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Die japanische Küche gilt als eine der besten der Welt und unterscheidet sich doch deutlich von allem, was wir so kennen. Weil wir viel ausprobiert haben, wollen wir diesem Thema einen eigenen Beitrag widmen. Taucht ein mit uns in die japanischen Kochtöpfe!

Essen gehen in Japan

Generell ist Essen gehen in Japan teurer als in Deutschland. In günstigen Restaurants kosten Hauptgerichte zwischen 12 und 25€. Dafür schmeckt es aber auch immer und überall, selbst die günstigen Varianten! Von Freunden hatten wir den Tipp bekommen, gute Restaurants lieber mittags zu besuchen, da es dann häufig günstigere Menüs gibt. Diesen Tipp können wir nur bestätigen.

Die erste Hürde in den Restaurants ist häufig die Speisekarte. Wenn es die nämlich nur mit japanischen Schriftzeichen gibt, wird die Essenswahl zur Glückslotterie. In vielen Restaurants gibt es daher bebilderte Karten, die bei der Wahl helfen. Etwas ganz Spezielles, was wir nirgendwo sonst so vorgefunden haben, waren die Schaufenster der japanischen Restaurants. Häufig werden dort nämlich die Gerichte in einer Plastikvariante zur Schau gestellt. Du kannst dir also schon vorher überlegen, welches Plastikgericht dich anspricht.

Japan Essen Speisekarte

In japanischen Restaurants ist es unüblich Trinkgeld zu geben. Angeblich kann es sogar passieren, dass dir ein Kellner hinterherrennt, um dir das Wechselgeld zu bringen. Dafür ist die Steuer (8%) manchmal im Preis enthalten und mal nicht. Das wird aber immer in der Karte angegeben. Der Bezahlvorgang läuft häufig so ab, dass die Rechnung schon mit dem Essen mitgeliefert wird und dann an einer separaten Kasse in der Nähe des Ausgangs bezahlt wird. Wie so vieles in Japan ist auch das Bezahlen sehr effizient.

Sushi

Das Essen, das vermutlich jeder mit Japan verbindet, ist Sushi. Franzi ist großer Fan und Matthias eher zurückhaltend was den rohen Fisch angeht. Dennoch wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, in Japan Sushi zu essen. In Tokio haben wir uns im Itamae Sushi eine Sushiplatte geteilt und die Sachen waren wirklich köstlich.

Japan Essen Sushi Platte

Der Laden ist vor allem für seinen tollen Thunfisch bekannt, sodass wir uns zusätzlich auch eine Thunfisch-Avocado-Kombination bestellten. Und die war so gut, dass es als Nachtisch noch eine gab. Auch als wenig bewanderte Thunfischesser konnten wir die Qualität des Fisches schmecken.

Japan Essen Thunfisch und Avocado

Für das frischeste und vermutlich auch beste Sushi in Japan sind wir zum Tsukiji Fischmarkt gegangen. Dort wird jeden Morgen der in der Nacht gefangene Fisch verkauft und es gibt einige kleine Sushi-Restaurants, die diesen direkt zu den köstlichsten Kunstwerken verarbeiten. Wir sind eher durch Zufall im Daiwa gelandet, das aber anscheinend das beste Sushi-Restaurant am Tsukiji Fischmarkt ist. In der Regel gibt es keine Karte, sondern man bestellt ein Menü. Wir haben also die Chef’s Choice bestellt und das bekommen, was der Sushichef heute so auf dem Fischmarkt gekauft hat. So kamen wir unter anderem in den Genuss eines Seeigel-Nigiris. Eine Erfahrung der ganz anderen Art ;)

Japan Essen Sushi

Udonnudeln

Nudeln sind in Japan nicht gleich Nudeln und eine ganz neue Form lernten wir schon zu Beginn unserer Reise kennen: die Udonnudeln. Diese sehr dicken Nudeln sind oft ewig lang und können kalt oder warm gegessen werden. Sie sind entweder schon in der Suppe mit drin oder werden zur Suppe serviert und können dann hineingetunkt werden. Und sicher gibt es noch tausend andere Arten, diese Nudeln zu essen.

Japan Essen Udon

Ramen

Gleich an unserem ersten Tag in Tokio wurden wir darüber aufgeklärt, dass Ramen ein chinesisches Gericht sei. Auch wenn dem so ist, wird es in Japan häufig und in verschiedenen Variationen angeboten. Fast überall finden sich kleine Ramen-Restaurants. In der Regel kannst du dir aussuchen, ob du die Ramen in einer Hühner-, Rinder- oder Fischbrühe essen möchtest. Bei den Beilagen hast du auch Wahlmöglichkeiten und kannst so immer wieder neue Varianten probieren. Die Ramen-Restaurants waren für uns eine günstige Alternative zum sonst oft teuren Essen.

Eine Besonderheit im Hauptbahnhof in Tokio ist die sogenannte Ramen Street. Hier tummeln sich ungefähr zehn Ramen Restaurants nebeneinander und mittags musst du hier auch mal länger anstehen. Der Clou: Bestellt wird vor dem Restaurant an einem Automaten. Hier suchst du dir aus, welche Art der Brühe, Nudeln und sonstigen Zutaten du gerne hättest, bestellst noch ein Getränk und bezahlst direkt am Automaten. Dann erhältst du Wertbons, die du beim Betreten des Restaurants dem Platzzuweiser gibst. In der Regel hast du schon nach wenigen Minuten eine große dampfende Suppenschüssel vor dir stehen.

Japan Essen Ramen

Sukiyaki

In Kyoto sind wir durch Zufall in einem kleinen Restaurant gelandet, das sich auf Sukiyaki spezialisiert hatte. Wir bestellten übers iPad eine große Portion mit Lamm und waren gespannt, was uns nun erwarten würde. Zunächst wurden wir beide mit Schürzen versehen, diesen Service könnten wir öfter gebrauchen! Dann wurde der Kochtopf vor uns aufgebaut und darin jede Menge Essen getürmt. In Sojasauce brutzelten das Gemüse, die Sojasprossen und oben drauf garte das Lamm vor sich hin. Während wir dem ganzen Spektakel zusahen, lief uns schon das Wasser im Mund zusammen. Wir konnten es kaum erwarten, uns große Portionen auf den Teller zu tun. Laut Wikipedia ist Sukiyaki ein Eintopfgericht, wir hätten es eher als Grillvariante beschrieben. Aber egal, in welche Schublade es gesteckt wird – geschmeckt hat es hervorragend! Natürlich kannst du das alles auch mit anderen Fleischsorten oder vegetarisch bekommen. Du solltest es auf jeden Fall mal ausprobieren!

Japan Essen Sukiyaki

Nabe (Hot Pot)

Nabe wird im englischen oft Hot Pot genannt und ist ein bisschen wie eine japanische Art des Fondues. Hier wird in einer Brühe verschiedenes Gemüse oder Fleisch gegart. Es gibt unterschiedliche Formen des Nabe und die wohl bekannteste ist Shabu Shabu. Dabei werden dünne Rindfleischscheiben in einer Brühe mit Tofu, Pilzen und Gemüse gegart. Wir haben die Shabu Shabu Variante in unserem traditionellen Ryokan in Kinosakionsen ausprobiert und fanden es genial!

Japan Essen Nabe

Kobe Beef

Das weltberühmte Rindfleisch stammt von den in der Region um Kobe aufgezogenen Rindern und kann natürlich in Japan gegessen werden. Wir haben uns dafür ein Restaurant in Kobe selbst ausgesucht und mittags ein Menü gegessen. Wenn du mehr von dieser unfassbar leckeren Erfahrung lesen (und sehen) möchtest, kannst du das in unserem Beitrag zu Kobe nachlesen. Für alle anderen hier die Kurzform: es war saulecker! :)

Märkte

Fast jede japanische Stadt hat einen eigenen Markt, auf dem oft frisch zubereitetes Essen angeboten wird. Wir sind in Kyoto über den Nishiki Market geschlendert und haben uns durch die verschiedensten Stände probiert. Unser Highlight waren die Garnelenspieße. Allein die Auswahl an Essen hat uns begeistert und so haben wir viel mehr probiert, als unser Magen eigentlich zuließ. Beim Bummeln über japanische Märkte wirst du immer wieder Neues entdecken, sodass sich jeder Gang lohnt!

Kyoto Nishiki Markt

Kaufhäuser

In den Großstädten solltest du unbedingt auch in die Essensabteilungen der Kaufhäuser gehen. Meistens befinden die sich im Untergeschoss verteilt auf ein bis zwei Etagen. Hier findest du eine riesige Auswahl an Bentoboxen, Bäckereien und vor allem die herrlichsten Desserts überhaupt. Die detailverliebten Japaner verstehen es besonders gut, ihre süßen Köstlichkeiten zu präsentieren. Wir waren immer wieder überwältigt von den kleinen Kunstwerken und haben selten eine Dessertabteilung verlassen, ohne etwas zu kaufen.

Japan Essen Süßes

Matcha in allen Variationen

Matcha ist ein japanisches Wort, das übersetzt „gemahlener Tee“ bedeutet. In der Regel ist es gemahlener grüner Tee, der den so eigenen Matcha-Geschmack ausmacht. In Japan gibt es richtig viele Lebensmittel mit Matcha-Geschmack und wir haben die verschiedensten ausprobiert. Unser haushoher Favorit war dabei das Softeis mit der Kombi Vanille-Matcha. Zum Einen, weil das Softeis in Japan einfach genial war und zum Anderen, weil das pure Matcha uns nicht vom Hocker gehauen hat. Wir haben auch KitKat in der Matcha-Variante probiert, das konnte uns aber nicht so überzeugen.

Japan Essen Match

Bei uns ging die Liebe definitiv auch durch den Magen und die sensationelle Küche in Japan hat unsere Begeisterung für das Land nur noch verstärkt. Nach vielen Monaten in Ländern mit nicht ganz unbedenklicher Hygiene war es auch eine Wohltat, Leitungswasser zu trinken und ohne schlechtes Gewissen Street Food zu essen. Natürlich gab es bei der vielen Auswahl auch mal Dinge, die für uns eher befremdlich waren. Gerade die fermentierten Lebensmittel haben es uns weniger angetan. Insgesamt war Japan aber ein absolutes Essensparadies!

Hast du dich auch schon einmal quer durch die japanische Küche gefuttert? Haben wir eine wichtige Spezialität vergessen? Dann schreib es uns gerne in die Kommentare.

Eine Erfahrung, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten, war die Übernachtung in einem traditionellen japanischen Ryokan und das Baden in den sogenannten Onsen. Kinosakionsen war dafür der perfekte Ort! Hier erzählen wir dir von unserem tiefen Abtauchen in den Onsen und die japanische Kultur.

Unsere Fahrt von Himeji nach Kinosakionsen

Wir sind mit Zügen von Himeji nach Kinosakionsen gefahren und mussten zwei Mal umsteigen. Von Himeji sind wir zunächst nach Teramae gefahren und von dort aus nach Wadayama. Obwohl wir an dem Bahnhof nur 2 Minuten zum umsteigen hatten, haben wir unseren letzten Zug nach Kinosakionsen entspannt bekommen. Insgesamt waren wir gute zwei Stunden unterwegs und dieses Mal eher in kleineren Zügen in gemächlichem Tempo. Angekommen in Kinosakionsen sind wir einmal durch die kleine Stadt gelaufen auf der Suche nach unserer Unterkunft.

Japan Kinosakionsen

Übernachten in einem Ryokan

Nachdem Matthias schon vor Jahren auf einem Kurztrip in einem traditionellen japanischen Ryokan übernachtet hatte, stand von vornherein fest: dieses Erlebnis müssen wir uns gönnen! In Kinosakionsen gibt es eine große Anzahl an Ryokans, die teilweise auch online gebucht werden können. Wir haben zwei Nächte im Sennen No Yu Gonzaemon* verbracht und wurden dort wirklich verwöhnt.

Ein Ryokan ist ein traditionell eingerichtetes japanisches Hotel. Der Boden ist mit Tatamimatten ausgelegt und du schläfst auf einem Futon… ohne Bettgestell! Tagsüber werden die Matratzen weggeräumt und abends extra wieder aufgebaut. Meistens sind im Ryokan Frühstück und Abendessen inkludiert. Das läuft aber nicht wie in einem All-Inclusive Urlaub auf einer kanarischen Insel ab! Hier bekommt jeder sein Essen aufs Zimmer serviert. Es gibt eine Art Hausmädchen, die dir anfangs alles erklärt und für Fragen immer ansprechbar ist. Sie serviert auch das Essen und richtet die Betten her. Es ist definitiv eine sehr spezielle Erfahrung, die du in der Form wohl in keinem anderen Land machen kannst.

Japan Ryokan

Wir waren besonders beeindruckt von dem Essen, was uns morgens und abends aufgetischt wurde. Wir hatten kleine Grills, Nabe-Töpfe, frischen Fisch und viel Gemüse, das uns nach und nach gebracht wurde. Auch die Spezialität der Region – Krabben – konnten wir an einem Abend testen. Es war ein Festessen, das uns auch ein wenig herausforderte. Denn in einigen Schüsseln waren Dinge, die wir nach erstem Probieren dann doch lieber stehen ließen ;)

Japan Essen traditionell

Onsen – was ist das überhaupt?

Onsen ist die japanische Bezeichnung für heiße Quelle. Da Japan überwiegend auf, in und neben Vulkanen existiert, gibt es hier jede Menge heiße Quellen. Diese speisen dann die Bäder mit dem Wasser. Der Onsen ist ein bisschen die Sauna der Japaner.. nur eben in flüssiger Form. Manchmal gibt es auch in Hotels einen kleinen Onsen dazu oder extra Badanlagen. Kinosakionsen ist ein ganzes Dorf, das bekannt ist für seine tollen Bäder. Dazu sieht es auch noch sehr schön aus mit dem Fluss, der durch die Stadt fließt.

Japan Kinosakionsen Yukata

Das musst du bei deinem Besuch in einem Onsen beachten

Das mit den Onsen ist eine ganz spezielle Sache und deswegen wollen wir dir hier eine kleine Einführung ins richtige Onsen geben. Dabei gibt es nämlich jede Menge Regeln zu beachten!

Japan Onsen Regeln

Wir haben erst einmal herzhaft lachen müssen, als wir dieses Schild vor einem Onsen entdeckt haben! Aber es ist tatsächlich so, dass es oft verboten ist, mit einem Tattoo ins Bad zu gehen. Und wenn du Gang-Mitglied bist – sorry, dann musst du woanders die Hüllen fallen lassen!

Betrittst du einen Onsen, wirst du als erstes deine Schuhe ausziehen und in das dafür vorgesehene Fach stellen. Du kannst im Onsen oft Handtücher und auch die traditionellen Yukatas leihen oder bringst es selbst mit. Danach gehst du in den Umkleidebereich, der für Männer und Frauen getrennt ist. Meistens ist der Männerbereich in blauen Farben und der Frauenbereich in roten Farben gehalten. Dort entkleidest du dich komplett und schließt deine Sachen in ein Schließfach ein. Das einzige, was du in den Onsen mit hineinnimmst, sind ein kleines Handtuch und der Schlüssel für den Spind.

Japan Onsen Eingang

Männer und Frauen gehen in der Regel in getrennte Bäder, nur selten gibt es gemischte. Im Onsen gibt es immer einen Bereich zum Waschen. Dieser ist enorm wichtig! Denn die Japaner achten extrem auf ihre Körperpflege. Bevor du also auch nur den kleinen Zeh in das heiße Wasser steckst, wäschst du dich ausgiebig im Sitzen. Die Japaner verbringen mit dem Waschen nicht selten 20 bis 30 Minuten, da quietscht danach alles vor Sauberkeit. Also nimm dir ein Beispiel an ihnen und wasche alles sehr gründlich.

Japan Onsen

Wenn du in das heiße Wasser gehst, dann sollten deine Haare nicht das Wasser berühren. Das kleine Handtuch ist zum Abwischen vom Gesicht und darf auf keinen Fall ins Wasser fallen. Die Japaner legen es entweder an die Seite oder auf ihren Kopf. Und dann genießt du das warme (und manchmal ganz schön heiße) Wasser für einige Minuten. Viele Onsen bieten verschiedene Bäder mit unterschiedlichen Temperaturen, einige drinnen, einige an der Frischluft. Zwischen den einzelnen Badegängen kannst und solltest du dich sitzend ausruhen. Und nicht zu lange im heißen Wasser bleiben! Matthias hat es wieder einmal übertrieben und dann beim Rausgehen kurz das Bewusstsein verloren.

Ja, inklusive Umfallen und auf den Steinboden fallen.

Nackt.

Mit dem Mount Fuji im Hintergrund. (Das war in Kawaguchiko).

Die Japaner haben sich vermutlich innerlich zu Tode geschämt.

Und noch eine letzte Regel. Bevor du den Onsen wieder verlässt, solltest du dich noch einmal abduschen und mit dem kleinen Handtuch schon gut trocken rubbeln. Mit triefend nassen Füßen die Umkleidekabine zu betreten ist ein No-Go.

Unser Guide für die Onsen in Kinosakionsen

In Kinosakionsen gibt es insgesamt sieben Onsen, die du mit einem Pass alle nutzen kannst. Abwechselnd sind die Onsen an vereinzelten Tagen geschlossen, das wurde uns von unserem Ryokan vorher gesagt. Wir haben in unserem Ryokan sowohl den Onsen-Pass, die Yukatas als auch Holzschlappen gestellt bekommen.

Satono-yu

Dieser Onsen liegt direkt neben dem Bahnhof und ist eines der größten Bäder. Hier gibt es Bäder im Freien mit einem tollen Blick in die Landschaft und einem kleinen Wasserfall. Auch die Innenbäder sind sehr schön gestaltet. Wir fanden diesen Onsen wirklich toll gemacht!

Japan Onsen Satonoyu

Goshono-yu

Schwer beeindruckt vom Eingangsbereich wurden hier unsere Erwartungen innen noch einmal übertroffen. Der Außenbereich hat nämlich Heißwasserpools auf zwei Levels und bietet die Möglichkeit, sich auf den Steinen dazwischen hinzusetzen oder zu legen. Wir waren hier ganz alleine und hatten ein wirklich schönes Bad nur für uns.

Japan Goshono-yu Onsen

Kouno-yo

In diesem eher kleinen Onsen gibt es einen schönen Gartenbereich mit Pool.

Ichino-yu

Die Besonderheit dieses Onsens ist eine Höhle, in der sich der Außenbereich des Onsen befindet. Die inneren Pools waren sehr heiß.

Zusätzlich zu den genannten gibt es noch den Mandara-yu Onsen, der aber gerade geschlossen war und den Jizou-yu Onsen, der schon ziemlich alt sein soll. Es ist auf jeden Fall ausreichend Auswahl und Platz da, um ein tolles Erlebnis zu haben. Die Onsen liegen alle nur wenige Minuten zu Fuß auseinander und können mit einem kleinen Spaziergang verbunden werden.

Geniale Erfahrung in Kinosakionsen

Wir sind tiefenentspannt und voller neuer Eindrücke aus Kinosakionsen abgereist. Wir waren froh, dass wir uns zwei Nächte im Ryokan gegönnt haben, weil wir dadurch einen vollen Tag für die Onsen hatten. Ein Tipp: Zur Blütezeit muss die Stadt noch mal schöner aussehen, weil der Fluss gesäumt ist mit Kirschbäumen.

Als wir uns auf unsere Reise durch Japan vorbereiteten, stießen wir auf fast allen Websites und Blogs immer auf den einen Tipp: Kauf dir einen Japan Railpass. Warum das nicht immer die beste und günstigste Alternative ist, wollen wir dir hier erzählen. Ganz praktisch, anhand unserer Route durch Japan.

Was ist der Japan Railpass?

Der Japan Railpass ist ein Ticket, mit dem du als Nicht-Japaner in einem begrenzten Zeitraum sehr viele Züge nutzen kannst. Dieses Ticket kann nur von Touristen erworben werden und bis vor einiger Zeit konnte es auch nur außerhalb Japans gekauft werden. Aktuell (und noch bis April 2018) kannst du den Pass an einigen Verkaufsstellen auch in Japan bekommen (z.B. Narita Flughafen Tokio, Tokio Station), musst dafür jedoch 10% mehr zahlen.

Den Railpass kannst du online oder in bestimmten Reisebüros in Deutschland (und vielen anderen Ländern) für einen Zeitraum von 7, 14 oder 21 Tagen kaufen. Du erhältst dann einen Coupon, den du in Japan gegen den richtigen Railpass einlösen kannst. Beim Kauf solltest du beachten, dass du diesen Coupon innerhalb der nächsten drei Monate einlösen musst. Er ist dann für den gewählten Zeitraum gültig, die Tage können nicht aufgeteilt werden.

Was sind die Vorteile des Japan Railpass?

Du kannst mit diesem Ticket sehr viele Züge, einige lokale Busse, Metros und Fähren nutzen. Dadurch musst du dir keine Gedanken über den Kauf einzelner Zugtickets vor Ort machen. Zudem kannst du viel Geld sparen wenn du viele weite Strecken im Zug zurücklegst. Allerdings ist der Railpass eben nicht pauschal für alle Reisenden immer die beste Lösung für den Transport vor Ort.

Japan Tokio Metro

Wann solltest du den Japan Railpass nicht kaufen?

Wenn du vorher schon weißt, welche Städte und Landschaften du in Japan bereisen willst, kannst du dir gut einen Überblick darüber verschaffen, welche Strecken du im Land überwinden musst. Wenn einer der folgenden Punkte zutrifft, lohnt sich der Japan Railpass für dich vielleicht eher nicht.

  • Du wirst dich hauptsächlich in einer (Groß-)Stadt aufhalten und von dort Tagesausflüge unternehmen.
    Der Japan Railpass lohnt sich vor allem dann, wenn du viele lange Zugstrecken fährst, weil diese eben auch am meisten ins Geld gehen. Für einzelne Regionen gibt es in Japan oft sogar noch einmal spezielle Zugpässe.
  • Du hast einen Gabelflug gebucht und nur wenige lange Zugstrecken dazwischen.
    Musst du nicht zu deinem Ausgangsort zurückkehren, ersparst du dir häufig viel Hin- und Hergefahre im Land. Liegen Ankunft- und Abflughafen nicht ewig weit auseinander und fährst du zwischendrin nicht kreuz und quer durchs Land, kann der Kauf von Einzeltickets günstiger sein als der Railpass.

Japan Railpass Bahnhof

Wie kann ich errechnen ob sich der Japan Railpass für mich lohnt?

Wir haben mit Hilfe der Website HyperDia und der dazugehörigen App eine genaue Aufstellung der von uns geplanten Zugstrecken erstellen können. Für unsere Route Tokio – Mount Fuji – Kyoto – Nara – Kinosakionsen – Himeji – Osaka haben wir uns die Preise für die Teilstrecken herausgesucht und sind dabei in der Planung deutlich unter dem Preis für den Railpass geblieben. Die App kannst du 30 Tage lang als Testversion nutzen und danach für einen Monat (3$) oder ein Jahr (26$) kaufen. Sie hat gegenüber der Website den Vorteil, dass du dir explizit anzeigen lassen kannst, wie du eine Strecke mit dem Railpass zurücklegen kannst. Wir haben die Testversion für die Planung genutzt und für unsere Reise vor Ort dann die 3$ investiert und die App einen Monat genutzt.

Unsere Kosten vs. Railpass

Wir hatten uns das also alles vorher angesehen, waren der Meinung, dass es für uns günstiger ist, Einzeltickets zu kaufen und haben uns den Railpass geklemmt. Im Folgenden siehst du, welche Strecken wir in Japan gefahren sind und welche Kosten dafür angefallen sind.

VON NACHDAUERPREISFAHRZEUG
TokyoKawaguchiko (Mount Fuji)2 Stunden1800 ¥Bus
Kawaguchiko (Mount Fuji)Kyoto4 Stunden13.360 ¥Bus bis Mishima, danach Shinkansen
Kyoto Nara45 Minuten710 ¥Zug
Nara Kyoto45 Minuten710 ¥Zug
KyotoKobe55 Minuten1080 ¥Zug
KobeHimeji38 Minuten970 ¥Zug
HimejiKinosakionsen2 Stunden 13 Minuten1940 ¥3 Züge
KinosakionsenOsaka3 Stunden 20 Minuten3700 €Bus
GESAMT 24270 ¥

Wie du siehst, haben wir für die Zug- und Bustickets insgesamt 24.270 ¥ (183€) pro Person ausgegeben. Der Japan Railpass für 14 Tage hätte uns 46.000¥ (343€)  gekostet. Wir konnten also durch den Kauf der Einzeltickets 21.730¥ (160€) pro Person sparen. Und das heißt nicht, dass wir deswegen länger unterwegs waren oder schlechtere Verbindungen hatten – im Gegenteil! Wir haben auf der Strecke vom Mount Fuji nach Kyoto sogar die schnellste Verbindung gehabt, weil wir für die erste Teilstrecke den Bus genommen haben. Mit Railpass hätte man hier entweder die langsamere Zugverbindung nehmen müssen oder doppelt gezahlt, denn der Bus ist nicht enthalten.

Busfahren als günstige Alternative zu Zugfahrten in Japan

Natürlich kannst du dich in Japan nicht nur in Zügen fortbewegen, sondern auch Inlandsflüge nutzen oder mit dem Bus fahren. Für viele Verbindungen gibt es alternativ zu den relativ teuren Zugfahrten auch Busse. Diese kosten oft nur die Hälfte!

Japan Busfahren

Wir fanden die Busreisen nicht nur gemütlich, für die Strecke vom Mount Fuji nach Kyoto war es sogar die schnellste Variante, einen Teil mit dem Bus zu fahren. Das Kaufen der Tickets im Internet (z.B. über Highway Buses) war einfach und die Busbahnhöfe sind wie eigentlich alles in Japan super organisiert.

Japan Transport Highwaybus

Fazit: Japan ohne den Railpass war für uns die günstigere Variante

Für unseren gesamten Transport innerhalb Japans haben wir pro Person 32.526 Yen (270€) ausgegeben. Zusätzlich zu den oben genannten Fahrten zählen da die Fahrten zum Flughafen und die Metrotickets innerhalb der Großstädte (Tokio, Kyoto, Osaka) dazu. Damit sind wir immer noch deutlich unter den Kosten für einen Japan Railpass geblieben! Und auch mit dem hätten wir viele Metrotickets noch zusätzlich kaufen müssen.

Wir können dir also den Kauf von Einzeltickets absolut empfehlen, wenn du eine ähnliche Route fährst und keine langen Strecken zurücklegen musst. Die Zugtickets haben wir in der Regel kurz vor Abfahrt gekauft und die Bustickets wenige Tage vor der Fahrt. Das kannst du also alles spontan vor Ort erledigen. Für uns perfekt, um Japan zu bereisen.

Die wohl schönste Burg Japans wartete in Himeji auf uns. Nach den vielen Tempeln in Kyoto war das noch mal ein architektonisches Highlight. Bei schönstem Sommerwetter konnten wir die Burg und den Garten erkunden.

Anfahrt von Kobe nach Himeji

Die kurze Fahrt dauert nur 33 Minuten und erfordert kein Umsteigen. In Kobe musst du nur in die Himeji Line steigen und bist im Nu angekommen. Die Fahrt kostet 970¥ und ist für Reisende mit dem Japan Rail Pass kostenlos.

Unsere Unterkunft in Himeji

Nach neun Nächten in Schlafsälen freuten wir uns riesig über unser Doppelzimmer im Comfort Hotel Himeji*. Für 55€ die Nacht bekamen wir am Morgen ein ordentliches Frühstück und hatten ein kleines Zimmer mit allem, was man so braucht. Die Lage zwischen Bahnhof und Burg ist wirklich hervorragend und um die Ecke gibt es unzählige kleine japanische Restaurants. Ein echt guter Deal.

Himeji Castle

Bei schönstem Sommerwetter im Oktober brachen wir morgens auf, um die Burg zu stürmen. Ab 9 Uhr kannst du mit deiner Besichtigung beginnen und wir würden dir auch raten, das möglichst früh zu tun. Es sind deutlich weniger Leute unterwegs und du kannst alles in Ruhe bestaunen.

Himeji Castle Matthias

Im Inneren der Burg

Wir zahlten den Eintritt von 1040¥ (8€, Kombiticket mit Koko-en Garten) und machten uns als Erstes zum sogenannten Main Keep auf. Hier kann man nämlich das Innere der Burg komplett erkunden. Durch alle sieben Etagen geht es und überall gibt es kleine Details zu entdecken. Das freundliche Personal spricht zwar fast gar kein Englisch, schaffte es aber trotzdem, uns auf die wichtigen Details hinzuweisen.

Am meisten sind uns die zwei Holzpfeiler in Erinnerung geblieben, die bis in die sechste Etage reichen. Diese Balken sind knapp 25 Meter lang! Insgesamt ragt die Burg übrigens 90 Meter in die Höhe und ist damit schon von Weitem gut sichtbar.

Himeji Castle Blick auf Stadt

Und so beeindruckend die Holzkonstruktionen im Inneren sind, der Blick von den oberen Etagen auf die Stadt und die Gärten um die Burg herum ist auch nicht zu verachten! Immer wieder steckten wir unsere Köpfe aus den vergitterten Fenstern um die gute Sicht zu genießen. Und aus jedem Winkel ließ sich auch jedes Mal etwas Neues entdecken.

Himeji Castle Franzi Fenster

Im Burggarten

Nach unserem Rundgang durch die Burg ließen wir uns auf einer der vielen Bänke nieder. Am schönsten ist der Anblick der Burg einfach von außen. Bis 2015 wurde das Himeji Castle fünf Jahre lang aufwendig restauriert und so strahlt es jetzt im schönsten Weiß. Seit seiner Errichtung im 16. Jahrhundert wurde die Burg zwar mehrfach erweitert und restauriert, abgebrannt ist sie jedoch nie. Das ist in Japan tatsächlich eine Seltenheit.

Himeji Castle Franzi auf Bank

Zum Schluss liefen wir noch durch einen nicht enden wollenden Korridor, der mehrere Türme miteinander verbindet. Die Holzgänge lieferten uns ein schönes Fotomotiv und in den Nebenräumen lernten wir noch mehr Details zur Burg.

Himeji Castle Gang

Nach zwei bis drei Stunden hatten wir die Burggründe komplett erkundet und besuchten nach einem kleinen Mittagessen den neben der Burg liegenden Garten.

Koko-en Garten

Da wir für den Garten im Kombiticket nur 40¥ mehr zahlen mussten, besuchten wir diesen am Nachmittag. Und wieder stellten wir fest: Gärten können die Japaner! Der Eintritt kostet sonst 300¥, sodass sich ein Kombiticket mit der Burg echt lohnt. Der Koko-en Garten besteht aus vielen kleinen Gärten, die man alle nacheinander durchlaufen kann.

Himeji Koko-en Garten

Am schönsten fanden wir den Garten mit dem riesigen Fischteich und einer romantischen Brücke in der Mitte. In vielen der Gärten stehen kleine Hütten, in die man sich setzen kann. Dort haben wir einige Leute entspannt lesen sehen. Wir pflanzten uns irgendwann auf einen Stein und genossen die Schönheit um uns herum.

Wir können dir nur zu einem Abstecher nach Himeji raten! Die Burg ist einen Besuch allemal wert. Von Osaka oder auch Kyoto aus kannst du Himeji sogar bequem im Rahmen eines Tagesausflugs besuchen.

Hast du schon einmal vom Kobe Rind gehört? Diese Tiere sind weltberühmt und ihr Fleisch wird zu astronomischen Preisen verkauft. Für uns lag Kobe auf dem Weg von Kyoto nach Himeji und daher legten wir hier einen Zwischenstopp ein, um uns selbst zu überzeugen, was da so dran ist. Die Vegetarier unter euch überspringen diesen Artikel vielleicht lieber ;)

Anfahrt von Kyoto nach Kobe

Von Kyoto und auch Osaka aus kannst du Kobe im Rahmen eines Tagestrips besuchen. Von Kyoto aus fuhren wir eine knappe Stunde, von Osaka sind es nur 30 Minuten. Der JR Special Rapid Service for Himeji fährt durch und die Fahrt kostet von Kyoto aus 1080¥ (8€) pro Person. Mit dem Japan Rail Pass kannst du diese Strecke kostenlos fahren.

Unsere Unterkunft in Kobe

Da wir unsere Reise möglichst entspannt gestalten wollten, übernachteten wir in Kobe eine Nacht im Yume Nomad Hostel*. Hier zahlten wir für ein Bett im 8er Schlafsaal 18€ und hatten damit die günstigste Unterkunft unserer Japanreise. Allerdings konnten wir mit einem Hardcore-Schnarcher und einem Beißschienen-Schieber in der Nacht auch nicht gut schlafen. Das Hostel hat eine ganz gut ausgestattete Küche und einen schönen Gemeinschaftsbereich. Toilette und Bad waren die einfachsten der Reise. Für eine Nacht war das für uns aushaltbar.

Auf der Suche nach dem besten Steak der Welt

Schon vorher hatten wir uns dazu entschieden, das Kobe Beef mittags zu essen, weil die Preise dann oft etwas geringer sind als am Abend. Bei TripAdvisor und auf verschiedenen Blogs hatten wir uns über Restaurants in Kobe informiert und dann das Mouriya angesteuert. Da hier kein Tisch mehr frei war, wurden wir in das Mouriya Lin geführt. Dieses gehört wohl dazu, liegt nur 50 Meter vom Mouriya entfernt und hatte zwei Plätze für uns frei.

Wir nahmen an einer Art Theke Platz und konnten nun auswählen, welches Tier und welchen Teil davon wir essen wollen. Das Kobe Rind ist eine Art des Wagyu Rind, das speziell gezüchtet wird. Wegen der aufwendigen Züchtung ist es auch das teuerste Rindfleisch der Welt. Es gibt sogar Geschichten, dass die Rinder regelmäßig massiert werden! Aufgrund der exorbitanten Preise entschieden wir uns für ein Rumpsteak des Kobe und ein Sirloin des Wagyu Rindes.

Im Preis enthalten sind ein Salat, Reis oder Brot, gegrilltes Gemüse, eine Suppe und entweder Kaffee oder Tee. Das gegrillte Gemüse und das Steak wurden direkt vor unserer Nase von unserem persönlichen Grillmeister zubereitet. In mundgerechten Stücken bekamen wir das zarte Steak dann auf den Teller gelegt und konnten es mit verschiedenen Dips, Salz, Pfeffer und Wasabi noch nachwürzen. Die Kombination mit Wasabi war hier unser absoluter Favorit!

Kobe Beef und Beilagen

Das Kobe Beef war wirklich ausgezeichnet! Wir waren völlig begeistert. Das Wagyu Steak war viel durchzogener, schmeckte uns aber ebenfalls hervorragend. Selbst das gegrillte Gemüse war so liebevoll zubereitet, dass wir gar nicht mehr aufhören wollten zu essen. Hier haben wir übrigens auch das erste Mal ein Steak mit Stäbchen gegessen :D

Lohnt sich ein Kobe Steak in Kobe?

Absolut! Da wir auch sonst gerne mal ein Steak essen, wollten wir dieses ausgezeichnete Fleisch unbedingt mal probieren und wurden nicht enttäuscht. Es schmeckte hervorragend und war seinen Preis absolut wert. Wir haben zu zweit mit den ganzen Beilagen 110€ dafür bezahlt und würden es immer wieder tun. Lecker!

Die erste Hauptstadt Japans lockte uns mit ihren Tempeln und so unternahmen wir von Kyoto aus einen Tagesausflug. Der Nara Park mit seinen zahlreichen Tempeln bietet viel Kultur auf kleiner Fläche und kann deshalb innerhalb von einigen Stunden entspannt erkundet werden.

Von Kyoto nach Nara mit der Nara Line

Vom Bahnhof in Kyoto fährt alle 30 Minuten die Nara Express Line und bringt dich in 45 Minuten nach Nara. Hast du einen Japan Rail Pass, so ist diese Strecke inbegriffen. Wir hatten ihn nicht und haben 710¥ (5,30€) bezahlt. Es gibt auch eine Local Train, die auf dieser Strecke fährt und deutlich häufiger hält. Sie benötigt für die gleiche Strecke eher 70 Minuten und kostet das gleiche. Am Bahnhof von Kyoto gibt es ein Touristeninformationszentrum mit sehr übersichtlichen Karten und vorgeschlagenen Routen. Hier kannst du (gegen Bezahlung) auch dein Gepäck verwahren.

Kojukuji Tempel

Auf dem Weg vom Bahnhof zum Nara Park liegt der Kojukuji Tempelkomplex. Wir wären fast zielstrebig daran vorbeigelaufen, weil wir diesen gar nicht auf dem Schirm hatten. Die riesige Pagode machte uns dann aber doch neugierig und so entdeckten wir die schönen Gebäude.

Nara Kojukuji Tempel

Noch besser als die Pagode gefiel uns die achteckige Halle im Norden des Komplexes. Dieses Gebäude war einfach wunderschön anzusehen. Als wir so andächtig davor standen, schlug ein Mann gegen die riesige Glocke daneben und holte so viel Schwung, dass wir kurz dachten, die Glocke würde kaputt gehen. Ging sie natürlich nicht ;) Der Glockenklang war aber weit über das Gelände zu hören.

Tierische Überraschung im Nara Park

Wir hatten vorher bereits gelesen, dass im Nara Park viele wilde Rehe und Hirsche leben und freuten uns auf die Tiere. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir diesen sonst so scheuen Tieren so nah sein würden. An vielen Ecken im Park werden sogenannte Hirschkekse (150¥, 1,10€) verkauft, mit denen die Tiere gefüttert werden dürfen. Und das wissen sie natürlich. Daher kommen sie auf der Suche nach dieser Leckerei gern auch mal stürmischer auf die Menschen zu.

Nara Rehkitz

Das niedlichste dabei: die Rehe verbeugen sich zunächst ein Mal und bitten so um Futter. Wir waren voll aus dem Häuschen als wir das beobachteten und hatten einen Heidenspaß dabei, die vielen Bambis zu füttern.

Todaiji Tempel

Die Hauptattraktion im Nara Park ist der Todaiji Tempel mit der größten bronzenen Buddhastatue der Welt. Schon auf dem Weg zum Tempel bekamen wir eine Vorahnung, dass jetzt was richtig Großartiges kommen würde. Denn wir liefen durch das Nandaimon Tor, welches einfach nur riesig ist. Darin stehen zwei Holzfiguren, die Nia Wächter, die mindestens fünf Meter hoch sind und wirklich furchterregend aussehen. Was für eine Leistung, solche Figuren zu schnitzen.

Nara Nandaimon Tor

Um das Gelände des Todaiji Tempels zu betreten und auch die sogenannte Buddha Hall, wird ein Eintritt von 500¥ (4€) pro Person fällig. Der Tempel wurde 739 errichtet und enthält viele Skulpturen der sogenannten Nara-Zeit (710-784). Das ist genau die Zeitspanne, in der Nara Hauptstadt Japans war.

Nara Todaiji Tempel Seite

Die Halle, in der sich der riesige Bronzebuddha und die weiteren Skulpturen und Statuen befinden, ist das größte aus Holz gebaut Gebäude der Welt! Immerhin muss in ihr ja auch die Buddhastatue unterkommen, die über 15 Meter groß ist. 50.000 Zimmerleute und 37.000 Metallschmiede sollen für den Bau des Bronzebuddhas nötig gewesen sein. Die Statue ist so groß, das wir sie nicht einmal ansatzweise ganz auf ein Foto bekommen haben ;)

Nara riesiger Bronze Buddha

Nigatsu-do Halle

Nara Blick vom Nigatsu-do

Nördlich vom Todaiji Tempel liegt die Nigatsu-do Halle, von deren umlaufenden Balkon wir eine großartige Sicht auf den Nara Park und die Stadt hatten. Die Halle wird im März immer für religiöse Rituale genutzt. Dann werden hier Fackel- und Wasserschöpfzeremonien abgehalten.

Nara Nigatsu-do Tempel Collage

Wir wurden auf dem gesamten Gelände häufiger von Schulkindern gefragt, wo wir herkommen und vor der Nigatsu-do Halle hat uns eine Gruppe noch etwas mehr ausgequetscht. So höflich und liebenswert die Kleinen! Da wollten auch wir gerne ein Erinnerungsfoto mit ihnen haben :)

Nara Schulkids

Yoshikien Garten

Weil uns der bekannte Isui-en Garten mit einem Eintrittspreis von 900 (7€)¥ zu teuer war, gingen wir nebenan in den Yoshikien Garten. Dieser ist für ausländische Touristen kostenlos, Japaner hingegen müssen Eintritt bezahlen. Es war das erste Mal auf unserer Weltreise, dass wir das erlebt haben! Normalerweise müssen Touristen blechen und die Einheimischen zahlen weniger oder gar nichts.

Nara Yoshikien Garten

Wir gingen den vorgeschlagenen Rundweg durch den wirklich schönen Garten und bewunderten die farbigen Blätter, die sich hier so langsam in herbstlichen Rottönen zeigen. Ein toller Anblick und das auch noch für lau!

Ein toller Tag in Nara

Dieser Tagesausflug von Kyoto aus hatte sich echt gelohnt! Dadurch, dass hier so viele schöne Tempel nah beieinander stehen, konnten wir viele besichtigen. Dass wir dann auch noch den Rehen und Hirschen im Park so nah kommen konnten, machte den Tag für uns perfekt. Wir können dir nur empfehlen, auch mal in Nara vorbeizuschauen.

Kyoto ist die Kulturstadt Asiens 2017 – gewusst haben wir das vor unserer Anreise nicht und erfahren haben wir es dann auf den schön bemalten Plakaten. Verstehen können wir es aber definitiv! Die ehemalige Hauptstadt Japans bietet einen Reichtum an Tempeln und Schreinen, der seinesgleichen sucht.

Unsere Anreise vom Mount Fuji nach Kyoto

Die Seen rund um den Mount Fuji sind etwas abseits gelegen und damit oft nur über mehrere Bus- und Zugkombinationen erreichbar. Die schnellste Variante von Kawaguchiko aus ist der Highwaybus nach Mishima (2260¥ p.P., 17€) und dann von Mishima aus der Shinkansen nach Kyoto. Das dauert insgesamt ungefähr fünf Stunden. Wir fanden sowohl die Bus- als auch die Zugfahrt sehr bequem und die Verbindung einfach. Die Bustickets hatten wir schon bei unserer Ankunft in Kawaguchiko am Bahnhof gekauft, die Zugtickets dann kurz vor Abfahrt des Zuges in Mishima. Insgesamt kostete uns die Fahrt 103€ pro Person.

Japan Transport Highwaybus

Unsere Unterkunft in Kyoto

Da Kyoto sowohl bei japanischen als auch bei ausländischen Touristen hoch im Kurs steht, sind Unterkünfte hier gut ausgelastet und es  ist schwer, etwas Günstiges zu finden. Wir sind in einem 8er Schlafsaal im Birds Hostel* untergekommen und haben pro Bett 26€ für die Nacht bezahlt. Das Hostel liegt direkt neben dem Imperial Palace und ist über die Karasuma Subway Linie gut ans Metronetz angebunden. Das Zimmer war sehr schön und die Duschen und Toiletten sauber und neu. Ein kleines Frühstück am Morgen war ebenso inbegriffen. Für uns war dies hier ein guter Deal!

Tempel gucken in Kyoto

Als ehemalige Hauptstadt Japans bietet Kyoto Kultur wie kaum eine andere Stadt. Hier kannst du vermutlich Wochen damit verbringen, Tempel anzuschauen. Wir haben uns auf ein paar beschränkt, die uns empfohlen wurden oder sich besonders interessant anhörten.

Fushimi Inari Schrein

Der Hauptschrein des Inari (Gott der Fruchtbarkeit, des Reis und der Füchse) liegt etwas außerhalb im Süden Kyotos, ist aber über die Nara Line vom Hauptbahnhof aus schnell erreicht. Wir waren zunächst von der Masse der Touristen erschlagen! Es war Mittwochmorgen, kurz nach 10 Uhr und auf dem Gelände des Fushimi Inari war die Hölle los!

Kyoto Fushimi Inari Eingang

Nachdem wir das Eingangstor passiert hatten, orientierten wir uns kurz und nahmen dann den Haupttempel ins Visier. Wie so oft durften wir hier keine Fotos machen, wobei wir den Tempel selbst auch gar nicht als so besonders schön empfanden.

Danach ging es für uns durch tausend (oder mehr) Torii den Inari Berg hinauf. Diese Tore wurden von Privatpersonen oder kleinen Unternehmen gespendet, in der Hoffnung, dass dadurch Wünsche erfüllt werden. Der Gang durch diese irre vielen Tore könnte echt richtig schön sein, wenn nicht alle zwei Meter Selfies gemacht würden. So schlängelten wir uns durch die Massen hindurch und waren froh, als es weiter oben weniger Menschen wurden.

Kyoto Fushimi Inari Torii

Abseits des Hauptweges liegen noch viele weitere kleine und mittelgroße Schreine auf dem Weg. Charakteristisch für den Inari sind die zwei Füchse und das Tor davor. Die Tempelanlage liegt malerisch in einem Wald und der Rundweg auf den Berg hinauf und wieder zum Eingang ist eine schöne Sache. Wir sind uns nach wie vor unsicher, ob es hier jeden Tag so voll ist oder ob besonders viele Urlaub hatten. Der Besuch des Inari ist übrigens kostenlos und soll sich auch abends lohnen, wenn alles angestrahlt wird.

Kyoto Fushimi Inari Wald

To-ji Tempel

Nur 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt steht Japans größte Holzpagode im Komplex des To-ji Tempels. Bezahlst du den Eintritt von 500¥ (4€), kannst du einen kleinen Park vor der Pagode sowie zwei weitere Hallen aus dem 16. Jahrhundert betreten. Vom Park und einem Teich hast du einen traumhaften Blick auf die Pagode! Allein dafür lohnt sich der Eintritt schon.

Kyoto To-ji Pagode

Die 55 Meter hohe Pagode wurde im 9. Jahrhundert das erste Mal errichtet und ist seitdem bereits vier Mal abgebrannt. Die aktuelle Variante steht aber inzwischen immerhin schon über 450 Jahre. Die Pagode darf leider nicht betreten werden.

Kyoto Kodo & Kondo

Dafür konnten wir in das Innere der Haupthalle (Kondo) und des Vortragssaals (Kodo) sehen, aber leider keine Fotos davon machen. Hier standen beeindruckende goldene Buddha Statuen in verschiedenen Größen. Ein toller Anblick. Aber auch von außen machten Kondo und Kodo etwas her und wussten zu beeindrucken.

Der Goldene Pavillon Kinkaku

Gemeinsam mit tausenden anderen Touristen besuchten wir Kyotos schönsten Tempel. Der Goldene Pavillon steht an einem kleinen See und überstrahlt alles in seiner Umgebung. Der buddhistische Tempel zählt zum Weltkulturerbe und wurde 1397 errichtet. Seine oberen Stockwerke sind mit Blattgold überzogen, was einfach wunderschön aussieht.

Kyoto Goldener Pavillon

Wir ließen uns mit den vielen Menschen treiben um den Tempel aus allen möglichen Winkeln zu betrachten und natürlich selbst auch ein paar Fotos zur Erinnerung zu schießen. Den Eintritt von 400¥ (3€) zahlten wir bei so viel Schönheit gerne.

Tempel im Arashiyama Viertel

Etwas außerhalb von Kyoto liegt das Arashiyama Viertel, das mit Bus und Bahn aber vom Zentrum in einer halben Stunde erreicht werden kann. Hier befinden sich viele weitere Tempelkomplexe und der berühmte Bambuswald.

Tenryu-ji Tempel

Den Tempel des heiligen Drachen haben wir nur von außen betrachtet, da wir vorher gelesen hatten, dass sich der Besuch nicht so wirklich lohnen würde. Stattdessen spazierten wir durch den umliegenden Garten, der einer der ältesten in Japan ist. Auf den schön angelegten Wegen schlenderten wir durch die grüne Landschaft und konnten den Tenryu-ji Tempel von außen sehen. Auch für den Besuch des Gartens fällt ein Eintritt von 500¥ (4€) pro Person an.

Kyoto Tenryu Garten

Bambuswald

Angrenzend an den Tenryu-ji Tempel liegt der Bambuswald, von dem es überall im Internet diese megacoolen Fotos gibt. Wir spazierten durch die meterhohen Bambusbäume hindurch und waren dabei in guter Gesellschaft von ungefähr tausend anderen Touristen. So beeindruckend dieser relativ kurze Spaziergang auch war: wären da nicht so viele Menschen gewesen, hätten wir das Ganze vermutlich noch viel mehr genießen können. Großer Pluspunkt: Der Spaziergang durch den Bambuswald ist kostenlos.

Einen Bambuswald mit weniger Menschen findest du im Adashino Nenbutsu-ji Tempel, von dem wir dir im nächsten Abschnitt berichten.

Kyoto Bambuswald

Adashino Nenbutsu-ji Tempel

Im Norden des Arashiyama Viertels gibt es die Möglichkeit, einen weniger besuchten Bambuswald zu durchschreiten. Im Adashino Nenbutsu-ji Tempel sind die verlorenen Seelen vieler tausender Menschen geborgen und werden durch Steinfiguren symbolisiert.

Kyoto Nenbutsu-ji Tempel

Zudem kannst du hier eben auch durch einen kleinen Bambuswald spazieren und wirst dabei nicht viele andere Touristen sehen. Während unseres Besuchs waren gerade mal vier weitere Menschen auf dem Gelände. Ein Besuch der Tempelanlage kostet dich 500¥ (4€). Da dieser etwas außerhalb liegt, kannst du auf einem gemütlichen Spaziergang durch Arashiyama die niedlichen Häuser und weitere Tempel bestaunen.

Imperial Palace und der Garten

An diesem schönen Ort hat für eine sehr lange Zeit der japanische Kaiser gelebt und dementsprechend prächtig sind Palastgelände und Garten. Der Garten ist eine gute Gelegenheit für einen ruhigen Spaziergang. Das Palastgelände kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und zwei Mal täglich werden englischsprachige Touren angeboten (10 und 14 Uhr).

Kyoto Imperial Palace Garten Brücke

Wir sind eher durch Zufall bei so einer Tour gelandet und hörten gespannt zu. Die Tourguidin sprach gutes Englisch und gestaltete den Rundweg durch den kaiserlichen Garten wirklich ansprechend. Und obwohl es regnete, fanden wir die Gartenanlagen (mal wieder) klasse. Gärten anlegen können die Japaner einfach!

Nijo-jo Burg

Wenn ihr Burg lest, kommen bei euch vielleicht ähnliche Bilder in den Kopf wie bei uns: riesige Ritterburgen mit Steinmauern und Steinwänden. Hier in Japan können Burgen auch ganz anders aussehen! Die Nijo-jo Burg in Kyoto mit ihrem schön geschwungenen Dach, den Tatami-Matten auf dem Boden und den großen Wandbildern erinnerte uns eher an ein Schloss.

Kyoto Nijo-jo Castle

Für einen Eintrittspreis von 660¥ (5€) durften wir das große Gebäude auf Socken erkunden und in die vielen Hallen spähen. Wie so oft galt auch hier Fotoverbot, sodass wir euch davon keine Bilder liefern können. Bekannt ist die Nijo-jo Burg auch für seinen Nachtigallengang. Wenn man hier über den Holzboden läuft, entstehen Geräusche, die (anscheinend) wie das Singen einer Nachtigall klingen. Man vermutete, dass so Eindringlinge schnell gehört werden konnten, der tatsächliche Grund ist aber einfacher: es war nicht gewollt. Die quietschenden Geräusche sind Produkt der Nägel und des Holzes, das erst im Laufe der Zeit entstanden ist.

Kyoto Niji-jo Garten Matthias

Unser Rundgang setzte sich danach im tollen Garten fort. Das mit den Gärten hast du jetzt schon oft gelesen, wissen wir. Aber die sind wirklich schön! ;) Von einem ehemaligen Wachturm konnten wir weit über Kyoto sehen und auch die Burganlage gut überblicken.

Kyoto Nijo-jo Gelände

Nishiki Markt

Nach so viel Sightseeing wollten wir in Kyoto auch die japanische Esskultur erkunden. Und dafür eignet sich der Nishiki Markt wirklich perfekt! Inmitten der Innenstadt liegt der Markt auf einer langgezogenen, überdachten Straße und bietet Unmengen an Essen an. Das Tolle dabei: an vielen Ständen kannst du probieren. Wir nahmen die Probierhäppchen gerne an und lernten so weitere Fisch- und Gemüsesorten kennen.

Kyoto Nishiki Markt

Zum Sattwerden gönnten wir uns geniale Garnelen, einen Squid-Spieß und einen Bun (eine Art gefüllter Hefekloß). Das Schlendern über den Markt fanden wir echt klasse. Da wir es leider erst gegen 17 Uhr hierher geschafft hatten, bauten einige Händler ihre Leckereien bereits ab. Der Markt schließt 18 Uhr – also nicht zu spät vorbeikommen!

So viel Kultur in Kyoto

Unsere Tage in Kyoto waren vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten und wir haben eine Vorstellung der japanischen Geschichte und Kultur bekommen. Die wirklich tollen Gebäude und Gärten haben uns absolut begeistert. Um den Rahmen hier nicht komplett zu sprengen, haben wir den Tagesausflug nach Nara in einem extra Artikel beschrieben.

Und hier ist unser Video zu Kyoto mit allen oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten und mindestens genauso vielen Versprechern ;)

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Japans ist dessen höchster Berg: der Mount Fuji. Wohl jeder hat schon einmal ein Bild des perfekt symmetrischen Berges mit weißer Schneespitze gesehen. Auch wir wollten Mount Fuji von Nahem sehen und fuhren dafür in das Gebiet der fünf Seen. Am Kawaguchiko See erlebten wir entspannte Tage und vernebelte Aussichten auf den Berg.

Mt Fuji Blick vom Kawaguchiko See

Anreise von Tokyo nach Fujkawaguchiko

Da wir uns gegen den Japan Rail Pass entschieden hatten, wählten wir für die Fahrt nach Fujikawaguchiko einen Bus aus. Für 1800¥ (14€) pro Person wurden wir in zwei Stunden von der Tokyo Station nach Kawaguchiko Station gefahren. Die Busfahrt hatten wir vorher bequem online über Japan Bus Online gebucht und konnten somit am Abfahrtstag direkt zur Busstation an der Tokyo Station fahren. Pünktlich auf die Minute ging es los und keine zwei Stunden später waren wir auch schon angekommen. Der Bus war bequem, hatte WiFi und war angenehm klimatisiert.

Unsere Unterkunft in Fujikawaguchiko

Mt Fuji Hostel

In der Nähe des Mount Fuji, am Fujikawa See gelegen haben wir im K’s House Fuji View* übernachtet. Hier hatten wir ein Doppelbett in einem Schlafsaal mit vier weiteren Doppelbetten und zwei Einzelbetten und haben 5000¥ (39€) pro Nacht bezahlt. Das Hostel liegt zwei Kilometer vom See entfernt, verleiht aber sehr günstig Fahrräder (150¥ pro Stunde, 1000¥ pro Tag). Unser Doppelbett war gemütlich und die Bäder, Küche und Gemeinschaftsräume waren extrem sauber. Ein Highlight war die wirklich toll ausgestattete Küche. Es gab zwei Induktionsherde, zwei Spülen, alle möglichen Küchengeräte und scharfe Messer. Das war mit Abstand die beste Hostelküche, in der war je gekocht haben!

Mit dem Fahrrad um den Kawaguchiko See

Im Hostel hatten wir den Tipp bekommen, dass der See gut mit dem Fahrrad umrundet werden kann und sich dabei gute Blicke auf den Mount Fuji erhaschen lassen. Also mieteten wir uns zwei Drahtesel in unserem Hostel und düsten runter zum See. Nun ging es gegen den Uhrzeigersinn immer entlang des Ufers. Mal auf der Straße, mal auf kleineren Wegen. Viel Verkehr war bei uns (an einem Sonntag) nicht unterwegs.

Mt Fuji Fahrradtour Kawaguchiko See

Immer wieder hielten wir zwischendrin für Fotostopps an. Der Blick vom See auf den Mount Fuji ist teilweise echt gut. Wenn der Mount Fuji denn zu sehen ist. Der größte Berg Japans ist dafür bekannt, die meiste Zeit in Wolken zu stecken. Und so war es auch während unserer Fahrradtour. Die Wolkendecke zog sogar immer weiter herunter, sodass zuletzt kaum noch etwas vom Berg zu sehen war.

Mt Fuji Fahrradtour

Die Runde um den See hat wenig Steigung oder Gefälle und ist in zwei bis drei Stunden gut zu schaffen. Für uns war es wieder eine schöne Abwechslung, mit dem Fahrrad zu fahren. Fast in jedem Land unserer Weltreise haben wir uns Fahrräder geliehen und es genossen, die Landschaft um uns herum so zu erkunden. Am Abend konnten wir von der Terrasse unseres Hostels dann auch den oberen Teil vom Mount Fuji noch einmal bewundern.

Mt Fuji Blick vom Hostel

Onsen: unser Alternativprogramm zum Fuji-Gucken

Weil sich der Mount Fuji an unserem zweiten Tag komplett hinter einer Wolkendecke versteckte, tauschten wir spontan unsere Wanderpläne gegen Entspannung aus. Mit dem kostenlosen Shuttle des Yunari Onsen wurden wir vom Bahnhof Kawaguchiko abgeholt und zum Onsen gefahren.

Mt Fuji Privat Onsen

Ein Onsen ist eine Art Thermalbad, von denen es in Japan wirklich viele gibt. Das heiße Wasser in den Bädern stammt in der Regel von einer unterirdischen heißen Quelle und sorgt für entspannte Momente. Wir gönnten uns zunächst 50 Minuten in einem Privat-Onsen, da die öffentlichen Bäder für Männer und Frauen hier sonst getrennt waren. Die öffentlichen Pools waren aber auch sehr schön und von hier bietet sich an einem klaren Tag ein wahnsinnig beeindruckender Ausblick auf den Mount Fuji. Wir konnten für zwei Minuten immerhin die linke Seite sehen ;)

Auch ohne Ausblick genossen wir die Stunden im heißen Wasser sehr und freuen uns jetzt schon auf unsere Zeit in einer kompletten Onsen-Stadt in einer Woche. Dann berichten wir noch einmal etwas ausführlicher über die komplexen Regeln für einen Onsen-Besuch.

Exkurs: Einkauf im japanischen Supermarkt

Da wir uns in unserem Hostel so gut selbst versorgen konnten, machten wir mehrere Abstecher in den lokalen Supermarkt. Für uns ist das immer ein spannender Moment, wenn wir durch die Regale streifen und neugierig die lokalen Produkte beäugen. Hier in Japan konnten wir vieles so gar nicht zuordnen, weil wir es vom Aussehen nicht erkannten und die japanischen Schriftzeichen uns auch nicht weiterhalfen.

Mt Fuji Supermarkt

Die Preise für die Lebensmittel sind hier eher hoch, dafür ist die Qualität aber auch sehr gut. Wir kauften Steak, Garnelen und frischen Salat ein und waren mit allem sehr zufrieden. Es machte uns Spaß, mal wieder selbst zu kochen und dadurch auch einiges an Geld zu sparen.

Mount Fuji in der Nebenrolle

Wir hatten uns vorher auf ein paar schöne Tage in der Natur am Kawaguchiko See gefreut und waren daher nicht enttäuscht, dass wir vom Mount Fuji immer nur Abschnitte gesehen haben. Sicher hätten wir uns über einen klaren Blick bei tollen Wetterverhältnissen gefreut. Aber auch so hatten wir mit unserer Fahrradtour und der Entspannung im Onsen eine gute Zeit in Fujikawaguchiko.

In drei Tagen haben wir Japans Megametropole erkundet und haben überrascht festgestellt: Tokio gefällt uns richtig gut! Die Stadt war trotz ihrer Größe gar nicht anstrengend, einfach zu besichtigen und hatte an jeder Ecke Interessantes zu bieten. Hier erzählen wir dir, was wir alles erlebt und uns angesehen haben.

Vom Narita Flughafen in die Innenstadt nach Tokio

Die meisten internationalen Flüge starten und landen auf dem Narita Flughafen, der 70 Kilometer außerhalb von Tokio liegt. Vom näher gelegenen Haneda Flughafen gelangt man schneller in die Innenstadt, er wird aber nicht so häufig angeflogen. Wir erreichten den Narita Airport von Bali aus nach einem schlaflosen Nachtflug mit Air Asia am frühen Morgen und wollten uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Hotel durchschlagen.

Wir nahmen die Keisei Main Line bis Ueno und stiegen dort in die Ginza Line um, die ins Shibuya-Viertel fährt. Insgesamt waren wir ca. 1,5 Stunden vom Flughafen unterwegs und fanden diese Variante ziemlich entspannt. Für die Fahrt haben wir pro Person 9,50€ bezahlt. Alternativ gibt es auch Limousinenbusse und schnellere Züge, die dann mehr kosten.

Unsere Unterkunft in Tokio

Im Super Hotel Lohas Akasaka* haben wir für 11250 ¥ (87€) pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bekommen. Die teuerste Unterkunft unserer Weltreise war dennoch ein Schnäppchen für Tokio-Verhältnisse! Unser kleines Zimmer wurde optimal genutzt, war gut eingerichtet und hatte viele kleine Extras, über die wir uns gefreut haben (Pflegeprodukte, Fön, Schlappen etc.). Zudem gibt es im Hotel einen Onsen (heißes Bad) für Gäste, den wir auch nutzten. Das war die perfekte Entspannung nach einem langen Sightseeing-Tag! Die Lage ist ebenfalls super. In zwei Minuten ist man umgeben von vielen Restaurants und mit der Bahn immer nur wenige Stationen von den Hauptattraktionen Tokios entfernt.

Ankunftstag in Japan

Geschlaucht durch die schlaflose Nacht kämpften wir uns durch unseren ersten Tag etwas durch. Unser Hotelzimmer konnten wir erst am Nachmittag beziehen und hatten daher noch einige Stunden außerhalb totzuschlagen. Wir brachen in Richtung einer großen Grünfläche auf, in der Hoffnung in einem Park ein bisschen rumhängen zu können. Bis wir endlich hineinkamen, hatten wir ihn einmal komplett umrundet :D

Tokyo Akasaka Palace

Ohne es zu wissen waren wir einmal um den Park des Akasaka Palace gelaufen und wurden kurz vor dem Palast von einem total enthusiastischen Japaner angesprochen. Dieser erklärte uns den Zweck des Palastes (Guest State House) und erzählte, dass bereits Barack Obama hier zu Gast gewesen sei.

Wir besuchten den kostenlos zugänglichen Public Garden vor dem Palast und ruhten uns auf einer Bank in der Sonne aus. Später konnten wir unser Zimmer im Hotel beziehen und uns etwas ausruhen bevor wir abends in eine Sushi Bar gingen. Hier gab es sehr leckeres Sushi und damit hatten wir einen richtig entspannten ersten Tag in Tokio.

Japan Tokyo Sushi Bar

Sightseeing in Tokio

Unsere nächsten Tage waren prall gefüllt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten Tokios. Und auch wenn uns abends die Füße qualmten, so waren wir doch echt entspannt. Trotz der Ausmaße dieser Stadt und der vielen, vielen Menschen, fanden wir es hier überraschend ruhig und gar nicht hektisch. Wir haben in drei Tagen nur einmal ein Auto hupen hören. Und das war auch noch unsere Schuld.

Senso-ji Tempel und die Nakamise-dori

Im Viertel Asakusa liegt der Senso-ji Tempel, einer der meist besuchten in Tokio. Für uns bildete der buddhistische Tempel den Anfang unser Tour durch die japanischen Sehenswürdigkeiten. Von der Asakusa Metrostation aus liefen wir zunächst durch die Nakamise-dori, eine lange Einkaufsstraße mit vielen kleinen Läden. Hier wird von Kimonos über Masken, japanische Süßigkeiten bis zu Spielzeug alles angeboten. Wir schlenderten gemütlich die Straße entlang und sahen uns neugierig um. Mal konnte man edle Holzstäbchen für bis zu 100€ erstehen, dann wieder kleine Kekse für wenige Cents.

Japan Tokio Nakamise-Dori

Am Ende der Nakamise-dori bildet das Hozomon Tor den Eingang in den Tempelkomplex des Senso-ji. Wir erkundeten ausgiebig den Tempel, die fünfstöckige Pagode und die dazugehörige Gartenanlage. Auch ließen wir uns die Zukunft vorhersagen! Vor dem Tempel kannst du für nur 100¥ (80 Cent) ein Stäbchen aus einer Metallbox ziehen und dann in der passenden Schublade deine Vorhersage bekommen. Franzi hatte eine positive, Matthias eine negative. Aber das ist für die Japaner auch kein Problem. Die negativen Vorhersagen werden einfach an ein Gitter gebunden und gut ist!

Tokyo Senso-ji

Ueno Park

Inmitten des Großstadttrubels bietet der weitläufige Ueno Park viel Grün, Parkbänke und Springbrunnen zur Entspannung. Wir aßen erst an einem riesigen Seerosenteich unseren mitgebrachten Muffin und schlendert dann gemütlich durch den restlichen Park.

Tokyo Ueno Park

Ginza Yanaka

Im Yanaka Viertel bietet diese Straße kleine, ursprüngliche japanische Läden sowie Marktstände. Hier lohnt sich ein Spaziergang mit nicht allzu vollem Bauch, denn du kannst auch wieder tolles Essen probieren. Wir bestaunten japanische Dekoration und Holzfiguren und lernten Donuts in Wurstform lieben. Das hört sich zwar gar nicht lecker an, aber war es! Den japanischen Namen konnten wir uns einfach nicht merken. Donut in Wurstform war es aber vermutlich nicht ;)

Akhibara

Wenn wir an Japan dachten, kamen bei uns schnell zwei Assoziationen: Sushi und eine riesige Manga-Kultur. Um Zweites ausgiebiger zu bewundern, fuhren wir nach Akhibara. Im Elektronikviertel Tokios wurden wir von großen Leuchtreklamen, Megabildschirmen und Animefiguren zu (unserer Meinung nach) absurden Preisen begrüßt. So ungefähr hatten wir uns das vorgestellt!

Tokyo Akhibara

Dazu schallte es aus den Läden heraus und Mädels in Manga-Verkleidung versuchten, Kunden in die Cafés zu locken. Wir saugten die vielen Eindrücke in uns auf und schüttelten immer wieder verwundert den Kopf.

Tsukiji Fischmarkt

Viel früher als wir wollten, quälten wir uns nach einem Abend im Izakaya aus den bequemen Hotelbetten um zu einem der Highlights in Tokio zu fahren: dem Tsukiji Fischmarkt. Der größte Fischmarkt weltweit öffnet schon früh seine Tore und verschließt sie irgendwann gegen Mittag wieder. Wir hatten gelesen, dass man spätestens 9 Uhr vor Ort sein sollte.

Tokyo Fischmarkt Matthias

Nach kurzer Anreise mit der Bahn erreichten wir die Hallen gegen 9 Uhr und erfuhren, dass die Handelshallen für Besucher erst ab 10 Uhr geöffnet sind. Auch gut. Also schlenderten wir zuerst durch den sogenannten Outer Fischmarkt, der sich vor den Hallen befindet. Hier gibt es viele kleine Sushirestaurants, die vom morgens gefischten Fisch das beste Sushi zubereiten. Wir landeten durch Zufall im Daiwa Sushi, der als bester Sushiladen gilt.

Daiwa Sushi – The place to be!

Während wir uns in die Schlange einreihten, wurden wir von einer netten Japanerin vor uns aufgeklärt. Sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht, erzählte uns von dem Ansehen der Sushi Chefs im Daiwa und den Spezialitäten in den Läden herum. Von ihr erfuhren wir auch, dass die Schlange normalerweise viel länger sei und Leute sich hier teilweise schon ab 4 Uhr morgens die Beine in den Bauch stehen, um früh hereinzukommen. Für uns war das Warten nach 20 Minuten beendet und wir konnten an der kleinen Sushitheke Platz nehmen.

Sushi Fischmarkt

Von der liebenswürdigen Japanerin instruiert, bestellten wir jeweils das Sushi-Set. So bekamen wir die Empfehlungen des Tages vom Chef. Dabei waren verschiedene Sorten Thunfisch, Garnele, Aal, Lachseier, Seeigel, Kalmar und weitere, die wir nicht identifizieren konnten. Das Sushi schmeckte uns hervorragend, auch wenn wir rohen Fisch zum Frühstück gewöhnungsbedürftig fanden :)

Riesige Markthalle

Gut gesättigt starteten wir anschließend unsere Begehung der Markthalle. Hier gab es unglaublich viel Auswahl an Fisch und Meerestieren. Von den großen Thunfischen waren wir besonders beeindruckt. Kein Wunder, dass morgens um 6 Uhr eine Auktion stattfindet, bei der die besten Thunfische ersteigert werden können. Nicht selten geht so ein Fisch hier für 10.000€ über den Tisch. Für den ersten Thunfisch des Jahres wurden dieses Jahr sogar 600.000€ gezahlt!

Tokyo Tsukiji Fischmarkt

Ginza Viertel

Im Ginza Viertel reihen sich einige der teuersten Kaufhäuser und Designerläden aneinander. Mehr als Windowshopping saß hier für uns nicht drin. Am meisten interessierten uns aber sowieso die unteren Etagen der exklusiven Kaufhäuser. Dort sind meistens die Essensabteilungen angesiedelt und es gibt sooo viel zu gucken. Die perfekt dekorierten Süßwaren, die wunderschön angeordneten Sushiboxen oder Lebensmittel zu horrenden Preisen.

Zu Franzis Entzücken entdecken wir in Ginza den Itoya Laden, der großartige Karten, Blöcke und so viel mehr um das Thema Papier und Basteln bietet. Hier musste Matthias sehr entschieden eingreifen, sonst wären unsere Rucksäcke jetzt mit niedlichem Washi-Tape, Briefpapier und so viel mehr gefüllt ;)

Die Shibuya Kreuzung

Die wohl berühmteste Kreuzung der Welt liegt inmitten Tokios quirligem Shibuya-Viertel und lockt mit geordnet-chaotischem Durcheinander. Sowas geht auch nur in Japan! Wir überquerten die Kreuzung (wie gefühlt Millionen andere Menschen tagtäglich) und suchten uns dann einen Fensterplatz im Starbucks, von dem aus wir das Treiben eine ganze Weile beobachteten.

Tokyo Shibuya Kreuzung von oben

Gleichzeitig überqueren hier Menschen aus fünf verschiedenen Richtungen die Straße und es ist ein totales Gewusel. Da es aber immer noch Japan ist, kommt jeder problemlos am Ziel an und der Verkehr kann flüssig weitergehen. Wir haben uns eine solche Kreuzung mal in Indien vorgestellt und das völlige Chaos, das dort herrschen würde. Nicht zu vergessen das Dauergehupe, welches das Ganze begleiten würde :D Aber im geordneten Japan ist es eben kein Problem, im Gewirr der Fußgängerüberquerungen auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Der Meiji Jingu Schrein und Garten

Nur einen Spaziergang von der Shibuya Kreuzung entfernt, befindet sich der Meiji Jingu Schrein. Der Weg dorthin führt durch einen tollen Wald und durch mehrere riesige Holztore.

Tokyo Meiji Schrein Wald

Angekommen an einem der meist besuchten religiösen Anlagen in Tokio mussten wir leicht enttäuscht feststellen: hier wird renoviert. Das imposante Eingangstor konnten wir noch vollständig bestaunen, der eigentliche Schrein aber lag verhüllt in einer Plane. Darauf sein Abbild. Muss echt beeindruckend aussehen.. so in Echt ;)

Tokyo Meiji Schrein

Also trotteten wir wieder zurück und gaben dem Meiji Jingu Inner Garden eine Chance. Den Eintritt von 500¥ (4€) pro Person blätterten wir zuversichtlich hin. Für Gartenanlagen haben die Japaner schließlich ein Händchen. Vernachlässigt hatten wir die Jahreszeit und das Wetter. Bei leichtem Nieselregen gingen wir durch grüne Gräser, an einem grünen Teich und grünen Bäumen vorbei. Alles irgendwie wenig beeindruckend und Ende September eben auch ohne blühende Pflanzen. Das hätten wir uns sparen können. Im Frühjahr ist der Garten sicherlich den Abstecher wert.

Odaiba mit Rainbow Bridge und dem größten Roboter Japans

In das vom Wasser umgebene Viertel Odaiba sind wir eigentlich nur wegen Matthias‘ Uhr gefahren. Und obwohl wir sie dort nicht reparieren lassen konnten (Garmin gibts hier nicht), war es trotzdem ein absoluter Glücksfall. Alleine die Fahrt nach Odaiba war den Ausflug schon wert. In der ziemlich neuen Yurikamome Linie geht es über der Erde zwischen den Hochhäusern entlang. Das ist bereits genial. Dazu kommt, dass die Bahn keinen Fahrer hat und vollautomatisch fährt. Der Knaller ist dann aber die Fahrt über die sogenannte Rainbow Bridge, die Odaiba mit dem Rest Tokios verbindet. Unser Geheimtipp für dich! Die Aussicht ist irre und die Fahrt über die Brücke wirklich cool.

Tokyo Skyline von Odaiba

Wir sind von der Daiba Station aus zum Wasser gegangen und konnten die langgezogene Skyline Tokios und die Rainbow Bridge im strahlendsten Sonnenschein betrachten. Auf den Steinen sitzend, machten wir hier eine Sightseeingpause und beobachteten fliegende Fische (kein Scherz!).

Tokyo Skyline mit Strand

Danach ging es zu unserem (erfolglosen) Ausflug in die Mall, der aber durch den größten Roboter Japans gerettet wurde. Dieser steht vorm Eingang des Diver City Tokyo und ist enorm groß. Als wir die Mall wieder verließen, hatte sich vor dem Roboter eine ansehnliche Menschentraube versammelt. In Erwartung einer beeindruckenden Robotershow gesellten wir uns dazu. Von vier ausgefahrenen Klappen und etwas Beleuchtung waren wir dann aber nicht wirklich beeindruckt. Matthias hatte eher an Karate-Moves in Transformer-Manier gedacht!

Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein lauschiges Plätzchen am Wasser. Dort beobachteten wir, wie es immer dunkler wurde und die Hochhäuser immer heller. Der Blick auf die Skyline von Tokio war hier einfach genial. Wir waren zwar nur durch Zufall hier gelandet, können einen Abstecher nach Odaiba aber sehr empfehlen.

Imperial Palace und East Garden

Der Sitz des japanischen Kaisers ist der sogenannte Imperial Palace im Herzen Tokios. Eingebettet in eine riesige Gartenanlage residieren die Royals hier auf einem wunderschönen Flecken. Da der Palast aktuell auch bewohnt ist, dürfen der Palast selbst und die Gartenanlagen direkt darum nicht besichtigt werden. Der East Garden hingegen ist für die Öffentlichkeit zugänglich und das sogar kostenlos. Wenn du nicht gerade an einem Freitag auf die Idee kommst, dort spazieren zu wollen (so wie wir). Freitags ist der Garten nämlich geschlossen. Dumm gelaufen!

Tokyo Blick auf Skyline vom Imperial Palace

Wie ließen uns davon aber nicht abhalten und umrundeten die ganze Anlage des Imperial Palace und machten so einen wirklich schönen Spaziergang. Währenddessen müssen uns hunderte Jogger entgegengekommen sein, die diese Runde zum Laufen anscheinend sehr schätzen. Wirklich alle liefen gegen den Uhrzeigersinn – Ordnung muss schon sein!

An unserem Abfahrtstag versuchten wir unser Glück erneut und schlossen unsere Rucksäcke in der Tokyo Station ein. Und dieses Mal war der East Garden geöffnet und wir konnten durch die grüne Parkanlage spazieren. Besonders schön fanden wir die „Bonsaibäume“, bei denen echt nicht eine Nadel in die falsche Richtung wächst!

Tokyo Imperial Palace East Garden

Mit der Metro durch Tokio

Am besten kannst du Tokio mit der Metro erkunden. Es gibt superviele Linien, die dich kreuz und quer durch die Stadt befördern. Und trotz des riesigen Netzes haben wir uns immer erstaunlich gut zurecht gefunden. Die einzelnen Linien haben einen Namen, einen passenden Buchstaben und eine eigene Farbe. Dazu sind die Bahnhöfe super beschildert und die Ansagen in den Bahnen auch immer auf Englisch. Eine Einzelfahrt kostet (mit Suica Card) zwischen 165 und 195¥, was 1,30€ bis 1,50€ ist. Das fanden wir für diese teure Megastadt sehr erschwinglich.

Japan Tokio Metro

Um dir die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel möglichst einfach zu gestalten, können wir dir nur empfehlen, dir eine Suica Card (oder alternativ Pasmo Card) zuzulegen. Auf diese lädst du ein Guthaben und kannst somit einfach und schnell die Haltestellen passieren. Zum Bahnfahren und der Suica Card werden wir noch mal einen extra Artikel verfassen.

Ein vielversprechender Start in unsere Japanreise

Tokio hat uns wirklich überrascht! Wo wir sonst ja nicht die größten Fans von Megastädten sind, haben wir die Tage hier komplett genossen. Wir waren wirklich null gestresst und haben die Stadt als extrem entspannt und vor allem ruhig wahrgenommen. Auf jeden Fall war es ein genialer Einstieg unserer Japanreise und wir freuen uns schon sehr auf noch ganz viel mehr!

Tokio Videos

Wenn du das Ganze gerne in bewegten Bildern erleben möchtest, dann schau doch mal in unsere Tokio Videos rein!

Unsere Ankunft in Tokio 

Tokio Sightseeing I  und  Tokio Sightseeing II