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In Islands Süden wirst du ein Highlight nach dem nächsten erleben. Der wenig besiedelte Teil der Insel bietet dir alle paar Minuten ein neues Erlebnis und die schwerste Entscheidung für dich wird sein, wie viel Zeit du bei welcher Sehenswürdigkeit verbringen kannst. Wir geben dir einen Überblick über die Highlights im Süden Islands und zeigen dir, welche 6 du auf jeden Fall sehen solltest.

Sehenswürdigkeiten im Süden Islands

Der Süden ist von Reykjavik aus schnell erreicht. Hast du einen Mietwagen, kannst du der Ringstraße in Richtung Osten folgen und erreichst nach 1,5 Stunden das erste Highlight. 

Die Strecke von Reykjavik bis zur Gletscherlagune Jökulsarlon sind ohne Abstecher 400 Kilometer auf der sehr gut befahrbaren Ringstraße. Natürlich kannst du das an einem Tag fahren. Wir würden dir aber empfehlen, dir mindestens zwei Tage Zeit zu nehmen. Sonst bleibt dir nur ein kurzer Fotostopp an jeder Sehenswürdigkeit. Oft kannst du aber noch einen Spaziergang in der Umgebung machen, der sich immer lohnt! Und dazu braucht es dann etwas mehr Zeit.

Alle Highlights im Überblick siehst du auf unserer Karte.

Seljalandsfoss 

Der erste (große) Wasserfall auf deiner Route von Reykjavik in den Süden ist der Seljalandsfoss. Von Westen kommend wirst du ihn schon von der Straße aus sehen und kannst ihn eigentlich nicht verfehlen. Kurz von der Ringstraße abgeboben, stehst du auch schon davor. 

Wie die meisten Naturerlebnisse musst du auch hier keinen Eintritt zahlen. Dafür nehmen die Isländer inzwischen oft Parkgebühren. Beim Seljalandsfoss kostet dich das Parkticket 700 ISK (5,30€). 

Das Besondere am Seljalandsfoss: hier kannst du hinter dem Wasserfall entlang laufen! Und das solltest du auf jeden Fall tun, denn es ist ein großartiges Erlebnis. Unser Tipp: Zieh dir Regenjacke und Regenhose an denn du wirst das Spritzwasser gar nicht vermeiden können. 

Eine unserer Leserinnen hat uns rückgemeldet, dass es in den kälteren Monaten nicht immer möglich ist, hinter dem Wasserfall entlang zu laufen. Ist es zu eisig, wird das Ganze zu gefährlich!

Aber nicht nur den Seljalandsfoss selbst kannst du hier erleben. Spazierst du den Weg weiter, kommst du an drei weiteren, kleineren Wasserfällen vorbei. Jeder sieht ein bisschen anders aus. Einer der Wasserfälle ist ein extrem beliebtes Fotomotiv, da er in einer kleinen Grotte liegt. Wir haben keins gemacht, da uns der Andrang einfach zu riesig war. Zudem ist das Waten in die Grotte ohne Gummistiefel eine ziemlich nasse Angelegenheit. 

Skogafoss 

Der Skogafoss ist definitiv der beeindruckendste Wasserfall im Süden Islands. Er ist ganze 25 Meter breit und fällt über 60 Meter in die Tiefe. WOW! Auch der Skogafoss liegt direkt an der Ringstraße und du kannst quasi davor parken – dieses Mal ohne Parkgebühr. 

Der vermutlich beeindruckendste Ort, um den Skogafoss zu erleben, ist die Prallzone. Das ist der Fachbegriff für den Ort, an dem das Wasser auftrifft und da kannst du beim Skogafoss ganz nah heranlaufen – je nachdem, wie nass du so werden willst. Es ist unglaublich laut, da hier so irre viel Wasser auf den Boden klatscht. Die Prallzone macht ihrem Namen alle Ehre ;) Aber besser kannst du diese Naturgewalt nicht erleben. 

Du kannst den Skogafoss aber auch von oben bestaunen. Am Berg führen Treppen hoch, die dich zum Rande des Wasserfalls bringen. 

Der Weg nach oben lohnt sich aber auch, um weiter zu spazieren. Denn der Fluss, der den Wasserfall speist, hat noch viel mehr Wasserfälle, die du besichtigen kannst. Wir fanden diesen Spaziergang entlang des Flusses wirklich schön und haben immer wieder angehalten um Fotos zu machen. Also sei nicht zu bequem, hoch die Treppen und dann genieß die irre Fluss- und Wasserfall-Landschaft oberhalb vom Skogafoss! 

Schwarzer Strand Reynisfjara in Vik

Bei Vik liegt der sogenannte Black Beach, der eigentlich Reynisfjara heißt. Am schwarzen Strand tosen die Wellen und Gesteinsformationen im Meer bieten den Reisehobbyfotografen ein wunderschönes Motiv. 

Um zum schwarzen Strand zu gelangen, musst du kurz vor Vik von der Ringstraße in Richtung Meer abbiegen und 6 Kilometer fahren. Am Strand befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem du kostenlos stehen kannst.

Nicht nur der schwarze Strand und die Felsen im Meer, auch die Hänge am Strand sind besonders. Die Basaltsäulen sehen aus wie eingemeißelt, sind aber ein Produkt der rauen isländischen Natur. 

Wir haben den Abend am schwarzen Strand verbracht und das tolle Licht für Fotos genutzt. Ein wichtiger Hinweis: die Brandung am Strand ist teilweise sehr hoch und damit gefährlicher als man meint. Hier solltest du immer ein Auge drauf haben! 

Steilklippen Dyrholaey bei Vik

Nur 3 Kilometer Luftlinie vom schwarzen Strand entfernt liegen die Steilklippen Dyrholaey. Hinlaufen kannst du nicht, hier musst du von der Ringstraße aus hinfahren. Allerdings kannst du das nicht rund um die Uhr! Die letzten zwei Kilometer der Zufahrt sind mit einer Schranke versperrt, die nur zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet ist.

Nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt, liegen mehrere Aussichtspunkte, von denen du die Steilklippen, den schwarzen Strand und das Meer beobachten kannst. Wenn du Glück hast, kannst du vielleicht sogar brütende Papageitaucher entdecken! Aber dazu mehr wenn wir dir vom Osten Islands erzählen. 

Eine schöne Wanderung entlang der Steilküste führt zu einem Leuchtturm und weiteren Aussichtspunkten. Die 1,5 Kilometer gehen auf dem Hinweg ordentlich bergauf, kannst du aber in ca. 20 Minuten gut bewältigen. Der Weg und die Blicke sind wunderschön – lass dir diesen Abstecher also nicht entgehen. 

Gletschertour im Vatnajökull Nationalpark 

Im Süden Islands ist mit dem Vatnajäkull der größte Gletscher des Landes. Hier kannst du von verschiedenen Punkten aus Touren auf den Gletscher starten und das solltest du machen, denn es ist ein einzigartiges Erlebnis. 

Die Gletschertouren kannst du entweder vorher übers Internet bei Arctic Adventures buchen oder direkt vor Ort in einem der Tourenbüros. Allerdings sind die Touren besonders in der Hochsaison schnell ausgebucht. Wir haben 80€ pro Person gezahlt, waren insgesamt ca. 3 Stunden unterwegs und davon 1,5 Stunden auf dem Gletscher. Das fanden wir preislich völlig in Ordnung. 

Nicht nur das Erlebnis selbst, sondern auch die interessanten Geschichten unseres Guides, haben die Gletschertour für uns zu einem der Highlights im Süden Islands gemacht. Er erzählte uns, dass der Gletscher in ca. 4 Jahren vermutlich schon nicht mehr begehbar sein wird und in ungefähr 40 Jahren wird es ihn gar nicht mehr geben. 

Der Gletscher verändert sich jeden Tag, sodass immer andere Routen begangen werden. Das Schmelzen des Gletschers sei einerseits ein natürlicher Prozess, werde aber durch die Erderwärmung deutlich beschleunigt. 

Wie auch sonst in Island hatten wir hier viel Glück mit dem Wetter. Anscheinend regnet es von 365 Tagen im Jahr hier an 360 Tagen – und wir haben einen der regenfreien Tage erwischt. Trotzdem können wir dir nur empfehlen, dich warm anzuziehen. Du solltest außerdem am besten Wanderschuhe anziehen, kannst dir aber auch vor Ort welche leihen. 

Svartifoss 

Nach unserer Gletschertour wollten wir es uns nicht nehmen lassen, den Vatnjakökull Nationalpark zu besichtigen. Und so sind wir zwei Kilometer bergauf spaziert zum Svartifoss. Dieser Wasserfall wird von Basaltsäulen eingerahmt, was ein tolles Bild abgibt.

Möchtest du hier ein gutes Bild machen, solltest du darauf achten, wo die Sonne steht. Wir haben hier Anfang Juni am Abend eher schwierige Lichtverhältnisse gehabt.  

Aussichtspunkt Sjonarsker

Bist du bereit, noch mal 400 Höhenmeter weiterzuspazieren, kommst du zum Aussichtspunkt Sjonarsker. Hier hast du einen 360° Blick über Gletscher, die Vulkanlandschaft und den Vatnajökull Nationalpark. 

Gletscherlagune Jökulsarlon 

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Süden Islands ist die Gletscherlagune Jökulsarlon. Was diese Lagune so besonders macht? Hier schwimmen Eisberge, die vom Gletscher fallen und treiben in Richtung Meer. 

Die Eisberge leuchten in verschiedenen Farben. Sind sie arktisch blau, dann sind sie noch relativ frisch und treiben noch nicht so lange im Wasser. Die weißen und schwarzen sind ältere Eisberge, die schon mehr geschmolzen sind.

Die Eisberge sind über 1000 Jahre alt und riesig. Über dem Wasser ist nur die Spitze des Eisbergs zu sehen, 90% des Eisberges befinden sich unter dem Wasser. Die Lagune ist stellenweise bis zu 350 Meter tief und bietet den Eisgiganten damit viel Platz.

Du kannst dir das Eisberg-Spektakel gemütlich vom Strand aus ansehen. Hier ist auch direkt der Parkplatz. Oder du buchst eine Bootstour um näher an die Giganten ranzukommen. Touren werden mit Amphibienfahrzeugen und Speedbooten angeboten. 

Wir haben für die Tour mit einem Amphibienfahrzeug 5800 ISK (44€) pro Person bezahlt. Gebucht hatten wir die Tour spontan vor Ort und konnten direkt ins Fahrzeug hüpfen. Auf dem Boot wird es ordentlich kalt: also pack dich gut ein! 

Wir hatten einen eher rauen Tag erwischt, auf dem es uns gut hin- und herschaukelte. Das ist eine Herausforderung für manche Mägen, also vielleicht vor der Tour erkunden, wie die Bedingungen so sind. Nach der Tour waren wir zwar gut durchgefroren aber auch gut informiert über die Eisberge. Absolute Empfehlung!

Diamond Beach 

Auf der anderen Straßenseite gegenüber der Gletscherlagune befindet sich der sogenannte Diamond Beach. Hier stranden die Eisberge am schwarzen Strand und funkeln wie Diamanten. Du kannst auch hier direkt vor dem Strand kostenlos parken. 

Den Spaziergang am Diamond Beach machen ziemlich viele Menschen. Um die Massen etwas hinter dir zu lassen, kannst du einfach etwas weiter den Strand entlang gehen. Wie so oft bleiben die meisten eher in Parkplatznähe.

Wir haben vom Strand aus nicht nur die Eisberge im Fluss beobachtet sondern konnten auch ein paar Robben schwimmen sehen. Eine neugierige kam sogar ganz nah zu uns heran. Also halte die Augen offen, hier gibt es nicht nur Eisberge zu entdecken. 

Unterkünfte im Süden Islands

Der Süden Islands ist nur dünn besiedelt. Zu schwierig waren hier früher die Bedingungen mit den regelmäßigen Vulkanausbrüchen. Auch heute ist die Infrastruktur noch wenig ausgebaut.

Das macht auch die Suche nach Unterkünften schwierig, da es einfach nicht viel Auswahl gibt. Das in Kombination mit der großen Anziehungskraft der Sehenswürdigkeiten führt zu den höchsten Preisen in ganz Island. 

Gijur Guesthouse bei Vik 

Direkt an der Ringstraße gelegen, schläfst du hier auf einem kleinen Bauernhof. In der Unterkunft gibt es mehrere Doppelzimmer und Gemeinschaftsbäder, eine gut ausgestattete Küche und ein kleines Wohnzimmer. 

Wir haben für die Nacht im Doppelzimmer 150€ bezahlt, hatten dafür aber ein sehr schönes und ziemlich großes Zimmer. Die Unterkunft liegt genau zwischen dem schwarzen Strand und den Steilklippen Dyrholaey und war für uns damit ein perfekter Ausgangspunkt zum Erkunden der Gegend. 

Wir können dir diese Unterkunft sehr empfehlen! 

Adventure Hotel in Hof

Nur 20 Minuten vom Vatnajökull Nationalpark entfernt liegt das Adventure Hotel in Hof. Hier haben wir stolze 175€ für ein spartanisches Zimmer im Container bezahlt. Unsere teuerste Unterkunft in ganz Island, aber definitiv nicht die beste. 

Hier zahlst du ganz klar für die Lage. Es gibt in der näheren Umgebung des Gletschers fast keine Unterkünfte und damit wenig Konkurrenz. Wir haben in unseren Einzelbetten gut geschlafen und am nächsten Morgen war ein Frühstück im Preis enthalten. Das war aber nicht der Rede wert. 

Noch näher am Gletscher kannst du nur im Hotel Skaftafell* schlafen. Hier musst du allerdings mit Preisen um die 200€ pro Übernachtung rechnen. 

Eine Alternative kann Camping im Vatnajökull Nationalpark sein. Direkt am Eingang kannst du in Gehdistanz zum Gletscher übernachten. Es gibt Toiletten, Duschen und schöne Plätze. 

Unsere Videos zum Süden Islands

Die Fotos waren nicht genug? Reise mit uns in den Süden Islands – in unseren Video nehmen wir dich mit und zeigen dir alle Highlights!


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Die Straßen des Golden Circle in Island sind vermutlich die meist befahrenen des ganzen Landes. Nicht weit entfernt von Reykjavik und dazu auf dichtem Raum findest du hier großartige Sehenswürdigkeiten nah beieinander. Wir geben dir alle wichtigen Informationen für deine Tour des Golden Circle in Island.

Islands Golden Circle: Im Überblick

Für die Ungeduldigen gibt es hier die wichtigsten Informationen kurz und knapp verpackt. Darunter dann alle Informationen rund um deinen Roadtrip, die Highlights und unsere Tipps zu den einzelnen Highlights auf dem Golden Circle.

  • Ausgangspunkt

    Ausgangs- und Endpunkt des Golden Circle ist in der Regel Reykjavik. Du kannst aber auch von Reykjavik aus starten und dann die Ringstraße um Island herum weiterfahren.

  • Strecke

    ca. 260 Kilometer

  • Fahrtzeit

    Reine Fahrtzeit sind ca. 3-4 Stunden. Wir empfehlen, 2 Tage einzuplanen.

  • Sehenwürdigkeiten

    Pingvellir Nationalpark, Wasserfall Gullfoss, Geysir Strokkur, Wanderung zum Bruarfoss, Laugarvatn Quelle, Krater Keri

Die Anfahrt zum Golden Circle von Reyjkavik

Die meisten starten ihre Tour zum Golden Circle von Reyjkavik aus. Das ist auch absolut sinnvoll, da du von Islands Hauptstadt nur wenige Kilometer fahren musst um zu den ersten Sehenswürdigkeiten zu gelangen.

Verlässt du die Stadt in Richtung Norden, folgst du am besten der Ringstraße bis du auf die Abzweigung zur 36 gelangst. Diese Straße kannst du dann einfach geradeaus fahren bis du beim Pingvellir Nationalpark ankommst. Insgesamt sind es von Reykjavik zum Pingvellir Nationalpark 47 Kilometer, die du locker in 45 Minuten fahren kannst.

Alternativ kannst du den Golden Circle auch andersherum fahren und würdest dann auf der Ringstraße Richtung Süden starten und kurz vor Selfoss auf die 35 abbiegen, auf der du dann als erstes zum Vulkankrater Kerid kommst. Das sind dann ca. 70 Kilometer und dauert etwa eine Stunde.

Der Golden Circle in Island: Die Route

Wie es der Name schon sagt, kannst du die Sehenswürdigkeiten des Golden Circle in einem Kreis abfahren und entdecken. Damit du dir genauer vorstellen kannst, wo welche Sehenswürdigkeit liegt, haben wir dir das auf unserer Karte markiert. Alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Highlights findest du darunter im Beitrag.

Die Sehenswürdigkeiten am Golden Circle in Island

Der Golden Circle ist auch deshalb so beliebt, weil du hier auf kleinem Raum ganz viel Großes geboten bekommst. Hier zeigen wir dir, was du auf keinen Fall verpassen solltest.

Pingvellir Nationalpark

Der Pingvellir Nationalpark ist dein erster Stopp auf dem Golden Circle wenn du ihn im Uhrzeigersinn fährst und in Reykjavik startest. Schon auf dem Weg dorthin fährst du am See Pingvallavatn entlang und bekommst einen Eindruck der irren isländischen Natur.

Pingvellir ist bekannt für seine Spalte. Hier entfernen sich die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte jedes Jahr ein bis zwei Zentimeter voneinander. So sind über die letzten Jahrhunderte aus Rissen Spalten geworden, die nun täglich von tausenden Besuchern besichtigt werden.

Innerhalb des Nationalparks kannst du verschiedenen Wegen folgen, die gut markiert sind. Es gibt mehrere Parkplätze, am größten ist der am Besucherzentrum. Von hier aus hast du auch den besten Blick auf die Spalte. Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos. Für das Parken musst du 750 ISK (6€) zahlen. Das kannst du ganz bequem an Automaten mit deiner Kreditkarte machen, da sind die Isländer fortschrittlich. Kleiner Tipp: Merk dir vorher dein Autokennzeichen, denn das musst du angeben. So sparst du dir den Weg zurück zum Parkplatz, den wir genommen haben.

Alping – Das älteste Parlament der Welt

Der Pingvellir Nationalpark ist aber nicht nur aus geologischer Sicht spannend sondern auch ein wichtiger historischer Ort Islands. Hier tagte früher das sog. Alping, eine jährliche Volksversammlung, die als ältestes Parlament der Welt gilt. So kamen über 5000 Isländer zusammen um Gesetze zu verabschieden. Eine irre Vorstellung oder?

Und für die Game of Throne Fans unter euch: die Kulisse in Pingvellir wurde anscheinend für Kampfszenen als Hintergrund genutzt. Erkennt ihr etwas wieder?

Öxararfoss Wasserfall

Du solltest im Pingvellir Nationalpark nicht nur die Hauptspalte besichtigen sondern auf jeden Fall auch einen Abstecher zum Öxararfoss Wasserfall machen. Der kleine Anstieg vom Hauptweg wird hier mit der unmittelbaren Nähe zu dem Wasserfall belohnt, der sonst schnell übersehen werden könnte.

Gullfoss Wasserfall

Einer der meistfotografierten Wasserfälle ist der sogenannte „Goldene Wasserfall“ Gullfoss. Wenn du Glück hast und die Sonne scheint, dann kannst du Regenbögen über dem Wasserfall sehen und das Wasser glitzert golden.

Wir waren früh am Morgen am Wasserfall und hatten ihn fast für uns allein. Hier lohnt es sich besonders, die Reisebusse hinter dir zu lassen! Der Parkplatz ist kostenlos und auch der Zugang zum Wasserfall kostet dich nichts.

Du kannst von einer Aussichtsplattform oberhalb zunächst einen Blick auf den majestätischen Wasserfall erhaschen. Hier pfiff uns der Wind aber so scharf um die Ohren, dass wir es nicht lange ausgehalten haben. Da halfen auch Mütze und Handschuhe kaum.

Hast du dich satt gesehen (oder stehst kurz vorm Erfrieren), kannst du einen Weg hinunter zum Wasserfall gehen. Und da wird es echt spektakulär! Je näher du kommst, umso lauter wird das Donnern des Wassers und umso mehr Sprüh- und Spritzwasser wirst du abbekommen. Aber der Blick!

Wir haben auf diesem Weg bestimmt 1,5 Stunden verbracht, weil es einfach so unglaublich schön war… und wir eben diesen Moment für uns hatten. Im Sonnenschein tauchten zwei Regenbögen auf und es fühlte sich fast unecht an, so atemberaubend war dieser Anblick! Falls das jetzt nicht deutlich geworden ist: das musst du gesehen haben.

Geysir Strokkur

Wenn du jetzt meinst, was soll da noch groß kommen, dann mach dich gefasst auf .. tatatata: Strokkur! Dieser Geysir lockt Kameras in jeder Variante an, denn dieses Naturphänomen will jeder festhalten. In schön regelmäßigen Abständen spuckt hier der Geysir zischend heißes Wasser in die Höhe. Nicht ein oder zwei Meter sondern 10 bis 20 Meter hoch! Ein spektakuläres Highlight auf dem Golden Circle.

Aber von vorne: Geysire sind heiße Quellen, die nur unter speziellen Bedingungen entstehen können und dann heiße Fontänen in die Luft spucken. Und der Geysir, nachdem die Geysire benannt wurden, liegt in Island. Er befindet sich nur wenige Meter vom Strokkur entfernt und schlummert friedlich vor sich hin. Da er nur noch selten aktiv ist, bekommt er von Touristen kaum noch Beachtung.

Die Touristen stehen stattdessen ringsum den Strokkur, Kamera im Anschlag und in größter Anspannung, wann die nächste Fontäne in die Luft geht. Je nach Wind geht das heiße Wasser immer woanders runter und führt zu kurzen Panikmomenten. Hier will man nicht immer in allernächster Nähe stehen. Unser Tipp: wenn da ein Fleck ohne Touristen ist, kommt da ziemlich wahrscheinlich das Wasser runter. Also lieber erst mal aus der Ferne beobachten und dann Heranpirschen.

Die Gegend um die Geysire

Auch wenn Strokkur und der Geysir natürlich die Hauptattraktionen sind – hier lohnt sich ein ausgiebiger Spaziergang drumherum. Überall blubbert und dampft die Erde! Wenn du etwas höher läufst, dann kannst du türkisfarbene Quellen sehen.

Wir sind durch Lupinenfelder auf die Hügel gelaufen und konnten hier ganz in Ruhe den Geysir und die umliegende Landschaft betrachten. Ein letzter, wichtiger Tipp zum Schluss: bleib unbedingt auf den Wegen und widersteh dem Drang, die Wassertemperatur zu testen. Das könnte unangenehm ausgehen!

Wanderung zum Bruarfoss

Die Wanderung zum Bruarfoss kannst du nur dann machen, wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, da die organisierten Golden Circle Rundreisen hier nicht anhalten. Zwischen den Geysiren und Laugarvatn liegt an der Straße 37 auf der rechten Seite ein kleiner Parkplatz, von dem du die Wanderung zum Bruarfoss starten kannst.

Der Weg führt durch Felder, über einen Schotterweg und entlang des Bruara Flusses zum Wasserfall. Er ist eben und lässt sich wirklich gut begehen. Hin und zurück sind es knapp 7 Kilometer, was du mit ausgiebiger Fotopause am Wasserfall gut in 2 Stunden bewältigen kannst.

Der Bruarfoss ist eigentlich eine Ansammlung vieler Wasserfälle, die in einem Halbkreis zusammenlaufen. Das Wasser hier ist so türkis wie wir es sonst selten mal gesehen haben. Du kannst sowohl Fotos von einer Brücke oberhalb des Wasserfalls machen als auch runter zum Ufer klettern und dir die Strömungen ganz aus der Nähe ansehen.

Midfoss

Etwas unterhalb des Bruarfoss liegt der Midfoss, ein kleinerer Wasserfall, der auch ein super Fotomotiv abgibt. Hierzu muss man den Fluss ein Stück weiter abwärts laufen. Früher ging der Weg anscheinend hier auch weiter zurück in Richtung Parkplatz und Ausgangspunkt der Wanderung. Inzwischen steht hier groß ein Schild Private Property und wir sind den ursprünglichen Weg zurückgelaufen.

Kerid Vulkankrater

Der Vulkankrater Kerid liegt an der Straße 35 auf halbem Weg zwischen dem Geysir und Reykjavik. Dabei ist es gar nicht der Krater, der so besonders ist, sondern eher der See darin.

Etwas ungewöhnlich für Island ist, dass man hier Eintritt (400 ISK, 3€ pro Person) zahlen muss. Dafür kannst du dann den Krater einmal umrunden und eben auch zum See darin gehen. Wir fanden den Spaziergang entlang der Kraterkante wirklich schön und je nach Stand der Sonne und Blickwinkel ändert der Kratersee seine Farbe.

Du kannst auch zum See absteigen und den noch mal innerhalb des Kraters umrunden. Der Vulkan ist über 6500 Jahre alt und der See eigentlich Grundwasser, das mal höher und mal flacher steht. Für uns ein schöner Abstecher entlang des Golden Circle.

Entspannen in der Fontana Laugarvatn

Bist du abends kaputt von den vielen Eindrücken und hast müde Beine, dann haben wir einen Tipp für eine tolle Erholungsmöglichkeit für dich. In Laugarvatn liegt direkt am See ein Thermalbad mit unterschiedlich heißen Pools zum Entspannen. Das Besondere hier sind die heißen Quellen, welche das Wasser erhitzen. Die liegen nur wenige Meter außerhalb des Bades und du kannst sie am Dampf erkennen. Außerdem gibt es mehrere Dampfsaunen und die Abkühlung kannst du dir dann im eiskalten See holen.

Wir haben hier gemütlich den Abend ausklingen lassen. Das Bad ist abends bis 22 Uhr geöffnet und kostet 3800 ISK (26€) pro Person. Wir haben im Internet allerdings spontan Coupons gefunden, mit denen wir 25% gespart haben. Außerhalb der Hauptsaison gibt es hier also auch mal Rabatte.

Und falls du so wie wir kein Handtuch oder Bademantel dabei hast: beides kannst du dir vor Ort leihen.

Alternative: Die Secret Lagoon in Fludir

Südlich vom Gullfoss liegt quasi auf dem Rückweg nach Reykjavik der kleine Ort Fludir mit der nicht mehr ganz so geheimen Secret Lagoon. Auch hier werden Pools von heißen Quellen gespeist und dienen nach einem langen Sightseeing Tag zur Entspannung. Wir haben die Secret Lagoon nicht ausprobiert, weil sie für uns nicht auf dem Weg lag.

Übernachten am Golden Circle

Auch wenn du den Golden Circle gut an einem Tag von Reykjavik aus erkunden kannst, so können wir dir dennoch eine Übernachtung am Golden Circle empfehlen. Du hast mehr Zeit zum Erkunden und bist schon an den Sehenswürdigkeiten, bevor die Tagesausflügler aus Reykjavik überhaupt erst ankommen. Wir waren dadurch am Gulfoss fast allein!

Übernachtung in Laugarvatn

Wir haben im Laugarvatn Hostel* im gleichnamigen Ort übernachtet. Laugarvatn liegt nur 32 Kilometer vom Thingvellir Nationalpark entfernt und zum Geysir und dem Gullfoss sind es ebenfalls nur 28 bzw. 38 Kilometer. Du hast es also nicht weit zu den Hauptattraktionen. Für unser Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad haben wir 85€ pro Nacht bezahlt.

Die Betten waren bequem und das Zimmer soweit völlig in Ordnung. Auf jeder Etage gibt es eine Küche und ein Bad. Wir konnten uns hier gut selbst verpflegen und mussten auch nie auf ein freies Bad warten. Es war allerdings auch noch nicht so viel los. Morgens kannst du auch ein Frühstück dazubuchen, das dich dann ISK kosten würde. Dafür gibt es verschiedene Toastbrote, Marmelade und Aufschnitt, mehrere Müslisorten, Eier, Saft sowie Kaffee und Tee. Das sah ganz ordentlich aus.

Wer etwas mehr Komfort und ein eigenes Badezimmer bevorzugt, für den könnten die Golden Circle Apartments* eine Alternative sein. Die Wohnungen liegen schön mit Blick auf den See und sind bei Booking sehr gut bewertet.

Übernachtung in Reykjavik

Für alle, die die Tour um den Golden Circle von Reykjavik aus starten: wir haben hier in Heida´s Home* im Doppelzimmer übernachtet und uns sehr wohl gefühlt. Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet und auf jeder Etage gibt es eine gemütliche Gemeinschaftsküche. Das Ganze ist heimelig und die Gastgeberin supernett.

Unsere Tipps für den Golden Circle in Island

  • Nimm dir Zeit! Ja, du kannst alle Highlights an einem Tag sehen. Aber du kannst die Natur viel besser mit Zeit genießen. Plane mindestens zwei Tage für den Golden Circle ein.
  • Vermeide die Massen, in dem du möglichst früh bei den Hauptattraktionen bist. Die Touren kommen alle gegen Mittag und Nachmittag an, da wird es echt voll. Nur so für deine Vorstellung: 5 Busladungen voll Menschen, die ihrem Guide mit der Nummer auf dem Schild hinterherlaufen. Und alle 30 Minuten kommen die nächsten Busse.
  • Pack dir etwas zu essen ein! Die Restaurants an den Attraktionen sind teuer und oft überfüllt. Wir haben unser erstes Sandwich auf einer Bank am Geysir gegessen und das zweite auf der Wanderung zum Bruarfoss. Das war herrlich.
  • Nimm eine Regenjacke mit! Die wirst du in Island sowieso dabei haben und sie lohnt sich auch bei Sonnenschein. Besonders am Gullfoss wirst du schnell mal nass durch das Sprühwasser.
  • Such dir eine Unterkunft entlang des Golden Circle. So musst du abends nicht nach Reykjavik zurückfahren und hast automatisch mehr Zeit an den Attraktionen.

Unser Video zum Golden Circle in Island


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Nach Kranjska Gora im Norden Sloweniens führte uns unser Roadtrip durch die Berge weiter südlich in den Triglav Nationalpark. Im Soca Tal wollten wir erneut viel Natur erleben und vielleicht auch das ein oder andere Abenteuer. Wir zeigen dir, was du im Soca Tal nicht verpassen solltest!

Vrsic Pass

Schon die Anfahrt von Kranjska Gora ins Soca Tal ist spektakulär, weil sie über Sloweniens höchsten Pass führt. Der Vrsic Pass liegt auf 1611 Metern und ist daher im Winter häufig gesperrt. Wir waren Mitte April gar nicht sicher, ob wir ihn überhaupt fahren können, weil auf der Höhe noch Schnee lag. Der Pass war aber komplett frei und gut befahrbar. Alternativ zum Pass kannst du auch über Italien zum Soca Tal fahren.

50 Haarnadelkurven führen dich in die Höhe zum Pass und auf der anderen Seite wieder runter gen Soca Tal. Und nein, wir haben die Kurven nicht akribisch gezählt, sie sind tatsächlich beschildert! Die Kurven auf der Passseite von Kranjska Gora bestehen aus Kopfsteinpflaster und können daher bei Schnee und Regen schnell gefährlich werden.

Zwischendurch gibt es einige Gasthäuser und Parkmöglichkeiten um den Ausblick in die Berge und das Tal zu genießen. Wir haben sie gern genutzt und fanden die Fahrt über den Pass klasse!

Die Soca

Angekommen im Tal, führte uns die Straße immer entlang der Soca. Auch hier laden Parkplätze an der Straße zu kleinen Pausen ein. Immer mal wieder führte eine Brücke auf die andere Seite und die Blicke von der Brücke auf den Fluss und die Strömungen waren genial.

Rafting auf der Soca

Zu gerne wären wir auf der Soca auch ins Boot gestiegen. In verschiedenen Orten entlang der Soca gibt es die Möglichkeit, eine Raftingtour zu buchen. Als wir da waren, hat es leider fürchterlich geregnet und bei 10°C war an Rafting nicht zu denken. Im Sommer ist das hier sicher ein riesiger Spaß!

Der Boka Wasserfall

Sloweniens höchster Wasserfall ist 144 Meter hoch und bietet gerade im Frühling mit dem Schmelzwasser und nach Regentagen einen wuchtigen Anblick. Ungefähr 7 Kilometer südlich von Bovec kannst du am Hotel Boka parken und dann 15 Minuten zum Aussichtspunkt laufen. Wir sind noch weiter hochgeklettert und konnten den Wasserfall dann noch besser sehen. Das Gekraxel lohnt sich also!

Für das Geklettere wirst du aber nicht nur mit Blicken auf den Wasserfall belohnt. Du hast auch eine fantastische Sicht auf das Soca Tal und die dahinterliegenden Julischen Alpen. Wir fanden den Blick fast noch besser als den auf den Wasserfall.

Du kannst den Boka Wasserfall auch über eine Wanderung von Bovec aus erreichen. Dazu wanderst du zunächst zum Virje Wasserfall und dann von dort weiter in Richtung Boca Wasserfall. Wir hätten diese Wanderung gern gemacht, sie ist dann aber wegen des Regens ins Wasser gefallen.

Fort Herman oberhalb der Koritnica Schlucht

Ein Stückchen nördlich von Bovec liegen das Fort Herman und die Kluze Festung (Trdnjave Kluze). Die Kluze Festung wurde schon im 15. Jahrhundert errichtet, das Fort Herman kam 1900 zur Verteidigung hinzu. Während des ersten Weltkriegs wurde das Fort durch die Italiener schwer bombardiert und ist seitdem auch nicht mehr aufgebaut worden.

Wir sind zum Fort Herman hinaufgelaufen und gleich zu Beginn kam der spektakulärste Teil des Weges: wir sind durch einen 100m langen Steintunnel gelaufen, der von innen gedimmt beleuchtet wurde. Aber auch der Weg durch den Wald hinauf zur Festung ist wirklich schön!

Das Fort selbst ist im Inneren größtenteils zerstört, lässt sich aber wunderbar erklettern. Matthias hat das voll ausgenutzt und ist so auch in die entlegensten Winkel des Forts gekrochen.

Auch vom Fort hast du einen super Blick in die Berge, da es leicht erhöht steht. Macht irgendwie auch Sinn, wenn damit die Umgebung auf feindliche Angriffe kontrolliert wurde oder?!

Unser Tipp zum Fort Herman

Kletter in den Schacht runter! Über eine Leiter kannst du ca. 10-15 Meter in den Boden klettern und gelangst dann über einen Tunnel und Treppen zu 3 verschiedenen Positionen, die früher für Angriffe genutzt wurden.

Höhlenklettern

Im Soca Tal kannst du nicht nur Action auf dem Wasser erleben sondern auch unter der Erde! In der Gegend gibt es mehrere Höhlen und Höhlensysteme, die du mit einem Guide erkunden kannst. Du wirst mit Taschenlampe und Helm ausgestattet und kannst dann durch die engen und dunklen Höhlen hindurchkrabbeln. Touren werden von Bovec aus angeboten.

Bovec als Ausgangspunkt für dein Abenteuer

Wir haben uns in Bovec ein Apartment gesucht, weil das super gelegen ist für Ausflüge in die Umgebung und es vor Ort viele Anbieter für die Actionsachen gibt. Mit dem Apartment Nac* haben wir ein schön eingerichtetes und großes Apartment für 69€ pro Nacht gefunden. Es liegt sehr zentral und der nächste Supermarkt ist nur 2 Minuten entfernt. Dazu ist der Gastgeber super nett und hat viele Tipps für Ausflüge in die Umgebung parat.

Soca Tal – wir kommen wieder!

Wegen unseres Wetterpechs am zweiten Tag konnten wir nur wenig vom Abenteuerangebot nutzen und haben entschieden: wir kommen wieder! Vermutlich ist die Zeit zwischen Juni und September optimal, weil es dann warm genug ist. Und dann kannst du auch mit dem Zelt entspannt auf einem der vielen Campingplätze übernachten. Die lagen teilweise direkt am Fluss und sahen idyllisch aus.


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Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Und so war es auch auf unserer Rundreise durch Jordanien. Nach Abenteuern, Luxus, Natur, Weltwunder und Kultur schaffte es die Wüstenlandschaft in Wadi Rum, uns noch mal so richtig aus den Socken zu hauen. Was ein Erlebnis!

Wadi Rum: Was ist das?

Das Wadi Rum ist eine Fels- und Sandwüste im Süden von Jordanien. Sie ist ungefähr 100 Kilometer lang und 60 Kilometer breit. Entstanden ist die Landschaft vor 30 Millionen Jahren als ein Riss den Jordangraben und das Rote Meer schuf. Durch Erosion ist der rote Sandstein über die Jahre zu den skurrilen Formationen geformt worden, die die Wüstenlandschaft heute so wunderschön und fotogen machen.

Fun Fact: Ein Teil des Films Der Marsianer ist im Wadi Rum gedreht worden. Berühmt geworden ist die Wüste durch Lawrence von Arabien, der in seinem Buch Die Sieben Säulen der Weisheit von der Wüste schrieb. Auch im Film zu Lawrence von Arabien spielte die Wüste ein wichtige Rolle.

Wadi Rum: Touranbieter und Organisation

Die Touren durch Wadi Rum werden in der Regel von den Beduinenfamilien angeboten, die in der Wüste leben. Viele findest du inzwischen auch online und dort kannst du dich auch über Preise und Tourvarianten informieren. Wir haben über Wadi Rum Sky eine Tour mit Übernachtung gebucht.

Wenn du auch mit einem Mietwagen unterwegs bist, ist die Anreise unproblematisch. Vom Desert Highway, der zwischen Aqaba und Ma’an verläuft, führt eine Straße direkt ins Wadi Rum Village, von dem aus die meisten Touren starten. Um in den Nationalpark Wadi Rum zu fahren, musst du noch einmal 5JD Eintritt zahlen oder so wie wir den Jordan Pass besitzen. Die Straße zum Wadi Rum Village ist gut befahrbar und lässt dich schon erahnen, was du da an Naturspektakel noch zu bieten bekommst. Unseren Mietwagen haben wir bei der Familie stehen lassen und schon kurze Zeit später hat uns unser Fahrer in seinen Truck geladen.

Wadi Rum: Die Tour

Wir haben uns für eine Tagestour mit Übernachtung im Beduinenzelt entschieden. Du kannst natürlich auch 4-Stunden-Touren oder Tagestouren ohne Übernachtung machen. Wir würden dir die Nacht im Zelt in der Wüste aber auf jeden Fall empfehlen und sind froh, dass wir keine kürzere Tour gebucht haben. Wir haben für die Tour 45 JD pro Person bezahlt und waren nur zu zweit. In der Regel wird der Preis je nach Personenzahl angepasst. Je mehr Leute dabei sind, desto günstiger wird es für den Einzelnen.

Lawrence Quelle und Kamele

Erster Stopp einer fast jeden Tour durch die Wüste ist die sogenannte Lawrence Quelle, bei der die Kamele ihr Wasser und Touristen ihren ersten Ausblick in die Wüste bekommen.

Die Rote Sanddüne

Eine große Düne mit tiefrotem Sand lädt dich ein, tolle Bilder zu machen und die Düne zu erklimmen. Kleiner Teaser: du wirst danach jede Menge roten Sand in deinen Schuhen haben!

Hier wird dir auch angeboten, Sandboarding zu machen. Wir hatten das in Peru schon einmal in der Wüste versucht und ganz witzig gefunden. Also sind wir mit dem alten Snowboard die Düne raufgestapft um dann feststellen zu müssen: das Ding rutscht nicht! Matthias hat es im Sitzen probiert und sich eine ganze Weile durch den Sand gepaddelt bis er schließlich aufgegeben hat.

Von oben hast du aber auch ohne das Sandboarding einen wirklich tollen Blick auf die Wüstenlandschaft und die Berge aus Sandstein und Granit. Wow!

Inschriften

Wadi Rum wurde 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Grund dafür war nicht die unfassbar schöne Landschaft, sondern die Inschriften, die auf den Felsen gefunden wurden. Sie sind zum Teil über 3000 Jahre alt und wurden von verschiedenen Völkern in die Steine gemeißelt.

Al Mahama Canyon

An einer Stelle in der Wüste setzte unser Fahrer uns am Eingang eines Canyons ab und sammelte uns auf der anderen Seite wieder ein. So konnten wir zu Fuß durch den Canyon laufen und teilweise klettern. Wir fanden es klasse, nicht nur durch die Wüste gefahren zu werden sondern auch einen Teil aus eigener Kraft erkunden zu können.

Um Fruth Bogen

Ein weiterer beliebter Fotostopp auf der Wüstentour ist die Steinbrücke Um Fruth. Hier hat die Natur eine Brücke geschaffen, auf die du auch gut klettern kannst. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Das Foto hat übrigens unser Fahrer für uns gemacht. Der war sehr interessiert daran, warum wir so viel filmen und fotografieren.

Wadi Rum: Übernachtung im Beduinenzelt

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Camp inmitten der Wüste. Das Camp besteht aus ca. 10 Zelten zum Übernachten, einem gemauerten Toilettenhäuschen und einem großen Gemeinschaftszelt. Strom gibt es hier nur in der Nacht und die Zelte sind sehr einfach mit einem Bett ausgestattet. Wir fanden das für eine Übernachtung in der Wüste trotzdem überraschend komfortabel!

Sonnenuntergang im Wadi Rum

Nachdem wir uns im Zelt eingerichtet hatten, kletterten wir auf den nächsten Felsen um von dort den Sonnenuntergang über der Wüste zu beobachten. Die Farben und Abendstimmung waren einmalig! Gefühlt wechselte der Himmel jede Minute wieder seinen Rotton und die Berge drumherum strahlten auch in einer weiteren Nuance Rot.

Wadi Rum: Sternenhimmel

Auch wenn der Tag mit der Jeeptour ereignisreich war und du nachts nur noch ins Bett krabbeln möchtest: pack die letzten Energiereserven aus denn der Blick zum Sternenhimmel ist einfach gigantisch! Matthias ist mitten in der Nacht noch einmal mit seiner Taschenlampe durch die Wüste gekrochen, um die Szene festzuhalten. Hier lohnt es sich eine Kamera dabeizuhaben, die lange belichten kann, und ein Stativ um den Sternenhimmel auch auf Bildern festzuhalten.

Wadi Rum: Unsere Tipps für deine Tour

  • Buch auf jeden Fall die Tour mit Übernachtung. Punkt. Haben wir oben ausführlich begründet.
  • Zieh dir feste Schuhe an, denn der Wüstensand ist heiß.
  • Pack Sonnencreme und Sonnenbrille ein, es gibt unterwegs wenig Schattenplätze.
  • Nimm eine gute (und vor allem dichte) Hülle für deine Kamera mit! Der Wüstensand ist schnell dort, wo er eigentlich nicht hin soll.
  • Eine Taschenlampe kann nachts sehr hilfreich für den Weg zum Klohäuschen sein.
  • An fast jedem Stopp auf der Jeeptour wird dir der stark gesüßte Tee angeboten und du kannst eine Sonnenpause in den Zelten einlegen.

Wadi Rum: Ein Muss auf deiner Jordanien Reise

Für uns zählte der Ausflug in die Wüste von Wadi Rum zu den absoluten Highlights unserer Jordanienreise. Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind so einzigartig, dass wir es jedem empfehlen würden, das auch zu erleben!

Unser Video zu Wadi Rum


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Kranjska Gora war der erste Stopp unserer Reise durch Slowenien und damit auch unser erster Eindruck vom Land. Und ganz ehrlich: besser hätte unser Start nicht sein können! Mit Bergpanorama, klaren Flüssen und Seen und Wandermöglichkeiten waren wir schon überzeugt, dass Slowenien uns richtig gut gefällt. Wir zeigen dir, warum sich der Abstecher in Sloweniens Norden auch für dich lohnen kann.

Kranjska Gora – der Ferienort

Im Winter beherbergt Kranjska Gora die Skitouristen aus Slowenien und den angrenzenden Ländern. Nur wenige Kilometer von der österreichischen und italienischen Grenze liegt hier Sloweniens größtes Skigebiet. Wir haben die Liftanlagen und Pisten vom Ort aus sehen und während unserer Wanderung auch einen Blick von oben erhaschen können.

Hier kommst du aber nicht nur im Winter auf deine Kosten! Kranjska Gora bietet gut markierte Wanderwege, Fahrrad- und Mountainbikestrecken, die zum Erkunden der fantastischen Natur einladen. Die Infrastruktur vor Ort ist für viele Touristen ausgelegt mit den Restaurants, den unzähligen Hotels und Apartments und den Souvenirläden in der kleinen Stadt.

Jasna See

Nur 1,5 Kilometer außerhalb der Stadt liegt ein See, der eigentlich zu schön ist um natürlich zu sein. Oft sehen wir Bilder auf Blogs oder Instagram und denken, naja, ob das dann auch wirklich so schön aussieht vor Ort? Da hat doch jemand einfach nur kräftig Bilder bearbeitet. Wir versprechen dir: der Jasna See sieht in Natur noch viel schöner aus!

Der See war am Wochenende wirklich gut besucht, ist jedoch groß genug um nicht überlaufen zu wirken. Wir haben den See erst einmal aus allen erdenklichen Winkeln betrachtet und auf Foto und Film festgehalten. Nachdem die Aufregung über so viel Schönheit etwas abgeklungen war, veranstalteten wir auf einer Wiese ein kleines Picknick mit einer Flasche Wein und ein paar Nüssen. Falls du das zufällig grad nicht dabei hast: Am See gibt es auch ein Resort mit Restaurant und eine Bar, bei der du dich mit gekühlten Getränken verpflegen und auf Holzstühlen sonnen kannst.

Ab in die Natur – unsere Wanderung in schwindelerregende Höhen

Kranjska Gora liegt im Triglav Nationalpark, der größte Nationalpark Sloweniens mit dem höchsten Berg des Landes, dem Triglav (2864m). Der soll am besten im August bestiegen werden, da waren wir im April also noch ein bisschen früh dran. Also musste ein anderes Ziel her: der Ciprnik auf 1747m.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Jasna See, den wir am Tag vorher schon ausgiebig erkundet hatten. Der Weg war schnell gefunden und so starteten wir hochmotiviert die Besteigung des Berges. Zunächst liefen wir immer schön in Serpentinen durch den Wald und machten Meter um Meter gut. Dabei gab es zwischendurch schon wunderbare Belohnungen, nämlich die Blicke auf die Berge drumherum.

Steil gehen oder länger laufen?

Nach einer Stunde gelangten wir zu einer Abzweigung und hatten nun die Wahl, den kürzeren (steileren) Weg oder den längeren zu nehmen. Wir entschieden uns für die „gemütliche“ Variante, um dann 30 Minuten später eine steile Skipiste hochzulaufen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt!

Nach über 3 Stunden erreichten wir schließlich unser Zwischenziel: die Hütte Mojcin Dom auf dem Berg Vitranc. Leider erfüllten sich unsere Hoffnungen auf ein erfrischendes Getränk nicht, denn die Hütte war (noch) nicht bewirtschaftet. Die Bänke konnten wir trotzdem nutzen und so verputzten wir unser mitgebrachtes Essen bei bestem Blick.

Gestärkt stand nun die letzte Etappe an – der Aufstieg auf den Ciprnik. Da wir inzwischen auf über 1500 Metern waren, kam doch immer mehr Schnee zum Vorschein und nur kurze Zeit später stapften wir schon durch teilweise kniehohen Schnee. Deswegen also hatte zu Beginn der Wanderung ein Schild gestanden, der Weg sei gesperrt!

Wir ließen uns so kurz vor dem Ziel aber auch davon nicht abhalten und mühten uns immer weiter der Bergspitze entgegen. Und jetzt mal ehrlich: für den Ausblick hat es sich einfach absolut gelohnt!

Nach einer Verschnaufpause mit schönstem Panorama stand uns dann der Abstieg bevor, der nicht weniger anstrengend werden sollte. Wir schlitterten und rutschten die teils ziemlich steilen Wege hinunter. Ab der Hütte entschieden wir uns dieses Mal für den kürzeren und steileren Weg und unsere Knie bedankten sich mit Schmerzen dafür. Was waren wir froh, als wir endlich wieder unten waren.

Insgesamt sind wir 14 Kilometer gewandert und haben dabei 1100 Höhenmeter erklommen. Die Wanderung ist nichts für totale Sportmuffel, aber sonst gut zu bewältigen. Wer auf den Schnee lieber verzichtet und eine Chance auf eine Stärkung in der Hütte haben möchte, sollte hier frühestens im Mai starten. Wir waren zwar völlig erschöpft nach über 7 Stunden Wanderung, hatten aber einen richtig coolen Tag!

Alternative Wanderung

Wem die 900 bis 1000 Höhenmeter zu viel sind: es gibt auch andere, weniger anstrengende Wanderungen vor Ort. Franzi hatte zuvor eine alternative Wanderung herausgesucht, bei der nur 300 Höhenmeter überwunden werden müssen. Über Outdooractive finden wir immer gute Wanderungen und verlinken dir die alternative Strecke hier mal.

Zelenci See

Ohne großen Plan, was im Zelenci Naturreservat so wirklich auf uns warten würde, fuhren wir am letzten Morgen von Kranjska Gora die 6 Kilometer Richtung italienische Grenze. Franzi hatte vorher etwas von einem türkisfarbenen See gelesen und so liefen wir erwartungsvoll den kurzen Weg durch den Wald. Und tatsächlich, der See war mal so richtig türkis!

In dem Naturreservat gibt es anscheinend viele Arten von Fröschen, Fischen, Insekten und auch Schlangen – die sind uns aber glücklicherweise nicht über den Weg, äh, geschlängelt. So konnten wir uns voll und ganz auf den Prachtblick von See und Bergen konzentrieren. Der kurze Abstecher von Kranjska Gora lohnt sich definitiv und auch früh herkommen lohnt sich. Wir waren anfangs noch in Gesellschaft von 4 weiteren Leuten, nur 15 Minuten später waren Familien, Jugendliche und Hunde anwesend und mit der gemütlichen Atmosphäre war es vorbei.

Unsere Unterkunft in Kranjska Gora

Da du hier im Winter das größte Skigebiet Sloweniens vorfindest, strotzt der kleine Ort vor Hotelketten. Wir haben uns bewusst für ein Apartment entschieden, um uns selbst verpflegen zu können. Das Apartment Plazar* hat uns 65€ pro Nacht gekostet und war riesig. Die Küche ist super ausgestattet und die Betten bequem. Das ganze ist eher im Stil der 80er Jahre möbliert, was uns nicht gestört hat. Die Familie, die das Apartment vermietet, spricht super Deutsch und ist sehr gastfreundlich. Wir wurden direkt mit Schnaps und Kuchen empfangen – in der Reihenfolge ;)

Unsere ersten Tage in Slowenien…

hätten besser gar nicht laufen können! Kranjska Gora hat uns mit seinem Bergpanorama schon in den ersten Minuten absolut begeistert. Und diese Begeisterung ist mit der Erkundung der Seen und durch unsere Wanderung nur noch gestiegen. Durch seine Nähe zur österreichischen Grenze ist der Ort schnell erreichbar und für einen Besuch definitiv zu empfehlen.


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Am Bleder See trafen wir plötzlich auf etwas, was wir sonst in Slowenien nirgendwo gesehen haben: riesige Touristenmassen! Asiaten, bewaffnet mit Selfiesticks und große Tourgruppen, die von A nach B geschleust wurden. Hier war schnell klar: wir befinden uns bei einer der Top-Sehenswürdigkeiten Sloweniens!

Bled: Der See

Highlight in Bled ist eindeutig der nach der Stadt benannte See. Der liegt nämlich so fotogen eingebettet in das Bergpanorama der Julischen Alpen, dass er Einheimische wie Touristen anzieht. Wenn dann dazu noch eine Burg oberhalb des Sees und eine Insel im See mit Kirche dazukommen, dann ist kein Halten mehr!

Spaziergang um den See

Wir sind (wie viele andere auch) um den See herumspaziert. Mit 6 Kilometern ist die Distanz überschaubar, es geht eigentlich kaum Auf oder Ab und der Weg ist sehr schön zu begehen. Von unterwegs ergeben sich alle 10 Meter neue Blickwinkel auf den See, sodass wir zunächst ständig stehen geblieben sind, um Fotos zu schießen.

Die Aufregung hat sich glücklicherweise nach dem ersten Kilometer gelegt, sonst hätten wir die Umrundung an dem Nachmittag nicht mehr geschafft. Wir sind vom Ort Bled aus links um den See herumgegangen, was bei uns wegen der Sonne günstiger war.

Lokale Spezialität: Bleder Cremeschnitten

Am westlichen Ufer des Sees verkauft ein kleines Café direkt am Ufer Getränke und die Spezialität der Region: eine Cremeschnitte. Franzi hat sich erbarmt und den Kuchen probiert, damit wir hier auch eine realistische Rückmeldung dazugeben können. Ihr professionelles Feedback: sehr lecker!

Aussichtspunkt Mala Osojnica

Die typischen Bilder, die in Werbeprospekten oder im Internet zu Bled gefunden werden können, wurden meistens alle von einem Spot aus gemacht: dem Aussichtspunkt Mala Osojnica. Auch wir wollten den Blick von dort oben auf den See erhaschen und kletterten die halbe Stunde bergauf.

Geht der erste Teil des Weges einfach steil in Serpentinen bergauf, wartet kurz vor dem Aussichtspunkt noch mal eine besondere Herausforderung. Eine echt steile und ziemlich lange Leiter will erklommen werden. Hier musst du entweder schwindelfrei sein oder jemanden dabei haben, der dir die Hand hält.

Oben angekommen wirst du aber sicher auch zu der Erkenntnis kommen: Der Aufstieg hat sich gelohnt! Der Blick auf den See, die Insel und die dahinter liegenden Berge ist einmalig! Hier haben wir uns auch total gefreut, dass wir seit neustem ein Weitwinkelobjektiv besitzen, um diese Szene fotografisch festhalten zu können.

Die Insel und Marienkirche

Im westlichen Teil des Bleder Sees liegt eine kleine Insel, auf der die Marienkirche und ein Museum zu finden sind. Du kannst dich zu der Insel entweder in den typischen Booten (Pletna) hinrudern lassen oder selbst das Paddel schwingen. Die Boote fahren immer dann los wenn genügend Touristen drin sitzen. Hier solltest du nicht lange warten müssen, es sei denn du bist bei superschlechtem Wetter da. Wir haben uns wegen der Touristenmassen gegen den Besuch der Insel entschieden.

Die Burg von Bled

Oberhalb des Sees auf einem 139 Meter hohen Felsen liegt die Mittelalterburg von Bled. Sie ist die älteste Burg Sloweniens und gehört zu den meist besuchten Touristenattraktionen im Land. Du kannst die Burg ein in dazugehöriges Museum für einen Eintrittspreis von 11€ besuchen. Im Museum wird die Geschichte der Burg und des Ortes Bled dargestellt.

Ob du nun den Weg zur Burg hoch gehst, oder sie lieber von Weitem über den See betrachtest, ist eigentlich egal. Einen imposanten Eindruck macht sie auf jeden Fall!

Die Vintgar Schlucht

Nur 5 Kilometer außerhalb von Bled liegt die Vintgar Schlucht, durch die der Fluss Radovna mit teilweise brachialer Gewalt  hindurchströmt. Über einen 1,6 Kilometer langen Holzweg kannst du dieses Naturphänomen aus nächster Nähe betrachten.

Allerdings wirst du auch hier auf viele andere Touristen stoßen. Von den 5€ Parkgebühren und 9€ Eintritt lässt sich hier keiner abschrecken! Wir waren gegen 9 Uhr morgens da und wunderten uns erst noch, dass es mehrere Einweiser für den Parkplatz gibt. Später verstanden wir dann, dass das notwendig ist.

Alternativ kannst du aber auch mit dem Rad von Bled zur Schlucht fahren oder hierher wandern. Die 6 Kilometer sind zu Fuß gut zu bewältigen. Wären wir nicht auf dem Rückweg nach Deutschland gewesen, hätten wir die Variante auf jeden Fall bevorzugt.

Die Schlucht war sehr beeindruckend und die Wassermassen, die sich da zum Teil durchkämpfen haben für ordentlich Geräuschkulisse gesorgt. Der Holzweg entlang der Schlucht ist wirklich toll gemacht und ein super Erlebnis.

Alternative: Pokljuka Schlucht

Eine weniger besuchte Alternative zur Vintgar Schlucht soll die Pokljuka Schlucht sein. Wir haben nur die Hauptattraktion besucht, weil sie für uns auf dem Weg lag und wir leider nicht mehr Zeit hatten. Wenn du aber etwas mehr Zeit hast, lohnt es sich für dich vielleicht, die Pokljuka Schlucht zu besuchen. Hier kannst du 2 Kilometer durch eine Schlucht laufen, die vor vielen Jahren Wasser geführt hat, jetzt aber durchwandert werden kann.

Bled: Unsere Unterkunft

Hier haben wir einen Volltreffer gelandet! In der Penzion Kaps* haben wir ein Doppelzimmer mit Frühstück für 86€ bekommen. Klar, das ist nicht günstig. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis war hier das beste in ganz Slowenien. Das Zimmer war groß, sehr sauber, die Betten superbequem und das Bad auch riesig. Das Frühstück am Morgen war genial! Die Auswahl war groß und alles hat super geschmeckt. Dazu haben wir vom Inhaber tolle Tipps für die Umgebung und für Restaurants bekommen. Uneingeschränkte Empfehlung dafür!

Bled: Schönheit zieht an

Zurecht zählt Bled zu den meist besuchten Orten in Slowenien mit seinem malerischen See. Wir hätten uns gern auch den Bohinj See angesehen, der ca. 20 Kilometer entfernt liegt, etwas größer und deutlich weniger besucht sein soll. Wenn du also ein bisschen Zeit übrig hast, dann schau doch auch mal dort vorbei.

Das Dana Biosphere Reserve ist das größte Naturschutzgebiet Jordaniens und bietet Wanderern viele Möglichkeiten zum Erkunden der tollen Landschaft. Wir haben zwei Tage in und um das Naturschutzgebiet verbracht, eine tolle Wanderung gemacht und dabei auch einiges über Beduinen gelernt. Hier teilen wir unsere Erlebnisse mit dir.

Karak Castle: Kurzer Abstecher auf dem Weg

Wir sind vom Toten Meer und dem Canyoning Abenteuer im Wadi Mujib nach Dana gefahren. Und weil es auf dem Weg lag, haben wir in Karak angehalten, das berühmt ist für seine Burg. Über eine Brücke sind wir auf das große Burggelände gelangt und haben zunächst die umgebende Landschaft bestaunt. Da das Karak Castle etwas erhöht liegt, hast du hier einen wirklich tollen Blick.

Danach sind wir in die dunklen Gänge abgestiegen und zwischen den Mauern umhergewandert. Hier fanden wir unterhalb der Erde viel mehr als wir zunächst erwartet haben.

Als Abstecher fanden wir die Burg wirklich gut, länger als ein bis zwei Stunden musst du dafür aber nicht einplanen. Nach den römischen Gebäuden in Amman und Jerash konnte uns die Burg in Karak nicht mehr völlig umhauen.

Unser weiterer Weg führte uns durch große Weiten, entlang der wenig befahrenen Straßen und wir hielten immer mal wieder an, um die Landschaft auf Bildern festzuhalten. Neben den vielen touristischen Sehenswürdigkeiten war für uns die Landschaft Jordaniens ein Highlight für sich.

Dana: Ist hier noch jemand?!

Nachdem wir die steile, kurvige Straße hinunter nach Dana gefahren waren, kamen wir in ein kleines Dorf, das wie ausgestorben wirkte. Unsere Unterkunft* war schnell gefunden und am Abend trafen wir dann auch weitere Reisende, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.

Unser Hotel (das Dana Moon Hotel*) war herrlich günstig mit 18€ pro Nacht, dafür aber auch sehr einfach. Wer eine besondere Unterkunft mit toller Aussicht sucht, dem können wir das Dana Guesthouse* wärmstens empfehlen. Direkt an den Klippen gelegen hast du hier den besten Blick auf das Tal und schöne Zimmer dazu.

Der Dana Trail

Wie auch in anderen Naturschutzgebieten Jordaniens gibt es viele Trails, von denen die meisten aber mit Guide begangen werden müssen. Der Dana Trail ist einer der wenigen im Dana Biosphere Reserve, den man ohne Guide gehen kann. Für uns also die perfekte Wahl! Eine gute Übersicht zu allen Trails findest du unter Wild Jordan.

Mit dem Sonnenaufgang schulterten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg ins Tal. Dazu gingen wir die erste halbe Stunde in Serpentinen bergab. Immer mit dem grandiosen Blick ins Tal und in Begleitung eines Hundes, der uns die ersten Stunden nicht von der Seite gewichen ist. Wir haben ihn Mohammed genannt ;)

Einmal im Tal angekommen, führt der Weg einen durch das Tal hindurch. Es gibt keine Beschilderung, aber der Weg ist auch wirklich schwer zu verfehlen. Zudem ist der Trail auf maps.me eingezeichnet und kann dort gut nachvollzogen werden. Wir wanderten in der aufgehenden Sonne durch die Landschaft und sogen die Naturschönheit in uns auf.

Picknick im Wadi Dana

Nach gut zwei Stunden Wanderung entschieden wir, dass es nun Zeit für unser Frühstück ist. Wir fanden ein schattiges Plätzchen und kramten das eingepackte Frühstück unserer Unterkunft hervor. Gekochte Eier, Fladenbrot und Humus schmeckten viel besser als sonst, weil wir sie in der freien Natur essen konnten.

Danach ging es stetig auf und ab durchs Tal, unter Palmen und der sengenden Hitze. Schatten gibt es kaum auf dem Weg, sodass sich ein früher Start am Morgen definitiv lohnt. Zwischendurch begegnete uns ein Hirte mit seiner Ziegenherde und wir kamen an einer Beduinenfamilie vorbei. Fotografiert haben wir sie nicht, weil wir uns unsicher waren, ob das für die Beduinen in Ordnung ist.

Ankunft in der Feynan Ecolodge

Am späten Vormittag erreichten wir schließlich die Feynan Ecolodge, das Ende des Dana Trails. Diese Lodge befindet sich mitten im Naturschutzgebiet und ist die einzige Unterkunft darin. Wir hatten uns entschieden, hier eine Übernachtung zu buchen, weil die Lodge extrem gut bewertet war und wir gern noch mehr Zeit in der Dana Biosphere verbringen wollten. Alternativ kann man aber auch einen Jeep Transport zurück nach Dana organisieren.

Wir konnten direkt in unser Zimmer einchecken und uns den Sand vom Körper duschen. Tagsüber gibt es in der Lodge keinen Strom, abends werden dann überall Kerzen angezündet. Das sorgt für eine ganz besondere und romantische Atmosphäre. Buchst du hier ein Zimmer, ist das Essen automatisch inklusive. Die Preise liegen mit 190 JD (224€) für 2 Personen deutlich über dem, was wir sonst bezahlt haben. Dafür gibt es neben der Vollverpflegung viele kostenlose Aktivitäten, die angeboten werden. Es gibt geführte Wanderungen, Kochkurse, Besuche bei den lokalen Beduinenfamilien und Sternegucken in der Nacht. Weil wir während Ramadan gereist sind, haben einige Aktivitäten nicht stattgefunden.

Wir haben am Abend noch eine kleine Wanderung mit einem Mitarbeiter der Lodge gemacht, der uns einiges über das Naturschutzgebiet und die darin lebenden Beduinenfamilien erzählt hat. Wir kamen an der Schule vorbei und lernten, dass die Beduinen gen Sommer in höhere Lagen ziehen, weil es dann im Tal zu heiß wird.

Sonnenuntergang im Dana Biosphere Reserve

Unser Guide zeigte uns den besten Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten und bereitete in der Zwischenzeit Tee für uns zu. Wir genossen das Farbschauspiel in dieser einzigartigen Landschaft und waren in dem Moment unendlich dankbar, dass wir solche besonderen Orte entdecken dürfen.

Im Dunkeln ging es dann zurück zur Ecolodge, wo schon das Essen auf uns wartete. Im Kerzenschein fanden wir ein  Buffet mit großer Auswahl an vegetarischem Essen vor. Alles wird frisch vor Ort zubereitet und schmeckt hervorragend.

Wanderung zu den hängenden Garten

Für unseren zweiten Tag im Dana Biosphere Reserve hatten wir einen Rücktransport für den späten Vormittag organisiert, wollten aber vorher noch mehr von der Natur sehen. Die Mitarbeiter hatten uns eine Wanderung zu den hängenden Gärten empfohlen, die sich im Wadi Ghuwayr befinden.

Nachdem wir eine lange Zeit durch ein Flussbett gelaufen waren, gelangten wir nach ca. 2 Stunden zum Anfang des Siq, einer riesigen Schlucht. Hier hängen Bäume herunter und es sieht aus wie in einer Fantasiewelt. Die Wanderung durch den Siq soll traumhaft aber super anstrengend sein. Aber Vorsicht: bei Regen kommt es in den engen Wadis schnell mal zu Springfluten und wird dann sehr gefährlich! Wir haben deswegen nur den Eingang erkundet und sind zurück in die Ecolodge gelaufen.

Dana Biosphere Reserve: Naturhighlight in Jordanien

Wenn du auch nur ein kleines bisschen auf Abenteuer, Natur oder Wandern stehst, dann solltest du diese Wanderung auf jeden Fall machen. Wir sind aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen und haben es total genossen. Wie schon so oft auf unserem Roadtrip durch Jordanien waren wir fast komplett allein unterwegs, Touristenströme triffst du hier also eher nicht an. Eine wunderschöne Oase inmitten der wüsteligen Felsenlandschaft.

Dana Biosphere Reserve im Video

Bist du neugierig, wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht? Dann haben wir hier unser Video für dich. Viel Spaß beim Schauen!

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Wir waren am tiefsten Punkt der Welt! Aber was macht man am Toten Meer? Schwimmen geht nicht bei einem Salzgehalt von über 30%. Also haben wir uns ein tolles Hotel* gesucht, unsere Haut mit Schlamm vom Toten Meer verjüngt und ein bisschen Luxus genossen.

Totes Meer: Unser Schlammbad

Das Tote Meer liegt 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels und ist damit der tiefste Punkt der Erde. Das Wasser hat einen Salzgehalt von 31% und ist voller Mineralien. Deswegen ist der Schlamm so gut für die Haut. Wir wollten uns dieses natürliche Peeling nicht entgehen lassen und haben – streng nach Anweisung – ein Peeling im Toten Meer durchgeführt.

Zuerst schwebt man ca. 10 Minuten im Toten Meer umher. Und das ist schon ein echt verrücktes Erlebnis! Durch den hohen Salzgehalt bleibst du automatisch immer an der Wasseroberfläche. Wegen des Salzes solltest du auch auf keinen Fall Wasser in die Augen bekommen, das brennt wie Hölle! Matthias hat es unfreiwillig ausprobiert…

Nach dem Bad haben wir unseren Körper mit dem Schlamm eingerieben und ihn dann ungefähr 10 Minuten trocknen lassen. Das war natürlich das Highlight, weil wir Blassschnäbel auf einmal eine sehr dunkle Hautfarbe hatten.

Danach haben wir uns den ganzen Schlamm im Toten Meer wieder abgewaschen und sind zum letzten Abspülen unter die Dusche gehüpft. Und ja, es macht tatsächlich eine Babypopo-Haut. Neben dem abgefahrenen Erlebnis des Schwebens im Toten Meer hatte die ganze Aktion einen tollen Effekt für unsere Haut.

Totes Meer: Unser Hotel

Von den ganzen SPAs und Hotelburgen am Toten Meer haben wir uns verleiten lassen und uns mal so richtig was gegönnt. Für eine Nacht sind wir ins Hilton Dead Sea Resort & Spa* gezogen und haben für 119€ am nächsten Morgen auch noch das sensationelle Frühstück mitgenommen.

Das Hotel wurde vor einem Jahr erbaut, hat mehrere Pools und mit zwei Fahrstühlen kannst du direkt an den Strand des Toten Meeres fahren. Uns wurde beim Check-in ein kostenloses Upgrade auf ein Zimmer mit Blick auf das Tote Meer angeboten und wir konnten am Abreisetag noch bis 14 Uhr im Zimmer bleiben. Wir waren extrem begeistert von so viel Service und können das Hilton* für einen Aufenthalt am Toten Meer absolut weiterempfehlen!

Unser Tipp: Die älteren Hotels sind inzwischen ein ganzes Stück vom Toten Meer entfernt. Das liegt daran, dass der Wasserspiegel des Toten Meeres wegen der Verdunstung jedes Jahr einen Meter sinkt und das Ufer sich damit immer weiter von den Hotelburgen entfernt. Wir hatten direkten Zugang zum Meer, weil das Hilton eben erst 2017 gebaut wurde.

Luxus am Pool

Nach inzwischen sechs heißen Tagen in Jordanien, fromm in langen Klamotten und ohne Abkühlungsmöglichkeit, genossen wir es total, in Badesachen in den Pool hüpfen zu können. Die 40°C im Schatten hätten wir anders auch gar nicht ausgehalten. Am Toten Meer ist es immer noch ein paar Grad wärmer als im Rest Jordaniens und wir waren dankbar für die Sonnenschirme, die unserer gerade so schön gepeelten Haut Schatten spendeten.

Dass es mitten im Pool nun auch noch eine Bar gab, die sehr leckere und natürlich sehr teure Cocktails servierte, wollen wir hier auch nicht verschweigen. Da wir unseren Rechercheauftrag sehr ernst nehmen, haben wir die Cocktails natürlich probiert und für sehr gut befunden!

Opulentes Frühstücksbuffet

Nach einem ausgiebigen Workout am Morgen belohnten wir uns danach mit dem grandiosen Frühstück. Hier gab es alles, was das Herz begehrt und dann noch mal mehr. Wir hatten die Tage zuvor viel Pitabrot mit Joghurtdip und Marmelade zum Frühstück bekommen und fühlten uns wie im Himmel. Da musste alles mal probiert werden, auch der Pancake mit Nutella und Sahne!

Auch wenn solche Luxusresorts sonst ja nicht unsere typischen Unterkünfte sind, hat es für uns am Toten Meer einfach gepasst. Hier geht es um das Schlammpeeling und den Anblick, zum Baden fährt hier keiner her. Wir haben uns rundum wohl gefühlt und lassen uns jetzt gerne auch wieder auf einfachere Unterkünfte ein. Wobei wir noch ein paar besondere Übernachtungen für Jordanien geplant haben!

Totes Meer: Unser Video

Wie immer gibts auch von diesem Erlebnis ein schönes Video. Wenn dir das Video gefällt abonniere unseren Kanal für noch mehr Reisevideos!


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Nach Jerash führte uns unser Roadtrip weiter in den Norden nach Ajloun. Ajloun ist bekannt für seine Burg und liegt unweit eines Waldgebietes, in dem du Spaziergänge und Wanderungen unternehmen kannst. Wir haben die Stille im Norden genossen und hatten die Sehenswürdigkeiten für uns allein.

Die Burg von Ajloun

Mit dem Auto von Jerash kommend haben wir die Burg von Ajloun schon aus der Ferne auf einem Berg thronen sehen. Die Stadt liegt eher im Tal, zur Burg führt eine steile Straße hinauf. Hast du ein Mietauto, dann fahr die Straße hoch denn kurz vor der Burg kannst du parken und dir die anstrengenden Kilometer bergauf sparen.

Besitzt du den Jordan Pass, so ist der Eintritt für dich enthalten. Sonst zahlst du 3 JD (4€) pro Person. Bis auf zwei weitere Besucher haben wir in der Burg niemanden angetroffen und konnten sie ganz in Ruhe erkunden. Und da kamen immer mehr Räume, versteckte Kerker und Aussichtsplattformen mit tollen Blicken in die Umgebung.

Die Geschichte der Burg von Ajloun

Die Burg, deren offizieller Name eigentlich Qala’at Ar-Rabad lautet, ist eine der wenigen muslimischen Burgen, die gebaut wurde, um die Gegend vor den Kreuzfahrern zu schützen. Im 12. Jahrhundert wurde sie auf das Gelände eines alten Klosters gebaut. Die Lage ist besonders günstig, weil die Burg auf der Handelsroute zwischen Jordanien und Syrien liegt. Wir haben gelesen, dass damals auch Brieftauben eingesetzt wurden, um lange Kommunikationswege abzudecken. Irgendwie eine romantische Vorstellung oder?

Unsere Unterkunft in Ajloun

Da die Auswahl in Ajloun ist sehr begrenzt ist, haben wir uns für das Ajloun Hotel* entschieden. Hier haben wir 31€ für ein Doppelzimmer mit Frühstück bezahlt. Das Zimmer war schon sehr in die Jahre gekommen und bei dem Badezimmer haben wir kurz überlegt, ob wir es ohne Schuhe überhaupt betreten wollen. Das Hotel liegt auf halbem Weg zwischen Stadt und Burg und hat somit eine ganz gute Lage. Bestes Feature ist der tolle Blick auf die Burg.

Das Ajloun Forest Reserve

In diesem geschützten Park im Norden Jordaniens gibt es viele Bäume und Sträucher. Ja, das ist erwähnenswert, weil der Rest des Landes hauptsächlich aus karger Wüstenlandschaft besteht und so etwas nicht zu bieten hat. Deswegen wollten wir uns auch von dieser Landschaft einen Eindruck machen und haben einen Tag im Ajloun Forest Reserve verbracht.

Roe Deer Trail – ein Spaziergang im Ajloun Forest Reserve

Der zwei Kilometer lange Roe Deer Trail ist der einzige Wanderweg, den man ohne Guide gehen kann. Der Rundweg führte uns vorbei an Olivenbäumen, Feldern und Sträuchern und ließ immer mal wieder weite Blicke in die Ferne zu.

Wir wären auch gerne einen der längeren Trails gewandert, hätten dafür aber einen Guide und noch mind. zwei weitere Personen gebraucht. Die angebotenen Wanderungen variieren zwischen 3 und 7 Stunden und preislich zwischen 17 und 32 JD. Der eher kürzer Soap House Trail führt beispielsweise zu einem Haus, in dem die tolle Seife vor Ort hergestellt wird. Wir wollten gern den Rockrose Trail gehen, der Blicke bis nach Syrien und eine alte Weinpresse auf dem Weg durch die Dörfer der Gegend verspricht. Stattdessen haben wir uns einen gemütlichen Nachmittag inmitten der Felder gemacht.

Unsere Unterkunft im Ajloun Forest Reserve

Über Wild Jordan haben wir eine Hütte inmitten des Naturreservats gebucht. Spontan kannst du hier nicht so gut aufschlagen, daher solltest du einige Tage vorher entweder im Büro in Amman eine Reservierung vornehmen oder das so wie wir online machen. Die Hütte ist mit 94 JD (110€) ziemlich teuer, dafür schläfst du aber auch in wunderschöner Umgebung. Wir hatten hier genügend Platz mit zwei Betten, zwei Sofas und ein großes Badezimmer. Kostenlose Pflegeprodukte, die aus der Gegend stammen, bekamen wir auch.

Auf unserer kleinen Terrasse haben wir tagsüber ein bisschen Sonne getankt, den Grillplatz haben wir nicht genutzt. Wir hatten schon vorher online ein Abendessen in Buffetform dazugebucht (14JD pro Person). Da wir aber auch hier die einzigen Gäste waren, bekamen wir eine nicht enden wollende Flut an Tellern vor uns aufgetischt mit den tollsten Leckereien. Das war natürlich viel zu viel, hat aber super geschmeckt.

Nachdem die ersten Stopps unserer Rundreise durch Jordanien Städte waren und wir uns viele Ruinen angesehen hatten, passte eine ordentliche Portion Natur zur Abwechslung gut in unsere Route hinein. Du kannst Ajloun auch bequem als Tagesausflug von Amman ansteuern oder es mit dem Besuch der Ruinen von Jerash verbinden. Solltest du wie wir weiter in Richtung Totes Meer fahren, können wir dir den Abstecher nach Salt nur empfehlen. Wir haben uns die Stadt gar nicht angesehen, aber die Straße dorthin führt dich durch wirklich tolle Landschaften. Der Umweg lohnt sich sehr!

Ajloun: unser Video

Wie immer gibts auch von diesem Erlebnis ein schönes Video. Wenn dir das Video gefällt abonniere unseren Kanal für noch mehr Reisevideos!


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