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Wir sind im letzten Weltreiseland angekommen: Auf Mauritius werden wir noch einmal drei Wochen paradiesische Strände haben und genügend Zeit, um die Insel zu erkunden. Schon während unserer ersten Woche im Norden der Insel warteten viele Highlights auf uns.

Unsere Unterkunft in Pereybere

Über booking.com hatten wir die Harmonie Villa* dank ihrer super Bewertungen gefunden. Hier bewohnten wir ein super ausgestattetes Apartment mit kleiner Terrasse, Küche und viel Platz. Der Strand ist nur drei Minuten zu Fuß entfernt, der Supermarkt sogar nur zwei. Also auch noch eine optimale Lage. Für 39€ auf Mauritius ein extrem guter Deal!

Strandspaziergang von Pereybere nach Cap Malheureux

Von Pereybere aus kann man fast den gesamten Weg nach Cap Malheureux am Strand entlang spazieren. Mal geht es durch den weißen Sand, mal über die schwarzen Vulkansteine. Dabei immer im Blick: das Meer und die vorgelagerten kleinen Inseln.

Pereybere-Malheureux Ausblick Insel

Wir legten zwischendurch immer wieder Pausen zum Staunen, Fotografieren und Filmen ein. Diese Landschaft war einfach so wunderschön, dass es manchmal schon unwirklich war.

Pereybere-Malheureux Matthias Ausguck

Ungefähr auf halber Strecke liegt Bain Boeuf. Hier gibt es schattige Plätze am Strand. Kurz dahinter beobachteten wir die Wellen wie sie mit voller Wucht gegen die Steine klatschten. Franzi wurde eiskalt erwischt als sie dort für wenige Sekunden Platz genommen hatte ;)

Perybere-Malheureux Franzi wird nass

Die letzten Minuten des Weges führen entlang der Straße und direkt in den kleinen Ort Cap Malheureux. Dessen größte Sehenswürdigkeit ist die Kirche Notre Dame Auxiliatrice mit ihrem roten Dach und der Lage direkt am Wasser. Wir haben hier einige schöne Fotos vom Steg aus machen können.

Cap Malheureux Kirche

Für den Rückweg nahmen wir den Bus, da wir in der prallen Mittagssonne schon gut durchgebrutzelt worden sind. Der Spaziergang selbst ist ca. 4-5 Kilometer lang und dauert je nach Pausenlänge zwischen ein und zwei Stunden. Die Busse brausen regelmäßig die Hauptstraße entlang und nehmen dich mit zurück nach Pereybere oder auch Grand Baie.

Katamaran Ausflug zur Ile Gabriel

Für 1200 Rupie (30€) pro Person hatten wir am Vortag spontan einen Tagesausflug auf dem Katamaran gebucht. In Grand Baie kletterten wir mit 32 weiteren Personen am Morgen auf den Katamaran und steuerten aus der Bucht von Grand Baie. Wir sicherten uns direkt Plätze vorne auf dem Boot und genossen den frischen Wind.

Mauritius Pereybere Catamaran

Je weiter wir uns von Mauritius entfernten, umso stärker wurden die Wellen und so waren wir innerhalb kürzester Zeit klatschnass und schaukelten bei dem Wellengang ordentlich auf und ab. Gut, dass wir nicht seekrank werden!

Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir die Insel Gabriel und wurden mit einem Motorboot dort abgesetzt. Wir erkundeten die Insel ein wenig und suchten uns ein schattiges Plätzchen, um der brennenden Mittagssonne zu entkommen. Im Blick hatten wir hier die Nachbarinsel Flat Island und die ankernden Katamarane.Catamaran Tour Franzi guckt auf Insel

Die Ile Gabriel ist unbewohnt und die Natur unberührt. Wenige der Touristen bewegen sich mehr als 10 Meter vom Anlegestrand weg, sodass wir viele schöne Plätze für uns hatten.

Gabriel Island Blick auf Gunners Island

Das Mittagessen bekamen wir in Form eines Buffets auf dem Katamaran serviert und dazu gab es Wein, Bier, Rum und Softgetränke. Alles war im Preis inbegriffen und wir machten gut Gebrauch von unserer Happy Hour auf dem Meer.

Catamaran Tour Matthias mit Bier

Der Rückweg gestaltete sich deutlich ruhiger, sodass wir gemütlich wieder Richtung Mauritius schipperten. Es war ein genialer Tag auf dem Meer und ein wirklich lohnenswerter Ausflug. Man kann den wohl auch schon für 1000 Rupie (25€) bekommen. Wir finden den Preis echt klasse für das Gebotene.

Mit dem Mietauto in die Berge

Nachdem wir unsere nähere Umgebung zu Fuß und auf dem Boot ausgekundschaftet hatten, wollten wir mit dem Auto noch mehr sehen. Für 1100 Rupie (27€) bekamen wir einen kleinen Mietwagen und brachen auf Richtung Pampelmousse. Hier liegt der Botanische Garten, der als eine der Hauptattraktionen der Insel gilt.

Road Trip Norden Auto

Botanischer Garten

Wir zahlten erwartungsvoll unseren Eintritt (200 Rupie p.P., 5€) und liefen durch die weitläufige Anlage. Hier gibt es vor allem eins: viele, viele Palmen! Wir spazierten durch die Palmenalleen, immer in der Hoffnung, auch noch mal blühende Pflanzen zu sehen. Die einzigen, die wir gefunden haben, hielten wir direkt auf einem Foto fest ;)

Botanischer Garten Blumen

Auch sehr schön fanden wir den Lilienteich mit den schönen weißen Blüten.

Botanischer Garten Lilienteich

Die meiste Begeisterung lösten bei uns eher die Tiere im Garten aus. An einer Stelle hingen hoch in den Bäumen über uns hunderte Flughunde. Das sind quasi große, tagaktive Fledermäuse. Hin und wieder flatterten sie durch die Lüfte und quietschten rum.

Danach liefen wir zu den Riesenschildkröten. Mindestens zehn leben in einem umzäunten Gehege im botanischen Garten. Während ein Großteil sich im Schatten vor der Sonne verkroch, konnten wir eine beim Trinken beobachten. Es wirkte wie Schwerstarbeit, diesen riesigen Panzer vorwärts zu bewegen.

Botanischer Garten Riesenschildkröten

Insgesamt haben uns die Tiere mehr überzeugt als die Pflanzen, das mag aber auch an unseren Interessen liegen. Wir sind einfach nicht so die Botaniker ;)

Die Berge

Schon auf der Fahrt nach Pamplemousse hatten wir immer wieder die Berge im Hintergrund gesehen. Da die gar nicht mehr so weit entfernt schienen, fuhren wir in deren Richtung. Kreuz und quer nahmen wir die kleinen Straßen voller Schlaglöcher und kamen dabei nicht nur den Bergen, sondern auch dem echten Leben auf Mauritius immer näher.

Roadtrip Norden Landschaft

Fernab von touristischen Attraktionen konnten wir die kleinen, bunten Häuser entlang der Straße betrachten. Ab und zu brauste ein weiteres Auto an uns vorbei, sonst hatten wir diese Momente für uns.

Roadtrip Norden Landschaft Matthias

Und wir wurden für unseren Abstecher ins Nirgendwo mit einem sensationellen Blick auf die Landschaft und die Berge belohnt! Zwar sind wir nicht mehr so richtig nah herangekommen, aber die schöne Aussicht genügte uns dann auch.

Strandhopping

Nach unserem kleinen Ausflug ins hügelige Inland fuhren wir zurück an die Küste und klapperten nun die Strände südlich von Grand Baie und Pereybere ab. Das Tolle auf Mauritius ist: die Strände dürfen nicht von den Resorts verbaut werden. Das heißt, man kann immer am Strand entlang laufen, auch vor den Resortanlagen. Und an den öffentlichen Stränden gibt es immer kostenlose Parkplätze. Das ist wirklich klasse!

Pointe aux Piments Meerblick

Nach unserem ersten Stopp am Strand von Pointe aux Piments fuhren wir vom Hunger getrieben nach Trou aux Biches. Hier standen jede Menge Foodtrucks herum, da der Strand gesäumt ist von Resorts und Sonnenanbetern. Nach einer kurzen Stärkung legten wir uns zu den anderen an den weißen Traumstrand und genossen die Kulisse. Die Palmen spenden Schatten und runden dazu das Bild eines Strandes aus dem Katalog ab.

Trou aux Biches Strand

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Strand von Mont Choisy. Dieser liegt südlich von Grand Baie vor einem Nadelwald. So früh am Morgen hatten wir den Strand noch komplett für uns und unternahmen einen ausgedehnten Strandspaziergang.

Mont Choisy Strand Katamaran

Der Strand in Pereybere

Einer der schönsten Strände im Norden ist unserer Meinung nach der Strand in Pereybere. Der öffentliche Strand (mit Bojen im Wasser) ist immer gut besucht und besonders an den Wochenenden sehr voll. Wir liefen meisten nur fünf bis zehn Minuten in die nördliche Richtung und hatten dort den ganzen Traumstrand für uns. Was ein Paradies!

Pereybere Strand mit Steinen

Nur schwer konnten wir uns von der Traumkulisse lösen. Da es aber im Süden von Mauritius noch viel mehr zu erkunden gibt, zogen wir dorthin weiter. Was wir dort alles erlebt haben? Das könnt ihr bald nachlesen.

Für Franzi war es ein Nach-Hause-Kommen nach 10 Jahren, für Matthias war es das erste Mal, dass er die Ostküste der USA besuchen würde. Für uns beide war es eine wirklich tolle Zeit in dieser vielfältigen und so schönen Stadt. In Boston haben wir uns (wieder) unheimlich wohl gefühlt und die Sommertage in vollen Zügen genossen.

Boston Blick von Cambridge

Unsere Unterkunft in Boston

.. war ein absoluter Glücksfall! Im Oktober letztes Jahr hatten wir in Nepal auf der Wanderung im Himalaya Deana und Michael kennengelernt und waren mit ihnen zusammen acht Tage lang den Annapurna Circuit gewandert. Zehn Monate später konnten wir nun bei ihnen übernachten und hatten die bequemste Unterkunft der gesamten Reise – und das zum Freundschaftspreis von einem Essen. Wir sind in South Boston untergekommen und waren innerhalb weniger Minuten mit der T direkt im Zentrum der Stadt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Boston

Boston ist eine der wenigen Großstädte in den USA, die wirklich gut zu Fuß erkundet werden kann. Außerdem gibt es hier ein tolll ausgebautes Nahverkehrssystem – die sogenannte T. Auf fünf verschiedenen Linien wird man (zumeist unter der Erde) kreuz und quer durch die Stadt befördert. Das System ist einfach und praktisch. Eine Einzelfahrt kostet 2,75$ und ist beliebig lang. Wir haben uns ein 7-Tages-Ticket gekauft, das nur 21,25$ kostet und sich damit auch schon für vier oder fünf Tage lohnt. Zudem gilt das Ticket nicht nur für die T sondern auch alle Busse in der Stadt.

Wenn du (so wie wir) in Boston am Flughafen ankommst, kannst du kostenlos mit der Silver Line der T in die Stadt fahren. Die Busse haben extra Gepäckfächer für Koffer und Rucksäcke und sind eine tolle Möglichkeit, einen Haufen Geld für ein Taxi zu sparen.

Sightseeing Highlights in Boston

In unseren sechs Tagen in der Stadt waren wir oft von morgens bis abends unterwegs und haben bei Sonnenschein die vielen schönen Ecken der Stadt erkundet. Und dennoch hätten wir uns noch so viel mehr ansehen können.

Rundblick vom Prudential Center Skywalk

In der 50. Etage des Prudential Center befindet sich der Skywalk, der einen 360° Rundblick auf die Stadt bietet. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 19$ und beinhaltet einen Audio Guide, der einem erklärt, welche Gebäude man da um sich herum so sieht. Der Ausblick ist wirklich fantastisch und die Informationen dazu interessant. Wir finden, dass man dadurch einen tollen Überblick über die Stadt bekommt und können dir nur empfehlen, das zu Beginn deines Aufenthalts in Boston zu machen.

Boston Blick vom Prudential Center

Die nette Ticketverkäuferin gab uns auch den Tipp, dass wir am Abend mit dem gleichen Ticket noch einmal wiederkommen könnten um die beleuchtete Skyline zu sehen. Tipp: Das Ticket muss dafür einmal abgestempelt werden. Das haben wir direkt umgesetzt und sind kurz vor der letzten Fahrstuhlfahrt (21.30 Uhr) noch einmal in die Höhe gefahren um die beleuchtete Innenstadt Bostons zu sehen.

Boston Blick vom Prudential Center nachts

Eine Schifffahrt durch den Hafen Bostons

Mehrfach täglich legen am Long Wharf (beim Boston Aquarium) die Schiffe für die 90-minütige Hafenrundfahrt ab. Während der Fahrt bekamen wir viele interessante Details zur Stadt erzählt, konnten die kleinen Inseln im äußeren Hafen sehen und die Boston Skyline vom Wasser aus betrachten. Wir waren überrascht, wie gut uns diese Rundfahrt gefallen hat. Wir haben uns sehr spontan dazu entschieden (an einem sonnigen Sonntag) und es war kein Problem, bei Boston Harbor Cruises noch Tickets (29$ pro Person) zu bekommen.

Boston Skyline vom Schiff

Entspannung im Boston Common und Public Garden

Inmitten der Innenstadt erstreckt sich unendlich viel Grün im Boston Common. Bei schönem Wetter werden die Wiesen von Sonnenanbetern erobert, der große Spielplatz am Frog Pond von den Kindern gestürmt und das Wasser für eine kleine Abkühlung genutzt. Nebenbei laufen hier so viele Eichhörnchen rum, dass du Stunden damit verbringen kannst, die niedlichen Tierchen zu beobachten.

Boston Public Garden

Nur durch eine Straße vom Boston Common getrennt, liegt der Public Garden mit seinem See in der Mitte. Dieser wird von kleinen Booten befahren. Genauso schön ist es aber, sich am Ufer in die Wiese zu legen, den Enten und Gänsen zuzusehen, der Musik im Hintergrund zu lauschen und diese grüne Oase im Herzen Bostons zu genießen.

Wissenschaft zum Anfassen im Museum of Science

Am Charles River im Norden liegt eines der spannendsten Museen der Stadt. Das Museum of Science bietet für Kleine und Große ganz viel Interessantes und das auf eine so interaktive Art und Weise, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Überall wird man aufgefordert, kleine Experimente auszuprobieren und kann viele Naturphänomene hautnah erleben. Als Matthias dann noch die Dinosaurierknochen in Originalgröße entdeckte, war er vollends begeistert.

Boston Museum of Science Dinosaurier

Im Museum kannst du locker einen ganzen Tag verbringen, solltest aber mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wir haben uns die Lightning Show im Electricity Theater angesehen, bei der live Blitze erzeugt werden und viel zur Elektrizität erzählt wird. Das war schon sehr beeindruckend!

Boston Museum of Science Lightning Show

In der Ausstellung zum menschlichen Körper kann man an zehn verschiedenen Stationen Informationen über sich selbst sammeln (z.B. Wie effektiv läufst du?), die man selbst am Computer einsehen kann. Wir fanden das sehr faszinierend und haben uns immer wieder in die Schlangen zwischen die Kinder gestellt. Das Museum of Science ist ein wirklich außergewöhnliches Museum, da jede Ausstellung dafür ausgelegt ist, den Besucher einzubeziehen. Den Eintritt von 25$ für einen Erwachsenen fanden wir völlig angemessen.

Im Fenway Park ein Baseballspiel der Red Sox schauen

Boston ist bekannt für seine Sportteams und in allen wichtigen Ligen vertreten. Der älteste Ballpark der USA liegt nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt und beherbergt die Spiele der Boston Red Sox. Im Stadion werden Fenway Franks (Hot Dogs), Pommes und jede Menge Bier verkauft. Das alles natürlich zu saftigen Preisen (Bier 10$). Die Stimmung im Stadion ist wirklich klasse und wird durch Aktionen wie ein Dance Off in der Spielpause und Ähnliches getragen. Da wird das Baseballspiel fast zur Nebensache ;) Wir konnten kurzfristig über stubhub noch Tickets für ein Spiel an einem Samstagabend bekommen, haben zwei Homeruns und einen Sieg der Red Sox gesehen. Perfekt gelaufen!

Boston Fenway Park

Im Boston Aquarium Pinguine, Fische und Seelöwen bestaunen

Im ehemals größten Fischtank der Welt tummeln sich so viele Meeresbewohner, dass wir ständig unsere Nase an der Scheibe platt drückten um auch nichts zu verpassen. Dort schwammen riesige Fische, Hammerhaie und große Schildkröten direkt neben uns vorbei. Der Tank ist in der Mitte des Aquariums platziert und Besucher können sich über vier Etagen ganz hoch arbeiten.

Boston Aquarium

Aber auch die anderen Aquarien und Ausstellungen bieten faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt. Es gibt sogar einen Octopus, ein Tier das wir bisher noch nie gesehen hatten. Matthias konnte nach seinen Tauchgängen in Nicaragua sogar einige Fische wiedererkennen. Es war aber auch ein bisschen schräg, die Tiere hier eingesperrt zu sehen, wo wir in Nicaragua eben bei unseren Tauch- und Schnorchelerlebnissen die Fische noch in ihrem eigentlichen Lebensraum betrachtet hatten. Wir haben entschieden, dass wir das deutlich lieber mögen. Dennoch ist das Boston Aquarium sehr sehenswert, wenn auch mit einem Eintrittspreis von 28$ für Erwachsene nicht günstig.

Quincy Market und Faneuil Hall

Auf diesem großen Marktplatz steppt der Bär… oder es tanzt die Hip Hop Truppe aus New York. Hier ist immer was los und die Menschen strömen nur so an einem vorbei. Der Quincy Market ist eine Art riesiger Foodcourt, in dem es alles nur Erdenkliche zu essen gibt. Wir haben uns hier an mehreren Tagen eine Clam Chowder geteilt, für die Boston berühmt ist. Dabei handelt es sich um eine Muschelsuppe, die am besten in der Brotschüssel (ein Brotlaib in Schüsselform) gegessen wird. Das ist echt lecker und macht richtig satt.

Boston Clam Chowder

Aber auch um den Quincy Market herum gibt es viele Läden, sodass die Gegend für einen Einkaufsbummel optimal ist. Am einen Ende steht mit der Faneuil Hall zudem auch ein wichtiges historisches Gebäude, das 1742 errichtet wurde. Dieses Marktgebäude wurde in den Jahren vor der Boston Tea Party für Protestaktionen und Zusammenkünfte genutzt.

MIT und Harvard

Auf der anderen Seite des Charles River befindet sich Cambridge mit den berühmten Universitäten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Harvard. Beide Unis haben zahlreiche Nobelpreisträger hervorgebracht, zählen zu den Elite-Unis der USA und sind weltweit bekannt. Wir schlenderten über den Campus vom MIT, waren architektonisch aber mehr von den Backsteingebäuden Harvards angetan.

Boston MIT

Noch einmal schwelgten wir in unserer Unizeit, dem Göttinger Campus, der Z-Mensa und den vielen damit verbundenen Erlebnissen. Ob die Studenten hier ein ähnliches Unileben führen?

Sonnen an der Esplanade

Das Ufer des Charles River auf der Höhe des Back Bay Viertels und des Boston Common wird Esplanade genannt. Hier sonnten wir uns auf einem Steg, genossen den Blick auf Cambridge und die Segelboote auf dem Fluss. Die Strecke ist beliebt bei Joggern und viele bringen ihre Hängematte mit und entspannen zwischen den Bäumen. So richtig voll wird es hier am 4. Juli, dem Nationalfeiertag, weil auf dem Fluss das große Feuerwerk zu sehen ist und in der Hatch Shell (einer Open Air Konzertmuschel) das Boston Pops Orchester spielt. Im Sommer gibt es hier viele Veranstaltungen und einige sogar kostenlos.

Boston Esplanade

Back Bay und Newbury Street

Eines der teuersten Wohnviertel in Boston ist das sogenannte Back Bay mit seinen Backsteinhäusern im viktorianischen Stil. Hier kannst du endlos durch die Straßen schlendern und findest an jeder Ecke ein neues Fotomotiv, das du unbedingt festhalten musst. Die bekannteste Straße in Back Bay ist die Newbury Street mit ihren schönen Boutiquen, edlen Restaurants und kleinen Läden zum Stöbern. Für unser Budget leider eine Ecke zu teuer, aber Gucken kostet ja nix.

Boston Back Bay Newbury Street

Den Harbor Walk entlang spazieren

Vorbei an Piers und immer den Bostoner Hafen im Blick liefen wir den Harbor Walk entlang. Insgesamt geht dieser über eine Strecke von 70 Kilometern bis hin zum Neponset River. Wir sind zur South Station gefahren und von dort den Weg bis zum Aquarium spaziert, das waren vermutlich eher ein bis zwei Kilometer ;) Die blauen Zeichen helfen zur Orientierung und zwischendurch stehen immer wieder Informationstafeln mit Hinweisen zur Geschichte des Hafens oder der Stadt. Ein toller Spaziergang!

Boston Harbor Walk

Financial District und Rose Kennedy Greenway

Häufig sind die Finanzviertel in Großstädten wenig anschauliche Betonansammlungen. Anders in Boston! Auch hier stehen viele Wolkenkratzer herum um die ganzen Büros zu beherbergen. Aber inmitten der Wolkenkratzer finden sich immer wieder schöne historische Gebäude und der Rose Kennedy Greenway. Dieser längliche Park führt einmal quer durch den Financial District und lädt zum Ausruhen auf der Wiese ein. Vor 15 Jahren ging an dieser Stelle noch ein riesiger, hässlicher Highway quer durch die Stadt. Im Rahmen eines finanziellen Mega-Projektes (The Big Dig) wurde der Highway unter die Erde verlegt und an seiner Stelle kannst du heute im Rose Kennedy Greenway entspannt durch Grün schlendern und die Blicke auf die Stadt genießen.

Boston Financial District Rose Kennedy Greenway

Der Freedom Trail

Während wir die ersten Tage oft eher ziellos durch Boston geschlendert waren, folgten wir an unserem letzten Tag dem sogenannten Freedom Trail. Dieser führt an 16 bedeutenden historischen Gebäuden und Plätzen vorbei und verbindet diese in Form einer roten Linie auf dem Boden. Während dieses ungefähr vier Kilometer langen Spaziergangs lernten wir einige historische Fakten zur Gründung der Vereinigten Staaten und der großen Bedeutung von Boston dabei.

Boston Common State House

Der Spaziergang selbst ist kostenlos und einige der Gebäude konnten wir ebenfalls kostenlos besichtigen. Es gibt aber auch Museen, in denen ein Eintritt zwischen 2 und 8$ fällig wird. Startpunkt des Freedom Trail ist der Boston Common, zu dem man am einfachsten mit der T kommt und an der Station Park Street aussteigt.

Geld sparen mit dem Boston City Pass

Reisen in den USA ist teuer und das vor allem, wenn du dir viel ansehen möchtest. In Boston kannst du mit dem Boston City Pass richtig Geld sparen. Als Erwachsener zahlst du 56$ und kannst vier Top-Sehenswürdigkeiten besichtigen, für die du sonst deutlich mehr Eintritt zahlen müsstest. Enthalten im Pass sind:

  • Eintritt für Prudential Center Skywalk (sonst 19$)
  • Eintritt für das Boston Aquarium (sonst 28$)
  • Eintritt für das Museum of Science (sonst 25$)
  • Boston Harbor Cruise (sonst 29$) ODER Harvard Museum of Natural History (sonst 12$)

Der Pass kann online gekauft werden, aber auch an jeder der Attraktionen, die im Pass enthalten sind. Ein weiterer Vorteil, der in der Hauptreisezeit nicht zu vernachlässigen ist: du brauchst nicht anzustehen. Entweder kannst du direkt das Ticket im City Pass verwenden oder es gibt eine extra (und deswegen extra kurze) Warteschlange für die Inhaber des Boston City Pass. Wir haben durch den City Pass jeder 45$ gespart. Der Pass ist an neun aufeinanderfolgenden Tagen gültig und bietet damit genügend Zeit, sich alles in Ruhe anzusehen.

So viel erlebt in Boston

Während wir sonst eher in gemütlichem Tempo reisen und am Tag vielleicht eine Aktivität unternehmen, haben wir in Boston genau das Gegenteil gemacht. Zu kostbar schien es uns, Zeit für Video schneiden, Blogbeitrag schreiben oder Reiseplanung zu vergeuden. Wir haben die Stadt von allen Ecken aus gesehen und auch Franzi hat noch mal viel Neues entdecken können. Allerdings waren wir am Ende der Woche dann auch ziemlich platt! Doch Ausruhen stand erst Mal noch nicht auf dem Plan, denn als nächstes haben wir New York City erobert!

Zum Abschluss unserer vier Wochen in Bolivien haben wir noch einmal ein echtes Highlight rausgehauen: die schönste Unterkunft am höchsten (beschiffbaren) Binnensee der Welt inmitten wunderschöner Natur! In Copacabana (nicht zu verwechseln mit dem in Brasilien!) verbrachten wir vier sehr entspannte Tage. Wir erkundeten die Isla del Sol, lernten über die Inkas und entspannten in unserer Traumhütte mit Kamin und Blick auf den See.

Unsere Fahrt von La Paz nach Copacabana

Täglich fahren mehrere öffentliche Busse von La Paz nach Copacabana, welches die meistbesuchte Stadt auf der bolivianischen Seite des Titicacasees ist. Da diese Busse allerdings in einer eher unsicheren Gegend abfahren, haben wir uns für den Touristenbus entschieden. Für 40 Bolivianos (5,20€) pro Person wurden wir morgens in unserem Hostel in La Paz abgeholt und fuhren in einem nicht mal zur Hälfte besetzten Bus in Richtung des Titicacasees. Da es im Bus keine Heizung gab, wurden wir mit warmen Decken versorgt. Ein weiterer Pluspunkt der Touristenvariante!

Unser Highlight der Busfahrt war sicherlich die kurze Überquerung des Titicacasees. Hier mussten wir den Bus verlassen und wurden mit einem kleinen Boot für 2 Bolivianos auf die andere Seite befördert. Unser Bus folgte kurze Zeit später auf einer eigenen Fähre!

Bolivien Titicacasee Bus auf Fähre

Danach fuhren wir noch eine knappe Stunde und diese verbrachten wir mit plattgedrückten Nasen am Fenster. Wir fuhren entlang des Sees und bekamen schon richtig tolle Aussichten geboten. Nach 4 Stunden kamen wir schließlich in Copacabana an und machten uns auf die Suche nach einem Hotel.

Las Olas: Unsere Unterkunft am Titicacasee

Wir hatten uns vorher schon im Internet informiert und die durchweg positiven Kritiken führten uns auf einen kleinen Berg zu Las Olas*, einer Anlage mit 8 Suiten, die in stylischen Häusern untergebracht sind. Von allen gibt es einen perfekten Blick auf den See. Wir hatten Glück, konnten uns spontan zwischen drei Zimmern entscheiden und sogar den Preis noch etwas verhandeln.

Bolivien Titicacasee Blick von Unterkunft auf See

Und so zogen wir für die nächsten vier Nächte in die Suite Nummer 2 ein: mit Küche, Kamin, Hängematten und dem besten Blick überhaupt! Vier Tage lang feierten wir uns für diese Entscheidung. :) Klar, diese Unterkunft lag über unserem Budget (40€ pro Nacht) und es hätte deutlich günstigere Zimmer in Hostels gegeben. Aber für unsere letzten Tage in Bolivien wollten wir uns so eine besondere Unterkunft einfach nicht entgehen lassen.

Bolivien Titicacasee Unterkunft Las Las

Als dann tagsüber auch noch das Hausalpaka auf unserer Terrasse vorbeischaute, waren wir völlig aus dem Häuschen! Das wollige Tierchen war zwar mehr an dem Gras als an uns interessiert, aber das störte uns nicht weiter!

Bolivien Titicacasee Alpaka im Garten

Anstrengender Spaziergang auf den Cerro Calvario

Unsere gemütliche Hütte lag an einem Berg, von dessen Gipfel man einen tollen Blick auf Copacabana und den Titicacasee haben sollte. Und so stapften wir am frühen Nachmittag die vielen Stufen den Berg hinauf.

Bolivien Titicacasee Wanderung auf Cerro Calvario

Bei einer Höhe von 3800 Metern blieb uns dabei ständig die Luft weg und wir mussten immer wieder Pausen einlegen. Dafür wurden wir tatsächlich mit einer tollen Aussicht belohnt und blieben eine ganze Weile auf dem Gipfel sitzen um die schöne Natur zu beobachten.

Bolivien Titicacasee Blick vom Cerro Calvario

Bootstour zur Isla de la Luna und Isla del Sol

An unserem zweiten Tag standen wir schon früh auf, um das Boot um 8:30 Uhr zu nehmen. Heute wollten wir zwei Inseln im Titicacasee erkunden und hatten am Vortag schon die Tickets für 35 Bolivianos (4,50€) am Seeufer erstanden. Erster Halt nach über zwei Stunden Fahrt war die Isla de la Luna. Dazu sei gesagt, dass man die Strecke auch innerhalb von einer halben Stunde zurücklegen könnte wenn die Boote nicht Schrittgeschwindigkeit fahren würden ;)

Isla de la Luna

Bolivien Titicacasee Isla de la Luna

Auf der Isla de la Luna kämpften wir uns den Berg hinauf und konnten von dort auf die schneebedeckten Berge auf bolivianischer Seite, die Isla del Sol im Titicacasee sowie die Berge auf peruanischer Seite sehen. Wir picknickten unsere mitgebrachten Empanadas und verschnauften neben einem Alpaka bevor die Bootstour sich fortsetzte.

Bolivien Titicacasee Alpaka

Isla del Sol

Nach weiteren 45 Minuten hielten wir im Süden der Isla del Sol. Hier sollen die ersten Inka gelebt haben, sodass es sich nicht nur um eine wunderschöne sondern auch noch sehr geschichtsträchtige Insel handelt. Wir hatten kurzfristig auf dem Boot einer geführten Wanderung über die Insel zugestimmt und bekamen nun allerhand Informationen geliefert.

Bolivien Titicacasee Isla del Sol

Nachdem wir zunächst einen Sonnentempel aus der Prä-Inkazeit bestaunten und Matthias im Thron probe saß, ging es immer weiter hinauf bis wir uns schließlich fast 200 Meter oberhalb des Sees befanden. Von hier bot sich uns ein umwerfender Ausblick auf die Landschaft. Der See mutete eher wie ein Meer an, denn wir konnten kein Ende ausmachen. Von unserem Guide erfuhren wir, dass Titi auf Spanisch Puma bedeutet und Caca Steine. Der See hat angeblich die Form eines Pumas und die Steine stehen für die Inseln im See.

Bolivien Titicacasee Blick von Isla del Sol

Nach 90 Minuten erreichten wir schließlich den Jungbrunnen der Inka und damit auch den mittleren Teil der Insel, von dem aus unser Boot uns wieder nach Copacabana bringen sollte. Der nördliche Teil war zur Zeit unseres Besuchs (Juni 2017) für Touristen nicht zugänglich. Die Bewohner des Nordens und der Mitte befinden sich momentan in einem Kampf um das Land und die Vormacht über die Handelsstraßen, sodass aufgrund der angespannten Lage von einem Besuch des nördlichen Teils der Insel abgeraten wird.

Bolivien Titicacasee Paarfoto Isla del Sol

Für uns war es ein sehr schöner Ausflug, bei dem wir viel von der Natur sehen und einiges über die Kultur der Inka lernen konnten. Mit dem Eintritt auf die Inseln (jeweils 10 Bolivianos) und der geführten Tour zahlten wir letztendlich insgesamt 20€ zusammen, was wir für einen Tagesausflug völlig okay fanden. Alternativ kann man den Spaziergang vom südlichen zum mittleren Teil der Insel auch ohne Guide machen. Der Weg ist völlig eindeutig und kann nicht verfehlt werden!

Entspannung im Hot Tub

Wir haben zwar schon ausführlich beschrieben, weshalb unsere Unterkunft so grandios war… aber wir müssen es noch ergänzen. Inmitten der ganzen Hütten befindet sich nämlich ein Hot Tub, den man sich für eine Stunde zwischen 16 und 22 Uhr reservieren kann. So reservierten wir uns die Badewanne für nur 18 Bolivianos (2,30€) pro Person für die Sonnenuntergangsstunde zwischen 18 und 19 Uhr. Im angenehm warmen Wasser sahen wir zu, wie sich der Himmel über dem See langsam ins rosafarbene verwandelte. Es war wunderschön und sehr romantisch.

Bolivien Titicacasee Sonnenuntergang

Man kann den Hot Tub übrigens auch reservieren wenn man kein Hotelgast ist. Einfach bei der Rezeption Bescheid geben. Abends gibt es dann Handtücher dazu und direkt neben dem Hot Tub ist eine Umkleide und Bad.

Letzte entspannte Tage in Bolivien

Bei schönstem Sonnenschein verbrachten wir unsere letzten Tage in Bolivien sehr entspannt. Wir sonnten uns in der Hängematte, spazierten durch die kleinen Gassen des Ortes und kauften auf dem örtlichen Markt ein. Es war ein toller Abschluss unserer vier Wochen in Bolivien. Und jetzt? Jetzt geht es Auf zu neuen Abenteuern! ;)