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Ein klares Highlight unserer Zeit in Nicaragua war die Karibikinsel Little Corn Island mit ihren wunderschönen Stränden, dem türkisblauen Meer und der Entspannt- und Abgeschiedenheit. Viele verbinden mit der Karibik oft teure Hotelresorts und meinen, dass dafür ganz viel Geld bei drauf geht. Muss es aber nicht! Wir zeigen dir, wie du den karibischen Inseltraum schon für 25€ am Tag erleben kannst.

Unterkunft

Für unsere schöne Holzhütte direkt am Meer haben wir pro Nacht 28€ bezahlt, also 14€ pro Person. Den Preis konnten wir aushandeln, weil wir länger geblieben sind. Es gibt aber auch Hütten, die noch mal günstiger sind. Die sind dann in der Ausstattung noch einfacher oder eben nicht direkt am Strand. Wir haben uns in Carlitos Hütte pudelwohl gefühlt.

Karibik Hütte am Meer

Hütte am Strand: 14€

Frühstück

Für ein günstiges und sehr reichhaltiges Frühstück sind wir morgens immer in die Mitte der Insel gelaufen. Dort gibt es zwei Comedores, die zum Preis von 3,20€ ein geniales Frühstücksangebot haben. Das beinhaltet einen frischen Saft, einen Obstsalat und Gallo Pinto (Kokosreis mit Bohnen) mit Ei und Kokosbrot. Das war nicht nur super lecker, es hielt auch lange vor, weil es so reichhaltig war.

Little Corn Island Frühstück

Frühstück im Comedor: 3,20€

Chillen am Strand/ Schnorcheln/ Strandspaziergang

Du kannst die ganze Insel an einem Tag erlaufen, so klein ist sie. Von der Ostseite bis in den Norden kannst du die ganze Zeit am Strand entlang laufen und immer mal wieder hineinspringen. Wenn du eine Taucherbrille besitzt, kannst du auch einfach vom Strand aus losschwimmen und wirst einer Vielzahl an Fischen begegnen.

Karibik Nicaragua verlassener Strand

Sonnen/ Schnorcheln/ am Strand spazieren: 0€

Mittagssnack

Am Nachmittag haben wir uns oft in einer kleinen Bäckerei ein Kokosbrot gekauft. Das schmeckt richtig gut, ist günstig und kann man auch mal mit anderen teilen. Wenn uns das nicht gereicht hat, sind wir zu einer Amerikanerin gegangen, die im Bagel House selbst gebackene Bagels mit Frischkäse, Basilikum und Tomaten verkauft hat. Die Bagel und Muffins sind zwar nicht günstig, schmecken aber einfach megagut! Aber Achtung, hier darfst du nicht zu spät auftauchen, sonst kann es dir passieren, dass schon alles weg ist.

Kokosbrot: 0,40€    und    Bagel (1/2): 1,30€

Panoramaaussicht auf die Insel

In der Nähe des Lighthouse Hostel steht ein hoher Turm, auf den du gut klettern kannst wenn du keine Höhenangst hast. Mit Höhenangst wird das eine ausgewachsene Mutprobe für dich! Aber das Erklimmen der langen, langen Leiter wird belohnt denn von oben kannst du über die ganze Insel schauen. Und wenn die Sicht gut ist, kannst du sogar Big Corn Island sehen. Wir haben hier unser Kokosbrot ausgepackt und ein kleines Picknick auf dem Turm veranstaltet.

Panorama Ausblick Little Corn Island

Panoramasicht: 0€

Kaltes Bier im Meer

Um das ganze Karibikfeeling noch ein bisschen mehr auszukosten, haben wir uns am Abend ein kaltes Bier im nächsten kleinen Laden gekauft und sind damit ins Meer gegangen. Denn wo lässt sich das kühle Bier besser genießen als im badewannenwasserwarmen karibischen Meer?! Eben!

Bier: 1,60€

Abendessen

Abends sind wir oft wieder in unserem Standard-Comedor El Bosque gelandet, der eine gute Auswahl an verschiedensten Gerichten auf der Karte stehen hat. Mal gab es Reis, mal Nudeln und immer irgendein Gemüse in Verbindung mit einer leckeren kreolischen Sauce und Fleisch oder Fisch. Die Essen kosten um die 4,50€ und variieren wenig im Preis.

Abendessen Little Corn Island

Abendessen: 4,50€

Karibik Palmen Meer Nicaragua

Und wenn du jetzt fleißig im Kopf mitgerechnet hast, dann kommst du auf unschlagbare Gesamtkosten von 25€ pro Person für einen tollen Karibiktag auf Little Corn Island. Und es gibt noch mehr kostenlose Aktivitäten wie Tiere beobachten, in der Hängematte chillen, die Strandschaukeln nutzen und und und … Haben wir dich überzeugt? Falls du noch Zweifel hast, schau doch in unser passendes Video und lass dich von unseren bewegten Aufnahmen mitreißen.

Zum Abschluss unserer Zeit in Kolumbien verbrachten wir drei Tage in Cartagena, dem Ort, der vermutlich von den meisten Touristen hier besucht wird. Und wir können gut verstehen weshalb: das historische Zentrum mit seinen bunten Kolonialgebäuden ist ein absoluter Augenschmaus!

Cartagena Uhrenturm am Abend

Unsere Anreise von Palomino nach Cartagena

In Palomino liefen wir morgens zur Hauptstraße und konnten schon wenige Minuten später mit einem der Busse nach Santa Marta fahren. Für 9000 COP pro Person (2,50€) ging es zwei Stunden an Kolumbiens Küste entlang. In Santa Marta ließ uns der nette Fahrer beim Büro von Berlinas raus. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir hier in einem Transporter befördert würden. Für 40.000 COP (12€) buchten wir die vierstündige Fahrt, die letztendlich doch fünf dauerte. Im Transporter war deutlich weniger Platz zwischen den Sitzen, sodass wir eher eine normale Busfahrt bevorzugt hätten. Allerdings war es zumindest angenehm klimatisiert (nicht zu kalt) und wir wurden in Cartagenas historisches Zentrum gefahren. Der reguläre Busbahnhof liegt nämlich weit außerhalb der Innenstadt und erfordert eine 45-minütige Taxifahrt.

Unsere Unterkunft in Cartagena

Im Hotel La Magdalena* hatten wir uns für 25€ pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad gebucht. Das Hotel liegt im Viertel Getsemani, in dem es viele Restaurants und Bars gibt. Innerhalb von fünf Minuten erreicht man das historische Zentrum und somit war die Lage für uns perfekt. Das Zimmer war sehr schön gestaltet und hatten eine Klimaanlage. Ein Fenster gab es leider nur in den Flur hinein, ansonsten waren wir aber sehr zufrieden.

Cartagena Getsemani Gasse

Stadtbummel durch Cartagenas historisches Zentrum

Hauptattraktion in Kolumbiens größter Küstenstadt ist das historische Zentrum mit seinen zahlreichen Kolonialbauten in den schönsten Farben. Daher schlenderten wir hier durch die Straßen, von denen eine schöner war als die andere. Die tollen Kolonialhäuser tragen meistens Holzbalkone, von denen sich Grünpflanzen herunterrankeln und boten somit immer wieder schöne Fotomotive. Uns gefiel es sehr, einfach durch die Straßen zu bummeln und ohne festes Ziel die Stadt zu bewundern.

Cartagena Innenstadt mit Kolonialhäusern

Um das historische Zentrum steht noch ein Großteil der Stadtmauer, die über einen Zeitraum von 250 Jahren erbaut wurde um die Stadt vor Piraten und Plünderungen zu schützen. Heute kann man einen Teil der Mauer auch begehen und erhält von dort nicht nur schöne Blicke auf die historische Altstadt sondern auch auf die vielen Hochhäuser entlang der Küste.

Cartagena Stadtmauer mit Blick auf Hochhäuser

Schokoladenkurs im Museo de Choco

An unserem letzten Tag in Südamerika sollte es nun endlich soweit sein: wir würden selbst Schokolade zubereiten! So oft hatten wir vorher schon überlegt, einen solchen Kurs zu machen und immer hatte uns der relativ hohe Preis abgeschreckt. Hier in Cartagena ist der Preis mit 75.000 COP (21€) pro Person nicht günstiger als in Bolivien, Peru oder Nicaragua. Wir wollten den Kurs einfach noch machen bevor wir Südamerika verlassen.

Schon am Vortag waren wir ausführlich von der supernetten Angestellten zu den verschiedenen Schokoladensorten beraten worden, hatten Schokoladentee und -likör probieren können und einen Einblick in die Herstellung bekommen. Matthias als absoluter Schokoladenfan hatte sich also bereits durch das halbe Sortiment probiert ;)

Cartagena Schokoladenkurs Kakaobohnen

Luis, unser Lehrer für die nächsten Stunden, erzählte uns zunächst etwas über die Geschichte vom Kakao und dem richtigen Anbau, der Ernte und dem Prozess bis zur gerösteten Kakaobohne. Da die Maya als erste ein Getränk aus den Kakaobohnen zauberten, schloss sich hier für uns der Kreis. In Mexiko hatten wir ja viel über die Maya gelernt und nun konnten wir unser Wissen darüber in Cartagena noch einmal nutzen.

Kakaotee und Maya-Schokolade

Nach der Theorie ging es über zur Praxis und wir rösteten Kakaobohnen um sie dann besser schälen zu können. Die Schalen gossen wir mit Wasser auf und hatten so einen intensiven Kakaotee erhalten. Sehr lecker! Die Kakaobohnen zermalmten und mahlten wir zu einem Pulver und schließlich einer Paste. Angereichert mit Wasser, Chili, Maispulver, roten Beeren und Honig ergab dies die Maya-Schokolade, die wohl schon von den Maya zu wichtigen Ritualen und Zeremonien getrunken wurde.

Cartagena Schokoladenkurs Maya Schokolade

Den Rest unserer selbst hergestellten Kakaopaste vermischten wir mit Milch, Nelken, Zimt und Anis und konnten dann eine leckere Schokolade Conquisador nach dem Rezept der spanischen Eroberer trinken, die uns noch besser gefiel.

Cartagena Schokoladenkurs Franzi probiert

Für die Herstellung unserer eigenen Schokoladenriegel bekamen wir schon fertige, flüssige Schokolade, weil wir das so klümpchenfrei mit der Hand nicht hinbekommen hätten. Wir füllten unsere kleinen Pralinen mit vielen unterschiedlichen Zutaten und waren nach zwei Stunden restlos begeistert. Dieser Kurs hatte uns richtig viel Spaß gemacht und einen wirklich tollen Einblick in die Herstellung von Schokolade gegeben.

Gesundes Essen in Cartagena

Da wir inzwischen Reis in Kombination mit Kochbananen und einer Fleischbeilage nicht mehr sehen konnten, weil wir das seit sieben Monaten essen, nahmen wir dankbar das vielfältige Restaurantangebot in Cartagena wahr. Die Preise waren hier allerdings auch die höchsten die wir auf unserer bisherigen Reise durch Kolumbien für Essen bezahlt haben.

Frühstück im Beyu

Dieses kleine Café in Getsemani bietet wohl sensationellen Kaffee an. Wir als Nicht-Kaffee-Trinker kamen allerdings wegen des Frühstücks und hatten hier ein fluffiges grünes Omelette und eine Acai-Bowl mit Früchten. Beides schmeckte hervorragend!

Cartagena Beyu Cafe Frühstück

Fisch und Grünes im Pezetarian

Diese stylishe Lokal hat eine tolle Auswahl an Salaten, Wokgerichten, Sushi, Suppen und Ceviches. Wir probierten uns quer durch die Speisekarte und fanden alles toll gewürzt und sehr lecker! Einzig der Temperaturunterschied zur Außentemperatur ließ uns erschaudern. Schwitzten wir vor der Tür noch bei schwülen 30°C, so klapperten uns hier drin bei gefühlten 10°C die Zähne.

Cartagena Pezetarian Essen

Günstige Pasta im Pavia Restaurant

Durch Zufall sind wir am ersten Abend im gemütlichen Innenhof dieses kleinen Restaurants gelandet, das Pasta und Pizza anbietet. Für 14.000 bis 20.000 COP (4-6€) bekommt man hier leckere Pastagerichte zu fairen Preisen. Außerdem haben wir hier die günstigsten Bierpreise in ganz Kolumbien gefunden: ein Anguilla kostete nur 3000 COP, was nicht einmal ein €uro ist. Das kleine Restaurant liegt in Getsemani und teilt sich den Eingang mit dem Café Beyu.

Fantastisches Eis in der Gelateria Tramonti

Weil Freunde von uns auf ihrer Weltreise ebenfalls Cartagena besucht und das Eis als das beste der Reise bezeichnet hatten, machten wir uns auf die Suche nach der Gelateria Tramonti. In Deutschland vergeht für uns im Sommer kaum ein Tag ohne Eis, wohingegen wir auf unserer Reise die Versuche, ein gutes Eis zu finden, nach und nach eingestellt haben. Zu oft waren wir enttäuscht worden. Doch auf den Geschmack von Kathrin und Julian ist Verlass! Der charmante italienische Eisverkäufer ließ uns zunächst einige Sorten probieren und es fiel uns sehr schwer, unsere Auswahl zu treffen. Die Eissorten waren derart gut, dass wir am nächsten Tag weiter probierten. Unsere Favoriten: Mojito und Ananas mit Basilikum!

Entspanntes Ende unserer Zeit in Kolumbien und Südamerika

Nach drei Wochen endete unsere Reise durch Kolumbien in Cartagena. Die Zeit war richtig schnell vergangen, weil wir hier so vieles erlebt hatten. Das Land und vor allem seine Bewohner haben uns wirklich gut gefallen und wir haben festgestellt, dass man hier noch deutlich mehr Zeit verbringen kann. Nach insgesamt sieben Monaten in Mittel- und Südamerika ist es für uns aber in Ordnung Adios und Hasta Luego (Bis bald) zu sagen, um weitere schöne Flecken zu erkunden.

Wir hatten lange überlegt, ob wir auch zu den Corn Islands in Nicaragua reisen sollten. Sie liegen schließlich mitten im Karibischen Meer und sind nur über eine unbequeme Bus-Fähre-Route oder teurere Flüge zu erreichen. Und dann würden wir vor Ort auch höhere Kosten haben… Jetzt, wo wir da waren, können wir sagen: Bei einer Reise nach Nicaragua sollten diese Trauminseln in der Karibik auf gar keinen Fall fehlen! Selten haben wir etwas so Schönes gesehen!

Nicaragua Little Corn Island Paar Selfie Meer

Unsere Anreise auf die Corn Islands

Nach viel Hin- und Herüberlege entschieden wir uns schließlich, auf die Inseln zu fliegen. Täglich gehen drei bis vier Flüge von Managua auf die große Insel. Ein Flug kostet pro Person zwischen 80 und 100US$. Als wir in Managua eincheckten, bekamen wir die einfachsten „Boardingtickets“, die wir bisher hatten. Die Nummer darauf war auch egal, weil im Flugzeug dann sowieso freie Platzwahl war :D

Nicaragua Little Corn Island Anreise Ticket

Der Flug von Managua nach Big Corn Island dauert ungefähr eine Stunde und wird mal in einer Zweipropeller-Maschine mit ca. 50 Passagieren zurückgelegt, kann aber auch in so einem winzigen Flugzeug mit nur 10 Leuten sein. Angekommen am Flughafen warten schon die Taxifahrer und für nur 20 Cordoba (0,60€) wird man über die Insel gefahren.

Wir erreichten mit dem 14:30 Uhr Flug von Managua noch das Boot um 16:30 nach Little Corn und konnten direkt auf die kleine Insel überfahren. Die Bootsfahrt (ca. 5€) dauert eine halbe Stunde und kann schon mal ordentlich wackelig sein, da man eben über das offene Meer fährt.

Unsere Unterkunft auf den Corn Islands

Unsere neun Nächte auf der Insel haben wir in einer Cabaña direkt am Meer verbracht. Die Holzhütte hat uns 28€ am Tag gekostet, hatte ein eigenes Bad und eine kleine Terrasse mit Hängematte. Der Ausblick war unschlagbar, eingeschlafen und wieder aufgewacht sind wir zum Klang des karibischen Meeres. Wir fanden das Preis-Leistungsverhältnis hier wirklich gut, hatten aber auch einen guten Deal herausgeschlagen. Ursprünglich sollte die Hütte 10€ mehr kosten (pro Nacht!).

Nicaragua Little Corn Island Hütte mit Hängematte

Auf Little Corn Island gibt es wirklich viele Cabañas, Hostels und andere Unterkünfte, von denen der Großteil nicht über das Internet gebucht werden kann. Wir haben uns vor Ort um- und mehrere Hütten angesehen und dabei war es kein Problem, spontan etwas zu finden. Wir fanden die Ostseite der Insel zum Übernachten ideal. Das Meer und der Strand sind vor der Nase, sodass man jederzeit ins Wasser springen kann. Zudem weht ein bisschen Wind, was bei den Temperaturen sehr angenehm ist. Die günstigen Comedores sind um die Ecke, die Restaurants und Bars auch nur 10 Minuten Fußweg entfernt und die schönen Strände im Norden kann man nach einem Spaziergang am Meer erreichen. Optimal!

Einsame Traumstrände rundherum

Little Corn Island ist so klein, dass man die Insel problemlos an einem Tag ablaufen kann. Ganz herum kann man leider nicht laufen, weil zwischendurch hohe, steile Klippen und Felsen im Meer den Weg durch das Wasser verhindern. Aber die gesamte Ostseite der Insel lässt sich barfuß erkunden. Zur Abkühlung kann man immer wieder ins türkisblaue Meer springen oder sich unter den zahlreichen Palmen ein schattiges Plätzchen suchen.

Nicaragua Little Corn Island Palmenwald

Die schönsten Strände der Insel liegen im Norden. Der Otto Beach hat den meisten Sandstrand zum Hinlegen und bietet den vollen Karibiktraum. Morgens war am Strand noch wenig los, aber ab 11 Uhr füllte es sich deutlich. Dieser Strand ist somit auch der am meisten besuchte. Geht man aber nur einige Meter weiter, so ist man schon fast wieder nur für sich.

Nicaragua Little Corn Island Strand Schaukel

An der Westseite der Insel befindet sich der kleine Anlegesteg für die Boote und in der Bucht liegen auch einige Frachtschiffe. Dennoch ist das Wasser hier sehr klar und der Strand vor den vielen Cafés und Restaurants lockt einige ins Meer. Abends lässt sich der Sonnenuntergang wunderbar vom Strand aus beobachten.

Nicaragua Little Corn Island Sonnenuntergang

Tauchkurs auf Little Corn Island

Schon bevor wir überhaupt auf unsere Weltreise aufgebrochen waren, hatte Matthias den Wunsch, tauchen zu gehen und die Unterwasserwelt erforschen zu können. Auf Little Corn Island bot sich ihm nun die Gelegenheit. Wir waren hier für 9 Tage, sodass ausreichend Zeit war. Der Preis für einen PADI-Tauchkurs ist günstig (330 US$) und die Tauchspots rundum die Insel locken Taucher aus aller Welt hierher.

Nicaragua Little Corn Island Tauchen

Und so meldete sich Matthias bei Little Corn Dive für einen Openwater Kurs an. Zusammen mit Pascal machte er den Kurs bei Remo, einem Schweizer Tauchlehrer. An drei Tagen absolvierte er insgesamt zwei Tauchgänge in flachem Wasser und vier Tauchgänge im offenen Meer, lernte die Technik kennen und musste abends fleißig die Theorie lernen, die am nächsten Tag besprochen wurde. Tauchen ist ein abgefahrenes Erlebnis, da man den Auftrieb so einstellen kann, dass man frei im Wasser schwebt. So lässt sich die Unterwasserwelt noch näher erleben. Absolut empfehlenswert!

Die Unterwasserwelt schnorchelnd erkunden

Little Corn Island ist rundherum von Korallenriffen umgeben und bietet daher nicht nur für Taucher sondern auch für Schnorchelnde jede Menge tolle Ausblicke.

Nicaragua Little Corn Island Korallenriff

Auf eigene Faust durch die Karibik schnorcheln

Hat man so wie wir Taucherbrille und Schnorchel dabei, so kann man einfach direkt vom Strand losschwimmen und sich unter Wasser umsehen. Wir haben an unserem ersten Strandtag nur wenige Meter vom Strand entfernt einen knallroten Seestern entdeckt und diesen genauer erkundet. Schwimmt man einige hundert Meter hinaus ins Meer, so kann man an Korallenriffen viele bunte Fische sehen und mit Glück sogar die Eagle und Manta Rays.

Nicaragua Little Corn Island Seestern

Wir sind von unserer Cabaña aus einfach direkt raus ins Meer geschwommen und haben dort schon einiges sehen können. Auf der Insel kann man sich fast überall auch Schnorchelutensilien ausleihen und zahlt dafür ca. 5€uro pro Tag.

Schnorcheltour

Möchtest du etwas entferntere Korallenriffe erkunden und möglichst viel von der bunten Unterwasserwelt sehen, so können wir dir eine Schnorcheltour auf Little Corn Island sehr empfehlen! Wir wurden zu drei verschiedenen Spots gefahren und unter Wasser von einem Guide auf die Highlights hingewiesen. Und davon gab es unheimlich viele! Wir hätten nicht erwartet, dass wir beim Schnorcheln eine solche Vielfalt an Fischen sehen würden.

Nicaragua Little Corn Island Hai

Wir haben die (ungefährlichen) Ammenhaie gesehen, einen Mantarochen und einen Eagle Ray, sind durch bunte Fischschwärme geschwommen und konnten Langusten in ihren Höhlen hocken sehen. Dann gab es noch Barracudas, Pufferfische und viele viele mehr. Für die knapp dreistündige Tour zahlt man normalerweise 20 US$ pro Person. Da wir unsere Taucherbrille und Schnorchel dabei hatten, konnten wir den Preis auf 15 US$ drücken ;)

Die Karibik mit dem Kajak erobern

So schön es auf der Insel ist- von außen betrachtet sieht es fast noch schöner aus! Deswegen haben wir uns einen Nachmittag ein Kajak gemietet und sind mit Michael und Julia aus Münster um die südwestliche Seite der Insel gefahren. Dadurch hatten wir einen tollen Blick auf unberührte Strände und Palmenwälder und konnten im klaren Wasser unter uns die Korallen bestaunen. Es herrschte gar kein Wellengang, sodass wir sehr gemütlich um die Insel paddeln konnten. Da hatten wir im Lago de Nicaragua deutlich mehr zu kämpfen, als wir ein bisschen um die Isla de Ometepe gefahren sind!

Nicaragua Little Corn Island Kajak

Es ist auch möglich, die komplette Insel mit dem Kajak zu umrunden. Allerdings sollte man dafür genügend Zeit einplanen. Wir hatten unser Kajak für zwei Stunden gemietet und haben 15 US$ bezahlt. Kajak und Paddel waren in wirklich gutem Zustand, das haben wir schon ganz anders erlebt. Dafür können wir den kleinen Verleih an der Westseite (neben Desideri) empfehlen.

Traumhafte Zeit im Paradies

Wir haben uns auf Little Corn Island vom ersten Moment an superwohl gefühlt und die Zeit auf dieser Trauminsel total genossen. Wir hatten kein Internet (gibt es aber in einigen Cafés und Restaurants), Strom gab es nur zwischen 13 und 6 Uhr und es war einfach perfekt so! Täglich haben wir uns mit einem breiten Grinsen angesehen und gefragt: Kannst du fassen, dass wir in diesem Paradies gelandet sind?! Konnten wir kaum. So irreal schön war es! Wir können den Abstecher dorthin nur empfehlen.. stimmt nicht, eigentlich MUSS man da gewesen sein, wenn man in Nicaragua reist. Wer weiß, wie sich die Insel in den nächsten Jahren bei wachsendem Tourismus entwickeln wird. Also hin da… bevor alle anderen kommen ;)

Was du unbedingt mitbringen solltest

  • Ausreichend Bargeld. Es gibt auf Little Corn Island keinen Geldautomaten und als Zahlungsmittel wird eigentlich überall Bargeld verwendet. Ist die Zahlung mit der Kreditkarte möglich, musst du mit mindestens 5% Gebühren rechnen. Also auf Big Corn Island oder in Managua noch mal gut Bargeld abheben.
  • Mückenspray. Die kleinen Biester sind geräuschlos (oder zumindest leiser als das Meeresrauschen) und gesehen haben wir sie meistens auch nicht, die Folgen waren aber leider immer zu spüren. Daher ausreichend Moskitospray mitbringen und nach Sonnenuntergang großzügig verteilen.
  • Sonnencreme. Müssen wir vermutlich nicht weiter erläutern ;) Ist in Nicaragua insgesamt ziemlich teuer (8-9€ für kleine Tuben), kann man also gut aus Deutschland mitbringen.
  • Taschenlampe. Die Sand- und Steinwege sind nicht beleuchtet und im Inneren der Insel wird es so richtig dunkel, also stockduster! Stromausfall kann auch immer mal wieder vorkommen, daher abends absolut sinnvoll.
  • Du willst auch mit leichtem Gepäck reisen? Hier geht’s zu unserer Handgepäck-Packliste.

SaveSave

Als Überraschung zu Franzis Geburstag hatte Matthias etwas ganz Besonderes abseits der Touristenpfade herausgesucht: den Sian Ka’an Nationalpark bei Tulum. Der Nationalpark besteht aus Küstengebieten, tropischem Regenwald, Meer und Feuchtgebieten und ist insgesamt über 5000km² groß. Der Name Sian Ka’an stammt von den Maya und bedeutet übersetzt ungefähr „Geschenk des Himmels“. Und so kam es uns auch vor :)

Anreise zum Sian Ka’an Nationalpark

Der Nationalpark ist ca. 30 Minuten von Tulum Pueblo entfernt und lässt sich am besten mit eigenem Auto erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht, eine Alternative wäre ein Taxi oder die Anreise per Fahrrad für die ganz Sportlichen. Fährt man von Tulum Pueblo aus zum Strand, so wird man irgendwann rechts abbiegen, um in die Hotelzone zu gelangen. Hier reihen sich Resort an Resort und vom Meer sieht man nichts mehr. Diese Zone lässt man irgendwann hinter sich. Den Eingang in den Nationalpark kann man gar nicht verpassen, weil dort ein Eintritt von 31 Pesos (1,50€) pro Person bezahlt werden muss.

Übernachten im Sian Ka’an Nationalpark

Die einzige (uns bekannte) Übernachtungsmöglichkeit besteht auf dem Campground Ultimo Maya, denn Hotels sind in dem Bioreservat nicht erlaubt. Der Campground bietet Campingplätze für 200 Pesos (9€) oder einfach ausgestattete Zelte für 1500 Pesos (65€} pro Nacht. Matthias hatte über AirBnB eine noch speziellere Unterkunft gefunden: einen umgebauten Pick-Up-Truck, auf dessen Ladefläche sich unsere kleine Unterkunft befand. Das gemütlich eingerichtete Nachtlager wurde von einem Dach aus Palmenblättern geschützt, hatte eine Matratze und war für uns extra mit Luftballons und Luftschlangen dekoriert worden.

Mexiko Sian Ka'an Hängematte

Der Campingplatz hat 3 Duschen und 3 Toiletten, die täglich gesäubert werden. Internet, Strom oder Handyempfang hatten wir nicht, eine willkommene Abwechslung! Wir haben uns selbst verpflegt, da unsere AirBnB Vermieter einen Grill für uns bereit gestellt hatten und die wichtigsten Kochutensilien vorhanden waren. So grillte Matthias am Abend über dem Feuer ein Steak und briet am nächsten Morgen Rühreier. Wem das zu rustikal ist, der kann sich aber auch im Restaurant des Campgrounds Essen bestellen und mit Blick auf das Meer genießen.

Mexiko Sian Ka'an Unterkunft

Traumstrand fast nur für uns

Zum Campingplatz gehört ein wunderschöner, kleiner Strand. Hier spenden Palmen Schatten und es ist kaum jemand da. Als Camper hat man immer Zugang zum Strand und kann die Liegen, Stühle und Tische nutzen. Fährt man nur für einen Tagesausflug in den Sian Ka’an Nationalpark, kann man diesen Strand als Besucher nutzen, muss dafür aber 100 Pesos (4,50€) zahlen. Wir sind morgens schon kurz nach Sonnenaufgang im Meer gewesen, hatten den Strand ganz für uns alleine und fanden dieses Erlebnis wunderbar! Auch tagsüber war deutlich weniger Betrieb als am öffentlichen Strand von Tulum. Ganz klar ein Geheimtipp!

Mexiko Sian Ka'an Strand mit Liegen

Bootstour durch die Lagune

Weil wir an Franzis Geburtstag im Sian Ka’an Nationalpark waren, hatte Matthias vorher eine Bootstour durch die Lagune organisiert. Der Veranstalter mit dem ulkigen Namen Bambi brachte uns zur Lagune, die direkt gegenüber des Campgrounds liegt. Dort begrüßte uns unser Kapitän (dessen Namen wir leider vergessen haben) und schon düsten wir in die unendlichen Weiten des helltürkisen Wassers.

Mexiko Sian Ka'an Bootstour Lagune

Vögel beobachten in der Lagune

Der erste Halt unserer Tour waren zwei kleine Inseln, die mit unterschiedlichen Arten von Mangrovenbäumen bewachsen sind. Mangroven sind diese witzigen Bäume, die Wurzeln von den Ästen ins Wasser wachsen lassen. In der gesamten Lagune gibt es nur diese beiden Inseln, die sowohl schwarze als auch grüne Mangrovenbäume beherbergen und damit der perfekte Nistplatz für die verschiedensten Vogelarten sind. Wir konnten Kormorane, Pelikane, Flamingos und so witzige Löffelvögel (das ist die wörtliche Übersetzung des spanischen Pajaro Cucharon) beobachten. Was wir dabei neu gelernt haben: Flamingos sind als Babyvögel weiß, die pinke Farbe bekommen sie erst durch das Essen der Shrimps! Wenn das bei Menschen so wäre, müsste Franzi schon knallpink durch Mexiko laufen ;)

Später zeigte unser mexikanischer Führer uns einen Vogel, der sein (riesiges) Nest unter anderem aus dem Müll baut, den er aus dem Meer fischt. Wenn das mal nicht als Upcycling durchgeht! Der Vogel sah für uns aus wie ein Adler, trug aber einen anderen Namen. Ja.. auch den haben wir vergessen.

Mexiko Sian Ka'an Lagune

Später fuhren wir an einer Stelle im Wasser vorbei, die pechschwarz war und etwas gruselig wirkte. Dort drunter befindet sich eine Cenote, die unterirdisch mit der Gran Cenote verbunden ist, in der wir in Tulum schon schnorcheln waren! Und dort schwammen plötzlich fünf oder sechs Seekühe herum. Die Tierchen sind ganze zwei bis drei Meter lang und wiegen gute 200 Kilogramm. Immer mal wieder sahen wir sie auftauchen zum Luftholen. Unser Bootsführer war wohl irritiert, dass wir das so toll fanden. Er fragte uns später, ob es denn bei uns zu Hause keine Seekühe gäbe :D

Nachdem wir uns von dem Anblick der Seekühe wieder losreißen konnten, steuerte unser Kapitän uns zum nächsten Highlight: der Stelle, an der die Lagune und das Meer aufeinander treffen. Man konnte also mit einem Bein im Süß- und mit einem im Salzwasser stehen! Der Strand dazwischen war auch sehr sehenswert und so schlenderten wir den einmal ab.

Treiben im Maya Kanal

Mexiko Sian Ka'an Maya Kanal

Highlight unseres Ausflugs war aber definitiv der Maya-Kanal. Dieser natürliche Kanal inmitten der Mangrovenbäume ist mit seinem klaren Wasser ideal zum Schwimmen. Und weil er auch noch eine leichte Strömung hat, konnten wir uns einen Kilometer einfach nur durchs Wasser treiben lassen. Das war weit weg von Action, weil die Geschwindigkeit eher mit dem Tempo einer Seekuh zu vergleichen ist. Aber es war wunderschön, die Landschaft vom Wasser aus in sich aufzusaugen.

Mexiko Sian Ka'an Palme mit Sternenhimmel

Wir haben die zwei Tage in dieser Idylle, fernab der Touristenresorts von Tulum, richtig genossen. Mit dem Meeresrauschen im Ohr einzuschlafen, die Palmen über uns und morgens zum Sonnenaufgang als einzige im Meer zu baden, fühlte sich nach Luxus an. Da brauchten wir keine Suite oder andere Annehmlichkeiten. Der nicht vorhandene Strom oder Internetempfang hat bei uns eher dazu geführt, dieses Erlebnis noch intensiver zu erleben und einfach nur den Moment zu genießen.

Den Moment noch näher genießen? Dann hier mal ins Video schauen!

Und du?

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Wir sind wieder unterwegs! :) Nach 5 Wochen in Deutschland geht es in Mexiko endlich weiter mit unserer Weltreise. Dieses Mal starteten wir vom Flughafen Köln/Bonn, weil wir von dort (dank Handgepäck) einen Direktflug mit Eurowings für 330€ pro Person bekommen hatten. Dafür gab es unterwegs zwar kein Essen, aber das hatten wir uns einfach mitgebracht. Hast du schon mal geschmierte Brote mit ins Flugzeug genommen? Wir auf jeden Fall nicht! Aber sie haben gut geschmeckt und uns zusätzliche Kosten gespart. Auch für die Unterhaltung muss man bezahlen. Da hatten wir einfach Glück, dass die Filme bei Matthias frei geschaltet waren und wir uns so den Flug damit vertreiben konnten. Die Saufpöbeltruppe hinter uns sorgte sonst auch für viel Unterhaltung und gab uns schon mal einen Vorgeschmack darauf, weshalb Pauschaltouristen nach Cancún fliegen.

Von Cancún selbst haben wir eigentlich nur den Flughafen, den Busbahnhof und das schöne Zimmer von Gerardo gesehen, das wir über AirBnB vorher gebucht hatten. Wir sind nach einer Nacht nämlich direkt weitergefahren. Alles, was wir vorher über die Stadt am Karibischen Meer gelesen hatten, hörte sich nach Ballermann in Mexiko an. Darauf konnten wir gut verzichten.

Deswegen stiegen wir an unserem zweiten Tag in Mexiko in einen Bus, der uns nach Tulum brachte. Für 83 Pesos pro Person (4€) wurden wir im bequemsten Bus der bisherigen Weltreise in das kleine Städtchen Tulum gefahren, das uns mit Sonnenschein und Palmen an der Straße begrüßte. Wir bezogen unser Doppelzimmer im schönen Hostel Pueblo Magico und dann zog es uns auch schon zu Strand und Meer.

Der Strand in Tulum – einer der schönsten überhaupt!

Das Städtchen Tulum liegt ca. 3 Kilometer landeinwärts und damit nicht direkt am Strand. Wir entschieden uns am ersten Tag, zum Strand zu spazieren und liefen den Fußgänger-/Fahrradweg entlang der Straße. Und der zog sich ;) Als wir dann an der Kreuzung auch noch falsch abbogen, wurde der Spaziergang noch mal länger. Hätten wir das geahnt, hätten wir vielleicht über andere Schuhe nachgedacht. So liefen wir die ca. 6 Kilometer in FlipFlops, wofür Matthias in Form von fetten Blasen bestraft wurde. Einmal angekommen am öffentlichen Strand Playa Paraiso waren die Fußprobleme aber schnell vergessen. Wir sind uns sicher, dass das einer der schönsten Strände ist, die wir bisher gesehen haben!

Mexiko Tulum Felsen und Strand

Der weiße, weiche Sand, das jadefarbene Wasser, die Wellen, die Palmen hinter uns und an den Seiten die Felsen.. Wahnsinn!!! Wir konnten uns gar nicht satt sehen an dieser Postkartenlandschaft.

Mexiko Tulum Playa Paraíso

Am zweiten Tag lernten wir aus unseren Fehlern und mieteten uns Räder, so witzige Beachcruiser. Mit denen waren wir innerhalb von 15 Minuten am Strand. So schnell konnte das also auch gehen ;) Es hatte die ganze Nacht und den Morgen geregnet und wir hatten gar nicht mehr damit gerechnet, noch im Sonnenschein am Strand zu sitzen. Umso schöner!

Mexiko Tulum Palmen und Meer

Ein großer Teil der Küste ist mit Hotelanlagen gesäumt, die unser Budget pulverisiert hätten und den Zugang zum Strand versperren. Vom Strand aus sieht man diese Anlagen fast gar nicht, da die Hotels sich mit ihren Strohdächern schön in das Gesamtbild einfügen und es nicht zerstören. Der öffentliche Strand ist dennoch lang genug für alle und soll laut eines Hotelangestellten auch der schönste sein ;)

Die Mayaruinen von Tulum

An unserem dritten Tag in Tulum standen wir früh auf (war dank Jetlag gar kein Problem) um uns die Mayaruinen anzusehen. Es wird angeraten, das entweder morgens oder am späten Nachmittag zu machen um den Touristenmassen etwas zu entkommen. Also rauf auf die Räder und los zu den etwas außerhalb des Ortes gelegenen Ruinen. Wir kamen als erste am Ticketoffice an und kauften unsere Tickets für 70 Pesos pro Person. Das sind umgerechnet 3€ und erschien uns nach den höheren Preisen für Sehenswürdigkeiten in Indien wie ein Schnäppchen!

Mexiko Tulum Maya Ruinen

So konnten wir als eine der ersten, ganz ohne die Touristenmassen, die tagsüber die Ruinen stürmen, die Vermächtnisse der Maya bestaunen. Und die haben uns echt umgehauen! Die Steintempel inmitten der tropischen Vegetation, der blaue Himmel mit strahlender Sonne und im Hintergrund das Meeresrauschen mit Blick auf die karibische Küste. Es ist schwer zu beschreiben und auch die Bilder können kaum abbilden, welche Schönheit uns da geboten wurde.

Mexiko Tulum Maya Ruine am Meer

Geschichtlicher Hintergrund zu den Maya

Schon vor dem Besuch der Ruinen hatten wir uns ein wenig belesen, um das Gesehene auch geschichtlich einordnen zu können. Für dich gibt es hier eine kurze Zusammenfassung. Unser Blog soll ja auch ein wenig bilden ;) Die Maya sind ein indigenes Volk, das bis ca. 1450 im Süden Mexikos, im heutigen Guatemala und Honduras lebte. Deren Blütezeit wird für den Zeitraum zwischen 250 bis 900 n. C. geschätzt, wobei sie schon mehrere Jahrtausende v. C. diese Räume besiedelten. Bekannt sind sie vor allem für ihre Mathematik, ihren Kalender, ihr Kunsthandwerk und ihre Schrift. Denn sie waren damals das einzige amerikanische Volk, das eine eigene Schrift entwickelt hatte und galten damit als Hochkultur.

Mexiko Tulum Maya Ruine Tempel

Die Mayaruinen von Tulum sind von ihrer Größe nicht so bedeutend wie Chichén Itzá oder andere in Mexikos Süden. Sie sind aber die einzigen Ruinen, die direkt am Meer liegen und damit schwer zu schlagen in ihrer Schönheit. Tulum wurde erst ziemlich spät besiedelt und war ein Handelsknotenpunkt. Die damalige Stadt ist umgrenzt von drei Stadtmauern zu Land und eben dem Meer. Der Templo de las Pinturas soll das letzte Gebäude sein, das vor der Eroberung durch die Spanier errichtet worden ist.

Mexiko Tulum Maya Ruinen Paarfoto

Wir waren auf jeden Fall tief beeindruckt von dieser archäologischen Fundstätte und freuen uns schon darauf, während unserer Reise durch Mexiko noch mehr Ruinen zu sehen und über die Maya zu lernen.

Gran Cenote bei Tulum

Was tun, wenn es zu windig und bewölkt ist für Rumliegen am Strand? Wir besorgten uns eine gute Schnorchelausrüstung und sattelten unsere Fahrräder um zur größten Cenote in der Nähe von Tulum zu fahren. Was eine Cenote ist, fragst du dich? Das ist ein Kalksteinloch, das dadurch entstanden ist, dass die Höhlendecke eingestürzt ist. Das Loch ist mit Süßwasser gefüllt und in ihm leben viele Fischarten und Schildkröten.

Mexiko Tulum Gran Cenote

In Quintana Roo (das ist der mexikanische Bundesstaat, in dem wir uns gerade befinden) gibt es über 1000 Cenoten und viele davon kann man schnorchelnd oder tauchend erkunden. Wir konnten unter Wasser Kalksteinsäulen betrachten, mit Fischschwärmen schwimmen und kleine Schildkröten beobachten. Außerdem hingen von den Höhlen Fledermäuse herunter während wir im klaren Wasser plantschten. Trotz des hohen Eintrittspreises (150 Pesos p.P., ca. 7€) würden wir den Besuch dieser Cenote empfehlen. Es wird empfohlen, schon zur Öffnungszeit (8 Uhr) da zu sein, um dem Ansturm der Touris zu entkommen. Wir waren an einem Samstagnachmittag da und fanden es vollkommen okay.

Mexiko Tulum Gran Cenote Schnorcheln

An unserem letzten Tag in Tulum haben wir außerdem noch einen Ausflug nach Akumal gemacht, um dort mit Schildkröten zu schwimmen.

Kostproben mexikanischen Essens

In den ersten Tagen haben wir immer wieder verschiedene mexikanische Köstlichkeiten ausprobiert und wollen euch hier schon einmal einen kurzen kulinarischen Einblick geben. Ganz hoch im Kurs standen Quesadillas – mal gefüllt mit Hähnchen (Pollo) und mal mit Shrimps (Camarones), beide Varianten waren sehr gut! Dazu gab es beide Male eine leckere Guacamole zum Dippen.. hmmmmm!

Mexiko Tulum Quesadillas

Matthias hat eher Burrito oder Taco, gefüllt mit Reis, Bohnen und entweder Hähnchen oder Rind (Res) ausprobiert und es für gut befunden.

Mexiko Tulum Burrito

Das beste Essen in Tulum hatten wir allerdings bei einem Belgier, der das Le Petit Paris betreibt und super leckere Brote, belegt mit den tollsten Dingen, anbietet. Hier waren wir zwei Mal essen und haben einmal das Brot mit Guacamole und Shrimps gegessen (zum Reinlegen, so lecker ist das!) und beim zweiten Mal auch die Variante mit Mozzarella und Serranoschinken probiert. Da haben wir vor lauter Freude nur vergessen, ein Foto zu machen ;)

Mexiko Tulum Brot Avocado

Wir haben uns in Tulum sehr wohl gefühlt und sind richtig gut in Mexiko angekommen. Wir haben in den Tagen einiges unternommen, aber zwischendurch auch immer wieder entspannt am Strand gelegen oder in einem kleinen Restaurant einen Cocktail geschlürft. Die Karibikküste hat uns verzaubert und auch etwas Farbe in unsere blassen Gesichter gezaubert. Von den Mayaruinen waren wir total angetan – so kann es gerne weitergehen :)

Hast du Lust, all das mit uns zu erkunden?

Und du?

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