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Die Inkaruinen des Machu Picchu zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südamerikas und auch wir haben uns diese faszinierende Stadt angesehen. Da es viele Möglichkeiten gibt, Machu Picchu zu erreichen, wollen wir dir hier alle wichtigen Informationen rund um den Besuch zusammenfassen.

Aktuell: Änderung der Besuchsregelungen

Fangen wir mit dem wichtigsten Punkt gleich zu Beginn an: Seit dem 01.07.2017 haben sich die Besuchszeiten geändert. Bis dahin gab es eine Limitierung von 2500 Besuchern pro Tag und jeder Besucher durfte die Anlage drei Mal verlassen und wieder betreten. Eine Regulierung der Besuchszeit gab es nicht.

Ab dem 1. Juli 2017 ist alles anders. Nun dürfen Besucher nur noch in Begleitung eines Guides das Gelände betreten, der ein lizensierter Touristguide sein muss und seine Gruppe zu Beginn ein- und bei Verlassen des Geländes wieder austrägt. Die Besuchszeiten sind nun so reguliert, dass man entweder ein Ticket für den Vormittag (6 bis 12 Uhr) oder ein Ticket für den Nachmittag (12 bis 17.30 Uhr) kaufen kann. Es ist also nicht mehr möglich, mit einem Ticket den ganzen Tag im Machu Picchu zu verbringen. Zudem gibt es drei vorgegebene Routen, an die sich Besucher halten müssen. Beim Erwerb des Tickets musst du dich für eine von drei Routen durch Machu Picchu entscheiden. Mit den neuen Regulierungen ist es nun auch nicht mehr möglich, das Gelände wieder zu betreten wenn du es einmal verlassen hast. 

Wie viel kostet der Eintritt zum Machu Picchu?

Die offiziellen Eintrittspreise werden von der Regierung vorgeschrieben. Du finest die aktuellen Preise und Verfügbarkeiten online. Für 2019 gelten folgende Preise:

  • Ein Erwachsener zahlt für den Eintritt 152 Soles (42€) 
  • Für den Aufstieg auf entweder den Machu Picchu oder den Huayna Picchu zahlt ein Erwachsener 48 Soles (13€)
    Dieses Ticket kannst du nur in Kombination mit dem normalen Eintrittsticket kaufen.

Wo kaufe ich meine Machu Picchu Tickets?

Du hast mehrere Möglichkeiten, deine Eintrittskarten für den Machu Picchu zu erwerben:

  • im DRC Büro in Cusco
    Hier kannst du in der offiziellen Kartenverkaufsstelle deine Tickets kaufen. Alternativ gibt es Hunderte Agenturen, die dir ebenfalls Tickets verkaufen können (dafür aber evtl. einen Aufschlag kassieren).
  • im Rahmen einer organisierten Tour 
    Besuchst du Machu Picchu im Rahmen einer Wanderung oder anderen Tour, nehmen die Veranstalter dir den Kauf des Tickets in der Regel ab. Je nachdem, wie lange vorher du die Tour buchst, bekommst du es vor der Tour oder wenn du sehr spontan buchst (so wie wir einen Tag vorher), kann es sein, dass du die Tickets erst am Tag vor dem Machu Picchu Besuch bekommst.
  • Tickets über die offizielle Website online kaufen
    Möchtest du den Besuch des Machu Picchu schon von zu Hause aus oder längere Zeit vor deinem Besuch planen, kannst du die Tickets natürlich auch online kaufen. Das kannst du zum Einen über die offizielle Website machen, auf der du Datum und Art des Tickets auswählst. Danach bekommst du einen Reservierungscode, der 6 Stunden gültig ist. Innerhalb dieser Frist musst du für deine Tickets bezahlen (online per Visa, in Peru in einer Banco Nacional oder im Ticket Office in Cusco oder Aguas Calientes). Diese Variante scheint nicht immer so einfach, da wir viele getroffen haben, die damit Probleme hatten.
  • Tickets über eine Agentur online kaufen 
    Ist dir die offizielle Variante zu kompliziert, kannst du natürlich auch online über Agenturen Tickets buchen. Davon gibt es Unmengen, du musst nur bei Google Machu Picchu Tickets eingeben und hast die Qual der Wahl.

Machu Picchu Mountain und Huayna Picchu Mountain

Zusätzlich zum Besuch der Inkastadt kannst du entweder den Machu Picchu Mountain oder den Huayna Picchu Mountain besteigen. Dafür benötigst du ein Ticket, das du nur vor dem Besuch kaufen kannst. Auch diese Tickets sind stark limitiert (400 Personen pro Tag für jeden Berg). Da der Aufstieg auf den Huayna Picchu Mountain beliebter ist, sind diese Tickets häufig schon mehrere Wochen vorher ausverkauft. Wir haben wenige Tage vorher noch problemlos Tickets für den Aufstieg auf den Machu Picchu Mountain bekommen.

Wenn du dein Ticket kaufst, kannst du dich für zwei unterschiedliche Zeitpunkte entscheiden. Den Aufstieg zum Machu Picchu Mountain kannst du entweder zwischen 7 und 8 Uhr oder zwischen 9 und 10 Uhr beginnen. Beim Huayna Picchu Mountain liegen die Zeitfenster zwischen 7 und 8 oder zwischen 10 und 11 Uhr.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Zu Beginn des Aufstiegs musst du dich an einem Kontrollpunkt eintragen und hast danach 4 Stunden Zeit, um den Auf- und Abstieg zu bewältigen. Den Machu Picchu Mountain haben wir bestiegen und können deshalb sagen, dass der Aufstieg definitiv eine Herausforderung ist, da du 1000 Höhenmeter überwinden musst. Dafür ist der Blick von oben fantastisch! Mit den neuen Regulierungen könnte der Erwerb des Tickets für den späteren Aufstieg die Möglichkeit sein, die meiste Zeit im Machu Picchu zu verbringen. Außerdem war es bei unserem Besuch so, dass sich der Nebel erst spät verzogen hatte, auch das spricht für den späten Zeitpunkt für den Aufstieg.

Wie komme ich nach Aguas Calientes?

Aguas Calientes (oder Machu Picchu Pueblo) ist der Ausgangsort für deinen Besuch der Inkaruinen. Der Ort liegt auf knapp 2000 Metern und wird überflutet von Touristen. Möchtest du zum Sonnenaufgang und pünktlich zur Öffnung um 6 Uhr am Eingang sein, wirst du vorher hier eine Nacht verbringen. Die Auswahl an Hotels ist riesig!

Mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes

Die bequemste und schnellste Art, von Cusco nach Aguas Calientes zu kommen, sind die Züge, die regelmäßig verkehren. Diese Variante ist allerdings auch die teuerste, da du für die Zugtickets tief in die Tasche greifen musst. Je nach Abfahrtzeit liegt der Preis für eine einfach Zugfahrt zwischen 50 und 200US $. Die Zugfahrt dauert zwischen zwei und vier Stunden und führt mitten durch das Sacred Valley (das Heilige Tal), sodass du währenddessen wirklich schöne Aussichten auf die Natur um dich herum hast.

Die zwei Hauptbetreiber der Züge sind Inca Rail und Peru Rail. Tickets für die Züge kannst du entweder in Cusco kaufen, im Internet über deren Website oder auch über Agenturen. Die Station Poroy liegt etwa 20 Minuten außerhalb von Cusco und ist am nächsten an der Stadt dran. Hast du nur wenig Zeit, kannst du den Besuch vom Machu Picchu von Cusco aus so innerhalb eines Tages schaffen. Viel Zeit für das Bestaunen der Ruinen bleibt dabei allerdings nicht. Günstiger ist die Zugfahrt nach Aguas Calientes von Ollantaytambo aus. Dorthin kommst du von Cusco in etwa eineinhalb Stunden per Busfahrt, die nicht mehr als 5€ kosten sollte.

Machu Picchu Zug

Mit dem Bus nach Hidroelectrica und entlang der Schienen gehen

Möchtest du die Zugfahrt vermeiden, so kannst du auch den Bus von Cusco nach Hidroelectrica nehmen. Die Fahrt dauert ungefähr sechs Stunden und kostet dich ca. 15€. Diese Busse werden von vielen Agenturen angeboten und können einfach gebucht werden. Angekommen in Hidroelectrica folgst du dann den Zugschienen bis Aguas Calientes. Du wirst hier nicht alleine sein, denn viele Touristen wählen den Weg entlang der Schienen. Er ist ungefährlich und entlang der Strecke gibt es immer wieder kleine Restaurants, die Getränke und Essen verkaufen. Die 11 Kilometer kannst du in zwei bis drei Stunden bewältigen und von Weitem bereits Machu Picchu auf den Bergen erspähen. Insgesamt benötigst du für diesen Weg also mindestens neun Stunden und brauchst damit eine Übernachtung in Aguas Calientes.

Schienen von Hidroelectrica

Im Rahmen des Inka Treks

Der bekannteste und beliebteste Weg zum Machu Picchu ist der viertägige Inkatrek. Hier wanderst du auf den Spuren der Inka und kommst am letzten Tag der Wanderung am Sonnentor im Machu Picchu an. Dieses ist die einzige Variante, bei der du direkt im Machu Picchu ankommst. Die Kosten für die Wanderung liegen bei 500 US$, wobei nach oben viel Spielraum ist ;) Einziger Nachteil dieser Variante: aufgrund der großen Beliebtheit, ist der Inka Trek oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Die Zahl der Wanderer ist pro Tag nämlich auf 500 begrenzt und Guides sowie Träger werden mitgezählt. Möchtest du ihn in der Hochsaison (Juni bis September) laufen, musst du mindestens sechs Monate vorher buchen!

Im Rahmen eines Jungle Treks

Den Jungle Trek kannst du meistens noch sehr kurzfristig in Cusco buchen. Dieser ist eine Mischung aus Wandern, Rafting, Mountainbiken und Ziplining. Er ist körperlich nicht übermäßig anspruchsvoll, überquert keinen großen Höhen und endet in Hidroelectrica. Bis nach Aguas Calientes läufst du also entlang der Schienen. Die meisten Agenturen bieten den Jungle Trek für vier Tage an und verlangen dafür ab 200 US$.

Im Rahmen des Salkantay Treks

Diese viertägige Wanderung führt über den 4600 Meter hohen Salkantay Pass und ist nichts für Lauffaule! In einem extra Beitrag haben wir für dich alle Informationen rund um den Salkantay Trek zusammengefasst. Wie wir die Herausforderung gemeistert haben, erfährst du in unserem ausführlichen Erfahrungsbericht zum Salkantay Trek.

Machu Picchu Informationen Salkantay Wanderung

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Jetzt bist du endlich in Aguas Calientes angekommen und immer noch nicht im Machu Picchu. Es trennen dich noch weitere 400 Höhenmeter vom tatsächlichen Eingang. Auch diese kannst du in verschiedenen Varianten überwinden. Die sportliche Variante ist der Aufstieg über zahlreiche Treppenstufen, der dich in ca. einer Stunde zum Eingangstor bringt. Ausgangspunkt ist dabei der untere Eingang, der um 5 Uhr öffnet. Hast du es lieber etwas bequemer, kannst du im Ort einen Bus nehmen, der die Strecke für 12 US$ zurücklegt. Besonders am frühen Morgen ist hier aber auch ordentlich Anstehen angesagt.

Kompliziert? Hier noch mal per Video

In unserem Video zum Salkantay Trek erklären wir auch, welche Möglichkeiten es gibt, zum Machu Picchu zu kommen. Und in Teil 2 siehst du unter anderem, wie es ist von Hidroelectrica nach Aguas Calientes zu laufen. Schau doch mal rein!

Im Machu Picchu

Und nun hast du es geschafft, du bist tatsächlich im Machu Picchu angekommen. Offiziell ist es nicht gestattet, Getränke und Essen in die Anlage mitzunehmen. Hast du nur einen kleinen Rucksack dabei, ist es aber kein Problem, etwas einzupacken, da dieser nicht kontrolliert wird. Große Rucksäcke müssen in die Gepäckfächer am Eingang eingeschlossen werden.

Auch innerhalb der Anlage ist es nicht gestattet, zu essen oder zu trinken. Machst du das außerhalb der Sichtweite von Kontrolleuren und nicht in riesigen Menschentrauben, wird aber keiner etwas dazu sagen! Es geht dabei hauptsächlich um den Müll, den einige Touristen einfach da lassen. Es gibt noch viele weitere (dämliche) Regeln, deren Aufzählung hier aber zu weit führen würde. Das erzählt dir nämlich im Zweifel der Guide dann alles noch einmal.

Da es mit der neuen Regelung nun nur noch möglich ist, die Anlage mit Guide und in vorgeschriebenen Routen zu betreten, scheint Erkunden auf eigene Faust nicht mehr möglich zu sein. Wirklich schade, denn das hat uns am besten gefallen. Wir würden dir am ehesten dazu raten, ein Ticket für den Vormittag zu kaufen und das Ganze mit dem Besuch des Machu Picchu Mountain zu verbinden. So hast du das mystische Flair am frühen Morgen zum Sonnenaufgang und kannst deine Zeit bei der Inkastätte durch das Zusatzticket für den Mountain noch etwas verlängern.

Machu Picchu am besten in eine Wanderung einbinden

Ob uns der Machu Picchu auch so gut gefallen hätte wenn wir ihn einfach im Rahmen einer Tagestour von Cusco aus besucht hätten? Ganz bestimmt nicht! Für uns war es der krönende Abschluss unserer Wanderung über den Salkantay Trek. Und das empfehlen wir dir auch. So erlebst du die großartige Natur in den Anden, kämpfst dich bis nach Aguas Calientes vor und siehst dann die schönen Ruinen.

Unsere Machu Picchu Erfahrung im Video

Im zweiten Teil unsere Videos zum Salkantay Trek klettern wir die Stufen zum Eingang von Machu Picchu, genießen den Ausblick vom Machu Picchu Mountain und erkunden ausgiebig die Inkastadt. Unser spärliches Geschichtswissen bauen wir auch noch ein :) Viel Spaß!

Hast du schon Erfahrungen mit den neuen Regelungen gesammelt?

Da wir am 30.06.2017 im Machu Picchu waren, kennen wir die Regeln nur von der offiziellen Website. Warst du vielleicht danach da und kannst uns erzählen wie es war? Wir würden uns über deine Informationen in den Kommentaren freuen!

Beinah hätten wir uns den Machu Picchu gar nicht angesehen. So groß der Hype um die Sehenswürdigkeit Perus, wenn nicht sogar Südamerikas ist, so groß war schon fast unsere Abneigung, sich diesem Touristenspektakel anzuschließen. Im Nachhinein müssen wir sagen: Gut, dass wir da waren. Es war unglaublich beeindruckend!

Von Aguas Calientes zum Machu Picchu

Nach viertägiger Wanderung über den Salkantay Pass erreichten wir am späten Nachmittag Auguas Calientes und bezogen dort unser Hotel. Sehr früh gingen wir in unsere Betten. Nicht nur, weil wir erschöpft von den Wandertagen waren (waren wir natürlich), sondern auch, weil der nächste Morgen bereits vor 4 Uhr für uns startete.

Wir hatten uns dafür entschieden, den Berg zum Eingang vom Machu Picchu zu erklimmen und das Geld für die Busfahrt (immerhin 12US$ pro Strecke) zu sparen. So ging es für uns kurz nach 4 Uhr im Dunklen zum unteren Eingangstor des Machu Picchu. Vorbei an den bestimmt 150 Leuten, die um diese Uhrzeit schon für die Busse anstanden. Auch am ersten Eingangstor bildete sich bereits eine längere Schlange von Menschen, die darauf warteten, dass um 5 Uhr die Tore geöffnet würden.

Nachdem wir unser Ticket vorgezeigt hatten, stand uns nun ein Wettlauf mit der Zeit bevor. Bis 6 Uhr sollten wir am richtigen, oberen Eingang vom Machu Picchu sein, um dort unseren Guide zu treffen und eine Tour zu beginnen. Blieben uns also 50 Minuten, um die 400 Höhenmeter bis dahin zu überwinden. Gerade so kamen wir pünktlich oben an, völlig durchgeschwitzt und aus der Puste, um unseren Guide noch abzupassen.

Einstündige Tour am Machu Picchu

Der von unserer Wanderorganisation gestellte Guide führte uns zunächst zu den beliebtesten Fotostopps. Dort konnten wir einen Blick auf die große Inkaanlage erhaschen, ohne dass darin bereits hunderte Touristen herumstromerten. Die Wolken hatten sich pünktlich zum Foto kurz verzogen und gaben somit einen sensationellen Blick frei.

Machu Picchu am Morgen mit Nebel

Während die Wolkendecke sich daraufhin immer weiter um unser herum schloss, erfuhren wir, dass Machu Picchu vermutlich 1533 nach Ankunft der Spanier in Cusco verlassen wurde und danach über 400 Jahre zuwucherte. Erst 1911 wurden die vielen Gebäude vom Amerikaner Bingham wiederentdeckt. In der Version unseres Guides kamen die Amis nicht sehr gut bei weg, da sie wohl in den darauf folgenden Jahren alle Schätze (viel Gold und Silber) ausgruben und in die USA brachten.

Machu Picchu Steinmauern

Wir waren wirklich beeindruckt wie gut erhalten die über 600 Terrassen, Tempel und Gebäude noch sind. Das ist nicht selbstverständlich wenn man bedenkt, dass sie über 400 Jahre vom Dschungel begraben waren, auf einem steilen Berg liegen und in einem Gebiet, das regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Ein Grund dafür sind die vielen Terrassen. Diese sind aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut und dienen als Entwässerungssystem für den vielen Regen, der hier jährlich fällt. Deshalb wurde die Stadt im Laufe der Jahrhunderte nicht einfach weggeschwemmt.

Machu Picchu Terrassen

In der Anlage selbst befinden sich Tempel, Wohnhäuser, ein Steinbruch und viele weitere Gebäude, deren Sinn nicht komplett geklärt wurde. Forscher sind sich noch immer nicht sicher, von wem und wofür die Stadt genutzt wurde. Es gibt Hinweise, dass die Adligen sie zur Meditation und Erholung zwischen den Kriegen nutzten. Aber bewiesen ist nichts. Umso mehr liefen unsere Hirne auf Hochtouren, als wir uns vorstellten wer hier gewohnt und wie das alltägliche Leben der Menschen wohl ausgesehen hatte.

Aufstieg zum Machu Picchu Mountain

Wir hatten uns vorher darum bemüht, ein sog. Kombiticket zu bekommen, mit dem wir auch auf den Machu Picchu Mountain aufsteigen könnten. Diese Tickets sind begrenzt und wir erhielten in der zweiten Gruppe (Aufstieg zwischen 9 und 10 Uhr) noch welche. Pünktlich um 9 Uhr begannen wir mit dem Besteigen der unzähligen, völlig unterschiedlich hohen Treppenstufen. Nach den 400 Höhenmetern am frühen Morgen, erklommen wir nun weitere 600. Das war ziemlich anstrengend und verlangte unseren müden Wanderbeinen noch einmal alles ab.

Weg zum Machu Picchu Mountain

Als wir nach 75 Minuten endlich auf dem Gipfel des Machu Picchu Berges ankamen, hatten wir überhaupt keine Aussicht auf nichts. So aßen wir unsere letzten Snacks und erholten uns erst einmal von der anstrengenden Gipfelbesteigung. Zu unserem Glück klarten die Wolken schließlich auf. Die Meute stürmte an den Rand und es wurden tausende Fotos von Machu Picchu und dem gegenüberliegenden Berg Waynapicchu geschossen.

Blick vom Machu Picchu Mountain

Wir waren sehr glücklich, dass wir uns die zusätzlichen Meter noch angetan hatten, denn der Blick war einmalig! Auch auf dem Weg nach unten konnten wir nun immer wieder Blicke auf die riesige Inkastadt werfen und haben nun vermutlich Fotos von jedem nur erdenklichen Blickwinkel.

Zweite Runde Machu Picchu mit weniger Besuchern

Nachdem wir uns vom Auf- und Abstieg des Machu Picchu Mountain auf einer Wiese im schönsten Sonnenschein erholt hatten, begaben wir uns auf eine zweite Besichtigungstour des Geländes. Ganz entspannt schlenderten wir zwischen den Ruinen umher, schossen unsere Fotos und bestaunten die Arbeit der Inka.

Machu Picchu Ruinen im Nebel

Viele Touristen verlassen am frühen Nachmittag das Gelände, da sie ihren Zug zurück nach Cusco bekommen müssen. Es waren deutlich weniger Menschen vor Ort als noch am Vormittag und wir genossen die ruhigere Stimmung. Tatsächlich waren wir am letzten möglichen Tag im Machu Picchu, an dem man das Gelände noch selbstständig (ohne Guide) und den ganzen Tag erkunden kann. Ab dem 01.07.2017 gelten neue Bestimmungen, die wir in einem extra Beitrag mit allen Informationen rund um den Besuch beim Machu Picchu erläutert haben.

Schmerzhafter Abstieg und Platzregen

Auch den Rückweg nach Aguas Calientes wollten wir zu Fuß bestreiten und so machten wir uns gegen 15.30 Uhr auf zu den vielen Treppen nach unten. Hatten wir hier morgens wegen der Dunkelheit nichts sehen können, so nahmen wir dieses Mal den Weg und die Umgebung wahr. Allerdings schmerzten Knie und Füße nach dem vielen Auf- und Abgesteige (immerhin 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter) doch sehr.

Als wir dann das eher flache letzte Stück nach Aguas Calientes angingen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Wir waren bis auf die Unterwäsche durchnässt und hinterließen ordentliche Pfützen auf dem Weg zur Dusche in unserem Hotel. Was für ein Glück, dass es erst nach unserem Besuch des Machu Picchu so geregnet hatte! Da tat die heiße Dusche so richtig gut und die Wäscherei gegenüber sorgte innerhalb von 3 Stunden für saubere und trockene Klamotten.

Fazit zum Machu Picchu

Viele erzählten uns vorher, dass sie ein wenig enttäuscht vom Besuch waren, andere schwärmten davon. Wir können uns nun zur zweiten Kategorie der Schwärmer einordnen: wir fanden diese Ruinenstadt inmitten der Berge bezaubernd. Sich vorzustellen, wie die Inka hier damals gelebt haben, die Schönheit der Gebäude zu bewundern und anzuerkennen, welch großartige Architektur dahintersteckt. Toll, dass wir das alles mit eigenen Augen sehen konnten! Den Touristenströmen sind wir dadurch entkommen, dass wir zwischen 9 und 13 Uhr auf dem Machu Picchu Mountain waren und danach war es deutlich leerer.

Wie es ab Juli sein wird, wenn man das Gelände nur noch mit Guide und entweder vor- oder nachmittags besuchen darf, können wir nicht einschätzen. Alle wichtigen Informationen rund um den Machu Picchu, die du für deinen Besuch benötigst, haben wir in einem extra Beitrag zusammenfasst.

Machu Picchu Ruinen und Lama