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Bei Reisen in ein muslimisches Land kann es dir so wie uns passieren, dass du während des Ramadan im Land bist. Wir wollen dir hier einen Überblick geben, was Ramadan überhaupt bedeutet, was du beachten solltest und welche Auswirkungen das für dich und deine Reise hat. Wir waren in Jordanien unterwegs, es kann natürlich sein, dass es in anderen Ländern während des Ramadan anders abläuft.

Ramadan – Was ist das eigentlich?

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und damit der Fastenmonat der Muslime. In dieser Zeit besteht für die muslimische Bevölkerung eine Fastenpflicht vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Ausgenommen davon sind Schwangere, Stillende, Kranke und Kinder.

Fastenpflicht

Die meisten verbinden mit Fasten die verminderte Nahrungsaufnahme. Für die Muslime bedeutet das Fasten aber darüber hinaus den Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Sobald die Sonne untergegangen ist, können die Menschen essen und trinken. Das Fasten wird sehr ernst genommen und in einigen Ländern werden sogar Nichtmuslime bestraft, wenn sie während des Ramadan in der Öffentlichkeit essen oder trinken.

Wann ist Ramadan?

Der Beginn des Ramadan liegt immer zusammen mit der Sichtung der Mondsichel. Heutzutage kann das natürlich berechnet werden und daher gibt es für die nächsten Jahre bereits Angaben zu den Zeiten.

  • 2019: 6.05. bis 3.06.
  • 2020: 24.04. bis 23.05.
  • 2021: 12.04. bis 11.05.

Was passiert während des Ramadan?

Der Ramadan hat Auswirkungen auf viele Dinge. Zum Einen siehst du tagsüber deutlich weniger Menschen auf den Straßen. Besonders wenn der Ramadan in die heiße Jahreszeit fällt, meiden die Leute tagsüber schwere körperliche Arbeit und Anstrengung wenn es denn geht. Können wir nachvollziehen, bei Temperaturen gut über 30°C ist der Verzicht auf Getränke auch ohne körperliche Anstrengung schon hart.

Die Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten können ebenfalls betroffen sein. In Jordanien haben die Sehenswürdigkeiten oft früher geschlossen. Da kannst du also nicht auf deinen Reiseführer oder Angaben im Internet vertrauen. Am besten ist es, wenn du vor Ort nachfragst.

Die größte Einschränkung (zumindest für uns) war es, in der Öffentlichkeit nichts zu essen oder zu trinken. Wir wollten die Muslime nicht vor den Kopf stoßen und haben uns daher daran gehalten. Wasser haben wir also heimlich getrunken in kleinen Gassen, wo gerade keiner war oder eben auf unserem Hotelzimmer.

Was solltest du als Tourist während des Ramadan beachten?

Wir finden es wichtig, die Kultur und Bräuche im jeweiligen Land zu respektieren. Deswegen würden wir dir raten, in der Öffentlichkeit nicht besonders auffällig zu essen oder zu trinken. Wir haben immer kleine Schlupflöcher gefunden, wo wir unbemerkt trinken und essen konnten.

Du findest tagsüber kaum geöffnete Restaurants. Nur an sehr touristischen Orten haben Restaurants auch tagsüber Essen angeboten. Sonst haben wir uns mit Obst von Märkten oder Keksen aus den kleinen Kiosken tagsüber über Wasser gehalten.

Wenn abends die Sonne untergegangen ist, ertönt über die vielen Lautsprecher das Gebet. Das ist dann das Zeichen für alle, dass das Fasten jetzt gebrochen werden kann. Wir saßen abends also im gut gefüllten Restaurant und auf unserem Tisch standen auch schon Datteln und Salat. Da aber niemand sonst gegessen hat, haben wir mit dem Essen abgewartet, bis wir das Gebet gehört haben.

Welche Auswirkungen hat der Ramadan auf deine Reise?

Die größten Auswirkungen haben wir beim Essen bemerkt. Es wäre schön gewesen, auch tagsüber unbeschwert das leckere jordanische Essen genießen zu können und unbekümmert ordentlich Wasser zu trinken.

Solltest du während des Ramadan reisen, dann buche dir eine Unterkunft, bei der ein Frühstück enthalten ist. Damit hast du eine Mahlzeit schon mal sicher und musst nicht schon morgens nach Essen suchen. Wir haben unsere Unterkünfte größtenteils über Booking* gebucht. Dort kannst du immer sehen, ob ein Frühstück enthalten ist und auch danach Hotels aussuchen.

Du triffst tagsüber deutlich weniger Menschen auf den Straßen und zur Essenszeit (bei uns im Mai ab 19.30 Uhr) ist es für eine Stunde draußen wie ausgestorben. Dann sind die Menschen zu Hause zum Fastenbrechen (breakfast – manchmal etwas verwirrend, dass damit das Abendessen gemeint ist!). Dafür ist danach umso mehr los auf den Straßen. Das Leben spielt sich nach dem Essen ab.

Reisen während Ramadan – unser Fazit

Es war für uns eine spannende Erfahrung, Jordanien für zwei Wochen zu bereisen und das inmitten der Fastenzeit. Die gastfreundlichen Jordanier laden dich auch gerne mal zum Fastenbrechen ein und tafeln dann ordentlich auf. Wir haben aber tagsüber oft mehr gehungert als uns lieb war ;)

Unsere Argumente für eine Reise nach Jordanien in der Nicht-Fastenzeit:

  • Du kannst jederzeit essen und trinken.
  • Alle Sehenswürdigkeiten sind zu den bekannten Zeiten geöffnet.
  • Auf den Straßen ist mehr los, du kommst eher mit den Jordaniern ins Gespräch.
  • Jordanier laden dich auch gerne mal zu Mahlzeiten ein. Das ist natürlich einfacher, wenn du nicht nur morgens um 4 Uhr und abends ab 19.30 Uhr offiziell essen darfst.

Möchtest du mal sehen, wie wir heimlich essen oder den leckeren Frucht-Shake ins Hotelzimmer tragen, weil Ramadan ist? Dann schau doch in unsere Videos zu Madaba oder Amman rein!



Du willst eine Weltreise planen?

In unserer Übersicht zur Weltreiseplanung findest du Informationen zu allen notwendigen Erledigungen. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Planung deiner Reise. Wann musst du was bedenken, wie lange vorher dich um Dinge wie Impfungen oder die Kosten deiner Reise kümmern?



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Fastenpflicht

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Wann ist Ramadan?

Der Beginn des Ramadan liegt immer zusammen mit der Sichtung der Mondsichel. Heutzutage kann das natürlich berechnet werden und daher gibt es für die nächsten Jahre bereits Angaben zu den Zeiten.

  • 2019: 6.05. bis 3.06.
  • 2020: 24.04. bis 23.05.
  • 2021: 12.04. bis 11.05.

Was passiert während des Ramadan?

Der Ramadan hat Auswirkungen auf viele Dinge. Zum Einen siehst du tagsüber deutlich weniger Menschen auf den Straßen. Besonders wenn der Ramadan in die heiße Jahreszeit fällt, meiden die Leute tagsüber schwere körperliche Arbeit und Anstrengung wenn es denn geht. Können wir nachvollziehen, bei Temperaturen gut über 30°C ist der Verzicht auf Getränke auch ohne körperliche Anstrengung schon hart.

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Was solltest du als Tourist während des Ramadan beachten?

Wir finden es wichtig, die Kultur und Bräuche im jeweiligen Land zu respektieren. Deswegen würden wir dir raten, in der Öffentlichkeit nicht besonders auffällig zu essen oder zu trinken. Wir haben immer kleine Schlupflöcher gefunden, wo wir unbemerkt trinken und essen konnten.

Du findest tagsüber kaum geöffnete Restaurants. Nur an sehr touristischen Orten haben Restaurants auch tagsüber Essen angeboten. Sonst haben wir uns mit Obst von Märkten oder Keksen aus den kleinen Kiosken tagsüber über Wasser gehalten.

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Welche Auswirkungen hat der Ramadan auf deine Reise?

Die größten Auswirkungen haben wir beim Essen bemerkt. Es wäre schön gewesen, auch tagsüber unbeschwert das leckere jordanische Essen genießen zu können und unbekümmert ordentlich Wasser zu trinken.

Solltest du während des Ramadan reisen, dann buche dir eine Unterkunft, bei der ein Frühstück enthalten ist. Damit hast du eine Mahlzeit schon mal sicher und musst nicht schon morgens nach Essen suchen. Wir haben unsere Unterkünfte größtenteils über Booking* gebucht. Dort kannst du immer sehen, ob ein Frühstück enthalten ist und auch danach Hotels aussuchen.

Du triffst tagsüber deutlich weniger Menschen auf den Straßen und zur Essenszeit (bei uns im Mai ab 19.30 Uhr) ist es für eine Stunde draußen wie ausgestorben. Dann sind die Menschen zu Hause zum Fastenbrechen (breakfast – manchmal etwas verwirrend, dass damit das Abendessen gemeint ist!). Dafür ist danach umso mehr los auf den Straßen. Das Leben spielt sich nach dem Essen ab.

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Als wir Familie und Freunde in unsere Weltreisepläne einweihten, war eine der am häufigsten gestellten Fragen: „Und wie viel Geld braucht ihr dann?“ Genau die gleiche Frage hatten wir uns auch schon gestellt und sind auf sehr unterschiedliche Angaben gestoßen. Die Ausgaben während so einer Reise hängen von so vielen unterschiedlichen Faktoren ab, dass das mal schnell einen Unterschied von mehreren tausend €uro in dem Jahr ausmachen kann.

Wir haben uns bei unserer Finanzplanung an anderen Weltreiseblogs und deren Aufstellungen orientiert und an Angaben, die wir in Reiseführern oder auf Websites zu den Reiseländern gefunden haben. Dafür mussten wir uns erst mal überlegen, wie wir denn reisen wollen:

  • Welche Transportmittel werden wir hauptsächlich nutzen?
  • Wie lange werden wir uns in welchen Ländern, Regionen oder Städten aufhalten?
  • Welche Art von Unterkunft werden wir bevorzugt buchen?
  • Was und wie werden wir essen?
  • Touren buchen oder auf eigene Faust erkunden?

Diese Fragen sind so ohne feste Route natürlich nicht alle eindeutig zu beantworten, aber sie helfen zur Orientierung. Wir haben gemerkt, dass es einem als Paar auch hilft, die eigenen Vorstellungen zu besprechen und etwaige Unterschiede von vornherein zu benennen, sodass es nicht völlig verschiedene Erwartungen an die Reise gibt.

Welche Transportmittel werden wir hauptsächlich nutzen?

Wir werden natürlich Flüge buchen müssen, um größere Distanzen überbrücken zu können. In Südostasien sind Flüge mit Billigairlines (z.B. Air Asia, Tiger Airways) recht günstig, sodass da kein allzu großes Loch in die Reisekasse gerissen wird wenn wir mal fliegen. Viele dieser Billigairlines holen sich das Geld über die Gebühren für aufzugebendes Gepäck wieder rein. Hier erhoffen wir uns eine Ersparnis, da wir nur mit Handgepäckstück reisen werden. Anders sieht es natürlich bei Langstreckenflügen aus, die selten so richtig günstig sind. Aber hier wollen wir unsere Spontaneität ausnutzen. Da wir nicht auf spezielle Länder und Ziele fixiert sind, könnten wir bei einem super Angebot auch einfach mal zuschlagen.

Davon abgesehen, wollen wir aber möglichst viele Etappen auch „über Land“ machen, also Busse, Züge, Jeeps nutzen und vermutlich auch Rikschas, Tuk-Tuks und Longtailboote. Dabei lernt man Land und Leute besser kennen und spart Geld gegenüber Flügen. Außerdem haben wir ja mal keinen Zeitdruck und können auch die Weiterreise selbst genießen, ohne Angst zu haben, in der Zeit etwas anderes Tolles zu verpassen. Das machen wir dann nämlich einfach am nächsten Tag  ;)

Wie lange werden wir uns in welchen Ländern, Regionen oder Städten aufhalten?

Da wir dieses Mal nicht nur für einige Wochen im Urlaub sind, wird sich auch unser Reisestil ändern. Es wird weniger darum gehen, in kürzester Zeit möglichst viel zu sehen und unterzukriegen. Wir möchten „Reise-Burnout“ gerne vermeiden und eher langsamer reisen, also mehr Zeit an einem Ort verbringen als wir es sonst bei Rundreisen getan haben. Oft haben wir schöne Plätze nur für sehr kurze Zeit genießen können, weil danach ja noch ein weiterer Ort dran war oder wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder am Abflugort sein mussten. Das schnelle Weiterreisen geht für begrenzte Zeit sicherlich gut. Aber wir haben auch schon bei unserer dreiwöchigen Reise nach Thailand 2012 gemerkt, dass wir zum Ende hin echt dankbar waren, mal drei Nächte am Stück in einer Unterkunft zu schlafen statt nur von Insel zu Insel zu hoppen.

Welche Art von Unterkunft werden wir bevorzugt buchen?

Die günstige! Fertig! :P
Von günstigstem Backpacker-Hostel bis Luxushotel ist die Spanne breit und die Auswahl groß. Um Kosten zu sparen, fällt das Luxushotel flach – das ist sowieso nicht so unsers. Allerdings ist unsere Hostelerfahrung im sehr günstigen Preissegment auch nicht so umfassend. Ich (Franzi) erinnere mich noch heute mit Schrecken an eine Unterkunft, die wir uns auf Koh Pangan in Thailand angesehen haben. Der Preis war ein Knaller- unter 5€ die Nacht für 2 Leute. Es sah allerdings aus wie eine kleine Höhle, war ca. 2qm groß, dunkel und hatte einen Eimer, mit dem man sich irgendwoanders Wasser zum Waschen holen konnte (oder war er doch fürs Wasserlassen???). Da habe ich mich vehement gegen ausgesprochen und würde es heute genauso wieder machen. Wir wollen vorrangig in Hostels und günstigen Hotels schlafen und vielleicht auch mal über AirBnB ein Zimmer oder eine Wohnung mieten. Als Paar werden wir Doppelzimmer zwar bevorzugen, sind uns aber im Klaren darüber, dass die Finanzen das nicht immer zulassen werden. Es muss also auch mal der Schlafsaal genügen.

Was und wie werden wir essen?

Auch in diesem Punkt gibt es sehr viel Spielraum: Restaurants gibt es in allen Preisklassen, Selbstverpflegung wird je nach Unterkunft und Land mal mehr, mal weniger möglich sein. Unser Ziel ist es, die lokale Küche kennenzulernen und das Essen vor Ort zu probieren. Dazu eignet sich Streetfood super – und es schont auch noch die Reisekasse. Wenn wir an die kleinen Essensstände in Bangkok zurückdenken, läuft uns jetzt noch das Wasser im Mund zusammen! Was dabei aber nicht immer geschont wird, ist der Magen. Und deswegen werden wir in Ländern mit weniger hygienischen Verhältnissen (z.B. Indien) vorsichtig sein mit dem Streetfood. Da Franzis Magen ja gern mal gereizt reagiert auf fremdes Essen, wird es bestimmt auch „sicheres“ Essen geben, das dann nicht lokal aber magenfreundlich ist. Ein Toast auf das Toast.

Touren buchen oder auf eigene Faust erkunden?

Das ist letztendlich die Frage nach der Freizeitgestaltung vor Ort und wie wir die Länder erkunden möchten, die wir bereisen. Wir fahren gerne auf eigene Faust los, gucken wonach uns ist, und machen das dann. Wandern ist eine wunderbare kostenlose Möglichkeit, ganz viel von der Natur zu sehen und sich tolle Ziele selbstständig zu erschließen. Genauso gerne machen wir aber auch Ausflüge, die „etwas Besonderes“ sind und dann eben auch mal teuer sind. Auf der Reise wollen wir uns diese speziellen Ausflüge immer mal wieder erlauben und damit dann in Kauf nehmen, dass wir dafür mehr Geld einplanen müssen.

Somit gehören wir wohl kaum zu den Hardcore-Backpackern, die sich in die günstigsten Höhlen begeben und aus finanziellen Gründen nur von eingepackten Sandwiches ernähren. Wir sind aber auch weit entfernt von den Pauschaltouristen, die vorgefertigte Ausflugstouren buchen und in Schicki-Micki-Restaurants teure Kreationen mit abgefahrenen Namen essen. Und was heißt das dann ausgedrückt in Zahlen?

Unsere Finanzplanung für die Weltreise

Equipment

Wir haben uns einige Klamotten (z.B. Trekkinghose, Merino-Shirt) gekauft, von denen wir uns erhoffen, dass sie das ganze Temperaturspektrum abdecken. Aber auch unseren Handgepäcksrucksack von Osprey haben wir neu gekauft. Zusätzlich fielen noch Kosten für Technik-Equipment an: für die Reise kauften wir von Freunden eine gebrauchte Go Pro, legten uns SD-Karten und eine USB-Festplatte für Filme und Fotos zu. Und dann gibt es noch den ganzen Kleinkram, wie z.B. Packing Cubes, Stirnlampe oder Zahlenschloss. Insgesamt sind wir damit bei ca. 1000€ pro Person gelandet.

Impfungen

Impfungen können ein dicker Kostenfaktor sein, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt. Viele Impfungen sind freiwillige Zusatzleistungen der Kassen. Unbedingt prüfen und eventuell die Kasse wechseln.

Auslandskrankenversicherung

Die Kosten für unsere Reiseversicherung über 365 Tage bei der Hanse Merkur liegen bei 420€ pro Person. Damit können wir nicht für längere Zeit nach Kanada oder in die USA reisen. Will man das, kann es auch das Doppelte oder Dreifache kosten.

Flüge

Viele Weltreisende greifen auf die Round-the-world Tickets der verschiedenen Luftfahrtallianzen zurück. Das erleichtert die Kostenplanung, da man die Hauptflüge dann schon im Voraus bezahlt hat. Wir wollen möglichst viel Freiheit erleben und haben uns deswegen für Einzelflüge entschieden, die wir spontan buchen werden. Das macht die Abschätzung schwieriger. Wir kalkulieren mit etwa 4500€. Bisher haben wir unseren ersten Flug von Amsterdam nach Nepal (für gute 360€ pro Person) gebucht. Da wir zeitlich flexibel sind und auch unsere Route anpassen können, hoffen wir, dass wir günstige Flüge finden werden und auch die Langstreckenflüge gut ins Budget bekommen.

Visa

Als Deutscher hat man den Vorteil, in vielen Ländern kein Visum zu benötigen oder es vor Ort am Flughafen problemlos zu bekommen. Wir haben schon vor der Reise ein Visum für Nepal beantragt (kostet aktuell 40€) und uns um ein Visum für Indien gekümmert, für das wir 65€ bezahlen. Die restlichen Euronen sind für Visa on Arrival und Ähnliches eingeplant.

Tagesbudget

Unser Tagesbudget haben wir mit ca. 40€ pro Tag und Nase kalkuliert, also 14.500€. In günstigen Ländern wie Nepal, Indien und Ländern in Südostasien werden wir vermutlich weniger benötigen. Unser Roadtrip mit dem Camper durch Australien war so genial, dass wir so etwas ähnliches auch gerne in Neuseeland machen wollen. Dafür müssen wir dann deutlich mehr als 40€ einplanen – vermutlich eher so um die 70€. Je nachdem, wie lange wir wo verweilen, sollte sich das so ungefähr ausgleichen. Das ist natürlich nur ein grober Richtwert, der aber helfen soll, die Reisekasse beisammenzuhalten.

Planung Reisebudget

Posten geplante Kosten (pro Person)
Equipment 1000€
Flüge 4500€
Impfungen0€
Auslandskrankenversicherung420€
Visa 180€
Tagesbudgets 14.500€
(ca. 40€/ Tag)
Gesamtbudget pro Person20.600€

Was kostet die Welt(reise) denn nun?

Wir landen also bei einem Budget von insgesamt 20.600€ pro Person für ein Jahr Weltreise. Natürlich sind wir gespannt, wie gut wir mit dieser Abschätzung hinkommen. Wir werden unsere Ausgaben während unserer Reise fleißig dokumentieren, sodass wir unsere Planung überprüfen können und zum Ende auch ein Gesamtfazit zu den Kosten abgeben können. Für die einzelnen Reiseländer haben wir dir Übersichten erstellt mit Angaben zu Tagesbudgets.

Man kann sicherlich deutlich teurer aber auch günstiger reisen – wir haben auf Reiseblogs gelesen, dass andere mit 11.000€ ausgekommen sind. Da wir aber nicht nur in Südostasien, Indien und Nepal reisen wollen sondern gern auch Neuseeland und Südamerika sehen möchten, müssen wir dort mit höheren Kosten rechnen. In unserem Budget sind allerdings auch Equipment, Versicherung und Visakosten enthalten.

Seit wir diese Zahl kennen, erwischen wir uns oft dabei, solche Dinge zu sagen wie „Guck mal – da fährt ’ne Weltreise“ wenn zum Beispiel ein etwas dickerer Audi an uns vorbei fährt. Verrückterweise gilt das für eine Person sogar schon bei einem VW Golf. Wir besitzen ein Fahrrad und gehen lieber reisen ;)

Ein weiterer wichtiger Punkt auf unserer To-Do-Liste für die Reisevorbereitung waren die Impfungen. Auf anderen Blogs hatten wir gelesen, dass man sich so ca. 6 Monate vor Reiseantritt mal darum kümmern sollte. Da unsere Entscheidung für die Reise etwas spontaner fiel, mussten es bei uns 5 Monate tun.

Hausarzt oder Tropeninstitut?

Zunächst ist die Frage: Welche Impfungen sind notwendig? Das ist natürlich ohne klare Route auch wenig klar zu beantworten. Daher wandten wir uns vertrauensvoll an das nächste Tropeninstitut. Du kannst viele Impfungen auch beim Hausarzt bekommen. Wir haben uns aber für die Fachmänner vom Tropeninstitut entschieden, da wir definitiv eine Gelbfieberimpfung benötigten (Pflicht in den meisten Ländern Südamerikas) und diese nur bei Tropenmedizinern gegeben werden kann. Hier findest du eine Übersicht über Tropenmediziner und Tropeninstitute in deiner Nähe.

Wir sind zum Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg gegangen und haben uns dort sehr gut beraten gefühlt. Wir waren insgesamt zu drei Terminen da, wobei wir beim ersten Termin sowohl beraten als auch geimpft wurden. Hier ein kleiner Tipp: geh nicht an einem Brückentag-Freitag, und vor allem nicht wenn das der Beratungstermin ist. Wir haben ganze 5 Stunden gewartet. Bei den zwei weiteren Impfterminen ging dann alles zügig.

Vorteile einer Impfung im Tropeninstitut

  • Die Ärzte sind spezialisiert. Der Doc wurde, während er unsere Spritzen aufzog, von einer externen Klinik angerufen, die seine Expertise zur Malariabehandlung anzapfte. Wir waren uns sicher: Fachmann!
  • Die Impfstoffe sind alle vorhanden (kein umständliches Besorgen in der Apotheke)
  • Die Impfungen werden aufeinander abgestimmt. Das war besonders in Matthias‘ Fall auch echt gut (O-Ton Tropen-Doc: „Sie stellen mich echt vor eine Herausforderung“), da bei ihm selbst so banale Sachen wie Mumps, Masern und Röteln noch mal geimpft werden mussten. Auch wurden die Lebend-Impfungen, nach denen eine Woche kein Alkohol und Sport angesagt ist, auf unsere Hochzeitseinladung und sonstige private Rahmenbedingungen abgestimmt.

Unsere Impfungen vor der Weltreise

  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Hepatitis A und B
  • Gelbfieber
  • Typhus
  • Tetanus
  • Mumps, Masern, Röteln (Matthias)

Nebenwirkungen der Impfungen

Kann es geben.. hatten wir nicht. Also wenn man eine leichte Rötung und Schwellung des gepiksten Armes nicht zählt. Es ist aber zu beachten, dass bei Lebend-Impfungen (bei denen der lebende Virus geimpft wird, der Körper danach also ordentlich dagegen ankämpfen muss) für eine Woche Sport und Alkohol flach fallen. Zu den Lebend-Impfungen gehören u.a. Gelbfieber und Mumps, Masern, Röteln.

Kostenübernahme von Impfungen

Zunächst einmal musst du die Kosten für Beratung, Impfstoff und Impfung selbst tragen und in Vorleistung gehen. Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen häufig als freiwillige Zusatzleistung übernommen. Dafür müssen die Rechnungen im Original eingereicht werden. Bei uns klappte das reibungslos. Beide Krankenkassen (Techniker und BKK pronova) übernahmen die kompletten Kosten. Noch dazu hatten sie uns das Geld innerhalb von einer Woche nach Einreichen der Rechnung schon wieder überwiesen. Insgesamt sind uns (bzw. unseren Krankenkassen) 1260€ an Impfkosten entstanden, also ein ordentlicher Batzen Geld. Wer seine Reise langfristiger plant als wir, sollte sich rechtzeitig erkundigen, was die Krankenkasse an Impfkosten übernimmt und gegebenenfalls noch wechseln. Auf den Internetseiten der Krankenkassen ist oft auch genau angegeben, welche Impfungen übernommen werden.


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Mit viel Überblick, Geduld und kontinuierlichem Abarbeiten! Da wir uns relativ kurzfristig für die Weltreise entschieden haben, fiel bei uns sehr viel Organisatorisches in kurzer Zeit an. Die To-Do-Listen schienen kein Ende zu nehmen und hielten uns bis zum Abflug auch gut auf Trab. Besonders die Einschränkung auf Handgepäck stellte uns vor einige Herausforderungen.

Da wir beide ziemlich strukturiert sind, haben wir uns nach unserer Entscheidung für die Reise eine „Mega-To-Do-Liste“ erstellt und erst mal gesammelt, was so alles anfallen könnte. Diese wurde dann kontinuierlich ergänzt um weitere Punkte, die uns während der Vorbereitung eingefallen sind. Dann haben wir uns eine Zeitplanung gemacht, um den Überblick zu behalten, wann was erledigt werden muss. Einige Dinge müssen ja eher früher (z.B. Impfungen) und andere können auch erst kurz vor der Reise abgearbeitet werden (z.B. Nachsendeantrag stellen). Wir wollen dir hier eine chronologische Übersicht geben über das, was zu bestimmten Zeitpunkten vor der Reise bedacht und erledigt werden sollte.

6 Monate vor der Reise (bei uns nur 5)

  • Impfungen
    → vor allem eine Geldfieberimpfung kann in Südamerika für die Einreise Pflicht sein
  • Wunschziele festlegen
    → Wir haben uns drei Wunschziele überlegt, um die Route flexibel gestalten zu können.
  • Reiselektüre studieren
    → Bibliothek nutzen, Blogs lesen
  • Steuererklärung abgeben
    → in dem Zuge auch bei ELSTER Online anmelden für die Erklärung während der Reise

3-5 Monate vor der Reise

2 Monate vor der Reise

in den letzten 4 Wochen vor der Reise

  • Umzug organisieren
    → Kisten besorgen, Umzugsauto, Wohnung streichen
    → Strom abmelden
  • Antrag auf Arbeitslosengeld stellen
  • letzte Besorgungen
    Reiseapotheke, Speicherkarten, Ersatzakku, …
  • Übersicht über wichtige Dokumente
    → damit die Homebase auch einen Überblick hat, falls etwas verloren geht
  • nach Umzug: ummelden
  • GEZ kündigen
  • Nachsendeantrag stellen
  • 200-300 US $ besorgen
    → damit kann man fast überall auf der Welt zahlen (der „Notgroschen“)
  • Kopien wichtiger Dokumente erstellen
    → einscannen und speichern, damit auch unterwegs verfügbar
  • Abschiedsparty organisieren und feiern :)

Da einige der Punkte etwas umfangreicher sind und wir dazu viel recherchiert haben, haben wir dazu ausführliche Beiträge geschrieben. So kannst du genau nachlesen, was es zum Beispiel beim Arbeitslosmelden oder der Krankenversicherung zu beachten gibt.

Wir haben für die Organisation OneNote von Microsoft benutzt, da wir damit schon vorher gute Erfahrungen gemacht hatten. Man kann ein gemeinsames Benutzerkonto anlegen, das beide nutzen und in dem beide schreiben können. So hatten wir immer Zugriff auf unsere Übersichten und konnten parallel damit arbeiten. Im Programm selbst ist es möglich, mehrere Seiten und Unterseiten zu erstellen, sowie alles schnell zu durchsuchen. Das fanden wir hilfreich, um einen Überblick zu behalten. Wir haben darin nicht nur unsere ellenlange To-Do-Liste geschrieben und abgehakt, sondern auch nützliche Informationen zu Reiseländern, unsere Finanzplanung und Ideen für den Blog festgehalten.

Nicht immer macht die Organisation der Reise Spaß. Besonders die ganzen Ab-, Ummeldungen und Kündigungen mit den vielen Papieren und Briefen, die dafür notwendig sind, können anstrengend und nervig sein. Deswegen haben wir in Phasen, in denen die ungeliebten organisatorischen Aufgaben anstanden, immer wieder Reiseblogs gelesen, uns über tolle Reiseziele informiert oder YouTube Videos geguckt, um uns vor Augen zu führen, wofür wir das alles erledigen. Das hebt die Stimmung ziemlich schnell wieder und kann neue Motivation zum Abarbeiten der Liste erzeugen!