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Ein klares Highlight unserer Zeit in Nicaragua war die Karibikinsel Little Corn Island mit ihren wunderschönen Stränden, dem türkisblauen Meer und der Entspannt- und Abgeschiedenheit. Viele verbinden mit der Karibik oft teure Hotelresorts und meinen, dass dafür ganz viel Geld bei drauf geht. Muss es aber nicht! Wir zeigen dir, wie du den karibischen Inseltraum schon für 25€ am Tag erleben kannst.

Unterkunft

Für unsere schöne Holzhütte direkt am Meer haben wir pro Nacht 28€ bezahlt, also 14€ pro Person. Den Preis konnten wir aushandeln, weil wir länger geblieben sind. Es gibt aber auch Hütten, die noch mal günstiger sind. Die sind dann in der Ausstattung noch einfacher oder eben nicht direkt am Strand. Wir haben uns in Carlitos Hütte pudelwohl gefühlt.

Karibik Hütte am Meer

Hütte am Strand: 14€

Frühstück

Für ein günstiges und sehr reichhaltiges Frühstück sind wir morgens immer in die Mitte der Insel gelaufen. Dort gibt es zwei Comedores, die zum Preis von 3,20€ ein geniales Frühstücksangebot haben. Das beinhaltet einen frischen Saft, einen Obstsalat und Gallo Pinto (Kokosreis mit Bohnen) mit Ei und Kokosbrot. Das war nicht nur super lecker, es hielt auch lange vor, weil es so reichhaltig war.

Little Corn Island Frühstück

Frühstück im Comedor: 3,20€

Chillen am Strand/ Schnorcheln/ Strandspaziergang

Du kannst die ganze Insel an einem Tag erlaufen, so klein ist sie. Von der Ostseite bis in den Norden kannst du die ganze Zeit am Strand entlang laufen und immer mal wieder hineinspringen. Wenn du eine Taucherbrille besitzt, kannst du auch einfach vom Strand aus losschwimmen und wirst einer Vielzahl an Fischen begegnen.

Karibik Nicaragua verlassener Strand

Sonnen/ Schnorcheln/ am Strand spazieren: 0€

Mittagssnack

Am Nachmittag haben wir uns oft in einer kleinen Bäckerei ein Kokosbrot gekauft. Das schmeckt richtig gut, ist günstig und kann man auch mal mit anderen teilen. Wenn uns das nicht gereicht hat, sind wir zu einer Amerikanerin gegangen, die im Bagel House selbst gebackene Bagels mit Frischkäse, Basilikum und Tomaten verkauft hat. Die Bagel und Muffins sind zwar nicht günstig, schmecken aber einfach megagut! Aber Achtung, hier darfst du nicht zu spät auftauchen, sonst kann es dir passieren, dass schon alles weg ist.

Kokosbrot: 0,40€    und    Bagel (1/2): 1,30€

Panoramaaussicht auf die Insel

In der Nähe des Lighthouse Hostel steht ein hoher Turm, auf den du gut klettern kannst wenn du keine Höhenangst hast. Mit Höhenangst wird das eine ausgewachsene Mutprobe für dich! Aber das Erklimmen der langen, langen Leiter wird belohnt denn von oben kannst du über die ganze Insel schauen. Und wenn die Sicht gut ist, kannst du sogar Big Corn Island sehen. Wir haben hier unser Kokosbrot ausgepackt und ein kleines Picknick auf dem Turm veranstaltet.

Panorama Ausblick Little Corn Island

Panoramasicht: 0€

Kaltes Bier im Meer

Um das ganze Karibikfeeling noch ein bisschen mehr auszukosten, haben wir uns am Abend ein kaltes Bier im nächsten kleinen Laden gekauft und sind damit ins Meer gegangen. Denn wo lässt sich das kühle Bier besser genießen als im badewannenwasserwarmen karibischen Meer?! Eben!

Bier: 1,60€

Abendessen

Abends sind wir oft wieder in unserem Standard-Comedor El Bosque gelandet, der eine gute Auswahl an verschiedensten Gerichten auf der Karte stehen hat. Mal gab es Reis, mal Nudeln und immer irgendein Gemüse in Verbindung mit einer leckeren kreolischen Sauce und Fleisch oder Fisch. Die Essen kosten um die 4,50€ und variieren wenig im Preis.

Abendessen Little Corn Island

Abendessen: 4,50€

Karibik Palmen Meer Nicaragua

Und wenn du jetzt fleißig im Kopf mitgerechnet hast, dann kommst du auf unschlagbare Gesamtkosten von 25€ pro Person für einen tollen Karibiktag auf Little Corn Island. Und es gibt noch mehr kostenlose Aktivitäten wie Tiere beobachten, in der Hängematte chillen, die Strandschaukeln nutzen und und und … Haben wir dich überzeugt? Falls du noch Zweifel hast, schau doch in unser passendes Video und lass dich von unseren bewegten Aufnahmen mitreißen.

Nachdem wir unsere ersten 10 Tage im Norden von Mauritius verbracht hatten, erkundeten wir im Anschluss den Süden. Hier befinden sich viele Highlights und es lohnt sich, etwas mehr Zeit einzuplanen. Wir geben dir einen Überblick über unsere Favoriten und die Touren, die du dir eher sparen kannst.

Mit dem Bus von Pereybere nach Flic en Flac

Um möglichst günstig über die Insel zu reisen, nahmen wir die lokalen Busse. An den Hauptstraßen brausen in regelmäßigen Abständen Busse in halsbrecherischem Tempo entlang. Die Bushaltestellen bestehen oft nur aus einem winzigen schwarzen Schild, auf dem Bus Stop steht, dafür gibt es viele davon.

Mauritius Busfahrt

Wir fuhren zunächst von Pereybere nach Grand Baie und konnten dort direkt in den Expressbus nach Port Louis steigen. Expressbusse sind meistens klimatisiert und halten unterwegs kaum. Daher kamen wir bereits nach einer Stunde am wuseligen Busbahnhof von Port Louis an. Hier fragten wir uns durch und stiegen schließlich in den Bus nach Flic en Flac. Wiederum dauerte unsere Fahrt eine knappe Stunde. Für die komplette Tour von Pereybere nach Flic en Flac zahlten wir nur 90 Rupie (2,30€) pro Person.

Unsere Unterkünfte in Flic en Flac

Am südlichen Ende des wunderschönen Strandes von Flic en Flac wohnten wir 10 Tage in den Sun Plaza Studios*. Hier zahlten wir für unsere kleine Wohnung mit Küche und Bad 45€ pro Nacht. Das Apartment liegt ca. 2 Kilometer von den meisten Restaurants und dem Supermarkt entfernt, hat aber eine Bushaltestelle direkt vor der Tür. Und am Strand waren wir in einer Minute.

Weil wir noch einmal einen Tapetenwechsel und zum Abschluss der Reise ein bisschen Luxus wollten, wechselten wir für die letzten 5 Nächte die Unterkunft. Dabei hatten wir ziemliches Pech, da zwei bereits gebuchte Unterkünfte kurzfristig absagten und die Auswahl dann sehr begrenzt war. So landeten wir im Le Palmier Apartment* mit 3 Schlafzimmern, zwei Bädern und 75€ Kosten pro Nacht. Viel zu groß und zu teuer, dafür mit Pool vor der Nase und privater Joggingstrecke im Apartment ;)

Aufstieg auf Le Morne

Von Flic en Flac kann man an der Küste einen großen Felsen erkennen, der ca. 30 Kilometer weiter südlich auf einer Halbinsel in die Luft ragt. Le Morne hat für Mauritius eine wichtige kulturelle Bedeutung. Hier sind früher die Sklaven hingeflohen, um sich vor ihren Besitzern in Sicherheit zu bringen. Als diese sie dort gefunden hatten, sollen die Sklaven sich vom Berg ins Meer gestürzt haben, weil sie lieber sterben als in Gefangenschaft leben wollten.Wir waren vor allem wegen des Ausblicks und der Wanderstrecke nach Le Morne gekommen. Dennoch berührte uns diese Geschichte.

Der Weg auf den Felsen geht immer gut bergauf, führt aber meist durch Wälder, sodass wir vor der Sonne geschützt waren. Und sobald wir die ersten Höhenmeter erklommen hatten, ließen auch die genialen Blicke auf die Bucht nicht auf sich warten.

Mauritius Le Morne Wanderung Aussicht

Klettertour zur Bergspitze

Nach ungefähr der Hälfte der Strecke warnt ein Schild davor, dass es nun steil wird, man die richtige Ausrüstung dabei haben sollte und Kinder nicht weitergehen dürfen. Wir verstanden schnell, weshalb diese Warnung aufgestellt wurde. Einen Großteil der verbleibenden Strecke kletterten wir auf allen Vieren aufwärts. Vor allem Franzi bekam ein ganz flaues Gefühl bei dem Gedanken, den gleichen Weg später wieder herunterklettern zu müssen.

Mauritius Le Morne Matthias

Wir stemmten uns gegen den Wind, der uns ordentlich entgegen pustete und erreichten schließlich das Kreuz und damit den höchsten Punkt des Weges. Und hier vergaßen wir für einige Minuten den anstrengenden Aufstieg und beängstigenden Abstieg. Wir konnten die Halbinsel Le Morne sehen und die ganze Küste hoch. So schön Mauritius vom Strand aus ist, aus der Vogelperspektive setzt es noch mal einen drauf!

Mauritius Le Morne Bergspitze

Da wir bei dem starken Wind schnell auskühlten, ging es für uns nach nur kurzer Pause wieder bergab. Für Franzi stellte sich der Vierfüßlergang als die sicherste Methode heraus und wurde zu einem Ganzkörpertraining. Nach ungefähr vier Stunden Wanderung erreichten wir den Parkplatz wieder und legten uns zur Erholung an den schönen Strand von Le Morne.

Mauritius Le Morne Strand

Wir können die Wanderung bis ganz nach oben sehr empfehlen! Du solltest aber möglichst schwindelfrei sein und mindestens Turnschuhe tragen. Wir kamen mit unseren Nike Free gut klar. Außerdem musst du unbedingt genügend Wasser einpacken. Wenn dir der Aufstieg bis ganz nach oben zu heikel ist, bekommst du auch auf dem Weg bis zur Hälfte wirklich schöne Ausblicke geboten.

Wandern im Black River Gorges Nationalpark

Der Black River Gorges ist der einzige Nationalpark auf Mauritius und erstreckt sich über den Südwesten der Insel. Am besten lässt er sich per Auto erkunden, da es keine regelmäßigen Buslinien durch den Park gibt. Unsere erste Wanderung machten wir vom Visitor Center im Norden aus, bei dem es viele Parkplätze gibt.

Wanderung zum Mare aux Joncs Wasserfall

Wir entschieden uns für die Wanderung zum Wasserfall Mare aux Joncs, die nach Angaben des Mitarbeiters in der Touristeninformationen ungefähr drei Stunden dauern sollte. Vom gemütlichen breiten Wanderweg wurde es immer steiniger und steiler. Immer wieder überquerten wir einen Fluss, duckten uns unter niedrig hängenden Ästen hinweg und kletterten über größere Steine. Der Weg machte uns viel Spaß, auch wenn wir bei den warmen Temperaturen gut ins Schwitzen kamen.

Mauritius Black River Gorges Steinweg

Der Mare aux Joncs Wasserfall selbst ist nicht spektakulär. Er ist ziemlich hoch und wir genossen es, diesen Ort allein erkunden zu können. Vielleicht sind wir nach einem Jahr auf Weltreise aber auch einfach nicht mehr so leicht zu beeindrucken ;)

Mauritius Mare aux Joncs Wasserfall

Die Mücken zapften uns hier ordentlich Blut ab, sodass wir früher als gewollt wieder den Rückweg in Angriff nahmen. Insgesamt ist der Wanderweg wirklich schön, bietet aber keine spektakulären Ausblicke in die Natur.

Wanderung zum Macchabee Viewpoint

Dafür fuhren wir am nächsten Tag zum Pétrin Touristenzentrum. Auch hier starten mehrere Wanderwege und wir suchten uns den zum Macchabee Viewpoint aus. Auf dem überwiegend flachen Weg dorthin konnten wir in die grünen Weiten des Black River Gorges sehen und im Hintergrund noch das Meer erspähen. Schon das waren tolle Aussichten!

Mauritius Black River Gorges Franzi vor Grün

Unterwegs liefen wir über die rote Erde und wunderschöne Bäume säumten den Weg. Wir erzählten uns, dass wir uns so auch die Landschaft in Afrika vorstellen, bis uns einfiel, dass wir ja in Afrika sind :D

Mauritius Black River Gorges roter Weg mit Bäumen

Am Viewpoint angekommen, aßen wir unser Baguette und beschlossen nach kurzer Rast: nur Zurückgehen ist uns zu langweilig. Wir liefen den Colophane Trail zurück, bei dem wir zunächst 500 Höhenmeter steil hinabstiegen und sie später wieder bergauf gingen. Als wir nach ca. drei Stunden wieder beim Auto ankamen, hatten wir eine tolle Wanderung hinter uns, geniale Blicke erhalten und die Wolken zogen sich wieder zu. Gutes Timing!

Aussichtspunkte im Black River Gorges

Wer nicht so gerne läuft, gerade verletzt oder zu faul ist, der kann mit dem Auto verschiedene Aussichtspunkte im Nationalpark anfahren. Auf dem Weg nach Chamarel liegt ein Aussichtspunkt, von dem du einen tollen Blick auf Le Morne und die Küste hast.

Mauritius Chamarel Viewpoint

Fährst du die Straße weiter in Richtung Pétrin Visitor Center, kommst du zum Black River Gorges Aussichtspunkt. Nachdem dir Kashmirschals und Holzfiguren angeboten wurden, erreichst du einen sensationellen Aussichtspunkt. Hier kannst du die grüne Weite des Nationalparks, einen Wasserfall und das Meer sehen. Als wir das erste Mal hier waren, hatte es gerade begonnen zu regnen und wir konnten im Nebel gar nichts sehen. Als wir bei schönem Wetter noch einmal hier hielten, beglückwünschten wir uns zu dieser Entscheidung. Das war echt richtig sehenswert!

Mauritius Black River Gorges Viewpoint

Stürmische See bei Gris Gris

Nachdem wir im Norden der Insel nur sonniges Wetter kennengelernt hatten, hielt unsere zweite Woche viel Wolken und Wind für uns bereit. Und für solches Wetter haben wir den besten Ort gefunden. Wir hatten uns Gris Gris auf maps.me markiert, ohne so richtig zu wissen, was es dort zu sehen gibt.

Umso überraschter waren wir, als wir an der Felsküste vom stürmischen Meer begrüßt wurden. Wow! Bisher hatten wir ja nur die schönen Sandstrände auf Mauritius gesehen und hier hatten wir nun die raue Seite der Insel entdeckt. Die Wellen peitschten gegen die Felsen und der Wind blies uns tüchtig um die Ohren.

Mauritius Gris Gris Franzi

Oberhalb des Strandes liefen wir einen Waldweg entlang und erreichten den sogenannten La Roche qui pleure. Dieser Felsen ragt ins Wasser hinein und an ihm spritzen die Wellen nur so in die Höhe. Wir waren einmal mehr beeindruckt von der unheimlichen Kraft des Wassers und der Schönheit der Natur.

Mauritius La Roche qui Pleure

Übersetzt heißt La Roche qui pleure übrigens sowas wie der Stein, der weint. Wir wussten davon nichts als wir dort waren und haben es dementsprechend nicht gesehen. Der Ausflug lohnt sich auch so!

Rumverkostung in der Rhumerie Chamarel

Da wir bei unserem ersten Wanderversuch böse vom Regen überrascht wurden, kehrten wir spontan in die Rhumerie Chamarel ein. Hier wird Zuckerrohr zu Rum verarbeitet und auf einer Tour kann man sich den Prozess ansehen. Die Tour kostet stolze 375 Rupie (10€) pro Person und beinhaltet zum Ende eine Rumverkostung.

Mauritius Rhumerie

Leider hatten wir ein Mädel mit einem starken Akzent erwischt, sodass wir die Hälfte oft gar nicht verstanden. Sie führte uns zackig durch die Anlage hindurch, sodass wir nach max. 15 Minuten auch schon den Rum eingeschenkt bekamen. Insgesamt testeten wir uns durch 9 Sorten und stellten fest: Rum trinken wir am liebsten mit Minze, Limette und jeder Menge Eiswürfeln statt pur ;)

Mauritius Rhumerie Rumflaschen

Da wir uns beide nach dem ganzen Rum nicht fahrtauglich fühlten und es gegen Mittag war, probierten wir das Restaurant vor Ort aus. Wir bekamen einen Brotkorb mit genügend Brot, um 20 Leute satt zu machen und danach unser Schweine- und Entengericht. Beides schmeckte wirklich hervorragend!

Mauritius Rhumerie Essen

Die Tour konnte uns aufgrund der nicht so guten Verständlichkeit, der Kürze und des relativ hohen Preises nicht so richtig überzeugen. Dafür hat uns das Essen im Restaurant umso besser gefallen.

Wasserfall und bunte Erde in Chamarel

Ein bei Touristen unheimlich beliebter Ausflug ist der zum Wasserfall und der bunten Erde in Chamarel. Beide Attraktionen kosten zusammen 225 Rupie (6€) Eintritt pro Person und können bequem mit dem Auto angefahren werden. Der Wasserfall eingebettet in den grünen Dschungel drum herum bietet einen wirklich spektakulären Anblick und es gibt verschiedene Aussichtspunkte, zu denen wir spazierten.

Mauritius Chamarel Wasserfall

Die bunte Erde leuchtet tatsächlich in den schönsten Rot-, Orange- und Lilatönen und bietet vor allem zum Grün im Hintergrund einen tollen Kontrast. Hier kannst du auch Riesenschildkröten sehen.

Mauritius Chamarel bunte Erde

Bootstour zur Île Benitier mit Delfinen

Weil uns der Ausflug mit dem Katamaran so gut gefallen hatte, wollten wir im Süden der Insel eine weitere Bootstour machen. Die beliebteste ist die Delfintour zur Île Benitier und nach einigen Verhandlungen bekamen wir die Tour zum Preis von 1400 Rupie pro Person (35€).

Am Morgen wurden wir zum Boot gebracht und trafen dort auf die 14 anderen Gäste. Dieses Mal fuhren wir mit einem Speedboat an der Küste der Insel entlang. Der erste Punkt unserer Tour war das Schwimmen mit Delfinen. Wir waren gespannt wie das ablaufen würde und erlebten einen mittelgroßen bis großen Schock.

Delfin-Terror

Schon von Weitem sahen wir die ca. 20 Boote, die sich auf kleinstem Raum drängten und auch unser Boot steuerte darauf zu. Die wilden Delfine schwammen im Schwarm durch das Meer und die Boote immer daneben. Oder auch mal davor, damit sie ihre Touristen direkt vor den Delfinen ins Meer schubsen konnten.

Mauritius Delfin Tour

Wir haben insgesamt 40 (!!!) Boote gezählt, die alle um die Delfine herum gefahren sind. Wir fühlten uns dabei echt nicht gut und konnten diese ganze Aktion auch nicht gutheißen. Die Tiere müssen ja voll gestresst sein, wenn ihnen ständig der Weg durch so ein Boot abgeschnitten wird.

Crystal Rock

Nach einer weiteren Schnorchelpause hielten wir am berühmten Crystal Rock. Dieser Korallenstein ragt aus dem türkisfarbenen Wasser heraus und gibt ein wirklich schönes Fotomotiv ab. Wir konnten hier auch schwimmen, mussten dabei aber gekonnt den Seeigeln auf dem Meeresgrund ausweichen.

Mauritius Crystal Rock

Zum Mittag legten wir auf der unbewohnten Île Benitier an. Die Insel besitzt einen langen Sandstrand, von dem ein großer Teil durch die Veranstalter belegt ist. Hier wurden Getränke und Mittagessen serviert. Wir unterhielten uns angeregt mit den anderen Ausflüglern und lernten noch so einiges über Mauritius.

Mauritius Ile Benitier Bar im Meer

Am frühen Nachmittag brausten wir schließlich wieder zurück nach Flic en Flac. Auch wenn der Tag dank der anderen Reisenden nett gewesen war, können wir diesen Ausflug nicht empfehlen. Der Teil mit den Delfinen geht einfach gar nicht! Verglichen mit unserem Ausflug auf dem Katamaran war das Preis-Leistungsverhältnis zudem deutlich schlechter. Das Essen war okay, aber mehr auch nicht. Wir würden eher empfehlen, eine Tour ohne den Delfin-Kram zu buchen mit vielleicht einem Schnorchelspot mehr.

Entspannen und Sonnenuntergänge am Strand von Flic en Flac

Für unsere letzten Tage hatten wir bewusst keine Ausflüge mehr geplant, sondern wollten hauptsächlich Sonne und Strand genießen. Der kilometerlange Strand in Flic en Flac lädt zum Sonnenbaden ein, zum Baden nur ein bisschen. Hier gibt es viele Steine und Korallen, die das Baden zum Spießrutenlauf werden lassen. Abgehalten hat uns das natürlich trotzdem nicht!

Mauritius Flic en Flac Sonnenuntergang

Am Abend geht die Sonne genau über dem Meer unter und hier boten sich uns teilweise wirklich spektakuläre Sonnenuntergänge. Mit Le Morne und den Booten im Hintergrund war es einfach traumhaft!

Das Ende unserer Weltreise

Und so endet unsere Weltreise nun auf Mauritius. Die Insel hat alles erfüllt, was wir uns für unsere letzten Wochen gewünscht hatten: traumhafte Strände, Wanderwege, Bootsausflüge und Roadtripmöglichkeiten. Gut gebräunt und tiefenentspannt treten wir nun nach einem Jahr unsere Heimreise an. Immer noch nur mit Handgepäck, dafür mit so vielen schönen Erinnerungen an ein unglaubliches Jahr, die wir für immer in unseren Köpfen verstaut haben.

Wir sind im letzten Weltreiseland angekommen: Auf Mauritius werden wir noch einmal drei Wochen paradiesische Strände haben und genügend Zeit, um die Insel zu erkunden. Schon während unserer ersten Woche im Norden der Insel warteten viele Highlights auf uns.

Unsere Unterkunft in Pereybere

Über booking.com hatten wir die Harmonie Villa* dank ihrer super Bewertungen gefunden. Hier bewohnten wir ein super ausgestattetes Apartment mit kleiner Terrasse, Küche und viel Platz. Der Strand ist nur drei Minuten zu Fuß entfernt, der Supermarkt sogar nur zwei. Also auch noch eine optimale Lage. Für 39€ auf Mauritius ein extrem guter Deal!

Strandspaziergang von Pereybere nach Cap Malheureux

Von Pereybere aus kann man fast den gesamten Weg nach Cap Malheureux am Strand entlang spazieren. Mal geht es durch den weißen Sand, mal über die schwarzen Vulkansteine. Dabei immer im Blick: das Meer und die vorgelagerten kleinen Inseln.

Pereybere-Malheureux Ausblick Insel

Wir legten zwischendurch immer wieder Pausen zum Staunen, Fotografieren und Filmen ein. Diese Landschaft war einfach so wunderschön, dass es manchmal schon unwirklich war.

Pereybere-Malheureux Matthias Ausguck

Ungefähr auf halber Strecke liegt Bain Boeuf. Hier gibt es schattige Plätze am Strand. Kurz dahinter beobachteten wir die Wellen wie sie mit voller Wucht gegen die Steine klatschten. Franzi wurde eiskalt erwischt als sie dort für wenige Sekunden Platz genommen hatte ;)

Perybere-Malheureux Franzi wird nass

Die letzten Minuten des Weges führen entlang der Straße und direkt in den kleinen Ort Cap Malheureux. Dessen größte Sehenswürdigkeit ist die Kirche Notre Dame Auxiliatrice mit ihrem roten Dach und der Lage direkt am Wasser. Wir haben hier einige schöne Fotos vom Steg aus machen können.

Cap Malheureux Kirche

Für den Rückweg nahmen wir den Bus, da wir in der prallen Mittagssonne schon gut durchgebrutzelt worden sind. Der Spaziergang selbst ist ca. 4-5 Kilometer lang und dauert je nach Pausenlänge zwischen ein und zwei Stunden. Die Busse brausen regelmäßig die Hauptstraße entlang und nehmen dich mit zurück nach Pereybere oder auch Grand Baie.

Katamaran Ausflug zur Ile Gabriel

Für 1200 Rupie (30€) pro Person hatten wir am Vortag spontan einen Tagesausflug auf dem Katamaran gebucht. In Grand Baie kletterten wir mit 32 weiteren Personen am Morgen auf den Katamaran und steuerten aus der Bucht von Grand Baie. Wir sicherten uns direkt Plätze vorne auf dem Boot und genossen den frischen Wind.

Mauritius Pereybere Catamaran

Je weiter wir uns von Mauritius entfernten, umso stärker wurden die Wellen und so waren wir innerhalb kürzester Zeit klatschnass und schaukelten bei dem Wellengang ordentlich auf und ab. Gut, dass wir nicht seekrank werden!

Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir die Insel Gabriel und wurden mit einem Motorboot dort abgesetzt. Wir erkundeten die Insel ein wenig und suchten uns ein schattiges Plätzchen, um der brennenden Mittagssonne zu entkommen. Im Blick hatten wir hier die Nachbarinsel Flat Island und die ankernden Katamarane.Catamaran Tour Franzi guckt auf Insel

Die Ile Gabriel ist unbewohnt und die Natur unberührt. Wenige der Touristen bewegen sich mehr als 10 Meter vom Anlegestrand weg, sodass wir viele schöne Plätze für uns hatten.

Gabriel Island Blick auf Gunners Island

Das Mittagessen bekamen wir in Form eines Buffets auf dem Katamaran serviert und dazu gab es Wein, Bier, Rum und Softgetränke. Alles war im Preis inbegriffen und wir machten gut Gebrauch von unserer Happy Hour auf dem Meer.

Catamaran Tour Matthias mit Bier

Der Rückweg gestaltete sich deutlich ruhiger, sodass wir gemütlich wieder Richtung Mauritius schipperten. Es war ein genialer Tag auf dem Meer und ein wirklich lohnenswerter Ausflug. Man kann den wohl auch schon für 1000 Rupie (25€) bekommen. Wir finden den Preis echt klasse für das Gebotene.

Mit dem Mietauto in die Berge

Nachdem wir unsere nähere Umgebung zu Fuß und auf dem Boot ausgekundschaftet hatten, wollten wir mit dem Auto noch mehr sehen. Für 1100 Rupie (27€) bekamen wir einen kleinen Mietwagen und brachen auf Richtung Pampelmousse. Hier liegt der Botanische Garten, der als eine der Hauptattraktionen der Insel gilt.

Road Trip Norden Auto

Botanischer Garten

Wir zahlten erwartungsvoll unseren Eintritt (200 Rupie p.P., 5€) und liefen durch die weitläufige Anlage. Hier gibt es vor allem eins: viele, viele Palmen! Wir spazierten durch die Palmenalleen, immer in der Hoffnung, auch noch mal blühende Pflanzen zu sehen. Die einzigen, die wir gefunden haben, hielten wir direkt auf einem Foto fest ;)

Botanischer Garten Blumen

Auch sehr schön fanden wir den Lilienteich mit den schönen weißen Blüten.

Botanischer Garten Lilienteich

Die meiste Begeisterung lösten bei uns eher die Tiere im Garten aus. An einer Stelle hingen hoch in den Bäumen über uns hunderte Flughunde. Das sind quasi große, tagaktive Fledermäuse. Hin und wieder flatterten sie durch die Lüfte und quietschten rum.

Danach liefen wir zu den Riesenschildkröten. Mindestens zehn leben in einem umzäunten Gehege im botanischen Garten. Während ein Großteil sich im Schatten vor der Sonne verkroch, konnten wir eine beim Trinken beobachten. Es wirkte wie Schwerstarbeit, diesen riesigen Panzer vorwärts zu bewegen.

Botanischer Garten Riesenschildkröten

Insgesamt haben uns die Tiere mehr überzeugt als die Pflanzen, das mag aber auch an unseren Interessen liegen. Wir sind einfach nicht so die Botaniker ;)

Die Berge

Schon auf der Fahrt nach Pamplemousse hatten wir immer wieder die Berge im Hintergrund gesehen. Da die gar nicht mehr so weit entfernt schienen, fuhren wir in deren Richtung. Kreuz und quer nahmen wir die kleinen Straßen voller Schlaglöcher und kamen dabei nicht nur den Bergen, sondern auch dem echten Leben auf Mauritius immer näher.

Roadtrip Norden Landschaft

Fernab von touristischen Attraktionen konnten wir die kleinen, bunten Häuser entlang der Straße betrachten. Ab und zu brauste ein weiteres Auto an uns vorbei, sonst hatten wir diese Momente für uns.

Roadtrip Norden Landschaft Matthias

Und wir wurden für unseren Abstecher ins Nirgendwo mit einem sensationellen Blick auf die Landschaft und die Berge belohnt! Zwar sind wir nicht mehr so richtig nah herangekommen, aber die schöne Aussicht genügte uns dann auch.

Strandhopping

Nach unserem kleinen Ausflug ins hügelige Inland fuhren wir zurück an die Küste und klapperten nun die Strände südlich von Grand Baie und Pereybere ab. Das Tolle auf Mauritius ist: die Strände dürfen nicht von den Resorts verbaut werden. Das heißt, man kann immer am Strand entlang laufen, auch vor den Resortanlagen. Und an den öffentlichen Stränden gibt es immer kostenlose Parkplätze. Das ist wirklich klasse!

Pointe aux Piments Meerblick

Nach unserem ersten Stopp am Strand von Pointe aux Piments fuhren wir vom Hunger getrieben nach Trou aux Biches. Hier standen jede Menge Foodtrucks herum, da der Strand gesäumt ist von Resorts und Sonnenanbetern. Nach einer kurzen Stärkung legten wir uns zu den anderen an den weißen Traumstrand und genossen die Kulisse. Die Palmen spenden Schatten und runden dazu das Bild eines Strandes aus dem Katalog ab.

Trou aux Biches Strand

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Strand von Mont Choisy. Dieser liegt südlich von Grand Baie vor einem Nadelwald. So früh am Morgen hatten wir den Strand noch komplett für uns und unternahmen einen ausgedehnten Strandspaziergang.

Mont Choisy Strand Katamaran

Der Strand in Pereybere

Einer der schönsten Strände im Norden ist unserer Meinung nach der Strand in Pereybere. Der öffentliche Strand (mit Bojen im Wasser) ist immer gut besucht und besonders an den Wochenenden sehr voll. Wir liefen meisten nur fünf bis zehn Minuten in die nördliche Richtung und hatten dort den ganzen Traumstrand für uns. Was ein Paradies!

Pereybere Strand mit Steinen

Nur schwer konnten wir uns von der Traumkulisse lösen. Da es aber im Süden von Mauritius noch viel mehr zu erkunden gibt, zogen wir dorthin weiter. Was wir dort alles erlebt haben? Das könnt ihr bald nachlesen.

Wir hatten lange überlegt, ob wir auch zu den Corn Islands in Nicaragua reisen sollten. Sie liegen schließlich mitten im Karibischen Meer und sind nur über eine unbequeme Bus-Fähre-Route oder teurere Flüge zu erreichen. Und dann würden wir vor Ort auch höhere Kosten haben… Jetzt, wo wir da waren, können wir sagen: Bei einer Reise nach Nicaragua sollten diese Trauminseln in der Karibik auf gar keinen Fall fehlen! Selten haben wir etwas so Schönes gesehen!

Nicaragua Little Corn Island Paar Selfie Meer

Unsere Anreise auf die Corn Islands

Nach viel Hin- und Herüberlege entschieden wir uns schließlich, auf die Inseln zu fliegen. Täglich gehen drei bis vier Flüge von Managua auf die große Insel. Ein Flug kostet pro Person zwischen 80 und 100US$. Als wir in Managua eincheckten, bekamen wir die einfachsten „Boardingtickets“, die wir bisher hatten. Die Nummer darauf war auch egal, weil im Flugzeug dann sowieso freie Platzwahl war :D

Nicaragua Little Corn Island Anreise Ticket

Der Flug von Managua nach Big Corn Island dauert ungefähr eine Stunde und wird mal in einer Zweipropeller-Maschine mit ca. 50 Passagieren zurückgelegt, kann aber auch in so einem winzigen Flugzeug mit nur 10 Leuten sein. Angekommen am Flughafen warten schon die Taxifahrer und für nur 20 Cordoba (0,60€) wird man über die Insel gefahren.

Wir erreichten mit dem 14:30 Uhr Flug von Managua noch das Boot um 16:30 nach Little Corn und konnten direkt auf die kleine Insel überfahren. Die Bootsfahrt (ca. 5€) dauert eine halbe Stunde und kann schon mal ordentlich wackelig sein, da man eben über das offene Meer fährt.

Unsere Unterkunft auf den Corn Islands

Unsere neun Nächte auf der Insel haben wir in einer Cabaña direkt am Meer verbracht. Die Holzhütte hat uns 28€ am Tag gekostet, hatte ein eigenes Bad und eine kleine Terrasse mit Hängematte. Der Ausblick war unschlagbar, eingeschlafen und wieder aufgewacht sind wir zum Klang des karibischen Meeres. Wir fanden das Preis-Leistungsverhältnis hier wirklich gut, hatten aber auch einen guten Deal herausgeschlagen. Ursprünglich sollte die Hütte 10€ mehr kosten (pro Nacht!).

Nicaragua Little Corn Island Hütte mit Hängematte

Auf Little Corn Island gibt es wirklich viele Cabañas, Hostels und andere Unterkünfte, von denen der Großteil nicht über das Internet gebucht werden kann. Wir haben uns vor Ort um- und mehrere Hütten angesehen und dabei war es kein Problem, spontan etwas zu finden. Wir fanden die Ostseite der Insel zum Übernachten ideal. Das Meer und der Strand sind vor der Nase, sodass man jederzeit ins Wasser springen kann. Zudem weht ein bisschen Wind, was bei den Temperaturen sehr angenehm ist. Die günstigen Comedores sind um die Ecke, die Restaurants und Bars auch nur 10 Minuten Fußweg entfernt und die schönen Strände im Norden kann man nach einem Spaziergang am Meer erreichen. Optimal!

Einsame Traumstrände rundherum

Little Corn Island ist so klein, dass man die Insel problemlos an einem Tag ablaufen kann. Ganz herum kann man leider nicht laufen, weil zwischendurch hohe, steile Klippen und Felsen im Meer den Weg durch das Wasser verhindern. Aber die gesamte Ostseite der Insel lässt sich barfuß erkunden. Zur Abkühlung kann man immer wieder ins türkisblaue Meer springen oder sich unter den zahlreichen Palmen ein schattiges Plätzchen suchen.

Nicaragua Little Corn Island Palmenwald

Die schönsten Strände der Insel liegen im Norden. Der Otto Beach hat den meisten Sandstrand zum Hinlegen und bietet den vollen Karibiktraum. Morgens war am Strand noch wenig los, aber ab 11 Uhr füllte es sich deutlich. Dieser Strand ist somit auch der am meisten besuchte. Geht man aber nur einige Meter weiter, so ist man schon fast wieder nur für sich.

Nicaragua Little Corn Island Strand Schaukel

An der Westseite der Insel befindet sich der kleine Anlegesteg für die Boote und in der Bucht liegen auch einige Frachtschiffe. Dennoch ist das Wasser hier sehr klar und der Strand vor den vielen Cafés und Restaurants lockt einige ins Meer. Abends lässt sich der Sonnenuntergang wunderbar vom Strand aus beobachten.

Nicaragua Little Corn Island Sonnenuntergang

Tauchkurs auf Little Corn Island

Schon bevor wir überhaupt auf unsere Weltreise aufgebrochen waren, hatte Matthias den Wunsch, tauchen zu gehen und die Unterwasserwelt erforschen zu können. Auf Little Corn Island bot sich ihm nun die Gelegenheit. Wir waren hier für 9 Tage, sodass ausreichend Zeit war. Der Preis für einen PADI-Tauchkurs ist günstig (330 US$) und die Tauchspots rundum die Insel locken Taucher aus aller Welt hierher.

Nicaragua Little Corn Island Tauchen

Und so meldete sich Matthias bei Little Corn Dive für einen Openwater Kurs an. Zusammen mit Pascal machte er den Kurs bei Remo, einem Schweizer Tauchlehrer. An drei Tagen absolvierte er insgesamt zwei Tauchgänge in flachem Wasser und vier Tauchgänge im offenen Meer, lernte die Technik kennen und musste abends fleißig die Theorie lernen, die am nächsten Tag besprochen wurde. Tauchen ist ein abgefahrenes Erlebnis, da man den Auftrieb so einstellen kann, dass man frei im Wasser schwebt. So lässt sich die Unterwasserwelt noch näher erleben. Absolut empfehlenswert!

Die Unterwasserwelt schnorchelnd erkunden

Little Corn Island ist rundherum von Korallenriffen umgeben und bietet daher nicht nur für Taucher sondern auch für Schnorchelnde jede Menge tolle Ausblicke.

Nicaragua Little Corn Island Korallenriff

Auf eigene Faust durch die Karibik schnorcheln

Hat man so wie wir Taucherbrille und Schnorchel dabei, so kann man einfach direkt vom Strand losschwimmen und sich unter Wasser umsehen. Wir haben an unserem ersten Strandtag nur wenige Meter vom Strand entfernt einen knallroten Seestern entdeckt und diesen genauer erkundet. Schwimmt man einige hundert Meter hinaus ins Meer, so kann man an Korallenriffen viele bunte Fische sehen und mit Glück sogar die Eagle und Manta Rays.

Nicaragua Little Corn Island Seestern

Wir sind von unserer Cabaña aus einfach direkt raus ins Meer geschwommen und haben dort schon einiges sehen können. Auf der Insel kann man sich fast überall auch Schnorchelutensilien ausleihen und zahlt dafür ca. 5€uro pro Tag.

Schnorcheltour

Möchtest du etwas entferntere Korallenriffe erkunden und möglichst viel von der bunten Unterwasserwelt sehen, so können wir dir eine Schnorcheltour auf Little Corn Island sehr empfehlen! Wir wurden zu drei verschiedenen Spots gefahren und unter Wasser von einem Guide auf die Highlights hingewiesen. Und davon gab es unheimlich viele! Wir hätten nicht erwartet, dass wir beim Schnorcheln eine solche Vielfalt an Fischen sehen würden.

Nicaragua Little Corn Island Hai

Wir haben die (ungefährlichen) Ammenhaie gesehen, einen Mantarochen und einen Eagle Ray, sind durch bunte Fischschwärme geschwommen und konnten Langusten in ihren Höhlen hocken sehen. Dann gab es noch Barracudas, Pufferfische und viele viele mehr. Für die knapp dreistündige Tour zahlt man normalerweise 20 US$ pro Person. Da wir unsere Taucherbrille und Schnorchel dabei hatten, konnten wir den Preis auf 15 US$ drücken ;)

Die Karibik mit dem Kajak erobern

So schön es auf der Insel ist- von außen betrachtet sieht es fast noch schöner aus! Deswegen haben wir uns einen Nachmittag ein Kajak gemietet und sind mit Michael und Julia aus Münster um die südwestliche Seite der Insel gefahren. Dadurch hatten wir einen tollen Blick auf unberührte Strände und Palmenwälder und konnten im klaren Wasser unter uns die Korallen bestaunen. Es herrschte gar kein Wellengang, sodass wir sehr gemütlich um die Insel paddeln konnten. Da hatten wir im Lago de Nicaragua deutlich mehr zu kämpfen, als wir ein bisschen um die Isla de Ometepe gefahren sind!

Nicaragua Little Corn Island Kajak

Es ist auch möglich, die komplette Insel mit dem Kajak zu umrunden. Allerdings sollte man dafür genügend Zeit einplanen. Wir hatten unser Kajak für zwei Stunden gemietet und haben 15 US$ bezahlt. Kajak und Paddel waren in wirklich gutem Zustand, das haben wir schon ganz anders erlebt. Dafür können wir den kleinen Verleih an der Westseite (neben Desideri) empfehlen.

Traumhafte Zeit im Paradies

Wir haben uns auf Little Corn Island vom ersten Moment an superwohl gefühlt und die Zeit auf dieser Trauminsel total genossen. Wir hatten kein Internet (gibt es aber in einigen Cafés und Restaurants), Strom gab es nur zwischen 13 und 6 Uhr und es war einfach perfekt so! Täglich haben wir uns mit einem breiten Grinsen angesehen und gefragt: Kannst du fassen, dass wir in diesem Paradies gelandet sind?! Konnten wir kaum. So irreal schön war es! Wir können den Abstecher dorthin nur empfehlen.. stimmt nicht, eigentlich MUSS man da gewesen sein, wenn man in Nicaragua reist. Wer weiß, wie sich die Insel in den nächsten Jahren bei wachsendem Tourismus entwickeln wird. Also hin da… bevor alle anderen kommen ;)

Was du unbedingt mitbringen solltest

  • Ausreichend Bargeld. Es gibt auf Little Corn Island keinen Geldautomaten und als Zahlungsmittel wird eigentlich überall Bargeld verwendet. Ist die Zahlung mit der Kreditkarte möglich, musst du mit mindestens 5% Gebühren rechnen. Also auf Big Corn Island oder in Managua noch mal gut Bargeld abheben.
  • Mückenspray. Die kleinen Biester sind geräuschlos (oder zumindest leiser als das Meeresrauschen) und gesehen haben wir sie meistens auch nicht, die Folgen waren aber leider immer zu spüren. Daher ausreichend Moskitospray mitbringen und nach Sonnenuntergang großzügig verteilen.
  • Sonnencreme. Müssen wir vermutlich nicht weiter erläutern ;) Ist in Nicaragua insgesamt ziemlich teuer (8-9€ für kleine Tuben), kann man also gut aus Deutschland mitbringen.
  • Taschenlampe. Die Sand- und Steinwege sind nicht beleuchtet und im Inneren der Insel wird es so richtig dunkel, also stockduster! Stromausfall kann auch immer mal wieder vorkommen, daher abends absolut sinnvoll.
  • Du willst auch mit leichtem Gepäck reisen? Hier geht’s zu unserer Handgepäck-Packliste.

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Wir hatten kaum Erwartungen als wir auf die Isla de Ometepe gefahren sind, wussten nur, dass hier zwei Vulkane stehen und man einige Aktivitäten unternehmen kann. Nach 5 Tagen auf der Insel ist unser Fazit: einer unserer Lieblingsorte in Nicaragua! Die Insel ist wunderschön, wenig touristisch, hat viele leere Strände und bietet viele Abenteuermöglichkeiten. Genau unser Ding!

Unsere Anreise auf die Isla de Ometepe

Vom Playa Maderas kommend, machten wir uns auf die Reise zur Insel im größten See Mittelamerikas – dem Lago Nicaragua. Es wird dich also nicht überraschen, dass wir irgendwann auch mal auf einem Boot waren! Gestartet sind wir mit dem Shuttle vom Playa Maderas nach San Juan del Sur. Dort nahmen wir einen Chickenbus, der uns in weniger als einer Stunde am Busbahnhof von Rivas absetzte. Es fahren wohl Busse von Rivas nach San Jorge, dem kleinen Ort, an dem die Fähre zur Isla de Ometepe abfährt. Wir haben diese Busse aber auf die Schnelle nicht finden können und uns daher ein Taxi für 120 Cordoba (4€) genommen. Am Fährterminal haben wir unsere Tickets erstanden (50 Cordoba p.P., 1,60€) und konnten direkt zur Fähre durchlaufen. Die Fähren fahren alle ein bis zwei Stunden und benötigen für die Überfahrt ungefähr eine Stunde.

Unsere Unterkunft auf der Isla de Ometepe

Ohne viel Übersicht über die Insel und die kleinen Orte zu haben, buchten wir eine Unterkunft in Altagracia. Das ist eine der zwei Städte auf der Insel und erwies sich für uns als super Ausgangspunkt für die Erkundung. Unsere Unterkunft Hospedaje Ortiz* war bei der Familie Ortiz, die sich rührend um uns und unsere Bedürfnisse kümmerten. Das einfache Doppelzimmer kostete uns 15€ pro Nacht und war vom Preis-Leistungsverhältnis her wirklich gut. Die Gemeinschaftsklos und -duschen waren ausreichend sauber und wir konnten uns in Hängematten und Schaukelstühle fläzen. Wir hatten hier das beste Essen in Nicaragua als wir mittags einfach das zu essen bekamen, was auch die Familie aß!

Tolle Tagesausflüge rund um die Insel

An unserem ersten Tag fuhren wir mit dem Bus zum Ojo de Agua. Hier mussten wir 3 US$ Eintritt zahlen (pro Person) und konnten dafür in ein Schwimmbecken aus natürlichem Wasser springen. Rundherum gab es Stühle und Bänke zum Entspannen. Für viel Geld konnte man sich mit Getränken und Essen des Restaurants vor Ort versorgen. Dieses Schwimmloch war ganz nett, aber an einem Samstag echt voll und konnte unserer Meinung nach nicht gegen den Strand anstinken. Was uns dann aber doch noch überzeugte, war der Vulkanblick vom Weg zum Ojo de Agua. Ist das nicht der Knaller?!

Nicaragua Isla de Ometepe Vulkan Concepcion

Playa Primavera und Playa Santo Domingo

Vom Ojo de Agua gingen wir zurück zur Straße und nahmen den nächsten Weg Richtung Strand. So landeten wir am menschenleeren Playa Primavera und spazierten den gesamten Strand entlang. Am Ende wartete ein Restaurant mit fantastischem Blick über Strand und Meer auf uns. Genau das Richtige! Franzi war schon kurz vorm Verhungern und in der Mittagssonne konnten wir Schatten gut gebrauchen. Danach zogen wir weiter zum nächsten Strand, dem Playa Santo Domingo. Hier gab es einen Comedor, zwei Restaurants und erneut ganz viel Sand und See für uns. Unter einem Palmenhüttchen gruben wir unsere Zehen in den Sand und genossen die angenehme Brise durch den Wind. Neben uns grasten ein paar Pferde, die irgendwann auch mal eine Abkühlung im See nahmen :) Müssten wir das Wort Idylle beschreiben, würden wir vermutlich diesen Ort dafür wählen!

Nicaragua Isla de Ometepe Playa Primavera

Unser erstes Mal Trampen

Von einigen Barmitarbeitern hatten wir gesagt bekommen, dass 17 Uhr ein Bus zurück nach Altagracia fahren würde. Und so stellten wir uns schon 20 Minuten vorher an die Straße, weil die Buszeiten hier auf der Insel wohl eher so ungefähre Angaben sind. Als aber auch 17.30 Uhr noch kein Bus gekommen war, hielten wir unsere Daumen raus und suchten eine Mitfahrgelegenheit. Die ersten Fahrer wollten dafür noch 4-5 US$ pro Person haben, sodass wir nicht einstiegen. Schließlich hielt eine Familie und ließ uns auf der Ladefläche ihres Pick-Ups mitfahren. Die Fahrt war bequem, schnell und kostenlos. Wir hätten nie gedacht, dass wir das erste Mal in Nicaragua per Anhalter fahren würden!

Windiges Kajakerlebnis am Punta Gorda

Von unseren Gastgebern hatten wir die Empfehlung bekommen, bei der Charco Verde (einem kleinen Naturreservat) könne man gut Kajak fahren. So nahmen wir den Bus und ließen uns vor dem Eingang absetzen. Das Naturreservat besteht aus einer Lagune mit Badestrand und vielen Schmetterlingen und kostet ganze 5 US$ Eintritt pro Person. Uns war das zu viel und wir liefen weiter zum Restaurant, in dem wir uns ein Kajak für 10 US$ pro Stunde liehen.

Von der Bucht aus fuhren wir zielstrebig um die Insel und den Punta Gorda herum. Der Wind nahm stetig zu und die Strömung wurde stärker. Wir waren aber bester Dinge und paddelten fröhlich weiter um die Insel. Der Blick vom Wasser auf den Vulkan Concepcion war bemerkenswert!

Nicaragua Isla de Ometepe Kajak

Bald sollten wir dafür aber gar keine Augen mehr haben denn wir waren nur noch damit beschäftigt, das Boot über Wasser und gegen die Strömung zu halten. Auf einmal mussten wir uns durch große Wellen arbeiten und wurden ordentlich nassgespritzt. Wir erreichten einen kleinen Strand und legten dort eine Verschnaufpause ein.

Nicaragua Isla de Ometepe Kajak Insel

Lange hielt es uns dort aber nicht, obwohl der Blick auf die kleine Insel Isla del Quiste und den Vulkan Maderas echt gut waren. Wir waren zu sehr damit beschäftigt, ob wir es wohl noch einmal durch die Strömung schaffen würden! Auch dieses Mal war viel Muskelkraft und Positionieren erforderlich, sodass wir nach einer Stunde deutlich erschöpfter wieder am Ausgangspunkt ankamen als wir erwartet hatten. Dennoch (oder gerade deshalb?!) ein tolles Abenteuer!

Die Insel mit dem Motorrad erkunden

Unseren dritten Tag verbrachten wir hauptsächlich sitzend auf einem Motorrad. Für 25 US$ kauften wir uns für einen Tag ein unbeschreibliches Freiheitsgefühl! Matthias genoss es, mal wieder Motorrad fahren zu können, für Franzi war es die erste Fahrt auf einem Motorrad überhaupt. Und wir hätten uns keine schönere Strecke wünschen können!

Nicaragua Isla de Ometepe Motorrad

Von Altagracia aus fuhren wir nach Santa Cruz und umrundeten dann komplett den Vulkan Maderas. Die befestigte Straße endet kurz nach Santa Cruz und dann wartete eine Sand- und Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern auf uns. Die Fahrt durch Palmenhaine, mal mit dem Blick auf den Vulkan, mal auf den See war einfach der Hammer! Endlich konnten wir mal wieder halten, wo wir wollten, unser Tempo selbst bestimmen und schauen, wohin uns der Wind so trieb. Es machte super viel Spaß!

Nicaragua Isla de Ometepe Vulkan Concepcion

Eine längere Mittagspause legten wir in Balgüe ein. Unsere Hintern freuten sich auf eine etwas bequemere Sitzmöglichkeit! Im Café Campestre gab es einen tollen Salat, leckere Nudeln und einen sehr guten Schokobrownie für uns. Danach ging es weiter zum Playa Santa Domingo, an dem wir eine Badepause einlegten.

Punta Jesus Maria

Nicaragua Isla de Ometepe Punta Jesus Maria

Am Nachmittag fuhren wir zum Punta Jesus Maria, der gut besucht war. So viele Menschen hatten wir an einem Ort auf der Insel noch gar nicht gesehen! Bei der Aussicht war es aber auch kein Wunder, dass so viele hergekommen waren: wir hatten einen tollen Blick auf beide Vulkane. Wir machten hier einige Bilder und genossen den Anblick der untergehenden Sonne.

Nicaragua Isla de Ometepe Sonnenuntergang

Auf der Rückfahrt setzte der Vollmond im gelben Licht dem Tag noch die Krone auf! Wunderschön! Wäre es nicht so dunkel gewesen und hätten wir zwecks Windschutz nicht unsere Sonnenbrillen tragen müssen – es hätte eine entspannte Fahrt zurück sein können. Wir waren auf jeden Fall sehr froh, als wir die Dunkelfahrt beendet hatten.

Da die Insel nur zum Teil befestigte Straßen hat, würden wir auf jeden Fall dazu raten, ein Motorrad zu mieten. Die Schotterpisten mit dem Roller zu fahren, ist echt gefährlich! Preislich macht es gar keinen Unterscheid, von Sicherheit und Bequemlichkeit her aber einen enormen.

Nicaragua Isla de Ometepe Schotterpiste

Wasserfall San Ramon

Dieser Wasserfall liegt in der Nähe der Stadt Merida, die täglich nur zwei Mal von Bussen angesteuert wird. Hier gelangt man mit eigenem Fahrzeug besser hin. Wir fuhren mit unserem Motorrad vor und konnten damit sogar die ersten zwei Kilometer bergauf fahren. Es ging über Stock und Stein und ordentlich steil bergauf. Das sollte man nur machen wenn man ein sicherer Fahrer ist. Die letzten zwei Kilometer bis zum Wasserfall legten wir dann aber auch zu Fuß zurück. Der Weg war voller Steine und Geröll, sodass festes Schuhwerk wirklich empfehlenswert ist! Franzi quälte sich mit FlipFlops hoch und runter – geht schon, ist aber wenig bequem ;)

Nicaragua Isla de Ometepe Wasserfall San Ramon

Oben angekommen empfing uns der wirklich hohe Wasserfall, der jetzt zum Ende der Trockenzeit aber nicht viel Wasser führt. Es reichte aber für eine Abkühlung im erfrischend kalten Wasser. Wir haben pro Person 80 Cordoba (2,30€) Eintritt bezahlt und für das Motorrad noch mal 60 Cordoba (2€). Alternativ kann man auch von unten hoch laufen, sollte dafür aber genügend Wasser einpacken!

Inmitten der Natur

Entgegen unserer Vorstellung trafen wir auf der Insel nicht halb so viele Touristen wie befürchtet. Dafür lebten wir in Altagracia bei einer Familie inmitten der anderen Familien und bekamen einen tollen Einblick in deren Leben. Auf unseren Spaziergängen in und um die kleine Stadt herum trafen wir viele Hühner, Pferde und Kühe und ab und zu auch Einheimische, die immer freundlich grüßten. Wir sahen den Fischern beim Verteilen der gerade gefangenen Fische zu und den Jugendlichen bei ihrem Baseballspiel auf einem riesigen Feld. Alles fühlte sich sehr ursprünglich und natürlich an! Wir fanden es genial!

Nicaragua Isla de Ometepe Natur

Durch die reiche Vulkanerde wachsen auf der Insel unzählige Lebensmittel, die nicht durch Pestizide verunreinigt werden (wäre viel zu teuer). Die Tiere laufen frei herum und führen sicherlich ein erfüllteres Leben als ein Großteil der Nutztiere in Deutschland. Dadurch hatten wir das Gefühl, auf einem riesigen Bio-Bauernhof zu leben.

Traumhafte Urlaubsinsel

Wir haben unsere Zeit auf der Isla de Ometepe sehr genossen! Unserer Meinung nach bietet die Insel alles, was das Herz (oder zumindest unser Herz) begehrt: Es gibt viele Strände, tolle Blicke auf die Vulkane, eine wunderschöne Natur, viele Wander- und Spaziermöglichkeiten, wir konnten Kajak fahren und auf eigene Faust die weniger befahrenen Pfade der Insel erkunden. Bei einer Reise nach Nicaragua sollte die Isla de Ometepe auf keinen Fall auf der Liste deiner Wunschziele fehlen!