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Zum Abschluss unserer vier Wochen in Bolivien haben wir noch einmal ein echtes Highlight rausgehauen: die schönste Unterkunft am höchsten (beschiffbaren) Binnensee der Welt inmitten wunderschöner Natur! In Copacabana (nicht zu verwechseln mit dem in Brasilien!) verbrachten wir vier sehr entspannte Tage. Wir erkundeten die Isla del Sol, lernten über die Inkas und entspannten in unserer Traumhütte mit Kamin und Blick auf den See.

Unsere Fahrt von La Paz nach Copacabana

Täglich fahren mehrere öffentliche Busse von La Paz nach Copacabana, welches die meistbesuchte Stadt auf der bolivianischen Seite des Titicacasees ist. Da diese Busse allerdings in einer eher unsicheren Gegend abfahren, haben wir uns für den Touristenbus entschieden. Für 40 Bolivianos (5,20€) pro Person wurden wir morgens in unserem Hostel in La Paz abgeholt und fuhren in einem nicht mal zur Hälfte besetzten Bus in Richtung des Titicacasees. Da es im Bus keine Heizung gab, wurden wir mit warmen Decken versorgt. Ein weiterer Pluspunkt der Touristenvariante!

Unser Highlight der Busfahrt war sicherlich die kurze Überquerung des Titicacasees. Hier mussten wir den Bus verlassen und wurden mit einem kleinen Boot für 2 Bolivianos auf die andere Seite befördert. Unser Bus folgte kurze Zeit später auf einer eigenen Fähre!

Bolivien Titicacasee Bus auf Fähre

Danach fuhren wir noch eine knappe Stunde und diese verbrachten wir mit plattgedrückten Nasen am Fenster. Wir fuhren entlang des Sees und bekamen schon richtig tolle Aussichten geboten. Nach 4 Stunden kamen wir schließlich in Copacabana an und machten uns auf die Suche nach einem Hotel.

Las Olas: Unsere Unterkunft am Titicacasee

Wir hatten uns vorher schon im Internet informiert und die durchweg positiven Kritiken führten uns auf einen kleinen Berg zu Las Olas*, einer Anlage mit 8 Suiten, die in stylischen Häusern untergebracht sind. Von allen gibt es einen perfekten Blick auf den See. Wir hatten Glück, konnten uns spontan zwischen drei Zimmern entscheiden und sogar den Preis noch etwas verhandeln.

Bolivien Titicacasee Blick von Unterkunft auf See

Und so zogen wir für die nächsten vier Nächte in die Suite Nummer 2 ein: mit Küche, Kamin, Hängematten und dem besten Blick überhaupt! Vier Tage lang feierten wir uns für diese Entscheidung. :) Klar, diese Unterkunft lag über unserem Budget (40€ pro Nacht) und es hätte deutlich günstigere Zimmer in Hostels gegeben. Aber für unsere letzten Tage in Bolivien wollten wir uns so eine besondere Unterkunft einfach nicht entgehen lassen.

Bolivien Titicacasee Unterkunft Las Las

Als dann tagsüber auch noch das Hausalpaka auf unserer Terrasse vorbeischaute, waren wir völlig aus dem Häuschen! Das wollige Tierchen war zwar mehr an dem Gras als an uns interessiert, aber das störte uns nicht weiter!

Bolivien Titicacasee Alpaka im Garten

Anstrengender Spaziergang auf den Cerro Calvario

Unsere gemütliche Hütte lag an einem Berg, von dessen Gipfel man einen tollen Blick auf Copacabana und den Titicacasee haben sollte. Und so stapften wir am frühen Nachmittag die vielen Stufen den Berg hinauf.

Bolivien Titicacasee Wanderung auf Cerro Calvario

Bei einer Höhe von 3800 Metern blieb uns dabei ständig die Luft weg und wir mussten immer wieder Pausen einlegen. Dafür wurden wir tatsächlich mit einer tollen Aussicht belohnt und blieben eine ganze Weile auf dem Gipfel sitzen um die schöne Natur zu beobachten.

Bolivien Titicacasee Blick vom Cerro Calvario

Bootstour zur Isla de la Luna und Isla del Sol

An unserem zweiten Tag standen wir schon früh auf, um das Boot um 8:30 Uhr zu nehmen. Heute wollten wir zwei Inseln im Titicacasee erkunden und hatten am Vortag schon die Tickets für 35 Bolivianos (4,50€) am Seeufer erstanden. Erster Halt nach über zwei Stunden Fahrt war die Isla de la Luna. Dazu sei gesagt, dass man die Strecke auch innerhalb von einer halben Stunde zurücklegen könnte wenn die Boote nicht Schrittgeschwindigkeit fahren würden ;)

Isla de la Luna

Bolivien Titicacasee Isla de la Luna

Auf der Isla de la Luna kämpften wir uns den Berg hinauf und konnten von dort auf die schneebedeckten Berge auf bolivianischer Seite, die Isla del Sol im Titicacasee sowie die Berge auf peruanischer Seite sehen. Wir picknickten unsere mitgebrachten Empanadas und verschnauften neben einem Alpaka bevor die Bootstour sich fortsetzte.

Bolivien Titicacasee Alpaka

Isla del Sol

Nach weiteren 45 Minuten hielten wir im Süden der Isla del Sol. Hier sollen die ersten Inka gelebt haben, sodass es sich nicht nur um eine wunderschöne sondern auch noch sehr geschichtsträchtige Insel handelt. Wir hatten kurzfristig auf dem Boot einer geführten Wanderung über die Insel zugestimmt und bekamen nun allerhand Informationen geliefert.

Bolivien Titicacasee Isla del Sol

Nachdem wir zunächst einen Sonnentempel aus der Prä-Inkazeit bestaunten und Matthias im Thron probe saß, ging es immer weiter hinauf bis wir uns schließlich fast 200 Meter oberhalb des Sees befanden. Von hier bot sich uns ein umwerfender Ausblick auf die Landschaft. Der See mutete eher wie ein Meer an, denn wir konnten kein Ende ausmachen. Von unserem Guide erfuhren wir, dass Titi auf Spanisch Puma bedeutet und Caca Steine. Der See hat angeblich die Form eines Pumas und die Steine stehen für die Inseln im See.

Bolivien Titicacasee Blick von Isla del Sol

Nach 90 Minuten erreichten wir schließlich den Jungbrunnen der Inka und damit auch den mittleren Teil der Insel, von dem aus unser Boot uns wieder nach Copacabana bringen sollte. Der nördliche Teil war zur Zeit unseres Besuchs (Juni 2017) für Touristen nicht zugänglich. Die Bewohner des Nordens und der Mitte befinden sich momentan in einem Kampf um das Land und die Vormacht über die Handelsstraßen, sodass aufgrund der angespannten Lage von einem Besuch des nördlichen Teils der Insel abgeraten wird.

Bolivien Titicacasee Paarfoto Isla del Sol

Für uns war es ein sehr schöner Ausflug, bei dem wir viel von der Natur sehen und einiges über die Kultur der Inka lernen konnten. Mit dem Eintritt auf die Inseln (jeweils 10 Bolivianos) und der geführten Tour zahlten wir letztendlich insgesamt 20€ zusammen, was wir für einen Tagesausflug völlig okay fanden. Alternativ kann man den Spaziergang vom südlichen zum mittleren Teil der Insel auch ohne Guide machen. Der Weg ist völlig eindeutig und kann nicht verfehlt werden!

Entspannung im Hot Tub

Wir haben zwar schon ausführlich beschrieben, weshalb unsere Unterkunft so grandios war… aber wir müssen es noch ergänzen. Inmitten der ganzen Hütten befindet sich nämlich ein Hot Tub, den man sich für eine Stunde zwischen 16 und 22 Uhr reservieren kann. So reservierten wir uns die Badewanne für nur 18 Bolivianos (2,30€) pro Person für die Sonnenuntergangsstunde zwischen 18 und 19 Uhr. Im angenehm warmen Wasser sahen wir zu, wie sich der Himmel über dem See langsam ins rosafarbene verwandelte. Es war wunderschön und sehr romantisch.

Bolivien Titicacasee Sonnenuntergang

Man kann den Hot Tub übrigens auch reservieren wenn man kein Hotelgast ist. Einfach bei der Rezeption Bescheid geben. Abends gibt es dann Handtücher dazu und direkt neben dem Hot Tub ist eine Umkleide und Bad.

Letzte entspannte Tage in Bolivien

Bei schönstem Sonnenschein verbrachten wir unsere letzten Tage in Bolivien sehr entspannt. Wir sonnten uns in der Hängematte, spazierten durch die kleinen Gassen des Ortes und kauften auf dem örtlichen Markt ein. Es war ein toller Abschluss unserer vier Wochen in Bolivien. Und jetzt? Jetzt geht es Auf zu neuen Abenteuern! ;)

In drei Tagen haben wir uns die größte Stadt Boliviens und höchste Hauptstadt der Welt angesehen und festgestellt: sie ist lange nicht so schön wie Sucre, hat aber tolle Ecken und einen unglaublichen Reiz durch ihre schiere Größe. In unserem Beitrag beschreiben wir dir einen schönen Spaziergang, wo du den besten Ausblick auf die Stadt hast und das beste Essen findest.

Anfahrt von Sucre nach La Paz

Von Sucre aus gibt es nur die Möglichkeit, mit einem Nachtbus nach La Paz zu gelangen. Unsere Spanischschule empfahl uns das Busunternehmen El Dorado, welches in Bolivien das beste sein soll. Hier kostet eine Nachtfahrt 180 Bolivianos (23,50€) pro Person. Da deren Büro am Busbahnhof noch geschlossen war, erstanden wir unsere Bustickets bei Trans Copacabana. Wir zahlten pro Person 120 Bolivianos (15,70€) und nahmen am Abend in sehr breiten, bequemen Sitzen platz, die sich bis auf 150° verstellen ließen. Anfangs waren es noch angenehme 20°C im Bus, im Laufe der Nacht kühlte es sich dann aber auf empfindliche 10° herunter. Also lieber in paar Schichten mehr anziehen oder wie die Bolivianer dicke Decken mitbringen. Nach 12 Stunden erreichten wir schlaftrunken schließlich La Paz.

Unsere Unterkunft in La Paz

Mitten im Zentrum gelegen, hatten wir das Vintage York B&B* über booking.com* gebucht. Unser Doppelzimmer mit eigenem Bad lag im hinteren Teil des Hostels, sodass wir trotz der zentralen Lage nichts vom Lärm mitbekamen. Unser Bad lag neben unserem Zimmer und so mussten wir für jeden Toilettengang durch das Gemeinschaftszimmer. Für 21€ pro Nacht schliefen wir in einem sehr bequemen Bett und können das Hostel empfehlen.

Frühstück im Café del Mundo

Bolivien La Paz Café del Mundo

Fast jeder Tag begann für uns im urgemütlichen Café del Mundo. Auf drei Etagen kann man sich hier in bequeme Sessel, Sofaecken oder auf Stühle flezen und dabei die tollsten Leckereien essen. Wir probierten das Porridge, Omelette und die Smoothie Bowl zum Frühstück. Alles schmeckte hervorragend! Das Café wurde von einer Schwedin aufgebaut und ist voll auf die Gelüste und Wünsche von Reisenden eingestellt. Mal stöberten wir in einem Bildband durch weltweite Reiseziele, mal nutzten wir das Internet für die Planung unserer Tage in La Paz. Hier bleiben keine Wünsche offen!

Bolivien La Paz Café del Mundo Essen

Ein Spaziergang durch La Paz

An unserem zweiten Tag in La Paz schlenderten wir durch die zahlreichen Straßen und sahen uns einige der wichtigsten Plätze und Gebäude an. Von der Iglesia San Francisco aus ging es durch den riesigen Markt auf zum Plaza Domingo Murillo, dem Hauptplatz von La Paz. Er wird von wunderschönen Gebäuden flankiert, die wiederum eingebaut sind durch weniger schöne. Wir setzten uns eine ganze Weile auf die Treppen vor dem Platz, betrachteten den Regierungssitz, den Präsidentenpalast und vor allem das Treiben drumherum. Es war Sonntag und viele Familien waren mit ihren Kindern unterwegs.

Bolivien La Paz Regierungssitz

Zahlenmäßig waren wir Menschen den Tauben aber hoffnungslos unterlegen, denn davon gab es bestimmt dreihundert auf dem Platz. Für nur 2 Bolivianos konnte man Futter erstehen und so wurden die Vögel von vielen Kindern gefüttert. Wir genossen die entspannte Atmosphäre auf dem Plaza Domingo Murillo bevor wir unseren Spaziergang fortsetzten.

Bolivien La Paz Plaza Domingo Murillo

Immer weiter bergauf führte unser Weg bis wir schließlich mit Schnappatmung und roten Köpfen am Mirador (Aussichtspunkt) Kili Kili ankamen. Von hier aus bot sich uns ein super Blick auf La Paz – sowohl die Innenstadt mit ihren vielen Hochhäusern als auch die vollständig bebauten Berghänge drumherum.

Bolivien La Paz Mirador Kili Kili

Vom Aussichtspunkt ging es schließlich zum großen Park in La Paz, dem Parque Urbano Central. Die Grünfläche war jedoch von vielen geteerten Straßen durchzogen und entsprach irgendwie nicht so unserer Vorstellung eines großen Parks, sodass wir hier nicht lange verweilten.

Bolivien La Paz Parque Urbano Central

Über den Prado (die große Hauptstraße in Downtown La Paz) führte unser Weg schließlich wieder zurück zur Iglesia San Francisco. Wir waren ungefähr vier Stunden unterwegs und vom ständigen Auf- und Ablaufen ziemlich geschafft danach.

Teleferico: Mit der Skigondel über La Paz fliegen

Da La Paz an verschiedenen Bergen und Hügeln liegt, die Stadt aus allen Nähten platzt und der Verkehr die Innenstadt fast lahmlegt, musste eine Lösung für den öffentlichen Verkehr her. U-Bahn wird schwierig bei so viel Höhenmetern Unterschied und für S-Bahn oder ähnliches ist die Stadt viel zu stark zugebaut. Also: Gondelbahn! Auf inzwischen sechs Linien kann man bequem über La Paz schweben und sich viel Gehupe und Stau ersparen. Und das in guten Doppelmayr-Gondeln, da haben wir sofort Bock auf Skiurlaub bekommen.

Bolivien La Paz Blick aus Gondel

Wir wollten eigentlich mit der roten Linie nach El Alto fahren, einem Stadtteil, der 400 Meter höher liegt als die Innenstadt. Allerdings war genau diese Linie zur Zeit unseres Besuchs in Wartung. So fuhren wir mit dem Minibus zur Plaza España, um von dort mit der gelben Linie nach El Alto zu fahren. Eine Einzelfahrt kostet nur 3 Bolivianos (40 Cent) und bietet einen super Ausblick über die Stadt.

Bolivien La Paz Blick auf Vulkan

Oben angekommen, fuhren wir noch einmal 7 Stockwerke hinauf um im Restaurant Mirador die untergehende Sonne und den Blick auf ganz La Paz mit seinen unglaublichen Ausmaßen zu bekommen. Die Preise für Wasser, Tee und Cola waren total angemessen und es wurde uns sogar ein Heizstrahler hingestellt. Spartipp: Wer sich das Geld sparen möchte, kann einfach in der Gondelstation zum Laden von Pollo Copacabana gehen und hat von dort ebenfalls einen tollen Ausblick auf die Stadt!

Bolivien La Paz Nachtblick von El Alto

Da die Orte entlang der gelben Linie auch abends problemlos aufgesucht werden können, können wir diese Gondelfahrt zur Abendzeit echt empfehlen! Am besten im Hellen hochfahren um die Stadt noch gut bestaunen zu können und dann oben den Sonnenuntergang schauen und in die beleuchtete Stadt wieder runterfahren. Der Blick ist unbezahlbar!

Museo de Instrumentos Musicales

Eine sehr schöne Ecke in La Paz ist die Fußgängerzone bei der Calle Indaburo, in der sich zahlreiche Museen befinden. Wir haben uns das Instrumentenmuseum angesehen und fanden, dass wir hier für nur 5 Bolivianos Eintritt (60 Cent) wirklich viel geboten bekamen. Auf zwei Etagen waren die Musikinstrumente der damaligen und heutigen Zeit ausgestellt. Sobald wir einen Raum betraten, begann im Hintergrund Musik zu spielen, um zu demonstrieren, wie sich die ausgestellten Instrumente anhörten.

Bolivien La Paz Museum Musikinstrumente

Das Beste aber war, dass wir viele Instrumente selbst ausprobieren konnten! So spielten wir auf verschiedenen Wanqaras (Trommeln), klimperten auf einem alten Klavier und trommelten auf einem Schildkrötenpanzer herum. Es machte sehr viel Spaß und war mal ein anderer Ansatz, etwas über die Geschichte eines Landes zu lernen, der uns sehr gut gefiel.

Bolivien La Paz Museum zum Anfassen

Am ausgefallensten fanden wir übrigens die Gitarren, die aus Gürteltierkörpern hergestellt wurden. Eine hatte sogar noch die Haare dran!!

Unsere Essenstipps für La Paz

Da unser Hostel so schön zentral lag, war es nie weit bis zum nächsten Café oder Restaurant, das super Essen für wenig Geld bot. Eine tolle vegane Option ist das Café Vida, welches sich etwas versteckt in einem Hinterhof in der Calle Sagarnaga befindet. Hier haben wir die Hippie Bowl probiert, die aus schwarzem Reis, rote Beete, Avocado und vielen weiteren leckeren Gemüsesorten bestand. Die Karte bot zahlreiche Smoothie- und Veggiebowls, Salate und jeden Tag eine Suppe mit selbstgebackenem Brot.

Bolivien La Paz veganes Essen

Direkt darunter befindet sich das iCrepe, in dem man herzhafte und süße Crêpes in zwei Größen bekommt. Wir haben uns einen bretonischen Crêpe und einen mit kandierten Äpfeln und Mandeln geteilt. Beide waren super!

Für die Fleischesser unter euch können wir The Steakhouse empfehlen. Für 100 Bolivianos (13€) gibt es hier ein Salatbuffet und ein 300g Steak mit Sauce nach Wahl. Als wir hier waren, bekamen wir aufgrund einer aktuellen Aktion sogar noch ein Glas Rotwein dazu. Matthias hat sich das Jack Daniels Steak bestellt, welches in der Pfanne serviert und vor ihm flambiert wurde. Das war nicht nur ein beeindruckendes Spektakel, es hat auch sehr gut geschmeckt.

Bolivien La Paz Steak

Nach drei Tagen hatten wir dann genug vom Großstadtrummel und verließen La Paz mit der Aussicht auf entspannte Tage in der Natur. Wohin es uns verschlagen hat, verraten wir dir im nächsten Beitrag.

Spontan, ungeplant und freiwillig haben wir zwei Wochen in Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt Boliviens, verbracht. Und obwohl wir ja eigentlich nicht so die Städtefans auf Reisen sind, haben wir uns hier total wohl gefühlt! Die schönste Stadt Boliviens hat uns viel geboten und wieder etwas Ruhe in den Reisealltag gebracht.

Unsere Unterkunft in Sucre

… war einer der Gründe, hier mehr Zeit zu verbringen! Wir hatten über AirBnB eine Wohnung gefunden, in der zwei Zimmer vermietet wurden. Wir hatten ein großzügiges Schlafzimmer mit eigenem Bad und durchgängig heißem Wasser. In der großen, gut ausgestatteten Küche haben wir immer mal wieder gekocht und im großen Wohnzimmer gelesen oder Serien geguckt. Über AirBnB haben wir 18€ pro Nacht bezahlt, als wir privat verlängert haben, waren es sogar nur noch 14€ pro Nacht (zusammen!). So hatten wir hier eine gemütliche Bleibe zum absoluten Schnäppchenpreis!

Aprendemos español

Nachdem wir uns die letzten zwei bis drei Monate wacker mit unserem Survivalspanisch durch die verschiedensten Länder in Mittel- und Südamerika durchgewurschtelt hatten, wollten wir nun mehr. Wir wollten mit den Leuten reden können, sie verstehen und richtige Gespräche führen, in denen wir nicht nur Wortfetzen aufschnappen. In Sucre gibt es zahlreiche Spanischschulen und der Einzelunterricht ist hier sehr erschwinglich (6€ für 60 Minuten)!

Wir entschieden uns, beide Einzelunterricht zu nehmen, um so am meisten zu profitieren. Da uns das Konzept der Schule und die Lehrerinnen gut gefielen, verlängerten wir schließlich auf zwei Wochen. Täglich redeten wir uns drei Stunden lang auf Spanisch den Mund fusselig. Wir haben wirklich gut profitieren können und unser Spanisch beide ordentlich verbessert. Wir sind vom Survivalspanisch zum Konversationsspanisch aufgestiegen :)

Kultur und Geschichte in Sucre

In Bolivien gibt es wohl keine geschichtsträchtigere Stadt als Sucre, die als Geburtsort des Landes gilt. Um mehr darüber zu lernen, nahmen wir an einer spanischsprachigen Führung in der Casa de la Libertad teil. Hier wurde 1825 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Der sehr engagierte Guide erzählte von den Kriegen, die der Unabhängigkeit vorausgegangen waren und folgten, den wichtigen Führungspersönlichkeiten und zeigte uns verborgene Schätze in den Räumen des Museums. Wir verstanden ungefähr 50% des Gesagten und waren damit mehr als zufrieden. Fun Fact: Hier in Sucre gab es die erste Psychiatrie Boliviens!

Bolivien Sucre Museum

Neben der geschichtlichen Bedeutung innerhalb Boliviens hat Sucre aber vor allem eins zu bieten: wunderschöne koloniale Architektur. In der ganzen Stadt kann man weiße Kirchen, Klöster und andere bedeutende Gebäude bewundern.

Bolivien Sucre Convente San Felipe

In den Convente de San Felipe de Neri, ein ehemaliges Kloster, kann man sogar hineingehen – sofern man denn den Eingang findet! Der liegt nämlich etwas versteckt daneben und ist leicht zu übersehen. Für 15 Bolivianos (2€) konnten wir uns das Kloster und die Kirche anschauen. Das Beste aber war der Blick von den Dächern bzw. Türmen des Klosters. Von hier konnten wir die dicht bebaute Innenstadt mit den vielen Kirchtürmen toll sehen.

Bolivien Sucre Blick auf die Stadt vom Konvente

Ein weiterer wirklich schöner Aussichtspunkt auf die Stadt ist das Kloster Recoleta, das etwas oberhalb liegt. Über enge Gassen gelangten wir auf den großen Kirchplatz und konnten durch die Rundbögen die von den umliegenden Bergen eingerahmte Stadt betrachten.

Bolivien Sucre Recoleta Blick auf Stadt

Günstiges Schlemmen in Sucre

Die von uns am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Sucres war vermutlich ihr Mercado (Markt) mit seinem riesigen Angebot an frischem Gemüse, Obst, Eiern und Fleisch. Von letzterem hielten wir uns allerdings fern, um unsere Gesundheit nicht zu gefährden. Aber die riesigen, köstlichen Mangos, Avocados, Äpfel, Bananen und Kakis landeten regelmäßig in unseren Rucksäcken.

Bolivien Sucre Markt

Da Essen gehen in Bolivien recht günstig ist, probierten wir auch viele Restaurants und Cafés aus. Einige Male ließen wir uns das Menú del Dia (Tagesmenü) im La Vieja Bodega schmecken. Für nicht mal 4€ bekamen wir hier eine Suppe, Hauptspeise, Dessert und Saft. Vom Menú del Dia im Chifa Thai Restaurant waren wir total begeistert! Hier gab es für nur 3€ eine Suppe, Hauptgericht und Nachtisch und wir konnten aus fünf bis sechs asiatischen Hauptgerichten wählen, die wirklich gut waren. Aber auch das Abis Café und das Metro Café, die beide am Hauptplatz liegen, haben uns mit leckeren Gerichten überzeugen können.

Salsa, Bachata und ein Mojito zu viel

Eine weitere Entdeckung war das Kulturcafé Berlin, in dem wir Jägerschnitzel mit Spätzle (war wider Erwarten ziemlich gut) und Bratwurst mit Kartoffelbrei (war wie erwartet eher mau) probierten. Dieses Restaurant gehört zu einem Hostel, das wirklich günstige Betten in Schlafsälen bietet und echt toll aussah!

Bolivien Sucre Café Kultur Berlin

Mittwochs wird hier immer eine kostenlose Salsastunde angeboten, die ungefähr gegen 9 Uhr beginnt. Wir haben die Zeit davor mit Happy Hour Mojitos verbracht und wenn wir ehrlich sind: die danach auch :D Zu den uns inzwischen gut bekannten lateinamerikanischen Reggatonliedern haben wir einige Stunden unsere Hüften geschwungen, den Tanz Bachata gelernt und sehr viel Spaß gehabt. So toll der Abend und die Nacht waren, so hart war der nächste Morgen. War vermutlich ein Mojito zu viel.. oder zwei.

Nach zwei sehr schönen Wochen verlassen wir nun Sucre und fahren weiter zur nächsten Hauptstadt Boliviens nach La Paz. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet und haben schon das nächste Abenteuer in Planung.

Eigentlich hatten wir ja geplant, von San Pedro de Atacama über den Pass Portezuelo el Cajon nach Bolivien einzureisen und das Ganze mit einer dreitägigen Tour durch das Altiplano (die bolivianische Hochebene) und die Salzwüste Salar de Uyuni zu kombinieren. Da Chile uns wettertechnisch aber bisher ja eher im Stich gelassen hatte, konnten wir diesen Plan nicht umsetzen. Der Pass war wegen zu starker Schneefälle gesperrt. So reisten wir also erst einmal nach Uyuni auf bolivianischer Seite.

Anreise von San Pedro de Atacama nach Uyuni

Täglich fährt morgens um 3 Uhr (!) ein Bus von San Pedro de Atacama nach Uyuni. Wir hatten uns am Vortag die Tickets gekauft (15000 Pesos pro Person, 20€) und ließen uns mitten in der Nacht im gut beheizten Bus nieder. Sogar dicke Decken gab es hier, sodass wir glücklicherweise gar nicht frieren mussten. Bis zur Grenze am Pass Ollagüe brauchten wir 5 bis 6 Stunden und dann hieß es erstmal für eine ganze Weile warten. Die Bolivianer streikten, die Chilenen hatten Stromausfall. So dauerte es bis nach 11 Uhr bis wir schließlich erfolgreich aus Chile aus- und in Bolivien eingereist waren.

Nach weiteren drei Stunden Fahrt durch teilweise beeindruckende Landschaft erreichten wir Uyuni. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 3750 Metern und damit locker 1000 Meter höher als San Pedro de Atacama. Für uns optimal, um uns weiter zu akklimatisieren.

Unsere Unterkunft in Uyuni

Wir kamen im Piedras Blancas Backpacker Hostel unter, einer Empfehlung des Lonely Planet. Hier bezogen wir ein großzügiges Doppelzimmer mit geteiltem Bad und zahlten für die Nacht 27€. Dafür war am nächsten Morgen ein ordentliches Frühstück enthalten und das Zimmer hatte ein sehr wichtiges Accessoir: einen elektrischer Heizlüfter! Die Dusche war ebenfalls super: richtig heißes Wasser und ordentlich Wasserdruck. Für Uyuni ein super Deal, da dieser Ort viele Unterkünfte mit schlechtem Standard für viel Geld bietet.

Erholung und Vorbereitung in Uyuni

Von jedem Reisenden und auch jedem Reiseführer wird davon abgeraten, länger in Uyuni zu bleiben als unbedingt nötig. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt ist das auch völlig nachvollziehbar. Sie ist extrem hässlich! Wir benötigten nach dem Schlafmangel der letzten Nächte aber ein bisschen Erholung und wollten uns in Ruhe über die angebotenen Touren erkundigen. Also blieben wir für zwei Nächte. Am Tag nach unserer Ankunft erkundigten wir uns bei verschiedenen Tourveranstalter und erfuhren, dass ab dem darauffolgenden Tag wieder 3-Tages-Touren möglich seien, da der Schnee nun passierbar sei. Jippiiieh! So buchten wir die 3-Tages-Tour und kauften uns Snacks, Wasser und dicke Wollleggins, da es nachts bis zu -15°C werden sollten.

Salar de Uyuni – die größte Salzpfanne der Welt

Voller Vorfreude bestiegen wir am nächsten Morgen gemeinsam mit Anja & Sheel sowie Sharon & Helene den Jeep, der uns die nächsten Tage durch die verschiedensten Landschaften fahren würde. Unser Fahrer Antonio sprach kein Englisch und wir waren begeistert, dass wir nach dem chilenischen Kauderwelsch wieder Spanisch verstanden und viele interessante Fakten über die Natur lernten.

Bolivien Salar de Uyuni Salzwaben

Der Zugfriedhof

Erster Halt unseres ereignisreichen Tages war ein alter Zugfriedhof, auf dem die aussortierten Züge vor sich hin gammeln und den Touristen für witzige Fotomotive dienen. Wir erfuhren, dass diese Züge früher die Mineralien (vor allem Silber und Blei) von Potosi nach Uyuni und weiter nach Chile transportierten. Die zum Teil bunt angemalten Zugteile sind bis zu 100 Jahre alt und bieten einen bizarren Anblick in der kargen Landschaft.

Bolivien Salar de Uyuni Zugfriedhof

Fotosession inmitten von Salz

Nach einem weiteren Halt in einem Ort voller Souvenirs ging es schließlich in die Salzwüste. Die Salar die Uyuni ist die größte Salzwüste der Erde (korrekterweise eigentlich Salzpfanne) mit einer Fläche von über 10.000km². Die Salzschicht ist teilweise bis zu vier Metern dick und die gesamte Salzmenge wird auf 10 Milliarden Tonnen geschätzt. Wir konnten uns überhaupt nicht sattsehen an diesem Naturphänomen und schüttelten permanent ungläubig den Kopf. Sattessen hätten wir uns gekonnt. Wahnsinn!

Bolivien Salar de Uyuni endlose Salzwüste

Nach einiger Fahrzeit sahen wir schließlich nur noch Salz um uns herum: 360° Salzblick, 150 Kilometer in jede Himmelsrichtung. Dazu hatten wir einen blauen Himmel mit einigen Wölkchen, also perfektes Wetter! Und dann kam das, was auf keiner Tour durch die Salzwüste fehlen darf: die Fotosession. Aufgrund der schier unendlichen Weite lassen sich hier tolle Effektfotos machen und wir hatten einen Riesenspaß daran.

Bolivien Salar de Uyuni Lamafotos

Unser Fahrer wusste genau, wie wir uns platzieren müssen, um die besten Effekte zu erreichen und so stellten wir uns seinen Anweisungen entsprechend auf… oder legten uns hin.

Bolivien Salar de Uyuni Effektfoto

Praktischerweise haben die Fahrer auch alle möglichen Utensilien im Auto, mit denen sich lustige Bilder machen lassen.

Bolivien Salar de Uyuni Effektfotos mit Banane & Würfel

Als wir uns am späteren Abend die Bilder ansahen, lachten wir uns zum Teil schlapp. Besonders die nicht gelungenen Fotos sorgten für viel Gelächter! Was für tolle Erinnerungen an diesen magischen Ort.

Bolivien Salar de Uyuni Foto Fails

Insel Inkahuasi

Inmitten des ganzen Salzes lag plötzlich eine Insel vor uns, die über und über mit Kakteen besiedelt ist. Die Kakteen sind teilweise über zehn Meter hoch, wachsen nur einen Zentimeter pro Jahr und sind deshalb schon über tausend Jahre alt. Wir zahlten den Eintritt (30 Bolivianos, 4€) und folgten einem kleinen Rundweg über die Insel. Die Ausblicke, die wir von hier hatten, machten uns sprachlos! Die Landschaft ist so einzigartig, dass man es kaum beschreiben kann. Wir waren unheimlich dankbar, dass wir dieses schöne Fleckchen Natur hier erleben durften.

Bolivien Salar de Uyuni Inkahuasi Kaktusinsel

Sonnenuntergang in der Salar de Uyuni

Zum krönenden Abschluss sahen wir uns den Sonnenuntergang inmitten der Salzwüste an. Wie der Himmel sich langsam verfärbte, die Wolken von der untergehenden Sonne angestrahlt wurden und der Mond immer mehr zu sehen war. Wäre da nicht der eisige Wind gewesen, wir hätten ewig zusehen können.

Bolivien Salar de Uyuni Sonnenuntergang

Lagunen, Flamingos und eine Wüste voll Schnee

Unser zweiter Tag begann mit knallblauem Himmel und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Mit klappernden Zähnen stiegen wir an verschiedenen Stellen aus, um den Blick auf die Natur rund um den Vulkan Ollagüe zu bestaunen. Der aufmerksame Leser denkt nun vielleicht, Ollagüe, dieses seltsame Wort habe ich doch schon mal gelesen. Stimmt! Hier waren wir nur zwei Tage zuvor von Chile eingereist. An der Grenze sind wir tatsächlich noch einmal vorbeigefahren ;)

Bolivien Salar de Uyuni Vulkan Ollague

An einem späteren Aussichtspunkt konnten wir über riesige Gesteinsformationen klettern, die beim Ausbruch des Vulkans vor 130.000 Jahren entstanden sind. Das muss man sich mal vorstellen, wie ewig das her ist! Der Vulkan ist heute auf chilenischer Seite noch aktiv und wir konnten auch ein bisschen Rauch aufsteigen sehen.

Prächtige Lagunen und Flamingos

Während unseres zweiten Tages auf der Tour passierten wir viele, wunderschöne Lagunen und konnten an der Laguna Hedondia ganz viele Flamingos sehen, die im seichten Wasser die Algen fraßen. Wir bewunderten die pinken Tiere und schauten ihnen beim Staksen durch das Wasser zu. Das erste Mal sahen wir hier Flamingos in freier Natur.

Bolivien Salar de Uyuni Flamingos

Aufgrund der vielen Algen gab es die meisten Flamingos in der Laguna Colorada, einer Lagune, die bei Wind rötliches Wasser hat. Das hat mit den Mineralien im Wasser zu tun, die physikalisch korrekte Erklärung ersparen wir euch (kennen wir nämlich auch nicht).

Bolivien Salar de Uyuni Laguna Colorada

Durch die schneebedeckte Wüste

Die größte Herausforderung unserer Tour wartete am Nachmittag des zweiten Tages auf uns: die Wüste Chiloli. Diese war mit einer Schneeschicht bedeckt und daher schwer zu durchfahren. Mehrere Fahrzeuge fuhren sich im Schnee fest und immer wieder überprüften die Fahrer die Schneedecke auf ihre Tiefe. Über eine Stunde rutschten, schlitterten und rumpelten wir durch die nicht endenwollende Schneedecke. Wir befanden uns inzwischen auf 4700 Metern Höhe, waren in einer Wüste, die vollkommen mit Schnee bedeckt war und um uns herum befanden sich bis zu 6000 Meter hohe Berge. Das war schon etwas unwirklich!

Bolivien Salar de Uyuni Jeep im Schnee

Arbol de Piedra

Inmitten der Wüste erreichten wir schließlich weitere Gesteinsformationen, die auf Vulkanausbrüche zurückgehen. Hier steht der berühmte Arbol de Piedra, ein Stein, der aussieht wie ein Baum. So viele Fotos hatten wir davon vorher schon gesehen, aber noch keines mit Schnee drumherum ;)

Bolivien Salar de Uyuni Arbol de Piedra

Alternative Route an Tag 3

Aufgrund des vielen Schnees konnten wir den dritten Tag nicht wie geplant verbringen und mussten Geysire, Thermalquellen und weitere Lagunen auslassen. Diese hätten sich auf dem Weg zum Pass nach Chile befunden, der nach wie vor gesperrt war.

Lamas, Alpakas und Vicuñas

Am letzten Tag sahen wir superviele Lamas und die kleinere Variante davon, die Vicuñas. Antonio wies uns auf die Unterschiede zwischen den Arten hin. Wer kann schon von sich behaupten, Lamas, Alpakas und Vicuñas auseinanderhalten zu können?! Niedlich fanden wir aber vor allem die kuschligen Lamas, die uns neugierig beäugten.

Bolivien Salar de Uyuni Lamas

Unsere Mittagspause am letzten Tag legten wir an einem idyllischen Örtchen mit drei Lehmhäusern ein. Hier floss ein kleiner Fluss entlang und im Hintergrund türmten sich Gesteinsformationen und Berge auf. Wir waren ganz verzaubert und nutzten die Zeit für einen Spaziergang.

Bolivien Salar de Uyuni Landschaft Altiplano

Touranbieter Salty Desert

Wir hatten vorher auf verschiedenen Blogs schon die abgefahrensten Geschichten über diese Tour gelesen und waren dementsprechend sehr skeptisch was Unterkünfte und Verpflegung anging. Allerdings wurden wir positiv überrascht! Das Essen war meistens ganz gut. Zudem wurde uns am zweiten Abend eine Flasche bolivianischer Wein spendiert, damit schmeckte das Essen umso besser.

Bolivien Salar de Uyuni Essen Salzhotel

Die erste Nacht verbrachten wir in einem „Salzhotel“, in dem Stühle, Tische und Betten aus Salz bestanden und wir auch im Salz umherliefen. Die zweite Nacht in der sehr rustikalen Unterkunft war lange nicht so schlimm wie erwartet. Die Betten in den 6er Zimmern waren groß und bequem. Wir hatten richtig warme Schlafsäcke bekommen und mussten in der kalten Nacht nicht frieren. Auch die Bäder waren okay.

Bolivien Salar de Uyuni Betten

Unser Touranbieter war mit drei Jeeps unterwegs, die die meiste Zeit unabhängig voneinander fuhren. Durch die kritischen Stellen in der schneebedeckten Wüste fuhren wir allerdings im Konvoi, um uns gegenseitig helfen zu können. Die Fahrer fuhren sehr umsichtig und kümmerten sich super um uns. Als wir 50 Kilometer vor Uyuni einen Platten hatten, wechselte Antonio den Reifen innerhalb von 15 Minuten. Wir können diesen Touranbieter also nur empfehlen!

Bolivien Salar de Uyuni Jeep

Unsere Tipps für deine Tour durch die Salzwüste

  • Pack genügend warme Sachen ein! Da es bis auf fast 5000 Meter hoch geht, wird die Temperatur deutlich sinken. Wir waren so froh, dass wir die Wollunterhosen, -schals, -mützen, -pullis und -handschuhe hatten! Ohne hätten wir ganz schön gefroren. Kann man alles günstig in Uyuni kaufen.
  • Nimm Wasser und Snacks mit. Es gibt zwar Getränke zu den Mahlzeiten, aber zwischendrin bist du für deine Wasserzufuhr verantwortlich und die ist gerade wegen der Höhe superwichtig. Wir hatten zu zweit 7 Liter dabei und es hat genau gepasst. Kekse und Obst waren für den kleinen Hunger zwischendurch angenehm.
  • Creme dich ordentlich mit Sonnencreme ein. Eine unserer Mitreisenden hatte sich nach dem ersten Tag trotz Sonnencreme ordentlich das Gesicht verbrannt. In der Höhe brutzelt die Sonne noch mal stärker.
  • Nimm ausreichend Bargeld mit. Während der Tour fallen der Eintritt für die Kaktusinsel (30 B), den Nationalpark (150 B) und evtl. die Thermalquellen an. Die dafür benötigten Bolivianos kannst du nur vorher besorgen.
  • Wenn du in der Nähe bist, lass dir diese einmalige Natur nicht entgehen! Uns hat die Landschaft wirklich umgehauen und wir würden dieses Salzwüstenabenteuer auf keinen Fall missen wollen.