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Die japanische Küche gilt als eine der besten der Welt und unterscheidet sich doch deutlich von allem, was wir so kennen. Weil wir viel ausprobiert haben, wollen wir diesem Thema einen eigenen Beitrag widmen. Taucht ein mit uns in die japanischen Kochtöpfe!

Essen gehen in Japan

Generell ist Essen gehen in Japan teurer als in Deutschland. In günstigen Restaurants kosten Hauptgerichte zwischen 12 und 25€. Dafür schmeckt es aber auch immer und überall, selbst die günstigen Varianten! Von Freunden hatten wir den Tipp bekommen, gute Restaurants lieber mittags zu besuchen, da es dann häufig günstigere Menüs gibt. Diesen Tipp können wir nur bestätigen.

Die erste Hürde in den Restaurants ist häufig die Speisekarte. Wenn es die nämlich nur mit japanischen Schriftzeichen gibt, wird die Essenswahl zur Glückslotterie. In vielen Restaurants gibt es daher bebilderte Karten, die bei der Wahl helfen. Etwas ganz Spezielles, was wir nirgendwo sonst so vorgefunden haben, waren die Schaufenster der japanischen Restaurants. Häufig werden dort nämlich die Gerichte in einer Plastikvariante zur Schau gestellt. Du kannst dir also schon vorher überlegen, welches Plastikgericht dich anspricht.

Japan Essen Speisekarte

In japanischen Restaurants ist es unüblich Trinkgeld zu geben. Angeblich kann es sogar passieren, dass dir ein Kellner hinterherrennt, um dir das Wechselgeld zu bringen. Dafür ist die Steuer (8%) manchmal im Preis enthalten und mal nicht. Das wird aber immer in der Karte angegeben. Der Bezahlvorgang läuft häufig so ab, dass die Rechnung schon mit dem Essen mitgeliefert wird und dann an einer separaten Kasse in der Nähe des Ausgangs bezahlt wird. Wie so vieles in Japan ist auch das Bezahlen sehr effizient.

Sushi

Das Essen, das vermutlich jeder mit Japan verbindet, ist Sushi. Franzi ist großer Fan und Matthias eher zurückhaltend was den rohen Fisch angeht. Dennoch wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, in Japan Sushi zu essen. In Tokio haben wir uns im Itamae Sushi eine Sushiplatte geteilt und die Sachen waren wirklich köstlich.

Japan Essen Sushi Platte

Der Laden ist vor allem für seinen tollen Thunfisch bekannt, sodass wir uns zusätzlich auch eine Thunfisch-Avocado-Kombination bestellten. Und die war so gut, dass es als Nachtisch noch eine gab. Auch als wenig bewanderte Thunfischesser konnten wir die Qualität des Fisches schmecken.

Japan Essen Thunfisch und Avocado

Für das frischeste und vermutlich auch beste Sushi in Japan sind wir zum Tsukiji Fischmarkt gegangen. Dort wird jeden Morgen der in der Nacht gefangene Fisch verkauft und es gibt einige kleine Sushi-Restaurants, die diesen direkt zu den köstlichsten Kunstwerken verarbeiten. Wir sind eher durch Zufall im Daiwa gelandet, das aber anscheinend das beste Sushi-Restaurant am Tsukiji Fischmarkt ist. In der Regel gibt es keine Karte, sondern man bestellt ein Menü. Wir haben also die Chef’s Choice bestellt und das bekommen, was der Sushichef heute so auf dem Fischmarkt gekauft hat. So kamen wir unter anderem in den Genuss eines Seeigel-Nigiris. Eine Erfahrung der ganz anderen Art ;)

Japan Essen Sushi

Udonnudeln

Nudeln sind in Japan nicht gleich Nudeln und eine ganz neue Form lernten wir schon zu Beginn unserer Reise kennen: die Udonnudeln. Diese sehr dicken Nudeln sind oft ewig lang und können kalt oder warm gegessen werden. Sie sind entweder schon in der Suppe mit drin oder werden zur Suppe serviert und können dann hineingetunkt werden. Und sicher gibt es noch tausend andere Arten, diese Nudeln zu essen.

Japan Essen Udon

Ramen

Gleich an unserem ersten Tag in Tokio wurden wir darüber aufgeklärt, dass Ramen ein chinesisches Gericht sei. Auch wenn dem so ist, wird es in Japan häufig und in verschiedenen Variationen angeboten. Fast überall finden sich kleine Ramen-Restaurants. In der Regel kannst du dir aussuchen, ob du die Ramen in einer Hühner-, Rinder- oder Fischbrühe essen möchtest. Bei den Beilagen hast du auch Wahlmöglichkeiten und kannst so immer wieder neue Varianten probieren. Die Ramen-Restaurants waren für uns eine günstige Alternative zum sonst oft teuren Essen.

Eine Besonderheit im Hauptbahnhof in Tokio ist die sogenannte Ramen Street. Hier tummeln sich ungefähr zehn Ramen Restaurants nebeneinander und mittags musst du hier auch mal länger anstehen. Der Clou: Bestellt wird vor dem Restaurant an einem Automaten. Hier suchst du dir aus, welche Art der Brühe, Nudeln und sonstigen Zutaten du gerne hättest, bestellst noch ein Getränk und bezahlst direkt am Automaten. Dann erhältst du Wertbons, die du beim Betreten des Restaurants dem Platzzuweiser gibst. In der Regel hast du schon nach wenigen Minuten eine große dampfende Suppenschüssel vor dir stehen.

Japan Essen Ramen

Sukiyaki

In Kyoto sind wir durch Zufall in einem kleinen Restaurant gelandet, das sich auf Sukiyaki spezialisiert hatte. Wir bestellten übers iPad eine große Portion mit Lamm und waren gespannt, was uns nun erwarten würde. Zunächst wurden wir beide mit Schürzen versehen, diesen Service könnten wir öfter gebrauchen! Dann wurde der Kochtopf vor uns aufgebaut und darin jede Menge Essen getürmt. In Sojasauce brutzelten das Gemüse, die Sojasprossen und oben drauf garte das Lamm vor sich hin. Während wir dem ganzen Spektakel zusahen, lief uns schon das Wasser im Mund zusammen. Wir konnten es kaum erwarten, uns große Portionen auf den Teller zu tun. Laut Wikipedia ist Sukiyaki ein Eintopfgericht, wir hätten es eher als Grillvariante beschrieben. Aber egal, in welche Schublade es gesteckt wird – geschmeckt hat es hervorragend! Natürlich kannst du das alles auch mit anderen Fleischsorten oder vegetarisch bekommen. Du solltest es auf jeden Fall mal ausprobieren!

Japan Essen Sukiyaki

Nabe (Hot Pot)

Nabe wird im englischen oft Hot Pot genannt und ist ein bisschen wie eine japanische Art des Fondues. Hier wird in einer Brühe verschiedenes Gemüse oder Fleisch gegart. Es gibt unterschiedliche Formen des Nabe und die wohl bekannteste ist Shabu Shabu. Dabei werden dünne Rindfleischscheiben in einer Brühe mit Tofu, Pilzen und Gemüse gegart. Wir haben die Shabu Shabu Variante in unserem traditionellen Ryokan in Kinosakionsen ausprobiert und fanden es genial!

Japan Essen Nabe

Kobe Beef

Das weltberühmte Rindfleisch stammt von den in der Region um Kobe aufgezogenen Rindern und kann natürlich in Japan gegessen werden. Wir haben uns dafür ein Restaurant in Kobe selbst ausgesucht und mittags ein Menü gegessen. Wenn du mehr von dieser unfassbar leckeren Erfahrung lesen (und sehen) möchtest, kannst du das in unserem Beitrag zu Kobe nachlesen. Für alle anderen hier die Kurzform: es war saulecker! :)

Märkte

Fast jede japanische Stadt hat einen eigenen Markt, auf dem oft frisch zubereitetes Essen angeboten wird. Wir sind in Kyoto über den Nishiki Market geschlendert und haben uns durch die verschiedensten Stände probiert. Unser Highlight waren die Garnelenspieße. Allein die Auswahl an Essen hat uns begeistert und so haben wir viel mehr probiert, als unser Magen eigentlich zuließ. Beim Bummeln über japanische Märkte wirst du immer wieder Neues entdecken, sodass sich jeder Gang lohnt!

Kyoto Nishiki Markt

Kaufhäuser

In den Großstädten solltest du unbedingt auch in die Essensabteilungen der Kaufhäuser gehen. Meistens befinden die sich im Untergeschoss verteilt auf ein bis zwei Etagen. Hier findest du eine riesige Auswahl an Bentoboxen, Bäckereien und vor allem die herrlichsten Desserts überhaupt. Die detailverliebten Japaner verstehen es besonders gut, ihre süßen Köstlichkeiten zu präsentieren. Wir waren immer wieder überwältigt von den kleinen Kunstwerken und haben selten eine Dessertabteilung verlassen, ohne etwas zu kaufen.

Japan Essen Süßes

Matcha in allen Variationen

Matcha ist ein japanisches Wort, das übersetzt „gemahlener Tee“ bedeutet. In der Regel ist es gemahlener grüner Tee, der den so eigenen Matcha-Geschmack ausmacht. In Japan gibt es richtig viele Lebensmittel mit Matcha-Geschmack und wir haben die verschiedensten ausprobiert. Unser haushoher Favorit war dabei das Softeis mit der Kombi Vanille-Matcha. Zum Einen, weil das Softeis in Japan einfach genial war und zum Anderen, weil das pure Matcha uns nicht vom Hocker gehauen hat. Wir haben auch KitKat in der Matcha-Variante probiert, das konnte uns aber nicht so überzeugen.

Japan Essen Match

Bei uns ging die Liebe definitiv auch durch den Magen und die sensationelle Küche in Japan hat unsere Begeisterung für das Land nur noch verstärkt. Nach vielen Monaten in Ländern mit nicht ganz unbedenklicher Hygiene war es auch eine Wohltat, Leitungswasser zu trinken und ohne schlechtes Gewissen Street Food zu essen. Natürlich gab es bei der vielen Auswahl auch mal Dinge, die für uns eher befremdlich waren. Gerade die fermentierten Lebensmittel haben es uns weniger angetan. Insgesamt war Japan aber ein absolutes Essensparadies!

Hast du dich auch schon einmal quer durch die japanische Küche gefuttert? Haben wir eine wichtige Spezialität vergessen? Dann schreib es uns gerne in die Kommentare.

Hast du schon einmal vom Kobe Rind gehört? Diese Tiere sind weltberühmt und ihr Fleisch wird zu astronomischen Preisen verkauft. Für uns lag Kobe auf dem Weg von Kyoto nach Himeji und daher legten wir hier einen Zwischenstopp ein, um uns selbst zu überzeugen, was da so dran ist. Die Vegetarier unter euch überspringen diesen Artikel vielleicht lieber ;)

Anfahrt von Kyoto nach Kobe

Von Kyoto und auch Osaka aus kannst du Kobe im Rahmen eines Tagestrips besuchen. Von Kyoto aus fuhren wir eine knappe Stunde, von Osaka sind es nur 30 Minuten. Der JR Special Rapid Service for Himeji fährt durch und die Fahrt kostet von Kyoto aus 1080¥ (8€) pro Person. Mit dem Japan Rail Pass kannst du diese Strecke kostenlos fahren.

Unsere Unterkunft in Kobe

Da wir unsere Reise möglichst entspannt gestalten wollten, übernachteten wir in Kobe eine Nacht im Yume Nomad Hostel*. Hier zahlten wir für ein Bett im 8er Schlafsaal 18€ und hatten damit die günstigste Unterkunft unserer Japanreise. Allerdings konnten wir mit einem Hardcore-Schnarcher und einem Beißschienen-Schieber in der Nacht auch nicht gut schlafen. Das Hostel hat eine ganz gut ausgestattete Küche und einen schönen Gemeinschaftsbereich. Toilette und Bad waren die einfachsten der Reise. Für eine Nacht war das für uns aushaltbar.

Auf der Suche nach dem besten Steak der Welt

Schon vorher hatten wir uns dazu entschieden, das Kobe Beef mittags zu essen, weil die Preise dann oft etwas geringer sind als am Abend. Bei TripAdvisor und auf verschiedenen Blogs hatten wir uns über Restaurants in Kobe informiert und dann das Mouriya angesteuert. Da hier kein Tisch mehr frei war, wurden wir in das Mouriya Lin geführt. Dieses gehört wohl dazu, liegt nur 50 Meter vom Mouriya entfernt und hatte zwei Plätze für uns frei.

Wir nahmen an einer Art Theke Platz und konnten nun auswählen, welches Tier und welchen Teil davon wir essen wollen. Das Kobe Rind ist eine Art des Wagyu Rind, das speziell gezüchtet wird. Wegen der aufwendigen Züchtung ist es auch das teuerste Rindfleisch der Welt. Es gibt sogar Geschichten, dass die Rinder regelmäßig massiert werden! Aufgrund der exorbitanten Preise entschieden wir uns für ein Rumpsteak des Kobe und ein Sirloin des Wagyu Rindes.

Im Preis enthalten sind ein Salat, Reis oder Brot, gegrilltes Gemüse, eine Suppe und entweder Kaffee oder Tee. Das gegrillte Gemüse und das Steak wurden direkt vor unserer Nase von unserem persönlichen Grillmeister zubereitet. In mundgerechten Stücken bekamen wir das zarte Steak dann auf den Teller gelegt und konnten es mit verschiedenen Dips, Salz, Pfeffer und Wasabi noch nachwürzen. Die Kombination mit Wasabi war hier unser absoluter Favorit!

Kobe Beef und Beilagen

Das Kobe Beef war wirklich ausgezeichnet! Wir waren völlig begeistert. Das Wagyu Steak war viel durchzogener, schmeckte uns aber ebenfalls hervorragend. Selbst das gegrillte Gemüse war so liebevoll zubereitet, dass wir gar nicht mehr aufhören wollten zu essen. Hier haben wir übrigens auch das erste Mal ein Steak mit Stäbchen gegessen :D

Lohnt sich ein Kobe Steak in Kobe?

Absolut! Da wir auch sonst gerne mal ein Steak essen, wollten wir dieses ausgezeichnete Fleisch unbedingt mal probieren und wurden nicht enttäuscht. Es schmeckte hervorragend und war seinen Preis absolut wert. Wir haben zu zweit mit den ganzen Beilagen 110€ dafür bezahlt und würden es immer wieder tun. Lecker!

In drei Tagen haben wir Japans Megametropole erkundet und haben überrascht festgestellt: Tokio gefällt uns richtig gut! Die Stadt war trotz ihrer Größe gar nicht anstrengend, einfach zu besichtigen und hatte an jeder Ecke Interessantes zu bieten. Hier erzählen wir dir, was wir alles erlebt und uns angesehen haben.

Vom Narita Flughafen in die Innenstadt nach Tokio

Die meisten internationalen Flüge starten und landen auf dem Narita Flughafen, der 70 Kilometer außerhalb von Tokio liegt. Vom näher gelegenen Haneda Flughafen gelangt man schneller in die Innenstadt, er wird aber nicht so häufig angeflogen. Wir erreichten den Narita Airport von Bali aus nach einem schlaflosen Nachtflug mit Air Asia am frühen Morgen und wollten uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unserem Hotel durchschlagen.

Wir nahmen die Keisei Main Line bis Ueno und stiegen dort in die Ginza Line um, die ins Shibuya-Viertel fährt. Insgesamt waren wir ca. 1,5 Stunden vom Flughafen unterwegs und fanden diese Variante ziemlich entspannt. Für die Fahrt haben wir pro Person 9,50€ bezahlt. Alternativ gibt es auch Limousinenbusse und schnellere Züge, die dann mehr kosten.

Unsere Unterkunft in Tokio

Im Super Hotel Lohas Akasaka* haben wir für 11250 ¥ (87€) pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad bekommen. Die teuerste Unterkunft unserer Weltreise war dennoch ein Schnäppchen für Tokio-Verhältnisse! Unser kleines Zimmer wurde optimal genutzt, war gut eingerichtet und hatte viele kleine Extras, über die wir uns gefreut haben (Pflegeprodukte, Fön, Schlappen etc.). Zudem gibt es im Hotel einen Onsen (heißes Bad) für Gäste, den wir auch nutzten. Das war die perfekte Entspannung nach einem langen Sightseeing-Tag! Die Lage ist ebenfalls super. In zwei Minuten ist man umgeben von vielen Restaurants und mit der Bahn immer nur wenige Stationen von den Hauptattraktionen Tokios entfernt.

Ankunftstag in Japan

Geschlaucht durch die schlaflose Nacht kämpften wir uns durch unseren ersten Tag etwas durch. Unser Hotelzimmer konnten wir erst am Nachmittag beziehen und hatten daher noch einige Stunden außerhalb totzuschlagen. Wir brachen in Richtung einer großen Grünfläche auf, in der Hoffnung in einem Park ein bisschen rumhängen zu können. Bis wir endlich hineinkamen, hatten wir ihn einmal komplett umrundet :D

Tokyo Akasaka Palace

Ohne es zu wissen waren wir einmal um den Park des Akasaka Palace gelaufen und wurden kurz vor dem Palast von einem total enthusiastischen Japaner angesprochen. Dieser erklärte uns den Zweck des Palastes (Guest State House) und erzählte, dass bereits Barack Obama hier zu Gast gewesen sei.

Wir besuchten den kostenlos zugänglichen Public Garden vor dem Palast und ruhten uns auf einer Bank in der Sonne aus. Später konnten wir unser Zimmer im Hotel beziehen und uns etwas ausruhen bevor wir abends in eine Sushi Bar gingen. Hier gab es sehr leckeres Sushi und damit hatten wir einen richtig entspannten ersten Tag in Tokio.

Japan Tokyo Sushi Bar

Sightseeing in Tokio

Unsere nächsten Tage waren prall gefüllt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten Tokios. Und auch wenn uns abends die Füße qualmten, so waren wir doch echt entspannt. Trotz der Ausmaße dieser Stadt und der vielen, vielen Menschen, fanden wir es hier überraschend ruhig und gar nicht hektisch. Wir haben in drei Tagen nur einmal ein Auto hupen hören. Und das war auch noch unsere Schuld.

Senso-ji Tempel und die Nakamise-dori

Im Viertel Asakusa liegt der Senso-ji Tempel, einer der meist besuchten in Tokio. Für uns bildete der buddhistische Tempel den Anfang unser Tour durch die japanischen Sehenswürdigkeiten. Von der Asakusa Metrostation aus liefen wir zunächst durch die Nakamise-dori, eine lange Einkaufsstraße mit vielen kleinen Läden. Hier wird von Kimonos über Masken, japanische Süßigkeiten bis zu Spielzeug alles angeboten. Wir schlenderten gemütlich die Straße entlang und sahen uns neugierig um. Mal konnte man edle Holzstäbchen für bis zu 100€ erstehen, dann wieder kleine Kekse für wenige Cents.

Japan Tokio Nakamise-Dori

Am Ende der Nakamise-dori bildet das Hozomon Tor den Eingang in den Tempelkomplex des Senso-ji. Wir erkundeten ausgiebig den Tempel, die fünfstöckige Pagode und die dazugehörige Gartenanlage. Auch ließen wir uns die Zukunft vorhersagen! Vor dem Tempel kannst du für nur 100¥ (80 Cent) ein Stäbchen aus einer Metallbox ziehen und dann in der passenden Schublade deine Vorhersage bekommen. Franzi hatte eine positive, Matthias eine negative. Aber das ist für die Japaner auch kein Problem. Die negativen Vorhersagen werden einfach an ein Gitter gebunden und gut ist!

Tokyo Senso-ji

Ueno Park

Inmitten des Großstadttrubels bietet der weitläufige Ueno Park viel Grün, Parkbänke und Springbrunnen zur Entspannung. Wir aßen erst an einem riesigen Seerosenteich unseren mitgebrachten Muffin und schlendert dann gemütlich durch den restlichen Park.

Tokyo Ueno Park

Ginza Yanaka

Im Yanaka Viertel bietet diese Straße kleine, ursprüngliche japanische Läden sowie Marktstände. Hier lohnt sich ein Spaziergang mit nicht allzu vollem Bauch, denn du kannst auch wieder tolles Essen probieren. Wir bestaunten japanische Dekoration und Holzfiguren und lernten Donuts in Wurstform lieben. Das hört sich zwar gar nicht lecker an, aber war es! Den japanischen Namen konnten wir uns einfach nicht merken. Donut in Wurstform war es aber vermutlich nicht ;)

Akhibara

Wenn wir an Japan dachten, kamen bei uns schnell zwei Assoziationen: Sushi und eine riesige Manga-Kultur. Um Zweites ausgiebiger zu bewundern, fuhren wir nach Akhibara. Im Elektronikviertel Tokios wurden wir von großen Leuchtreklamen, Megabildschirmen und Animefiguren zu (unserer Meinung nach) absurden Preisen begrüßt. So ungefähr hatten wir uns das vorgestellt!

Tokyo Akhibara

Dazu schallte es aus den Läden heraus und Mädels in Manga-Verkleidung versuchten, Kunden in die Cafés zu locken. Wir saugten die vielen Eindrücke in uns auf und schüttelten immer wieder verwundert den Kopf.

Tsukiji Fischmarkt

Viel früher als wir wollten, quälten wir uns nach einem Abend im Izakaya aus den bequemen Hotelbetten um zu einem der Highlights in Tokio zu fahren: dem Tsukiji Fischmarkt. Der größte Fischmarkt weltweit öffnet schon früh seine Tore und verschließt sie irgendwann gegen Mittag wieder. Wir hatten gelesen, dass man spätestens 9 Uhr vor Ort sein sollte.

Tokyo Fischmarkt Matthias

Nach kurzer Anreise mit der Bahn erreichten wir die Hallen gegen 9 Uhr und erfuhren, dass die Handelshallen für Besucher erst ab 10 Uhr geöffnet sind. Auch gut. Also schlenderten wir zuerst durch den sogenannten Outer Fischmarkt, der sich vor den Hallen befindet. Hier gibt es viele kleine Sushirestaurants, die vom morgens gefischten Fisch das beste Sushi zubereiten. Wir landeten durch Zufall im Daiwa Sushi, der als bester Sushiladen gilt.

Daiwa Sushi – The place to be!

Während wir uns in die Schlange einreihten, wurden wir von einer netten Japanerin vor uns aufgeklärt. Sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht, erzählte uns von dem Ansehen der Sushi Chefs im Daiwa und den Spezialitäten in den Läden herum. Von ihr erfuhren wir auch, dass die Schlange normalerweise viel länger sei und Leute sich hier teilweise schon ab 4 Uhr morgens die Beine in den Bauch stehen, um früh hereinzukommen. Für uns war das Warten nach 20 Minuten beendet und wir konnten an der kleinen Sushitheke Platz nehmen.

Sushi Fischmarkt

Von der liebenswürdigen Japanerin instruiert, bestellten wir jeweils das Sushi-Set. So bekamen wir die Empfehlungen des Tages vom Chef. Dabei waren verschiedene Sorten Thunfisch, Garnele, Aal, Lachseier, Seeigel, Kalmar und weitere, die wir nicht identifizieren konnten. Das Sushi schmeckte uns hervorragend, auch wenn wir rohen Fisch zum Frühstück gewöhnungsbedürftig fanden :)

Riesige Markthalle

Gut gesättigt starteten wir anschließend unsere Begehung der Markthalle. Hier gab es unglaublich viel Auswahl an Fisch und Meerestieren. Von den großen Thunfischen waren wir besonders beeindruckt. Kein Wunder, dass morgens um 6 Uhr eine Auktion stattfindet, bei der die besten Thunfische ersteigert werden können. Nicht selten geht so ein Fisch hier für 10.000€ über den Tisch. Für den ersten Thunfisch des Jahres wurden dieses Jahr sogar 600.000€ gezahlt!

Tokyo Tsukiji Fischmarkt

Ginza Viertel

Im Ginza Viertel reihen sich einige der teuersten Kaufhäuser und Designerläden aneinander. Mehr als Windowshopping saß hier für uns nicht drin. Am meisten interessierten uns aber sowieso die unteren Etagen der exklusiven Kaufhäuser. Dort sind meistens die Essensabteilungen angesiedelt und es gibt sooo viel zu gucken. Die perfekt dekorierten Süßwaren, die wunderschön angeordneten Sushiboxen oder Lebensmittel zu horrenden Preisen.

Zu Franzis Entzücken entdecken wir in Ginza den Itoya Laden, der großartige Karten, Blöcke und so viel mehr um das Thema Papier und Basteln bietet. Hier musste Matthias sehr entschieden eingreifen, sonst wären unsere Rucksäcke jetzt mit niedlichem Washi-Tape, Briefpapier und so viel mehr gefüllt ;)

Die Shibuya Kreuzung

Die wohl berühmteste Kreuzung der Welt liegt inmitten Tokios quirligem Shibuya-Viertel und lockt mit geordnet-chaotischem Durcheinander. Sowas geht auch nur in Japan! Wir überquerten die Kreuzung (wie gefühlt Millionen andere Menschen tagtäglich) und suchten uns dann einen Fensterplatz im Starbucks, von dem aus wir das Treiben eine ganze Weile beobachteten.

Tokyo Shibuya Kreuzung von oben

Gleichzeitig überqueren hier Menschen aus fünf verschiedenen Richtungen die Straße und es ist ein totales Gewusel. Da es aber immer noch Japan ist, kommt jeder problemlos am Ziel an und der Verkehr kann flüssig weitergehen. Wir haben uns eine solche Kreuzung mal in Indien vorgestellt und das völlige Chaos, das dort herrschen würde. Nicht zu vergessen das Dauergehupe, welches das Ganze begleiten würde :D Aber im geordneten Japan ist es eben kein Problem, im Gewirr der Fußgängerüberquerungen auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Der Meiji Jingu Schrein und Garten

Nur einen Spaziergang von der Shibuya Kreuzung entfernt, befindet sich der Meiji Jingu Schrein. Der Weg dorthin führt durch einen tollen Wald und durch mehrere riesige Holztore.

Tokyo Meiji Schrein Wald

Angekommen an einem der meist besuchten religiösen Anlagen in Tokio mussten wir leicht enttäuscht feststellen: hier wird renoviert. Das imposante Eingangstor konnten wir noch vollständig bestaunen, der eigentliche Schrein aber lag verhüllt in einer Plane. Darauf sein Abbild. Muss echt beeindruckend aussehen.. so in Echt ;)

Tokyo Meiji Schrein

Also trotteten wir wieder zurück und gaben dem Meiji Jingu Inner Garden eine Chance. Den Eintritt von 500¥ (4€) pro Person blätterten wir zuversichtlich hin. Für Gartenanlagen haben die Japaner schließlich ein Händchen. Vernachlässigt hatten wir die Jahreszeit und das Wetter. Bei leichtem Nieselregen gingen wir durch grüne Gräser, an einem grünen Teich und grünen Bäumen vorbei. Alles irgendwie wenig beeindruckend und Ende September eben auch ohne blühende Pflanzen. Das hätten wir uns sparen können. Im Frühjahr ist der Garten sicherlich den Abstecher wert.

Odaiba mit Rainbow Bridge und dem größten Roboter Japans

In das vom Wasser umgebene Viertel Odaiba sind wir eigentlich nur wegen Matthias‘ Uhr gefahren. Und obwohl wir sie dort nicht reparieren lassen konnten (Garmin gibts hier nicht), war es trotzdem ein absoluter Glücksfall. Alleine die Fahrt nach Odaiba war den Ausflug schon wert. In der ziemlich neuen Yurikamome Linie geht es über der Erde zwischen den Hochhäusern entlang. Das ist bereits genial. Dazu kommt, dass die Bahn keinen Fahrer hat und vollautomatisch fährt. Der Knaller ist dann aber die Fahrt über die sogenannte Rainbow Bridge, die Odaiba mit dem Rest Tokios verbindet. Unser Geheimtipp für dich! Die Aussicht ist irre und die Fahrt über die Brücke wirklich cool.

Tokyo Skyline von Odaiba

Wir sind von der Daiba Station aus zum Wasser gegangen und konnten die langgezogene Skyline Tokios und die Rainbow Bridge im strahlendsten Sonnenschein betrachten. Auf den Steinen sitzend, machten wir hier eine Sightseeingpause und beobachteten fliegende Fische (kein Scherz!).

Tokyo Skyline mit Strand

Danach ging es zu unserem (erfolglosen) Ausflug in die Mall, der aber durch den größten Roboter Japans gerettet wurde. Dieser steht vorm Eingang des Diver City Tokyo und ist enorm groß. Als wir die Mall wieder verließen, hatte sich vor dem Roboter eine ansehnliche Menschentraube versammelt. In Erwartung einer beeindruckenden Robotershow gesellten wir uns dazu. Von vier ausgefahrenen Klappen und etwas Beleuchtung waren wir dann aber nicht wirklich beeindruckt. Matthias hatte eher an Karate-Moves in Transformer-Manier gedacht!

Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein lauschiges Plätzchen am Wasser. Dort beobachteten wir, wie es immer dunkler wurde und die Hochhäuser immer heller. Der Blick auf die Skyline von Tokio war hier einfach genial. Wir waren zwar nur durch Zufall hier gelandet, können einen Abstecher nach Odaiba aber sehr empfehlen.

Imperial Palace und East Garden

Der Sitz des japanischen Kaisers ist der sogenannte Imperial Palace im Herzen Tokios. Eingebettet in eine riesige Gartenanlage residieren die Royals hier auf einem wunderschönen Flecken. Da der Palast aktuell auch bewohnt ist, dürfen der Palast selbst und die Gartenanlagen direkt darum nicht besichtigt werden. Der East Garden hingegen ist für die Öffentlichkeit zugänglich und das sogar kostenlos. Wenn du nicht gerade an einem Freitag auf die Idee kommst, dort spazieren zu wollen (so wie wir). Freitags ist der Garten nämlich geschlossen. Dumm gelaufen!

Tokyo Blick auf Skyline vom Imperial Palace

Wie ließen uns davon aber nicht abhalten und umrundeten die ganze Anlage des Imperial Palace und machten so einen wirklich schönen Spaziergang. Währenddessen müssen uns hunderte Jogger entgegengekommen sein, die diese Runde zum Laufen anscheinend sehr schätzen. Wirklich alle liefen gegen den Uhrzeigersinn – Ordnung muss schon sein!

An unserem Abfahrtstag versuchten wir unser Glück erneut und schlossen unsere Rucksäcke in der Tokyo Station ein. Und dieses Mal war der East Garden geöffnet und wir konnten durch die grüne Parkanlage spazieren. Besonders schön fanden wir die „Bonsaibäume“, bei denen echt nicht eine Nadel in die falsche Richtung wächst!

Tokyo Imperial Palace East Garden

Mit der Metro durch Tokio

Am besten kannst du Tokio mit der Metro erkunden. Es gibt superviele Linien, die dich kreuz und quer durch die Stadt befördern. Und trotz des riesigen Netzes haben wir uns immer erstaunlich gut zurecht gefunden. Die einzelnen Linien haben einen Namen, einen passenden Buchstaben und eine eigene Farbe. Dazu sind die Bahnhöfe super beschildert und die Ansagen in den Bahnen auch immer auf Englisch. Eine Einzelfahrt kostet (mit Suica Card) zwischen 165 und 195¥, was 1,30€ bis 1,50€ ist. Das fanden wir für diese teure Megastadt sehr erschwinglich.

Japan Tokio Metro

Um dir die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel möglichst einfach zu gestalten, können wir dir nur empfehlen, dir eine Suica Card (oder alternativ Pasmo Card) zuzulegen. Auf diese lädst du ein Guthaben und kannst somit einfach und schnell die Haltestellen passieren. Zum Bahnfahren und der Suica Card werden wir noch mal einen extra Artikel verfassen.

Ein vielversprechender Start in unsere Japanreise

Tokio hat uns wirklich überrascht! Wo wir sonst ja nicht die größten Fans von Megastädten sind, haben wir die Tage hier komplett genossen. Wir waren wirklich null gestresst und haben die Stadt als extrem entspannt und vor allem ruhig wahrgenommen. Auf jeden Fall war es ein genialer Einstieg unserer Japanreise und wir freuen uns schon sehr auf noch ganz viel mehr!

Tokio Videos

Wenn du das Ganze gerne in bewegten Bildern erleben möchtest, dann schau doch mal in unsere Tokio Videos rein!

Unsere Ankunft in Tokio 

Tokio Sightseeing I  und  Tokio Sightseeing II

In unseren vier Wochen in Canggu haben wir uns einen neuen Job zugelegt: wir waren als Restaurant- und Cafétester unterwegs. Unser Auftrag: finde die gesündesten und leckersten Gerichte. Wir finden, wir haben unseren Job zur vollsten Zufriedenheit erledigt und fassen hier unsere Ergebnisse für dich zusammen.

Unsere liebsten Frühstückscafés in Canggu

Für Franzi ist das Frühstück mit Abstand die wichtigste Mahlzeit am Tag und hier mussten wir auf unserer Weltreise bisher die größten Abstriche gegenüber der deutschen Variante machen. Nicht so in Canggu! Auch wenn es hier kein Chia-Brötchen mit Quark gab, haben wir doch wirklich sehr gut gefrühstückt.

Motion Café

Canggu Motion Cafe Collage

Häufig war das Motion Café unser erster Anlaufpunkt am Tag. Balikenner erinnern sich vielleicht an das Avocado Café – ist das gleiche, hat jetzt einfach einen anderen Namen bekommen. Die Auswahl an gesunden Frühstückoptionen ist riesig, dazu gibt es tolle Smoothies, Säfte und Shakes. Unser Dauerbrenner zum Frühstück war Avocado Eggs I: getoastetes Brot mit Rührei, Avocado, Feta und Tomaten. Dazu ein bisschen Pesto. Das hat uns bis zum späten Nachmittag satt gemacht und war richtig lecker.

Betelnut Café

Canggu Betelnut Cafe Collage

Das Betelnut Café ist immer einen Besuch wert! Auch hier gibt es eine sehr große Auswahl: verschiedene Smoothie-Bowls, Omelettes, Wraps und vieles mehr. Matthias aß am liebsten das Popeye-Omelette mit Spinat, Champis und Feta und gönnte sich dazu einen grünen Smoothie. Franzis Favorit war die Tropical Smoothie Bowl aus Dragon Fruit mit frischen Früchten, Granola, Chia und Kokosraspeln. Auch Burger, Salate und so viel mehr schmecken hier wirklich gut.

Machinery Café

Canggu Machinery Cafe Collage

Die Portionen im Machinery Café waren etwas kleiner als in den anderen, haben uns aber auch satt gemacht. Hier gab es unserer Meinung nach das beste Porridge und viele leckere Eivarianten. Das Personal ist mega bemüht und liest einem die Wünsche von den Augen ab. Dazu lädt das wirklich schnelle Internet die digitalen Nomaden zu längerem Verweilen ein.

Die leckersten Salate in Canggu

Selten haben wir uns so gesund ernährt wie in Canggu. Es wurde uns aber auch wirklich leicht gemacht, da überall vegetarische, vegane oder sogar Paleo-Gerichte angeboten werden. Die besten Salate haben wir hier gefunden:

Motion Café

Ja, das kam schon mal beim Frühstücken vor. Aber alleine wegen des Paleo Beef & Avocado Salats ist es einen Abstecher wert. Das Fleisch war superzart, dazu gibt es Avocado, Feta, Ei, Sonnenblumenkerne und ganz viel Grün. Ein Gedicht!

Crazy Plate

Schräg gegenüber unserer Unterkunft haben wir dieses kleine, toll dekorierte Restaurant gefunden. Unser Highlight war der Chicken Salat mit Avocado und Ei. Das Dressing dazu war genial!

Canggu Crazy Plate

Canteen

Mit langen Bänken und Tischen kommt hier tatsächlich etwas Kantinengefühl auf, wären da nicht die Surfboards an den Wänden. Die Auswahl an Salaten ist groß und die Variationen sind wirklich einfallsreich. Einzig der Service konnte uns hier nicht ganz überzeugen. Vielleicht waren wir auch einfach verwöhnt von der sonst so herzlichen und sympathischen Art der Balinesen.

Canggu Canteen Collage

Hier hat uns einfach alles geschmeckt

My Warung

Canggu My Warung Aussehen

Ob es die Green Plate oder die Smoothie Bowl zum Frühstück war, der grüne Smoothie Paddiefield oder der K Burger und Nasi Goreng zum Abendessen – im My Warung hat alles extrem gut geschmeckt. Wir waren mindestens jeden zweiten Tag hier essen und wurden in den letzten Wochen schon begrüßt wie alte Bekannte. Unbedingt ausprobieren!

My Warung Essen

Moana

.. ist die Anlaufstelle in Canggu zum Fischessen. Das Restaurant ist toll bepflanzt und es herrscht eine super entspannte Atmosphäre. Wir haben uns quer durch die Speisekarte gegessen und waren von allem angetan. Favoriten: Thunfisch-Sashimi als Vorspeise und Red Snapper in Kokosmilch als Hauptgang.

Canggu Moana Fischrestaurant Collage

Internationale Küche in Canggu

Bro Resto

In der Fusionküche des Bro Resto vermischen sich französische mit chinesischen Kochkünsten. Dabei kommen interessante Dumplingvarianten und geniale Hauptgänge. Am besten haben uns das Cream & Butter Chicken sowie das Cordon Bleu gefallen.

Canggu Bro Resto Collage

Fabbrica

Von unserem Friseur bekamen wir den Tipp, eine Pizza in der Fabbrica auszuprobieren. Tatsächlich steht auch nicht viel mehr auf der Karte, dafür aber zahlreiche Pizzavarianten. Wir haben einige probiert und waren überzeugt. Der Teig ist richtig schön dünn und knusprig und mit dem Belag wird auch nicht gegeizt. Die beste Pizza in Town!

Canggu Fabrica Collage

The Flinder

In diesem etwas teureren Restaurant hatten wir das beste Pastagericht in Canggu: Pasta Mafioso. Die Nudeln waren al dente und die Tomatensauce mit den Shrimps köstlich! Wir sind wiedergekommen, um genau das Gleiche noch einmal zu essen. So lecker war es!

Top Bars in Canggu

La Brisa

Canggu La Brisa

Dieser Beachclub am Echo Beach hat gerade eröffnet als wir in Canggu waren. Die Location ist ein Traum – direkt am Strand! Dazu gibt es einen Pool in der riesigen Anlagen, superviele Palmen und die schönsten Dekorationen. Wir waren hin und weg! Die Preise für Bier und Cocktails sind etwas höher als in anderen Restaurants. Wir haben bei dem schönen Ambiente aber gern etwas mehr bezahlt.

Oldman’s

Die Institution in Canggu. Gibt es schon ewig und ist immer voll. Im Oldman’s triffst du die gechillten Surfer und kannst ihnen tagsüber beim Wellenreiten zusehen. Der Laden ist riesig und hat trotzdem einen besonderen Charme.

Na, Hunger bekommen? Zu Recht! Und es gibt noch so viele schöne Cafés mehr, die du vor Ort erkunden kannst. Also nichts wie auf nach Canggu und dann Guten Appetit!

Zum Abschluss unserer Zeit in Kolumbien verbrachten wir drei Tage in Cartagena, dem Ort, der vermutlich von den meisten Touristen hier besucht wird. Und wir können gut verstehen weshalb: das historische Zentrum mit seinen bunten Kolonialgebäuden ist ein absoluter Augenschmaus!

Cartagena Uhrenturm am Abend

Unsere Anreise von Palomino nach Cartagena

In Palomino liefen wir morgens zur Hauptstraße und konnten schon wenige Minuten später mit einem der Busse nach Santa Marta fahren. Für 9000 COP pro Person (2,50€) ging es zwei Stunden an Kolumbiens Küste entlang. In Santa Marta ließ uns der nette Fahrer beim Büro von Berlinas raus. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir hier in einem Transporter befördert würden. Für 40.000 COP (12€) buchten wir die vierstündige Fahrt, die letztendlich doch fünf dauerte. Im Transporter war deutlich weniger Platz zwischen den Sitzen, sodass wir eher eine normale Busfahrt bevorzugt hätten. Allerdings war es zumindest angenehm klimatisiert (nicht zu kalt) und wir wurden in Cartagenas historisches Zentrum gefahren. Der reguläre Busbahnhof liegt nämlich weit außerhalb der Innenstadt und erfordert eine 45-minütige Taxifahrt.

Unsere Unterkunft in Cartagena

Im Hotel La Magdalena* hatten wir uns für 25€ pro Nacht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad gebucht. Das Hotel liegt im Viertel Getsemani, in dem es viele Restaurants und Bars gibt. Innerhalb von fünf Minuten erreicht man das historische Zentrum und somit war die Lage für uns perfekt. Das Zimmer war sehr schön gestaltet und hatten eine Klimaanlage. Ein Fenster gab es leider nur in den Flur hinein, ansonsten waren wir aber sehr zufrieden.

Cartagena Getsemani Gasse

Stadtbummel durch Cartagenas historisches Zentrum

Hauptattraktion in Kolumbiens größter Küstenstadt ist das historische Zentrum mit seinen zahlreichen Kolonialbauten in den schönsten Farben. Daher schlenderten wir hier durch die Straßen, von denen eine schöner war als die andere. Die tollen Kolonialhäuser tragen meistens Holzbalkone, von denen sich Grünpflanzen herunterrankeln und boten somit immer wieder schöne Fotomotive. Uns gefiel es sehr, einfach durch die Straßen zu bummeln und ohne festes Ziel die Stadt zu bewundern.

Cartagena Innenstadt mit Kolonialhäusern

Um das historische Zentrum steht noch ein Großteil der Stadtmauer, die über einen Zeitraum von 250 Jahren erbaut wurde um die Stadt vor Piraten und Plünderungen zu schützen. Heute kann man einen Teil der Mauer auch begehen und erhält von dort nicht nur schöne Blicke auf die historische Altstadt sondern auch auf die vielen Hochhäuser entlang der Küste.

Cartagena Stadtmauer mit Blick auf Hochhäuser

Schokoladenkurs im Museo de Choco

An unserem letzten Tag in Südamerika sollte es nun endlich soweit sein: wir würden selbst Schokolade zubereiten! So oft hatten wir vorher schon überlegt, einen solchen Kurs zu machen und immer hatte uns der relativ hohe Preis abgeschreckt. Hier in Cartagena ist der Preis mit 75.000 COP (21€) pro Person nicht günstiger als in Bolivien, Peru oder Nicaragua. Wir wollten den Kurs einfach noch machen bevor wir Südamerika verlassen.

Schon am Vortag waren wir ausführlich von der supernetten Angestellten zu den verschiedenen Schokoladensorten beraten worden, hatten Schokoladentee und -likör probieren können und einen Einblick in die Herstellung bekommen. Matthias als absoluter Schokoladenfan hatte sich also bereits durch das halbe Sortiment probiert ;)

Cartagena Schokoladenkurs Kakaobohnen

Luis, unser Lehrer für die nächsten Stunden, erzählte uns zunächst etwas über die Geschichte vom Kakao und dem richtigen Anbau, der Ernte und dem Prozess bis zur gerösteten Kakaobohne. Da die Maya als erste ein Getränk aus den Kakaobohnen zauberten, schloss sich hier für uns der Kreis. In Mexiko hatten wir ja viel über die Maya gelernt und nun konnten wir unser Wissen darüber in Cartagena noch einmal nutzen.

Kakaotee und Maya-Schokolade

Nach der Theorie ging es über zur Praxis und wir rösteten Kakaobohnen um sie dann besser schälen zu können. Die Schalen gossen wir mit Wasser auf und hatten so einen intensiven Kakaotee erhalten. Sehr lecker! Die Kakaobohnen zermalmten und mahlten wir zu einem Pulver und schließlich einer Paste. Angereichert mit Wasser, Chili, Maispulver, roten Beeren und Honig ergab dies die Maya-Schokolade, die wohl schon von den Maya zu wichtigen Ritualen und Zeremonien getrunken wurde.

Cartagena Schokoladenkurs Maya Schokolade

Den Rest unserer selbst hergestellten Kakaopaste vermischten wir mit Milch, Nelken, Zimt und Anis und konnten dann eine leckere Schokolade Conquisador nach dem Rezept der spanischen Eroberer trinken, die uns noch besser gefiel.

Cartagena Schokoladenkurs Franzi probiert

Für die Herstellung unserer eigenen Schokoladenriegel bekamen wir schon fertige, flüssige Schokolade, weil wir das so klümpchenfrei mit der Hand nicht hinbekommen hätten. Wir füllten unsere kleinen Pralinen mit vielen unterschiedlichen Zutaten und waren nach zwei Stunden restlos begeistert. Dieser Kurs hatte uns richtig viel Spaß gemacht und einen wirklich tollen Einblick in die Herstellung von Schokolade gegeben.

Gesundes Essen in Cartagena

Da wir inzwischen Reis in Kombination mit Kochbananen und einer Fleischbeilage nicht mehr sehen konnten, weil wir das seit sieben Monaten essen, nahmen wir dankbar das vielfältige Restaurantangebot in Cartagena wahr. Die Preise waren hier allerdings auch die höchsten die wir auf unserer bisherigen Reise durch Kolumbien für Essen bezahlt haben.

Frühstück im Beyu

Dieses kleine Café in Getsemani bietet wohl sensationellen Kaffee an. Wir als Nicht-Kaffee-Trinker kamen allerdings wegen des Frühstücks und hatten hier ein fluffiges grünes Omelette und eine Acai-Bowl mit Früchten. Beides schmeckte hervorragend!

Cartagena Beyu Cafe Frühstück

Fisch und Grünes im Pezetarian

Diese stylishe Lokal hat eine tolle Auswahl an Salaten, Wokgerichten, Sushi, Suppen und Ceviches. Wir probierten uns quer durch die Speisekarte und fanden alles toll gewürzt und sehr lecker! Einzig der Temperaturunterschied zur Außentemperatur ließ uns erschaudern. Schwitzten wir vor der Tür noch bei schwülen 30°C, so klapperten uns hier drin bei gefühlten 10°C die Zähne.

Cartagena Pezetarian Essen

Günstige Pasta im Pavia Restaurant

Durch Zufall sind wir am ersten Abend im gemütlichen Innenhof dieses kleinen Restaurants gelandet, das Pasta und Pizza anbietet. Für 14.000 bis 20.000 COP (4-6€) bekommt man hier leckere Pastagerichte zu fairen Preisen. Außerdem haben wir hier die günstigsten Bierpreise in ganz Kolumbien gefunden: ein Anguilla kostete nur 3000 COP, was nicht einmal ein €uro ist. Das kleine Restaurant liegt in Getsemani und teilt sich den Eingang mit dem Café Beyu.

Fantastisches Eis in der Gelateria Tramonti

Weil Freunde von uns auf ihrer Weltreise ebenfalls Cartagena besucht und das Eis als das beste der Reise bezeichnet hatten, machten wir uns auf die Suche nach der Gelateria Tramonti. In Deutschland vergeht für uns im Sommer kaum ein Tag ohne Eis, wohingegen wir auf unserer Reise die Versuche, ein gutes Eis zu finden, nach und nach eingestellt haben. Zu oft waren wir enttäuscht worden. Doch auf den Geschmack von Kathrin und Julian ist Verlass! Der charmante italienische Eisverkäufer ließ uns zunächst einige Sorten probieren und es fiel uns sehr schwer, unsere Auswahl zu treffen. Die Eissorten waren derart gut, dass wir am nächsten Tag weiter probierten. Unsere Favoriten: Mojito und Ananas mit Basilikum!

Entspanntes Ende unserer Zeit in Kolumbien und Südamerika

Nach drei Wochen endete unsere Reise durch Kolumbien in Cartagena. Die Zeit war richtig schnell vergangen, weil wir hier so vieles erlebt hatten. Das Land und vor allem seine Bewohner haben uns wirklich gut gefallen und wir haben festgestellt, dass man hier noch deutlich mehr Zeit verbringen kann. Nach insgesamt sieben Monaten in Mittel- und Südamerika ist es für uns aber in Ordnung Adios und Hasta Luego (Bis bald) zu sagen, um weitere schöne Flecken zu erkunden.

Von Peru aus ging es für uns weiter in das Land, das uns vermutlich am häufigsten von anderen Reisenden empfohlen wurde: Kolumbien. Zwei Nächte verbrachten wir in Bogotá und erhielten hier einen ersten Einblick in die Kultur.

Bogotá Straße in der Innenstadt

Vom Flughafen in die Innenstadt

Da wir erst am späten Abend in Bogotá ankamen, verzichteten wir hier auf die öffentlichen Verkehrsmittel und nahmen ein Taxi in die Innenstadt ins historische Viertel La Candelaria. Wir zahlten dafür 30.000 kolumbianische Pesos (COP), was ungefähr 8,50€ sind. Für die 30-minütige Fahrt fanden wir das in Ordnung und wurden direkt vor der Haustür unserer Unterkunft abgesetzt.

Unsere Unterkunft in Bogotá

Aufgrund unseres kurzen Aufenthaltes in der Stadt, wollten wir möglichst zentral wohnen und fanden mit dem Sweet Dreams Candelaria Magica* ein super Zimmer. Für 27€ pro Nacht wohnten wir in einem tollen Hinterhof mit vielen bunten Kolonialgebäuden und hatten unser eigenes Bad im Zimmer. Die Vermieter kümmerten sich nett um uns und bereiteten uns am Morgen ein leckeres Frühstück auf ihrer Terrasse zu.  Zu den Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt war es nur ein Katzensprung und damit für uns perfekt.

Bogotá Frühstück

Goldige Zeiten im Museo del Oro

Obwohl wir sonst ja nicht so die Museumsgänger sind, wollten wir uns das bekannteste Museum Kolumbiens nicht entgehen lassen. Für einen sehr humanen Eintrittspreis von 4000 COP (1,10€) bekamen wir auf zwei Etagen die umfangreichste Goldsammlung Südamerikas zu sehen und waren schwer beeindruckt. Die künstlerische Verarbeitung, feinen Verzierungen und die spirituelle Bedeutung dahinter konnten uns wirklich begeistern.

Bogotá Goldmuseum

Mittagspause im Capital Cafe & Cocina

Nach der ersten Portion Kultur gingen wir ins hochgelobte Capital Café & Cocina, um dort ein Menu del Dia zu essen. Für 21000 COP (6€) bekamen wir eine leckere Suppe als Vorspeise, einen kleinen Salat, Rinderbraten und Yucca (eine Art Kartoffel) und sogar noch einen kleinen Cheesecake als Dessert. Alles schmeckte hervorragend und wurde von einem sehr freundlichen Service gebracht. Dieses Café können wir uneingeschränkt empfehlen.

Bogotá Menu del Dia

Noch mehr Kunst am Nachmittag

Für den Nachmittag hatten wir uns das Museo Botero auf den Plan geschrieben. Hier sind die Gemälde und Skulpturen von Fernando Botero ausgestellt, einem der wichtigsten Künstler Lateinamerikas. Wir hatten vorher noch nie von ihm gehört, hatten aber gelesen, dass er ein Faible für Dicke hat. Und das hörte sich spannend an ;)

Bogotá Skulptur Botero

So stöberten wir durch die Gemälde von dicken Menschen, dicken Skulpturen und dickem Obst. Nebenbei gab es auch Gemälde von anderen weltbekannten Künstlern wie Picasso, Salvador Dali oder Marc Chagall zu bestaunen, die Botero aus seiner eigenen Sammlung stiftete. Das Museum hat zudem einen wunderschönen Innenhof und ein Besuch ist kostenlos. Wir fanden die Bilder und Skulpturen sehr sehenswert und sind froh, den bedeutendsten bildenden Künstler Lateinamerikas (laut Wikipedia) nun einordnen zu können.

Bogotá Botero Museum Gemälde

Kolumbien, wir sind gespannt auf dich

Unser erster Eindruck von Kolumbien ist bisher sehr positiv. Die Menschen erscheinen uns superfreundlich und immer werden wir mit einem Lächeln begrüßt. Dazu sind sie total hilfsbereit und interessiert daran, wer da vor ihnen steht. Wir freuen uns darauf, noch mehr vom Land zu sehen und vor allem auch von der Landschaft.

In drei Tagen haben wir uns die größte Stadt Boliviens und höchste Hauptstadt der Welt angesehen und festgestellt: sie ist lange nicht so schön wie Sucre, hat aber tolle Ecken und einen unglaublichen Reiz durch ihre schiere Größe. In unserem Beitrag beschreiben wir dir einen schönen Spaziergang, wo du den besten Ausblick auf die Stadt hast und das beste Essen findest.

Anfahrt von Sucre nach La Paz

Von Sucre aus gibt es nur die Möglichkeit, mit einem Nachtbus nach La Paz zu gelangen. Unsere Spanischschule empfahl uns das Busunternehmen El Dorado, welches in Bolivien das beste sein soll. Hier kostet eine Nachtfahrt 180 Bolivianos (23,50€) pro Person. Da deren Büro am Busbahnhof noch geschlossen war, erstanden wir unsere Bustickets bei Trans Copacabana. Wir zahlten pro Person 120 Bolivianos (15,70€) und nahmen am Abend in sehr breiten, bequemen Sitzen platz, die sich bis auf 150° verstellen ließen. Anfangs waren es noch angenehme 20°C im Bus, im Laufe der Nacht kühlte es sich dann aber auf empfindliche 10° herunter. Also lieber in paar Schichten mehr anziehen oder wie die Bolivianer dicke Decken mitbringen. Nach 12 Stunden erreichten wir schlaftrunken schließlich La Paz.

Unsere Unterkunft in La Paz

Mitten im Zentrum gelegen, hatten wir das Vintage York B&B* über booking.com* gebucht. Unser Doppelzimmer mit eigenem Bad lag im hinteren Teil des Hostels, sodass wir trotz der zentralen Lage nichts vom Lärm mitbekamen. Unser Bad lag neben unserem Zimmer und so mussten wir für jeden Toilettengang durch das Gemeinschaftszimmer. Für 21€ pro Nacht schliefen wir in einem sehr bequemen Bett und können das Hostel empfehlen.

Frühstück im Café del Mundo

Bolivien La Paz Café del Mundo

Fast jeder Tag begann für uns im urgemütlichen Café del Mundo. Auf drei Etagen kann man sich hier in bequeme Sessel, Sofaecken oder auf Stühle flezen und dabei die tollsten Leckereien essen. Wir probierten das Porridge, Omelette und die Smoothie Bowl zum Frühstück. Alles schmeckte hervorragend! Das Café wurde von einer Schwedin aufgebaut und ist voll auf die Gelüste und Wünsche von Reisenden eingestellt. Mal stöberten wir in einem Bildband durch weltweite Reiseziele, mal nutzten wir das Internet für die Planung unserer Tage in La Paz. Hier bleiben keine Wünsche offen!

Bolivien La Paz Café del Mundo Essen

Ein Spaziergang durch La Paz

An unserem zweiten Tag in La Paz schlenderten wir durch die zahlreichen Straßen und sahen uns einige der wichtigsten Plätze und Gebäude an. Von der Iglesia San Francisco aus ging es durch den riesigen Markt auf zum Plaza Domingo Murillo, dem Hauptplatz von La Paz. Er wird von wunderschönen Gebäuden flankiert, die wiederum eingebaut sind durch weniger schöne. Wir setzten uns eine ganze Weile auf die Treppen vor dem Platz, betrachteten den Regierungssitz, den Präsidentenpalast und vor allem das Treiben drumherum. Es war Sonntag und viele Familien waren mit ihren Kindern unterwegs.

Bolivien La Paz Regierungssitz

Zahlenmäßig waren wir Menschen den Tauben aber hoffnungslos unterlegen, denn davon gab es bestimmt dreihundert auf dem Platz. Für nur 2 Bolivianos konnte man Futter erstehen und so wurden die Vögel von vielen Kindern gefüttert. Wir genossen die entspannte Atmosphäre auf dem Plaza Domingo Murillo bevor wir unseren Spaziergang fortsetzten.

Bolivien La Paz Plaza Domingo Murillo

Immer weiter bergauf führte unser Weg bis wir schließlich mit Schnappatmung und roten Köpfen am Mirador (Aussichtspunkt) Kili Kili ankamen. Von hier aus bot sich uns ein super Blick auf La Paz – sowohl die Innenstadt mit ihren vielen Hochhäusern als auch die vollständig bebauten Berghänge drumherum.

Bolivien La Paz Mirador Kili Kili

Vom Aussichtspunkt ging es schließlich zum großen Park in La Paz, dem Parque Urbano Central. Die Grünfläche war jedoch von vielen geteerten Straßen durchzogen und entsprach irgendwie nicht so unserer Vorstellung eines großen Parks, sodass wir hier nicht lange verweilten.

Bolivien La Paz Parque Urbano Central

Über den Prado (die große Hauptstraße in Downtown La Paz) führte unser Weg schließlich wieder zurück zur Iglesia San Francisco. Wir waren ungefähr vier Stunden unterwegs und vom ständigen Auf- und Ablaufen ziemlich geschafft danach.

Teleferico: Mit der Skigondel über La Paz fliegen

Da La Paz an verschiedenen Bergen und Hügeln liegt, die Stadt aus allen Nähten platzt und der Verkehr die Innenstadt fast lahmlegt, musste eine Lösung für den öffentlichen Verkehr her. U-Bahn wird schwierig bei so viel Höhenmetern Unterschied und für S-Bahn oder ähnliches ist die Stadt viel zu stark zugebaut. Also: Gondelbahn! Auf inzwischen sechs Linien kann man bequem über La Paz schweben und sich viel Gehupe und Stau ersparen. Und das in guten Doppelmayr-Gondeln, da haben wir sofort Bock auf Skiurlaub bekommen.

Bolivien La Paz Blick aus Gondel

Wir wollten eigentlich mit der roten Linie nach El Alto fahren, einem Stadtteil, der 400 Meter höher liegt als die Innenstadt. Allerdings war genau diese Linie zur Zeit unseres Besuchs in Wartung. So fuhren wir mit dem Minibus zur Plaza España, um von dort mit der gelben Linie nach El Alto zu fahren. Eine Einzelfahrt kostet nur 3 Bolivianos (40 Cent) und bietet einen super Ausblick über die Stadt.

Bolivien La Paz Blick auf Vulkan

Oben angekommen, fuhren wir noch einmal 7 Stockwerke hinauf um im Restaurant Mirador die untergehende Sonne und den Blick auf ganz La Paz mit seinen unglaublichen Ausmaßen zu bekommen. Die Preise für Wasser, Tee und Cola waren total angemessen und es wurde uns sogar ein Heizstrahler hingestellt. Spartipp: Wer sich das Geld sparen möchte, kann einfach in der Gondelstation zum Laden von Pollo Copacabana gehen und hat von dort ebenfalls einen tollen Ausblick auf die Stadt!

Bolivien La Paz Nachtblick von El Alto

Da die Orte entlang der gelben Linie auch abends problemlos aufgesucht werden können, können wir diese Gondelfahrt zur Abendzeit echt empfehlen! Am besten im Hellen hochfahren um die Stadt noch gut bestaunen zu können und dann oben den Sonnenuntergang schauen und in die beleuchtete Stadt wieder runterfahren. Der Blick ist unbezahlbar!

Museo de Instrumentos Musicales

Eine sehr schöne Ecke in La Paz ist die Fußgängerzone bei der Calle Indaburo, in der sich zahlreiche Museen befinden. Wir haben uns das Instrumentenmuseum angesehen und fanden, dass wir hier für nur 5 Bolivianos Eintritt (60 Cent) wirklich viel geboten bekamen. Auf zwei Etagen waren die Musikinstrumente der damaligen und heutigen Zeit ausgestellt. Sobald wir einen Raum betraten, begann im Hintergrund Musik zu spielen, um zu demonstrieren, wie sich die ausgestellten Instrumente anhörten.

Bolivien La Paz Museum Musikinstrumente

Das Beste aber war, dass wir viele Instrumente selbst ausprobieren konnten! So spielten wir auf verschiedenen Wanqaras (Trommeln), klimperten auf einem alten Klavier und trommelten auf einem Schildkrötenpanzer herum. Es machte sehr viel Spaß und war mal ein anderer Ansatz, etwas über die Geschichte eines Landes zu lernen, der uns sehr gut gefiel.

Bolivien La Paz Museum zum Anfassen

Am ausgefallensten fanden wir übrigens die Gitarren, die aus Gürteltierkörpern hergestellt wurden. Eine hatte sogar noch die Haare dran!!

Unsere Essenstipps für La Paz

Da unser Hostel so schön zentral lag, war es nie weit bis zum nächsten Café oder Restaurant, das super Essen für wenig Geld bot. Eine tolle vegane Option ist das Café Vida, welches sich etwas versteckt in einem Hinterhof in der Calle Sagarnaga befindet. Hier haben wir die Hippie Bowl probiert, die aus schwarzem Reis, rote Beete, Avocado und vielen weiteren leckeren Gemüsesorten bestand. Die Karte bot zahlreiche Smoothie- und Veggiebowls, Salate und jeden Tag eine Suppe mit selbstgebackenem Brot.

Bolivien La Paz veganes Essen

Direkt darunter befindet sich das iCrepe, in dem man herzhafte und süße Crêpes in zwei Größen bekommt. Wir haben uns einen bretonischen Crêpe und einen mit kandierten Äpfeln und Mandeln geteilt. Beide waren super!

Für die Fleischesser unter euch können wir The Steakhouse empfehlen. Für 100 Bolivianos (13€) gibt es hier ein Salatbuffet und ein 300g Steak mit Sauce nach Wahl. Als wir hier waren, bekamen wir aufgrund einer aktuellen Aktion sogar noch ein Glas Rotwein dazu. Matthias hat sich das Jack Daniels Steak bestellt, welches in der Pfanne serviert und vor ihm flambiert wurde. Das war nicht nur ein beeindruckendes Spektakel, es hat auch sehr gut geschmeckt.

Bolivien La Paz Steak

Nach drei Tagen hatten wir dann genug vom Großstadtrummel und verließen La Paz mit der Aussicht auf entspannte Tage in der Natur. Wohin es uns verschlagen hat, verraten wir dir im nächsten Beitrag.

Spontan, ungeplant und freiwillig haben wir zwei Wochen in Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt Boliviens, verbracht. Und obwohl wir ja eigentlich nicht so die Städtefans auf Reisen sind, haben wir uns hier total wohl gefühlt! Die schönste Stadt Boliviens hat uns viel geboten und wieder etwas Ruhe in den Reisealltag gebracht.

Unsere Unterkunft in Sucre

… war einer der Gründe, hier mehr Zeit zu verbringen! Wir hatten über AirBnB eine Wohnung gefunden, in der zwei Zimmer vermietet wurden. Wir hatten ein großzügiges Schlafzimmer mit eigenem Bad und durchgängig heißem Wasser. In der großen, gut ausgestatteten Küche haben wir immer mal wieder gekocht und im großen Wohnzimmer gelesen oder Serien geguckt. Über AirBnB haben wir 18€ pro Nacht bezahlt, als wir privat verlängert haben, waren es sogar nur noch 14€ pro Nacht (zusammen!). So hatten wir hier eine gemütliche Bleibe zum absoluten Schnäppchenpreis!

Aprendemos español

Nachdem wir uns die letzten zwei bis drei Monate wacker mit unserem Survivalspanisch durch die verschiedensten Länder in Mittel- und Südamerika durchgewurschtelt hatten, wollten wir nun mehr. Wir wollten mit den Leuten reden können, sie verstehen und richtige Gespräche führen, in denen wir nicht nur Wortfetzen aufschnappen. In Sucre gibt es zahlreiche Spanischschulen und der Einzelunterricht ist hier sehr erschwinglich (6€ für 60 Minuten)!

Wir entschieden uns, beide Einzelunterricht zu nehmen, um so am meisten zu profitieren. Da uns das Konzept der Schule und die Lehrerinnen gut gefielen, verlängerten wir schließlich auf zwei Wochen. Täglich redeten wir uns drei Stunden lang auf Spanisch den Mund fusselig. Wir haben wirklich gut profitieren können und unser Spanisch beide ordentlich verbessert. Wir sind vom Survivalspanisch zum Konversationsspanisch aufgestiegen :)

Kultur und Geschichte in Sucre

In Bolivien gibt es wohl keine geschichtsträchtigere Stadt als Sucre, die als Geburtsort des Landes gilt. Um mehr darüber zu lernen, nahmen wir an einer spanischsprachigen Führung in der Casa de la Libertad teil. Hier wurde 1825 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Der sehr engagierte Guide erzählte von den Kriegen, die der Unabhängigkeit vorausgegangen waren und folgten, den wichtigen Führungspersönlichkeiten und zeigte uns verborgene Schätze in den Räumen des Museums. Wir verstanden ungefähr 50% des Gesagten und waren damit mehr als zufrieden. Fun Fact: Hier in Sucre gab es die erste Psychiatrie Boliviens!

Bolivien Sucre Museum

Neben der geschichtlichen Bedeutung innerhalb Boliviens hat Sucre aber vor allem eins zu bieten: wunderschöne koloniale Architektur. In der ganzen Stadt kann man weiße Kirchen, Klöster und andere bedeutende Gebäude bewundern.

Bolivien Sucre Convente San Felipe

In den Convente de San Felipe de Neri, ein ehemaliges Kloster, kann man sogar hineingehen – sofern man denn den Eingang findet! Der liegt nämlich etwas versteckt daneben und ist leicht zu übersehen. Für 15 Bolivianos (2€) konnten wir uns das Kloster und die Kirche anschauen. Das Beste aber war der Blick von den Dächern bzw. Türmen des Klosters. Von hier konnten wir die dicht bebaute Innenstadt mit den vielen Kirchtürmen toll sehen.

Bolivien Sucre Blick auf die Stadt vom Konvente

Ein weiterer wirklich schöner Aussichtspunkt auf die Stadt ist das Kloster Recoleta, das etwas oberhalb liegt. Über enge Gassen gelangten wir auf den großen Kirchplatz und konnten durch die Rundbögen die von den umliegenden Bergen eingerahmte Stadt betrachten.

Bolivien Sucre Recoleta Blick auf Stadt

Günstiges Schlemmen in Sucre

Die von uns am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Sucres war vermutlich ihr Mercado (Markt) mit seinem riesigen Angebot an frischem Gemüse, Obst, Eiern und Fleisch. Von letzterem hielten wir uns allerdings fern, um unsere Gesundheit nicht zu gefährden. Aber die riesigen, köstlichen Mangos, Avocados, Äpfel, Bananen und Kakis landeten regelmäßig in unseren Rucksäcken.

Bolivien Sucre Markt

Da Essen gehen in Bolivien recht günstig ist, probierten wir auch viele Restaurants und Cafés aus. Einige Male ließen wir uns das Menú del Dia (Tagesmenü) im La Vieja Bodega schmecken. Für nicht mal 4€ bekamen wir hier eine Suppe, Hauptspeise, Dessert und Saft. Vom Menú del Dia im Chifa Thai Restaurant waren wir total begeistert! Hier gab es für nur 3€ eine Suppe, Hauptgericht und Nachtisch und wir konnten aus fünf bis sechs asiatischen Hauptgerichten wählen, die wirklich gut waren. Aber auch das Abis Café und das Metro Café, die beide am Hauptplatz liegen, haben uns mit leckeren Gerichten überzeugen können.

Salsa, Bachata und ein Mojito zu viel

Eine weitere Entdeckung war das Kulturcafé Berlin, in dem wir Jägerschnitzel mit Spätzle (war wider Erwarten ziemlich gut) und Bratwurst mit Kartoffelbrei (war wie erwartet eher mau) probierten. Dieses Restaurant gehört zu einem Hostel, das wirklich günstige Betten in Schlafsälen bietet und echt toll aussah!

Bolivien Sucre Café Kultur Berlin

Mittwochs wird hier immer eine kostenlose Salsastunde angeboten, die ungefähr gegen 9 Uhr beginnt. Wir haben die Zeit davor mit Happy Hour Mojitos verbracht und wenn wir ehrlich sind: die danach auch :D Zu den uns inzwischen gut bekannten lateinamerikanischen Reggatonliedern haben wir einige Stunden unsere Hüften geschwungen, den Tanz Bachata gelernt und sehr viel Spaß gehabt. So toll der Abend und die Nacht waren, so hart war der nächste Morgen. War vermutlich ein Mojito zu viel.. oder zwei.

Nach zwei sehr schönen Wochen verlassen wir nun Sucre und fahren weiter zur nächsten Hauptstadt Boliviens nach La Paz. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet und haben schon das nächste Abenteuer in Planung.

Unser erstes Ziel in Guatemala war ein von Vulkanen umgebener Bergsee auf 1600 Metern Höhe – der Lago de Atitlán. Nach unserer langen Anreise von Mexikos Pazifikküste erreichten wir ziemlich erschöpft San Pedro La Laguna, einer der beliebtesten Orte für Backpacker am See. Hier verbrachten wir fünf Tage und unternahmen so einiges.

Unsere Anfahrt von Mexiko nach Guatemala über Land

Unsere Unterkunft in San Pedro La Laguna

Da wir nicht wussten, wie lange unser Grenzübertritt von Mexiko dauern wird und ob wir es ganz bis zum See schaffen würden, hatten wir keine Unterkunft vorgebucht. So kamen wir am späten Nachmittag an und recherchierten gemeinsam mit unserem holländischen Freund Ton, um günstige Zimmer zu finden. Letztendlich landeten wir in der Casa Felipe, einem Hostel mit sehr gechillter Atmosphäre, in dem uns schon morgens vor dem Frühstück Marihuana um die Nase wehte. Unser Doppelzimmer hat uns stolze 18€ gekostet und war sehr einfach. Wir waren von den Preisen für Zimmer im Hostel überrascht, da wir in Guatemala mit günstigeren Preisen als in Mexiko gerechnet hatten.

Der tägliche Besuch auf dem Markt

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Markt

Morgens führte unser erster Weg uns auf den kleinen Markt im etwas oberhalb des Sees gelegenen Stadtzentrum von San Pedro. Hier versorgten wir uns mit überraschend leckeren Brötchen, frischer Avocado, Mango, Tomaten und Eiern. Für ungefähr einen €uro pro Person hatten wir ein sensationelles Frühstück!

Eine Runde auf dem Lago de Atitlan drehen

Gut ausgerüstet mit Tipps unseres Hostels verhandelten wir am Hauptpier von San Pedro eine Weile und konnten uns schließlich auf 30 Quetzales (4€) für eine Stunde im Kajak einigen. Aufgrund der Wellen auf dem See riet uns der Vermieter allerdings davon ab, dass wir uns weit aus unserer Bucht entfernen. So drehten wir also eine Runde entlang des Ufers und genossen den Blick auf die umliegenden Dörfer und natürlich auf den Vulkan San Pedro, der über der nach ihm benannten Stadt thront. Vielleicht heißt der Vulkan auch wie das Dorf??

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Kajak

Im Café Sababa schaukeln

Weil es so unglaublich schön aussah, mussten wir dieses Café ausprobieren. Auf den Schaukeln sitzend bestellten wir einen Schokokuchen und Waffeln mit Eis, Oreos und Früchten. Die Desserts waren sensationell! Die besten, die wir bisher in Zentralamerika gegessen hatten. Also kamen wir am nächsten Tag wieder und probierten auch mal die Limonade, Smoothies und einen Salat. Es schmeckte alles fantastisch. Hier muss man mal vorbeischauen. Wir verbrachten einige Zeit und kamen immer wieder zurück. Kein Wunder, bei dem Anblick oder?!

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Sababa Cafe Schaukel

San Marcos – ein Besuch im Hippiedorf

San Marcos gilt am See als das Dorf für Yoga, Meditation und Selbstfindung und wird daher auch gern mal das Hippiedorf genannt. Wir wollten uns das auch mal ansehen und nahmen von San Pedro aus eine Plancha (ein kleines Boot), das uns sicher über den See und wieder zurück brachte (20Q pro Person, ca. 2,80€). In San Marcos finden sich am Ufer tatsächlich eine Yoga- oder Meditationshütte nach der nächsten und überall wird gesundes, organisches Essen angepriesen. Wir mochten die friedliche Atmosphäre in dem Dorf.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Seeblick

Unser Spaziergang führte uns steil bergauf und immer weiter weg von den Yogastudios zu den Häusern der Einheimischen. Die kleinen, steilen Straßen wurden gesäumt durch einfache Steinhäuser und regelmäßig trafen wir Einheimische in ihrer traditionellen Kleidung, die uns freundlich begrüßten. Vom oberen Teil des Dorfes hatte man auch einen sehr schönen Blick auf den Lago de Atitlán und seine drei Vulkane.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Paar Vulkane

Entlang des Ufers verläuft ein kleiner Weg, der uns schließlich zu einem Park führte. In diesem bot sich uns ein sensationeller Blick auf den See und die Vulkane. Den Yoga-Vibe des kleines Dörfchens haben wir offenbar so aufgesogen, dass Franzi nicht anders posieren konnte ;)

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Yoga Pose

Sprung mit Folgen

Etwas weiter gelangt man zu einer Holzbrücke, von der man in den 340 Meter tiefen See springen kann. Warum wir das erwähnen? Man befindet sich so ungefähr 10 Meter über dem See und hat damit einen relativ langen Flug vor sich! Matthias traute sich als Erster und sprang mehrere Male ins kalte Nass! Aber auch Franzi wollte den Spaß ausprobieren und wagte den Sprung ins Wasser. Der Sprung war klasse, die Tauchphase leider weniger.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Sprung

Mit starken Ohrenschmerzen machten wir uns auf den Weg zum Arzt, um abzuklären, dass nichts kaputt gegangen war. Der freundliche Arzt diagnostizierte ein Trauma in beiden Ohren, das zu Schwellungen und daher Schmerzen und Hörproblemen führt. Franzi wurde mit Ohrentropfen und Schmerztabletten ausgestattet und damit ging es dann auch besser. Aber: für die nächste Woche waren sowohl Baden als auch starke Höhenschwankungen verboten.

Guatemala Lago Atitlan San Marcos Sprung Franzi

Wanderung auf den Vulkan San Pedro

Der Vulkan San Pedro ist 3000 Meter hoch und liegt damit 1400 Meter über San Pedro. Wir hatten gehört, dass man von dort oben einen wirklich tollen Blick auf den Lago de Atitlán und die umliegenden Dörfer haben soll und hatten beschlossen, gemeinsam mit einigen Leuten aus unserem Hostel, den Vulkan zum Sonnenaufgang in Angriff zu nehmen. Franzi musste allerdings wegen ihrer Ohrenprobleme kurzfristig zu Hause bleiben.

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Nacht

So ging es für Matthias morgens um zwei Uhr zunächst auf der Ladefläche eines Pick-Ups zum Ausgangspunkt der Wanderung und danach im Stockdunkeln immer schön bergauf. Dürfte eigentlich klar sein mitten in der Nacht: bring eine Stirnlampe* mit. Matthias hatte seine trotzdem vergessen. Die Wanderung ging durch Mais-, Kaffeefelder und später durch dichten Wald. Davon hat man nachts allerdings nicht viel. Dafür bot sich ein toller Blick auf die Sterne, über den See und die beleuchteten Dörfer, deren Lichter sich im Wasser spiegelten.

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Seeblick

Nach etwa drei Stunden zügigem Bergauf waren wir etwas zu früh kurz unter dem Gipfel. Um uns vor der Kälte zu schützen und die Zeit zu überbrücken, legten wir um 5:30 Uhr eine Frühstückspause in einer Holzhütte ein. Für einige aus dem Hostel natürlich mit Joint, Matthias reichte ein Ei.

Wunderschöner Sonnenaufgang auf dem Vulkan San Pedro

Am Gipfel auf knapp über 3000 Metern bot sich vor Sonnenaufgang ein Farbenspektakel mit faszinierendem Ausblick über den See und die anderen Vulkane am See. In der Ferne konnten wir sogar den Vulkan Acatenango (3967 Meter) ausmachen. Um 6:18 Uhr schob sich dann eine riesige rote Kugel am Horizont hoch, ein Anblick, der die Anstrengungen der Nachtwanderung vergessen ließ. Aufgewärmt von den ersten Sonnenstrahlen des Tages gingen wir den Abstieg an, der sich länger zog als erhofft und für einen schönen Muskelkater am nächsten Tag sorgte.

Guatemala Lago Atitlan San Pedro Sonnenaufgang

Damit gingen unsere ereignisreichen Tage am Lago de Atitlán zu Ende und wir hatten schon einiges in Guatemala erlebt. Das Land gefällt uns sehr gut bisher und wirkt ein bisschen wie eine Mischung aus Nepal und Mexiko auf uns.

Und du?

Wo hast du mal einen schönen Sonnenaufgang sehen könne? Musstest du dafür auch Strapazen auf dich nehmen? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

Unsere ersten vier Wochen in Mexiko verbrachten wir an vielen unterschiedlichen Orten in den verschiedensten Unterkünften: mal waren es Hostel, mal kleine Doppelzimmer im Hotel, Camper oder Zimmer über AirBnB. Als wir in Puerto Escondido ankamen, freuten wir uns natürlich auf unsere Surfstunden und den Spanischkurs, aber auch darauf, mal ganze 14 Tage am Stück in einer Unterkunft zu verbringen. Denn unser kleines Apartment bot uns eine kleine, ganz ordentlich ausgestattete Küche und damit die Möglichkeit, selbst zu kochen. Waren wir es im Alltag manchmal leid, uns abends um unser Essen kümmern zu müssen, so freuten wir uns jetzt umso mehr darauf.

Mais Mais Baby!

Die mexikanische Küche kennen viele vermutlich aus den typischen Restaurants in Deutschland, in denen es Nachos, Burritos und Quesadillas gibt. Der Unterschied zum echten mexikanischen Essen? In Mexiko gibt es noch viel mehr Variationen der Tortillas! Wir hatten uns die ersten Wochen enthusiastisch durch die lokalen Küchen gefuttert und haben dabei durchaus sehr lecker gegessen. Aber nach ca. drei Wochen merkten wir: wir können keine Tacos/Tortillas/Quesadillas mehr sehen! Ein Großteil der mexikanischen Küche basiert auf Mais und dazu gibt es im Grunde maistens eines, nämlich Fleisch! Gemüse bekommt man maximal als Mini-Beilage zum Taco.

Umso mehr freuten wir uns auf unsere Selbstverpflegung und die Möglichkeit, uns leckere Gerichte zubereiten zu können. Bereits im nahe gelegenen Supermarkt deckten wir uns mit ordentlich Obst und Gemüse ein. Durch unsere Spanischlehrerin Angie lernten wir dann aber den lokalen Mercado kennen und lieben. Einen solchen Markt gibt es in fast jeder mexikanischen Stadt und er bietet (meist) lokales Gemüse und Obst und noch viel viel mehr!

Mexiko Puerto Escondido Markt Bild

Aufgebaut ist der Mercado thematisch, was echt praktisch ist. Es gibt also zwei bis drei Gänge, in denen Obst und Gemüse angeboten wird. Dann kommt ein Gang mit Fleisch, einer mit Fisch… du verstehst das Prinzip ;) Wir sind einmal komplett durch alle Gänge durchgelaufen und haben uns von den Gerüchen leiten lassen.

Obst und Gemüse

Mexiko bietet unsere beiden Lieblingsfrüchte im Übermaß und zu sehr erschwinglichen Preisen: Avocado und Mango. Während wir in Deutschland oft die noch sehr harten, grünen Mangos für 2-3 €uro das Stück gekauft haben, erstehen wir hier zwei goldgelbe schon etwas weiche Mangos für weniger als einen €uro (zusammen natürlich, nicht pro Stück!). Und sie schmecken fantastisch! Auch die Avocados sind unglaublich lecker und günstig.

Mexiko Markt Gemüse Obst

Außerdem gibt es für uns knackige Äpfel, Bananen und Nektarinen. Neben dem Obst gibt es natürlich auch viel Gemüse und darunter auch einiges, das wir überhaupt nicht kennen. So lernen wir zum Beispiel die Chayote kennen, die wir aufgrund ihrer Form liebevoll Arschfrucht nennen. Sie schmeckt wie eine Mischung aus Gurke und Apfel und passt ganz gut in unsere Gemüsepfanne mit Brokkoli, Möhren und Champignons rein.

Fleisch

Der Fleisch-Gang ist gar nicht zu übersehen, denn die riesigen Stücke baumeln einem hier direkt vor der Nase. Der Anblick ist etwas gewöhnungsbedürftig und die hygienischen Bedenken halten uns letztendlich auch davon ab, Fleisch auf dem Markt zu kaufen. Von Angie haben wir gelernt, dass hier alles vom Tier verarbeitet und nichts weggeworfen wird. Selbst aus den Fettstücken werden Snacks zum Knabbern hergestellt (bääähh).

Mexiko Markt Fleisch

Huhn

Ja, eigentlich könnte man das zum Fleisch hinzufügen, machen die Mexikaner aber nicht, deswegen gibt es auch dafür einen extra Gang. Als Fleisch zählt in Mexiko Rind und Schwein. Die Hühner liegen entweder im Ganzen in der Auslage oder in ihre Einzelteile zerlegt. Auch die Hühnerfüße werden hier übrigens gegessen!

Fisch

Im nächsten Gang warten diverse Meerestiere auf uns. Wir haben in unserer Spanischstunde gelernt, dass die Jaiba (eine Krabbe) hier blau ist und können sie dann – so halbtot – auch bei den Fischhändlern betrachten. Besonders fasziniert schauen wir dabei zu, wie ein Thunfisch ausgenommen und die Filets herausgeschnitten werden. Wir haben beide vorher noch nie einen ganzen Thunfisch gesehen. Am meisten interessiert sind wir aber an den Camarones (Shrimps), die wir schon viel zu lange nicht mehr gegessen haben. Das halbe Kilogramm kostet uns knappe 4 €uro und hat fantastisch geschmeckt!

Mexiko Markt Shrimps

Käse

Der Gang auf dem Markt, der am strengsten riecht, ist der mit dem Käse. Die Mexikaner stellen einen Frischkäse, eine Art Fetakäse und Quesillo her, der unserem Mozzarella ähnelt. Für uns haben diese Käsesorten eher weniger Geschmack, sodass wir es beim Probieren belassen.

Blumen

Vom Gang mit dem strengsten Geruch kommen wir zu dem, mit dem schönsten. Ein Meer aus Blumen erstreckt sich vor uns und begeistert Auge und Nase.

Mexiko Markt Blumen

Kleidung und Handwerk

In mehreren Gängen werden FlipFlops, Blusen, Bikinis, Hosen und allerlei Handwerk angeboten. Es gibt in Oaxaca eine spezielle schwarze Tonart, die man in Form kleiner Schälchen oder Tassen erstehen kann. Daneben wird aber auch vieles angeboten, das vermutlich eher Made in China ist. Uns reizt das Ganze wenig, da haben wir doch mehr Spaß zwischen all den Nahrungsmitteln.

Essen- und Getränkestände

Neben den einzelnen Waren kann man auf dem Markt in diversen kleinen Ständen auch Essen und Getränke erstehen. Auf Rat von Angie genehmigen wir uns einen superleckeren, frisch gepressten Saft bzw. Milchshake. Franzi sucht sich die Kombination rote Beete & Möhre aus, während Matthias einen Milchshake mit Ananas und Erdbeere trinkt. In den sogenannten Comedores werden Antojitos (mexikanische Snacks) zu sehr günstigen Preisen angeboten.

Mexiko Markt Säfte

Nervenkitzel auf dem Markt

Auf unserem ersten Marktspaziergang mit Angie bot ein Mädchen kleine, rote Dinge zum Essen an und unsere Spanischlehrerin forderte uns auf, das doch mal zu probieren, es sei toll. Matthias ließ sich überreden und hatte kurze Zeit später eine kleine Heuschrecke mit Chili-Geschmack im Mund. Es war etwas Neues, aber bestimmt nicht toll. Die nächsten 10 Minuten spülte er immer wieder seinen Mund aus ;)

So richtig Nervenkitzel erlebten wir aber als wir am Wochenende ein weiteres Mal über den Markt schlenderten. Matthias stand gerade zum Bezahlen an, als es ihn am Hals kratzte und er versuchte, das vermeintliche Insekt wegzuschnippsen. Dieses war hartnäckig und er musste es noch mal mit mehr Kraft probieren. Als er dann auf dem Boden sah, was ihm da im Genick gesessen hatte, ist er vor Schreck fast in Franzis Arme gesprungen: ein Skorpion! Die umstehenden Mexikaner erzählten, dass dieser schon giftig (wenn auch für uns nicht tödlich) sei und ein Stich ganz schön wehtun würde. Kannst du dir vorstellen, dass es uns danach ständig irgendwo gejuckt hat und wir immer wieder panisch nachgesehen haben, ob wir was an uns haben?!

Ein tolles Erlebnis

Wir verlassen den Markt, ausgerüstet mit ganz vielen Vitaminen und freuen uns, heute nicht nur einen Einkauf erledigt sondern auch einen weiteren Einblick in das Leben der Einheimischen bekommen zu haben. Freundlich und geduldig wurden unsere holprigen Fragen nach dem Preis oder Bestellungen entgegengenommen und die Antwort von einem Lächeln begleitet.

Wir sind auch schon in Deutschland immer gern auf Märkte gegangen, sei es der Fischmarkt in Hamburg, der Markt in Göttingen oder der in Werder. Daher haben wir die Atmosphäre sehr genossen und sind nicht nur einmal hier einkaufen gewesen. Dass es dazu günstig ist und wir sehr frische Nahrungsmittel kaufen konnten, ist ein super Nebeneffekt!

Und du?

Bist du auch so gerne auf Märkten unterwegs? Gibt es etwas, das wir auf dem Markt unbedingt mal kaufen sollten? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen. Wir freuen uns auf deine Anregungen!