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Ljubljana ist mit seinen 280.000 Einwohnern eine vergleichsweise kleine europäische Hauptstadt. Sie bietet aber so viel an Grünfläche, gemütlichen Cafés, wunderschönen Häusern und Flair, dass sie sich nicht vor den Großstädten verstecken muss. Wir haben auf der Durchreise einen halben Tag in Ljubljana verbracht und zeigen dir hier unsere Highlights.

Die Burg von Ljubljana

Über der Stadt begrüßt einen schon von Weitem die Burg von Ljubljana. Die Burg wurde erstmals im 15. Jahrhundert errichtet, viele Teile wurden aber in den späteren Jahrhunderten erst gebaut. Im 19. Jahrhundert diente die Burg als Gefängnis, heute ist sie eine der Hauptattraktionen von Ljubljana.

Zur Burg führt ein steiler Weg, auf dem du in ca. 15 Minuten den Höhenunterschied zur Stadt überwindest. Ist dir das zu anstrengend, kannst du alternativ mit einer Seilbahn zur Burg rauffahren (4€ für Hin- und Rückfahrt).

Von der Burg hast du einen super Blick auf die Stadt und musst dafür erst mal nichts zahlen. Die Besichtigung der Burg kostet dich 10€ Eintritt. Dabei soll man besonders vom Wachturm einen grandiosen Blick haben. Wir haben uns die Besichtigung aus Zeitgründen geschenkt, aber gehört, dass insbesondere die Time Machine Tour (13€) eine super Sache sein soll. Wenn du also mehr Zeit mitbringst, probier sie doch mal aus und lass uns hier Feedback da, wie es war!

Flanieren entlang der Ljubljanica

Mitten durch die Altstadt fließt die Ljubljanica, deren Ufer Cafés, Restaurants und Bars säumen. Hier lässt es sich aushalten! Du hast die Qual der Wahl, wo du etwas Einheimisches oder Asiatisches essen gehst und in welcher Bar die verlockendsten Cocktails und Drinks angeboten werden.

Eine weitere Besonderheit am Fluss sind die verschiedenen Brücken. Es gibt die sogenannte Drachenbrücke mit drachenartigen Skulpturen oder auch die 3 Brücken, die alle parallel über den Fluss führen. Ein bisschen Venedig in Slowenien!

Möchtest du die Stadt vom Wasser aus betrachten, kannst du eine Bootstour über den Fluss machen. Mehrfach täglich bieten verschiedene Anbieter hier Fahrten für 10€ an, die ungefähr eine Stunde andauern.

Der Markt in Ljubljana

Wir sind große Marktfans! Wenn du uns schon auf unserer Weltreise begleitet hast, dann liest du hier heute nicht zum ersten Mal von einem Besuch auf dem Markt. Wir lieben es einfach, wie die Bewohner der jeweiligen Städte über die Märkte zu schlendern und zu schauen, was hier alles so angeboten wird.

Ljubljanas Markt hatte viel im Angebot, was wir auch von deutschen Märkten kennen und dennoch war es besonders mit der schönen Kulisse im Hintergrund. Wir haben uns eine Schale Erdbeeren (aus Slowenien!) gekauft, die wir auf den Mauern der Burg mit bestem Blick gegessen haben. Lecker!

Grün, grün, grün sind alle meine Straßen

Ljubljana hat sich auf die Fahnen geschrieben, Europas grüne Hauptstadt zu sein. Also im Ernst: am Rathaus hängen Fahnen, auf denen das geschrieben steht! Und das ist sogar offiziell, denn 2014 wurde die Stadt von der EU zur Grünen Hauptstadt gewählt. Damit wurden unter anderem die hohen Umweltstandards ausgezeichnet. Und das haben wir auch 5 Jahre später noch erlebt!

Ein Großteil der Altstadt ist für den Verkehr gesperrt. Das ermöglicht ein entspanntes Spazieren durch die Straßen ohne Autolärm oder Abgase. Über die Stadt verteilt gibt es mehrere Parkhäuser, in denen du dein Auto problemlos stehen lassen kannst, wenn du im Auto angereist bist. Wir haben im Parkhaus an der Philharmonie geparkt und zentraler hätte es gar nicht sein können. Dafür haben wir 1,50€ pro Stunde gezahlt. Außerdem haben wir mehrmals kostenlose Trinkwasserspender gefunden und auch kostenlose öffentliche Toiletten nutzen können. Super Service, Ljubljana!

Eine besonders schöne Sache, auf die wir zufällig gestoßen sind, war der Büchermarkt. Hier wurden auf einer Art Flohmarkt Bücher verkauft und getauscht und auf den Wiesen rundherum haben die Leute auf Bänken, mitgebrachten Stühlen und Decken gelesen. Das sah so entspannt aus, dass wir uns gerne dazugesetzt hätten. Wir hatten aber leider kein Buch dabei ;)

Ljubljana: so schön kann Stadt sein

Da wir vorher schon viel darüber gelesen hatten, wie schön Ljubljana sein soll, war es eigentlich kaum noch möglich unsere Erwartungen zu erfüllen. Das hat die Stadt aber! Wir fanden die Häuserfassaden, das Ufer mit den Cafés und das viele Grün wunderschön. Die Stadt bietet eine tolle Lebensqualität und unser kurzer Besuch wurde ihr eigentlich nicht gerecht. Hier kannst du gut ein bis zwei Tage verbringen.


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Über der Stadt begrüßt einen schon von Weitem die Burg von Ljubljana. Die Burg wurde erstmals im 15. Jahrhundert errichtet, viele Teile wurden aber in den späteren Jahrhunderten erst gebaut. Im 19. Jahrhundert diente die Burg als Gefängnis, heute ist sie eine der Hauptattraktionen von Ljubljana.

Zur Burg führt ein steiler Weg, auf dem du in ca. 15 Minuten den Höhenunterschied zur Stadt überwindest. Ist dir das zu anstrengend, kannst du alternativ mit einer Seilbahn zur Burg rauffahren (4€ für Hin- und Rückfahrt).

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Ljubljanas Markt hatte viel im Angebot, was wir auch von deutschen Märkten kennen und dennoch war es besonders mit der schönen Kulisse im Hintergrund. Wir haben uns eine Schale Erdbeeren (aus Slowenien!) gekauft, die wir auf den Mauern der Burg mit bestem Blick gegessen haben. Lecker!

Grün, grün, grün sind alle meine Straßen

Ljubljana hat sich auf die Fahnen geschrieben, Europas grüne Hauptstadt zu sein. Also im Ernst: am Rathaus hängen Fahnen, auf denen das geschrieben steht! Und das ist sogar offiziell, denn 2014 wurde die Stadt von der EU zur Grünen Hauptstadt gewählt. Damit wurden unter anderem die hohen Umweltstandards ausgezeichnet. Und das haben wir auch 5 Jahre später noch erlebt!

Ein Großteil der Altstadt ist für den Verkehr gesperrt. Das ermöglicht ein entspanntes Spazieren durch die Straßen ohne Autolärm oder Abgase. Über die Stadt verteilt gibt es mehrere Parkhäuser, in denen du dein Auto problemlos stehen lassen kannst, wenn du im Auto angereist bist. Wir haben im Parkhaus an der Philharmonie geparkt und zentraler hätte es gar nicht sein können. Dafür haben wir 1,50€ pro Stunde gezahlt. Außerdem haben wir mehrmals kostenlose Trinkwasserspender gefunden und auch kostenlose öffentliche Toiletten nutzen können. Super Service, Ljubljana!

Eine besonders schöne Sache, auf die wir zufällig gestoßen sind, war der Büchermarkt. Hier wurden auf einer Art Flohmarkt Bücher verkauft und getauscht und auf den Wiesen rundherum haben die Leute auf Bänken, mitgebrachten Stühlen und Decken gelesen. Das sah so entspannt aus, dass wir uns gerne dazugesetzt hätten. Wir hatten aber leider kein Buch dabei ;)

Ljubljana: so schön kann Stadt sein

Da wir vorher schon viel darüber gelesen hatten, wie schön Ljubljana sein soll, war es eigentlich kaum noch möglich unsere Erwartungen zu erfüllen. Das hat die Stadt aber! Wir fanden die Häuserfassaden, das Ufer mit den Cafés und das viele Grün wunderschön. Die Stadt bietet eine tolle Lebensqualität und unser kurzer Besuch wurde ihr eigentlich nicht gerecht. Hier kannst du gut ein bis zwei Tage verbringen.


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Kyoto ist die Kulturstadt Asiens 2017 – gewusst haben wir das vor unserer Anreise nicht und erfahren haben wir es dann auf den schön bemalten Plakaten. Verstehen können wir es aber definitiv! Die ehemalige Hauptstadt Japans bietet einen Reichtum an Tempeln und Schreinen, der seinesgleichen sucht.

Unsere Anreise vom Mount Fuji nach Kyoto

Die Seen rund um den Mount Fuji sind etwas abseits gelegen und damit oft nur über mehrere Bus- und Zugkombinationen erreichbar. Die schnellste Variante von Kawaguchiko aus ist der Highwaybus nach Mishima (2260¥ p.P., 17€) und dann von Mishima aus der Shinkansen nach Kyoto. Das dauert insgesamt ungefähr fünf Stunden. Wir fanden sowohl die Bus- als auch die Zugfahrt sehr bequem und die Verbindung einfach. Die Bustickets hatten wir schon bei unserer Ankunft in Kawaguchiko am Bahnhof gekauft, die Zugtickets dann kurz vor Abfahrt des Zuges in Mishima. Insgesamt kostete uns die Fahrt 103€ pro Person.

Japan Transport Highwaybus

Unsere Unterkunft in Kyoto

Da Kyoto sowohl bei japanischen als auch bei ausländischen Touristen hoch im Kurs steht, sind Unterkünfte hier gut ausgelastet und es  ist schwer, etwas Günstiges zu finden. Wir sind in einem 8er Schlafsaal im Birds Hostel* untergekommen und haben pro Bett 26€ für die Nacht bezahlt. Das Hostel liegt direkt neben dem Imperial Palace und ist über die Karasuma Subway Linie gut ans Metronetz angebunden. Das Zimmer war sehr schön und die Duschen und Toiletten sauber und neu. Ein kleines Frühstück am Morgen war ebenso inbegriffen. Für uns war dies hier ein guter Deal!

Tempel gucken in Kyoto

Als ehemalige Hauptstadt Japans bietet Kyoto Kultur wie kaum eine andere Stadt. Hier kannst du vermutlich Wochen damit verbringen, Tempel anzuschauen. Wir haben uns auf ein paar beschränkt, die uns empfohlen wurden oder sich besonders interessant anhörten.

Fushimi Inari Schrein

Der Hauptschrein des Inari (Gott der Fruchtbarkeit, des Reis und der Füchse) liegt etwas außerhalb im Süden Kyotos, ist aber über die Nara Line vom Hauptbahnhof aus schnell erreicht. Wir waren zunächst von der Masse der Touristen erschlagen! Es war Mittwochmorgen, kurz nach 10 Uhr und auf dem Gelände des Fushimi Inari war die Hölle los!

Kyoto Fushimi Inari Eingang

Nachdem wir das Eingangstor passiert hatten, orientierten wir uns kurz und nahmen dann den Haupttempel ins Visier. Wie so oft durften wir hier keine Fotos machen, wobei wir den Tempel selbst auch gar nicht als so besonders schön empfanden.

Danach ging es für uns durch tausend (oder mehr) Torii den Inari Berg hinauf. Diese Tore wurden von Privatpersonen oder kleinen Unternehmen gespendet, in der Hoffnung, dass dadurch Wünsche erfüllt werden. Der Gang durch diese irre vielen Tore könnte echt richtig schön sein, wenn nicht alle zwei Meter Selfies gemacht würden. So schlängelten wir uns durch die Massen hindurch und waren froh, als es weiter oben weniger Menschen wurden.

Kyoto Fushimi Inari Torii

Abseits des Hauptweges liegen noch viele weitere kleine und mittelgroße Schreine auf dem Weg. Charakteristisch für den Inari sind die zwei Füchse und das Tor davor. Die Tempelanlage liegt malerisch in einem Wald und der Rundweg auf den Berg hinauf und wieder zum Eingang ist eine schöne Sache. Wir sind uns nach wie vor unsicher, ob es hier jeden Tag so voll ist oder ob besonders viele Urlaub hatten. Der Besuch des Inari ist übrigens kostenlos und soll sich auch abends lohnen, wenn alles angestrahlt wird.

Kyoto Fushimi Inari Wald

To-ji Tempel

Nur 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt steht Japans größte Holzpagode im Komplex des To-ji Tempels. Bezahlst du den Eintritt von 500¥ (4€), kannst du einen kleinen Park vor der Pagode sowie zwei weitere Hallen aus dem 16. Jahrhundert betreten. Vom Park und einem Teich hast du einen traumhaften Blick auf die Pagode! Allein dafür lohnt sich der Eintritt schon.

Kyoto To-ji Pagode

Die 55 Meter hohe Pagode wurde im 9. Jahrhundert das erste Mal errichtet und ist seitdem bereits vier Mal abgebrannt. Die aktuelle Variante steht aber inzwischen immerhin schon über 450 Jahre. Die Pagode darf leider nicht betreten werden.

Kyoto Kodo & Kondo

Dafür konnten wir in das Innere der Haupthalle (Kondo) und des Vortragssaals (Kodo) sehen, aber leider keine Fotos davon machen. Hier standen beeindruckende goldene Buddha Statuen in verschiedenen Größen. Ein toller Anblick. Aber auch von außen machten Kondo und Kodo etwas her und wussten zu beeindrucken.

Der Goldene Pavillon Kinkaku

Gemeinsam mit tausenden anderen Touristen besuchten wir Kyotos schönsten Tempel. Der Goldene Pavillon steht an einem kleinen See und überstrahlt alles in seiner Umgebung. Der buddhistische Tempel zählt zum Weltkulturerbe und wurde 1397 errichtet. Seine oberen Stockwerke sind mit Blattgold überzogen, was einfach wunderschön aussieht.

Kyoto Goldener Pavillon

Wir ließen uns mit den vielen Menschen treiben um den Tempel aus allen möglichen Winkeln zu betrachten und natürlich selbst auch ein paar Fotos zur Erinnerung zu schießen. Den Eintritt von 400¥ (3€) zahlten wir bei so viel Schönheit gerne.

Tempel im Arashiyama Viertel

Etwas außerhalb von Kyoto liegt das Arashiyama Viertel, das mit Bus und Bahn aber vom Zentrum in einer halben Stunde erreicht werden kann. Hier befinden sich viele weitere Tempelkomplexe und der berühmte Bambuswald.

Tenryu-ji Tempel

Den Tempel des heiligen Drachen haben wir nur von außen betrachtet, da wir vorher gelesen hatten, dass sich der Besuch nicht so wirklich lohnen würde. Stattdessen spazierten wir durch den umliegenden Garten, der einer der ältesten in Japan ist. Auf den schön angelegten Wegen schlenderten wir durch die grüne Landschaft und konnten den Tenryu-ji Tempel von außen sehen. Auch für den Besuch des Gartens fällt ein Eintritt von 500¥ (4€) pro Person an.

Kyoto Tenryu Garten

Bambuswald

Angrenzend an den Tenryu-ji Tempel liegt der Bambuswald, von dem es überall im Internet diese megacoolen Fotos gibt. Wir spazierten durch die meterhohen Bambusbäume hindurch und waren dabei in guter Gesellschaft von ungefähr tausend anderen Touristen. So beeindruckend dieser relativ kurze Spaziergang auch war: wären da nicht so viele Menschen gewesen, hätten wir das Ganze vermutlich noch viel mehr genießen können. Großer Pluspunkt: Der Spaziergang durch den Bambuswald ist kostenlos.

Einen Bambuswald mit weniger Menschen findest du im Adashino Nenbutsu-ji Tempel, von dem wir dir im nächsten Abschnitt berichten.

Kyoto Bambuswald

Adashino Nenbutsu-ji Tempel

Im Norden des Arashiyama Viertels gibt es die Möglichkeit, einen weniger besuchten Bambuswald zu durchschreiten. Im Adashino Nenbutsu-ji Tempel sind die verlorenen Seelen vieler tausender Menschen geborgen und werden durch Steinfiguren symbolisiert.

Kyoto Nenbutsu-ji Tempel

Zudem kannst du hier eben auch durch einen kleinen Bambuswald spazieren und wirst dabei nicht viele andere Touristen sehen. Während unseres Besuchs waren gerade mal vier weitere Menschen auf dem Gelände. Ein Besuch der Tempelanlage kostet dich 500¥ (4€). Da dieser etwas außerhalb liegt, kannst du auf einem gemütlichen Spaziergang durch Arashiyama die niedlichen Häuser und weitere Tempel bestaunen.

Imperial Palace und der Garten

An diesem schönen Ort hat für eine sehr lange Zeit der japanische Kaiser gelebt und dementsprechend prächtig sind Palastgelände und Garten. Der Garten ist eine gute Gelegenheit für einen ruhigen Spaziergang. Das Palastgelände kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und zwei Mal täglich werden englischsprachige Touren angeboten (10 und 14 Uhr).

Kyoto Imperial Palace Garten Brücke

Wir sind eher durch Zufall bei so einer Tour gelandet und hörten gespannt zu. Die Tourguidin sprach gutes Englisch und gestaltete den Rundweg durch den kaiserlichen Garten wirklich ansprechend. Und obwohl es regnete, fanden wir die Gartenanlagen (mal wieder) klasse. Gärten anlegen können die Japaner einfach!

Nijo-jo Burg

Wenn ihr Burg lest, kommen bei euch vielleicht ähnliche Bilder in den Kopf wie bei uns: riesige Ritterburgen mit Steinmauern und Steinwänden. Hier in Japan können Burgen auch ganz anders aussehen! Die Nijo-jo Burg in Kyoto mit ihrem schön geschwungenen Dach, den Tatami-Matten auf dem Boden und den großen Wandbildern erinnerte uns eher an ein Schloss.

Kyoto Nijo-jo Castle

Für einen Eintrittspreis von 660¥ (5€) durften wir das große Gebäude auf Socken erkunden und in die vielen Hallen spähen. Wie so oft galt auch hier Fotoverbot, sodass wir euch davon keine Bilder liefern können. Bekannt ist die Nijo-jo Burg auch für seinen Nachtigallengang. Wenn man hier über den Holzboden läuft, entstehen Geräusche, die (anscheinend) wie das Singen einer Nachtigall klingen. Man vermutete, dass so Eindringlinge schnell gehört werden konnten, der tatsächliche Grund ist aber einfacher: es war nicht gewollt. Die quietschenden Geräusche sind Produkt der Nägel und des Holzes, das erst im Laufe der Zeit entstanden ist.

Kyoto Niji-jo Garten Matthias

Unser Rundgang setzte sich danach im tollen Garten fort. Das mit den Gärten hast du jetzt schon oft gelesen, wissen wir. Aber die sind wirklich schön! ;) Von einem ehemaligen Wachturm konnten wir weit über Kyoto sehen und auch die Burganlage gut überblicken.

Kyoto Nijo-jo Gelände

Nishiki Markt

Nach so viel Sightseeing wollten wir in Kyoto auch die japanische Esskultur erkunden. Und dafür eignet sich der Nishiki Markt wirklich perfekt! Inmitten der Innenstadt liegt der Markt auf einer langgezogenen, überdachten Straße und bietet Unmengen an Essen an. Das Tolle dabei: an vielen Ständen kannst du probieren. Wir nahmen die Probierhäppchen gerne an und lernten so weitere Fisch- und Gemüsesorten kennen.

Kyoto Nishiki Markt

Zum Sattwerden gönnten wir uns geniale Garnelen, einen Squid-Spieß und einen Bun (eine Art gefüllter Hefekloß). Das Schlendern über den Markt fanden wir echt klasse. Da wir es leider erst gegen 17 Uhr hierher geschafft hatten, bauten einige Händler ihre Leckereien bereits ab. Der Markt schließt 18 Uhr – also nicht zu spät vorbeikommen!

So viel Kultur in Kyoto

Unsere Tage in Kyoto waren vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten und wir haben eine Vorstellung der japanischen Geschichte und Kultur bekommen. Die wirklich tollen Gebäude und Gärten haben uns absolut begeistert. Um den Rahmen hier nicht komplett zu sprengen, haben wir den Tagesausflug nach Nara in einem extra Artikel beschrieben.

Und hier ist unser Video zu Kyoto mit allen oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten und mindestens genauso vielen Versprechern ;)

In drei Tagen haben wir Japans Megametropole erkundet und haben überrascht festgestellt: Tokio gefällt uns richtig gut! Die Stadt war trotz ihrer Größe gar nicht anstrengend, einfach zu besichtigen und hatte an jeder Ecke Interessantes zu bieten. Hier erzählen wir dir, was wir alles erlebt und uns angesehen haben.

Vom Narita Flughafen in die Innenstadt nach Tokio

Die meisten internationalen Flüge starten und landen auf dem Narita Flughafen, der 70 Kilometer außerhalb von Tokio liegt. Vom näher gelegenen Haneda Flughafen gelangt man schneller in die Innenstadt, er wird aber nicht so häufig angeflogen. Wir erreichten den Narita Airport von Bali aus nach einem schlaflosen Nachtflug mit Air Asia am frühen Morgen und wollten uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Hotel durchschlagen.

Wir nahmen die Keisei Main Line bis Ueno und stiegen dort in die Ginza Line um, die ins Shibuya-Viertel fährt. Insgesamt waren wir ca. 1,5 Stunden vom Flughafen unterwegs und fanden diese Variante ziemlich entspannt. Für die Fahrt haben wir pro Person 9,50€ bezahlt. Alternativ gibt es auch Limousinenbusse und schnellere Züge, die dann mehr kosten.

Unsere Unterkunft in Tokio

Im Super Hotel Lohas Akasaka* haben wir für 11250 ¥ (87€) pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bekommen. Die teuerste Unterkunft unserer Weltreise war dennoch ein Schnäppchen für Tokio-Verhältnisse! Unser kleines Zimmer wurde optimal genutzt, war gut eingerichtet und hatte viele kleine Extras, über die wir uns gefreut haben (Pflegeprodukte, Fön, Schlappen etc.). Zudem gibt es im Hotel einen Onsen (heißes Bad) für Gäste, den wir auch nutzten. Das war die perfekte Entspannung nach einem langen Sightseeing-Tag! Die Lage ist ebenfalls super. In zwei Minuten ist man umgeben von vielen Restaurants und mit der Bahn immer nur wenige Stationen von den Hauptattraktionen Tokios entfernt.

Ankunftstag in Japan

Geschlaucht durch die schlaflose Nacht kämpften wir uns durch unseren ersten Tag etwas durch. Unser Hotelzimmer konnten wir erst am Nachmittag beziehen und hatten daher noch einige Stunden außerhalb totzuschlagen. Wir brachen in Richtung einer großen Grünfläche auf, in der Hoffnung in einem Park ein bisschen rumhängen zu können. Bis wir endlich hineinkamen, hatten wir ihn einmal komplett umrundet :D

Tokyo Akasaka Palace

Ohne es zu wissen waren wir einmal um den Park des Akasaka Palace gelaufen und wurden kurz vor dem Palast von einem total enthusiastischen Japaner angesprochen. Dieser erklärte uns den Zweck des Palastes (Guest State House) und erzählte, dass bereits Barack Obama hier zu Gast gewesen sei.

Wir besuchten den kostenlos zugänglichen Public Garden vor dem Palast und ruhten uns auf einer Bank in der Sonne aus. Später konnten wir unser Zimmer im Hotel beziehen und uns etwas ausruhen bevor wir abends in eine Sushi Bar gingen. Hier gab es sehr leckeres Sushi und damit hatten wir einen richtig entspannten ersten Tag in Tokio.

Japan Tokyo Sushi Bar

Sightseeing in Tokio

Unsere nächsten Tage waren prall gefüllt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten Tokios. Und auch wenn uns abends die Füße qualmten, so waren wir doch echt entspannt. Trotz der Ausmaße dieser Stadt und der vielen, vielen Menschen, fanden wir es hier überraschend ruhig und gar nicht hektisch. Wir haben in drei Tagen nur einmal ein Auto hupen hören. Und das war auch noch unsere Schuld.

Senso-ji Tempel und die Nakamise-dori

Im Viertel Asakusa liegt der Senso-ji Tempel, einer der meist besuchten in Tokio. Für uns bildete der buddhistische Tempel den Anfang unser Tour durch die japanischen Sehenswürdigkeiten. Von der Asakusa Metrostation aus liefen wir zunächst durch die Nakamise-dori, eine lange Einkaufsstraße mit vielen kleinen Läden. Hier wird von Kimonos über Masken, japanische Süßigkeiten bis zu Spielzeug alles angeboten. Wir schlenderten gemütlich die Straße entlang und sahen uns neugierig um. Mal konnte man edle Holzstäbchen für bis zu 100€ erstehen, dann wieder kleine Kekse für wenige Cents.

Japan Tokio Nakamise-Dori

Am Ende der Nakamise-dori bildet das Hozomon Tor den Eingang in den Tempelkomplex des Senso-ji. Wir erkundeten ausgiebig den Tempel, die fünfstöckige Pagode und die dazugehörige Gartenanlage. Auch ließen wir uns die Zukunft vorhersagen! Vor dem Tempel kannst du für nur 100¥ (80 Cent) ein Stäbchen aus einer Metallbox ziehen und dann in der passenden Schublade deine Vorhersage bekommen. Franzi hatte eine positive, Matthias eine negative. Aber das ist für die Japaner auch kein Problem. Die negativen Vorhersagen werden einfach an ein Gitter gebunden und gut ist!

Tokyo Senso-ji

Ueno Park

Inmitten des Großstadttrubels bietet der weitläufige Ueno Park viel Grün, Parkbänke und Springbrunnen zur Entspannung. Wir aßen erst an einem riesigen Seerosenteich unseren mitgebrachten Muffin und schlendert dann gemütlich durch den restlichen Park.

Tokyo Ueno Park

Ginza Yanaka

Im Yanaka Viertel bietet diese Straße kleine, ursprüngliche japanische Läden sowie Marktstände. Hier lohnt sich ein Spaziergang mit nicht allzu vollem Bauch, denn du kannst auch wieder tolles Essen probieren. Wir bestaunten japanische Dekoration und Holzfiguren und lernten Donuts in Wurstform lieben. Das hört sich zwar gar nicht lecker an, aber war es! Den japanischen Namen konnten wir uns einfach nicht merken. Donut in Wurstform war es aber vermutlich nicht ;)

Akhibara

Wenn wir an Japan dachten, kamen bei uns schnell zwei Assoziationen: Sushi und eine riesige Manga-Kultur. Um Zweites ausgiebiger zu bewundern, fuhren wir nach Akhibara. Im Elektronikviertel Tokios wurden wir von großen Leuchtreklamen, Megabildschirmen und Animefiguren zu (unserer Meinung nach) absurden Preisen begrüßt. So ungefähr hatten wir uns das vorgestellt!

Tokyo Akhibara

Dazu schallte es aus den Läden heraus und Mädels in Manga-Verkleidung versuchten, Kunden in die Cafés zu locken. Wir saugten die vielen Eindrücke in uns auf und schüttelten immer wieder verwundert den Kopf.

Tsukiji Fischmarkt

Viel früher als wir wollten, quälten wir uns nach einem Abend im Izakaya aus den bequemen Hotelbetten um zu einem der Highlights in Tokio zu fahren: dem Tsukiji Fischmarkt. Der größte Fischmarkt weltweit öffnet schon früh seine Tore und verschließt sie irgendwann gegen Mittag wieder. Wir hatten gelesen, dass man spätestens 9 Uhr vor Ort sein sollte.

Tokyo Fischmarkt Matthias

Nach kurzer Anreise mit der Bahn erreichten wir die Hallen gegen 9 Uhr und erfuhren, dass die Handelshallen für Besucher erst ab 10 Uhr geöffnet sind. Auch gut. Also schlenderten wir zuerst durch den sogenannten Outer Fischmarkt, der sich vor den Hallen befindet. Hier gibt es viele kleine Sushirestaurants, die vom morgens gefischten Fisch das beste Sushi zubereiten. Wir landeten durch Zufall im Daiwa Sushi, der als bester Sushiladen gilt.

Daiwa Sushi – The place to be!

Während wir uns in die Schlange einreihten, wurden wir von einer netten Japanerin vor uns aufgeklärt. Sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht, erzählte uns von dem Ansehen der Sushi Chefs im Daiwa und den Spezialitäten in den Läden herum. Von ihr erfuhren wir auch, dass die Schlange normalerweise viel länger sei und Leute sich hier teilweise schon ab 4 Uhr morgens die Beine in den Bauch stehen, um früh hereinzukommen. Für uns war das Warten nach 20 Minuten beendet und wir konnten an der kleinen Sushitheke Platz nehmen.

Sushi Fischmarkt

Von der liebenswürdigen Japanerin instruiert, bestellten wir jeweils das Sushi-Set. So bekamen wir die Empfehlungen des Tages vom Chef. Dabei waren verschiedene Sorten Thunfisch, Garnele, Aal, Lachseier, Seeigel, Kalmar und weitere, die wir nicht identifizieren konnten. Das Sushi schmeckte uns hervorragend, auch wenn wir rohen Fisch zum Frühstück gewöhnungsbedürftig fanden :)

Riesige Markthalle

Gut gesättigt starteten wir anschließend unsere Begehung der Markthalle. Hier gab es unglaublich viel Auswahl an Fisch und Meerestieren. Von den großen Thunfischen waren wir besonders beeindruckt. Kein Wunder, dass morgens um 6 Uhr eine Auktion stattfindet, bei der die besten Thunfische ersteigert werden können. Nicht selten geht so ein Fisch hier für 10.000€ über den Tisch. Für den ersten Thunfisch des Jahres wurden dieses Jahr sogar 600.000€ gezahlt!

Tokyo Tsukiji Fischmarkt

Ginza Viertel

Im Ginza Viertel reihen sich einige der teuersten Kaufhäuser und Designerläden aneinander. Mehr als Windowshopping saß hier für uns nicht drin. Am meisten interessierten uns aber sowieso die unteren Etagen der exklusiven Kaufhäuser. Dort sind meistens die Essensabteilungen angesiedelt und es gibt sooo viel zu gucken. Die perfekt dekorierten Süßwaren, die wunderschön angeordneten Sushiboxen oder Lebensmittel zu horrenden Preisen.

Zu Franzis Entzücken entdecken wir in Ginza den Itoya Laden, der großartige Karten, Blöcke und so viel mehr um das Thema Papier und Basteln bietet. Hier musste Matthias sehr entschieden eingreifen, sonst wären unsere Rucksäcke jetzt mit niedlichem Washi-Tape, Briefpapier und so viel mehr gefüllt ;)

Die Shibuya Kreuzung

Die wohl berühmteste Kreuzung der Welt liegt inmitten Tokios quirligem Shibuya-Viertel und lockt mit geordnet-chaotischem Durcheinander. Sowas geht auch nur in Japan! Wir überquerten die Kreuzung (wie gefühlt Millionen andere Menschen tagtäglich) und suchten uns dann einen Fensterplatz im Starbucks, von dem aus wir das Treiben eine ganze Weile beobachteten.

Tokyo Shibuya Kreuzung von oben

Gleichzeitig überqueren hier Menschen aus fünf verschiedenen Richtungen die Straße und es ist ein totales Gewusel. Da es aber immer noch Japan ist, kommt jeder problemlos am Ziel an und der Verkehr kann flüssig weitergehen. Wir haben uns eine solche Kreuzung mal in Indien vorgestellt und das völlige Chaos, das dort herrschen würde. Nicht zu vergessen das Dauergehupe, welches das Ganze begleiten würde :D Aber im geordneten Japan ist es eben kein Problem, im Gewirr der Fußgängerüberquerungen auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Der Meiji Jingu Schrein und Garten

Nur einen Spaziergang von der Shibuya Kreuzung entfernt, befindet sich der Meiji Jingu Schrein. Der Weg dorthin führt durch einen tollen Wald und durch mehrere riesige Holztore.

Tokyo Meiji Schrein Wald

Angekommen an einem der meist besuchten religiösen Anlagen in Tokio mussten wir leicht enttäuscht feststellen: hier wird renoviert. Das imposante Eingangstor konnten wir noch vollständig bestaunen, der eigentliche Schrein aber lag verhüllt in einer Plane. Darauf sein Abbild. Muss echt beeindruckend aussehen.. so in Echt ;)

Tokyo Meiji Schrein

Also trotteten wir wieder zurück und gaben dem Meiji Jingu Inner Garden eine Chance. Den Eintritt von 500¥ (4€) pro Person blätterten wir zuversichtlich hin. Für Gartenanlagen haben die Japaner schließlich ein Händchen. Vernachlässigt hatten wir die Jahreszeit und das Wetter. Bei leichtem Nieselregen gingen wir durch grüne Gräser, an einem grünen Teich und grünen Bäumen vorbei. Alles irgendwie wenig beeindruckend und Ende September eben auch ohne blühende Pflanzen. Das hätten wir uns sparen können. Im Frühjahr ist der Garten sicherlich den Abstecher wert.

Odaiba mit Rainbow Bridge und dem größten Roboter Japans

In das vom Wasser umgebene Viertel Odaiba sind wir eigentlich nur wegen Matthias‘ Uhr gefahren. Und obwohl wir sie dort nicht reparieren lassen konnten (Garmin gibts hier nicht), war es trotzdem ein absoluter Glücksfall. Alleine die Fahrt nach Odaiba war den Ausflug schon wert. In der ziemlich neuen Yurikamome Linie geht es über der Erde zwischen den Hochhäusern entlang. Das ist bereits genial. Dazu kommt, dass die Bahn keinen Fahrer hat und vollautomatisch fährt. Der Knaller ist dann aber die Fahrt über die sogenannte Rainbow Bridge, die Odaiba mit dem Rest Tokios verbindet. Unser Geheimtipp für dich! Die Aussicht ist irre und die Fahrt über die Brücke wirklich cool.

Tokyo Skyline von Odaiba

Wir sind von der Daiba Station aus zum Wasser gegangen und konnten die langgezogene Skyline Tokios und die Rainbow Bridge im strahlendsten Sonnenschein betrachten. Auf den Steinen sitzend, machten wir hier eine Sightseeingpause und beobachteten fliegende Fische (kein Scherz!).

Tokyo Skyline mit Strand

Danach ging es zu unserem (erfolglosen) Ausflug in die Mall, der aber durch den größten Roboter Japans gerettet wurde. Dieser steht vorm Eingang des Diver City Tokyo und ist enorm groß. Als wir die Mall wieder verließen, hatte sich vor dem Roboter eine ansehnliche Menschentraube versammelt. In Erwartung einer beeindruckenden Robotershow gesellten wir uns dazu. Von vier ausgefahrenen Klappen und etwas Beleuchtung waren wir dann aber nicht wirklich beeindruckt. Matthias hatte eher an Karate-Moves in Transformer-Manier gedacht!

Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein lauschiges Plätzchen am Wasser. Dort beobachteten wir, wie es immer dunkler wurde und die Hochhäuser immer heller. Der Blick auf die Skyline von Tokio war hier einfach genial. Wir waren zwar nur durch Zufall hier gelandet, können einen Abstecher nach Odaiba aber sehr empfehlen.

Imperial Palace und East Garden

Der Sitz des japanischen Kaisers ist der sogenannte Imperial Palace im Herzen Tokios. Eingebettet in eine riesige Gartenanlage residieren die Royals hier auf einem wunderschönen Flecken. Da der Palast aktuell auch bewohnt ist, dürfen der Palast selbst und die Gartenanlagen direkt darum nicht besichtigt werden. Der East Garden hingegen ist für die Öffentlichkeit zugänglich und das sogar kostenlos. Wenn du nicht gerade an einem Freitag auf die Idee kommst, dort spazieren zu wollen (so wie wir). Freitags ist der Garten nämlich geschlossen. Dumm gelaufen!

Tokyo Blick auf Skyline vom Imperial Palace

Wie ließen uns davon aber nicht abhalten und umrundeten die ganze Anlage des Imperial Palace und machten so einen wirklich schönen Spaziergang. Währenddessen müssen uns hunderte Jogger entgegengekommen sein, die diese Runde zum Laufen anscheinend sehr schätzen. Wirklich alle liefen gegen den Uhrzeigersinn – Ordnung muss schon sein!

An unserem Abfahrtstag versuchten wir unser Glück erneut und schlossen unsere Rucksäcke in der Tokyo Station ein. Und dieses Mal war der East Garden geöffnet und wir konnten durch die grüne Parkanlage spazieren. Besonders schön fanden wir die „Bonsaibäume“, bei denen echt nicht eine Nadel in die falsche Richtung wächst!

Tokyo Imperial Palace East Garden

Mit der Metro durch Tokio

Am besten kannst du Tokio mit der Metro erkunden. Es gibt superviele Linien, die dich kreuz und quer durch die Stadt befördern. Und trotz des riesigen Netzes haben wir uns immer erstaunlich gut zurecht gefunden. Die einzelnen Linien haben einen Namen, einen passenden Buchstaben und eine eigene Farbe. Dazu sind die Bahnhöfe super beschildert und die Ansagen in den Bahnen auch immer auf Englisch. Eine Einzelfahrt kostet (mit Suica Card) zwischen 165 und 195¥, was 1,30€ bis 1,50€ ist. Das fanden wir für diese teure Megastadt sehr erschwinglich.

Japan Tokio Metro

Um dir die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel möglichst einfach zu gestalten, können wir dir nur empfehlen, dir eine Suica Card (oder alternativ Pasmo Card) zuzulegen. Auf diese lädst du ein Guthaben und kannst somit einfach und schnell die Haltestellen passieren. Zum Bahnfahren und der Suica Card werden wir noch mal einen extra Artikel verfassen.

Ein vielversprechender Start in unsere Japanreise

Tokio hat uns wirklich überrascht! Wo wir sonst ja nicht die größten Fans von Megastädten sind, haben wir die Tage hier komplett genossen. Wir waren wirklich null gestresst und haben die Stadt als extrem entspannt und vor allem ruhig wahrgenommen. Auf jeden Fall war es ein genialer Einstieg unserer Japanreise und wir freuen uns schon sehr auf noch ganz viel mehr!

Tokio Videos

Wenn du das Ganze gerne in bewegten Bildern erleben möchtest, dann schau doch mal in unsere Tokio Videos rein!

Unsere Ankunft in Tokio 

Tokio Sightseeing I  und  Tokio Sightseeing II

Unsere ersten vier Wochen in Mexiko verbrachten wir an vielen unterschiedlichen Orten in den verschiedensten Unterkünften: mal waren es Hostel, mal kleine Doppelzimmer im Hotel, Camper oder Zimmer über AirBnB. Als wir in Puerto Escondido ankamen, freuten wir uns natürlich auf unsere Surfstunden und den Spanischkurs, aber auch darauf, mal ganze 14 Tage am Stück in einer Unterkunft zu verbringen. Denn unser kleines Apartment bot uns eine kleine, ganz ordentlich ausgestattete Küche und damit die Möglichkeit, selbst zu kochen. Waren wir es im Alltag manchmal leid, uns abends um unser Essen kümmern zu müssen, so freuten wir uns jetzt umso mehr darauf.

Mais Mais Baby!

Die mexikanische Küche kennen viele vermutlich aus den typischen Restaurants in Deutschland, in denen es Nachos, Burritos und Quesadillas gibt. Der Unterschied zum echten mexikanischen Essen? In Mexiko gibt es noch viel mehr Variationen der Tortillas! Wir hatten uns die ersten Wochen enthusiastisch durch die lokalen Küchen gefuttert und haben dabei durchaus sehr lecker gegessen. Aber nach ca. drei Wochen merkten wir: wir können keine Tacos/Tortillas/Quesadillas mehr sehen! Ein Großteil der mexikanischen Küche basiert auf Mais und dazu gibt es im Grunde maistens eines, nämlich Fleisch! Gemüse bekommt man maximal als Mini-Beilage zum Taco.

Umso mehr freuten wir uns auf unsere Selbstverpflegung und die Möglichkeit, uns leckere Gerichte zubereiten zu können. Bereits im nahe gelegenen Supermarkt deckten wir uns mit ordentlich Obst und Gemüse ein. Durch unsere Spanischlehrerin Angie lernten wir dann aber den lokalen Mercado kennen und lieben. Einen solchen Markt gibt es in fast jeder mexikanischen Stadt und er bietet (meist) lokales Gemüse und Obst und noch viel viel mehr!

Mexiko Puerto Escondido Markt Bild

Aufgebaut ist der Mercado thematisch, was echt praktisch ist. Es gibt also zwei bis drei Gänge, in denen Obst und Gemüse angeboten wird. Dann kommt ein Gang mit Fleisch, einer mit Fisch… du verstehst das Prinzip ;) Wir sind einmal komplett durch alle Gänge durchgelaufen und haben uns von den Gerüchen leiten lassen.

Obst und Gemüse

Mexiko bietet unsere beiden Lieblingsfrüchte im Übermaß und zu sehr erschwinglichen Preisen: Avocado und Mango. Während wir in Deutschland oft die noch sehr harten, grünen Mangos für 2-3 €uro das Stück gekauft haben, erstehen wir hier zwei goldgelbe schon etwas weiche Mangos für weniger als einen €uro (zusammen natürlich, nicht pro Stück!). Und sie schmecken fantastisch! Auch die Avocados sind unglaublich lecker und günstig.

Mexiko Markt Gemüse Obst

Außerdem gibt es für uns knackige Äpfel, Bananen und Nektarinen. Neben dem Obst gibt es natürlich auch viel Gemüse und darunter auch einiges, das wir überhaupt nicht kennen. So lernen wir zum Beispiel die Chayote kennen, die wir aufgrund ihrer Form liebevoll Arschfrucht nennen. Sie schmeckt wie eine Mischung aus Gurke und Apfel und passt ganz gut in unsere Gemüsepfanne mit Brokkoli, Möhren und Champignons rein.

Fleisch

Der Fleisch-Gang ist gar nicht zu übersehen, denn die riesigen Stücke baumeln einem hier direkt vor der Nase. Der Anblick ist etwas gewöhnungsbedürftig und die hygienischen Bedenken halten uns letztendlich auch davon ab, Fleisch auf dem Markt zu kaufen. Von Angie haben wir gelernt, dass hier alles vom Tier verarbeitet und nichts weggeworfen wird. Selbst aus den Fettstücken werden Snacks zum Knabbern hergestellt (bääähh).

Mexiko Markt Fleisch

Huhn

Ja, eigentlich könnte man das zum Fleisch hinzufügen, machen die Mexikaner aber nicht, deswegen gibt es auch dafür einen extra Gang. Als Fleisch zählt in Mexiko Rind und Schwein. Die Hühner liegen entweder im Ganzen in der Auslage oder in ihre Einzelteile zerlegt. Auch die Hühnerfüße werden hier übrigens gegessen!

Fisch

Im nächsten Gang warten diverse Meerestiere auf uns. Wir haben in unserer Spanischstunde gelernt, dass die Jaiba (eine Krabbe) hier blau ist und können sie dann – so halbtot – auch bei den Fischhändlern betrachten. Besonders fasziniert schauen wir dabei zu, wie ein Thunfisch ausgenommen und die Filets herausgeschnitten werden. Wir haben beide vorher noch nie einen ganzen Thunfisch gesehen. Am meisten interessiert sind wir aber an den Camarones (Shrimps), die wir schon viel zu lange nicht mehr gegessen haben. Das halbe Kilogramm kostet uns knappe 4 €uro und hat fantastisch geschmeckt!

Mexiko Markt Shrimps

Käse

Der Gang auf dem Markt, der am strengsten riecht, ist der mit dem Käse. Die Mexikaner stellen einen Frischkäse, eine Art Fetakäse und Quesillo her, der unserem Mozzarella ähnelt. Für uns haben diese Käsesorten eher weniger Geschmack, sodass wir es beim Probieren belassen.

Blumen

Vom Gang mit dem strengsten Geruch kommen wir zu dem, mit dem schönsten. Ein Meer aus Blumen erstreckt sich vor uns und begeistert Auge und Nase.

Mexiko Markt Blumen

Kleidung und Handwerk

In mehreren Gängen werden FlipFlops, Blusen, Bikinis, Hosen und allerlei Handwerk angeboten. Es gibt in Oaxaca eine spezielle schwarze Tonart, die man in Form kleiner Schälchen oder Tassen erstehen kann. Daneben wird aber auch vieles angeboten, das vermutlich eher Made in China ist. Uns reizt das Ganze wenig, da haben wir doch mehr Spaß zwischen all den Nahrungsmitteln.

Essen- und Getränkestände

Neben den einzelnen Waren kann man auf dem Markt in diversen kleinen Ständen auch Essen und Getränke erstehen. Auf Rat von Angie genehmigen wir uns einen superleckeren, frisch gepressten Saft bzw. Milchshake. Franzi sucht sich die Kombination rote Beete & Möhre aus, während Matthias einen Milchshake mit Ananas und Erdbeere trinkt. In den sogenannten Comedores werden Antojitos (mexikanische Snacks) zu sehr günstigen Preisen angeboten.

Mexiko Markt Säfte

Nervenkitzel auf dem Markt

Auf unserem ersten Marktspaziergang mit Angie bot ein Mädchen kleine, rote Dinge zum Essen an und unsere Spanischlehrerin forderte uns auf, das doch mal zu probieren, es sei toll. Matthias ließ sich überreden und hatte kurze Zeit später eine kleine Heuschrecke mit Chili-Geschmack im Mund. Es war etwas Neues, aber bestimmt nicht toll. Die nächsten 10 Minuten spülte er immer wieder seinen Mund aus ;)

So richtig Nervenkitzel erlebten wir aber als wir am Wochenende ein weiteres Mal über den Markt schlenderten. Matthias stand gerade zum Bezahlen an, als es ihn am Hals kratzte und er versuchte, das vermeintliche Insekt wegzuschnippsen. Dieses war hartnäckig und er musste es noch mal mit mehr Kraft probieren. Als er dann auf dem Boden sah, was ihm da im Genick gesessen hatte, ist er vor Schreck fast in Franzis Arme gesprungen: ein Skorpion! Die umstehenden Mexikaner erzählten, dass dieser schon giftig (wenn auch für uns nicht tödlich) sei und ein Stich ganz schön wehtun würde. Kannst du dir vorstellen, dass es uns danach ständig irgendwo gejuckt hat und wir immer wieder panisch nachgesehen haben, ob wir was an uns haben?!

Ein tolles Erlebnis

Wir verlassen den Markt, ausgerüstet mit ganz vielen Vitaminen und freuen uns, heute nicht nur einen Einkauf erledigt sondern auch einen weiteren Einblick in das Leben der Einheimischen bekommen zu haben. Freundlich und geduldig wurden unsere holprigen Fragen nach dem Preis oder Bestellungen entgegengenommen und die Antwort von einem Lächeln begleitet.

Wir sind auch schon in Deutschland immer gern auf Märkte gegangen, sei es der Fischmarkt in Hamburg, der Markt in Göttingen oder der in Werder. Daher haben wir die Atmosphäre sehr genossen und sind nicht nur einmal hier einkaufen gewesen. Dass es dazu günstig ist und wir sehr frische Nahrungsmittel kaufen konnten, ist ein super Nebeneffekt!

Und du?

Bist du auch so gerne auf Märkten unterwegs? Gibt es etwas, das wir auf dem Markt unbedingt mal kaufen sollten? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen. Wir freuen uns auf deine Anregungen!