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Krank werden auf Reisen – da hat man ja so gar keine Lust zu! Aber bei einem Jahr Reise wird es uns vermutlich auch irgendwann erwischen. Und dann wollen wir vorbereitet sein! Dafür haben wir natürlich unsere Auslandskrankenversicherung abgeschlossen und uns alle notwendigen Impfungen abgeholt. Die häufigsten Erkrankungen, die wir bisher unterwegs hatten, konnten wir meistens aber ganz gut selbst kurieren und haben dementsprechend auch unsere Reiseapotheke zusammengestellt. Hier geben wir dir einen Überblick darüber, was wir einpacken, was wir weglassen und wie wir das alles möglichst platzsparend unterbringen.

Was sind die häufigsten Reiseerkrankungen?

Unserer Erfahrung nach sind Erkältung und Durchfall die häufigsten Erkrankungen. Irgendwann verträgt man Essen mal nicht. Irgendwann erkältet man sich. Schmerzen können auch immer auftreten, da sollte man also auch was dabei haben. Gerade bei Wanderungen können Blasen gut mal aufpoppen und bei Franzis Tolpatschigkeit können Pflaster sowieso nicht schaden. Und mit diesen Erfahrungen scheinen wir keine Ausnahme zu sein. Wenn man mal „häufige Reisekrankheiten“ googelt, tummeln sich da Durchfall, Erkältung, Schnittwunden, Sonnenbrand und Mückenstiche ganz vorne. Dagegen wollen wir möglichst gut gewappnet sein. Wichtig ist uns dabei: Wir wollen akut handeln können und die wichtigsten Erkrankungen abdecken. Für Ausnahmen und ganz spezielle Erkrankungen können wir uns nicht eindecken, da würde vermutlich der ganze Rucksack nicht reichen.

Welche Medikamente nehmen wir mit auf die Weltreise?

Weltreise Apotheke Medikamente

  • Maxim (Antibabypille)
    →Wichtig zu beachten: bei einem Jahr Reise benötigt man 14 Packungen, 12 reichen nicht fürs ganze Jahr! Franzi hat von ihrem Gynäkologen problemlos 3 Rezepte über 6 Monate bekommen.
  • Paracetamol 500mg
    →Super bei leichten Schmerzen und obendrein auch noch fiebersenkend, ein Muss in jeder Reiseapotheke!
  • Ibuprofen 600mg
    →Ibuprofen wirkt auch schmerzlindernd, im Gegensatz zu Paracetamol aber zusätzlich noch entzündungshemmend. Daher haben wir beide Schmerzmittel dabei. Bis 400mg gibt es Ibuprofen frei verkäuflich, ab 600mg ist ein Rezept vom Arzt erforderlich. Da kam Matthias‘ Handgelenkbruch doch noch gelegen um die Schmerztabletten einzuheimsen.
  • Betaisodona
    →Eine antiseptische Iod-Salbe in hässlichem Braun, die auf (entzündete) Wunden aufgetragen werden kann. Pluspunkt: Wir sparen uns die zusätzliche Desinfektion, weil Betaisodona auch desinfiziert.
  • Loperamid
    →Oft besser bekannt als Imodium akut, Loperamidhydrochlorid heißt der Wirkstoff. Bei Durchfall schnell wirksam, haben wir immer dabei.
  • Kohle-Compretten
    →Kommen ebenfalls bei Durchfall zur Anwendung. Unterschied zum Loperamid: wirken nicht ganz so schnell, dafür helfen sie bei der Ausscheidung giftiger Stoffe, beseitigen also eher die Ursache des Durchfalls während Loperamid nur die Symptome bekämpft.
  • Oralpädon (Elektrolyte)
    →um bei Durchfall den Verlust an Mineralstoffen (Salze) auszugleichen.
  • Probiotische Kapseln
    →Den Tipp haben wir von einem befreundeten Weltreisepaar erhalten, die in Indien und Nepal stark mit Magenbeschwerden zu kämpfen hatten. Probiotische Kapseln unterstützen die Darmaktivität durch die Bakterien, die in ihnen enthalten sind. Wir wollen unsere Mägen und Därme nicht gleich zu Beginn ruinieren und ihnen in Nepal und Indien eine tägliche Portion probiotischer Helfer zur Seite stellen. Die Enterobact-protect Kapseln haben wir vor der Reise einmal getestet und vertragen. Wir werden berichten, ob unser Plan aufgeht ;)
  • Malarone
    →zur prophylaktischen Einnahme sowie Akutbehandlung bei Malaria.
  • Lemocin
    →zur Bekämpfung von Halsschmerzen. Die Lutschtabletten schmecken ganz gut und betäuben nicht so sehr wie zum Beispiel Dolodobendan.
  • Gelomyrtol forte
    →ist unser Allheilmittel bei Erkältung. Wenn die Nase zu geht oder Husten sich festsetzt, werfen wir diese Eukalyptusbomben ein und schwups ist alles wieder frei!
  • Voltaren forte
    →zur Kühlung bei Schmerzen. Voltaren forte hat die doppelte Dosis an Wirkstoff, müssen wir also weniger davon mitnehmen ;) Bei starken Schmerzen werden wir vermutlich die Schmerztabletten nehmen. Aber nach Wanderungen oder bei schmerzenden Gelenken reicht bestimmt auch mal die Salbe.
  • Heparin
    →Zur Behandlung von Schwellungen und Blutergüssen, also wenn Franzi wieder irgendwo gegengelaufen ist…
  • Bepanthen Nasen- und Augensalbe
    →Kann man bei wunden Augen und oberflächlichen Hornhautverletzungen des Auges nutzen. Nur wegen der geringen Größe nehmen wir diese Salbe überhaupt mit.
  • Pflaster
    Blasenpflaster von Compeed in verschiedenen Größen. Die sind super, halten einige Tage und haben uns schon sehr geholfen.
    →normale Pflaster für Wunden in verschiedenen Größen. Wir haben die von Hansaplast, weil sie gut kleben.
    Hühneraugenpflaster bei Druckstellen oder offenen Blasen (haben wir wegen des Wanderns dabei)
  • Restavit (Schlaftabletten) 
    →Die haben wir uns in Australien kurz vor Abflug besorgt, um während des langen Rückflugs ein bisschen mehr Schlaf zu bekommen. Sind auch nur dafür gedacht und könnten wir vermutlich am ehesten weglassen.
  • Insektenspray*
    →Hier sollte man darauf achten, dass Deet im Insektenspray enthalten ist, weil das mehr Wumms hat gegen Mücken. Klar ist, dass wir mit unserer Ration nicht übers Jahr kommen sondern uns vor Ort immer wieder eindecken werden.

Wie bekomme ich die Medikamente?

Die meisten der von uns aufgelisteten Medikamente sind frei verkäuflich und ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Nur für die Antibabypille und Ibuprofen 600 benötigt man Rezepte vom Arzt. Für viele der von uns genannten Medikamente gibt es unendlich viele Alternativen oder auch Generika, die oft günstiger sind. Wir haben uns für die aufgelisteten entschieden, weil wir diese kannten und zuvor gut vertragen hatten.

Mit unseren Fragen (z.B. Imodium akut vs. Loperamid, was ist der Unterschied?) haben wir uns an einen Apotheker gewendet. Das würden wir auch immer empfehlen! Wir haben uns dort auch bzgl. der probiotischen Kapseln beraten lassen und Antworten auf unsere Fragen bekommen (Imodium akut und Loperamid haben den gleichen Wirkstoff, wirken also gleich). Die probiotischen Kapseln haben wir auf Rat der Tropenmediziner in Deutschland schon einmal getestet und gut vertragen. Größere Mengen davon haben wir dann in der Online-Apotheke bestellt. Zum Einen hatte die hiesige nicht genau die gleichen vorrätig, zum Anderen war es online deutlich günstiger.

Wie bekommen wir das alles platzsparend unter?

Da wir aufgrund unseres Handgepäcks nur 40l Packvolumen haben, ist das eine sehr wichtige Frage. Zunächst einmal haben wir uns von allen Verpackungen getrennt. Die Medikamente sind in Blistern eingepackt, auf denen auch die Namen noch einmal gedruckt sind, das reicht aus. Dann rationieren wir die Medikamente und nehmen nur begrenzt Tabletten oder Salbe mit. Überall auf der Welt gibt es eine ärztliche Versorgung und Apotheken. Uns geht es darum, 2-3 Tage mit unserem Vorrat überbrücken zu können. In der Zeit sollten wir es zu einer Apotheke oder zum Arzt schaffen. Auch die Salben haben wir rationiert. Hier hat uns der Apotheker unseres Vertrauens mit leeren Tuben ausgeholfen, super praktisch! So konnten wir unser Voltaren und Heparin von großen Tuben (100-200 ml) in kleine 35 und 5ml Tuben füllen. Richtig Platz gespart. Die Beipackzettel lassen wir ebenfalls zu Hause. Wir haben uns die notwendigen Informationen (Wirkstoff, Dosierung, Einnahme) notiert und können diese jederzeit digital nachlesen.

Weltreise Apotheke im Zip-Beutel

So schaffen wir es, dass wir diese Vielfalt an Medikation in einem 1l Ziplock-Beutel verstauen können :)

Surfen. Tauchen. Exotisches Essen verdrücken. Berge erklimmen. 24-Stunden-Busfahrten in überklimatisierten Bussen.

Eine Weltreise verspricht viel Neues und Abenteuer.

Surfen – Knochenbruch. Tauchen – Dekompressionskrankheit. Exotisches Essen verdrücken – Durchfall. Berge erklimmen – Höhenkrankheit. 24-Stunden-Busfahrten in überklimatisierten Bussen – Erkältung.

Eine Weltreise verspricht viele neue und abenteuerliche Gesundheitsrisiken.

Deshalb gehört zur Weltreiseplanung auch das leidige Thema Auslandskrankenversicherung. Es gibt definitiv Aspekte einer Weltreise, deren Organisation etwas mehr Spaß macht. Andererseits gibt es vermutlich wenig wirklich Wichtigeres zu klären. Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Aspekte zur Auslandskrankenversicherung auf einer Langzeit- oder Weltreise. Wir wollen dir eine Starthilfe geben, das Thema Krankenversicherung auf Reisen anzugehen. Dabei konzentrieren wir uns auf Themen, die für uns beim Planen der Weltreise relevant waren und bei denen wir nicht alle Informationen auf anderen Seiten oder Blogs finden konnten, sondern selbst recherchieren mussten. Dazu gehört vor allem, wie man als freiwillig Versicherter die Krankenkasse kündigt und welche Auslandskrankenversicherung wir warum gewählt haben. Hast du weitere Fragen? Dann schreib uns doch wie viele andere Leser einen Kommentar! Wir antworten dir gerne.

Das Wichtigste vorweg: Die typische Schmalspur-Reiseversicherung (die es für ’nen Zehner im Jahr gibt) reicht zwar für den Jahresurlaub, aber nicht für eine Langzeit- oder Weltreise über mehrere Monate oder Jahre. Du musst also eine vollwertige Auslandskrankenversicherung abschließen. Für den Umgang mit deiner bestehenden Krankenversicherung musst du auf die Unterschiede zwischen privat versichert, gesetzlich pflichtversichert und freiwillig gesetzlich versichert achten.

Günstige Auslandskrankenversicherung

Am Ende dieser Seite haben wir für dich verschiedene Krankenversicherungen verglichen. Wenn du es eilig hast, geht es hier zum Vergleich der Auslandskrankenversicherungen.

 

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung während einer Langzeitreise?

Nur wenn du vorhast, die Beiträge deiner deutschen Krankenversicherung während deiner Reise weiter zu zahlen (ohne dass du Leistungen in Anspruch nehmen kannst) und wenn du zusätzlich bereit bist, Medikamente und Behandlungskosten selbst zu tragen, kannst du hier mit ‚Nein‘ Antworten. Ein Pflaster kann man noch selbst zahlen, eine OP mit anschließendem medizinischen Rücktransport aus Neuseeland wollen wir weder erleben noch dafür einen Kredit aufnehmen müssen. Wir sprechen hier im Ernstfall von fünf- oder gar sechsstelligen Beträgen. Außerdem wollen wir uns von unserer Krankenkasse in Deutschland abmelden. Allein dafür ist eine vollwertige Auslandskrankenverischerung Pflicht. Deswegen schließen wir die Option, ohne Auslandskrankenversicherung zu reisen als abwegig aus, raten davon ab und beantworten die Frage mit einem eindeutigen: Ja.

Ich habe noch eine Reiseversicherung vom letzten Malleurlaub – reicht das nicht auch?

Achtung, diese Urlaubsversicherungen, auch Reiseversicherungen genannt, gelten typischerweise nur für Reisen bis maximal 8 Wochen. Wenn du deine Weltreise in mehrere kurze Trips aufteilen willst, die jeweils nur einige Wochen dauern und du immer wieder nach Deutschland kommst, mag das eine Lösung für dich sein. In dem Fall lies aber bitte genau die Versicherungsbedingungen. Für uns beißt sich das mit unserer Vorstellung einer Weltreise. Deswegen hier ein klares: Nein.

Was ist mit der deutschen Krankenversicherung während der Weltreise?

Zunächst einmal ist zu unterscheiden, ob du privat versichert, gesetzlich pflichtversichert oder freiwillig gesetzlich versichert bist. Seit 2007 besteht in Deutschland generell Krankenversicherungspflicht. Gesetzlich pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist zunächst jeder, der nicht versicherungsfrei eingestuft wurde und keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall hat. Versicherungsfrei sind unter anderem Selbstständige, bestimmte Berufsgruppen (Beamte, Richter) und Arbeiter und Angestellte mit regelmäßigem Jahresarbeitsentgelt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Wer versicherungsfrei ist, kann sich entweder bei einer Privaten Krankenversicherung (PKV) oder freiwillig in der gesetzlich Krankenversicherung versichern, letzteres nennt man dann freiwillig gesetzlich versichert. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, um mit der deutschen Krankenversicherung während der Weltreise umzugehen: weiterzahlen, eine Anwartschaft abschließen oder kündigen.

Krankenkassenbeiträge weiterzahlen

Das ergibt im Allgemeinen wenig Sinn, wenn man kein Geld verbrennen will. Als gesetzlich Versicherter sind im außereuropäischen Ausland keine Leistungen abrufbar. Während geplanter oder ungeplanter Zwischenstopps in Deutschland wäre man allerdings abgesichert, was leider nicht bei allen Auslandskrankenversicherungen der Fall ist. Ist einem diese Absicherung wichtig, ist es vermutlich trotzdem sinnvoller, direkt eine Reisekrankenversicherung zu wählen, welche Zwischenstopps in Deutschland mitversichert, und die Beiträge für die GKV zu sparen, indem man kündigt oder auf eine Anwartschaft umstellt.

Als privat Versicherter sollte man genau ins Kleingedruckte des Versicherungsvertrags schauen, denn ein möglicher weltweiter Versicherungsschutz gilt oft nur für einige Wochen. Hat man doch einen längeren Schutz, auf jeden Fall schriftlich bestätigen lassen, dass die Leistungen auch bei einem durchgängigen Aufenthalt von mehreren Monaten im Ausland erbracht werden. Aber vermutlich ist es auch hier vorteilhaft, die Versicherung zu kündigen oder auf Anwartschaft umzustellen, um sich die Beiträge der PKV zu sparen und eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Krankenkasse auf Anwartschaft umstellen

Stellt man die Krankenversicherung auf eine Anwartschaft um, so ist man weiterhin Mitglied der Krankenkasse. Man zahlt deutlich geringere Beiträge als die normalen Verischerungsbeiträge, hat allerdings keinen Anspruch auf Leistungen. Das ist ja auch okay, dafür schließt man dann ja die Auslandskrankenversicherung ab. In erster Linie hält man sich die Versicherung warm, um nach Rückkehr problemlos wieder (zu gleichen Bedingungen) in die Versicherung aufgenommen zu werden. Außerdem werden die Beiträge in die Pflegeversicherung weitergezahlt.

Der generelle Tenor auf gängigen Weltreiseseiten, -foren und -blogs, die wir durchforstet haben, scheint zu sein: für Pflichtversicherte überflüssig, für freiwillig Versicherte durchaus überlegenswert (siehe Update im nächsten Abschnitt) und für privat Versicherte oft sinnvoll. Wir wollen nicht alle Details nachkauen und verweisen exemplarisch auf einen guten Artikel zu diesem Thema, der sich mit den Vor- und Nachteilen der Anwartschaft beschäftigt. Wir (pflichtversichert und freiwillig gesetzlich versichert) haben keine Anwartschaften abgeschlossen und stattdessen unsere Mitgliedschaften gekündigt.

Update 2018: Anwartschaft bei freiwillig gesetzlich Versicherten

Es gibt einen Punkt den wir vor der Reise nicht abschließend klären konnten und der Matthias bei halsbrecherischen Busfahrten doch ab und zu an seiner Entscheidung hat zweifeln lassen. Es geht um die Gefahr, als freiwillig gesetzlich Versicherte mit verändertem Gesundheitszustand (krank) und nicht arbeitsfähig nach Deutschland zurück zu kommen. In diesem Fall muss einen die gesetzliche Krankenkasse nicht wieder aufnehmen oder kann die Leistungen bezogen auf die Krankheit ausschließen. Eine Versicherungspflicht durch Arbeitslosmeldung kann man auch nicht erreichen, da man ja arbeitsunfähig wäre. Und die Auslandskrankenversicherung wird ihre Leistungen wenige Wochen nach Rücktransport einstellen.

In diesem Fall hätte man vermutlich ein Problem. Und genau zu diesem Problem haben wir zahlreiche E-Mails von unseren Lesern bekommen. Deswegen hier nochmal unsere Lösung dazu (wir sind allerdings keine Rechts-Experten): Sollte dieser Fall wirklich eintreten, hilft in dieser Situation der Ausweg auf die privaten Versicherer. Diese sind nach  § 193 Versicherungsvertragsgesetz verpflichtet, alle Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind, im Basistarif aufzunehmen. Auch wenn man also todkrank zurück kommt, „dürfen weder Risikozuschläge erhoben noch Leistungsausschlüsse vereinbart werden“. Also alles knorke!? Nicht ganz. Denn eventuell wird es dann teurer. Denn der Beitrag im Basistarif der PKV darf so hoch sein wie der Höchstbetrag der GKV und damit jenseits von 600 Euro monatlich!

Zusammenfassend ist das einzige Risiko in diesem Spezialfall also deutlich mehr zu bezahlen als nötig. Aber man wird auf jeden Fall krankenversichert sein. Wir empfehlen dir, dieses Risiko gegen die Kosten der Anwartschaftversicherung für die gesamte Langzeitreise abzuwägen. Für uns war die Weltreise auch eine Übung darin, sich ein wenig dem urdeutschen Sicherheitswahn zu entledigen. Bei Matthias ging alles gut und wir haben so 700 Euro gespart.

Krankenkasse kündigen

Hast du dich dazu entschieden, keine Anwartschaftsbeiträge während der Reise zahlen zu wollen, kannst du deine Mitgliedschaft in der Krankenkasse beenden. Auf Grund von Themen wie Statuserhalt und Vermeidung einer erneuten Gesundheitsprüfung wird oft empfohlen die PKV nicht zu kündigen. Deswegen (und weil wir die Details für Privatversicherte nicht genau kennen) bezieht sich dieser Abschnitt nur auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Aber wie kann ich die gesetzliche Versicherung kündigen – es besteht doch Versicherungspflicht!? Ja, das stimmt. Allerdings nur, wenn kein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall besteht. Und genau diesen anderweitigen Anspruch kann man sich besorgen, indem man eine vollwertige Auslandskrankenversicherung abschließt und sich dann ins Ausland begibt.

Krankenkasse kündigen: Pflichtversicherte

Als Pflichtversicherter ist das Vorgehen ganz einfach: Als erstes schließt man eine Auslandskrankenversicherung ab. Dann kündigt man schriftlich zum Datum des Reisestarts seine Krankenversicherung und schickt eine Kopie der Versicherungspolice der Auslandskrankenkasse mit, sowie die Kopie des Flugtickets ins erste Land der Weltreise. Wir empfehlen vorher bei seiner Krankenkasse anzurufen, um das Vorgehen nochmal zu besprechen. Bei der Techniker Krankenkasse lief alles glatt und das Telefonat hat auch nur 5 Minuten gedauert.

Allerdings haben wir auch schon gehört, dass sich Krankenkassen quer stellen. Hier hilft es, die rechtliche Lage zu kennen und etwas Munition für die Diskussion mit der Krankenkasse zu haben. Dazu möchten wir dir dieses Dokument mit an die Hand geben. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat sich schon auf einer Fachtagung 2009 mit der Problematik befasst. Das Ergebnis: 

Wenn die Auslandskrankenversicherung für mehr als 42 Tage abgeschlossen wurde und die Leistungen denen der gesetzlichen Krankenversicherungen entsprechen, gilt das als anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall und du kannst die gesetzliche Krankenversicherung kündigen.

Und wer zahlt die Beiträge für die Zeit zwischen letztem Arbeitstag und Abflugdatum? Gute Frage. Auch hier ist es als Pflichtversicherter einfach. Es gibt eine sogenannte Nachversicherungspflicht. Deine Krankenkasse muss einen Monat lang weiter Leistungen erbringen, ohne dass du Beiträge zahlen musst. Wenn du also nicht mehr als einen Monat zwischen Jobende und Reisebeginn einbaust, zahlst du nichts. Danach würde das Arbeitsamt zahlen, sofern du dich arbeitslos gemeldet hast.

Krankenkasse kündigen: Das Problem freiwillig Versicherter

Als freiwillig Versicherter ist die Sache etwas komplizierter, aber trotzdem machbar. Das Recht, zu kündigen, besteht unter den gleichen Bedingungen wie bei Pflichtversicherten. Was ist dann der Unterschied? Der Unterschied ist, dass man als freiwillig Versicherter eine zweimonatige Kündigungsfrist einhalten muss. Das bedeutet zunächst einmal, dass man die Sache rechtzeitig in die Hand nehmen sollte. Die eigentliche Problematik entsteht aber dadurch, dass man nur zum Monatsende kündigen kann. Das beißt sich aber damit, dass die Weltreise nicht am ersten Tag eines Montags beginnen kann, da man noch mindestens einen Tag arbeitslos gemeldet sein muss, um den Arbeitslosengeldanspruch für vier Jahre zu sichern.

Was ist dann mit den Tagen zwischen Monatsende (Kündigungstermin) und Abflugdatum? Na klar! Die Nachversicherungspflicht … Pustekuchen! Die gibt es für freiwillig Versicherte nicht. Na dann wird sicher das Arbeitsamt die Beiträge zahlen, man ist ja dann offiziell arbeitslos… und wieder Pustekuchen! Denn wenn man eine Sperrfrist wegen Eigenkündigung bekommt, zahlt das Arbeitsamt erst im zweiten Monat. Warum? Weil man ja „normalerweise“ die Nachversicherungspflicht seiner Krankenkasse genießt oder keine Sperrfrist hat. Diese Kombination scheint irgendwie nicht vorgesehen. Na toll. Dann riskiert man es einfach und ist ein paar Tage nicht versichert. Das verstößt dann aber gegen die Versicherungspflicht und damit kann der Vertrag erst gar nicht beendet werden. Also, was tun?

Die Mitarbeiter von Matthias‘ Krankenkasse konnten es selbst auch nicht sagen und die Recherche in Weltreiseforen ergab auch nur die Lösung: einen ganzen Monat lang selbst die Beiträge zahlen. Und das für nur sechs Tage Leistungsanspruch? Das konnte nicht die Lösung sein. Und in der Tat – es geht eleganter. Wieder hilft die Niederschrift der Tagung des Spitzenverbandes der Krankenkassen aus 2009. Dort steht: „sofern bereits während der Kündigungsfrist der Auslandsaufenthalt beginnt, kann für die Zeit bis zur Beendigung der Mitgliedschaft … eine sog. beitragsrechtliche Anwartschaftsversicherung abgeschlossen werden“.

Krankenkasse kündigen: Die Lösung für freiwillig Versicherte

Und mit diesem Wissen ist dann das Vorgehen als freiwillig Versicherter auch recht einfach:

  • Erstens: Mit zweimonatiger Kündigungsfrist zum Monatsende des Abflugmonats(!) kündigen.
  • Zweitens: Für die Zeit zwischen Arbeitsende und Abflugdatum beantragen, nur den Mindestbeitrag zu zahlen (da kein Arbeitsverhältnis mehr besteht und man kein Einkommen hat).
  • Drittens: Für die Zeit zwischen Abflug und Monatsende eine Anwartschaft beantragen. Damit kommt man am günstigsten weg und ist trotzdem durchgängig versichert.

In unserem Fall (Abflug am 07.10.) hat Matthias sechs Tage anteilig den Mindestbeitrag gezahlt und für 23 Tage anteilig die Anwartschaftsgebühr. Insgesamt waren das 77€. Schritt eins bis drei können natürlich direkt in einem Schrieb an die Krankenkasse formuliert werden. Am Besten gleich die Niederschrift der Tagung mitschicken und sich darauf berufen. Wir empfehlen, direkt ein SEPA Mandat für die Einmalzahlung in diesem „Spezialmonat“ mitzuschicken, dann muss man sich nicht mehr während der Reise kümmern, wenn die Rechnung eintrudelt. Die kommt nämlich erst am Monatsende, und dann ist man ja schon unterwegs :)

Wichtige Aspekte einer Auslandskrankenversicherung

Worauf muss bei der Wahl einer Auslandskrankenversicherung geachtet werden? Auf vieles. Und jeder legt auf andere Punkte wert. Hier folgt die Liste der Punkte, die uns wichtig waren.

Versicherungsdauer – kann ich meine Weltreise spontan verlängern?

Die Versicherung sollte natürlich die komplette Zeit der Weltreise abdecken. Einige Versicherer haben unterschiedliche Tarife, je nachdem ob die Versicherung bis höchstens ein Jahr gilt oder für mehrere Jahre. Wenn die Reisedauer noch nicht genau feststeht, solltest du genau hinschauen, ob die Versicherung sich von unterwegs verlängern lässt und wie hoch die Maximallaufzeit ist. Es gibt auch Reiseversicherungen, die man von unterwegs abschließen kann. Man kann sich also auch einen Versicherungscocktail mixen, wenn man doch länger reisen möchte als geplant und die erstgewählte Auslandskrankenversicherung nicht (mehr) verlängerbar ist. Generell zahlt man aber für Flexibilität drauf. Weißt du schon von Beginn an, wie lange du reisen wirst, ist das ein Vorteil.

Wann und wo muss und kann ich die Auslandskrankenversicherung abschließen?

Auch hier unterscheiden sich die verschiedenen Tarife. Es gibt Versicherungen, die kann man nur vor Reisebeginn abschließen. Das geht dann schon einige Monate vor Reiseantritt, was wichtig ist, wenn man seine freiwillige Krankenversicherung fristgerecht kündigen will. Denn dafür braucht man bereits die Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung. Für ganz spontane Pflichtversicherte oder Anwartschaftszahler kann man noch bis einige Tage vor Reiseantritt die Versicherung abschließen. Zu empfehlen ist das für eine entspannte Vorbereitung auf die Weltreise vermutlich nicht.

Länderbeschränkungen – bin ich in allen Ländern meiner Weltreise versichert?

Das kommt drauf an. Es gibt Versicherungstarife, die (längere) Aufenthalte in Ländern mit statistisch hohen Behandlungskosten (typischerweise USA und Kanada, manchmal auch Mexiko) nicht versichern. Dafür sind diese Reiseversicherungen oft günstiger als solche, die weltweiten Schutz bieten. Auch hier hilft es, zu wissen wohin man reisen möchte. Spontaneität kommt einen eventuell wieder teurer. Es gibt also drei Möglichkeiten:

  1. Die Versicherung nach der Route auswählen,
  2. die Route nach der Versicherung auswählen oder
  3. bei spontanem Besuch in den ausgeschlossenen Ländern eine andere Versicherung von unterwegs (dazu) abschließen.

Schutz in Deutschland während der Langzeitreise

Dieser Punkt ist besonders dann wichtig, wenn du deine Krankenkasse in Deutschland gekündigt oder auf Anwartschaft umgestellt hast. Denn dann hast du durch deine deutsche Krankenkasse keinen Leistungsanspruch für kurze Aufenthalte. Du möchtest ja nicht für eine Woche wieder vollzahlendes Mitglied werden, nur um dann wieder zu kündigen (was mit Kündigungsfristen auch nicht so schnell gehen wird). Planst du während deiner Weltreise Stopps in Deutschland, dann solltest du eine entsprechende Auslandskrankenversicherung wählen. Denn leider versichert nicht jede diese Zwischenaufenthalte in Deutschland mit.

Selbstbeteiligung – zahlt die Auslandskrankenversicherung alles?

Die Selbstbeteiligung ist ein beliebtes Mittel, die regelmäßigen Kosten einer Versicherung zu senken. Allerdings steigen dann die Kosten im Krankheitsfall, denn man zahlt bis zu einem festgelegten Betrag für jeden Krankheitsfall seine Medikamente und Behandlungen selbst. Erst wenn dieser Betrag überschritten wird, springt die Auslandskrankenversicherung ein. Hier muss man also abwägen zwischen laufenden Kosten und zu erwartenden Kosten durch Krankheiten. Gönnt man sich auf einer Weltreise nur einmal eine Behandlung, dafür aber gleich dick mit OP und Rücktransport nach Deutschland ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll. Wir gehen allerdings davon aus, eher hier und da Kleinigkeiten und Wehwehchen mit entsprechend geringen Medikamenten- und Behandlungskosten zu haben. Daher haben wir eine Auslandskrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung gewählt.

Medizinischer Rücktransport

Ganz wichtig, denn das kann richtig teuer werden. Wenn du im Ernstfall nach Deutschland transportiert werden musst, sprechen wir schnell von fünf- oder gar sechsstelligen Beträgen. Das will man nicht, deswegen hier genau hinschauen. Du solltest darauf achten, das ein Rücktransport auch versichert ist, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Nicht nur, wenn er medizinisch notwendig ist. Die Klinik in Timbuktu kann deinen Schädelbruch auch operieren? Super, kein medizinischer Rücktransport notwendig. Sinnvoll wäre es aber vielleicht doch, sowas zu Hause reparieren zu lassen, oder?

Und was ist mit den Zähnen?

Hier kann man kaum die gleichen Leistungen wie in Deutschland erwarten oder bekommen. Erst recht nicht, wenn du in Deutschland privat versichert bist oder eine Zusatzversicherung hast. Deswegen vor der Reise nochmal alles ordentlich in Deutschland warten lassen und während der Reise fleißig putzen. Allerdings sollte deine Auslandskrankenversicherung auf jeden Fall schmerzstillende Zahnbehandlung und einfache Füllungen erstatten, außerdem Reparaturen und Zahnersatz bei Unfällen.

Der Preis – was kostet eine Auslandskrankenversicherung für eine Langzeitreise?

Selbstverständlich ein wichtiger Entscheidungspunkt. Die Beiträge variieren teilweise stark, je nach Versicherungsdauer, Leistungsumfang, Selbstbeteiligung, versicherter Länder und auch je nach Alter (ab 39 hat man offenbar schlagartig ein größeres Risiko, krank zu werden). Hier gilt es sein persönliches Optimum zwischen Preis und Leistung zu finden. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir im nächsten Abschnitt unseren Vergleich der besten Auslandskrankenversicherungen aufgelistet. Die Versicherungen, die wir uns angeschaut haben gehen bei etwa 30€ pro Monat los und enden bei knapp 180€. Wir haben eine für etwa 34€ pro Monat* gewählt.

Günstige Auslandskrankenversicherung: Ein Vergleich

Welche Auslandskrankenversicherungen gibt es?

Eine ganze Menge. Wir haben uns folgende Alternativen genauer angeschaut. Die Langzeit-Auslandskrankenversicherung 365 der Hanse Merkur*, des ADAC, Travel Secure und von STA Travel. Für spontane Verlängerungen von unterwegs bieten sich Care Concept oder World Nomads an. Wenn du so geil drauf bist dass du mehrere Jahre reist, guck dir die  Hanse Merkur Versicherung für fünf Jahre* an.

Weil uns viele Leser darum gebeten haben, werden wir in den nächsten Tagen einen genauen Vergleich der Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter ausarbeiten und hier veröffentlichen. Also schau nochmal vorbei! Wenn die Rahmenbedingungen deiner Langzeitreise ähnlich sind wie bei unserer Weltreise, dann lies den nächsten Abschnitt. Da haben wir eine klare Empfehlung für dich!

Für welche Krankenversicherung haben wir uns entschieden?

Unsere Situation war vor der Weltreise die folgende:

  • Wir wollen ein Jahr reisen. Vielleicht länger.
  • Wir haben keine feste Route, Nordamerika wird aber kein Schwerpunkt werden.
  • Wir planen keine Zwischenstopps in Deutschland.
  • Unsere heimischen Krankenversicherungen haben wir gekündigt.
  • Wir sind jünger als 39 Jahre.

Wir haben uns für die Langzeit-Auslandskrankenversicherung 365 der Hanse Merkur* entschieden und diese für die maximale Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen.

Ausschlaggebend waren für uns waren folgende Faktoren:

  • Viele Weltreisende berichten von positiven Erfahrungen mit diesem Anbieter
  • Keine Selbstbeteiligung
  • Medizinisch sinnvoller Rücktransport ist versichert
  • Kosten von nur 1,15€ pro Tag*, da wir den Tarif ohne USA und Kanda gewählt haben.

Hier ein Tipp, den wir bisher nirgends gelesen haben: Wenn man den Versicherungsvertrag für mindestens 6 Monate abschließt, sind Aufenthalte in den USA und Kanada doch möglich. Und zwar für 14 Tage. Das reicht uns, um unsere Route spontan auch über Nordamerika leiten zu können.

Noch Fragen?

Wir haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen verfasst, rechtliche Genauigkeit und vor allem Vollständigkeit garantieren wir nicht. Unbedingt selbst in die Versicherungsbedingungen schauen! Hast du noch Fragen, Anregungen oder Korrekturen? Dann lass es uns bitte per Kommentar oder eMail wissen.

Hier ein Tipp, den wir bisher nirgends gelesen haben: Wenn man den Versicherungsvertrag für mindestens 6 Monate abschließt, sind Aufenthalte in den USA und Kanada doch möglich. Und zwar für 14 Tage. Das reicht uns, um unsere Route spontan auch über Nordamerika leiten zu können.

Wir beantworten gerne deine Fragen und ergänzen oder korrigieren dann diese Übersicht entsprechend. damit auch alle zukünftigen Leser was von deinen Anregungen haben.

Und wenn du uns einen Gefallen tun willst, teile diesen Beitrag oder unseren Reiseblog mit deinen Freunden und Reisebegeisterten. Danke!

 

Ein weiterer wichtiger Punkt auf unserer To-Do-Liste für die Reisevorbereitung waren die Impfungen. Auf anderen Blogs hatten wir gelesen, dass man sich so ca. 6 Monate vor Reiseantritt mal darum kümmern sollte. Da unsere Entscheidung für die Reise etwas spontaner fiel, mussten es bei uns 5 Monate tun.

Hausarzt oder Tropeninstitut?

Zunächst ist die Frage: Welche Impfungen sind notwendig? Das ist natürlich ohne klare Route auch wenig klar zu beantworten. Daher wandten wir uns vertrauensvoll an das nächste Tropeninstitut. Du kannst viele Impfungen auch beim Hausarzt bekommen. Wir haben uns aber für die Fachmänner vom Tropeninstitut entschieden, da wir definitiv eine Gelbfieberimpfung benötigten (Pflicht in den meisten Ländern Südamerikas) und diese nur bei Tropenmedizinern gegeben werden kann. Hier findest du eine Übersicht über Tropenmediziner und Tropeninstitute in deiner Nähe.

Wir sind zum Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg gegangen und haben uns dort sehr gut beraten gefühlt. Wir waren insgesamt zu drei Terminen da, wobei wir beim ersten Termin sowohl beraten als auch geimpft wurden. Hier ein kleiner Tipp: geh nicht an einem Brückentag-Freitag, und vor allem nicht wenn das der Beratungstermin ist. Wir haben ganze 5 Stunden gewartet. Bei den zwei weiteren Impfterminen ging dann alles zügig.

Vorteile einer Impfung im Tropeninstitut:

  • Die Ärzte sind spezialisiert. Der Doc wurde, während er unsere Spritzen aufzog, von einer externen Klinik angerufen, die seine Expertise zur Malariabehandlung anzapfte. Wir waren uns sicher: Fachmann :)
  • Die Impfstoffe sind alle vorhanden (kein umständliches Besorgen in der Apotheke)
  • Die Impfungen werden aufeinander abgestimmt. Das war besonders in Matthias Fall auch echt gut (O-Ton Tropen-Doc: „Sie stellen mich echt vor eine Herausforderung“), da bei ihm selbst so banale Sachen wie Mumps, Masern und Röteln noch mal geimpft werden mussten. Auch wurden die Lebend-Impfungen, nach denen eine Woche kein Alkohol und Sport angesagt ist, auf unsere Hochzeitseinladung und sonstige private Rahmenbedingungen abgestimmt.

Diese Impfungen haben wir bekommen

Impfungen Weltreise Tropeninstitut Hamburg

  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Hepatitis A und B
  • Gelbfieber
  • Typhus
  • Tetanus
  • Mumps, Masern, Röteln (Matthias)

Nebenwirkungen der Impfungen

Kann es geben.. hatten wir nicht. Also wenn man eine leichte Rötung und Schwellung des gepiksten Armes nicht zählt. Es ist aber zu beachten, dass bei Lebend-Impfungen (bei denen der lebende Virus geimpft wird, der Körper danach also ordentlich dagegen ankämpfen muss) für eine Woche Sport und Alkohol flach fallen. Zu den Lebend-Impfungen gehören u.a. Gelbfieber und Mumps, Masern, Röteln.

Kostenübernahme von Impfungen

Zunächst einmal musst du die Kosten für Beratung, Impfstoff und Impfung selbst tragen und in Vorleistung gehen. Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen häufig als freiwillige Zusatzleistung übernommen. Dafür müssen die Rechnungen im Original eingereicht werden. Bei uns klappte das reibungslos. Beide Krankenkassen (Techniker und BKK pronova) übernahmen die kompletten Kosten. Noch dazu hatten sie uns das Geld innerhalb von einer Woche nach Einreichen der Rechnung schon wieder überwiesen. Insgesamt sind uns (bzw. unseren Krankenkassen) 1260€ an Impfkosten entstanden, also ein ordentlicher Batzen Geld. Wer seine Reise langfristiger plant als wir, sollte sich rechtzeitig erkundigen, was die Krankenkasse an Impfkosten übernimmt und gegebenenfalls noch wechseln. Auf den Internetseiten der Krankenkassen ist oft auch genau angegeben, welche Impfungen übernommen werden.