicherungspflicht seiner Krankenkasse genießt oder keine Sperrfrist hat. Diese Kombination scheint irgendwie nicht vorgesehen. Na toll. Dann riskiert man es einfach und ist ein paar Tage nicht versichert. Das verstößt dann aber gegen die Versicherungspflicht und damit kann der Vertrag erst gar nicht beendet werden. Also, was tun?

Die Mitarbeiter von Matthias‘ Krankenkasse konnten es selbst auch nicht sagen und die Recherche in Weltreiseforen ergab auch nur die Lösung: einen ganzen Monat lang selbst die Beiträge zahlen. Und das für nur sechs Tage Leistungsanspruch? Das konnte nicht die Lösung sein. Und in der Tat – es geht eleganter. Wieder hilft die Niederschrift der Tagung des Spitzenverbandes der Krankenkassen aus 2009. Dort steht: „sofern bereits während der Kündigungsfrist der Auslandsaufenthalt beginnt, kann für die Zeit bis zur Beendigung der Mitgliedschaft … eine sog. beitragsrechtliche Anwartschaftsversicherung abgeschlossen werden“.

Krankenkasse kündigen: Die Lösung für freiwillig Versicherte

Und mit diesem Wissen ist dann das Vorgehen als freiwillig Versicherter auch recht einfach:

  • Erstens: Mit zweimonatiger Kündigungsfrist zum Monatsende des Abflugmonats(!) kündigen.
  • Zweitens: Für die Zeit zwischen Arbeitsende und Abflugdatum beantragen, nur den Mindestbeitrag zu zahlen (da kein Arbeitsverhältnis mehr besteht und man kein Einkommen hat).
  • Drittens: Für die Zeit zwischen Abflug und Monatsende eine Anwartschaft beantragen. Damit kommt man am günstigsten weg und ist trotzdem durchgängig versichert.

In unserem Fall (Abflug am 07.10.) hat Matthias sechs Tage anteilig den Mindestbeitrag gezahlt und für 23 Tage anteilig die Anwartschaftsgebühr. Insgesamt waren das 77€. Schritt eins bis drei können natürlich direkt in einem Schrieb an die Krankenkasse formuliert werden. Am Besten gleich die Niederschrift der Tagung mitschicken und sich darauf berufen. Wir empfehlen, direkt ein SEPA Mandat für die Einmalzahlung in diesem „Spezialmonat“ mitzuschicken, dann muss man sich nicht mehr während der Reise kümmern, wenn die Rechnung eintrudelt. Die kommt nämlich erst am Monatsende, und dann ist man ja schon unterwegs :)

Wichtige Aspekte einer Auslandskrankenversicherung

Worauf muss bei der Wahl einer Auslandskrankenversicherung geachtet werden? Auf vieles. Und jeder legt auf andere Punkte wert. Hier folgt die Liste der Punkte, die uns wichtig waren.

Versicherungsdauer – kann ich meine Weltreise spontan verlängern?

Die Versicherung sollte natürlich die komplette Zeit der Weltreise abdecken. Einige Versicherer haben unterschiedliche Tarife, je nachdem ob die Versicherung bis höchstens ein Jahr gilt oder für mehrere Jahre. Wenn die Reisedauer noch nicht genau feststeht, solltest du genau hinschauen, ob die Versicherung sich von unterwegs verlängern lässt und wie hoch die Maximallaufzeit ist. Es gibt auch Reiseversicherungen, die man von unterwegs abschließen kann. Man kann sich also auch einen Versicherungscocktail mixen, wenn man doch länger reisen möchte als geplant und die erstgewählte Auslandskrankenversicherung nicht (mehr) verlängerbar ist. Generell zahlt man aber für Flexibilität drauf. Weißt du schon von Beginn an, wie lange du reisen wirst, ist das ein Vorteil.

Wann und wo muss und kann ich die Auslandskrankenversicherung abschließen?

Auch hier unterscheiden sich die verschiedenen Tarife. Es gibt Versicherungen, die kann man nur vor Reisebeginn abschließen. Das geht dann schon einige Monate vor Reiseantritt, was wichtig ist, wenn man seine freiwillige Krankenversicherung fristgerecht kündigen will. Denn dafür braucht man bereits die Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung. Für ganz spontane Pflichtversicherte oder Anwartschaftszahler kann man noch bis einige Tage vor Reiseantritt die Versicherung abschließen. Zu empfehlen ist das für eine entspannte Vorbereitung auf die Weltreise vermutlich nicht.

Länderbeschränkungen – bin ich in allen Ländern meiner Weltreise versichert?

Das kommt drauf an. Es gibt Versicherungstarife, die (längere) Aufenthalte in Ländern mit statistisch hohen Behandlungskosten (typischerweise USA und Kanada, manchmal auch Mexiko) nicht versichern. Dafür sind diese Reiseversicherungen oft günstiger als solche, die weltweiten Schutz bieten. Auch hier hilft es, zu wissen wohin man reisen möchte. Spontaneität kommt einen eventuell wieder teurer. Es gibt also drei Möglichkeiten:

  1. Die Versicherung nach der Route auswählen,
  2. die Route nach der Versicherung auswählen oder
  3. bei spontanem Besuch in den ausgeschlossenen Ländern eine andere Versicherung von unterwegs (dazu) abschließen.

Schutz in Deutschland während der Langzeitreise

Dieser Punkt ist besonders dann wichtig, wenn du deine Krankenkasse in Deutschland gekündigt oder auf Anwartschaft umgestellt hast. Denn dann hast du durch deine deutsche Krankenkasse keinen Leistungsanspruch für kurze Aufenthalte. Du möchtest ja nicht für eine Woche wieder vollzahlendes Mitglied werden, nur um dann wieder zu kündigen (was mit Kündigungsfristen auch nicht so schnell gehen wird). Planst du während deiner Weltreise Stopps in Deutschland, dann solltest du eine entsprechende Auslandskrankenversicherung wählen. Denn leider versichert nicht jede diese Zwischenaufenthalte in Deutschland mit.

Selbstbeteiligung – zahlt die Auslandskrankenversicherung alles?

Die Selbstbeteiligung ist ein beliebtes Mittel, die regelmäßigen Kosten einer Versicherung zu senken. Allerdings steigen dann die Kosten im Krankheitsfall, denn man zahlt bis zu einem festgelegten Betrag für jeden Krankheitsfall seine Medikamente und Behandlungen selbst. Erst wenn dieser Betrag überschritten wird, springt die Auslandskrankenversicherung ein. Hier muss man also abwägen zwischen laufenden Kosten und zu erwartenden Kosten durch Krankheiten. Gönnt man sich auf einer Weltreise nur einmal eine Behandlung, dafür aber gleich dick mit OP und Rücktransport nach Deutschland ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll. Wir gehen allerdings davon aus, eher hier und da Kleinigkeiten und Wehwehchen mit entsprechend geringen Medikamenten- und Behandlungskosten zu haben. Daher haben wir eine Auslandskrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung gewählt.

Medizinischer Rücktransport

Ganz wichtig, denn das kann richtig teuer werden. Wenn du im Ernstfall nach Deutschland transportiert werden musst, sprechen wir schnell von fünf- oder gar sechsstelligen Beträgen. Das will man nicht, deswegen hier genau hinschauen. Du solltest darauf achten, das ein Rücktransport auch versichert ist, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Nicht nur, wenn er medizinisch notwendig ist. Die Klinik in Timbuktu kann deinen Schädelbruch auch operieren? Super, kein medizinischer Rücktransport notwendig. Sinnvoll wäre es aber vielleicht doch, sowas zu Hause reparieren zu lassen, oder?

Und was ist mit den Zähnen?

Hier kann man kaum die gleichen Leistungen wie in Deutschland erwarten oder bekommen. Erst recht nicht, wenn du in Deutschland privat versichert bist oder eine Zusatzversicherung hast. Deswegen vor der Reise nochmal alles ordentlich in Deutschland warten lassen und während der Reise fleißig putzen. Allerdings sollte deine Auslandskrankenversicherung auf jeden Fall schmerzstillende Zahnbehandlung und einfache Füllungen erstatten, außerdem Reparaturen und Zahnersatz bei Unfällen.

Der Preis – was kostet eine Auslandskrankenversicherung für eine Langzeitreise?

Selbstverständlich ein wichtiger Entscheidungspunkt. Die Beiträge variieren teilweise stark, je nach Versicherungsdauer, Leistungsumfang, Selbstbeteiligung, versicherter Länder und auch je nach Alter (ab 39 hat man offenbar schlagartig ein größeres Risiko, krank zu werden). Hier gilt es sein persönliches Optimum zwischen Preis und Leistung zu finden. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir im nächsten Abschnitt unseren Vergleich der besten Auslandskrankenversicherungen aufgelistet. Die Versicherungen, die wir uns angeschaut haben gehen bei etwa 30€ pro Monat los und enden bei knapp 180€. Wir haben eine für etwa 34€ pro Monat* gewählt.

Günstige Auslandskrankenversicherung: Ein Vergleich

Welche Auslandskrankenversicherungen gibt es?

Eine ganze Menge. Wir haben uns folgende Alternativen genauer angeschaut. Die Langzeit-Auslandskrankenversicherung 365 der Hanse Merkur*, des ADAC, Travel Secure und von STA Travel*. Für spontane Verlängerungen von unterwegs bieten sich Care Concept oder World Nomads an. Wenn du so geil drauf bist dass du mehrere Jahre reist, guck dir die  Hanse Merkur Versicherung für fünf Jahre* an.

Weil uns viele Leser darum gebeten haben, werden wir in den nächsten Tagen einen genauen Vergleich der Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter ausarbeiten und hier veröffentlichen. Also schau nochmal vorbei! Wenn die Rahmenbedingungen deiner Langzeitreise ähnlich sind wie bei unserer Weltreise, dann lies den nächsten Abschnitt. Da haben wir eine klare Empfehlung für dich!

Für welche Krankenversicherung haben wir uns entschieden?

Unsere Situation war vor der Weltreise die folgende:

  • Wir wollen ein Jahr reisen. Vielleicht länger.
  • Wir haben keine feste Route, Nordamerika wird aber kein Schwerpunkt werden.
  • Wir planen keine Zwischenstopps in Deutschland.
  • Unsere heimischen Krankenversicherungen haben wir gekündigt.
  • Wir sind jünger als 39 Jahre.

Wir haben uns für die Langzeit-Auslandskrankenversicherung 365 der Hanse Merkur* entschieden und diese für die maximale Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen.

Ausschlaggebend waren für uns waren folgende Faktoren:

  • Viele Weltreisende berichten von positiven Erfahrungen mit diesem Anbieter
  • Keine Selbstbeteiligung
  • Medizinisch sinnvoller Rücktransport ist versichert
  • Kosten von nur 1,15€ pro Tag*, da wir den Tarif ohne USA und Kanda gewählt haben.

Hier ein Tipp, den wir bisher nirgends gelesen haben: Wenn man den Versicherungsvertrag für mindestens 6 Monate abschließt, sind Aufenthalte in den USA und Kanada doch möglich. Und zwar für 14 Tage. Das reicht uns, um unsere Route spontan auch über Nordamerika leiten zu können.

Noch Fragen?

Wir haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen verfasst, rechtliche Genauigkeit und vor allem Vollständigkeit garantieren wir nicht. Unbedingt selbst in die Versicherungsbedingungen schauen! Hast du noch Fragen, Anregungen oder Korrekturen? Dann lass es uns bitte per Kommentar oder eMail wissen.

Wir beantworten gerne deine Fragen und ergänzen oder korrigieren dann diese Übersicht entsprechend. damit auch alle zukünftigen Leser was von deinen Anregungen haben.

Hast du einmal die Entscheidung getroffen, die Welt zu bereisen, dir eine Auszeit zu nehmen und deine innere Landkarte zu erweitern, wirst du um das Thema: „Was mache ich mit meinem Job? Was ist mit meinem Studium?“ nicht drum herum kommen. Wir wollen dir hier einen Überblick über Optionen geben und dir mehr zum Thema Kündigung und Arbeitslosmeldung berichten, da das der Weg ist, für den wir uns entschieden haben.

Muss ich für eine Weltreise meinen Job kündigen?

Zunächst einmal kann man sich die Frage stellen: Wie lange am Stück möchte ich reisen? Wir haben viele reisebegeisterte Freunde, die Urlaub in fernen Ländern machen und einmal im Jahr eine längere Reise in entferntere Regionen unternehmen. Mit dieser Variante kannst du deinen Job behalten, deine Ausbildung oder dein Studium fortführen und musst keine extra Versicherungen abschließen. Die meisten Deutschen haben zwischen 25 und 30 Urlaubstage pro Jahr, viele können Überstunden auch im Urlaub abbummeln. Damit hat man fast immer die Option, 3-4 Wochen Urlaub zu machen (je nach Job natürlich). Für Studenten bieten sich die Semesterferien zum Reisen an, wenn nicht Praktikum oder Klausuren anstehen. Bei dieser Variante ist die Reisezeit aber eben begrenzt auf Jahresurlaub oder vorlesungs- und klausurfreie Zeit – das war uns zu wenig.

Sabbatical für eine Weltreise nutzen

Eine weitere Möglichkeit für Berufstätige ist das Sabbatical. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern inzwischen die unterschiedlichsten Varianten eines Sabbatjahres an. Das ist die sichere Option, seinen Job zu behalten und trotzdem reisen gehen zu können. Je nach Variante, müssen vorher ein oder mehrere Jahre vorgearbeitet werden, um dann ein Jahr freigestellt zu sein und weiterhin Gehalt zu beziehen. Zum Beispiel kann man 3 Jahre in Vollzeit arbeiten, aber nur 75% seines Gehaltes beziehen und im 4. Jahr reisen gehen und weiterhin 75% seines Gehalts bekommen. Vorteil: Du zahlst weiter Sozialversicherungsbeiträge, in die Rentenkasse und hast während der Reisezeit ein festes Einkommen. Nachteil: Im Zweifel musst du eine längere Zeit darauf hin arbeiten und der Rückkehrtermin steht fest. Das kann natürlich auch Sicherheit geben. Andererseits ist man in den letzten Wochen vor Rückkehr dann vielleicht auch schon wieder sehr mit seinem Job beschäftigt und hat einen sehr harten Übergang von Weltreise zu Büro.

Job kündigen für mehr Freiheit

Wir haben uns für die Variante Kündigung entschieden. Wir haben unsere Jobs gekündigt und die Wohnung noch dazu. Sicherheit sieht anders aus. Andererseits haben wir uns gefragt: Geben eine Wohnung und ein fester Job wirklich Sicherheit? Sind es nicht eher der Rückhalt der Familie, die Freundschaften und der Partner, die für uns da sind? Also haben wir uns gegen die Pseudo-Sicherheit durch Job und Wohnung entschieden und für Weltoffenheit und Abenteuer. Wir wollten uns gerne alle Optionen offen halten, um nach der Reise entscheiden zu können, wie es weitergehen soll… und wo ;) Diese Weltreise ist so schwer greifbar, hält so viel Unbekanntes für uns bereit – woher sollen wir wissen, was diese Erfahrung mit uns macht? Und was es aus unseren Wünschen und Zielen macht? Deswegen haben wir uns für das offene Ende der Reise entschieden und gekündigt. Was dabei alles zu beachten ist, verraten wir dir in den folgenden Abschnitten.

#1: Rechtzeitig kündigen

Das ist jetzt vermutlich wenig überraschend. Hast du es aber nicht im Blick, wäre es auch doof! Also auf die Kündigungsfrist achten! In der Regel sind das 3 Monate bis zum Monatsende. Es gibt aber auch Verträge, bei denen sich die Kündigungsfrist nach bestimmter Betriebszugehörigkeit verlängert. Genauso wichtig: schriftlich kündigen und sich die Kündigung auch bestätigen lassen. Das ist zum Beispiel für das Arbeitsamt relevant.

Wir haben mit unseren Vorgesetzten schon gesprochen, bevor wir die Kündigung schriftlich eingereicht haben. Es war uns wichtig, unseren Grund für die Kündigung zu benennen und den „Abgang“ möglichst sanft zu gestalten. Glücklicherweise haben wir viel Verständnis und Unterstützung für unsere Pläne erfahren, das hat den Schritt der Kündigung definitiv erleichtert.

#2: Arbeitssuchend melden

Möchtest du irgendwann innerhalb der nächsten 4 Jahre nach Kündigung Arbeitslosengeld beziehen, so musst du dich zunächst bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden. Jetzt kannst du dich natürlich fragen: Wieso, ich bin doch sowieso im Ausland und bekomme kein Geld, warum soll ich mir den ganzen Papierkram aufhalsen?! Gute Frage! Weil du nach deiner Reise vermutlich froh bist, wenn du Arbeitslosengeld beziehen kannst. Und damit das der Fall ist, musst du mindestens 12 Monate in den letzten 24 Monaten sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Warst du also 12 Monate und einen Tag reisen, tja, dann hast du Pech und leider keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Null, nada, niente! Deswegen direkt nach der Kündigung arbeitssuchend melden. Das kann man ganz einfach telefonisch machen und es sollte mindestens 3 Monate vor Arbeitslosigkeit geschehen. Wir hatten sehr nette Mitarbeiter an der Strippe, die uns das weitere Vorgehen verständlich erklärt haben und schon die ersten Daten aufgenommen haben. Damit du beim Telefonat besser vorbereitet bist als wir: deine Sozialversicherungsnummer solltest du griffbereit haben.

#3: Persönlich arbeitslos melden

In einem nächsten Schritt musst du dich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Dafür kannst du einfach irgendwann zu deren Öffnungszeiten in dem für dich zuständigen Amt vorbeischneien oder dir einen Termin geben lassen. Matthias hatte einen Termin, Franzi ist ohne hinspaziert – beides war unkompliziert und dauerte nicht lange. Um diesen Termin noch weiter abzukürzen, kann man sich vorher auch schon seine Zugangsdaten für die Website der Agentur für Arbeit zuschicken lassen. Hier kann man selbstständig seine Daten eintragen (vorherige Arbeitgeber, Berufsbezeichnung, beruflicher Werdegang, Schulabschluss), dann muss das der Mitarbeiter vor Ort nicht alles eintippen. Die persönliche Arbeitslosmeldung muss spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit erfolgen und kann ab dem Tag, an dem man sich als arbeitssuchend gemeldet hat, erledigt werden.

#4: Antrag auf Arbeitslosengeld stellen

Wie schon oben beschreiben, kann Arbeitslosengeld I nur bezogen werden, wenn du innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast. Den Antrag auf Arbeitslosengeld kann man online oder in Papierform ausfüllen. Für den Antrag benötigt man auf jeden Fall die Arbeitsbescheinigungen der Arbeitgeber, bei denen man innerhalb der letzten zwei Jahre angestellt war. Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, diese Angaben zu machen und kann das entweder online übermitteln oder aber einen Vordruck einer Arbeitsbescheinigung ausfüllen. Mit dem eigenen Antrag und den Arbeitsbescheinigungen kann man dann zur Agentur für Arbeit gehen und dort den Antrag auf Arbeitslosengeld stellen. Man muss dafür nicht vor Ort sein, kann das Ganze auch online erledigen. Allerdings bekommt man bei einem Termin direkt die Rückmeldung darüber, wie hoch das Arbeitslosengeld sein wird und ob es eine Sperrfrist geben wird.

Eine Sperrfrist?! Genau! Wenn man als Arbeitnehmer seinen Job kündigt, dann möchte die Agentur für Arbeit das begründet haben. Die Regel ist erst mal: Wer selbst kündigt, bekommt eine Sperrfrist von 3 Monaten. Heißt: in den ersten 3 Monaten der Arbeitslosigkeit hat man keinen Anspruch auf Geld und der Gesamtanspruch verkürzt sich um 3 Monate auf insgesamt 9 Monate. Hat man aber einen guten Grund für seine Kündigung, kann diese Sperrfrist aufgehoben werden. Was ein guter Grund ist, fragst du dich? Das liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Wir finden, dass eine Weltreise ein ziemlich guter Grund zur Kündigung ist – unsere Sachbearbeiter leider nicht ;)

#5: Arbeitslos sein

Dieser Punkt mag seltsam erscheinen, ist für die Sicherung deines Anspruchs auf Arbeitslosengeld allerdings enorm wichtig. Wenn du beispielsweise zum 31.08. gekündigt hast, musst du mindestens für einen Tag arbeitslos gemeldet sein (das wäre dann der 01.09.)  um deinen vierjährigen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu sichern. Möchtest du nach der Reise ohne Sperrzeit Arbeitslosengeld bekommen, ist es als nicht möglich, Resturlaub oder Ähnliches zu nutzen und noch im August loszureisen. Du musst einen Tag arbeitslos gewesen sein und das geht nur nach Ende deiner Beschäftigung.

#6: Abmeldung bei der Agentur für Arbeit

Nun ist der Job der Agentur für Arbeit ja nicht nur die Berechnung des Arbeitslosengeldes sondern vor allem, dich schnellstmöglich wieder auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen. Und egal, ob du nach Kündigung nur noch 2 Tage in Deutschland sein solltest, du willst einen Job! Wenn du dann erzählst, dass du aber leider schon x Tage nach Beginn der Arbeitslosigkeit das Land verlässt (und x keine 3 Monate sind), dann wird dein Sachbearbeiter dich in der Regel in Ruhe deine Reise vorbereiten lassen und du musst keine Bewerbungen schreiben. Wichtig ist jedoch: du musst dich bei der Agentur für Arbeit abmelden und dort Bescheid geben, dass du dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehst, wenn du auf Reise gehst. Das kannst du ganz einfach telefonisch einen Tag vor Abreise machen. Wir haben das schon bei unserer persönlichen Arbeitsmeldung angegeben und mussten deswegen nicht noch einmal Bescheid geben.

Warum muss ich das alles vor der Weltreise organisieren?

Damit du nach der Reise Geld bekommst! Zum Einen ist es in Deutschland so, dass du innerhalb von 4 Jahren Anspruch auf Arbeitslosengeld hast, wenn dieser Anspruch einmal festgestellt worden ist. Du kannst also gemütlich durch die Welt reisen und nach 3 Jahren wiederkommen, dich bei der Agentur für Arbeit melden und hast noch immer Anspruch auf Arbeitslosengeld. Finden wir schon Grund genug, sich darum zu kümmern!

Zum Anderen kannst du es so anstellen, dass deine Sperrfrist (wenn du denn eine bekommen hast) schon vor Beginn der Reise läuft. Wie das? Erklären wir mal ganz praktisch und anschaulich an unserem Beispiel: Wir haben beide zum 30.09. gekündigt und uns ab dem 1.10. arbeitslos gemeldet. Daher beginnt ganz offiziell auch am 1.10. unsere dreimonatige Sperrfrist. Wenn wir nun ab dem 7.10. dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen, läuft unsere Sperrfrist trotzdem weiter und ist dementsprechend wenn wir wiederkommen längst abgelaufen. Würden wir am 1.10. direkt unsere Reise starten und wären vorher keinen Tag arbeitslos gewesen, so würde die Frist erst nach unserer Reise beginnen. Die Sperrfrist startet also immer am ersten Tag der Arbeitslosigkeit.

Noch Fragen?

Soweit alles klar? Wir haben uns die größte Mühe gegeben, den Akt der Arbeitslosmeldung möglichst verständlich und nachvollziehbar wiederzugeben. Natürlich sind wir aber keine Experten und können dir nur nach bestem Wissen und Gewissen von unserer Erfahrung und unseren Kenntnissen berichten. Sollten noch Fragen offen sein, stell sie uns gern und wir geben unseren Senf dazu. Ansonsten ist die Agentur für Arbeit selbst natürlich ein guter Ansprechpartner. Wir haben durchgängig positive Erfahrungen mit den Damen und Herren an Telefon und Schreibtisch gemacht, auch wenn das für die auch nicht alltäglich ist, dass jemand wegen einer Weltreise kündigt.


Du willst eine Weltreise planen?

In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



Lust auf mehr? Lies unsere neuesten Berichte!


Als wir Familie und Freunde in unsere Weltreisepläne einweihten, war eine der am häufigsten gestellten Fragen: „Und wie viel Geld braucht ihr dann?“ Genau die gleiche Frage hatten wir uns auch schon gestellt und sind auf sehr unterschiedliche Angaben gestoßen. Die Ausgaben während so einer Reise hängen von so vielen unterschiedlichen Faktoren ab, dass das mal schnell einen Unterschied von mehreren tausend €uro in dem Jahr ausmachen kann.

Wir haben uns bei unserer Finanzplanung an anderen Weltreiseblogs und deren Aufstellungen orientiert und an Angaben, die wir in Reiseführern oder auf Websites zu den Reiseländern gefunden haben. Dafür mussten wir uns erst mal überlegen, wie wir denn reisen wollen:

  • Welche Transportmittel werden wir hauptsächlich nutzen?
  • Wie lange werden wir uns in welchen Ländern, Regionen oder Städten aufhalten?
  • Welche Art von Unterkunft werden wir bevorzugt buchen?
  • Was und wie werden wir essen?
  • Touren buchen oder auf eigene Faust erkunden?

Diese Fragen sind so ohne feste Route natürlich nicht alle eindeutig zu beantworten, aber sie helfen zur Orientierung. Wir haben gemerkt, dass es einem als Paar auch hilft, die eigenen Vorstellungen zu besprechen und etwaige Unterschiede von vornherein zu benennen, sodass es nicht völlig verschiedene Erwartungen an die Reise gibt.

Welche Transportmittel werden wir hauptsächlich nutzen?

Wir werden natürlich Flüge buchen müssen, um größere Distanzen überbrücken zu können. In Südostasien sind Flüge mit Billigairlines (z.B. Air Asia, Tiger Airways) recht günstig, sodass da kein allzu großes Loch in die Reisekasse gerissen wird wenn wir mal fliegen. Viele dieser Billigairlines holen sich das Geld über die Gebühren für aufzugebendes Gepäck wieder rein. Hier erhoffen wir uns eine Ersparnis, da wir nur mit Handgepäckstück reisen werden. Anders sieht es natürlich bei Langstreckenflügen aus, die selten so richtig günstig sind. Aber hier wollen wir unsere Spontaneität ausnutzen. Da wir nicht auf spezielle Länder und Ziele fixiert sind, könnten wir bei einem super Angebot auch einfach mal zuschlagen.

Davon abgesehen, wollen wir aber möglichst viele Etappen auch „über Land“ machen, also Busse, Züge, Jeeps nutzen und vermutlich auch Rikschas, Tuk-Tuks und Longtailboote. Dabei lernt man Land und Leute besser kennen und spart Geld gegenüber Flügen. Außerdem haben wir ja mal keinen Zeitdruck und können auch die Weiterreise selbst genießen, ohne Angst zu haben, in der Zeit etwas anderes Tolles zu verpassen. Das machen wir dann nämlich einfach am nächsten Tag  ;)

Wie lange werden wir uns in welchen Ländern, Regionen oder Städten aufhalten?

Da wir dieses Mal nicht nur für einige Wochen im Urlaub sind, wird sich auch unser Reisestil ändern. Es wird weniger darum gehen, in kürzester Zeit möglichst viel zu sehen und unterzukriegen. Wir möchten „Reise-Burnout“ gerne vermeiden und eher langsamer reisen, also mehr Zeit an einem Ort verbringen als wir es sonst bei Rundreisen getan haben. Oft haben wir schöne Plätze nur für sehr kurze Zeit genießen können, weil danach ja noch ein weiterer Ort dran war oder wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder am Abflugort sein mussten. Das schnelle Weiterreisen geht für begrenzte Zeit sicherlich gut. Aber wir haben auch schon bei unserer dreiwöchigen Reise nach Thailand 2012 gemerkt, dass wir zum Ende hin echt dankbar waren, mal drei Nächte am Stück in einer Unterkunft zu schlafen statt nur von Insel zu Insel zu hoppen.

Welche Art von Unterkunft werden wir bevorzugt buchen?

Die günstige! Fertig! :P
Von günstigstem Backpacker-Hostel bis Luxushotel ist die Spanne breit und die Auswahl groß. Um Kosten zu sparen, fällt das Luxushotel flach – das ist sowieso nicht so unsers. Allerdings ist unsere Hostelerfahrung im sehr günstigen Preissegment auch nicht so umfassend. Ich (Franzi) erinnere mich noch heute mit Schrecken an eine Unterkunft, die wir uns auf Koh Pangan in Thailand angesehen haben. Der Preis war ein Knaller- unter 5€ die Nacht für 2 Leute. Es sah allerdings aus wie eine kleine Höhle, war ca. 2qm groß, dunkel und hatte einen Eimer, mit dem man sich irgendwoanders Wasser zum Waschen holen konnte (oder war er doch fürs Wasserlassen???). Da habe ich mich vehement gegen ausgesprochen und würde es heute genauso wieder machen. Wir wollen vorrangig in Hostels und günstigen Hotels schlafen und vielleicht auch mal über AirBnB ein Zimmer oder eine Wohnung mieten. Als Paar werden wir Doppelzimmer zwar bevorzugen, sind uns aber im Klaren darüber, dass die Finanzen das nicht immer zulassen werden. Es muss also auch mal der Schlafsaal genügen.

Was und wie werden wir essen?

Auch in diesem Punkt gibt es sehr viel Spielraum: Restaurants gibt es in allen Preisklassen, Selbstverpflegung wird je nach Unterkunft und Land mal mehr, mal weniger möglich sein. Unser Ziel ist es, die lokale Küche kennenzulernen und das Essen vor Ort zu probieren. Dazu eignet sich Streetfood super – und es schont auch noch die Reisekasse. Wenn wir an die kleinen Essensstände in Bangkok zurückdenken, läuft uns jetzt noch das Wasser im Mund zusammen! Was dabei aber nicht immer geschont wird, ist der Magen. Und deswegen werden wir in Ländern mit weniger hygienischen Verhältnissen (z.B. Indien) vorsichtig sein mit dem Streetfood. Da Franzis Magen ja gern mal gereizt reagiert auf fremdes Essen, wird es bestimmt auch „sicheres“ Essen geben, das dann nicht lokal aber magenfreundlich ist. Ein Toast auf das Toast.

Touren buchen oder auf eigene Faust erkunden?

Das ist letztendlich die Frage nach der Freizeitgestaltung vor Ort und wie wir die Länder erkunden möchten, die wir bereisen. Wir fahren gerne auf eigene Faust los, gucken wonach uns ist, und machen das dann. Wandern ist eine wunderbare kostenlose Möglichkeit, ganz viel von der Natur zu sehen und sich tolle Ziele selbstständig zu erschließen. Genauso gerne machen wir aber auch Ausflüge, die „etwas Besonderes“ sind und dann eben auch mal teuer sind. Auf der Reise wollen wir uns diese speziellen Ausflüge immer mal wieder erlauben und damit dann in Kauf nehmen, dass wir dafür mehr Geld einplanen müssen.

Somit gehören wir wohl kaum zu den Hardcore-Backpackern, die sich in die günstigsten Höhlen begeben und aus finanziellen Gründen nur von eingepackten Sandwiches ernähren. Wir sind aber auch weit entfernt von den Pauschaltouristen, die vorgefertigte Ausflugstouren buchen und in Schicki-Micki-Restaurants teure Kreationen mit abgefahrenen Namen essen. Und was heißt das dann ausgedrückt in Zahlen?

Unsere Finanzplanung für die Weltreise

Equipment

Wir haben uns einige Klamotten (z.B. Trekkinghose, Merino-Shirt) gekauft, von denen wir uns erhoffen, dass sie das ganze Temperaturspektrum abdecken. Aber auch unseren Handgepäcksrucksack von Osprey haben wir neu gekauft. Zusätzlich fielen noch Kosten für Technik-Equipment an: für die Reise kauften wir von Freunden eine gebrauchte Go Pro, legten uns SD-Karten und eine USB-Festplatte für Filme und Fotos zu. Und dann gibt es noch den ganzen Kleinkram, wie z.B. Packing Cubes, Stirnlampe oder Zahlenschloss. Insgesamt sind wir damit bei ca. 1000€ pro Person gelandet.

Impfungen

Impfungen können ein dicker Kostenfaktor sein, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt. Viele Impfungen sind freiwillige Zusatzleistungen der Kassen. Unbedingt prüfen und eventuell die Kasse wechseln.

Auslandskrankenversicherung

Die Kosten für unsere Reiseversicherung über 365 Tage bei der Hanse Merkur liegen bei 420€ pro Person. Damit können wir nicht für längere Zeit nach Kanada oder in die USA reisen. Will man das, kann es auch das Doppelte oder Dreifache kosten.

Flüge

Viele Weltreisende greifen auf die Round-the-world Tickets der verschiedenen Luftfahrtallianzen zurück. Das erleichtert die Kostenplanung, da man die Hauptflüge dann schon im Voraus bezahlt hat. Wir wollen möglichst viel Freiheit erleben und haben uns deswegen für Einzelflüge entschieden, die wir spontan buchen werden. Das macht die Abschätzung schwieriger. Wir kalkulieren mit etwa 4500€. Bisher haben wir unseren ersten Flug von Amsterdam nach Nepal (für gute 360€ pro Person) gebucht. Da wir zeitlich flexibel sind und auch unsere Route anpassen können, hoffen wir, dass wir günstige Flüge finden werden und auch die Langstreckenflüge gut ins Budget bekommen.

Visa

Als Deutscher hat man den Vorteil, in vielen Ländern kein Visum zu benötigen oder es vor Ort am Flughafen problemlos zu bekommen. Wir haben schon vor der Reise ein Visum für Nepal beantragt (kostet aktuell 40€) und uns um ein Visum für Indien gekümmert, für das wir 65€ bezahlen. Die restlichen Euronen sind für Visa on Arrival und Ähnliches eingeplant.

Tagesbudget

Unser Tagesbudget haben wir mit ca. 40€ pro Tag und Nase kalkuliert, also 14.500€. In günstigen Ländern wie Nepal, Indien und Ländern in Südostasien werden wir vermutlich weniger benötigen. Unser Roadtrip mit dem Camper durch Australien war so genial, dass wir so etwas ähnliches auch gerne in Neuseeland machen wollen. Dafür müssen wir dann deutlich mehr als 40€ einplanen – vermutlich eher so um die 70€. Je nachdem, wie lange wir wo verweilen, sollte sich das so ungefähr ausgleichen. Das ist natürlich nur ein grober Richtwert, der aber helfen soll, die Reisekasse beisammenzuhalten.

Planung Reisebudget

Posten geplante Kosten (pro Person)
Equipment 1000€
Flüge 4500€
Impfungen0€
Auslandskrankenversicherung420€
Visa 180€
Tagesbudgets 14.500€
(ca. 40€/ Tag)
Gesamtbudget pro Person20.600€

Was kostet die Welt(reise) denn nun?

Wir landen also bei einem Budget von insgesamt 20.600€ pro Person für ein Jahr Weltreise. Natürlich sind wir gespannt, wie gut wir mit dieser Abschätzung hinkommen. Wir werden unsere Ausgaben während unserer Reise fleißig dokumentieren, sodass wir unsere Planung überprüfen können und zum Ende auch ein Gesamtfazit zu den Kosten abgeben können. Für die einzelnen Reiseländer haben wir dir Übersichten erstellt mit Angaben zu Tagesbudgets.

Man kann sicherlich deutlich teurer aber auch günstiger reisen – wir haben auf Reiseblogs gelesen, dass andere mit 11.000€ ausgekommen sind. Da wir aber nicht nur in Südostasien, Indien und Nepal reisen wollen sondern gern auch Neuseeland und Südamerika sehen möchten, müssen wir dort mit höheren Kosten rechnen. In unserem Budget sind allerdings auch Equipment, Versicherung und Visakosten enthalten.

Seit wir diese Zahl kennen, erwischen wir uns oft dabei, solche Dinge zu sagen wie „Guck mal – da fährt ’ne Weltreise“ wenn zum Beispiel ein etwas dickerer Audi an uns vorbei fährt. Verrückterweise gilt das für eine Person sogar schon bei einem VW Golf. Wir besitzen ein Fahrrad und gehen lieber reisen ;)

Ein weiterer wichtiger Punkt auf unserer To-Do-Liste für die Reisevorbereitung waren die Impfungen. Auf anderen Blogs hatten wir gelesen, dass man sich so ca. 6 Monate vor Reiseantritt mal darum kümmern sollte. Da unsere Entscheidung für die Reise etwas spontaner fiel, mussten es bei uns 5 Monate tun.


Hausarzt oder Tropeninstitut?

Zunächst ist die Frage: Welche Impfungen sind notwendig? Das ist natürlich ohne klare Route auch wenig klar zu beantworten. Daher wandten wir uns vertrauensvoll an das nächste Tropeninstitut. Du kannst viele Impfungen auch beim Hausarzt bekommen. Wir haben uns aber für die Fachmänner vom Tropeninstitut entschieden, da wir definitiv eine Gelbfieberimpfung benötigten (Pflicht in den meisten Ländern Südamerikas) und diese nur bei Tropenmedizinern gegeben werden kann. Hier findest du eine Übersicht über Tropenmediziner und Tropeninstitute in deiner Nähe.

Wir sind zum Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg gegangen und haben uns dort sehr gut beraten gefühlt. Wir waren insgesamt zu drei Terminen da, wobei wir beim ersten Termin sowohl beraten als auch geimpft wurden. Hier ein kleiner Tipp: geh nicht an einem Brückentag-Freitag, und vor allem nicht wenn das der Beratungstermin ist. Wir haben ganze 5 Stunden gewartet. Bei den zwei weiteren Impfterminen ging dann alles zügig.


Vorteile einer Impfung im Tropeninstitut

  • Die Ärzte sind spezialisiert. Der Doc wurde, während er unsere Spritzen aufzog, von einer externen Klinik angerufen, die seine Expertise zur Malariabehandlung anzapfte. Wir waren uns sicher: Fachmann!
  • Die Impfstoffe sind alle vorhanden (kein umständliches Besorgen in der Apotheke)
  • Die Impfungen werden aufeinander abgestimmt. Das war besonders in Matthias‘ Fall auch echt gut (O-Ton Tropen-Doc: „Sie stellen mich echt vor eine Herausforderung“), da bei ihm selbst so banale Sachen wie Mumps, Masern und Röteln noch mal geimpft werden mussten. Auch wurden die Lebend-Impfungen, nach denen eine Woche kein Alkohol und Sport angesagt ist, auf unsere Hochzeitseinladung und sonstige private Rahmenbedingungen abgestimmt.

Unsere Impfungen vor der Weltreise

  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Hepatitis A und B
  • Gelbfieber
  • Typhus
  • Tetanus
  • Mumps, Masern, Röteln (Matthias)

Nebenwirkungen der Impfungen

Kann es geben.. hatten wir nicht. Also wenn man eine leichte Rötung und Schwellung des gepiksten Armes nicht zählt. Es ist aber zu beachten, dass bei Lebend-Impfungen (bei denen der lebende Virus geimpft wird, der Körper danach also ordentlich dagegen ankämpfen muss) für eine Woche Sport und Alkohol flach fallen. Zu den Lebend-Impfungen gehören u.a. Gelbfieber und Mumps, Masern, Röteln.

Kostenübernahme von Impfungen

Zunächst einmal musst du die Kosten für Beratung, Impfstoff und Impfung selbst tragen und in Vorleistung gehen. Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen häufig als freiwillige Zusatzleistung übernommen. Dafür müssen die Rechnungen im Original eingereicht werden. Bei uns klappte das reibungslos. Beide Krankenkassen (Techniker und BKK pronova) übernahmen die kompletten Kosten. Noch dazu hatten sie uns das Geld innerhalb von einer Woche nach Einreichen der Rechnung schon wieder überwiesen. Insgesamt sind uns (bzw. unseren Krankenkassen) 1260€ an Impfkosten entstanden, also ein ordentlicher Batzen Geld. Wer seine Reise langfristiger plant als wir, sollte sich rechtzeitig erkundigen, was die Krankenkasse an Impfkosten übernimmt und gegebenenfalls noch wechseln. Auf den Internetseiten der Krankenkassen ist oft auch genau angegeben, welche Impfungen übernommen werden.


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Du willst eine Weltreise planen?

In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



Lust auf mehr? Lies unsere neuesten Berichte!


Mit viel Überblick, Geduld und kontinuierlichem Abarbeiten! Da wir uns relativ kurzfristig für die Weltreise entschieden haben, fiel bei uns sehr viel Organisatorisches in kurzer Zeit an. Die To-Do-Listen schienen kein Ende zu nehmen und hielten uns bis zum Abflug auch gut auf Trab. Besonders die Einschränkung auf Handgepäck stellte uns vor einige Herausforderungen.

Da wir beide ziemlich strukturiert sind, haben wir uns nach unserer Entscheidung für die Reise eine „Mega-To-Do-Liste“ erstellt und erst mal gesammelt, was so alles anfallen könnte. Diese wurde dann kontinuierlich ergänzt um weitere Punkte, die uns während der Vorbereitung eingefallen sind. Dann haben wir uns eine Zeitplanung gemacht, um den Überblick zu behalten, wann was erledigt werden muss. Einige Dinge müssen ja eher früher (z.B. Impfungen) und andere können auch erst kurz vor der Reise abgearbeitet werden (z.B. Nachsendeantrag stellen). Wir wollen dir hier eine chronologische Übersicht geben über das, was zu bestimmten Zeitpunkten vor der Reise bedacht und erledigt werden sollte.

6 Monate vor der Reise (bei uns nur 5)

  • Impfungen
    → vor allem eine Geldfieberimpfung kann in Südamerika für die Einreise Pflicht sein
  • Wunschziele festlegen
    → Wir haben uns drei Wunschziele überlegt, um die Route flexibel gestalten zu können.
  • Reiselektüre studieren
    → Bibliothek nutzen, Blogs lesen
  • Steuererklärung abgeben
    → in dem Zuge auch bei ELSTER Online anmelden für die Erklärung während der Reise

3-5 Monate vor der Reise

2 Monate vor der Reise

in den letzten 4 Wochen vor der Reise

  • Umzug organisieren
    → Kisten besorgen, Umzugsauto, Wohnung streichen
    → Strom abmelden
  • Antrag auf Arbeitslosengeld stellen
  • letzte Besorgungen
    Reiseapotheke, Speicherkarten, Ersatzakku, …
  • Übersicht über wichtige Dokumente
    → damit die Homebase auch einen Überblick hat, falls etwas verloren geht
  • nach Umzug: ummelden
  • GEZ kündigen
  • Nachsendeantrag stellen
  • 200-300 US $ besorgen
    → damit kann man fast überall auf der Welt zahlen (der „Notgroschen“)
  • Kopien wichtiger Dokumente erstellen
    → einscannen und speichern, damit auch unterwegs verfügbar
  • Abschiedsparty organisieren und feiern :)

Da einige der Punkte etwas umfangreicher sind und wir dazu viel recherchiert haben, haben wir dazu ausführliche Beiträge geschrieben. So kannst du genau nachlesen, was es zum Beispiel beim Arbeitslosmelden oder der Krankenversicherung zu beachten gibt.

Wir haben für die Organisation OneNote von Microsoft benutzt, da wir damit schon vorher gute Erfahrungen gemacht hatten. Man kann ein gemeinsames Benutzerkonto anlegen, das beide nutzen und in dem beide schreiben können. So hatten wir immer Zugriff auf unsere Übersichten und konnten parallel damit arbeiten. Im Programm selbst ist es möglich, mehrere Seiten und Unterseiten zu erstellen, sowie alles schnell zu durchsuchen. Das fanden wir hilfreich, um einen Überblick zu behalten. Wir haben darin nicht nur unsere ellenlange To-Do-Liste geschrieben und abgehakt, sondern auch nützliche Informationen zu Reiseländern, unsere Finanzplanung und Ideen für den Blog festgehalten.

Nicht immer macht die Organisation der Reise Spaß. Besonders die ganzen Ab-, Ummeldungen und Kündigungen mit den vielen Papieren und Briefen, die dafür notwendig sind, können anstrengend und nervig sein. Deswegen haben wir in Phasen, in denen die ungeliebten organisatorischen Aufgaben anstanden, immer wieder Reiseblogs gelesen, uns über tolle Reiseziele informiert oder YouTube Videos geguckt, um uns vor Augen zu führen, wofür wir das alles erledigen. Das hebt die Stimmung ziemlich schnell wieder und kann neue Motivation zum Abarbeiten der Liste erzeugen!