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Die Inkaruinen des Machu Picchu zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südamerikas und auch wir haben uns diese faszinierende Stadt angesehen. Da es viele Möglichkeiten gibt, Machu Picchu zu erreichen, wollen wir dir hier alle wichtigen Informationen rund um den Besuch zusammenfassen.

Aktuell: Änderung der Besuchsregelungen

Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt gleich zu Beginn an: Seit dem 01.07.2017 haben sich die Besuchszeiten geändert. Bis dahin gab es eine Limitierung von 2500 Besuchern pro Tag und jeder Besucher durfte die Anlage drei Mal verlassen und wieder betreten. Eine Regulierung der Besuchszeit gab es nicht.

Ab dem 1. Juli 2017 ist alles anders. Nun dürfen Besucher nur noch in Begleitung eines Guides das Gelände betreten, der ein lizensierter Touristguide sein muss und seine Gruppe zu Beginn ein- und bei Verlassen des Geländes wieder austrägt. Die Besuchszeiten sind nun so reguliert, dass man entweder ein Ticket für den Vormittag (6 bis 12 Uhr) oder ein Ticket für den Nachmittag (12 bis 17.30 Uhr) kaufen kann. Es ist also nicht mehr möglich, mit einem Ticket den ganzen Tag im Machu Picchu zu verbringen. Zudem gibt es drei vorgegebene Routen, an die sich Besucher halten müssen. Beim Erwerb des Tickets musst du dich für eine von drei Routen durch Machu Picchu entscheiden. Mit den neuen Regulierungen ist es nun auch nicht mehr möglich, das Gelände wieder zu betreten wenn du es einmal verlassen hast. 

Wie viel kostet der Eintritt zum Machu Picchu?

Die offiziellen Eintrittspreise werden von der Regierung vorgeschrieben. Du finest die aktuellen Preise und Verfügbarkeiten online. Für 2019 gelten folgende Preise:

  • Ein Erwachsener zahlt für den Eintritt 152 Soles (42€) 
  • Für den Aufstieg auf entweder den Machu Picchu oder den Huayna Picchu zahlt ein Erwachsener 48 Soles (13€)
    Dieses Ticket kannst du nur in Kombination mit dem normalen Eintrittsticket kaufen.

Wo kaufe ich meine Machu Picchu Tickets?

Du hast mehrere Möglichkeiten, deine Eintrittskarten für den Machu Picchu zu erwerben:

  • im DRC Büro in Cusco
    Hier kannst du in der offiziellen Kartenverkaufsstelle deine Tickets kaufen. Alternativ gibt es Hunderte Agenturen, die dir ebenfalls Tickets verkaufen können (dafür aber evtl. einen Aufschlag kassieren).
  • im Rahmen einer organisierten Tour 
    Besuchst du Machu Picchu im Rahmen einer Wanderung oder anderen Tour, nehmen die Veranstalter dir den Kauf des Tickets in der Regel ab. Je nachdem, wie lange vorher du die Tour buchst, bekommst du es vor der Tour oder wenn du sehr spontan buchst (so wie wir einen Tag vorher), kann es sein, dass du die Tickets erst am Tag vor dem Machu Picchu Besuch bekommst.
  • Tickets über die offizielle Website online kaufen
    Möchtest du den Besuch des Machu Picchu schon von zu Hause aus oder längere Zeit vor deinem Besuch planen, kannst du die Tickets natürlich auch online kaufen. Das kannst du zum Einen über die offizielle Website machen, auf der du Datum und Art des Tickets auswählst. Danach bekommst du einen Reservierungscode, der 6 Stunden gültig ist. Innerhalb dieser Frist musst du für deine Tickets bezahlen (online per Visa, in Peru in einer Banco Nacional oder im Ticket Office in Cusco oder Aguas Calientes). Diese Variante scheint nicht immer so einfach, da wir viele getroffen haben, die damit Probleme hatten.
  • Tickets über eine Agentur online kaufen 
    Ist dir die offizielle Variante zu kompliziert, kannst du natürlich auch online über Agenturen Tickets buchen. Davon gibt es Unmengen, du musst nur bei Google Machu Picchu Tickets eingeben und hast die Qual der Wahl.

Machu Picchu Mountain und Huayna Picchu Mountain

Zusätzlich zum Besuch der Inkastadt kannst du entweder den Machu Picchu Mountain oder den Huayna Picchu Mountain besteigen. Dafür benötigst du ein Ticket, das du nur vor dem Besuch kaufen kannst. Auch diese Tickets sind stark limitiert (400 Personen pro Tag für jeden Berg). Da der Aufstieg auf den Huayna Picchu Mountain beliebter ist, sind diese Tickets häufig schon mehrere Wochen vorher ausverkauft. Wir haben wenige Tage vorher noch problemlos Tickets für den Aufstieg auf den Machu Picchu Mountain bekommen.

Wenn du dein Ticket kaufst, kannst du dich für zwei unterschiedliche Zeitpunkte entscheiden. Den Aufstieg zum Machu Picchu Mountain kannst du entweder zwischen 7 und 8 Uhr oder zwischen 9 und 10 Uhr beginnen. Beim Huayna Picchu Mountain liegen die Zeitfenster zwischen 7 und 8 oder zwischen 10 und 11 Uhr.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Zu Beginn des Aufstiegs musst du dich an einem Kontrollpunkt eintragen und hast danach 4 Stunden Zeit, um den Auf- und Abstieg zu bewältigen. Den Machu Picchu Mountain haben wir bestiegen und können deshalb sagen, dass der Aufstieg definitiv eine Herausforderung ist, da du 1000 Höhenmeter überwinden musst. Dafür ist der Blick von oben fantastisch! Mit den neuen Regulierungen könnte der Erwerb des Tickets für den späteren Aufstieg die Möglichkeit sein, die meiste Zeit im Machu Picchu zu verbringen. Außerdem war es bei unserem Besuch so, dass sich der Nebel erst spät verzogen hatte, auch das spricht für den späten Zeitpunkt für den Aufstieg.

Wie komme ich nach Aguas Calientes?

Aguas Calientes (oder Machu Picchu Pueblo) ist der Ausgangsort für deinen Besuch der Inkaruinen. Der Ort liegt auf knapp 2000 Metern und wird überflutet von Touristen. Möchtest du zum Sonnenaufgang und pünktlich zur Öffnung um 6 Uhr am Eingang sein, wirst du vorher hier eine Nacht verbringen. Die Auswahl an Hotels ist riesig!

Mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes

Die bequemste und schnellste Art, von Cusco nach Aguas Calientes zu kommen, sind die Züge, die regelmäßig verkehren. Diese Variante ist allerdings auch die teuerste, da du für die Zugtickets tief in die Tasche greifen musst. Je nach Abfahrtzeit liegt der Preis für eine einfach Zugfahrt zwischen 50 und 200US $. Die Zugfahrt dauert zwischen zwei und vier Stunden und führt mitten durch das Sacred Valley (das Heilige Tal), sodass du währenddessen wirklich schöne Aussichten auf die Natur um dich herum hast.

Die zwei Hauptbetreiber der Züge sind Inca Rail und Peru Rail. Tickets für die Züge kannst du entweder in Cusco kaufen, im Internet über deren Website oder auch über Agenturen. Die Station Poroy liegt etwa 20 Minuten außerhalb von Cusco und ist am nächsten an der Stadt dran. Hast du nur wenig Zeit, kannst du den Besuch vom Machu Picchu von Cusco aus so innerhalb eines Tages schaffen. Viel Zeit für das Bestaunen der Ruinen bleibt dabei allerdings nicht. Günstiger ist die Zugfahrt nach Aguas Calientes von Ollantaytambo aus. Dorthin kommst du von Cusco in etwa eineinhalb Stunden per Busfahrt, die nicht mehr als 5€ kosten sollte.

Machu Picchu Zug

Mit dem Bus nach Hidroelectrica und entlang der Schienen gehen

Möchtest du die Zugfahrt vermeiden, so kannst du auch den Bus von Cusco nach Hidroelectrica nehmen. Die Fahrt dauert ungefähr sechs Stunden und kostet dich ca. 15€. Diese Busse werden von vielen Agenturen angeboten und können einfach gebucht werden. Angekommen in Hidroelectrica folgst du dann den Zugschienen bis Aguas Calientes. Du wirst hier nicht alleine sein, denn viele Touristen wählen den Weg entlang der Schienen. Er ist ungefährlich und entlang der Strecke gibt es immer wieder kleine Restaurants, die Getränke und Essen verkaufen. Die 11 Kilometer kannst du in zwei bis drei Stunden bewältigen und von Weitem bereits Machu Picchu auf den Bergen erspähen. Insgesamt benötigst du für diesen Weg also mindestens neun Stunden und brauchst damit eine Übernachtung in Aguas Calientes.

Schienen von Hidroelectrica

Im Rahmen des Inka Treks

Der bekannteste und beliebteste Weg zum Machu Picchu ist der viertägige Inkatrek. Hier wanderst du auf den Spuren der Inka und kommst am letzten Tag der Wanderung am Sonnentor im Machu Picchu an. Dieses ist die einzige Variante, bei der du direkt im Machu Picchu ankommst. Die Kosten für die Wanderung liegen bei 500 US$, wobei nach oben viel Spielraum ist ;) Einziger Nachteil dieser Variante: aufgrund der großen Beliebtheit, ist der Inka Trek oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Die Zahl der Wanderer ist pro Tag nämlich auf 500 begrenzt und Guides sowie Träger werden mitgezählt. Möchtest du ihn in der Hochsaison (Juni bis September) laufen, musst du mindestens sechs Monate vorher buchen!

Im Rahmen eines Jungle Treks

Den Jungle Trek kannst du meistens noch sehr kurzfristig in Cusco buchen. Dieser ist eine Mischung aus Wandern, Rafting, Mountainbiken und Ziplining. Er ist körperlich nicht übermäßig anspruchsvoll, überquert keinen großen Höhen und endet in Hidroelectrica. Bis nach Aguas Calientes läufst du also entlang der Schienen. Die meisten Agenturen bieten den Jungle Trek für vier Tage an und verlangen dafür ab 200 US$.

Im Rahmen des Salkantay Treks

Diese viertägige Wanderung führt über den 4600 Meter hohen Salkantay Pass und ist nichts für Lauffaule! In einem extra Beitrag haben wir für dich alle Informationen rund um den Salkantay Trek zusammengefasst. Wie wir die Herausforderung gemeistert haben, erfährst du in unserem ausführlichen Erfahrungsbericht zum Salkantay Trek.

Machu Picchu Informationen Salkantay Wanderung

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Jetzt bist du endlich in Aguas Calientes angekommen und immer noch nicht im Machu Picchu. Es trennen dich noch weitere 400 Höhenmeter vom tatsächlichen Eingang. Auch diese kannst du in verschiedenen Varianten überwinden. Die sportliche Variante ist der Aufstieg über zahlreiche Treppenstufen, der dich in ca. einer Stunde zum Eingangstor bringt. Ausgangspunkt ist dabei der untere Eingang, der um 5 Uhr öffnet. Hast du es lieber etwas bequemer, kannst du im Ort einen Bus nehmen, der die Strecke für 12 US$ zurücklegt. Besonders am frühen Morgen ist hier aber auch ordentlich Anstehen angesagt.

Kompliziert? Hier noch mal per Video

In unserem Video zum Salkantay Trek erklären wir auch, welche Möglichkeiten es gibt, zum Machu Picchu zu kommen. Und in Teil 2 siehst du unter anderem, wie es ist von Hidroelectrica nach Aguas Calientes zu laufen. Schau doch mal rein!

Im Machu Picchu

Und nun hast du es geschafft, du bist tatsächlich im Machu Picchu angekommen. Offiziell ist es nicht gestattet, Getränke und Essen in die Anlage mitzunehmen. Hast du nur einen kleinen Rucksack dabei, ist es aber kein Problem, etwas einzupacken, da dieser nicht kontrolliert wird. Große Rucksäcke müssen in die Gepäckfächer am Eingang eingeschlossen werden.

Auch innerhalb der Anlage ist es nicht gestattet, zu essen oder zu trinken. Machst du das außerhalb der Sichtweite von Kontrolleuren und nicht in riesigen Menschentrauben, wird aber keiner etwas dazu sagen! Es geht dabei hauptsächlich um den Müll, den einige Touristen einfach da lassen. Es gibt noch viele weitere (dämliche) Regeln, deren Aufzählung hier aber zu weit führen würde. Das erzählt dir nämlich im Zweifel der Guide dann alles noch einmal.

Da es mit der neuen Regelung nun nur noch möglich ist, die Anlage mit Guide und in vorgeschriebenen Routen zu betreten, scheint Erkunden auf eigene Faust nicht mehr möglich zu sein. Wirklich schade, denn das hat uns am besten gefallen. Wir würden dir am ehesten dazu raten, ein Ticket für den Vormittag zu kaufen und das Ganze mit dem Besuch des Machu Picchu Mountain zu verbinden. So hast du das mystische Flair am frühen Morgen zum Sonnenaufgang und kannst deine Zeit bei der Inkastätte durch das Zusatzticket für den Mountain noch etwas verlängern.

Machu Picchu am besten in eine Wanderung einbinden

Ob uns der Machu Picchu auch so gut gefallen hätte wenn wir ihn einfach im Rahmen einer Tagestour von Cusco aus besucht hätten? Ganz bestimmt nicht! Für uns war es der krönende Abschluss unserer Wanderung über den Salkantay Trek. Und das empfehlen wir dir auch. So erlebst du die großartige Natur in den Anden, kämpfst dich bis nach Aguas Calientes vor und siehst dann die schönen Ruinen.

Unsere Machu Picchu Erfahrung im Video

Im zweiten Teil unsere Videos zum Salkantay Trek klettern wir die Stufen zum Eingang von Machu Picchu, genießen den Ausblick vom Machu Picchu Mountain und erkunden ausgiebig die Inkastadt. Unser spärliches Geschichtswissen bauen wir auch noch ein :) Viel Spaß!

Hast du schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen gesammelt?

Da wir am 30.06.2017 im Machu Picchu waren, kennen wir die Regeln nur von der offiziellen Website. Warst du vielleicht danach da und kannst uns erzählen wie es war? Wir würden uns über deine Informationen in den Kommentaren freuen!

Nachdem wir die letzten zwei Wochen in Peru viel gewandert und selten länger als eine Nacht an einem Ort waren, haben wir zum Abschluss noch einmal die Bremse gezogen und in Huacachina drei Nächte in der Wüste entspannt. Diese Oase war ursprünglich für die reichen Peruaner als Entspannungsort gebaut worden, ist aber in den letzten Jahren zunehmend von Reisenden erobert worden.

Huacachina am Abend

Unsere Anreise von Arequipa nach Huacachina

Nachdem wir auf der Nachtfahrt von Cusco nach Arequipa gute Erfahrungen mit Cruz del Sur gemacht hatten, buchten wir auch für die Fahrt von Arequipa nach Ica eine Nachtfahrt mit dem führenden Busunternehmen Perus. In 12 Stunden wurden wir über Nacht bequem in die Stadt an der Küste Perus gefahren und kamen wieder relativ gut erholt an. Nach einem einfachen Frühstück in Ica nahmen wir uns ein Taxi, das uns für 5 Soles (1,40€) ins 5 Kilometer außerhalb gelegene Huacachina fuhr.

Unsere Unterkunft in Huacachina

Da der kleine Wüstenort eigentlich nur für Touristen und reiche Peruaner erbaut worden ist, sind auch die Preise der Hotels und Hostels hier entsprechend teurer. Wir haben eine Art Luxuscamping im Desert Nights Ecocamp* gemacht. Hier hatten wir zwei sehr gemütliche Betten in einem Zelt und ein geteiltes Bad. Dazu gab es in der Anlage einen sehr schönen Pool (sogar mit Poolbar), an dem morgens das wirklich gute Frühstück serviert wurde. Über booking.com* hatten wir 36€ bezahlt, vor Ort konnten wir zwei weitere Nächte für jeweils 28€ verhandeln.

Huacachina Unterkunft

Abhängen am Pool

Tatsächlich haben wir hier wenig unternommen und die meiste Zeit auf den Liegen am Pool verbracht. Tagsüber hatten wir angenehme Temperaturen um die 28°C und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir lasen im Kindle oder genossen einfach, nicht mehr in viele Schichten eingewickelt sein zu müssen.

Huacachina Pool im Desert Night Ecocamp

Am ersten Abend trafen wir uns mit Susanna und Christoph, die wir in Uyuni in Bolivien kennengelernt und am Titicacasee wiedergetroffen hatten. Es ist immer schön, andere Reisende wiederzusehen und sich auszutauschen. So fangen die Gespräche nicht alle bei „Und, wie lange reist ihr so? Wo wart ihr schon?“ an.

Buggytour durch die Sanddünen

Für einen Nachmittag haben wir uns dann aber aufgerafft und wieder etwas mehr Action erlebt. Überall in Huacachina wird man immer wieder angesprochen, ob man nicht an der Sandbuggy Tour teilnehmen möchte. Wir verhandelten mit mehreren Anbietern und konnten uns schließlich auf 25 Soles (7€) pro Person einigen.

16 Uhr ging es los im Buggy mit einem röhrenden Motor, der durch die ganze Wüste dröhnte. Wir hatten uns die vorderen Sitze gesichert und waren gespannt, was uns nun erwarten würde. Nach kurzer gemütlicher Aufwärmphase jagte unser Fahrer das Gefährt kreuz und quer über die Sanddünen, fuhr steile Abhänge hinunter und halbe Loopings, die zu viel Gekreische im Buggy führten.

Huacachina Sandwüste

Sandboarding in der Wüste

Nach dem ersten Fotostopp ging es dann zu einer kleineren Sanddüne, bei der wir das Sandboarden üben sollten. Dafür legt man sich auf das Snowboard drauf und fährt mit dem Kopf voraus die Düne herunter. Das kostet erst einmal Überwindung, fetzt dann aber. Nachdem wir das zwei Mal ausprobiert hatten, ging es schließlich zur großen Düne.

Huacachina Sandboarding

Hier stürzte sich Matthias als Erster todesmutig dem Abgrund entgegen. Die Abfahrt war so lang, dass von oben einige Streckenabschnitte nicht einsehbar waren! Nachdem Matthias unten wieder auf den Füßen war, ging es für Franzi direkt hinterher. Die Fahrt war superschnell und zum Ende echt holprig, sodass wir auf dem Board ordentlich durchgeschüttelt wurden. Matthias trug leichte Schürfwunden an den Armen davon, ansonsten haben wir die rasante Fahrt gut überstanden. Nach einem weiteren Mal war uns aber nicht ;)

Zu guter Letzt hätte noch das Schauen des Sonnenuntergangs in der Wüste auf dem Programm gestanden. Da aber ein Mädel aus unserer Gruppe ihr iPhone während des Boardings verloren hatte, suchten wir stattdessen das berühmte Sandkorn in der Wüste. Frag uns jetzt nicht, warum jemand sein iPhone mit zum Sandboarden nimmt.. gefunden wurde es dann übrigens nicht. Nicht, dass wir das erwartet hätten.

Huacachina Sanddünen

Trotz des etwas unglücklichen Abschlusses fanden wir den Ausflug mit dem Buggy wirklich witzig und konnten noch einmal einiges mehr von den Sanddünen sehen.

Letzter Tag in Peru in Lima

Da wir uns in Huacachina für mehr Zeit zum Entspannen entschieden hatten, blieb uns nur eine Nacht in Lima. Hier hatten wir richtig Glück mit unserem Hotel El Ducado*, dass normalerweise Zimmer für 100€ pro Nacht bietet. Wir zahlten nur 35€ über boooking.com*, hatten ein riesiges Zimmer, eine richtig gute Dusche und das bequemste Bett seit langem. Wir sahen uns den Stadtteil Miraflores ein wenig an bevor es zum Flughafen und weiter in Weltreiseland #10 ging. Sei gespannt, wo unser Abenteuer weitergeht!

Noch total geflasht von unserer Wanderung in den Anden über den Salkantay Pass entschlossen wir uns, hier in Peru routentechnisch wieder Harakiri zu veranstalten um möglichst viele Highlights zu sehen. So verschlug es uns wieder weiter in den Süden nach Arequipa, wo wir im Colca Canyon eine weitere Wanderung machen wollten.

Unsere Anreise von Cusco nach Arequipa

Wir entschieden uns für die Luxusvariante um auf unserer 11-stündigen Nachtfahrt so viel Schlaf wie möglich mitzunehmen. Beim Marktführer Cruz del Sur buchten wir VIP-Sitze für 130 Soles pro Person (36€) und wurden nicht enttäuscht. Die bequemen Sitze ließen sich weit nach hinten verstellen und kamen mit einer Decke und Kissen daher. Kurz nach der Abfahrt bekamen wir unser bei der Buchung ausgewähltes Essen und einen heißen Tee geliefert. Das Essen war vergleichbar mit Essen im Flugzeug, für uns aber in Ordnung. Vom Entertainmentprogramm machten wir gar keinen Gebrauch. Wir schlossen die Augen und konnten die Nacht mit kurzen Unterbrechungen gut durchschlafen. Unser Fazit: das war gut investiertes Geld, denn wir erreichten Arequipa am nächsten Morgen ausgeschlafen und voller Tatendrang. Das war auf unserer Nachtfahrt nach La Paz definitiv anders.

Unsere Unterkunft in Arequipa

Über booking.com* hatten wir uns ein Doppelzimmer mit eigenem Bad für nur 22€ im Park Hostel* gesichert. Wir konnten am frühen Morgen unser Gepäck in einem Raum einschließen, da wir noch vor dem Check-In ankamen. Auch während unserer Wanderung durften wir unser Gepäck hier kostenlos parken. Highlight war definitiv das Frühstück auf der sonnigen Dachterrasse mit Blick auf die Stadt und die dahinterliegenden schneebedeckten Berge.

Arequipa Hostel

Sightseeing in Arequipa

Convente Santa Catalina

Dieses Kloster ist wie eine komplette Stadt innerhalb Arequipas. Die Gebäude liegen innerhalb von großen Mauern und können täglich für den stolzen Eintrittspreis von 40 Soles (11€) besucht werden. Wir haben den Rundgang durch den großen Komplex auf eigene Faust gemacht, du kannst für 20 Soles aber auch eine einstündige Führung erhalten, die sogar auf Deutsch angeboten wird. Für uns waren die Informationen auf den Tafeln, die in jedem Raum hingen, auch ausreichend.

Arequipa Convente Santa Catalina

Das 1579 gegründete Kloster wurde mehrfach von Erdbeben beschädigt und immer wieder aufgebaut. Früher lebten hier bis zu 150 Nonnen in ziemlich großzügigen Räumen. Getrennt von der Anlage der Nonnen ist der Teil für die Novizinnen, die in deutlich kleineren und spärlicheren Zimmern wohnten. Hier mussten die Frauen für ein Jahr leben bevor sie endgültig in den Orden aufgenommen wurden. Die Klosterschwestern waren für ihre tollen Backwaren bekannt und in jedem Zimmer war tatsächlich ein Ofen zu finden. Wir fanden das Kloster mit seinen bunten Innenhöfen, den kleinen Gassen und vielen Pflanzen wunderschön und hatten einen entspannten Vormittag dort.

Kolonialgebäude rund um den Plaza de Armas

Für uns war der Plaza de Armas in Arequipa der schönste in ganz Südamerika! Die tollen geschwungenen Bögen, die riesige Kathedrale, die über eine komplette Seite des Platzes geht und die vielen anderen kolonialen Gebäude im Vulkansteinweiß – wow! Hier wussten wir gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Dazu die schneebedeckten Vulkane im Hintergrund und das Bild war perfekt.

Arequipa Plaza de Armas

Unsere Essenstipps für Arequipa

Wir haben in Arequipa teilweise sehr gut gegessen und wollen dir unsere kulinarischen Highlights natürlich nicht verwehren. Einen super guten und dazu nicht zu teuren Burger haben wir im Burger Chulls gegessen. Hier bekommst du den Standardburger bereits für 10 Soles und kannst dann Extras und Saucen nach Belieben hinzufügen. Im Burger Menü für 15 Soles (4€) ist zusätzlich zum Burger ein leckerer Saft, Pommes (die Süßkartoffelvariante war der Knaller!) und eine Sauce nach Wahl dabei. Es war wirklich sehr lecker dort!

Gleich um die Ecke befindet sich die Pasta Canteen, in der es täglich ein Pastagericht des Tages gibt oder auch die Möglichkeit, sich selbst Pasta zusammenzustellen. Dazu bekommst du vorher einen leckeren Salat und frische Mini-Brötchen. Fanden wir für 15 Soles auch einen richtig guten Deal.

Arequipa Pasta Canteen

Unser Bedürfnis nach Süßem haben wir im La Petite Française gestillt. Hier gab es sehr leckere Crêpes in den verschiedensten Varianten. Für uns durfte immer Nutella rein und dann abwechselnd diverse Früchte. Dazu ist es ein sehr gemütliches Café mit schöner Atmosphäre.

Wanderung im Colca Canyon

Auf Empfehlung von anderen Reisenden (danke Susanna & Christoph) buchten wir über Andina Travel die günstigste Tour in Town: für nur 90 Soles (25€) pro Person würden wir zwei Tage durch den Colca Canyon wandern, eine Unterkunft und Essen bekommen. Sonst entscheiden wir uns ja nicht immer für das allergünstigste Angebot, aber da alle Anbieter das Gleiche erzählten, probierten wir es mal aus.

Unser erster Tag begann bereits um 3 Uhr in der Nacht, als wir uns aus den Betten und in den Minivan quälten, der uns nun drei Stunden nördlich in Richtung Canyon fahren würde. Wir schlossen die Augen und versuchten, noch etwas Schlaf zu bekommen. Gegen 7 Uhr erreichten wir Chivay auf 3300 Metern und hier war es empfindlich kalt. Mit klappernden Zähnen aßen wir unser sehr einfaches Frühstück, das aus Brötchen, Butter, Marmelade und Tee bestand. Gut, dass wir vorsorglich schon Snacks eingepackt hatten!

Cruz del Condor

Nächster Stopp war dann das Cruz del Condor. Hier sollen vor allem in den Morgenstunden die Riesenvögel aufsteigen und gut zu sehen sein. Aus dem Auto heraus sahen wir einen Condor über uns kreisen. Als wir schließlich selbst umherwanderten, konnten wir nur in den Tiefen des Canyons einige Vögel sehen. Wahrscheinlich war ihnen der Touristenauflauf oben zu stark, das hätten wir auf jeden Fall verstehen können!

Colca Canyon Blick ins Tal

Der erste Wandertag

Schließlich wurden wir am Startpunkt der Wanderung aus dem Auto geworfen und kurze Zeit später traf unser Guide Christian ein. Zu zwölft hängten wir uns an seine Fersen und liefen durch die wirklich tolle Natur am Rand des Canyons. 1000 Höhenmeter mussten wir am Vormittag absteigen und der Weg erinnerte uns ein wenig an den Salkantay Trail: viel Geröll und Staub. Bis zum Mittagessen folgte noch ein kurzer Anstieg mitten durch den Dschungel und dann hatten wir uns eine Stärkung redlich verdient.

Colca Canyon Kaktus

Nach dem (für Matthias eher spärlichen) Mittagessen ging es dann immer weiter fleißig auf und ab. In gemütlichem Tempo durchquerten wir Kakteenfelder und konnten nun die Landschaft von der anderen Seite des Flusses sehen. Wir genossen die Wanderung sehr und freuten uns über die angenehmen Temperaturen. Endlich mal wieder kurze Sachen tragen :)

Nach weiteren drei Stunden erreichten wir unser Endziel in der Oase im Canyon. Wie versprochen, bekamen wir ein Doppelzimmer und die Anlage hatte sogar einen Pool. Als erste konnte Franzi unter die warme Dusche springen um Schweiß und Staub abzuspülen. Danach bildete sich schnell einen lange Schlange, da es für über 20 verschwitzte Wanderer nur eine Dusche gab.

Colca Canyon Fluss

Die Zeit bis zum Abendessen zog sich schließlich hin wie Kaugummi. Wir mussten drei Stunden überbrücken, in denen es immer kälter wurde, der Hunger immer größer und das Bedürfnis nach einem warmen Bett ebenso. Dass sich das Warten auf unser Essen gelohnt hätte, können wir leider nicht sagen. So halb gesättigt gingen wir gegen 21 Uhr in unser Bett, denn am nächsten Morgen sollten wir bereits 4.30 Uhr den Aufstieg aus dem Canyon beginnen.

Der zweite Wandertag

Nach einer ganz guten Nacht machten wir uns (ohne Frühstück) noch im Stockdunklen an den Aufstieg. Über 1000 Höhenmeter mussten wir überwinden, um wieder aus dem Canyon herauszukommen. Die ersten Meter fielen noch sehr schwer, aber eine Banane und einige Höhenmeter später waren wir warm geworden und konnten so Meter um Meter aufsteigen. Während wir im Mittelteil noch euphorisch über unsere glänzende Wanderform sprachen, ließen die steilen Schlussabschnitte jede Euphorie weichen. Je höher wir kamen, desto kälter wurde es und längere Pausen waren nicht mehr möglich.

Colca Canyon Weg

Nach guten 2,5 Stunden erreichten wir den Rand des Canyons und konnten uns in den ersten Sonnenstrahlen aufwärmen. Von einer Einheimischen kauften wir völlig überteuerte Avocadobrötchen, für die wir in dem Moment aber auch noch mehr bezahlt hätten, so dankbar waren wir für Energie!

Nach einer kurzen Pause, in der wir darauf warteten, dass die komplette Gruppe ankam, gingen wir 20 Minuten bis in den Ort Cabanaconde, in dem wir schließlich unser Frühstück bekamen. Da wir aus der Erfahrung am Vortag gelernt hatten, kauften wir auf dem Weg im Dort noch eine Avocado, die das trockene Brötchen rettete.

Colca Canyon Bäume und Büsche

Die heißen Quellen von Yanque

Mit dem Bus ging es anschließend weiter zu den heißen, teilweise sehr heißen Quellen von Yanque. Den Eintrittspreis von 15 Soles (4€) pro Person zahlten wir gerne dafür, dass wir unsere müden Beine (und den Rest unserer Körper natürlich auch) in die natürlichen Quellen stecken durften. Das war dann so entspannt, dass wir keine Fotos gemacht haben. Du musst uns einfach glauben, dass man in den Quellen sitzend auf einen Fluss und die Berge dahinter schauen konnte!

Das Mittagessen am zweiten Tag war in der Tour nicht enthalten und hätte 30 Soles (8€) pro Person gekostet. Wir gingen stattdessen lieber zum lokalen Markt und aßen dort – genau wie die Einheimischen – einen leckeren Hähnchenschenkel mit Kartoffeln und Salat, gekocht am Boden. Kostete nur ein Drittel und war das beste Essen auf der gesamten Tour!

Auf der Rückfahrt nach Arequipa hielten wir am höchsten Punkt unserer bisherigen Reise (auf 4900 Metern) mit Ausblick auf Vulkane und später bekamen wir noch einmal eine große Alpakaherde zu sehen. Als wir schließlich am Abend wieder in Arequipa ankamen, waren wir ziemlich erschöpft von den beiden langen Tagen. Die Wanderung war aber wirklich sehr schön und wir waren glücklich, auch diesen Teil der Natur Perus noch sehen zu können.

Colca Canyon Alpaka Herde

Unsere Tipps für deine Tour in den Colca Canyon

  • Nimm dir ausreichend Wasser für einige Stunden mit. Zwischendurch kannst du Wasser kaufen, das ist aber natürlich teurer als in Arequipa.
  • Nimm dir einige Snacks mit. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sind zum Teil sehr lang. Wenn du am zweiten Tag über 1000 Höhenmeter gehst, bekommst du erst danach dein Frühstück. Wir wären ohne Banane und Müsliriegel nicht hochgekommen.
  • Pack deine Stirnlampe oder Taschenlampe ein. Am zweiten Morgen ist es stockdunkel wenn du den Berg hochläufst und der Weg ist übersät mit Geröll und größeren Steinen. Im Zweifel tut es auch das Licht deines Handys.
  • Klamottentechnisch empfehlen wir: entweder lange Wanderhose mit Zip-Beinen oder kurze Hose und Leggings, 2 T-Shirts, 1 extra Unterhose, 1 extra Paar Socken, 1 Longsleeve, 1 Fleecejacke, 1 Bikini/ Badehose. Morgens ist es in der Höhe empfindlich kühl (um die 0°) und im Canyon ist es tagsüber sehr warm (deutlich über 20°), sodass du für beides gut gewappnet sein solltest.
  • Trage ordentlich und regelmäßig Sonnencreme auf und vergiss deine Sonnenbrille nicht.
  • Zusätzlich zum Preis für die Tour musst du den Eintritt in den Colca Canyon bezahlen, der 70 Soles (19€) pro Person beträgt.
  • Du kannst diese Wanderung auch ohne Tour machen. Dann würdest du von Cabanaconde aus starten und dort auch wieder ankommen. Busse von Arequipa nach Cabanaconde benötigen ca. 6 Stunden Fahrzeit, sodass du hier vermutlich min. einen Extratag einplanen musst. Kostentechnisch scheint eine Tour kaum teurer, dafür hast du mehr Entscheidungsmöglichkeiten wenn du alleine gehst. Der Weg war gut zu finden.

Beinah hätten wir uns den Machu Picchu gar nicht angesehen. So groß der Hype um die Sehenswürdigkeit Perus, wenn nicht sogar Südamerikas ist, so groß war schon fast unsere Abneigung, sich diesem Touristenspektakel anzuschließen. Im Nachhinein müssen wir sagen: Gut, dass wir da waren. Es war unglaublich beeindruckend!

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Nach viertägiger Wanderung über den Salkantay Pass erreichten wir am späten Nachmittag Auguas Calientes und bezogen dort unser Hotel. Sehr früh gingen wir in unsere Betten. Nicht nur, weil wir erschöpft von den Wandertagen waren (waren wir natürlich), sondern auch, weil der nächste Morgen bereits vor 4 Uhr für uns startete.

Wir hatten uns dafür entschieden, den Berg zum Eingang vom Machu Picchu zu erklimmen und das Geld für die Busfahrt (immerhin 12US$ pro Strecke) zu sparen. So ging es für uns kurz nach 4 Uhr im Dunklen zum unteren Eingangstor des Machu Picchu. Vorbei an den bestimmt 150 Leuten, die um diese Uhrzeit schon für die Busse anstanden. Auch am ersten Eingangstor bildete sich bereits eine längere Schlange von Menschen, die darauf warteten, dass um 5 Uhr die Tore geöffnet würden.

Nachdem wir unser Ticket vorgezeigt hatten, stand uns nun ein Wettlauf mit der Zeit bevor. Bis 6 Uhr sollten wir am richtigen, oberen Eingang vom Machu Picchu sein, um dort unseren Guide zu treffen und eine Tour zu beginnen. Blieben uns also 50 Minuten, um die 400 Höhenmeter bis dahin zu überwinden. Gerade so kamen wir pünktlich oben an, völlig durchgeschwitzt und aus der Puste, um unseren Guide noch abzupassen.

Einstündige Tour am Machu Picchu

Der von unserer Wanderorganisation gestellte Guide führte uns zunächst zu den beliebtesten Fotostopps. Dort konnten wir einen Blick auf die große Inkaanlage erhaschen, ohne dass darin bereits hunderte Touristen herumstromerten. Die Wolken hatten sich pünktlich zum Foto kurz verzogen und gaben somit einen sensationellen Blick frei.

Machu Picchu am Morgen mit Nebel

Während die Wolkendecke sich daraufhin immer weiter um unser herum schloss, erfuhren wir, dass Machu Picchu vermutlich 1533 nach Ankunft der Spanier in Cusco verlassen wurde und danach über 400 Jahre zuwucherte. Erst 1911 wurden die vielen Gebäude vom Amerikaner Bingham wiederentdeckt. In der Version unseres Guides kamen die Amis nicht sehr gut bei weg, da sie wohl in den darauf folgenden Jahren alle Schätze (viel Gold und Silber) ausgruben und in die USA brachten.

Machu Picchu Steinmauern

Wir waren wirklich beeindruckt wie gut erhalten die über 600 Terrassen, Tempel und Gebäude noch sind. Das ist nicht selbstverständlich wenn man bedenkt, dass sie über 400 Jahre vom Dschungel begraben waren, auf einem steilen Berg liegen und in einem Gebiet, das regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Ein Grund dafür sind die vielen Terrassen. Diese sind aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut und dienen als Entwässerungssystem für den vielen Regen, der hier jährlich fällt. Deshalb wurde die Stadt im Laufe der Jahrhunderte nicht einfach weggeschwemmt.

Machu Picchu Terrassen

In der Anlage selbst befinden sich Tempel, Wohnhäuser, ein Steinbruch und viele weitere Gebäude, deren Sinn nicht komplett geklärt wurde. Forscher sind sich noch immer nicht sicher, von wem und wofür die Stadt genutzt wurde. Es gibt Hinweise, dass die Adligen sie zur Meditation und Erholung zwischen den Kriegen nutzten. Aber bewiesen ist nichts. Umso mehr liefen unsere Hirne auf Hochtouren, als wir uns vorstellten wer hier gewohnt und wie das alltägliche Leben der Menschen wohl ausgesehen hatte.

Aufstieg zum Machu Picchu Mountain

Wir hatten uns vorher darum bemüht, ein sog. Kombiticket zu bekommen, mit dem wir auch auf den Machu Picchu Mountain aufsteigen könnten. Diese Tickets sind begrenzt und wir erhielten in der zweiten Gruppe (Aufstieg zwischen 9 und 10 Uhr) noch welche. Pünktlich um 9 Uhr begannen wir mit dem Besteigen der unzähligen, völlig unterschiedlich hohen Treppenstufen. Nach den 400 Höhenmetern am frühen Morgen, erklommen wir nun weitere 600. Das war ziemlich anstrengend und verlangte unseren müden Wanderbeinen noch einmal alles ab.

Weg zum Machu Picchu Mountain

Als wir nach 75 Minuten endlich auf dem Gipfel des Machu Picchu Berges ankamen, hatten wir überhaupt keine Aussicht auf nichts. So aßen wir unsere letzten Snacks und erholten uns erst einmal von der anstrengenden Gipfelbesteigung. Zu unserem Glück klarten die Wolken schließlich auf. Die Meute stürmte an den Rand und es wurden tausende Fotos von Machu Picchu und dem gegenüberliegenden Berg Waynapicchu geschossen.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Wir waren sehr glücklich, dass wir uns die zusätzlichen Meter noch angetan hatten, denn der Blick war einmalig! Auch auf dem Weg nach unten konnten wir nun immer wieder Blicke auf die riesige Inkastadt werfen und haben nun vermutlich Fotos von jedem nur erdenklichen Blickwinkel.

Zweite Runde Machu Picchu mit weniger Besuchern

Nachdem wir uns vom Auf- und Abstieg des Machu Picchu Mountain auf einer Wiese im schönsten Sonnenschein erholt hatten, begaben wir uns auf eine zweite Besichtigungstour des Geländes. Ganz entspannt schlenderten wir zwischen den Ruinen umher, schossen unsere Fotos und bestaunten die Arbeit der Inka.

Machu Picchu Ruinen im Nebel

Viele Touristen verlassen am frühen Nachmittag das Gelände, da sie ihren Zug zurück nach Cusco bekommen müssen. Es waren deutlich weniger Menschen vor Ort als noch am Vormittag und wir genossen die ruhigere Stimmung. Tatsächlich waren wir am letzten möglichen Tag im Machu Picchu, an dem man das Gelände noch selbstständig (ohne Guide) und den ganzen Tag erkunden kann. Ab dem 01.07.2017 gelten neue Bestimmungen, die wir in einem extra Beitrag mit allen Informationen rund um den Besuch beim Machu Picchu erläutert haben.

Schmerzhafter Abstieg und Platzregen

Auch den Rückweg nach Aguas Calientes wollten wir zu Fuß bestreiten und so machten wir uns gegen 15.30 Uhr auf zu den vielen Treppen nach unten. Hatten wir hier morgens wegen der Dunkelheit nichts sehen können, so nahmen wir dieses Mal den Weg und die Umgebung wahr. Allerdings schmerzten Knie und Füße nach dem vielen Auf- und Abgesteige (immerhin 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter) doch sehr.

Als wir dann das eher flache letzte Stück nach Aguas Calientes angingen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Wir waren bis auf die Unterwäsche durchnässt und hinterließen ordentliche Pfützen auf dem Weg zur Dusche in unserem Hotel. Was für ein Glück, dass es erst nach unserem Besuch des Machu Picchu so geregnet hatte! Da tat die heiße Dusche so richtig gut und die Wäscherei gegenüber sorgte innerhalb von 3 Stunden für saubere und trockene Klamotten.

Fazit zum Machu Picchu

Viele erzählten uns vorher, dass sie ein wenig enttäuscht vom Besuch waren, andere schwärmten davon. Wir können uns nun zur zweiten Kategorie der Schwärmer einordnen: wir fanden diese Ruinenstadt inmitten der Berge bezaubernd. Sich vorzustellen, wie die Inka hier damals gelebt haben, die Schönheit der Gebäude zu bewundern und anzuerkennen, welch großartige Architektur dahintersteckt. Toll, dass wir das alles mit eigenen Augen sehen konnten! Den Touristenströmen sind wir dadurch entkommen, dass wir zwischen 9 und 13 Uhr auf dem Machu Picchu Mountain waren und danach war es deutlich leerer.

Wie es ab Juli sein wird, wenn man das Gelände nur noch mit Guide und entweder vor- oder nachmittags besuchen darf, können wir nicht einschätzen. Alle wichtigen Informationen rund um den Machu Picchu, die du für deinen Besuch benötigst, haben wir in einem extra Beitrag zusammenfasst.

Machu Picchu Ruinen und Lama

Wir sind im Juni 2017 den Salkantay Trek gelaufen und haben hier für dich die wichtigsten Informationen zur Strecke, Preisen, Unterkünften und Dingen, die du mitnehmen solltest, zusammengefasst. Unseren Erfahrungsbericht zur Wanderung haben wir in einen extra Bericht gepackt.

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Wann ist die beste Zeit für den Salkantay Trek?

Generell gilt die Trockenzeit zwischen April und Oktober als beste Zeit für Wanderungen in den Anden. In dieser Zeit ist es unwahrscheinlich (aber natürlich nicht unmöglich!), dass viel Regen fällt und du solltest eine tolle Sicht haben. Dennoch würden wir dir empfehlen, vor dem Trek die Wetteraussichten zu überprüfen. Wir sind den Trek Ende Juni gegangen und hatten bestes Wetter. Abends wird es in der Höhe aber sehr kühl.

Wo kann ich den Salkantay Trek buchen?

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, den Salkantay Trek zu buchen. Du kannst ihn bereits vor deiner Reise nach Peru im Internet buchen. Es gibt einige Agenturen, bei denen die Buchung über deren Website möglich ist. Eine gute Agentur ist zum Beispiel Intisun Trek. Häufig bezahlt man bei einer Buchung im Internet jedoch etwas mehr als vor Ort.

Genauso gut kannst du die Wanderung auch in Cusco buchen. Hier gibt es unzählige Anbieter, die dir alle diese Wanderung verkaufen. In der Regel kannst du auch sehr kurzfristig noch einen Platz bekommen. Wir haben an einem Sonntagnachmittag gebucht und sind am nächsten Morgen um 4 Uhr gestartet. Wir haben über die Agentur Salkantay Trail Adventure gebucht. Erkundigt hatten wir uns vor Ort auch bei Salkantay Trekking, die eine teurere Variante der Tour anbieten. Hier übernachtest du die erste Nacht in einem Iglu mit Glaskuppel und freiem Blick auf die Sterne!

Worauf sollte ich bei der Buchung des Salkantay Treks achten?

Du solltest immer genau hinterfragen, was deine Tour beinhaltet. Es gibt unzählige Anbieter, die alle möglichen Varianten anbieten. Deswegen solltest du ganz genau wissen, welche Leistungen enthalten sind. Wir zählen für dich hier einige Punkte auf, die du nachfragen kannst:

  • Welche Wanderstrecke wird gegangen?
  • Wird ein Teil deines Gepäcks getragen? (5-7kg in extra Rucksack) Bekommst du für das extra Gepäck eine Tasche gestellt?
  • Ist ein Leih-Schlafsack im Preis enthalten?
  • Ist Ziplining im Preis enthalten? (Kostet weniger wenn du es vor dem Trek buchst als später dazu)
  • Ist das Ticket für Machu Picchu enthalten? Ist das Ticket für den Berg Machu Picchu (Kombiticket) enthalten?
  • Wie wirst du zurück nach Cusco kommen (Zug / Bahnschienen laufen/ Bus)?
  • Wie groß ist die Gruppe maximal?
  • Fallen während des Treks zusätzliche Kosten an? (siehe unten)
  • Wie viele Guides, Köche, Pferdemänner werden die Gruppe begleiten?
  • Wie sieht ein typisches Essen aus?
  • Hat der Guide ein Erste-Hilfe-Set, Sauerstoff… dabei?

Alle wichtigen Informationen rund um deine Perureise haben wir hier für dich zusammengefasst!

Wie viel kostet der Salkantay Trek?

Die Kosten für den Trek können sehr unterschiedlich ausfallen und hängen von mehreren Faktoren ab. Du kannst diese Wanderung bereits für 180 US$ machen aber auch 400US$ oder mehr zahlen.

Wir haben für den Trek insgesamt 310 US$ pro Person bezahlt und es war Folgendes enthalten:

  • Gruppe mit 10 Wanderern, dazu 1 Guide, 1 Pferdemann und zwei Köche
  • Mahlzeiten während der Wanderung (Frühstück, Mittag, Nachmittagssnack und Abendessen)
  • dicke Leihschlafsäcke
  • je eine wasserdichte Tasche, in die wir 5kg unseres Gepäcks geben konnten (wurde vom Pferd getragen)
  • Ziplining
  • Eintritt für Machu Picchu und den Machu Picchu Mountain (Kombiticket)
  • einstündige geführte Tour im Machu Picchu
  • 3 Nächte im Zelt
  • zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit eigenem Bad in Aguas Calientes (hatten eine extra dazu gebucht)
  • Rückfahrt nach Cusco im Zug (Aguas Calientes bis Ollantaytambo) und im Bus

Wir fanden den Preis für insgesamt sechs Tage angemessen und waren mit unserem Anbieter sehr zufrieden. Immerhin waren wir von morgens 5 Uhr bis abends 20 Uhr ständig betreut, haben unser Essen gekocht bekommen, unser Zelt und einen Teil unserer Sachen getragen bekommen und es war auch der Eintritt und das Zugticket zurück vom Machu Picchu enthalten (das sind alleine schon gute 100 US$ pro Person).

Welche Kosten fallen während des Treks zusätzlich an?

Je nachdem bei welcher Agentur du buchst und welche Leistungen enthalten sind, können die Zusatzkosten unterschiedlich hoch ausfallen. Wir listen dir hier die Kosten auf, die wir zusätzlich zur Tour pro Person noch hatten.

  • Frühstück in Mollepampa 20 Soles (5,50€)
  • Eintritt Salkantay Trail 10 Soles (2,70€)
  • heiße Quellen Santa Teresa + Fahrt dorthin 25 Soles (7€)
  • Trinkgeld für Koch, Pferdemann und Guide 40 Soles (8€)
  • warme Dusche im 2. Camp (Chaullay) 10 Soles (2,70€)
  • Wasser oder Snacks unterwegs (je nach Bedarf)

Salkantay Trek: die Wanderstrecke

Tag Strecke Kilometer HöhenmeterWanderdauer
1 Vormittag
Nachmittag
Callacancha - Soraypampa
Soraypampa - Humantay Lake - Soraypampa
8
4
3600m - 3912m
3912m - 4200m - 3912m
ca. 2,5 Stunden
ca. 2,5 Stunden
GESAMT: 5-6 Stunden
2Soraypampa - Salkantay Pass - Chaullay 213912m - 4630m - 2900mca. 3 Stunden zum Pass,
ca. 5 Stunden bergab
GESAMT: 8-10 Stunden
3Chaullay - Playa Sahuayacco132900m - 2060m ca. 5 Stunden
4 (vormittags) A) Santa Teresa - Hidroelectrica (Straße)
B) Lucmabamba - Llactapata - Hidroelectrica
C) Ziplining
14

20

0
1550m - 1890m

2000m - 2700m - 1890m
1550m - 1890m
ca. 2,5 Stunden

ca. 6-7 Stunden

0
4 (nachmittags)Hidroelectrica - Aguas Calientes111890m - 2050mca. 2-3 Stunden
5Macchu Picchu
(inkl. Mountain)
2050m - 2430m
2430m - 3000m - 2430m
ca. 1 Stunde
ca. 3 Stunden

Nachdem du im Überblick eine kurze Beschreibung der Wanderstrecke siehst, wollen wir dir noch einmal einen kurzen Überblick über die einzelnen Tage geben. Ausführlich kannst du es in unserem Erfahrungsbericht zur Wanderung nachlesen.

Tag 1: Von Cusco nach Soraypampa

In der Regel wirst du am ersten Tag sehr früh in Cusco eingesammelt (zwischen 3 und 4 Uhr) und dann in einem Transporter nach Mollepampa gebracht. Hier gibt es ein Frühstück für alle und danach geht es weiter hinauf zum Ausgangspunkt des Treks in Challacancha. Der erste Teil des Treks geht ordentlich bergauf, dafür kannst du die folgenden zwei Stunden entlang des Inka Kanals eher flach wandern bis du mittags Soraypampa erreichst.

Gestärkt geht es nach dem Mittagessen noch einmal 300 Meter hinauf zur Laguna Humantay, einem wirklich wunderschönen Bergsee. Der Aufstieg in der Höhe fällt nicht leicht, ist aber super für die Akklimatisierung. Du wirst danach umso besser schlafen können!

Tag 2: Von Soraypampa über den Salkantay Pass nach Chaullay

Der zweite Tag ist der längste und anstrengendste Wandertag der Tour. Früh wirst du die 700 Höhenmeter bis zum Pass in Angriff nehmen. Zwischen drei ziemlich steilen Anstiegen gibt es auch mal etwas flachere Passagen. Lass dir Zeit zum Atmen, die wirst du brauchen! Nach 2,5 – 3 Stunden kommst du an den höchsten Punkt der Wanderung und hast (bei gutem Wetter) einen fantastischen Blick. Ist genug Zeit da, macht die Gruppe einen Abstecher zur Laguna Salkantay.

Bis zum Mittagessen müssen nun 700 Meter wieder abgestiegen werden, was ungefähr zwei Stunden dauert. Dabei gibt es spektakuläre Blicke in die Natur. Am Nachmittag geht es weitere 1000 Höhenmeter tiefer, immer weiter in den Dschungel hinein. Dachtest du morgens noch, das Hochlaufen wäre das Anstrengendste, wirst du am Nachmittag das Gleiche über das Bergablaufen denken. Nach 8 Stunden Wanderzeit kommst du gegen 17 Uhr im Camp an.

Tag 3: Von Chaullay nach Playa Sahuayacco

Am dritten Tag geht es weitere 900 Höhenmeter bergab, wobei du im Dschungel auch immer wieder Streckenabschnitte hast, die bergauf führen. Wir hatten nach ca. 30 Minuten Laufzeit die Wahl, die Straße entlang zu laufen (flacher, einfacher) oder auf die andere Flussseite zu wechseln und dort mehr Auf und Ab zu laufen. Wir entschieden uns für die zweite Option und liefen einen tollen Trail entlang. Nach ungefähr 5 Stunden erreichst du den Fluss. Wir wurden dort von einem Minivan abgeholt und nach Santa Teresa gefahren, weil der Weg hier nur aus der Straße besteht. Am Nachmittag kannst du deine müden Wanderbeine in den heißen Quellen erholen.

Tag 4: Santa Teresa bis Aguas Calientes

Am Vormittag des vierten Tages gibt es verschiedene Optionen:

A) Die günstigste Variante ist die Wanderung entlang der Straße bis nach Hidroelectrica. Die Straße ist staubig und wird von vielen Minivans befahren. Die Strecke ist relativ eben und einfach zu gehen.

B) Du kannst auch über den Llactapata nach Hidroelectrica wandern. Dafür musst du heute erneut früh aufstehen (5 Uhr) und wirst zum Ausgangspunkt der Wanderung in Lucmabamba gefahren. Dann geht es 700 Höhenmeter hinauf um von dort schon den ersten Blick auf den Machu Picchu werfen zu können. Nach ungefähr 6-stündiger Wanderung erreichst du ebenfalls Hidroelectrica.

C) Wir haben uns für die Zipline-Variante entschieden, bei der man mit dem Minivan zur Zipline und danach bis Hidroelectrica gefahren wird. Es war die genialste Zipline bisher mit Flügen über 350 Metern auf einer Länge bis zu einem Kilometer. Teilweise kopfüber.

Am Nachmittag laufen dann alle entlang der Schienen von Hidroelectrica bis Aguas Calientes. Die zwei- bis dreistündige Wanderung ist ziemlich flach und bietet zwischendrin schöne Blick auf die Berge. Wir konnten sogar schon einige Ruinen vom Machu Picchu erkennen (von Weitem!). Am späten Nachmittag erreichst du Aguas Calientes.

Tag 5: Machu Picchu

Heute steht der Besuch dieser berühmten Inkastätte auf dem Programm. Von Aguas Calientes bis zum Eingang warten noch einmal 400 Höhenmeter, die überwunden werden wollen. Alternativ kannst du auch den Bus nehmen (pro Fahrt 12 US$) falls deine Beine zu müde sind. Hast du den Machu Picchu Mountain im Ticket drin, so wollen auch hier weitere 600 Höhenmeter erklommen und wieder runtergeklettert werden.

Wenn du die günstigste Variante gewählt hast und von Hidroelectrica mit dem Bus nach Cusco zurück fährst (dauert 6-7 Stunden), musst du entlang der Bahnschienen wieder zurück nach Hidroelectrica gehen.

Was muss ich für den Salkantay Trek mitnehmen?

Eigentlich bieten fast alle Agenturen inzwischen an, fünf bis sieben Kilogramm deines Gepäcks für dich zu tragen (bzw. ein Pferd). Daher benötigst du tagsüber nur einen Tagesrucksack, in den du die Sachen packst, die du während der Wanderung brauchst. Wir wollen dir hier die Dinge auflisten, die wir als sinnvoll und notwendig für den Trek erachtet haben.

  • Sonnenbrille und Sonnencreme
    In der Höhe brennt die Sonne besonders stark und einige haben sich einen ordentlichen Sonnenbrand geholt. Daher regelmäßig und großzügig eincremen.
  • Insektenschutzmittel*
    Im tiefer liegenden Teil des Treks geht es viel durch den Dschungel, in dem Mücken und Sandfliegen darauf warten, sich auf Touristenarme und -beine zu stürzen. Wir wurden auch so einige Male gestochen.
  • Gute Lauf-/Wanderschuhe
    Wir sind mit unseren Trailschuhen* gut klar gekommen, viele hatten auch richtige Wanderschuhe dabei. Deine Schuhe sollten gut eingelaufen sein und ein ordentliches Profil haben, da es viel über Geröll und Steine geht.
  • genügend Bargeld
    Unterwegs gibt es keine Geldautomaten, den ersten wirst du erst wieder in Aguas Calientes finden.
  • Taschenlampe*
    In den Camps gibt es oft gar kein oder nur begrenzt Licht, sodass du abends und am frühen Morgen eine Taschenlampe benötigst.
  • Regenjacke* oder Poncho
    Da es unterwegs immer mal regnen kann, solltest du etwas zum Schutz dabei haben.
  • warme Klamotten
    Besonders die erste Nacht auf 3900 Metern wird sehr kalt, sodass du genügend warme Sachen dabei haben solltest. Wir haben hier unsere Alpaka-Leggins aus Bolivien ein letztes Mal getragen und auch unseren Alpaka-Pulli angezogen. Zusätzlich hatten wir Daunen-*
    und Fleecejacken* sowie Mütze und Handschuhe dabei.
  • T-Shirts* und kurze Hose
    Ab dem Nachmittag des zweiten Tages läuft man auf 2500 Metern oder tiefer und dementsprechend ist es hier wieder wärmer. Dafür reichen T-Shirt und kurze Hose völlig aus.
  • Toilettenpapier
    Auf den Toiletten auf dem Trek gibt es in der Regel keins, nimm also auf jeden Fall welches mit.
  • Handtuch* und Badesachen
    Für die heißen Quellen lohnt es sich, Badesachen einzupacken. Das Handtuch brauchst du nach der Dusche, da du während der Wanderung keines gestellt bekommst.
  • kleine Notfallapotheke
    Hier gehören Schmerztabletten wir Paracetamol, Ibuprofen, Pflaster und Blasenpflaster, Immodium akut und desinfizierende Salbe wie z.B. Betaisodona hinein. Wir haben einem Mitreisenden ausgeholfen, der gar nichts dabei hatte. Eine kleine Grundausstattung finden wir aber sehr wichtig.
  • Snacks und Wasser
    Manchmal wird die Zeit zwischen den Mahlzeiten sehr lang, dazu bist du viele Stunden unterwegs und brauchst Energie für die anstrengende Wanderung. Wir hatten pro Tag pro Person einen Müsliriegel, eine Minipackung Kekse und ein Snickers dabei. Wir haben alles aufgegessen und waren froh, zwischendurch kleine Snacks zu haben. Das Snickers gab es täglich zur Belohnung nach der größten Anstrengung ;) Wasser und kleine Snacks kannst du aber auch unterwegs kaufen, wir haben zum Beispiel Bananen und Avocados unterwegs von den Einheimischen gekauft.

Du willst es genauer wissen? Dann wirf einen Blick in unsere Packliste!

Kann ich den Salkantay Trek auch ohne Tour gehen?

Absolut! Der Weg ist ziemlich eindeutig zu finden und braucht keine großen Kenntnisse im Karten- oder Kompasslesen. Allerdings gibt es unterwegs nicht immer Zimmer für die Übernachtung, sodass du dein Campingequipment mitnehmen und auch tragen musst. Dazu benötigst du Essen und Wasser. Das alles wiegt natürlich so einiges und sollte nicht unterschätzt werden, besonders wenn bei über 4000 Metern die Luft knapp wird. Hast du so viel Campingequipment nicht in deinem Reisegepäck, kannst du das auch vor Ort zum Beispiel in Cusco leihen. Das soll allerdings gar nicht so günstig sein, hat uns ein anderer Reisender erzählt.

Nach Mollepampa kann man noch ganz gut mit Bussen kommen, die Strecke danach wird nicht unbedingt befahren. Daher solltest du dafür mehr Zeit einplanen. Da wir den Trek nicht auf eigene Faust gelaufen sind, können wir dir hier nicht mehr Informationen dazu geben. Aber bei La Grande Viaje und 2 Tramps One World findest du Erfahrungsberichte, da diese Paare den Trek auf eigene Faust organisiert haben und gelaufen sind.

Wie fit muss ich für den Salkantay Trek sein?

Du musst kein Marathonläufer sein und auch nicht viele Berge bestiegen haben. Am wichtigsten ist, dass du gut akklimatisiert bist, um bei einer Höhe von über 4000 Metern keine Höhenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Atemnot) zu bekommen. Es ist sicherlich wertvoll wenn du schon einmal eine längere Wanderung absolviert hast. Du solltest mehrere Stunden am Stück wandern können und genügend Ausdauer für mehrere Tage haben. Wir waren zum Zeitpunkt der Wanderung nicht besonders fit und haben alles in den angegebenen Zeiten oder sogar in weniger Zeit geschafft. Allerdings war das Tempo auch durchgehend flott. Im Notfall kann man für den Aufstieg zum Pass auch auf ein Pferd steigen, das einen dann auf die 4600 Meter hochträgt.

Wander mit uns den Salkantay Trek: Unser Video bis nach Machu Picchu



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Die Inkaruinen des Machu Picchu zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südamerikas und auch wir haben uns diese faszinierende Stadt angesehen. Da es viele Möglichkeiten gibt, Machu Picchu zu erreichen, wollen wir dir hier alle wichtigen Informationen rund um den Besuch zusammenfassen.

Aktuell: Änderung der Besuchsregelungen

Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt gleich zu Beginn an: Seit dem 01.07.2017 haben sich die Besuchszeiten geändert. Bis dahin gab es eine Limitierung von 2500 Besuchern pro Tag und jeder Besucher durfte die Anlage drei Mal verlassen und wieder betreten. Eine Regulierung der Besuchszeit gab es nicht.

Ab dem 1. Juli 2017 ist alles anders. Nun dürfen Besucher nur noch in Begleitung eines Guides das Gelände betreten, der ein lizensierter Touristguide sein muss und seine Gruppe zu Beginn ein- und bei Verlassen des Geländes wieder austrägt. Die Besuchszeiten sind nun so reguliert, dass man entweder ein Ticket für den Vormittag (6 bis 12 Uhr) oder ein Ticket für den Nachmittag (12 bis 17.30 Uhr) kaufen kann. Es ist also nicht mehr möglich, mit einem Ticket den ganzen Tag im Machu Picchu zu verbringen. Zudem gibt es drei vorgegebene Routen, an die sich Besucher halten müssen. Beim Erwerb des Tickets musst du dich für eine von drei Routen durch Machu Picchu entscheiden. Mit den neuen Regulierungen ist es nun auch nicht mehr möglich, das Gelände wieder zu betreten wenn du es einmal verlassen hast. 

Wie viel kostet der Eintritt zum Machu Picchu?

Die offiziellen Eintrittspreise werden von der Regierung vorgeschrieben. Du finest die aktuellen Preise und Verfügbarkeiten online. Für 2019 gelten folgende Preise:

  • Ein Erwachsener zahlt für den Eintritt 152 Soles (42€) 
  • Für den Aufstieg auf entweder den Machu Picchu oder den Huayna Picchu zahlt ein Erwachsener 48 Soles (13€)
    Dieses Ticket kannst du nur in Kombination mit dem normalen Eintrittsticket kaufen.

Wo kaufe ich meine Machu Picchu Tickets?

Du hast mehrere Möglichkeiten, deine Eintrittskarten für den Machu Picchu zu erwerben:

  • im DRC Büro in Cusco
    Hier kannst du in der offiziellen Kartenverkaufsstelle deine Tickets kaufen. Alternativ gibt es Hunderte Agenturen, die dir ebenfalls Tickets verkaufen können (dafür aber evtl. einen Aufschlag kassieren).
  • im Rahmen einer organisierten Tour 
    Besuchst du Machu Picchu im Rahmen einer Wanderung oder anderen Tour, nehmen die Veranstalter dir den Kauf des Tickets in der Regel ab. Je nachdem, wie lange vorher du die Tour buchst, bekommst du es vor der Tour oder wenn du sehr spontan buchst (so wie wir einen Tag vorher), kann es sein, dass du die Tickets erst am Tag vor dem Machu Picchu Besuch bekommst.
  • Tickets über die offizielle Website online kaufen
    Möchtest du den Besuch des Machu Picchu schon von zu Hause aus oder längere Zeit vor deinem Besuch planen, kannst du die Tickets natürlich auch online kaufen. Das kannst du zum Einen über die offizielle Website machen, auf der du Datum und Art des Tickets auswählst. Danach bekommst du einen Reservierungscode, der 6 Stunden gültig ist. Innerhalb dieser Frist musst du für deine Tickets bezahlen (online per Visa, in Peru in einer Banco Nacional oder im Ticket Office in Cusco oder Aguas Calientes). Diese Variante scheint nicht immer so einfach, da wir viele getroffen haben, die damit Probleme hatten.
  • Tickets über eine Agentur online kaufen 
    Ist dir die offizielle Variante zu kompliziert, kannst du natürlich auch online über Agenturen Tickets buchen. Davon gibt es Unmengen, du musst nur bei Google Machu Picchu Tickets eingeben und hast die Qual der Wahl.

Machu Picchu Mountain und Huayna Picchu Mountain

Zusätzlich zum Besuch der Inkastadt kannst du entweder den Machu Picchu Mountain oder den Huayna Picchu Mountain besteigen. Dafür benötigst du ein Ticket, das du nur vor dem Besuch kaufen kannst. Auch diese Tickets sind stark limitiert (400 Personen pro Tag für jeden Berg). Da der Aufstieg auf den Huayna Picchu Mountain beliebter ist, sind diese Tickets häufig schon mehrere Wochen vorher ausverkauft. Wir haben wenige Tage vorher noch problemlos Tickets für den Aufstieg auf den Machu Picchu Mountain bekommen.

Wenn du dein Ticket kaufst, kannst du dich für zwei unterschiedliche Zeitpunkte entscheiden. Den Aufstieg zum Machu Picchu Mountain kannst du entweder zwischen 7 und 8 Uhr oder zwischen 9 und 10 Uhr beginnen. Beim Huayna Picchu Mountain liegen die Zeitfenster zwischen 7 und 8 oder zwischen 10 und 11 Uhr.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Zu Beginn des Aufstiegs musst du dich an einem Kontrollpunkt eintragen und hast danach 4 Stunden Zeit, um den Auf- und Abstieg zu bewältigen. Den Machu Picchu Mountain haben wir bestiegen und können deshalb sagen, dass der Aufstieg definitiv eine Herausforderung ist, da du 1000 Höhenmeter überwinden musst. Dafür ist der Blick von oben fantastisch! Mit den neuen Regulierungen könnte der Erwerb des Tickets für den späteren Aufstieg die Möglichkeit sein, die meiste Zeit im Machu Picchu zu verbringen. Außerdem war es bei unserem Besuch so, dass sich der Nebel erst spät verzogen hatte, auch das spricht für den späten Zeitpunkt für den Aufstieg.

Wie komme ich nach Aguas Calientes?

Aguas Calientes (oder Machu Picchu Pueblo) ist der Ausgangsort für deinen Besuch der Inkaruinen. Der Ort liegt auf knapp 2000 Metern und wird überflutet von Touristen. Möchtest du zum Sonnenaufgang und pünktlich zur Öffnung um 6 Uhr am Eingang sein, wirst du vorher hier eine Nacht verbringen. Die Auswahl an Hotels ist riesig!

Mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes

Die bequemste und schnellste Art, von Cusco nach Aguas Calientes zu kommen, sind die Züge, die regelmäßig verkehren. Diese Variante ist allerdings auch die teuerste, da du für die Zugtickets tief in die Tasche greifen musst. Je nach Abfahrtzeit liegt der Preis für eine einfach Zugfahrt zwischen 50 und 200US $. Die Zugfahrt dauert zwischen zwei und vier Stunden und führt mitten durch das Sacred Valley (das Heilige Tal), sodass du währenddessen wirklich schöne Aussichten auf die Natur um dich herum hast.

Die zwei Hauptbetreiber der Züge sind Inca Rail und Peru Rail. Tickets für die Züge kannst du entweder in Cusco kaufen, im Internet über deren Website oder auch über Agenturen. Die Station Poroy liegt etwa 20 Minuten außerhalb von Cusco und ist am nächsten an der Stadt dran. Hast du nur wenig Zeit, kannst du den Besuch vom Machu Picchu von Cusco aus so innerhalb eines Tages schaffen. Viel Zeit für das Bestaunen der Ruinen bleibt dabei allerdings nicht. Günstiger ist die Zugfahrt nach Aguas Calientes von Ollantaytambo aus. Dorthin kommst du von Cusco in etwa eineinhalb Stunden per Busfahrt, die nicht mehr als 5€ kosten sollte.

Machu Picchu Zug

Mit dem Bus nach Hidroelectrica und entlang der Schienen gehen

Möchtest du die Zugfahrt vermeiden, so kannst du auch den Bus von Cusco nach Hidroelectrica nehmen. Die Fahrt dauert ungefähr sechs Stunden und kostet dich ca. 15€. Diese Busse werden von vielen Agenturen angeboten und können einfach gebucht werden. Angekommen in Hidroelectrica folgst du dann den Zugschienen bis Aguas Calientes. Du wirst hier nicht alleine sein, denn viele Touristen wählen den Weg entlang der Schienen. Er ist ungefährlich und entlang der Strecke gibt es immer wieder kleine Restaurants, die Getränke und Essen verkaufen. Die 11 Kilometer kannst du in zwei bis drei Stunden bewältigen und von Weitem bereits Machu Picchu auf den Bergen erspähen. Insgesamt benötigst du für diesen Weg also mindestens neun Stunden und brauchst damit eine Übernachtung in Aguas Calientes.

Schienen von Hidroelectrica

Im Rahmen des Inka Treks

Der bekannteste und beliebteste Weg zum Machu Picchu ist der viertägige Inkatrek. Hier wanderst du auf den Spuren der Inka und kommst am letzten Tag der Wanderung am Sonnentor im Machu Picchu an. Dieses ist die einzige Variante, bei der du direkt im Machu Picchu ankommst. Die Kosten für die Wanderung liegen bei 500 US$, wobei nach oben viel Spielraum ist ;) Einziger Nachteil dieser Variante: aufgrund der großen Beliebtheit, ist der Inka Trek oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Die Zahl der Wanderer ist pro Tag nämlich auf 500 begrenzt und Guides sowie Träger werden mitgezählt. Möchtest du ihn in der Hochsaison (Juni bis September) laufen, musst du mindestens sechs Monate vorher buchen!

Im Rahmen eines Jungle Treks

Den Jungle Trek kannst du meistens noch sehr kurzfristig in Cusco buchen. Dieser ist eine Mischung aus Wandern, Rafting, Mountainbiken und Ziplining. Er ist körperlich nicht übermäßig anspruchsvoll, überquert keinen großen Höhen und endet in Hidroelectrica. Bis nach Aguas Calientes läufst du also entlang der Schienen. Die meisten Agenturen bieten den Jungle Trek für vier Tage an und verlangen dafür ab 200 US$.

Im Rahmen des Salkantay Treks

Diese viertägige Wanderung führt über den 4600 Meter hohen Salkantay Pass und ist nichts für Lauffaule! In einem extra Beitrag haben wir für dich alle Informationen rund um den Salkantay Trek zusammengefasst. Wie wir die Herausforderung gemeistert haben, erfährst du in unserem ausführlichen Erfahrungsbericht zum Salkantay Trek.

Machu Picchu Informationen Salkantay Wanderung

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Jetzt bist du endlich in Aguas Calientes angekommen und immer noch nicht im Machu Picchu. Es trennen dich noch weitere 400 Höhenmeter vom tatsächlichen Eingang. Auch diese kannst du in verschiedenen Varianten überwinden. Die sportliche Variante ist der Aufstieg über zahlreiche Treppenstufen, der dich in ca. einer Stunde zum Eingangstor bringt. Ausgangspunkt ist dabei der untere Eingang, der um 5 Uhr öffnet. Hast du es lieber etwas bequemer, kannst du im Ort einen Bus nehmen, der die Strecke für 12 US$ zurücklegt. Besonders am frühen Morgen ist hier aber auch ordentlich Anstehen angesagt.

Kompliziert? Hier noch mal per Video

In unserem Video zum Salkantay Trek erklären wir auch, welche Möglichkeiten es gibt, zum Machu Picchu zu kommen. Und in Teil 2 siehst du unter anderem, wie es ist von Hidroelectrica nach Aguas Calientes zu laufen. Schau doch mal rein!

Im Machu Picchu

Und nun hast du es geschafft, du bist tatsächlich im Machu Picchu angekommen. Offiziell ist es nicht gestattet, Getränke und Essen in die Anlage mitzunehmen. Hast du nur einen kleinen Rucksack dabei, ist es aber kein Problem, etwas einzupacken, da dieser nicht kontrolliert wird. Große Rucksäcke müssen in die Gepäckfächer am Eingang eingeschlossen werden.

Auch innerhalb der Anlage ist es nicht gestattet, zu essen oder zu trinken. Machst du das außerhalb der Sichtweite von Kontrolleuren und nicht in riesigen Menschentrauben, wird aber keiner etwas dazu sagen! Es geht dabei hauptsächlich um den Müll, den einige Touristen einfach da lassen. Es gibt noch viele weitere (dämliche) Regeln, deren Aufzählung hier aber zu weit führen würde. Das erzählt dir nämlich im Zweifel der Guide dann alles noch einmal.

Da es mit der neuen Regelung nun nur noch möglich ist, die Anlage mit Guide und in vorgeschriebenen Routen zu betreten, scheint Erkunden auf eigene Faust nicht mehr möglich zu sein. Wirklich schade, denn das hat uns am besten gefallen. Wir würden dir am ehesten dazu raten, ein Ticket für den Vormittag zu kaufen und das Ganze mit dem Besuch des Machu Picchu Mountain zu verbinden. So hast du das mystische Flair am frühen Morgen zum Sonnenaufgang und kannst deine Zeit bei der Inkastätte durch das Zusatzticket für den Mountain noch etwas verlängern.

Machu Picchu am besten in eine Wanderung einbinden

Ob uns der Machu Picchu auch so gut gefallen hätte wenn wir ihn einfach im Rahmen einer Tagestour von Cusco aus besucht hätten? Ganz bestimmt nicht! Für uns war es der krönende Abschluss unserer Wanderung über den Salkantay Trek. Und das empfehlen wir dir auch. So erlebst du die großartige Natur in den Anden, kämpfst dich bis nach Aguas Calientes vor und siehst dann die schönen Ruinen.

Unsere Machu Picchu Erfahrung im Video

Im zweiten Teil unsere Videos zum Salkantay Trek klettern wir die Stufen zum Eingang von Machu Picchu, genießen den Ausblick vom Machu Picchu Mountain und erkunden ausgiebig die Inkastadt. Unser spärliches Geschichtswissen bauen wir auch noch ein :) Viel Spaß!

Hast du schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen gesammelt?

Da wir am 30.06.2017 im Machu Picchu waren, kennen wir die Regeln nur von der offiziellen Website. Warst du vielleicht danach da und kannst uns erzählen wie es war? Wir würden uns über deine Informationen in den Kommentaren freuen!

Nachdem wir die letzten zwei Wochen in Peru viel gewandert und selten länger als eine Nacht an einem Ort waren, haben wir zum Abschluss noch einmal die Bremse gezogen und in Huacachina drei Nächte in der Wüste entspannt. Diese Oase war ursprünglich für die reichen Peruaner als Entspannungsort gebaut worden, ist aber in den letzten Jahren zunehmend von Reisenden erobert worden.

Huacachina am Abend

Unsere Anreise von Arequipa nach Huacachina

Nachdem wir auf der Nachtfahrt von Cusco nach Arequipa gute Erfahrungen mit Cruz del Sur gemacht hatten, buchten wir auch für die Fahrt von Arequipa nach Ica eine Nachtfahrt mit dem führenden Busunternehmen Perus. In 12 Stunden wurden wir über Nacht bequem in die Stadt an der Küste Perus gefahren und kamen wieder relativ gut erholt an. Nach einem einfachen Frühstück in Ica nahmen wir uns ein Taxi, das uns für 5 Soles (1,40€) ins 5 Kilometer außerhalb gelegene Huacachina fuhr.

Unsere Unterkunft in Huacachina

Da der kleine Wüstenort eigentlich nur für Touristen und reiche Peruaner erbaut worden ist, sind auch die Preise der Hotels und Hostels hier entsprechend teurer. Wir haben eine Art Luxuscamping im Desert Nights Ecocamp* gemacht. Hier hatten wir zwei sehr gemütliche Betten in einem Zelt und ein geteiltes Bad. Dazu gab es in der Anlage einen sehr schönen Pool (sogar mit Poolbar), an dem morgens das wirklich gute Frühstück serviert wurde. Über booking.com* hatten wir 36€ bezahlt, vor Ort konnten wir zwei weitere Nächte für jeweils 28€ verhandeln.

Huacachina Unterkunft

Abhängen am Pool

Tatsächlich haben wir hier wenig unternommen und die meiste Zeit auf den Liegen am Pool verbracht. Tagsüber hatten wir angenehme Temperaturen um die 28°C und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir lasen im Kindle oder genossen einfach, nicht mehr in viele Schichten eingewickelt sein zu müssen.

Huacachina Pool im Desert Night Ecocamp

Am ersten Abend trafen wir uns mit Susanna und Christoph, die wir in Uyuni in Bolivien kennengelernt und am Titicacasee wiedergetroffen hatten. Es ist immer schön, andere Reisende wiederzusehen und sich auszutauschen. So fangen die Gespräche nicht alle bei „Und, wie lange reist ihr so? Wo wart ihr schon?“ an.

Buggytour durch die Sanddünen

Für einen Nachmittag haben wir uns dann aber aufgerafft und wieder etwas mehr Action erlebt. Überall in Huacachina wird man immer wieder angesprochen, ob man nicht an der Sandbuggy Tour teilnehmen möchte. Wir verhandelten mit mehreren Anbietern und konnten uns schließlich auf 25 Soles (7€) pro Person einigen.

16 Uhr ging es los im Buggy mit einem röhrenden Motor, der durch die ganze Wüste dröhnte. Wir hatten uns die vorderen Sitze gesichert und waren gespannt, was uns nun erwarten würde. Nach kurzer gemütlicher Aufwärmphase jagte unser Fahrer das Gefährt kreuz und quer über die Sanddünen, fuhr steile Abhänge hinunter und halbe Loopings, die zu viel Gekreische im Buggy führten.

Huacachina Sandwüste

Sandboarding in der Wüste

Nach dem ersten Fotostopp ging es dann zu einer kleineren Sanddüne, bei der wir das Sandboarden üben sollten. Dafür legt man sich auf das Snowboard drauf und fährt mit dem Kopf voraus die Düne herunter. Das kostet erst einmal Überwindung, fetzt dann aber. Nachdem wir das zwei Mal ausprobiert hatten, ging es schließlich zur großen Düne.

Huacachina Sandboarding

Hier stürzte sich Matthias als Erster todesmutig dem Abgrund entgegen. Die Abfahrt war so lang, dass von oben einige Streckenabschnitte nicht einsehbar waren! Nachdem Matthias unten wieder auf den Füßen war, ging es für Franzi direkt hinterher. Die Fahrt war superschnell und zum Ende echt holprig, sodass wir auf dem Board ordentlich durchgeschüttelt wurden. Matthias trug leichte Schürfwunden an den Armen davon, ansonsten haben wir die rasante Fahrt gut überstanden. Nach einem weiteren Mal war uns aber nicht ;)

Zu guter Letzt hätte noch das Schauen des Sonnenuntergangs in der Wüste auf dem Programm gestanden. Da aber ein Mädel aus unserer Gruppe ihr iPhone während des Boardings verloren hatte, suchten wir stattdessen das berühmte Sandkorn in der Wüste. Frag uns jetzt nicht, warum jemand sein iPhone mit zum Sandboarden nimmt.. gefunden wurde es dann übrigens nicht. Nicht, dass wir das erwartet hätten.

Huacachina Sanddünen

Trotz des etwas unglücklichen Abschlusses fanden wir den Ausflug mit dem Buggy wirklich witzig und konnten noch einmal einiges mehr von den Sanddünen sehen.

Letzter Tag in Peru in Lima

Da wir uns in Huacachina für mehr Zeit zum Entspannen entschieden hatten, blieb uns nur eine Nacht in Lima. Hier hatten wir richtig Glück mit unserem Hotel El Ducado*, dass normalerweise Zimmer für 100€ pro Nacht bietet. Wir zahlten nur 35€ über boooking.com*, hatten ein riesiges Zimmer, eine richtig gute Dusche und das bequemste Bett seit langem. Wir sahen uns den Stadtteil Miraflores ein wenig an bevor es zum Flughafen und weiter in Weltreiseland #10 ging. Sei gespannt, wo unser Abenteuer weitergeht!

Noch total geflasht von unserer Wanderung in den Anden über den Salkantay Pass entschlossen wir uns, hier in Peru routentechnisch wieder Harakiri zu veranstalten um möglichst viele Highlights zu sehen. So verschlug es uns wieder weiter in den Süden nach Arequipa, wo wir im Colca Canyon eine weitere Wanderung machen wollten.

Unsere Anreise von Cusco nach Arequipa

Wir entschieden uns für die Luxusvariante um auf unserer 11-stündigen Nachtfahrt so viel Schlaf wie möglich mitzunehmen. Beim Marktführer Cruz del Sur buchten wir VIP-Sitze für 130 Soles pro Person (36€) und wurden nicht enttäuscht. Die bequemen Sitze ließen sich weit nach hinten verstellen und kamen mit einer Decke und Kissen daher. Kurz nach der Abfahrt bekamen wir unser bei der Buchung ausgewähltes Essen und einen heißen Tee geliefert. Das Essen war vergleichbar mit Essen im Flugzeug, für uns aber in Ordnung. Vom Entertainmentprogramm machten wir gar keinen Gebrauch. Wir schlossen die Augen und konnten die Nacht mit kurzen Unterbrechungen gut durchschlafen. Unser Fazit: das war gut investiertes Geld, denn wir erreichten Arequipa am nächsten Morgen ausgeschlafen und voller Tatendrang. Das war auf unserer Nachtfahrt nach La Paz definitiv anders.

Unsere Unterkunft in Arequipa

Über booking.com* hatten wir uns ein Doppelzimmer mit eigenem Bad für nur 22€ im Park Hostel* gesichert. Wir konnten am frühen Morgen unser Gepäck in einem Raum einschließen, da wir noch vor dem Check-In ankamen. Auch während unserer Wanderung durften wir unser Gepäck hier kostenlos parken. Highlight war definitiv das Frühstück auf der sonnigen Dachterrasse mit Blick auf die Stadt und die dahinterliegenden schneebedeckten Berge.

Arequipa Hostel

Sightseeing in Arequipa

Convente Santa Catalina

Dieses Kloster ist wie eine komplette Stadt innerhalb Arequipas. Die Gebäude liegen innerhalb von großen Mauern und können täglich für den stolzen Eintrittspreis von 40 Soles (11€) besucht werden. Wir haben den Rundgang durch den großen Komplex auf eigene Faust gemacht, du kannst für 20 Soles aber auch eine einstündige Führung erhalten, die sogar auf Deutsch angeboten wird. Für uns waren die Informationen auf den Tafeln, die in jedem Raum hingen, auch ausreichend.

Arequipa Convente Santa Catalina

Das 1579 gegründete Kloster wurde mehrfach von Erdbeben beschädigt und immer wieder aufgebaut. Früher lebten hier bis zu 150 Nonnen in ziemlich großzügigen Räumen. Getrennt von der Anlage der Nonnen ist der Teil für die Novizinnen, die in deutlich kleineren und spärlicheren Zimmern wohnten. Hier mussten die Frauen für ein Jahr leben bevor sie endgültig in den Orden aufgenommen wurden. Die Klosterschwestern waren für ihre tollen Backwaren bekannt und in jedem Zimmer war tatsächlich ein Ofen zu finden. Wir fanden das Kloster mit seinen bunten Innenhöfen, den kleinen Gassen und vielen Pflanzen wunderschön und hatten einen entspannten Vormittag dort.

Kolonialgebäude rund um den Plaza de Armas

Für uns war der Plaza de Armas in Arequipa der schönste in ganz Südamerika! Die tollen geschwungenen Bögen, die riesige Kathedrale, die über eine komplette Seite des Platzes geht und die vielen anderen kolonialen Gebäude im Vulkansteinweiß – wow! Hier wussten wir gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Dazu die schneebedeckten Vulkane im Hintergrund und das Bild war perfekt.

Arequipa Plaza de Armas

Unsere Essenstipps für Arequipa

Wir haben in Arequipa teilweise sehr gut gegessen und wollen dir unsere kulinarischen Highlights natürlich nicht verwehren. Einen super guten und dazu nicht zu teuren Burger haben wir im Burger Chulls gegessen. Hier bekommst du den Standardburger bereits für 10 Soles und kannst dann Extras und Saucen nach Belieben hinzufügen. Im Burger Menü für 15 Soles (4€) ist zusätzlich zum Burger ein leckerer Saft, Pommes (die Süßkartoffelvariante war der Knaller!) und eine Sauce nach Wahl dabei. Es war wirklich sehr lecker dort!

Gleich um die Ecke befindet sich die Pasta Canteen, in der es täglich ein Pastagericht des Tages gibt oder auch die Möglichkeit, sich selbst Pasta zusammenzustellen. Dazu bekommst du vorher einen leckeren Salat und frische Mini-Brötchen. Fanden wir für 15 Soles auch einen richtig guten Deal.

Arequipa Pasta Canteen

Unser Bedürfnis nach Süßem haben wir im La Petite Française gestillt. Hier gab es sehr leckere Crêpes in den verschiedensten Varianten. Für uns durfte immer Nutella rein und dann abwechselnd diverse Früchte. Dazu ist es ein sehr gemütliches Café mit schöner Atmosphäre.

Wanderung im Colca Canyon

Auf Empfehlung von anderen Reisenden (danke Susanna & Christoph) buchten wir über Andina Travel die günstigste Tour in Town: für nur 90 Soles (25€) pro Person würden wir zwei Tage durch den Colca Canyon wandern, eine Unterkunft und Essen bekommen. Sonst entscheiden wir uns ja nicht immer für das allergünstigste Angebot, aber da alle Anbieter das Gleiche erzählten, probierten wir es mal aus.

Unser erster Tag begann bereits um 3 Uhr in der Nacht, als wir uns aus den Betten und in den Minivan quälten, der uns nun drei Stunden nördlich in Richtung Canyon fahren würde. Wir schlossen die Augen und versuchten, noch etwas Schlaf zu bekommen. Gegen 7 Uhr erreichten wir Chivay auf 3300 Metern und hier war es empfindlich kalt. Mit klappernden Zähnen aßen wir unser sehr einfaches Frühstück, das aus Brötchen, Butter, Marmelade und Tee bestand. Gut, dass wir vorsorglich schon Snacks eingepackt hatten!

Cruz del Condor

Nächster Stopp war dann das Cruz del Condor. Hier sollen vor allem in den Morgenstunden die Riesenvögel aufsteigen und gut zu sehen sein. Aus dem Auto heraus sahen wir einen Condor über uns kreisen. Als wir schließlich selbst umherwanderten, konnten wir nur in den Tiefen des Canyons einige Vögel sehen. Wahrscheinlich war ihnen der Touristenauflauf oben zu stark, das hätten wir auf jeden Fall verstehen können!

Colca Canyon Blick ins Tal

Der erste Wandertag

Schließlich wurden wir am Startpunkt der Wanderung aus dem Auto geworfen und kurze Zeit später traf unser Guide Christian ein. Zu zwölft hängten wir uns an seine Fersen und liefen durch die wirklich tolle Natur am Rand des Canyons. 1000 Höhenmeter mussten wir am Vormittag absteigen und der Weg erinnerte uns ein wenig an den Salkantay Trail: viel Geröll und Staub. Bis zum Mittagessen folgte noch ein kurzer Anstieg mitten durch den Dschungel und dann hatten wir uns eine Stärkung redlich verdient.

Colca Canyon Kaktus

Nach dem (für Matthias eher spärlichen) Mittagessen ging es dann immer weiter fleißig auf und ab. In gemütlichem Tempo durchquerten wir Kakteenfelder und konnten nun die Landschaft von der anderen Seite des Flusses sehen. Wir genossen die Wanderung sehr und freuten uns über die angenehmen Temperaturen. Endlich mal wieder kurze Sachen tragen :)

Nach weiteren drei Stunden erreichten wir unser Endziel in der Oase im Canyon. Wie versprochen, bekamen wir ein Doppelzimmer und die Anlage hatte sogar einen Pool. Als erste konnte Franzi unter die warme Dusche springen um Schweiß und Staub abzuspülen. Danach bildete sich schnell einen lange Schlange, da es für über 20 verschwitzte Wanderer nur eine Dusche gab.

Colca Canyon Fluss

Die Zeit bis zum Abendessen zog sich schließlich hin wie Kaugummi. Wir mussten drei Stunden überbrücken, in denen es immer kälter wurde, der Hunger immer größer und das Bedürfnis nach einem warmen Bett ebenso. Dass sich das Warten auf unser Essen gelohnt hätte, können wir leider nicht sagen. So halb gesättigt gingen wir gegen 21 Uhr in unser Bett, denn am nächsten Morgen sollten wir bereits 4.30 Uhr den Aufstieg aus dem Canyon beginnen.

Der zweite Wandertag

Nach einer ganz guten Nacht machten wir uns (ohne Frühstück) noch im Stockdunklen an den Aufstieg. Über 1000 Höhenmeter mussten wir überwinden, um wieder aus dem Canyon herauszukommen. Die ersten Meter fielen noch sehr schwer, aber eine Banane und einige Höhenmeter später waren wir warm geworden und konnten so Meter um Meter aufsteigen. Während wir im Mittelteil noch euphorisch über unsere glänzende Wanderform sprachen, ließen die steilen Schlussabschnitte jede Euphorie weichen. Je höher wir kamen, desto kälter wurde es und längere Pausen waren nicht mehr möglich.

Colca Canyon Weg

Nach guten 2,5 Stunden erreichten wir den Rand des Canyons und konnten uns in den ersten Sonnenstrahlen aufwärmen. Von einer Einheimischen kauften wir völlig überteuerte Avocadobrötchen, für die wir in dem Moment aber auch noch mehr bezahlt hätten, so dankbar waren wir für Energie!

Nach einer kurzen Pause, in der wir darauf warteten, dass die komplette Gruppe ankam, gingen wir 20 Minuten bis in den Ort Cabanaconde, in dem wir schließlich unser Frühstück bekamen. Da wir aus der Erfahrung am Vortag gelernt hatten, kauften wir auf dem Weg im Dort noch eine Avocado, die das trockene Brötchen rettete.

Colca Canyon Bäume und Büsche

Die heißen Quellen von Yanque

Mit dem Bus ging es anschließend weiter zu den heißen, teilweise sehr heißen Quellen von Yanque. Den Eintrittspreis von 15 Soles (4€) pro Person zahlten wir gerne dafür, dass wir unsere müden Beine (und den Rest unserer Körper natürlich auch) in die natürlichen Quellen stecken durften. Das war dann so entspannt, dass wir keine Fotos gemacht haben. Du musst uns einfach glauben, dass man in den Quellen sitzend auf einen Fluss und die Berge dahinter schauen konnte!

Das Mittagessen am zweiten Tag war in der Tour nicht enthalten und hätte 30 Soles (8€) pro Person gekostet. Wir gingen stattdessen lieber zum lokalen Markt und aßen dort – genau wie die Einheimischen – einen leckeren Hähnchenschenkel mit Kartoffeln und Salat, gekocht am Boden. Kostete nur ein Drittel und war das beste Essen auf der gesamten Tour!

Auf der Rückfahrt nach Arequipa hielten wir am höchsten Punkt unserer bisherigen Reise (auf 4900 Metern) mit Ausblick auf Vulkane und später bekamen wir noch einmal eine große Alpakaherde zu sehen. Als wir schließlich am Abend wieder in Arequipa ankamen, waren wir ziemlich erschöpft von den beiden langen Tagen. Die Wanderung war aber wirklich sehr schön und wir waren glücklich, auch diesen Teil der Natur Perus noch sehen zu können.

Colca Canyon Alpaka Herde

Unsere Tipps für deine Tour in den Colca Canyon

  • Nimm dir ausreichend Wasser für einige Stunden mit. Zwischendurch kannst du Wasser kaufen, das ist aber natürlich teurer als in Arequipa.
  • Nimm dir einige Snacks mit. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sind zum Teil sehr lang. Wenn du am zweiten Tag über 1000 Höhenmeter gehst, bekommst du erst danach dein Frühstück. Wir wären ohne Banane und Müsliriegel nicht hochgekommen.
  • Pack deine Stirnlampe oder Taschenlampe ein. Am zweiten Morgen ist es stockdunkel wenn du den Berg hochläufst und der Weg ist übersät mit Geröll und größeren Steinen. Im Zweifel tut es auch das Licht deines Handys.
  • Klamottentechnisch empfehlen wir: entweder lange Wanderhose mit Zip-Beinen oder kurze Hose und Leggings, 2 T-Shirts, 1 extra Unterhose, 1 extra Paar Socken, 1 Longsleeve, 1 Fleecejacke, 1 Bikini/ Badehose. Morgens ist es in der Höhe empfindlich kühl (um die 0°) und im Canyon ist es tagsüber sehr warm (deutlich über 20°), sodass du für beides gut gewappnet sein solltest.
  • Trage ordentlich und regelmäßig Sonnencreme auf und vergiss deine Sonnenbrille nicht.
  • Zusätzlich zum Preis für die Tour musst du den Eintritt in den Colca Canyon bezahlen, der 70 Soles (19€) pro Person beträgt.
  • Du kannst diese Wanderung auch ohne Tour machen. Dann würdest du von Cabanaconde aus starten und dort auch wieder ankommen. Busse von Arequipa nach Cabanaconde benötigen ca. 6 Stunden Fahrzeit, sodass du hier vermutlich min. einen Extratag einplanen musst. Kostentechnisch scheint eine Tour kaum teurer, dafür hast du mehr Entscheidungsmöglichkeiten wenn du alleine gehst. Der Weg war gut zu finden.

Beinah hätten wir uns den Machu Picchu gar nicht angesehen. So groß der Hype um die Sehenswürdigkeit Perus, wenn nicht sogar Südamerikas ist, so groß war schon fast unsere Abneigung, sich diesem Touristenspektakel anzuschließen. Im Nachhinein müssen wir sagen: Gut, dass wir da waren. Es war unglaublich beeindruckend!

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Nach viertägiger Wanderung über den Salkantay Pass erreichten wir am späten Nachmittag Auguas Calientes und bezogen dort unser Hotel. Sehr früh gingen wir in unsere Betten. Nicht nur, weil wir erschöpft von den Wandertagen waren (waren wir natürlich), sondern auch, weil der nächste Morgen bereits vor 4 Uhr für uns startete.

Wir hatten uns dafür entschieden, den Berg zum Eingang vom Machu Picchu zu erklimmen und das Geld für die Busfahrt (immerhin 12US$ pro Strecke) zu sparen. So ging es für uns kurz nach 4 Uhr im Dunklen zum unteren Eingangstor des Machu Picchu. Vorbei an den bestimmt 150 Leuten, die um diese Uhrzeit schon für die Busse anstanden. Auch am ersten Eingangstor bildete sich bereits eine längere Schlange von Menschen, die darauf warteten, dass um 5 Uhr die Tore geöffnet würden.

Nachdem wir unser Ticket vorgezeigt hatten, stand uns nun ein Wettlauf mit der Zeit bevor. Bis 6 Uhr sollten wir am richtigen, oberen Eingang vom Machu Picchu sein, um dort unseren Guide zu treffen und eine Tour zu beginnen. Blieben uns also 50 Minuten, um die 400 Höhenmeter bis dahin zu überwinden. Gerade so kamen wir pünktlich oben an, völlig durchgeschwitzt und aus der Puste, um unseren Guide noch abzupassen.

Einstündige Tour am Machu Picchu

Der von unserer Wanderorganisation gestellte Guide führte uns zunächst zu den beliebtesten Fotostopps. Dort konnten wir einen Blick auf die große Inkaanlage erhaschen, ohne dass darin bereits hunderte Touristen herumstromerten. Die Wolken hatten sich pünktlich zum Foto kurz verzogen und gaben somit einen sensationellen Blick frei.

Machu Picchu am Morgen mit Nebel

Während die Wolkendecke sich daraufhin immer weiter um unser herum schloss, erfuhren wir, dass Machu Picchu vermutlich 1533 nach Ankunft der Spanier in Cusco verlassen wurde und danach über 400 Jahre zuwucherte. Erst 1911 wurden die vielen Gebäude vom Amerikaner Bingham wiederentdeckt. In der Version unseres Guides kamen die Amis nicht sehr gut bei weg, da sie wohl in den darauf folgenden Jahren alle Schätze (viel Gold und Silber) ausgruben und in die USA brachten.

Machu Picchu Steinmauern

Wir waren wirklich beeindruckt wie gut erhalten die über 600 Terrassen, Tempel und Gebäude noch sind. Das ist nicht selbstverständlich wenn man bedenkt, dass sie über 400 Jahre vom Dschungel begraben waren, auf einem steilen Berg liegen und in einem Gebiet, das regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Ein Grund dafür sind die vielen Terrassen. Diese sind aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut und dienen als Entwässerungssystem für den vielen Regen, der hier jährlich fällt. Deshalb wurde die Stadt im Laufe der Jahrhunderte nicht einfach weggeschwemmt.

Machu Picchu Terrassen

In der Anlage selbst befinden sich Tempel, Wohnhäuser, ein Steinbruch und viele weitere Gebäude, deren Sinn nicht komplett geklärt wurde. Forscher sind sich noch immer nicht sicher, von wem und wofür die Stadt genutzt wurde. Es gibt Hinweise, dass die Adligen sie zur Meditation und Erholung zwischen den Kriegen nutzten. Aber bewiesen ist nichts. Umso mehr liefen unsere Hirne auf Hochtouren, als wir uns vorstellten wer hier gewohnt und wie das alltägliche Leben der Menschen wohl ausgesehen hatte.

Aufstieg zum Machu Picchu Mountain

Wir hatten uns vorher darum bemüht, ein sog. Kombiticket zu bekommen, mit dem wir auch auf den Machu Picchu Mountain aufsteigen könnten. Diese Tickets sind begrenzt und wir erhielten in der zweiten Gruppe (Aufstieg zwischen 9 und 10 Uhr) noch welche. Pünktlich um 9 Uhr begannen wir mit dem Besteigen der unzähligen, völlig unterschiedlich hohen Treppenstufen. Nach den 400 Höhenmetern am frühen Morgen, erklommen wir nun weitere 600. Das war ziemlich anstrengend und verlangte unseren müden Wanderbeinen noch einmal alles ab.

Weg zum Machu Picchu Mountain

Als wir nach 75 Minuten endlich auf dem Gipfel des Machu Picchu Berges ankamen, hatten wir überhaupt keine Aussicht auf nichts. So aßen wir unsere letzten Snacks und erholten uns erst einmal von der anstrengenden Gipfelbesteigung. Zu unserem Glück klarten die Wolken schließlich auf. Die Meute stürmte an den Rand und es wurden tausende Fotos von Machu Picchu und dem gegenüberliegenden Berg Waynapicchu geschossen.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Wir waren sehr glücklich, dass wir uns die zusätzlichen Meter noch angetan hatten, denn der Blick war einmalig! Auch auf dem Weg nach unten konnten wir nun immer wieder Blicke auf die riesige Inkastadt werfen und haben nun vermutlich Fotos von jedem nur erdenklichen Blickwinkel.

Zweite Runde Machu Picchu mit weniger Besuchern

Nachdem wir uns vom Auf- und Abstieg des Machu Picchu Mountain auf einer Wiese im schönsten Sonnenschein erholt hatten, begaben wir uns auf eine zweite Besichtigungstour des Geländes. Ganz entspannt schlenderten wir zwischen den Ruinen umher, schossen unsere Fotos und bestaunten die Arbeit der Inka.

Machu Picchu Ruinen im Nebel

Viele Touristen verlassen am frühen Nachmittag das Gelände, da sie ihren Zug zurück nach Cusco bekommen müssen. Es waren deutlich weniger Menschen vor Ort als noch am Vormittag und wir genossen die ruhigere Stimmung. Tatsächlich waren wir am letzten möglichen Tag im Machu Picchu, an dem man das Gelände noch selbstständig (ohne Guide) und den ganzen Tag erkunden kann. Ab dem 01.07.2017 gelten neue Bestimmungen, die wir in einem extra Beitrag mit allen Informationen rund um den Besuch beim Machu Picchu erläutert haben.

Schmerzhafter Abstieg und Platzregen

Auch den Rückweg nach Aguas Calientes wollten wir zu Fuß bestreiten und so machten wir uns gegen 15.30 Uhr auf zu den vielen Treppen nach unten. Hatten wir hier morgens wegen der Dunkelheit nichts sehen können, so nahmen wir dieses Mal den Weg und die Umgebung wahr. Allerdings schmerzten Knie und Füße nach dem vielen Auf- und Abgesteige (immerhin 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter) doch sehr.

Als wir dann das eher flache letzte Stück nach Aguas Calientes angingen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Wir waren bis auf die Unterwäsche durchnässt und hinterließen ordentliche Pfützen auf dem Weg zur Dusche in unserem Hotel. Was für ein Glück, dass es erst nach unserem Besuch des Machu Picchu so geregnet hatte! Da tat die heiße Dusche so richtig gut und die Wäscherei gegenüber sorgte innerhalb von 3 Stunden für saubere und trockene Klamotten.

Fazit zum Machu Picchu

Viele erzählten uns vorher, dass sie ein wenig enttäuscht vom Besuch waren, andere schwärmten davon. Wir können uns nun zur zweiten Kategorie der Schwärmer einordnen: wir fanden diese Ruinenstadt inmitten der Berge bezaubernd. Sich vorzustellen, wie die Inka hier damals gelebt haben, die Schönheit der Gebäude zu bewundern und anzuerkennen, welch großartige Architektur dahintersteckt. Toll, dass wir das alles mit eigenen Augen sehen konnten! Den Touristenströmen sind wir dadurch entkommen, dass wir zwischen 9 und 13 Uhr auf dem Machu Picchu Mountain waren und danach war es deutlich leerer.

Wie es ab Juli sein wird, wenn man das Gelände nur noch mit Guide und entweder vor- oder nachmittags besuchen darf, können wir nicht einschätzen. Alle wichtigen Informationen rund um den Machu Picchu, die du für deinen Besuch benötigst, haben wir in einem extra Beitrag zusammenfasst.

Machu Picchu Ruinen und Lama

Wir sind im Juni 2017 den Salkantay Trek gelaufen und haben hier für dich die wichtigsten Informationen zur Strecke, Preisen, Unterkünften und Dingen, die du mitnehmen solltest, zusammengefasst. Unseren Erfahrungsbericht zur Wanderung haben wir in einen extra Bericht gepackt.




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Wann ist die beste Zeit für den Salkantay Trek?

Generell gilt die Trockenzeit zwischen April und Oktober als beste Zeit für Wanderungen in den Anden. In dieser Zeit ist es unwahrscheinlich (aber natürlich nicht unmöglich!), dass viel Regen fällt und du solltest eine tolle Sicht haben. Dennoch würden wir dir empfehlen, vor dem Trek die Wetteraussichten zu überprüfen. Wir sind den Trek Ende Juni gegangen und hatten bestes Wetter. Abends wird es in der Höhe aber sehr kühl.



Wo kann ich den Salkantay Trek buchen?

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, den Salkantay Trek zu buchen. Du kannst ihn bereits vor deiner Reise nach Peru im Internet buchen. Es gibt einige Agenturen, bei denen die Buchung über deren Website möglich ist. Eine gute Agentur ist zum Beispiel Intisun Trek. Häufig bezahlt man bei einer Buchung im Internet jedoch etwas mehr als vor Ort.

Genauso gut kannst du die Wanderung auch in Cusco buchen. Hier gibt es unzählige Anbieter, die dir alle diese Wanderung verkaufen. In der Regel kannst du auch sehr kurzfristig noch einen Platz bekommen. Wir haben an einem Sonntagnachmittag gebucht und sind am nächsten Morgen um 4 Uhr gestartet. Wir haben über die Agentur Salkantay Trail Adventure gebucht. Erkundigt hatten wir uns vor Ort auch bei Salkantay Trekking, die eine teurere Variante der Tour anbieten. Hier übernachtest du die erste Nacht in einem Iglu mit Glaskuppel und freiem Blick auf die Sterne!


Worauf sollte ich bei der Buchung des Salkantay Treks achten?

Du solltest immer genau hinterfragen, was deine Tour beinhaltet. Es gibt unzählige Anbieter, die alle möglichen Varianten anbieten. Deswegen solltest du ganz genau wissen, welche Leistungen enthalten sind. Wir zählen für dich hier einige Punkte auf, die du nachfragen kannst:

  • Welche Wanderstrecke wird gegangen?
  • Wird ein Teil deines Gepäcks getragen? (5-7kg in extra Rucksack) Bekommst du für das extra Gepäck eine Tasche gestellt?
  • Ist ein Leih-Schlafsack im Preis enthalten?
  • Ist Ziplining im Preis enthalten? (Kostet weniger wenn du es vor dem Trek buchst als später dazu)
  • Ist das Ticket für Machu Picchu enthalten? Ist das Ticket für den Berg Machu Picchu (Kombiticket) enthalten?
  • Wie wirst du zurück nach Cusco kommen (Zug / Bahnschienen laufen/ Bus)?
  • Wie groß ist die Gruppe maximal?
  • Fallen während des Treks zusätzliche Kosten an? (siehe unten)
  • Wie viele Guides, Köche, Pferdemänner werden die Gruppe begleiten?
  • Wie sieht ein typisches Essen aus?
  • Hat der Guide ein Erste-Hilfe-Set, Sauerstoff… dabei?

Alle wichtigen Informationen rund um deine Perureise haben wir hier für dich zusammengefasst!


Wie viel kostet der Salkantay Trek?

Die Kosten für den Trek können sehr unterschiedlich ausfallen und hängen von mehreren Faktoren ab. Du kannst diese Wanderung bereits für 180 US$ machen aber auch 400US$ oder mehr zahlen.

Wir haben für den Trek insgesamt 310 US$ pro Person bezahlt und es war Folgendes enthalten:

  • Gruppe mit 10 Wanderern, dazu 1 Guide, 1 Pferdemann und zwei Köche
  • Mahlzeiten während der Wanderung (Frühstück, Mittag, Nachmittagssnack und Abendessen)
  • dicke Leihschlafsäcke
  • je eine wasserdichte Tasche, in die wir 5kg unseres Gepäcks geben konnten (wurde vom Pferd getragen)
  • Ziplining
  • Eintritt für Machu Picchu und den Machu Picchu Mountain (Kombiticket)
  • einstündige geführte Tour im Machu Picchu
  • 3 Nächte im Zelt
  • zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit eigenem Bad in Aguas Calientes (hatten eine extra dazu gebucht)
  • Rückfahrt nach Cusco im Zug (Aguas Calientes bis Ollantaytambo) und im Bus

Wir fanden den Preis für insgesamt sechs Tage angemessen und waren mit unserem Anbieter sehr zufrieden. Immerhin waren wir von morgens 5 Uhr bis abends 20 Uhr ständig betreut, haben unser Essen gekocht bekommen, unser Zelt und einen Teil unserer Sachen getragen bekommen und es war auch der Eintritt und das Zugticket zurück vom Machu Picchu enthalten (das sind alleine schon gute 100 US$ pro Person).


Welche Kosten fallen während des Treks zusätzlich an?

Je nachdem bei welcher Agentur du buchst und welche Leistungen enthalten sind, können die Zusatzkosten unterschiedlich hoch ausfallen. Wir listen dir hier die Kosten auf, die wir zusätzlich zur Tour pro Person noch hatten.

  • Frühstück in Mollepampa 20 Soles (5,50€)
  • Eintritt Salkantay Trail 10 Soles (2,70€)
  • heiße Quellen Santa Teresa + Fahrt dorthin 25 Soles (7€)
  • Trinkgeld für Koch, Pferdemann und Guide 40 Soles (8€)
  • warme Dusche im 2. Camp (Chaullay) 10 Soles (2,70€)
  • Wasser oder Snacks unterwegs (je nach Bedarf)

Salkantay Trek: die Wanderstrecke

Tag Strecke Kilometer HöhenmeterWanderdauer
1 Vormittag
Nachmittag
Callacancha - Soraypampa
Soraypampa - Humantay Lake - Soraypampa
8
4
3600m - 3912m
3912m - 4200m - 3912m
ca. 2,5 Stunden
ca. 2,5 Stunden
GESAMT: 5-6 Stunden
2Soraypampa - Salkantay Pass - Chaullay 213912m - 4630m - 2900mca. 3 Stunden zum Pass,
ca. 5 Stunden bergab
GESAMT: 8-10 Stunden
3Chaullay - Playa Sahuayacco132900m - 2060m ca. 5 Stunden
4 (vormittags) A) Santa Teresa - Hidroelectrica (Straße)
B) Lucmabamba - Llactapata - Hidroelectrica
C) Ziplining
14

20

0
1550m - 1890m

2000m - 2700m - 1890m
1550m - 1890m
ca. 2,5 Stunden

ca. 6-7 Stunden

0
4 (nachmittags)Hidroelectrica - Aguas Calientes111890m - 2050mca. 2-3 Stunden
5Macchu Picchu
(inkl. Mountain)
2050m - 2430m
2430m - 3000m - 2430m
ca. 1 Stunde
ca. 3 Stunden

Nachdem du im Überblick eine kurze Beschreibung der Wanderstrecke siehst, wollen wir dir noch einmal einen kurzen Überblick über die einzelnen Tage geben. Ausführlich kannst du es in unserem Erfahrungsbericht zur Wanderung nachlesen.


Tag 1: Von Cusco nach Soraypampa

In der Regel wirst du am ersten Tag sehr früh in Cusco eingesammelt (zwischen 3 und 4 Uhr) und dann in einem Transporter nach Mollepampa gebracht. Hier gibt es ein Frühstück für alle und danach geht es weiter hinauf zum Ausgangspunkt des Treks in Challacancha. Der erste Teil des Treks geht ordentlich bergauf, dafür kannst du die folgenden zwei Stunden entlang des Inka Kanals eher flach wandern bis du mittags Soraypampa erreichst.

Gestärkt geht es nach dem Mittagessen noch einmal 300 Meter hinauf zur Laguna Humantay, einem wirklich wunderschönen Bergsee. Der Aufstieg in der Höhe fällt nicht leicht, ist aber super für die Akklimatisierung. Du wirst danach umso besser schlafen können!


Tag 2: Von Soraypampa über den Salkantay Pass nach Chaullay

Der zweite Tag ist der längste und anstrengendste Wandertag der Tour. Früh wirst du die 700 Höhenmeter bis zum Pass in Angriff nehmen. Zwischen drei ziemlich steilen Anstiegen gibt es auch mal etwas flachere Passagen. Lass dir Zeit zum Atmen, die wirst du brauchen! Nach 2,5 – 3 Stunden kommst du an den höchsten Punkt der Wanderung und hast (bei gutem Wetter) einen fantastischen Blick. Ist genug Zeit da, macht die Gruppe einen Abstecher zur Laguna Salkantay.

Bis zum Mittagessen müssen nun 700 Meter wieder abgestiegen werden, was ungefähr zwei Stunden dauert. Dabei gibt es spektakuläre Blicke in die Natur. Am Nachmittag geht es weitere 1000 Höhenmeter tiefer, immer weiter in den Dschungel hinein. Dachtest du morgens noch, das Hochlaufen wäre das Anstrengendste, wirst du am Nachmittag das Gleiche über das Bergablaufen denken. Nach 8 Stunden Wanderzeit kommst du gegen 17 Uhr im Camp an.



Tag 3: Von Chaullay nach Playa Sahuayacco

Am dritten Tag geht es weitere 900 Höhenmeter bergab, wobei du im Dschungel auch immer wieder Streckenabschnitte hast, die bergauf führen. Wir hatten nach ca. 30 Minuten Laufzeit die Wahl, die Straße entlang zu laufen (flacher, einfacher) oder auf die andere Flussseite zu wechseln und dort mehr Auf und Ab zu laufen. Wir entschieden uns für die zweite Option und liefen einen tollen Trail entlang. Nach ungefähr 5 Stunden erreichst du den Fluss. Wir wurden dort von einem Minivan abgeholt und nach Santa Teresa gefahren, weil der Weg hier nur aus der Straße besteht. Am Nachmittag kannst du deine müden Wanderbeine in den heißen Quellen erholen.



Tag 4: Santa Teresa bis Aguas Calientes

Am Vormittag des vierten Tages gibt es verschiedene Optionen:

A) Die günstigste Variante ist die Wanderung entlang der Straße bis nach Hidroelectrica. Die Straße ist staubig und wird von vielen Minivans befahren. Die Strecke ist relativ eben und einfach zu gehen.

B) Du kannst auch über den Llactapata nach Hidroelectrica wandern. Dafür musst du heute erneut früh aufstehen (5 Uhr) und wirst zum Ausgangspunkt der Wanderung in Lucmabamba gefahren. Dann geht es 700 Höhenmeter hinauf um von dort schon den ersten Blick auf den Machu Picchu werfen zu können. Nach ungefähr 6-stündiger Wanderung erreichst du ebenfalls Hidroelectrica.

C) Wir haben uns für die Zipline-Variante entschieden, bei der man mit dem Minivan zur Zipline und danach bis Hidroelectrica gefahren wird. Es war die genialste Zipline bisher mit Flügen über 350 Metern auf einer Länge bis zu einem Kilometer. Teilweise kopfüber.

Am Nachmittag laufen dann alle entlang der Schienen von Hidroelectrica bis Aguas Calientes. Die zwei- bis dreistündige Wanderung ist ziemlich flach und bietet zwischendrin schöne Blick auf die Berge. Wir konnten sogar schon einige Ruinen vom Machu Picchu erkennen (von Weitem!). Am späten Nachmittag erreichst du Aguas Calientes.



Tag 5: Machu Picchu

Heute steht der Besuch dieser berühmten Inkastätte auf dem Programm. Von Aguas Calientes bis zum Eingang warten noch einmal 400 Höhenmeter, die überwunden werden wollen. Alternativ kannst du auch den Bus nehmen (pro Fahrt 12 US$) falls deine Beine zu müde sind. Hast du den Machu Picchu Mountain im Ticket drin, so wollen auch hier weitere 600 Höhenmeter erklommen und wieder runtergeklettert werden.

Wenn du die günstigste Variante gewählt hast und von Hidroelectrica mit dem Bus nach Cusco zurück fährst (dauert 6-7 Stunden), musst du entlang der Bahnschienen wieder zurück nach Hidroelectrica gehen.



Was muss ich für den Salkantay Trek mitnehmen?

Eigentlich bieten fast alle Agenturen inzwischen an, fünf bis sieben Kilogramm deines Gepäcks für dich zu tragen (bzw. ein Pferd). Daher benötigst du tagsüber nur einen Tagesrucksack, in den du die Sachen packst, die du während der Wanderung brauchst. Wir wollen dir hier die Dinge auflisten, die wir als sinnvoll und notwendig für den Trek erachtet haben.

  • Sonnenbrille und Sonnencreme
    In der Höhe brennt die Sonne besonders stark und einige haben sich einen ordentlichen Sonnenbrand geholt. Daher regelmäßig und großzügig eincremen.
  • Insektenschutzmittel*
    Im tiefer liegenden Teil des Treks geht es viel durch den Dschungel, in dem Mücken und Sandfliegen darauf warten, sich auf Touristenarme und -beine zu stürzen. Wir wurden auch so einige Male gestochen.
  • Gute Lauf-/Wanderschuhe
    Wir sind mit unseren Trailschuhen* gut klar gekommen, viele hatten auch richtige Wanderschuhe dabei. Deine Schuhe sollten gut eingelaufen sein und ein ordentliches Profil haben, da es viel über Geröll und Steine geht.
  • genügend Bargeld
    Unterwegs gibt es keine Geldautomaten, den ersten wirst du erst wieder in Aguas Calientes finden.
  • Taschenlampe*
    In den Camps gibt es oft gar kein oder nur begrenzt Licht, sodass du abends und am frühen Morgen eine Taschenlampe benötigst.
  • Regenjacke* oder Poncho
    Da es unterwegs immer mal regnen kann, solltest du etwas zum Schutz dabei haben.
  • warme Klamotten
    Besonders die erste Nacht auf 3900 Metern wird sehr kalt, sodass du genügend warme Sachen dabei haben solltest. Wir haben hier unsere Alpaka-Leggins aus Bolivien ein letztes Mal getragen und auch unseren Alpaka-Pulli angezogen. Zusätzlich hatten wir Daunen-*
    und Fleecejacken* sowie Mütze und Handschuhe dabei.
  • T-Shirts* und kurze Hose
    Ab dem Nachmittag des zweiten Tages läuft man auf 2500 Metern oder tiefer und dementsprechend ist es hier wieder wärmer. Dafür reichen T-Shirt und kurze Hose völlig aus.
  • Toilettenpapier
    Auf den Toiletten auf dem Trek gibt es in der Regel keins, nimm also auf jeden Fall welches mit.
  • Handtuch* und Badesachen
    Für die heißen Quellen lohnt es sich, Badesachen einzupacken. Das Handtuch brauchst du nach der Dusche, da du während der Wanderung keines gestellt bekommst.
  • kleine Notfallapotheke
    Hier gehören Schmerztabletten wir Paracetamol, Ibuprofen, Pflaster und Blasenpflaster, Immodium akut und desinfizierende Salbe wie z.B. Betaisodona hinein. Wir haben einem Mitreisenden ausgeholfen, der gar nichts dabei hatte. Eine kleine Grundausstattung finden wir aber sehr wichtig.
  • Snacks und Wasser
    Manchmal wird die Zeit zwischen den Mahlzeiten sehr lang, dazu bist du viele Stunden unterwegs und brauchst Energie für die anstrengende Wanderung. Wir hatten pro Tag pro Person einen Müsliriegel, eine Minipackung Kekse und ein Snickers dabei. Wir haben alles aufgegessen und waren froh, zwischendurch kleine Snacks zu haben. Das Snickers gab es täglich zur Belohnung nach der größten Anstrengung ;) Wasser und kleine Snacks kannst du aber auch unterwegs kaufen, wir haben zum Beispiel Bananen und Avocados unterwegs von den Einheimischen gekauft.

Du willst es genauer wissen? Dann wirf einen Blick in unsere Packliste!


Kann ich den Salkantay Trek auch ohne Tour gehen?

Absolut! Der Weg ist ziemlich eindeutig zu finden und braucht keine großen Kenntnisse im Karten- oder Kompasslesen. Allerdings gibt es unterwegs nicht immer Zimmer für die Übernachtung, sodass du dein Campingequipment mitnehmen und auch tragen musst. Dazu benötigst du Essen und Wasser. Das alles wiegt natürlich so einiges und sollte nicht unterschätzt werden, besonders wenn bei über 4000 Metern die Luft knapp wird. Hast du so viel Campingequipment nicht in deinem Reisegepäck, kannst du das auch vor Ort zum Beispiel in Cusco leihen. Das soll allerdings gar nicht so günstig sein, hat uns ein anderer Reisender erzählt.

Nach Mollepampa kann man noch ganz gut mit Bussen kommen, die Strecke danach wird nicht unbedingt befahren. Daher solltest du dafür mehr Zeit einplanen. Da wir den Trek nicht auf eigene Faust gelaufen sind, können wir dir hier nicht mehr Informationen dazu geben. Aber bei La Grande Viaje und 2 Tramps One World findest du Erfahrungsberichte, da diese Paare den Trek auf eigene Faust organisiert haben und gelaufen sind.


Wie fit muss ich für den Salkantay Trek sein?

Du musst kein Marathonläufer sein und auch nicht viele Berge bestiegen haben. Am wichtigsten ist, dass du gut akklimatisiert bist, um bei einer Höhe von über 4000 Metern keine Höhenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Atemnot) zu bekommen. Es ist sicherlich wertvoll wenn du schon einmal eine längere Wanderung absolviert hast. Du solltest mehrere Stunden am Stück wandern können und genügend Ausdauer für mehrere Tage haben. Wir waren zum Zeitpunkt der Wanderung nicht besonders fit und haben alles in den angegebenen Zeiten oder sogar in weniger Zeit geschafft. Allerdings war das Tempo auch durchgehend flott. Im Notfall kann man für den Aufstieg zum Pass auch auf ein Pferd steigen, das einen dann auf die 4600 Meter hochträgt.


Wander mit uns den Salkantay Trek: Unser Video bis nach Machu Picchu





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Ziemlich spontan entschieden wir uns an unserem ersten Tag in Peru dazu, am nächsten Morgen auf den Salkantay Trek aufzubrechen. Wir wollten endlich die Anden mal von ganz Nahem sehen, wieder einige Tage in der Natur verbringen und uns mehr bewegen. So buchten wir von einem Tag auf den anderen den Salkantay Trek und sollten in den kommenden Tagen gigantische Natur um uns herum erleben!

Tag 1: Von Cusco bis Soraypampa

Salkantay Trek Wanderung erster Tag

Unser erster Tag begann bereits vor 4 Uhr, als wir total verpennt aus den Betten fielen und die gepackten Rucksäcke aufschnallten um zum vereinbarten Treffpunkt zu stolpern. Dort warteten schon diverse andere Reisende auf die verschiedensten Touranbieter. Nach einiger Verwirrung wurden wir schließlich zu einem Minivan geführt, der mit nur einer Stunde Verspätung Cusco verließ.

Nach zwei weiteren Stunden im Van erreichten wir Mollepampa, wo wir in einem Restaurant ein Frühstück bekamen. Hier lernten wir unsere Mitwanderer kennen denn im Minibus hatten alle versucht, noch etwas Schlaf zu bekommen. Nach dem Frühstück fuhren wir eine weitere Stunde bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung auf 3600 Metern. Nachdem wir in zwei Wandergruppen unseren Guides zugeteilt wurden, konnte es nun also so richtig losgehen! Unsere Wandertruppe war international durchgemischt und ein super Haufen! Dazu hatten wir mit Elvis einen sehr humorvollen Guide erwischt, der für jeden Quatsch zu haben war.

Salkantay Trek Weg ab Mollepampa

Im ersten Teil der heutigen Wanderung mussten wir 200 Höhenmeter hoch gehen und kamen direkt ordentlich ins Schwitzen. Dafür waren die kommenden 2,5 Stunden eher flach, führten an einem kleinen Kanal entlang und wir hatten zwischendurch schon fantastische Aussichten auf den Humantay und später den Salkantay.

Salkantay Trek Blick auf Humantay

Laguna Humantay

Gegen 12 Uhr erreichten wir unser Camp in Soraypampa und konnten uns dort bis zum Mittagessen ausruhen. Danach ging es noch einmal 350 Meter höher bis zur Laguna Humantay. Keuchend kämpften wir uns Meter um Meter hoch bis wir schließlich auf 4200 Metern die Lagune erreichten. Hier gönnten wir uns ein Snickers und genossen den Anblick dieses Bergsees.

Salkantay Trek Laguna Humanity

Nach dem Abstieg zurück ins Camp erwarteten uns warmes Popcorn und Coca-Tee. Vor dem Abendessen gab es noch eine wirklich lustige Runde Jenga und gegen 20 Uhr verkrümelten wir uns schließlich in unser Zelt. Uns stand die kälteste Nacht bevor, da wir auf 3900 Metern schliefen. Da wir inmitten der Berge schliefen, konnten wir einen genialen Sternenhimmel sehen.

Salkantay Trek Sternenhimmel

Tag 2: Von Soraypampa über den Salkantay Pass bis Chaullay

Pünktlich um 5 Uhr wurden wir an unserem zweiten Tag mit einem heißen Coca-Tee geweckt, der uns das Aufstehen in der morgendlichen Kälte etwas erleichterte. Eingepackt in all unsere dicken Sachen aßen wir das Frühstück und machten uns schließlich gegen 6.30 Uhr mit noch verquollenen Augen an den langen Anstieg bis zum Salkantay Pass.

Salkantay Trek Aufstieg zum Pass

Schon nach kurzer Zeit konnten wir die ersten Schichten wieder ausziehen, da es ordentlich bergauf ging und uns schnell warm wurde. Unterwegs hielten wir nur für kurze Verschnaufpausen an, um nicht zu sehr auszukühlen. Nach einem zweiten, sehr steilen und langen Abschnitt erreichten wir schließlich den sogenannten Gringo Killer. Wir empfanden den letzten steilen Abschnitt vorm Pass allerdings nicht so anstrengend wie den vorherigen und erreichten daher lebendig und glücklich nach 2,5 Stunden Anstieg den Salkantay Pass.

Salkantay Trek Gringo Killer

Der Salkantay Pass

Das erste Mal waren wir auf über 4600 Meter gelaufen! Wir waren unendlich stolz auf uns denn in Nepal hatten wir damals bei 4200 Metern wegen Krankheit und Höhensymptomen umdrehen müssen. Dieses Mal waren wir sehr gut akklimatisiert und konnten die Wanderung genießen. Uns bot sich ein toller Blick auf die umliegende Bergkette, mehrere Gletscher und dazu sahen wir sogar eine kleine Lawine am Salkantay!

Salkantay Trek Salkantay Pass

Unser Guide führte mit uns schließlich noch eine Coca-Zeremonie durch, bei der wir den umliegenden Bergen Coca-Blätter opferten und dafür drei Wünsche abgeben durften. Wir sind gespannt ob sie in Erfüllung gehen werden ;)

Salkantay Trek Pass mit Steinen

Laguna Salkantay

Danach gingen wir über viele Felsbrocken weiter zur Salkantay Lagune, die im schönsten Blauton erstrahlte. Dazu die schneebedeckten Berge im Hintergrund… wir waren einfach nur begeistert!

Salkantay Trek Laguna Salkantay

Bis zur Mittagspause lagen nun noch zwei Stunden Abstieg vor uns. Und wenn du jetzt glaubst, dass das entspannt war: falsch gedacht! Im sandigen Geröll mussten wir genau hinschauen, wo wir hintreten und waren erleichtert, als wir nach insgesamt 5 Stunden Wanderung auf 3900 Metern unser Mittagessen serviert bekamen. Anschließend mussten wir weitere 1000 Meter absteigen und gelangten nun zusehends mehr in den Dschungel. Der Wald um uns herum wurde dichter, die Lufttemperatur höher und die Anzahl an Moskitos nahm drastisch zu.

Salkantay Trek Abstieg zweiter Tag

Als wir gegen 17 Uhr endlich das Camp erreichten, waren wir ziemlich platt! Wir freuten uns auf unser Abendessen und ließen den Abend mit einer Runde Schnipselchen ausklingen. Uns war gar nicht bewusst, dass es dieses Spiel auch in anderen Ländern gibt. Das erste Mal spielten wir es nun auf Englisch und lachten uns immer wieder schlapp. Ein toller Abschluss unseres zweiten Wandertages.

Tag 3: Von Chaullay nach Santa Teresa

Salkantay Trek Dschungel

Auch an unserem dritten Wandertag war an Ausschlafen nicht zu denken, als wir kurz nach 5 Uhr erneut mit einem Coca-Tee geweckt wurden. Nach einem wenig sättigenden Frühstück brachen wir früh auf denn bis zum Mittag sollten wir wieder viele Höhenmeter auf- und vor allem abgestiegen sein. Elvis erklärte uns schon wie an den Vortagen die heimische Pflanzenwelt und zeigte uns eine Pflanze, die rote Farbe abgibt. Kurzerhand wurde jeder mit einer individuellen Kriegsbemalung verziert.

Salkantay Trek Kriegsbemalung

Wir überquerten den Fluss und folgten für mehrere Stunden einem Pfad, der sich immer am Fluss entlang schlängelte. Durch dichten Wald, vorbei an Kürbisfeldern, Grenadillas und Wasserfällen stiegen wir etliche Meter ab aber auch immer wieder auf. Unsere müden Beine wurden noch einmal ordentlich gefordert bevor wir schließlich den Playa Sahuayacco erreichten.

Salkantay Trek Fluss

Hier konnten wir unsere Füße im eiskalten Flusswasser abkühlen und entspannen. Die letzten Kilometer bis Santa Teresa wurden wir im Minivan befördert. Hier erreichten wir unseren Campground pünktlich zum Mittagessen und bekamen superviel Essen aufgetischt.

Salkantay Trek Camp Hängematte

Heiße Quellen und Happy Hour

Nach einer entspannten Stunde in den Hängematten auf der Wiese gab es noch einen weiteren Programmpunkt für den Tag: die heißen Quellen von Santa Teresa. Ganze drei Stunden konnten wir in den vier unterschiedlich warmen, natürlichen Pools verbringen und unsere müden Muskeln entspannen. Umgeben von den Anden hätte es nicht schöner sein können.

Am Abend machten wir dann ausgiebig Gebrauch von der Pisco Sour Happy Hour, spielten Trinkspiele, veranstalteten einen Gruppentanz und unterhielten uns mit den Inhabern des Campingplatzes über die Quechua-Kultur (auf spanisch natürlich!). Ausgelassen tanzten wir bis in die Nacht hinein und hatten eine tolle Zeit mit unserer Gruppe.

Tag 4: Ziplining und Laufen von Hidroelectrica nach Aguas Calientes

Nach der gestrigen Partynacht kämpften wir uns müde und verkatert aus den Betten um das Frühstück um 7 nicht zu verpassen. Ein Teil unserer Gruppe war bereits eine Stunde zuvor auf eine weitere Wanderetappe aufgebrochen, ein anderer würde später entlang der Straße zum nächsten Ort laufen. Wir hatten uns schon vorher dazu entschieden, an diesem Vormittag Ziplining zu machen, da wir das in Indien und Nicaragua beide Male genial fanden.

Bei Vertical Ziplines erwarteten uns 5 Ziplines, die bis zu einem Kilometer lang waren und zusätzlich eine Hängebrücke. Es ging über ein Tal drüber hinweg, in einer Höhe von 300 Metern! Das Gefühl, darüber zu schweben, war unbeschreiblich toll. Schnell war unser Kater vergessen, denn Adrenalin pumpte durch unsere Adern. Wir flogen über Kopf, drehend, zu zweit und zum krönenden Abschluss in Superman-Pose über die Natur hinweg. Es machte irre viel Spaß und war das tollste Zipline-Erlebnis bisher!

Der Weg entlang der Schienen

Salkantay Trek Schienenweg

Danach mussten wir einige Stunden in Hidroelectrica überbrücken bis die anderen Wanderer eintrafen. Hier konnten wir uns kaum noch auf den Beinen halten, waren müde, verkatert und kaputt. Als wir schließlich nach dem Mittagessen die Wanderung entlang der Schienen antraten, tat uns die frische Luft und Bewegung sehr gut. Wir konnten von den Schienen aus bereits erste Inkaruinen sehen und die weitesgehend flache Wanderung entlang der Zugstrecke relativ entspannt zurücklegen.

Salkantay Trek Blick von Schienen auf Berge

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Aguas Calientes, wo wir unser Hotelzimmer bezogen und die erste warme Dusche nach vier Tagen Wanderung hatten. Was für eine Offenbarung! Auch das Bett war nach drei Nächten im Zelt eine echte Wohltat. Wir gingen sehr früh schlafen, denn am nächsten Tag sollte ein weiteres Highlight auf uns warten: der Besuch von Machu Picchu.

Fazit zum Salkantay Trek

Wir fanden die Wanderung einfach grandios! Die Landschaft war wunderschön und wir haben es bei all der Anstrengung total genießen können, so viel Zeit in der Natur zu verbringen. Um die Wanderung zu bewältigen, muss man kein Ausdauersportler sein! Allerdings ist es auch kein gemütlicher Spaziergang, den man mal so eben wegläuft. Wir würden diese Wanderung jedem empfehlen, der gerne in der Natur ist und mehr von den Anden sehen möchte!

Alle Informationen und Fakten rund um die Wanderung haben wir für dich in einem extra Beitrag zusammengefasst.

Salkantay Trek Laguna Salkantay Paar