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Du willst Jordanien mit dem Mietwagen auf eigene Faust bereisen und so viel wie möglich sehen? Dann geht es dir so wie uns! Als wir vor unserer Reise nach Informationen und Tipps gesucht haben, fanden wir kaum etwas dazu. Deswegen wollen wir dir hier unsere Erfahrungen schildern und wertvolle Tipps für deinen Roadtrip durch Jordanien geben.

Mietwagen in Jordanien: Online oder vor Ort buchen

Generell hast du immer die Möglichkeit, einen Mietwagen direkt vor Ort bei einem Vermieter zu buchen oder online von zu Hause aus. Die Vorteile bei der Vermietung vor Ort können ein besserer Preis und mehr Verhandlungsmöglichkeiten sein. Online hast du dafür oft mehr Angebote, kannst leichter vergleichen und sparst dir die Zeit, vor Ort von einem Vermieter zum nächsten zu tingeln.

Aus Zeitgründen haben wir uns für eine Onlinebuchung über Europcar entschieden. Wir wollten einen Kleinwagen mit Klimaanlage fahren, viel mehr benötigten wir nicht. Für die 16 Tage haben wir 496€ bezahlt, also 31€ pro Tag. Unser Auto war einigermaßen ordentlich, aber dennoch eine Klapperkiste. Es hat einfach überall und immer geklappert. Wir haben vor Ort ein Automatikfahrzeug bekommen obwohl wir ein Auto mit Schaltung gebucht hatten. Erst dachten wir, das wäre ne coole Sache. Das Auto hat aber immer extrem spät den Gang gewechselt, sodass wir manchmal Sorge hatten, es säuft uns einfach ab. Vielleicht lag das aber auch an unserem nicht mehr ganz taufrischen Modell!

Welche Versicherung brauchst du in Jordanien?

Wir sind auf Nummer Sicher gegangen und haben die Vollkaskoversicherung mit Abdeckung aller möglichen Schäden gebucht. Das war auch dem geschuldet, dass wir die Straßenverhältnisse vor Ort nicht einschätzen konnten. Das würden wir jetzt so nicht wieder machen.

Schon am ersten Tag hatten wir einen platten Reifen, den wir in einer Werkstatt in der Nähe haben flicken lassen. Das Ganze hat uns 6€ gekostet, für die wir natürlich keine Rechnung bekommen haben. Bei solch kleinen Vorkommnissen lohnt sich eine Versicherung also oft nicht.

Straßenverhältnisse in Jordanien

Wir waren auf alles vorbereitet und echt gespannt, was uns hier so erwarten würde. Insgesamt waren wir eher positiv überrascht vom Zustand der Straßen. Die meisten sind gut befahrbar. Womit du allerdings immer rechnen musst, sind zum Einen Schlaglöcher und zum Anderen Speedbumps. Das Gemeine daran: keines von beidem wird angekündigt. Manchmal gibt es Warnschilder vor diesen Bodenerhebungen, aber eben nicht immer. Hier solltest du gut aufpassen.

Die Straßen außerhalb der Großstädte sind oft wenig befahren. Du kannst also gemütlich fahren, auch mal einen Stopp am Straßenrand machen für Fotos und behinderst niemanden. Anders ist das in Amman, da herrscht das typische Chaos der Großstadt. Wir haben versucht, zu vermeiden in der Rush Hour zu fahren und sind dadurch bequem durch die Stadt gekommen.

Generell fährt man in Jordanien auf der rechten Straßenseite, also so, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Das Tempolimit innerorts liegt bei 50km/h und außerorts bei 80km/h. Die Distanzen werden in Kilometer angegeben und die Geschwindigkeit in km/h, hier musst du dich als deutscher Autofahrer also nicht umstellen.

Navigieren in Jordanien

Die Beschilderung in Jordanien ist eher bescheiden und definitiv ausbaufähig. Rein nach Verkehrsschildern zu fahren, ist sicher ein Abenteuer. Ob du dann immer ankommst, ist vermutlich eine Frage der Zeit. Wir haben ein Paar kennengelernt, dessen Handy verloren ging und die daraufhin mehrere Stunden im Auto umhergeirrt sind, bevor sie am Ziel waren.

Wir haben uns mit maps.me oder Google Maps durchs Land navigiert und das hat problemlos funktioniert. Wir hatten uns bereits bei unserer Ankunft am Flughafen in Amman eine SIM-Karte mit ausreichend Datenvolumen zugelegt. Damit war die Grundlage für eine Navigation über unser Handy gelegt. Wir würden es dir auf jeden Fall auch empfehlen, maps.me oder Google Maps zu nutzen. Oder du planst eben für jede Autofahrt ein paar Stunden mehr Zeit ein ;)

Tanken in Jordanien

Wir hatten vorher gelesen, dass man immer lange im Voraus schon wieder tanken sollte, weil es in Jordanien so wenig Tankstellen gebe. Das haben wir eigentlich nicht so empfunden. Du kannst unsere Route unten nachvollziehen und für diese Strecke können wir dir versichern, gab es immer genügend Tankstellen. Klar, wir würden in einem fremden Land auch nicht bis zur allerletzten Sekunde warten mit der Suche nach einer Tankstelle. Aber du musst nicht schon wieder volltanken wenn du gerade mal 100 Kilometer gefahren bist.

Wir würden dir raten, bei den staatlichen Tankstellen JO Petrol zu tanken. Die haben einheitliche Preise im ganzen Land und wir haben mit denen gute Erfahrungen gemacht. Im Juni 2018 hat ein Liter Benzin weniger als einen JD gekostet. In Jordanien ist es üblich, dass jemand für dich tankt. Dafür solltest du ihm auch ein wenig Trinkgeld geben.

Nicht empfehlen können wir dir das Tanken an kleinen Tankstellen, an denen du nicht mal die Preise nachvollziehen kannst. Wir haben den Fehler in Amman gemacht und wurden dort übers Ohr gehauen. Es war unser erstes Mal tanken und wir konnten die Preise noch nicht einschätzen. Der Typ nannte uns einen ziemlich hohen Preis und wir haben uns später noch sehr über uns geärgert, dass wir das nicht hinterfragt haben.

Parken in Jordanien

… ist außerhalb von Amman gar kein Problem. Wir haben eigentlich immer direkt bei unserer Unterkunft parken können. In Amman haben wir auf einem Parkplatz neben unserem Hotel geparkt und dafür 3JD pro Tag bezahlt. Sonst ist es in der Regel kostenlos, da es genügend Parkplätze gibt.

Unsere Route mit dem Mietwagen durch Jordanien

Unser Roadtrip war eine Rundreise durch Jordanien, die am Flughafen bei Amman startete und endete. Wenn dich die einzelnen Stopps interessieren, kannst du dich entweder direkt über unsere Karte zu den passenden Beiträgen navigieren oder in unserem Beitrag zu allen Informationen und Reisetipps zu Jordanien weiterlesen.

Wir sind diese Route in zwei Wochen gefahren und hatten oft nur kurze Strecken zurückzulegen. An manchen Orten haben wir nur eine Nacht, an anderen zwei übernachtet. Aufgrund der kurzen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten haben wir nicht zu viel Zeit im Auto verbracht und viele Abenteuer erleben können.

Fazit zu unserem Roadtrip durch Jordanien

Es war geil! Wir fanden das Fahren in Jordanien unkompliziert, die Straßenverhältnisse überraschend gut und haben die Freiheit, überall hinfahren zu können, wirklich zu schätzen gewusst. Wir können dir unsere Route absolut empfehlen, sie ist auch locker in 10 Tagen machbar. Wir haben uns in den zwei Wochen nie gehetzt gefühlt und fanden die kurzen Abstände zwischen den einzelnen Highlights als echt angenehm.


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Aus Zeitgründen haben wir uns für eine Onlinebuchung über Europcar entschieden. Wir wollten einen Kleinwagen mit Klimaanlage fahren, viel mehr benötigten wir nicht. Für die 16 Tage haben wir 496€ bezahlt, also 31€ pro Tag. Unser Auto war einigermaßen ordentlich, aber dennoch eine Klapperkiste. Es hat einfach überall und immer geklappert. Wir haben vor Ort ein Automatikfahrzeug bekommen obwohl wir ein Auto mit Schaltung gebucht hatten. Erst dachten wir, das wäre ne coole Sache. Das Auto hat aber immer extrem spät den Gang gewechselt, sodass wir manchmal Sorge hatten, es säuft uns einfach ab. Vielleicht lag das aber auch an unserem nicht mehr ganz taufrischen Modell!

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Schon am ersten Tag hatten wir einen platten Reifen, den wir in einer Werkstatt in der Nähe haben flicken lassen. Das Ganze hat uns 6€ gekostet, für die wir natürlich keine Rechnung bekommen haben. Bei solch kleinen Vorkommnissen lohnt sich eine Versicherung also oft nicht.

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Wir waren auf alles vorbereitet und echt gespannt, was uns hier so erwarten würde. Insgesamt waren wir eher positiv überrascht vom Zustand der Straßen. Die meisten sind gut befahrbar. Womit du allerdings immer rechnen musst, sind zum Einen Schlaglöcher und zum Anderen Speedbumps. Das Gemeine daran: keines von beidem wird angekündigt. Manchmal gibt es Warnschilder vor diesen Bodenerhebungen, aber eben nicht immer. Hier solltest du gut aufpassen.

Die Straßen außerhalb der Großstädte sind oft wenig befahren. Du kannst also gemütlich fahren, auch mal einen Stopp am Straßenrand machen für Fotos und behinderst niemanden. Anders ist das in Amman, da herrscht das typische Chaos der Großstadt. Wir haben versucht, zu vermeiden in der Rush Hour zu fahren und sind dadurch bequem durch die Stadt gekommen.

Generell fährt man in Jordanien auf der rechten Straßenseite, also so, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Das Tempolimit innerorts liegt bei 50km/h und außerorts bei 80km/h. Die Distanzen werden in Kilometer angegeben und die Geschwindigkeit in km/h, hier musst du dich als deutscher Autofahrer also nicht umstellen.

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Tanken in Jordanien

Wir hatten vorher gelesen, dass man immer lange im Voraus schon wieder tanken sollte, weil es in Jordanien so wenig Tankstellen gebe. Das haben wir eigentlich nicht so empfunden. Du kannst unsere Route unten nachvollziehen und für diese Strecke können wir dir versichern, gab es immer genügend Tankstellen. Klar, wir würden in einem fremden Land auch nicht bis zur allerletzten Sekunde warten mit der Suche nach einer Tankstelle. Aber du musst nicht schon wieder volltanken wenn du gerade mal 100 Kilometer gefahren bist.

Wir würden dir raten, bei den staatlichen Tankstellen JO Petrol zu tanken. Die haben einheitliche Preise im ganzen Land und wir haben mit denen gute Erfahrungen gemacht. Im Juni 2018 hat ein Liter Benzin weniger als einen JD gekostet. In Jordanien ist es üblich, dass jemand für dich tankt. Dafür solltest du ihm auch ein wenig Trinkgeld geben.

Nicht empfehlen können wir dir das Tanken an kleinen Tankstellen, an denen du nicht mal die Preise nachvollziehen kannst. Wir haben den Fehler in Amman gemacht und wurden dort übers Ohr gehauen. Es war unser erstes Mal tanken und wir konnten die Preise noch nicht einschätzen. Der Typ nannte uns einen ziemlich hohen Preis und wir haben uns später noch sehr über uns geärgert, dass wir das nicht hinterfragt haben.

Parken in Jordanien

… ist außerhalb von Amman gar kein Problem. Wir haben eigentlich immer direkt bei unserer Unterkunft parken können. In Amman haben wir auf einem Parkplatz neben unserem Hotel geparkt und dafür 3JD pro Tag bezahlt. Sonst ist es in der Regel kostenlos, da es genügend Parkplätze gibt.

Unsere Route mit dem Mietwagen durch Jordanien

Unser Roadtrip war eine Rundreise durch Jordanien, die am Flughafen bei Amman startete und endete. Wenn dich die einzelnen Stopps interessieren, kannst du dich entweder direkt über unsere Karte zu den passenden Beiträgen navigieren oder in unserem Beitrag zu allen Informationen und Reisetipps zu Jordanien weiterlesen.

Wir sind diese Route in zwei Wochen gefahren und hatten oft nur kurze Strecken zurückzulegen. An manchen Orten haben wir nur eine Nacht, an anderen zwei übernachtet. Aufgrund der kurzen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten haben wir nicht zu viel Zeit im Auto verbracht und viele Abenteuer erleben können.

Fazit zu unserem Roadtrip durch Jordanien

Es war geil! Wir fanden das Fahren in Jordanien unkompliziert, die Straßenverhältnisse überraschend gut und haben die Freiheit, überall hinfahren zu können, wirklich zu schätzen gewusst. Wir können dir unsere Route absolut empfehlen, sie ist auch locker in 10 Tagen machbar. Wir haben uns in den zwei Wochen nie gehetzt gefühlt und fanden die kurzen Abstände zwischen den einzelnen Highlights als echt angenehm.


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Jordanien Rundreise Mietwagen
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Jordanien Rundreise mit dem Mietwagen: Alles was du wissen musst!

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Wadi Rum Paar
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Wadi Rum: Erlebe Jordaniens Wüste

Wadi Rum musst du gesehen haben! Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind einfach einzigartig. Hier sind unsere Tipps für deine Tour durch die Wüste
Kranjska Gora Jasna See Paar
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Kranjska Gora - Natur pur in Slowenien

Auf der Suche nach Wandern, Natur und Schönheit pur? Dann lass dich von uns zu einem Besuch von Kranjska Gora in Sloweniens Norden überzeugen!

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Und so war es auch auf unserer Rundreise durch Jordanien. Nach Abenteuern, Luxus, Natur, Weltwunder und Kultur schaffte es die Wüstenlandschaft in Wadi Rum, uns noch mal so richtig aus den Socken zu hauen. Was ein Erlebnis!

Wadi Rum: Was ist das?

Das Wadi Rum ist eine Fels- und Sandwüste im Süden von Jordanien. Sie ist ungefähr 100 Kilometer lang und 60 Kilometer breit. Entstanden ist die Landschaft vor 30 Millionen Jahren als ein Riss den Jordangraben und das Rote Meer schuf. Durch Erosion ist der rote Sandstein über die Jahre zu den skurrilen Formationen geformt worden, die die Wüstenlandschaft heute so wunderschön und fotogen machen.

Fun Fact: Ein Teil des Films Der Marsianer ist im Wadi Rum gedreht worden. Berühmt geworden ist die Wüste durch Lawrence von Arabien, der in seinem Buch Die Sieben Säulen der Weisheit von der Wüste schrieb. Auch im Film zu Lawrence von Arabien spielte die Wüste ein wichtige Rolle.

Wadi Rum: Touranbieter und Organisation

Die Touren durch Wadi Rum werden in der Regel von den Beduinenfamilien angeboten, die in der Wüste leben. Viele findest du inzwischen auch online und dort kannst du dich auch über Preise und Tourvarianten informieren. Wir haben über Wadi Rum Sky eine Tour mit Übernachtung gebucht.

Wenn du auch mit einem Mietwagen unterwegs bist, ist die Anreise unproblematisch. Vom Desert Highway, der zwischen Aqaba und Ma’an verläuft, führt eine Straße direkt ins Wadi Rum Village, von dem aus die meisten Touren starten. Um in den Nationalpark Wadi Rum zu fahren, musst du noch einmal 5JD Eintritt zahlen oder so wie wir den Jordan Pass besitzen. Die Straße zum Wadi Rum Village ist gut befahrbar und lässt dich schon erahnen, was du da an Naturspektakel noch zu bieten bekommst. Unseren Mietwagen haben wir bei der Familie stehen lassen und schon kurze Zeit später hat uns unser Fahrer in seinen Truck geladen.

Wadi Rum: Die Tour

Wir haben uns für eine Tagestour mit Übernachtung im Beduinenzelt entschieden. Du kannst natürlich auch 4-Stunden-Touren oder Tagestouren ohne Übernachtung machen. Wir würden dir die Nacht im Zelt in der Wüste aber auf jeden Fall empfehlen und sind froh, dass wir keine kürzere Tour gebucht haben. Wir haben für die Tour 45 JD pro Person bezahlt und waren nur zu zweit. In der Regel wird der Preis je nach Personenzahl angepasst. Je mehr Leute dabei sind, desto günstiger wird es für den Einzelnen.

Lawrence Quelle und Kamele

Erster Stopp einer fast jeden Tour durch die Wüste ist die sogenannte Lawrence Quelle, bei der die Kamele ihr Wasser und Touristen ihren ersten Ausblick in die Wüste bekommen.

Die Rote Sanddüne

Eine große Düne mit tiefrotem Sand lädt dich ein, tolle Bilder zu machen und die Düne zu erklimmen. Kleiner Teaser: du wirst danach jede Menge roten Sand in deinen Schuhen haben!

Hier wird dir auch angeboten, Sandboarding zu machen. Wir hatten das in Peru schon einmal in der Wüste versucht und ganz witzig gefunden. Also sind wir mit dem alten Snowboard die Düne raufgestapft um dann feststellen zu müssen: das Ding rutscht nicht! Matthias hat es im Sitzen probiert und sich eine ganze Weile durch den Sand gepaddelt bis er schließlich aufgegeben hat.

Von oben hast du aber auch ohne das Sandboarding einen wirklich tollen Blick auf die Wüstenlandschaft und die Berge aus Sandstein und Granit. Wow!

Inschriften

Wadi Rum wurde 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Grund dafür war nicht die unfassbar schöne Landschaft, sondern die Inschriften, die auf den Felsen gefunden wurden. Sie sind zum Teil über 3000 Jahre alt und wurden von verschiedenen Völkern in die Steine gemeißelt.

Al Mahama Canyon

An einer Stelle in der Wüste setzte unser Fahrer uns am Eingang eines Canyons ab und sammelte uns auf der anderen Seite wieder ein. So konnten wir zu Fuß durch den Canyon laufen und teilweise klettern. Wir fanden es klasse, nicht nur durch die Wüste gefahren zu werden sondern auch einen Teil aus eigener Kraft erkunden zu können.

Um Fruth Bogen

Ein weiterer beliebter Fotostopp auf der Wüstentour ist die Steinbrücke Um Fruth. Hier hat die Natur eine Brücke geschaffen, auf die du auch gut klettern kannst. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Das Foto hat übrigens unser Fahrer für uns gemacht. Der war sehr interessiert daran, warum wir so viel filmen und fotografieren.

Wadi Rum: Übernachtung im Beduinenzelt

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Camp inmitten der Wüste. Das Camp besteht aus ca. 10 Zelten zum Übernachten, einem gemauerten Toilettenhäuschen und einem großen Gemeinschaftszelt. Strom gibt es hier nur in der Nacht und die Zelte sind sehr einfach mit einem Bett ausgestattet. Wir fanden das für eine Übernachtung in der Wüste trotzdem überraschend komfortabel!

Sonnenuntergang im Wadi Rum

Nachdem wir uns im Zelt eingerichtet hatten, kletterten wir auf den nächsten Felsen um von dort den Sonnenuntergang über der Wüste zu beobachten. Die Farben und Abendstimmung waren einmalig! Gefühlt wechselte der Himmel jede Minute wieder seinen Rotton und die Berge drumherum strahlten auch in einer weiteren Nuance Rot.

Wadi Rum: Sternenhimmel

Auch wenn der Tag mit der Jeeptour ereignisreich war und du nachts nur noch ins Bett krabbeln möchtest: pack die letzten Energiereserven aus denn der Blick zum Sternenhimmel ist einfach gigantisch! Matthias ist mitten in der Nacht noch einmal mit seiner Taschenlampe durch die Wüste gekrochen, um die Szene festzuhalten. Hier lohnt es sich eine Kamera dabeizuhaben, die lange belichten kann, und ein Stativ um den Sternenhimmel auch auf Bildern festzuhalten.

Wadi Rum: Unsere Tipps für deine Tour

  • Buch auf jeden Fall die Tour mit Übernachtung. Punkt. Haben wir oben ausführlich begründet.
  • Zieh dir feste Schuhe an, denn der Wüstensand ist heiß.
  • Pack Sonnencreme und Sonnenbrille ein, es gibt unterwegs wenig Schattenplätze.
  • Nimm eine gute (und vor allem dichte) Hülle für deine Kamera mit! Der Wüstensand ist schnell dort, wo er eigentlich nicht hin soll.
  • Eine Taschenlampe kann nachts sehr hilfreich für den Weg zum Klohäuschen sein.
  • An fast jedem Stopp auf der Jeeptour wird dir der stark gesüßte Tee angeboten und du kannst eine Sonnenpause in den Zelten einlegen.

Wadi Rum: Ein Muss auf deiner Jordanien Reise

Für uns zählte der Ausflug in die Wüste von Wadi Rum zu den absoluten Highlights unserer Jordanienreise. Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind so einzigartig, dass wir es jedem empfehlen würden, das auch zu erleben!

Unser Video zu Wadi Rum


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Kranjska Gora - Natur pur in Slowenien

Auf der Suche nach Wandern, Natur und Schönheit pur? Dann lass dich von uns zu einem Besuch von Kranjska Gora in Sloweniens Norden überzeugen!

Petra ist mit Abstand die bekannteste Sehenswürdigkeit Jordaniens und wir können gut verstehen, wieso die Felsenstadt zu den 7 Neuen Weltwundern gezählt wird. In unserem Beitrag bekommst du alle wichtigen Informationen rund um Petra und deinen Besuch. Wo sind die besten Fotospots? Wie vermeidest du die Touristenmassen und was solltest du auf keinen Fall verpassen? Wir erzählen es dir!

Tickets für Petra

Wir haben es uns leicht gemacht und hatten dank unseres Jordan Pass bereits ein 2-Tages-Ticket für Petra dabei. So mussten wir vor Ort kein Ticket mehr kaufen und konnten gemütlich durch die Kontrollen spazieren.

Natürlich ist es aber auch möglich, dass du dir direkt am Eingang dein Tagesticket kaufst. Die aktuellen Preise 2019 betragen 50 JD (60€) für ein Tagesticket, 55JD (66€) für 2 und 60 JD (72€) für 3 Tage in Petra. Hier wird also jeder belohnt, der Zeit mitbringt. Diese Preise gelten tatsächlich auch nur für Besucher, die mindestens eine Nacht in Jordanien übernachten. Bist du auf der Durchreise und willst nur Petra anschauen, reist dann aber in ein Nachbarland weiter, so musst du stolze 90JD (108€) für die Besichtigung von Petra berappen.

Alle aktuellen Preise und Infos findest du immer auf der übersichtlichen Seite der Touristeninformation zu Petra.

Der Siq: atemberaubender Eingang nach Petra

Bist du einmal durch die Ticketkontrollen durchmarschiert, steht dir ein ca. 20-30 minütiger Fußmarsch bevor. Zunächst läufst du entlang einer breiten Straße bevor du zum spektakulären Eingang in die Felsenstadt gelangst: der Siq. Diese Art Canyon führt dich auf einem schmalen Weg durch meterhohe Felswände in Richtung Petra. Alleine dieser Spaziergang ist schon gigantisch!

Das Schatzhaus: Petras meistfotografierte Sehenswürdigkeit

Das erste Gebäude, welches sich in Petra in dein Sichtfeld schieben wird, ist das sogenannte Schatzhaus. Am Ende des Siqs bekommst du durch den schmalen Felsspalt schon eine Vorahnung, was dich da gleich erwartet.

Das Schatzhaus ist letztendlich (wie die meisten anderen der Felsenkammern in Petra) auch nur eine Grabkammer. Aber aufgrund seiner Schönheit glaubte man, dass sich hier Schätze verbergen könnten. Wenn dem so ist, wurden sie bis heute nicht gefunden ;) Vor dem Schatzhaus tummeln sich die Touristen, Kamele, Tourguides (mal mehr, mal weniger offiziell) und Händler, die dir ihre Souvenirs andrehen wollen. Hier ist richtig Action!

Al Khubtha Trail

An unserem zweiten Tag sind wir schon früh am Morgen den Al Khubtha Trail gelaufen. Das heißt erst Mal, dass du dich hier viele, viele Treppen hochkämpfen musst. Aber wir versprechen dir: das lohnt sich! Damit wir am besten Spot sitzen konnten, mussten wir einen Tee bei dem Händler kaufen, der dort sein Zelt aufgeschlagen hat. Dafür hat er dann aber gern Fotos von uns gemacht und wir können euch sagen: der weiß, wo man wie zu stehen hat für die besten Fotos!

Hoher Opferplatz

Ein weiterer Weg in die Höhen von Petra ist der Weg zum Hohen Opferplatz. Es warten wieder unzählige Treppen auf dich, die selbst schon ein Wunder sind. Wenn du genau hinschaust, dann siehst du nämlich, dass auch die Treppen in den Felsen geschlagen wurden.

Oben angekommen, wirst du nicht nur mit dem grandiosen Blick belohnt. Hier befinden sich Obeliske und eben der Hohe Opferplatz, früher ein heiliger Ort, an dem wohl das ein oder andere Tier geopfert wurde. An den Sehenswürdigkeiten stehen praktischerweise immer mal wieder Hinweisschilder, sodass wir uns hier über die Orte belesen konnten. Von dort oben kannst du wunderbar zu den Königsgräbern schauen aber auch in die Weite der Felsen um Petra herum.

Der Wadi Al Farasa Trail

Vom Opferplatz sind wir den Wadi Al Farasa Trail gegangen. An diesem Trail liegen keine der super bekannten Sehenswürdigkeiten, umso schöner fanden wir es, die weniger bekannten Gegenden zu erkunden. Und dabei haben wir das Gartengrab entdeckt, das von der Hälfte des Trails sichtbar wird und ein sensationelles Fotomotiv abgibt.

Das Kloster

Das größte Gebäude in ganz Petra liegt etwas versteckt und auch hier musst du erst viele Stufen erklimmen bevor du mit dem Ausblick auf das Kloster belohnt wirst. Wir haben 712 Stufen gezählt, allerdings sind die teilweise so unterschiedlich hoch, breit und tief, dass du vielleicht zu einem anderen Ergebnis kommen würdest.

Auch das Kloster ist ursprünglich ein Grabmal, wurde aber von späteren Völkern als eine Art Kirche genutzt, daher auch der Name. Wie die vielen anderen Gebäude in Petra sieht auch das Kloster von außen sehr beeindruckend aus, der Innenraum ist dafür weniger spektakulär.

Aussichtspunkt

Vom Kloster kannst du noch ungefähr 10 Minuten weiterlaufen zu einem schönen Aussichtspunkt, von dem aus du in die Weite der jordanischen Fels- und Berglandschaft schauen kannst. Die Aussichtspunkte sind mit selbstgemalten Schildern markiert, du kannst sie eigentlich nicht verfehlen.

Die Königsgräber und das Theater

Im Zentrum von Petra findest du viele beeindruckende Gebäude auf relativ kleinem Raum. Dort sind auch die höchsten Gräber zu finden, die Königsgräber genannt werden, weil sie eben damals für Könige der Nabathäer angelegt wurden.

Gegenüber den Königsgräbern befindet sich das Theater, das ebenfalls in den Stein gehauen wurde. Sitz für Sitz. Nachdem die Römer Petra entdeckten, erweiterten sie das Theater noch einmal, damit schließlich 8500 Leute hineinpassten.

Unsere Tipps für deinen Besuch in Petra

  • Zieh dir bequeme Schuhe an, denn du wirst viel laufen! Das Gebiet um die Felsenstadt ist riesig, es gibt immer wieder Trails und allein der Weg vom Haupteingang rein nach Petra dauert ca. eine halbe Stunde. Für alle, die weniger gut zu Fuß sind, gibt es Pferdekutschen, Kamele und den „Donkey of Shame“.
  • Nimm dir genügend Wasser mit! Die Mittagssonne und das viele Laufen machen durstig. Es gibt zwar auch innerhalb Petras kleine Kioske, die Wasser verkaufen, aber eben nicht überall.
  • In Petra gibt es ein sehr großes Restaurant, das Buffetessen anbietet (20 JD pro Person). Wir haben uns hier mittags im Schatten gestärkt bevor wir wieder in die Höhe geklettert sind.
  • Lass dir Zeit zum Erkunden der Felsenstadt! Wir waren wirklich froh, dass wir zwei Tage in Petra hatten, denn es gibt soooo viel zu sehen. Wenn du Zeit mitbringst, musst du nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen und kannst dir die Gebäude auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen ansehen.
  • Kletter in die Höhe und genieße den Überblick! Wir waren überrascht, wie viele Trails in die Höhe führen und mit welch grandiosen Ausblicken wir immer wieder für das lange Stufenlaufen belohnt wurden.

Unsere Unterkunft in Petra (Wadi Musa)

In der Felsenstadt Petra kannst du nicht übernachten, die angrenzende Stadt Wadi Musa bietet dafür eine enorme Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Wir hatten uns für das Peace Way Hotel* entschieden, weil es mit 25 JD (29€) pro Nacht nicht allzu teuer und ein Frühstück inklusive war. Das Zimmer war für den Preis völlig in Ordnung und in der Nähe gab es einige kleine Restaurants, in denen wir abends essen gegangen sind. Nach Petra sind wir mit dem Auto gefahren (5-10 Minuten), weil uns der Weg zum Laufen zu weit war.

Eine Alternative ist das Mövenpick Resort Petra*, welches direkt am Eingang von Petra liegt und mit seinen 5 Sternen klar zu den besseren Hotels in Wadi Musa zählt. Dafür liegt der Zimmerpreis aber auch eher bei 250€ pro Nacht.

Felsenstadt Petra: so vermeidest du die Massen

  • Egal ob du sonst Morgenmuffel oder Frühaufsteher bist, in Petra wirst du fürs frühe Aufstehen belohnt! Sei zur Öffnung (6 Uhr) da und sicher dir dein Erlebnis mit möglichst wenig Touristengruppen.
  • Übernachte in Wadi Musa, um längere An- oder Abfahrten zu vermeiden.
  • Kletter zu den Stoßzeiten (ca. 9 bis 15 Uhr) die Trails hinauf und genieße den Anblick der Felsenstadt von oben. Die meisten Touristen laufen nur innerhalb der Stadt umher und sparen sich die Mühe, die Trails hochzuklettern. Sei kein Faulpelz, rauf da!
  • Nutze auch die Abendstunden aus! Wenn die Massen längst weg sind, hast du tolles Licht zum Fotografieren und auch die meisten Händler und Guides sind schon auf dem Weg nach Hause.
  • Reise während des Ramadan, dann ist insgesamt weniger los im Land.
  • Spar dir das Anstehen, indem du dir den Jordan Pass kaufst und damit direkt zum Eingang gehen kannst.

Unser Video zur Felsenstadt Petra

Erlebe die magischen Momente in Petra noch einmal so als wärst du dabei gewesen.

Bei Reisen in ein muslimisches Land kann es dir so wie uns passieren, dass du während des Ramadan im Land bist. Wir wollen dir hier einen Überblick geben, was Ramadan überhaupt bedeutet, was du beachten solltest und welche Auswirkungen das für dich und deine Reise hat. Wir waren in Jordanien unterwegs, es kann natürlich sein, dass es in anderen Ländern während des Ramadan anders abläuft.

Ramadan – Was ist das eigentlich?

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und damit der Fastenmonat der Muslime. In dieser Zeit besteht für die muslimische Bevölkerung eine Fastenpflicht vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Ausgenommen davon sind Schwangere, Stillende, Kranke und Kinder.

Fastenpflicht

Die meisten verbinden mit Fasten die verminderte Nahrungsaufnahme. Für die Muslime bedeutet das Fasten aber darüber hinaus den Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Sobald die Sonne untergegangen ist, können die Menschen essen und trinken. Das Fasten wird sehr ernst genommen und in einigen Ländern werden sogar Nichtmuslime bestraft, wenn sie während des Ramadan in der Öffentlichkeit essen oder trinken.

Wann ist Ramadan?

Der Beginn des Ramadan liegt immer zusammen mit der Sichtung der Mondsichel. Heutzutage kann das natürlich berechnet werden und daher gibt es für die nächsten Jahre bereits Angaben zu den Zeiten.

  • 2019: 6.05. bis 3.06.
  • 2020: 24.04. bis 23.05.
  • 2021: 12.04. bis 11.05.

Was passiert während des Ramadan?

Der Ramadan hat Auswirkungen auf viele Dinge. Zum Einen siehst du tagsüber deutlich weniger Menschen auf den Straßen. Besonders wenn der Ramadan in die heiße Jahreszeit fällt, meiden die Leute tagsüber schwere körperliche Arbeit und Anstrengung wenn es denn geht. Können wir nachvollziehen, bei Temperaturen gut über 30°C ist der Verzicht auf Getränke auch ohne körperliche Anstrengung schon hart.

Die Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten können ebenfalls betroffen sein. In Jordanien haben die Sehenswürdigkeiten oft früher geschlossen. Da kannst du also nicht auf deinen Reiseführer oder Angaben im Internet vertrauen. Am besten ist es, wenn du vor Ort nachfragst.

Die größte Einschränkung (zumindest für uns) war es, in der Öffentlichkeit nichts zu essen oder zu trinken. Wir wollten die Muslime nicht vor den Kopf stoßen und haben uns daher daran gehalten. Wasser haben wir also heimlich getrunken in kleinen Gassen, wo gerade keiner war oder eben auf unserem Hotelzimmer.

Was solltest du als Tourist während des Ramadan beachten?

Wir finden es wichtig, die Kultur und Bräuche im jeweiligen Land zu respektieren. Deswegen würden wir dir raten, in der Öffentlichkeit nicht besonders auffällig zu essen oder zu trinken. Wir haben immer kleine Schlupflöcher gefunden, wo wir unbemerkt trinken und essen konnten.

Du findest tagsüber kaum geöffnete Restaurants. Nur an sehr touristischen Orten haben Restaurants auch tagsüber Essen angeboten. Sonst haben wir uns mit Obst von Märkten oder Keksen aus den kleinen Kiosken tagsüber über Wasser gehalten.

Wenn abends die Sonne untergegangen ist, ertönt über die vielen Lautsprecher das Gebet. Das ist dann das Zeichen für alle, dass das Fasten jetzt gebrochen werden kann. Wir saßen abends also im gut gefüllten Restaurant und auf unserem Tisch standen auch schon Datteln und Salat. Da aber niemand sonst gegessen hat, haben wir mit dem Essen abgewartet, bis wir das Gebet gehört haben.

Welche Auswirkungen hat der Ramadan auf deine Reise?

Die größten Auswirkungen haben wir beim Essen bemerkt. Es wäre schön gewesen, auch tagsüber unbeschwert das leckere jordanische Essen genießen zu können und unbekümmert ordentlich Wasser zu trinken.

Solltest du während des Ramadan reisen, dann buche dir eine Unterkunft, bei der ein Frühstück enthalten ist. Damit hast du eine Mahlzeit schon mal sicher und musst nicht schon morgens nach Essen suchen. Wir haben unsere Unterkünfte größtenteils über Booking* gebucht. Dort kannst du immer sehen, ob ein Frühstück enthalten ist und auch danach Hotels aussuchen.

Du triffst tagsüber deutlich weniger Menschen auf den Straßen und zur Essenszeit (bei uns im Mai ab 19.30 Uhr) ist es für eine Stunde draußen wie ausgestorben. Dann sind die Menschen zu Hause zum Fastenbrechen (breakfast – manchmal etwas verwirrend, dass damit das Abendessen gemeint ist!). Dafür ist danach umso mehr los auf den Straßen. Das Leben spielt sich nach dem Essen ab.

Reisen während Ramadan – unser Fazit

Es war für uns eine spannende Erfahrung, Jordanien für zwei Wochen zu bereisen und das inmitten der Fastenzeit. Die gastfreundlichen Jordanier laden dich auch gerne mal zum Fastenbrechen ein und tafeln dann ordentlich auf. Wir haben aber tagsüber oft mehr gehungert als uns lieb war ;)

Unsere Argumente für eine Reise nach Jordanien in der Nicht-Fastenzeit:

  • Du kannst jederzeit essen und trinken.
  • Alle Sehenswürdigkeiten sind zu den bekannten Zeiten geöffnet.
  • Auf den Straßen ist mehr los, du kommst eher mit den Jordaniern ins Gespräch.
  • Jordanier laden dich auch gerne mal zu Mahlzeiten ein. Das ist natürlich einfacher, wenn du nicht nur morgens um 4 Uhr und abends ab 19.30 Uhr offiziell essen darfst.

Möchtest du mal sehen, wie wir heimlich essen oder den leckeren Frucht-Shake ins Hotelzimmer tragen, weil Ramadan ist? Dann schau doch in unsere Videos zu Madaba oder Amman rein!


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Das Dana Biosphere Reserve ist das größte Naturschutzgebiet Jordaniens und bietet Wanderern viele Möglichkeiten zum Erkunden der tollen Landschaft. Wir haben zwei Tage in und um das Naturschutzgebiet verbracht, eine tolle Wanderung gemacht und dabei auch einiges über Beduinen gelernt. Hier teilen wir unsere Erlebnisse mit dir.

Karak Castle: Kurzer Abstecher auf dem Weg

Wir sind vom Toten Meer und dem Canyoning Abenteuer im Wadi Mujib nach Dana gefahren. Und weil es auf dem Weg lag, haben wir in Karak angehalten, das berühmt ist für seine Burg. Über eine Brücke sind wir auf das große Burggelände gelangt und haben zunächst die umgebende Landschaft bestaunt. Da das Karak Castle etwas erhöht liegt, hast du hier einen wirklich tollen Blick.

Danach sind wir in die dunklen Gänge abgestiegen und zwischen den Mauern umhergewandert. Hier fanden wir unterhalb der Erde viel mehr als wir zunächst erwartet haben.

Als Abstecher fanden wir die Burg wirklich gut, länger als ein bis zwei Stunden musst du dafür aber nicht einplanen. Nach den römischen Gebäuden in Amman und Jerash konnte uns die Burg in Karak nicht mehr völlig umhauen.

Unser weiterer Weg führte uns durch große Weiten, entlang der wenig befahrenen Straßen und wir hielten immer mal wieder an, um die Landschaft auf Bildern festzuhalten. Neben den vielen touristischen Sehenswürdigkeiten war für uns die Landschaft Jordaniens ein Highlight für sich.

Dana: Ist hier noch jemand?!

Nachdem wir die steile, kurvige Straße hinunter nach Dana gefahren waren, kamen wir in ein kleines Dorf, das wie ausgestorben wirkte. Unsere Unterkunft* war schnell gefunden und am Abend trafen wir dann auch weitere Reisende, mit denen wir eine schöne Zeit hatten.

Unser Hotel (das Dana Moon Hotel*) war herrlich günstig mit 18€ pro Nacht, dafür aber auch sehr einfach. Wer eine besondere Unterkunft mit toller Aussicht sucht, dem können wir das Dana Guesthouse* wärmstens empfehlen. Direkt an den Klippen gelegen hast du hier den besten Blick auf das Tal und schöne Zimmer dazu.

Der Dana Trail

Wie auch in anderen Naturschutzgebieten Jordaniens gibt es viele Trails, von denen die meisten aber mit Guide begangen werden müssen. Der Dana Trail ist einer der wenigen im Dana Biosphere Reserve, den man ohne Guide gehen kann. Für uns also die perfekte Wahl! Eine gute Übersicht zu allen Trails findest du unter Wild Jordan.

Mit dem Sonnenaufgang schulterten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg ins Tal. Dazu gingen wir die erste halbe Stunde in Serpentinen bergab. Immer mit dem grandiosen Blick ins Tal und in Begleitung eines Hundes, der uns die ersten Stunden nicht von der Seite gewichen ist. Wir haben ihn Mohammed genannt ;)

Einmal im Tal angekommen, führt der Weg einen durch das Tal hindurch. Es gibt keine Beschilderung, aber der Weg ist auch wirklich schwer zu verfehlen. Zudem ist der Trail auf maps.me eingezeichnet und kann dort gut nachvollzogen werden. Wir wanderten in der aufgehenden Sonne durch die Landschaft und sogen die Naturschönheit in uns auf.

Picknick im Wadi Dana

Nach gut zwei Stunden Wanderung entschieden wir, dass es nun Zeit für unser Frühstück ist. Wir fanden ein schattiges Plätzchen und kramten das eingepackte Frühstück unserer Unterkunft hervor. Gekochte Eier, Fladenbrot und Humus schmeckten viel besser als sonst, weil wir sie in der freien Natur essen konnten.

Danach ging es stetig auf und ab durchs Tal, unter Palmen und der sengenden Hitze. Schatten gibt es kaum auf dem Weg, sodass sich ein früher Start am Morgen definitiv lohnt. Zwischendurch begegnete uns ein Hirte mit seiner Ziegenherde und wir kamen an einer Beduinenfamilie vorbei. Fotografiert haben wir sie nicht, weil wir uns unsicher waren, ob das für die Beduinen in Ordnung ist.

Ankunft in der Feynan Ecolodge

Am späten Vormittag erreichten wir schließlich die Feynan Ecolodge, das Ende des Dana Trails. Diese Lodge befindet sich mitten im Naturschutzgebiet und ist die einzige Unterkunft darin. Wir hatten uns entschieden, hier eine Übernachtung zu buchen, weil die Lodge extrem gut bewertet war und wir gern noch mehr Zeit in der Dana Biosphere verbringen wollten. Alternativ kann man aber auch einen Jeep Transport zurück nach Dana organisieren.

Wir konnten direkt in unser Zimmer einchecken und uns den Sand vom Körper duschen. Tagsüber gibt es in der Lodge keinen Strom, abends werden dann überall Kerzen angezündet. Das sorgt für eine ganz besondere und romantische Atmosphäre. Buchst du hier ein Zimmer, ist das Essen automatisch inklusive. Die Preise liegen mit 190 JD (224€) für 2 Personen deutlich über dem, was wir sonst bezahlt haben. Dafür gibt es neben der Vollverpflegung viele kostenlose Aktivitäten, die angeboten werden. Es gibt geführte Wanderungen, Kochkurse, Besuche bei den lokalen Beduinenfamilien und Sternegucken in der Nacht. Weil wir während Ramadan gereist sind, haben einige Aktivitäten nicht stattgefunden.

Wir haben am Abend noch eine kleine Wanderung mit einem Mitarbeiter der Lodge gemacht, der uns einiges über das Naturschutzgebiet und die darin lebenden Beduinenfamilien erzählt hat. Wir kamen an der Schule vorbei und lernten, dass die Beduinen gen Sommer in höhere Lagen ziehen, weil es dann im Tal zu heiß wird.

Sonnenuntergang im Dana Biosphere Reserve

Unser Guide zeigte uns den besten Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten und bereitete in der Zwischenzeit Tee für uns zu. Wir genossen das Farbschauspiel in dieser einzigartigen Landschaft und waren in dem Moment unendlich dankbar, dass wir solche besonderen Orte entdecken dürfen.

Im Dunkeln ging es dann zurück zur Ecolodge, wo schon das Essen auf uns wartete. Im Kerzenschein fanden wir ein  Buffet mit großer Auswahl an vegetarischem Essen vor. Alles wird frisch vor Ort zubereitet und schmeckt hervorragend.

Wanderung zu den hängenden Garten

Für unseren zweiten Tag im Dana Biosphere Reserve hatten wir einen Rücktransport für den späten Vormittag organisiert, wollten aber vorher noch mehr von der Natur sehen. Die Mitarbeiter hatten uns eine Wanderung zu den hängenden Gärten empfohlen, die sich im Wadi Ghuwayr befinden.

Nachdem wir eine lange Zeit durch ein Flussbett gelaufen waren, gelangten wir nach ca. 2 Stunden zum Anfang des Siq, einer riesigen Schlucht. Hier hängen Bäume herunter und es sieht aus wie in einer Fantasiewelt. Die Wanderung durch den Siq soll traumhaft aber super anstrengend sein. Aber Vorsicht: bei Regen kommt es in den engen Wadis schnell mal zu Springfluten und wird dann sehr gefährlich! Wir haben deswegen nur den Eingang erkundet und sind zurück in die Ecolodge gelaufen.

Dana Biosphere Reserve: Naturhighlight in Jordanien

Wenn du auch nur ein kleines bisschen auf Abenteuer, Natur oder Wandern stehst, dann solltest du diese Wanderung auf jeden Fall machen. Wir sind aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen und haben es total genossen. Wie schon so oft auf unserem Roadtrip durch Jordanien waren wir fast komplett allein unterwegs, Touristenströme triffst du hier also eher nicht an. Eine wunderschöne Oase inmitten der wüsteligen Felsenlandschaft.

Dana Biosphere Reserve im Video

Bist du neugierig, wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht? Dann haben wir hier unser Video für dich. Viel Spaß beim Schauen!

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Dass Jordanien nicht nur Wüste kann, hatten wir spätestens am Toten Meer entdeckt. Und am südlichen Teil des Toten Meeres warteten dann auch noch Action und Abenteuer auf uns! Im Wadi Mujib haben wir uns im Canyoning versucht und uns gegen Strömungen inmitten meterhoher Felsenmauern durchgekämpft.

Wadi Mujib: Safety first

Eigentlich kannst du im Wadi Mujib mehrere Canyoning Routen machen und nur den Siq Trail ohne Guide gehen. Da es aber Anfang des Jahres durch heftige Regenfälle zu Steinverschiebungen kam, ist in der Saison 2018 nur der Siq Trail geöffnet. Die anderen können nicht begangen werden, weil es einfach zu gefährlich wäre. Auf der Seite von Wild Jordan kannst du aktuelle Informationen zu allen Trails finden.

Egal ob du dein Abenteuer mit oder ohne Guide angehst, Eintritt musst du immer zahlen und der ist nicht günstig. Wir haben 21 JD (25€) pro Person bezahlt und wurden dafür mit einer Schwimmweste ausgestattet, die man tragen muss. Du kannst übrigens im Eingangsbereich deine Wertsachen (Autoschlüssel, Rucksack und was du sonst so dabei hast) in Schließfächer deponieren. Du wirst bei diesem Abenteuer von Kopf bis Fuß nass werden, nimm also Technik nur wasserdicht verpackt mit.

Der Siq Trail

Hinter dem Eingangsbereich führt eine Brücke hinunter ins Wadi. Anfangs kreuzt der Weg das Wasser noch mehrmals und wir haben versucht, trockene Füße zu behalten. Das Spiel ist nach ein paar Minuten ausgespielt, da du komplett durch das Wasser waten musst. Wir waren schnell bis zur Hüfte im Wasser und mussten gegen kleinere Strömungen ankämpfen.

Irgendwann wird das Wasser tiefer, die Strömungen stärker und die Hindernisse im Wasser größer. Wir sind an kleinen Wasserfällen hochgeklettert und haben uns an gespannten Seilen mit voller Kraft gegen die Strömung gestemmt. Mehr als einmal standen wir etwas ratlos da, weil wir uns einfach nicht sicher waren, ob wir hier wirklich weitergehen bzw. -schwimmen sollten.

Es war ein grandioses Abenteuer mit Nervenkitzel, Abkühlung und Anstrengung. Die letzte Strömung hat dann nur noch Matthias überwunden, Franzis Muskeln haben nicht ausgereicht, um sich dagegen vorzukämpfen. Da muss wohl jemand noch ein bisschen trainieren ;)

Unsere Unterkunft beim Wadi Mujib: Die Mujib Chalets

Die Häuser direkt am Toten Meer* kannst du am einfachsten über Booking.com* buchen. Wenn sie da nicht mehr verfügbar sind, solltest du es aber auch über die Seite von Wild Jordan probieren. Mit 76JD (90€) sind sie nicht günstig, dafür ist die Lage aber auch unschlagbar! Wir haben es uns in der Hängematte auf der Terrasse gemütlich gemacht und den Blick auf das Tote Meer genossen. Gegenüber den Hotelburgen weiter im Norden versperrt dir hier nichts die Sicht. Wir hatten selbst in unserer Dusche einen Blick auf das Tote Meer.

Im Übernachtungspreis ist ein Frühstück enthalten. Wir haben zusätzlich für 14JD (16,50€) pro Person ein Abendessen dazugebucht, weil es hier weit und breit keine anderen Essensmöglichkeiten gibt. Das Abendessen bestand aus einem reichhaltigen Buffet und ist definitiv empfehlenswert.

Wadi Mujib: Ein Muss!

Auch wenn dieses Abenteuer nicht günstig ist, fanden wir es total lohnenswert und würden es dir für deine Reise durch Jordanien unbedingt empfehlen. Möchtest du den Siq Trail für dich alleine haben, solltest du morgens gleich 8 Uhr in den Canyon gehen. Uns sind auf dem Rückweg einige Gruppen entgegen gekommen, die an Hindernissen immer warten mussten, bis die vordere Gruppe durch war. Bist du etwas ängstlich, solltest du eher später gehen. Wir haben an kniffligen Stellen dann nämlich auch Guides getroffen, die weiterhelfen können.

Du kannst den Canyon natürlich auch auf der Durchreise oder als Tagestour erkunden und musst nicht in den Hütten des Bioreservats übernachten. Wir fanden die Kombination perfekt und hatten einen wunderschönen Tag am südlichen Ende des Toten Meeres.

Wadi Mujib: Unser Video

Das Ganze kommt im Video natürlich viel besser rüber. Also lass dich mitreißen und lass uns gerne einen Daumen oder Kommentar bei YouTube da.


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Wir waren am tiefsten Punkt der Welt! Aber was macht man am Toten Meer? Schwimmen geht nicht bei einem Salzgehalt von über 30%. Also haben wir uns ein tolles Hotel* gesucht, unsere Haut mit Schlamm vom Toten Meer verjüngt und ein bisschen Luxus genossen.

Totes Meer: Unser Schlammbad

Das Tote Meer liegt 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels und ist damit der tiefste Punkt der Erde. Das Wasser hat einen Salzgehalt von 31% und ist voller Mineralien. Deswegen ist der Schlamm so gut für die Haut. Wir wollten uns dieses natürliche Peeling nicht entgehen lassen und haben – streng nach Anweisung – ein Peeling im Toten Meer durchgeführt.

Zuerst schwebt man ca. 10 Minuten im Toten Meer umher. Und das ist schon ein echt verrücktes Erlebnis! Durch den hohen Salzgehalt bleibst du automatisch immer an der Wasseroberfläche. Wegen des Salzes solltest du auch auf keinen Fall Wasser in die Augen bekommen, das brennt wie Hölle! Matthias hat es unfreiwillig ausprobiert…

Nach dem Bad haben wir unseren Körper mit dem Schlamm eingerieben und ihn dann ungefähr 10 Minuten trocknen lassen. Das war natürlich das Highlight, weil wir Blassschnäbel auf einmal eine sehr dunkle Hautfarbe hatten.

Danach haben wir uns den ganzen Schlamm im Toten Meer wieder abgewaschen und sind zum letzten Abspülen unter die Dusche gehüpft. Und ja, es macht tatsächlich eine Babypopo-Haut. Neben dem abgefahrenen Erlebnis des Schwebens im Toten Meer hatte die ganze Aktion einen tollen Effekt für unsere Haut.

Totes Meer: Unser Hotel

Von den ganzen SPAs und Hotelburgen am Toten Meer haben wir uns verleiten lassen und uns mal so richtig was gegönnt. Für eine Nacht sind wir ins Hilton Dead Sea Resort & Spa* gezogen und haben für 119€ am nächsten Morgen auch noch das sensationelle Frühstück mitgenommen.

Das Hotel wurde vor einem Jahr erbaut, hat mehrere Pools und mit zwei Fahrstühlen kannst du direkt an den Strand des Toten Meeres fahren. Uns wurde beim Check-in ein kostenloses Upgrade auf ein Zimmer mit Blick auf das Tote Meer angeboten und wir konnten am Abreisetag noch bis 14 Uhr im Zimmer bleiben. Wir waren extrem begeistert von so viel Service und können das Hilton* für einen Aufenthalt am Toten Meer absolut weiterempfehlen!

Unser Tipp: Die älteren Hotels sind inzwischen ein ganzes Stück vom Toten Meer entfernt. Das liegt daran, dass der Wasserspiegel des Toten Meeres wegen der Verdunstung jedes Jahr einen Meter sinkt und das Ufer sich damit immer weiter von den Hotelburgen entfernt. Wir hatten direkten Zugang zum Meer, weil das Hilton eben erst 2017 gebaut wurde.

Luxus am Pool

Nach inzwischen sechs heißen Tagen in Jordanien, fromm in langen Klamotten und ohne Abkühlungsmöglichkeit, genossen wir es total, in Badesachen in den Pool hüpfen zu können. Die 40°C im Schatten hätten wir anders auch gar nicht ausgehalten. Am Toten Meer ist es immer noch ein paar Grad wärmer als im Rest Jordaniens und wir waren dankbar für die Sonnenschirme, die unserer gerade so schön gepeelten Haut Schatten spendeten.

Dass es mitten im Pool nun auch noch eine Bar gab, die sehr leckere und natürlich sehr teure Cocktails servierte, wollen wir hier auch nicht verschweigen. Da wir unseren Rechercheauftrag sehr ernst nehmen, haben wir die Cocktails natürlich probiert und für sehr gut befunden!

Opulentes Frühstücksbuffet

Nach einem ausgiebigen Workout am Morgen belohnten wir uns danach mit dem grandiosen Frühstück. Hier gab es alles, was das Herz begehrt und dann noch mal mehr. Wir hatten die Tage zuvor viel Pitabrot mit Joghurtdip und Marmelade zum Frühstück bekommen und fühlten uns wie im Himmel. Da musste alles mal probiert werden, auch der Pancake mit Nutella und Sahne!

Auch wenn solche Luxusresorts sonst ja nicht unsere typischen Unterkünfte sind, hat es für uns am Toten Meer einfach gepasst. Hier geht es um das Schlammpeeling und den Anblick, zum Baden fährt hier keiner her. Wir haben uns rundum wohl gefühlt und lassen uns jetzt gerne auch wieder auf einfachere Unterkünfte ein. Wobei wir noch ein paar besondere Übernachtungen für Jordanien geplant haben!

Totes Meer: Unser Video

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Nach Jerash führte uns unser Roadtrip weiter in den Norden nach Ajloun. Ajloun ist bekannt für seine Burg und liegt unweit eines Waldgebietes, in dem du Spaziergänge und Wanderungen unternehmen kannst. Wir haben die Stille im Norden genossen und hatten die Sehenswürdigkeiten für uns allein.

Die Burg von Ajloun

Mit dem Auto von Jerash kommend haben wir die Burg von Ajloun schon aus der Ferne auf einem Berg thronen sehen. Die Stadt liegt eher im Tal, zur Burg führt eine steile Straße hinauf. Hast du ein Mietauto, dann fahr die Straße hoch denn kurz vor der Burg kannst du parken und dir die anstrengenden Kilometer bergauf sparen.

Besitzt du den Jordan Pass, so ist der Eintritt für dich enthalten. Sonst zahlst du 3 JD (4€) pro Person. Bis auf zwei weitere Besucher haben wir in der Burg niemanden angetroffen und konnten sie ganz in Ruhe erkunden. Und da kamen immer mehr Räume, versteckte Kerker und Aussichtsplattformen mit tollen Blicken in die Umgebung.

Die Geschichte der Burg von Ajloun

Die Burg, deren offizieller Name eigentlich Qala’at Ar-Rabad lautet, ist eine der wenigen muslimischen Burgen, die gebaut wurde, um die Gegend vor den Kreuzfahrern zu schützen. Im 12. Jahrhundert wurde sie auf das Gelände eines alten Klosters gebaut. Die Lage ist besonders günstig, weil die Burg auf der Handelsroute zwischen Jordanien und Syrien liegt. Wir haben gelesen, dass damals auch Brieftauben eingesetzt wurden, um lange Kommunikationswege abzudecken. Irgendwie eine romantische Vorstellung oder?

Unsere Unterkunft in Ajloun

Da die Auswahl in Ajloun ist sehr begrenzt ist, haben wir uns für das Ajloun Hotel* entschieden. Hier haben wir 31€ für ein Doppelzimmer mit Frühstück bezahlt. Das Zimmer war schon sehr in die Jahre gekommen und bei dem Badezimmer haben wir kurz überlegt, ob wir es ohne Schuhe überhaupt betreten wollen. Das Hotel liegt auf halbem Weg zwischen Stadt und Burg und hat somit eine ganz gute Lage. Bestes Feature ist der tolle Blick auf die Burg.

Das Ajloun Forest Reserve

In diesem geschützten Park im Norden Jordaniens gibt es viele Bäume und Sträucher. Ja, das ist erwähnenswert, weil der Rest des Landes hauptsächlich aus karger Wüstenlandschaft besteht und so etwas nicht zu bieten hat. Deswegen wollten wir uns auch von dieser Landschaft einen Eindruck machen und haben einen Tag im Ajloun Forest Reserve verbracht.

Roe Deer Trail – ein Spaziergang im Ajloun Forest Reserve

Der zwei Kilometer lange Roe Deer Trail ist der einzige Wanderweg, den man ohne Guide gehen kann. Der Rundweg führte uns vorbei an Olivenbäumen, Feldern und Sträuchern und ließ immer mal wieder weite Blicke in die Ferne zu.

Wir wären auch gerne einen der längeren Trails gewandert, hätten dafür aber einen Guide und noch mind. zwei weitere Personen gebraucht. Die angebotenen Wanderungen variieren zwischen 3 und 7 Stunden und preislich zwischen 17 und 32 JD. Der eher kürzer Soap House Trail führt beispielsweise zu einem Haus, in dem die tolle Seife vor Ort hergestellt wird. Wir wollten gern den Rockrose Trail gehen, der Blicke bis nach Syrien und eine alte Weinpresse auf dem Weg durch die Dörfer der Gegend verspricht. Stattdessen haben wir uns einen gemütlichen Nachmittag inmitten der Felder gemacht.

Unsere Unterkunft im Ajloun Forest Reserve

Über Wild Jordan haben wir eine Hütte inmitten des Naturreservats gebucht. Spontan kannst du hier nicht so gut aufschlagen, daher solltest du einige Tage vorher entweder im Büro in Amman eine Reservierung vornehmen oder das so wie wir online machen. Die Hütte ist mit 94 JD (110€) ziemlich teuer, dafür schläfst du aber auch in wunderschöner Umgebung. Wir hatten hier genügend Platz mit zwei Betten, zwei Sofas und ein großes Badezimmer. Kostenlose Pflegeprodukte, die aus der Gegend stammen, bekamen wir auch.

Auf unserer kleinen Terrasse haben wir tagsüber ein bisschen Sonne getankt, den Grillplatz haben wir nicht genutzt. Wir hatten schon vorher online ein Abendessen in Buffetform dazugebucht (14JD pro Person). Da wir aber auch hier die einzigen Gäste waren, bekamen wir eine nicht enden wollende Flut an Tellern vor uns aufgetischt mit den tollsten Leckereien. Das war natürlich viel zu viel, hat aber super geschmeckt.

Nachdem die ersten Stopps unserer Rundreise durch Jordanien Städte waren und wir uns viele Ruinen angesehen hatten, passte eine ordentliche Portion Natur zur Abwechslung gut in unsere Route hinein. Du kannst Ajloun auch bequem als Tagesausflug von Amman ansteuern oder es mit dem Besuch der Ruinen von Jerash verbinden. Solltest du wie wir weiter in Richtung Totes Meer fahren, können wir dir den Abstecher nach Salt nur empfehlen. Wir haben uns die Stadt gar nicht angesehen, aber die Straße dorthin führt dich durch wirklich tolle Landschaften. Der Umweg lohnt sich sehr!

Ajloun: unser Video

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Das Soca Tal in Slowenien bietet alles, was du an Abenteuer haben willst ► Rafting ►Wasserfälle und Stromschnellen ►Höhlenkletterei ►Natur
Wadi Rum Paar
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Wadi Rum: Erlebe Jordaniens Wüste

Wadi Rum musst du gesehen haben! Die Weite, die Farben und die Naturgewalt sind einfach einzigartig. Hier sind unsere Tipps für deine Tour durch die Wüste
Kranjska Gora Jasna See Paar
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Kranjska Gora - Natur pur in Slowenien

Auf der Suche nach Wandern, Natur und Schönheit pur? Dann lass dich von uns zu einem Besuch von Kranjska Gora in Sloweniens Norden überzeugen!

Wir waren ja schon in Amman völlig vom Hocker als wir dort die Ruinen besucht hatten. Du hast keine Vorstellung, wie weit unsere Münder offen standen als wir in Jerash ankamen und uns diese vielen Bauten und Plätze förmlich zuriefen: Ja, es ist verdammt groß hier! Die Tempel, Bäder, Stadien und Säulen sind teilweise so gut erhalten oder restauriert worden, dass das Leben vor so vielen hunderten von Jahren zum Greifen nah wirkt. Ganz zurecht zählt Jerash zu den Top Sehenswürdigkeiten Jordaniens!

Von Amman nach Jerash

Jerash liegt nur 50 Kilometer nördlich von Amman und ist mit dem Auto gut erreichbar. Wir sind eine Stunde gefahren und konnten dann direkt beim Besucherparkplatz parken. Es fahren auch regelmäßig Busse von Amman nach Jerash und zurück. Alternativ kannst du die Fahrt mit einem Taxi machen und den Fahrer für den ganzen Tag bezahlen.

Jerash Sehenswürdigkeiten: von Ruine zu Ruine

Schon im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung soll Jerash bewohnt worden sein. So richtig an Bedeutung gewann es aber erst im 1. Jahrhundert als die Römer immer weiter expandierten. Jerash etablierte sich als Handelsstadt und kam so zu einigem Reichtum. Das erklärt auch, weshalb hier so viele pompöse Gebäude errichtet wurden. Ein Großteil der Bevölkerung ist 747 bei einem Erdbeben ums Leben gekommen und damit nahm die Besiedlung von Jerash wieder ab. Bis ins 18. Jahrhundert soll die Stadt nicht mehr bewohnt gewesen sein.

Hadriansbogen

Der Zugang vom Besucherparkplatz führt dich zunächst durch eine Art Basar, auf dem du alle möglichen Souvenirs kaufen kannst. Wir sind hier schnurstracks dran vorbeigelaufen, denn wir hatten schon aus dem Auto das riesige Eingangstor gesehen. Der sogenannte Hadriansbogen gibt dir schon mal einen guten Vorgeschmack davon, was dich bei den Ruinen von Jerash erwartet.

Der Bogen ist 21 Meter hoch und wurde damals zu Ehren von Kaiser Hadrian gebaut. Das Ziel, Besucher zu beeindrucken, wurde bei uns auf jeden Fall erreicht.

Hippodrom

Diese Sportstätte fasste einmal 15.000 Zuschauer! Von den Rängen aus konnten sie Rennen von Karrenwagen und andere Sportwettkämpfe beobachten. Eigentlich soll hier zwei Mal täglich eine Show stattfinden, bei der die damaligen Kämpfe nachgespielt werden. Wir haben die entweder verpasst oder sie sind wegen Ramadan ausgefallen.

Forum

Folgst du dem Weg durch das Südtor und entlang der Überreste von Marktgebäuden, erreichst du das Forum. Dieser riesige, von Säulen eingerahmte Platz ist in seiner Form total unüblich. Eigentlich haben die Römer nämlich ihr Forum immer symmetrisch gebaut, das in Jerash ist aber oval. Angeblich hat man die Form so gewählt, um den Zeus Tempel über das Forum mit der Hauptstraße (Cardo Maximus) zu verbinden. Spektakulär sieht es allemal aus mit den 56 Säulen drumherum. Wir fanden die Sicht vom Zeustempel und dem Theater am besten.

Zeus Tempel

Die Kellergewölbe vom Zeus Tempel sind heute zu einem kleinen Museum umfunktioniert worden. In dem Museum bekommst du neben einer ordentlichen Abkühlung auch einen Blick auf ein Modell des Zeus Tempel. Wir konnten uns dadurch gut vorstellen, wie es früher ausgesehen hatte.

Der obere Teil des Tempels wurde aufwändig restauriert. Davor liegen sehr fotogen abgebrochene Säulenteile, die wir für eine kleine Fotopause genutzt haben. Wir sind zwischen den Überresten herumgeklettert und haben die Sicht vom Tempel auf das Forum und die Kolonnadenstraße bewundert.

Theater

Der höchste Punkt in Jerash sind die Zuschauerränge des Theaters. Früher wurden hier die Menschen durch Sänger und Schausteller bespaßt, heute diente es uns als Ausguck über das gesamte Gelände. Wir sind die Ränge hochgeklettert um bis zum Nordtor schauen zu können.

Artemis Tempel

Läufst du vom Theater aus in Richtung des Nordtores, wirst du am Artemis Tempel vorbeikommen. Zwischen 150 und 170 erbaut zu Ehren von Artemis, Zeus‘ Tochter, wurde er leider im vierten Jahrhundert auseinandergenommen wegen seiner hochwertigen Materialien. Der Tempel war einmal überzogen mit Marmor und Statuen von Artemis füllten die Nischen. Heute stehen immerhin noch 11 der ursprünglich 12 korinthischen Säulen und der Tempel wirkt auch ohne Marmor pompös.

Besonders beeindruckend wirkt der Tempel wenn du von der Kolonnadenstraße die Treppen zu ihm hochsteigst. So läufst du nämlich durch das sogenannte Propylaeum durch, ein riesiges Tor, das den Eingang zum Artemis Tempel markiert.

Cardo Maxismus: die Kolonnadenstraße

Die Kolonnadenstraße verbindet das Nordtor mit dem Forum über eine Länge von 800 Metern. Sie wurde von 500 Säulen eingerahmt, die allerdings heute nicht mehr alle stehen. Die meisten der Säulen wurden in den 60er Jahren restauriert. Die unebenen Pflastersteine sind wohl noch im Originalzustand und bieten jede Menge Stolperfallen wenn du den Blick auf die beeindruckenden Säulen neben dir oder die Tempelruinen in der Nähe richtest.

Auf dem Gelände findest du noch viel mehr Tempel, Kirchen, Bäder und Theater. Wir haben nach 3 Stunden bei über 30°C irgendwann aufgegeben, weil wir platt waren.

Tipps für deinen Ausflug nach Jerash

Wir haben uns viel Zeit zum Erkunden des großen Geländes gelassen und waren insgesamt drei Stunden vor Ort. Auch wenn du das Ganze schneller machst, bist du bestimmt 1,5 bis 2 Stunden in Jerash.

  • Pack dir genügend Wasser ein. Wir hatten schon nach kurzer Zeit nichts mehr zu trinken und das bei 35°C im Schatten! Es gibt nur einen Verkäufer, der auf dem Gelände (am Nordtor) Wasser verkauft.
  • Wenn du das Gelände möglichst ohne Touristengruppen erkunden möchtest, solltest du entweder früh hier sein (vor 10 Uhr) oder am späten Nachmittag kommen. Wir waren zwischen 11 und 15 Uhr hier und haben einige Gruppen getroffen. Allerdings verläuft es sich auf dem Gelände auch gut.
  • Du kannst deinen Tagesausflug nach Jerash gut mit einem Abstecher zum Ajloun Castle und dem Ajloun Forest Reserve verbinden. Beides liegt nur 20 Fahrminuten von Jerash entfernt.
  • Die Übernachtungsmöglichkeiten in Jerash sind eher begrenzt. Im nahe gelegenen Ajloun hast du etwas Auswahl, wobei der Standard hier auch nicht allzu hoch ist. Wir haben im Ajloun Hotel* übernachtet.
  • Das Lebanese House soll eines der besten Restaurants Jordaniens sein und befindet sich in Jerash. Wir haben es dort tagsüber wegen Ramadan gar nicht probiert. Vielleicht schaffst du es ja, ein Essen im Lebanese House mit der Besichtigung der Ruinen von Jerash zu verbinden.

Unser Jerash Vlog

An besten guckst du dir das Ganze nochmal in bewegten Bildern an. Viel Spaß!


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