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Vom Lago de Atitlan aus ging es zu unserem zweiten Ziel in Guatemala: in die malerische Stadt Antigua. Die bunten, niedrigen Häuser sind hier an kopfsteinbepflasterte Straßen gebaut und eingerahmt wird das Ganze durch die Vulkane drum herum. Zurecht wird Antigua überall beworben und ist einer der größten Touristenmagneten in Guatemala.

Unsere Anreise nach Antigua vom Lago de Atitlan

Ausgehend von San Pedro La Laguna am Lago de Atitlan hat man zwei Möglichkeiten, um Antigua zu erreichen. Die bequemste ist sicherlich ein Touristenshuttle, das einen auf direktem Wege nach Antigua fährt. Mehrmals am Tag starten diese Minibusse zu festen Uhrzeiten und bringen einen in vier bis fünf Stunden ans Ziel. Kostenpunkt: 80 Quetzales pro Person (11€). Stattdessen kann man die Strecke auch mit den Chicken Busses zurücklegen. Diese Busse sind weniger bequem, dafür deutlich günstiger und man erlebt viel mehr. Das war auch unsere Wahl, allerdings erklärte uns der Busfahrer, dass der Bus aufgrund einer Straßenblockade nicht fahren würde.

Also entschieden wir uns für Plan C: Mit einer Plancha (einem kleinen Boot) fuhren wir von San Pedro La Laguna nach Panajachel am anderen Ende des Sees. Dort wurden wir von einem Chickenbus aufgesammelt und in den nächstgrößeren Ort verfrachtet. Dasselbe Spiel machten wir insgesamt vier Mal bis wir in Antigua ankamen. Wie die Orte auf dem Weg hießen, wussten wir oft gar nicht, weil wir nur das Ziel Antigua nannten und dann immer in den nächsten Bus gestopft wurden. Letztendlich dauerte unsere Fahrt 5 Stunden und kostete uns 53 Quetzales pro Person (ca. 7€). Es verlief alles glatt, war ausreichend bequem und ein super Erlebnis!

Unsere Unterkunft in Antigua

Wir hatten bereits vor unserer Ankunft ein Doppelzimmer in der Villa Esthela gebucht. Lass dich nicht von dem fancy Namen täuschen, es handelt sich dabei um ein Hostel! Wir bekamen ein sehr geräumiges Zimmer mit zwei großen Betten und vielen Abstellmöglichkeiten. Geschlafen haben wir hier super! Auch die Gemeinschaftsbäder waren sauber. In der Küche haben wir uns gut bekochen können und die Lage ist zwar etwas außerhalb des Stadtzentrums aber in 10 Minuten ist man überall. Für 23€ pro Nacht war das ein guter Deal, vor allem bei sonst sehr hohen Kosten in Antigua.

Stadtbummel

In Antigua kann man vor allem eines sehr gut machen: durch die Stadt bummeln. In den vielen bunten Häusern verstecken sich kleine Läden, die verschiedenstes Handwerk anbieten und daneben gibt es bestimmt ein Restaurant oder eine Bar. Viele sahen sehr verlockend aus. Das Problem: Antigua ist nicht so richtig für einen schmalen Geldbeutel geeignet. Die Restaurants und Cafés verlangen für ihre Speisen Preise wie in Deutschland, für uns schwer erschwinglich mit dem Weltreisebudget. Also blieb es häufig beim Bestaunen von außen.

Eine günstige und sehr leckere Alternative zu den hochpreisigen Restaurants ist das Toko Baru. In diesem kleinen Restaurant werden indische und asiatische Gerichte zu vernünftigen Preisen angeboten. Wir haben hier zwei verschiedene indonesische Gerichte und Falafel gegessen und fand alles sehr lecker!

Ausblick vom Cerro de la Cruz

Den wohl schönsten Blick auf Antigua kann man vom Cerro de la Cruz erhaschen. Dieser Aussichtspunkt befindet sich nördlich der Stadt auf einem Hügel, den man über viele Treppen erklimmen kann. Oben angekommen bietet sich ein spektakulärer Blick auf die breiten Straßen und den Vulkan Agua dahinter. In Antigua stehen insgesamt 33 Kirchen (!), von denen viele allerdings durch ein Erdbeben 1773 stark beschädigt worden sind und nie restauriert wurden. Diese baufälligen Gebäude geben der Stadt allerdings einen sehr speziellen Anblick, den wir wirklich schön fanden.

Guatemala Antigua Cerro de la Cruz Ausblick

Wanderung auf den Vulkan Acatenango

Zu Matthias‘ Geburtstag hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen: Wir wollten auf den dritthöchsten Vulkan Guatemalas wandern, dort in einem Zelt übernachten und einen Blick auf den noch aktiven Vulkan Fuego haben, der sich direkt daneben befindet. Franzi war nach kurzer Zeit überzeugt und so buchten wir eine Tour mit Gilmer. Auf TripAdvisor wird seine Tour in den höchsten Tönen gelobt und auch von Leuten, die wir vor Ort kennenlernten, wurde er uns empfohlen. Mit den Gebühren (300Q pro Person, 38€) wird zudem das Heimatdorf der Guides unterstützt, sodass wir gern bereit waren, etwas mehr zu zahlen.

Und wieder mal spielen wir Pack-Tetris

Am Freitag wurden wir am frühen Morgen vor unserem Hostel abgeholt und lernten im Minivan auf dem Weg in das Dorf am Vulkan gleich unsere vier Mitwanderer kennen. Marco aus Deutschland und Sarah & Gil aus Kanada würden mit uns gemeinsam den beschwerlichen Weg gehen. Nach einer knappen Stunde hielten wir, um in Gilmers Haus das Equipment zu packen. Und hier gerieten wir mit unseren Handgepäcksrucksäcken leider an unsere Grenzen. Die Schlafsäcke waren so groß, dass sie fast den ganzen Rucksack einnahmen. Dazu mussten aber noch Wasser, Proviant, Klamotten und ein Zelt transportiert werden. Glücklicherweise konnte Gilmer Matthias einen größeren Rucksack für die Wanderung leihen.

Guatemala Antigua Wanderung Rucksack

Gegen 9 Uhr brachen wir schließlich auf und wurden mit dem Bus die letzten Kilometer bis zum Anfang des Treks gefahren. Dort zahlten wir den Eintritt (50Q pro Person, 6,50€) und konnten für nur 5Q (80 Cent) Wanderstöcke mieten. Unser Guide Guiarno stellte sich als der Neffe von Gilmer vor und erzählte uns, dass er heute zum 372. Mal in den letzten drei Jahren den Vulkan besteigen würde. Gut, an Erfahrung mangelte es ihm trotz seiner zarten 20 Jahre also nicht!

Während wir mühsam durch Kieselsteine die ersten Höhenmeter erklommen, wies er uns immer wieder auf Tiere oder Pflanzen hin und erzählte auf Spanisch etwas dazu. Gut, dass wir unser Spanisch gerade trainiert hatten! In gemächlichem Tempo schlichen wir durch die Maisfelder und folgten dem Weg, der einfach immer bergauf führte. Guiarno versicherte uns, dass die erste Stunde am anstrengendsten sei, danach wäre der Weg einfacher zu begehen. Regelmäßig machten wir Pausen zum Verschnaufen und Bestaunen der Landschaft unter uns.

Guatemala Antigua Wanderung Blick auf die Felder

Mühsamer Anstieg auf über 3000 Meter

Nach der ersten Wanderstunde hatten wir bereits 300 Höhenmeter erklommen und waren euphorisch gestimmt, dass es ab jetzt ja leichter werden würde. Der Untergrund war tatsächlich einfacher zu begehen.. weniger anstrengend wurde es jedoch nicht. Wir mussten ja weiterhin ordentlich an Höhe gewinnen und so liefen wir die steilen Pfade hinauf. Allerdings verlief der Weg inzwischen durch einen dichten Wald, der uns vor der Sonne schützte und schön anzuschauen war.

Nach ungefähr zwei Dritteln des Weges legten wir schließlich unsere Mittagspause ein. Wir hatten die 3000 Metermarke längst geknackt und konnten zufrieden Reis, Huhn und Gemüse aus unserer Lunchbox essen. Das Essen war von Guiarnos Mutter zubereitet worden und schmeckte köstlich! Allzu lange dehnten wir die Pause jedoch nicht aus, da wir in der Höhe schnell auskühlten und ja noch ein bisschen Weg vor uns hatten.

Guatemala Antigua Acatenango Basecamp

Irgendwie quälten wir uns auch noch die letzten Höhenmeter nach oben und inzwischen merkten wir, dass die Beine müde waren und wir häufiger Pausen benötigten. Die letzte Stunde ging der Weg mal auf, mal ab und nach insgesamt 5 Stunden kamen wir schließlich am sogenannten Basecamp an. Hier konnten wir unsere Zelte aufbauen und unser Guide sorgte direkt für ein Lagerfeuer zum Wärmen. Die dichte Wolkendecke brach immer mal wieder auf, sodass wir einen kurzen Blick auf den Vulkan Fuego erhaschen konnten und die Hoffnung erhalten blieb, den Vulkan aus nächster Nähe rauchen und eventuell sogar Lava spucken zu sehen.

Guatemala Antigua Acatenango Vulkan mit Rauch

Vulkan Fuego spuckt Lava

Und wie von Guiarno angekündigt, verzogen sich die Wolken irgendwann und der Vulkan Fuego war super zu sehen. Aber auch den Vulkan Agua und weitere kleine Vulkane waren von unserem Basecamp aus noch zu sehen. Und während es am späten Nachmittag manchmal nur einige Rauchwolken gegeben hatte, kam es schließlich tatsächlich dazu: Fuego spuckte Lava! Es war ein wahnsinniges Spektakel und fast schon unwirklich, ein solches Naturerlebnis live und in Farbezu erfahren. Hier bekam Matthias zu seinem Geburtstag nun mal eine sehr spezielle Geburtstagskerze!

Guatemala Antigua Acatenango Vulkan mit Lava

Und auch wenn wir am liebsten die ganze Nacht draußen am Lagerfeuer verbracht hätten, um ja keinen Ausbruch zu verpassen: gegen 23 Uhr schickte uns Guiarno ins Zelt, damit wir am nächsten Morgen fit für die letzten 400 Höhenmeter sein würden. Auf den dünnen Isomatten fanden wir wenig Schlaf und bei Franzi machten sich ordentlich Kopfschmerzen bemerkbar. Die Höhensymptome waren ihr ja noch aus Nepal bekannt. Einen weiteren Aufstieg wollte sie deswegen nicht mehr in Angriff nehmen.

Guatemala Antigua Acatenango Zelt

Gipfelaufstieg um 4:30 Uhr

So stand nur Matthias am nächsten Morgen kurz nach 4 Uhr auf und machte sich, eingepackt in alle Klamotten, die wir dabei hatten, an die Besteigung der Vulkanspitze. Im zügigen Tempo wurden die verbleibenden 400 Höhenmeter zurückgelegt, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang den Blick überhaupt zu haben. Und tatsächlich waren von der Vulkanspitze sogar der Lago de Atitlan und die den See umgebenden Vulkane zu sehen. Matthias konnte sich gar nicht satt sehen an so viel Natur und wäre auch hier gerne länger geblieben. Da unser Guide aber kurz vorm Erfrieren war, hieß es nach einer halben Stunde wieder Abstieg zum Basecamp.

Guatemala Antigua Acatenango Sonnenaufgang Basecamp

Aber auch Franzi konnte vom Basecamp aus den Sonnenaufgang mit seinen wunderschönen Farben genießen! Nach einem kurzen Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den dreistündigen Rückweg. Und der forderte uns dann auch noch mal richtig! Die steilen Abstiege gingen ordentlich auf die Oberschenkel und die kleinen Kieselsteine führten zu einigen Stürzen. Als wir endlich wieder am Ausgangspunkt ankamen, waren wir sehr geschafft und voller Vorfreude auf die Dusche denn wir waren von oben bis unten mit Staub bedeckt.

Unsere Tipps für die Vulkanbesteigung

  • Nimm ausreichend Wasser mit auf die Wanderung! Wir hatten 4 Liter Wasser pro Person dabei und haben diese auch locker ausgetrunken.
  • Mach diese Wanderung unbedingt mit einem erfahrenen Guide. Im Januar dieses Jahres sind 6 Menschen auf dem Vulkan gestorben, die ohne Guide unterwegs waren und in einen Schneesturm gerieten.
  • In den Höhen ist es empfindlich kalt, sodass du auf jeden Fall eine Mütze, Handschuhe und eine dicke Jacke benötigst. All das kannst du entweder gebraucht auf dem Markt von Antigua kaufen oder bei den meisten Agenturen auch leihen. Auch einen Wanderstock für Auf- und Abstieg können wir sehr empfehlen! Diese werden am Ausgangspunkt für nur 5Q verliehen.
  • Pack dir eine Stirnlampe ein! Abends ist es bereits ab 18 Uhr dunkel und vor allem für den Aufstieg am Morgen benötigst du eine Lichtquelle.
  • Obwohl die Touranbieter dir ein Mittag-, Abendessen und Frühstück stellen, ist es sinnvoll, Snacks für unterwegs mitzunehmen. Du kannst die Energie gut gebrauchen! Wir hatten gekochte Eier, Snickers und Bananen dabei.

Wir werden Antigua immer mit der Vulkanbesteigung verbinden, die ein absolutes Highlight war! Die Wanderung ist zwar anstrengend, aber gut zu schaffen. Total glücklich und stolz sind wir, dass wir den kräftezehrenden Aufstieg gemeistert haben denn die Erfahrung war der Wahnsinn! Wir haben auf einem Vulkan übernachtet, mit Blick auf einen lavaspuckenden Vulkan und konnten am nächsten Morgen einen Sonnenaufgang beobachten, der uns sprachlos machte. Wir fühlten uns verbunden mit der Natur und sind zutiefst dankbar für dieses unglaubliche Erlebnis. Wenn du in Antigua bist – geh auf den Vulkan!

Und du?

Was war dein schönstes Naturerlebnis bisher? Oder hast du noch welche auf dem Plan, die du unbedingt erleben möchtest? Dann teile sie gerne mit uns, vielleicht können wir sie auch unserer Bucket-Liste hinzufügen.

Unser erstes Ziel in Guatemala war ein von Vulkanen umgebener Bergsee auf 1600 Metern Höhe – der Lago de Atitlán. Nach unserer langen Anreise von Mexikos Pazifikküste erreichten wir ziemlich erschöpft San Pedro La Laguna, einer der beliebtesten Orte für Backpacker am See. Hier verbrachten wir fünf Tage und unternahmen so einiges.

Unsere Anfahrt von Mexiko nach Guatemala über Land

Unsere Unterkunft in San Pedro La Laguna

Da wir nicht wussten, wie lange unser Grenzübertritt von Mexiko dauern wird und ob wir es ganz bis zum See schaffen würden, hatten wir keine Unterkunft vorgebucht. So kamen wir am späten Nachmittag an und recherchierten gemeinsam mit unserem holländischen Freund Ton, um günstige Zimmer zu finden. Letztendlich landeten wir in der Casa Felipe, einem Hostel mit sehr gechillter Atmosphäre, in dem uns schon morgens vor dem Frühstück Marihuana um die Nase wehte. Unser Doppelzimmer hat uns stolze 18€ gekostet und war sehr einfach. Wir waren von den Preisen für Zimmer im Hostel überrascht, da wir in Guatemala mit günstigeren Preisen als in Mexiko gerechnet hatten.

Der tägliche Besuch auf dem Markt

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Markt

Morgens führte unser erster Weg uns auf den kleinen Markt im etwas oberhalb des Sees gelegenen Stadtzentrum von San Pedro. Hier versorgten wir uns mit überraschend leckeren Brötchen, frischer Avocado, Mango, Tomaten und Eiern. Für ungefähr einen €uro pro Person hatten wir ein sensationelles Frühstück!

Eine Runde auf dem Lago de Atitlan drehen

Gut ausgerüstet mit Tipps unseres Hostels verhandelten wir am Hauptpier von San Pedro eine Weile und konnten uns schließlich auf 30 Quetzales (4€) für eine Stunde im Kajak einigen. Aufgrund der Wellen auf dem See riet uns der Vermieter allerdings davon ab, dass wir uns weit aus unserer Bucht entfernen. So drehten wir also eine Runde entlang des Ufers und genossen den Blick auf die umliegenden Dörfer und natürlich auf den Vulkan San Pedro, der über der nach ihm benannten Stadt thront. Vielleicht heißt der Vulkan auch wie das Dorf??

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Kajak

Im Café Sababa schaukeln

Weil es so unglaublich schön aussah, mussten wir dieses Café ausprobieren. Auf den Schaukeln sitzend bestellten wir einen Schokokuchen und Waffeln mit Eis, Oreos und Früchten. Die Desserts waren sensationell! Die besten, die wir bisher in Zentralamerika gegessen hatten. Also kamen wir am nächsten Tag wieder und probierten auch mal die Limonade, Smoothies und einen Salat. Es schmeckte alles fantastisch. Hier muss man mal vorbeischauen. Wir verbrachten einige Zeit und kamen immer wieder zurück. Kein Wunder, bei dem Anblick oder?!

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Sababa Cafe Schaukel

San Marcos – ein Besuch im Hippiedorf

San Marcos gilt am See als das Dorf für Yoga, Meditation und Selbstfindung und wird daher auch gern mal das Hippiedorf genannt. Wir wollten uns das auch mal ansehen und nahmen von San Pedro aus eine Plancha (ein kleines Boot), das uns sicher über den See und wieder zurück brachte (20Q pro Person, ca. 2,80€). In San Marcos finden sich am Ufer tatsächlich eine Yoga- oder Meditationshütte nach der nächsten und überall wird gesundes, organisches Essen angepriesen. Wir mochten die friedliche Atmosphäre in dem Dorf.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Seeblick

Unser Spaziergang führte uns steil bergauf und immer weiter weg von den Yogastudios zu den Häusern der Einheimischen. Die kleinen, steilen Straßen wurden gesäumt durch einfache Steinhäuser und regelmäßig trafen wir Einheimische in ihrer traditionellen Kleidung, die uns freundlich begrüßten. Vom oberen Teil des Dorfes hatte man auch einen sehr schönen Blick auf den Lago de Atitlán und seine drei Vulkane.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Paar Vulkane

Entlang des Ufers verläuft ein kleiner Weg, der uns schließlich zu einem Park führte. In diesem bot sich uns ein sensationeller Blick auf den See und die Vulkane. Den Yoga-Vibe des kleines Dörfchens haben wir offenbar so aufgesogen, dass Franzi nicht anders posieren konnte ;)

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Yoga Pose

Sprung mit Folgen

Etwas weiter gelangt man zu einer Holzbrücke, von der man in den 340 Meter tiefen See springen kann. Warum wir das erwähnen? Man befindet sich so ungefähr 10 Meter über dem See und hat damit einen relativ langen Flug vor sich! Matthias traute sich als Erster und sprang mehrere Male ins kalte Nass! Aber auch Franzi wollte den Spaß ausprobieren und wagte den Sprung ins Wasser. Der Sprung war klasse, die Tauchphase leider weniger.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Sprung

Mit starken Ohrenschmerzen machten wir uns auf den Weg zum Arzt, um abzuklären, dass nichts kaputt gegangen war. Der freundliche Arzt diagnostizierte ein Trauma in beiden Ohren, das zu Schwellungen und daher Schmerzen und Hörproblemen führt. Franzi wurde mit Ohrentropfen und Schmerztabletten ausgestattet und damit ging es dann auch besser. Aber: für die nächste Woche waren sowohl Baden als auch starke Höhenschwankungen verboten.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Sprung Franzi

Wanderung auf den Vulkan San Pedro

Der Vulkan San Pedro ist 3000 Meter hoch und liegt damit 1400 Meter über San Pedro. Wir hatten gehört, dass man von dort oben einen wirklich tollen Blick auf den Lago de Atitlán und die umliegenden Dörfer haben soll und hatten beschlossen, gemeinsam mit einigen Leuten aus unserem Hostel, den Vulkan zum Sonnenaufgang in Angriff zu nehmen. Franzi musste allerdings wegen ihrer Ohrenprobleme kurzfristig zu Hause bleiben.

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Nacht

So ging es für Matthias morgens um zwei Uhr zunächst auf der Ladefläche eines Pick-Ups zum Ausgangspunkt der Wanderung und danach im Stockdunkeln immer schön bergauf. Dürfte eigentlich klar sein mitten in der Nacht: bring eine Stirnlampe* mit. Matthias hatte seine trotzdem vergessen. Die Wanderung ging durch Mais-, Kaffeefelder und später durch dichten Wald. Davon hat man nachts allerdings nicht viel. Dafür bot sich ein toller Blick auf die Sterne, über den See und die beleuchteten Dörfer, deren Lichter sich im Wasser spiegelten.

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Seeblick

Nach etwa drei Stunden zügigem Bergauf waren wir etwas zu früh kurz unter dem Gipfel. Um uns vor der Kälte zu schützen und die Zeit zu überbrücken, legten wir um 5:30 Uhr eine Frühstückspause in einer Holzhütte ein. Für einige aus dem Hostel natürlich mit Joint, Matthias reichte ein Ei.

Wunderschöner Sonnenaufgang auf dem Vulkan San Pedro

Am Gipfel auf knapp über 3000 Metern bot sich vor Sonnenaufgang ein Farbenspektakel mit faszinierendem Ausblick über den See und die anderen Vulkane am See. In der Ferne konnten wir sogar den Vulkan Acatenango (3967 Meter) ausmachen. Um 6:18 Uhr schob sich dann eine riesige rote Kugel am Horizont hoch, ein Anblick, der die Anstrengungen der Nachtwanderung vergessen ließ. Aufgewärmt von den ersten Sonnenstrahlen des Tages gingen wir den Abstieg an, der sich länger zog als erhofft und für einen schönen Muskelkater am nächsten Tag sorgte.

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Sonnenaufgang

Damit gingen unsere ereignisreichen Tage am Lago de Atitlán zu Ende und wir hatten schon einiges in Guatemala erlebt. Das Land gefällt uns sehr gut bisher und wirkt ein bisschen wie eine Mischung aus Nepal und Mexiko auf uns.

Und du?

Wo hast du mal einen schönen Sonnenaufgang sehen könne? Musstest du dafür auch Strapazen auf dich nehmen? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.