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Du willst Jordanien mit dem Mietwagen auf eigene Faust bereisen und so viel wie möglich sehen? Dann geht es dir so wie uns! Als wir vor unserer Reise nach Informationen und Tipps gesucht haben, fanden wir kaum etwas dazu. Deswegen wollen wir dir hier unsere Erfahrungen schildern und wertvolle Tipps für deinen Roadtrip durch Jordanien geben.

Mietwagen in Jordanien: Online oder vor Ort buchen

Generell hast du immer die Möglichkeit, einen Mietwagen direkt vor Ort bei einem Vermieter zu buchen oder online von zu Hause aus. Die Vorteile bei der Vermietung vor Ort können ein besserer Preis und mehr Verhandlungsmöglichkeiten sein. Online hast du dafür oft mehr Angebote, kannst leichter vergleichen und sparst dir die Zeit, vor Ort von einem Vermieter zum nächsten zu tingeln.

Aus Zeitgründen haben wir uns für eine Onlinebuchung über Europcar entschieden. Wir wollten einen Kleinwagen mit Klimaanlage fahren, viel mehr benötigten wir nicht. Für die 16 Tage haben wir 496€ bezahlt, also 31€ pro Tag. Unser Auto war einigermaßen ordentlich, aber dennoch eine Klapperkiste. Es hat einfach überall und immer geklappert. Wir haben vor Ort ein Automatikfahrzeug bekommen obwohl wir ein Auto mit Schaltung gebucht hatten. Erst dachten wir, das wäre ne coole Sache. Das Auto hat aber immer extrem spät den Gang gewechselt, sodass wir manchmal Sorge hatten, es säuft uns einfach ab. Vielleicht lag das aber auch an unserem nicht mehr ganz taufrischen Modell!

Welche Versicherung brauchst du in Jordanien?

Wir sind auf Nummer Sicher gegangen und haben die Vollkaskoversicherung mit Abdeckung aller möglichen Schäden gebucht. Das war auch dem geschuldet, dass wir die Straßenverhältnisse vor Ort nicht einschätzen konnten. Das würden wir jetzt so nicht wieder machen.

Schon am ersten Tag hatten wir einen platten Reifen, den wir in einer Werkstatt in der Nähe haben flicken lassen. Das Ganze hat uns 6€ gekostet, für die wir natürlich keine Rechnung bekommen haben. Bei solch kleinen Vorkommnissen lohnt sich eine Versicherung also oft nicht.

Straßenverhältnisse in Jordanien

Wir waren auf alles vorbereitet und echt gespannt, was uns hier so erwarten würde. Insgesamt waren wir eher positiv überrascht vom Zustand der Straßen. Die meisten sind gut befahrbar. Womit du allerdings immer rechnen musst, sind zum Einen Schlaglöcher und zum Anderen Speedbumps. Das Gemeine daran: keines von beidem wird angekündigt. Manchmal gibt es Warnschilder vor diesen Bodenerhebungen, aber eben nicht immer. Hier solltest du gut aufpassen.

Die Straßen außerhalb der Großstädte sind oft wenig befahren. Du kannst also gemütlich fahren, auch mal einen Stopp am Straßenrand machen für Fotos und behinderst niemanden. Anders ist das in Amman, da herrscht das typische Chaos der Großstadt. Wir haben versucht, zu vermeiden in der Rush Hour zu fahren und sind dadurch bequem durch die Stadt gekommen.

Generell fährt man in Jordanien auf der rechten Straßenseite, also so, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Das Tempolimit innerorts liegt bei 50km/h und außerorts bei 80km/h. Die Distanzen werden in Kilometer angegeben und die Geschwindigkeit in km/h, hier musst du dich als deutscher Autofahrer also nicht umstellen.

Navigieren in Jordanien

Die Beschilderung in Jordanien ist eher bescheiden und definitiv ausbaufähig. Rein nach Verkehrsschildern zu fahren, ist sicher ein Abenteuer. Ob du dann immer ankommst, ist vermutlich eine Frage der Zeit. Wir haben ein Paar kennengelernt, dessen Handy verloren ging und die daraufhin mehrere Stunden im Auto umhergeirrt sind, bevor sie am Ziel waren.

Wir haben uns mit maps.me oder Google Maps durchs Land navigiert und das hat problemlos funktioniert. Wir hatten uns bereits bei unserer Ankunft am Flughafen in Amman eine SIM-Karte mit ausreichend Datenvolumen zugelegt. Damit war die Grundlage für eine Navigation über unser Handy gelegt. Wir würden es dir auf jeden Fall auch empfehlen, maps.me oder Google Maps zu nutzen. Oder du planst eben für jede Autofahrt ein paar Stunden mehr Zeit ein ;)

Tanken in Jordanien

Wir hatten vorher gelesen, dass man immer lange im Voraus schon wieder tanken sollte, weil es in Jordanien so wenig Tankstellen gebe. Das haben wir eigentlich nicht so empfunden. Du kannst unsere Route unten nachvollziehen und für diese Strecke können wir dir versichern, gab es immer genügend Tankstellen. Klar, wir würden in einem fremden Land auch nicht bis zur allerletzten Sekunde warten mit der Suche nach einer Tankstelle. Aber du musst nicht schon wieder volltanken wenn du gerade mal 100 Kilometer gefahren bist.

Wir würden dir raten, bei den staatlichen Tankstellen JO Petrol zu tanken. Die haben einheitliche Preise im ganzen Land und wir haben mit denen gute Erfahrungen gemacht. Im Juni 2018 hat ein Liter Benzin weniger als einen JD gekostet. In Jordanien ist es üblich, dass jemand für dich tankt. Dafür solltest du ihm auch ein wenig Trinkgeld geben.

Nicht empfehlen können wir dir das Tanken an kleinen Tankstellen, an denen du nicht mal die Preise nachvollziehen kannst. Wir haben den Fehler in Amman gemacht und wurden dort übers Ohr gehauen. Es war unser erstes Mal tanken und wir konnten die Preise noch nicht einschätzen. Der Typ nannte uns einen ziemlich hohen Preis und wir haben uns später noch sehr über uns geärgert, dass wir das nicht hinterfragt haben.

Parken in Jordanien

… ist außerhalb von Amman gar kein Problem. Wir haben eigentlich immer direkt bei unserer Unterkunft parken können. In Amman haben wir auf einem Parkplatz neben unserem Hotel geparkt und dafür 3JD pro Tag bezahlt. Sonst ist es in der Regel kostenlos, da es genügend Parkplätze gibt.

Unsere Route mit dem Mietwagen durch Jordanien

Unser Roadtrip war eine Rundreise durch Jordanien, die am Flughafen bei Amman startete und endete. Wenn dich die einzelnen Stopps interessieren, kannst du dich entweder direkt über unsere Karte zu den passenden Beiträgen navigieren oder in unserem Beitrag zu allen Informationen und Reisetipps zu Jordanien weiterlesen.

Wir sind diese Route in zwei Wochen gefahren und hatten oft nur kurze Strecken zurückzulegen. An manchen Orten haben wir nur eine Nacht, an anderen zwei übernachtet. Aufgrund der kurzen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten haben wir nicht zu viel Zeit im Auto verbracht und viele Abenteuer erleben können.

Fazit zu unserem Roadtrip durch Jordanien

Es war geil! Wir fanden das Fahren in Jordanien unkompliziert, die Straßenverhältnisse überraschend gut und haben die Freiheit, überall hinfahren zu können, wirklich zu schätzen gewusst. Wir können dir unsere Route absolut empfehlen, sie ist auch locker in 10 Tagen machbar. Wir haben uns in den zwei Wochen nie gehetzt gefühlt und fanden die kurzen Abstände zwischen den einzelnen Highlights als echt angenehm.


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Wenn dir die Infos auf dieser Seite weitergeholfen, dich unterhalten oder motiviert haben, dann hilf uns doch einfach kurz zurück :) Indem du unseren Blog oder YouTube Kanal mit Freunden und Reise-Enthusiasten teilst, hast du ruckzuck dein Karma-Konto wieder prall gefüllt. Ein kleiner Klick für dich, aber eine große Hilfe für uns. Danke!

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Generell hast du immer die Möglichkeit, einen Mietwagen direkt vor Ort bei einem Vermieter zu buchen oder online von zu Hause aus. Die Vorteile bei der Vermietung vor Ort können ein besserer Preis und mehr Verhandlungsmöglichkeiten sein. Online hast du dafür oft mehr Angebote, kannst leichter vergleichen und sparst dir die Zeit, vor Ort von einem Vermieter zum nächsten zu tingeln.

Aus Zeitgründen haben wir uns für eine Onlinebuchung über Europcar entschieden. Wir wollten einen Kleinwagen mit Klimaanlage fahren, viel mehr benötigten wir nicht. Für die 16 Tage haben wir 496€ bezahlt, also 31€ pro Tag. Unser Auto war einigermaßen ordentlich, aber dennoch eine Klapperkiste. Es hat einfach überall und immer geklappert. Wir haben vor Ort ein Automatikfahrzeug bekommen obwohl wir ein Auto mit Schaltung gebucht hatten. Erst dachten wir, das wäre ne coole Sache. Das Auto hat aber immer extrem spät den Gang gewechselt, sodass wir manchmal Sorge hatten, es säuft uns einfach ab. Vielleicht lag das aber auch an unserem nicht mehr ganz taufrischen Modell!

Welche Versicherung brauchst du in Jordanien?

Wir sind auf Nummer Sicher gegangen und haben die Vollkaskoversicherung mit Abdeckung aller möglichen Schäden gebucht. Das war auch dem geschuldet, dass wir die Straßenverhältnisse vor Ort nicht einschätzen konnten. Das würden wir jetzt so nicht wieder machen.

Schon am ersten Tag hatten wir einen platten Reifen, den wir in einer Werkstatt in der Nähe haben flicken lassen. Das Ganze hat uns 6€ gekostet, für die wir natürlich keine Rechnung bekommen haben. Bei solch kleinen Vorkommnissen lohnt sich eine Versicherung also oft nicht.

Straßenverhältnisse in Jordanien

Wir waren auf alles vorbereitet und echt gespannt, was uns hier so erwarten würde. Insgesamt waren wir eher positiv überrascht vom Zustand der Straßen. Die meisten sind gut befahrbar. Womit du allerdings immer rechnen musst, sind zum Einen Schlaglöcher und zum Anderen Speedbumps. Das Gemeine daran: keines von beidem wird angekündigt. Manchmal gibt es Warnschilder vor diesen Bodenerhebungen, aber eben nicht immer. Hier solltest du gut aufpassen.

Die Straßen außerhalb der Großstädte sind oft wenig befahren. Du kannst also gemütlich fahren, auch mal einen Stopp am Straßenrand machen für Fotos und behinderst niemanden. Anders ist das in Amman, da herrscht das typische Chaos der Großstadt. Wir haben versucht, zu vermeiden in der Rush Hour zu fahren und sind dadurch bequem durch die Stadt gekommen.

Generell fährt man in Jordanien auf der rechten Straßenseite, also so, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Das Tempolimit innerorts liegt bei 50km/h und außerorts bei 80km/h. Die Distanzen werden in Kilometer angegeben und die Geschwindigkeit in km/h, hier musst du dich als deutscher Autofahrer also nicht umstellen.

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Es war geil! Wir fanden das Fahren in Jordanien unkompliziert, die Straßenverhältnisse überraschend gut und haben die Freiheit, überall hinfahren zu können, wirklich zu schätzen gewusst. Wir können dir unsere Route absolut empfehlen, sie ist auch locker in 10 Tagen machbar. Wir haben uns in den zwei Wochen nie gehetzt gefühlt und fanden die kurzen Abstände zwischen den einzelnen Highlights als echt angenehm.


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Noch bevor wir überhaupt nur einen Fuß auf chilenischen Boden gesetzt hatten, haben wir beschlossen: in den Süden reisen wir nicht, dafür ist jetzt einfach nicht die richtige Reisezeit und wir sind absolut nicht für Kälte und Dauerregen ausgestattet. Nach einer Woche Gehirnwäsche bei Martin in Santiago und den fantastischen Erzählungen von ihm und seinen Freunden vom Süden.. was sollen wir sagen: Heeeeyyy, ab in den Süüüüdeeen, dem Winter hinterher, ey yo was geht?!

Spontane Planänderung

Generell steht Patagonien schon auf unserer Liste der Wunschziele. Aber eigentlich heißt es immer: Reisezeit zwischen November und Februar.. und wir haben jetzt Mai, sind also schon ein ganzes Stückchen davon entfernt. Wieso wir jetzt trotzdem in den Süden aufbrechen? Wir versuchen, es zu erklären. 1. Wir können uns Martins Auto mit Allradantrieb leihen und somit selbstbestimmt durch die Gegend fahren. 2. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung! 3. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, Patagonien zu sehen?!? Jetzt stell dir noch die Chilenen vor, die das mit voller Inbrunst vortragen und dir von der tollen Natur erzählen und schwups, befindest du dich auf einem Roadtrip ans Ende der Welt!

Vorbereitungen unseres Roadtrips nach Patagonien

Als allererstes kauften wir uns Daunenjacken, die sich klein packen lassen und von nun an zu unserem Handgepäck dazugehören. In Nepal hatten wir sie für die Wanderung im Himalaya noch in „Nepal-Qualität“ gekauft und zurückgelassen. Dieses Mal sind es gute geworden, die uns hoffentlich ordentlich warm halten. Dazu haben wir uns noch Mütze und Handschuhe gegönnt. Da wir unsere Reise auch wieder in Videos festhalten wollen, benötigten wir ein kleines Kamerastativ, weil unseres ja leider im Canyon in Nicaragua schwimmt. Dann kauften wir noch einen zweiten Akku für die Go Pro und eine SIM-Karte. Das hört sich jetzt nach wenig an. Aber das Zusammensuchen der richtigen Sachen hat uns in die zwei größten Malls Santiagos geführt und einige Nerven gekostet!

Eine weitere wichtige Angelegenheit mussten wir bei einem Notar klären. Und das läuft in Chile ganz anders ab als in Deutschland. Hier geht man in ein Notarbüro, zieht eine Nummer, erzählt einer Sachbearbeiterin sein Anliegen, bezahlt dafür und bekommt es dann innerhalb der nächsten 20 bis 30 Minuten ausgehändigt. Das liegt wohl daran, dass die Chilenen sich untereinander nicht allzu sehr trauen und daher alles immer notariell beglaubigen lassen. Ist, soweit wir das beurteilen können, ein florierendes Geschäft! ;)

Weil wir auf unserem Roadtrip eventuell auch nach Argentinien fahren wollten, benötigten wir vom Notar ein beglaubigtes Schreiben, dass wir das Auto offiziell fahren dürfen – soll ja keiner denken, wir hätten die Karre geklaut! Die zusätzliche Versicherung für Argentinien kann man (wenn man der spanischen Sprache mächtig ist) übrigens ziemlich kurzfristig im Internet abschließen.

Von Santiago nach Puerto Montt – die ersten 1000 Kilometer

Chile Roadtrip Straße

An einem Samstagmittag brachen wir auf. Die Matratze legten wir auf die umgeklappten Sitze, unsere Bettsachen und Rucksäcke packten wir drauf und los ging es. Einkaufen konnten wir unterwegs ja immer noch, Hauptsache erstmal losfahren. Das lief für ungefähr 30 Minuten auch richtig gut bis wir in Santiago in einen mega Stau geraten sind. Riesiger Unfall, großes Tatütata und wir haben kaum etwas verstanden, das uns auf den blinkenden Schildern geraten wurde. So fuhren wir an jeder Umgehung konsequent vorbei und immer weiter auf die Unfallstelle zu. Dadurch sahen wir unfreiwillig auch die im Unfall verwickelten Fahrzeuge und waren ziemlich geschockt, das sah ganz bösartig aus!

Erster Halt in San Javier – Camping mit Folgen

Nach Santiago kamen wir aber gut voran, folgten immer der Panamerica Sur bis nach Linares. Hier hatte Franzi online einen Campingplatz gefunden, der das ganze Jahr über geöffnet sein sollte. Also erledigten wir unseren Einkauf und steuerten den Campingplatz Las Islas an. Als wir es im zweiten Versuch zum großen Eingangstor schafften, standen wir vor verschlossenen Türen. Die angegebene Nummer konnten wir nicht anrufen und unter dem Eingangsschild hing ein Verkaufsschild. Na super! Mittlerweile wurde es dunkel und Campingalternativen in der Umgebung gab es nicht.

Matthias sprach schließlich einen Mann an, der das ganze Dorf zu kennen schien und in seiner schier unendlichen Kontaktliste im Handy fröhlich einen nach dem anderen durchtelefonierte bis er die richtige Person erreicht hatte. Die sagte, das Tor sei doch auf und so fuhren wir wieder zum Campingplatz. Dieses Mal nahm Matthias das Tor in Augenschein und siehe da – es ging auf! Freundlich wurden wir von einem älteren Ehepaar empfangen und hatten freie Stellplatzwahl auf dem sonst leeren Gelände.

Chile Roadtrip Bett im Auto

An einem kleinen Tisch bereiteten wir unser Essen zu und Matthias nutzte den Strom zum Video schneiden. Später kuschelten wir uns in unser Autobett und verbrachten eine gar nicht so schlechte erste Nacht darin. Nach dem Frühstück und einem kurzen Spaziergang am Morgen konnte es also weitergehen. Wenn da nicht so hässliche kleine rote Lämpchen aufgeblinkt hätten! Das Auto zeigte uns an, dass etwas mit dem Motor nicht in Ordnung sei und laut Handbuch müsste man unverzüglich zur nächsten Werkstatt fahren.

Auf der Suche nach einer Werkstatt

Blöderweise war es Sonntag. Und wenn auch die Malls und Supermärkte in Chile häufig am Sonntag geöffnet sind, ein Toyotahändler war es nicht. Da das Auto problemlos fuhr, tingelten wir von einer größeren Stadt zur nächsten und blieben schließlich in Temuco um dort am nächsten Morgen direkt die Werkstatt aufzusuchen. Fehlte nur noch der Campingplatz. Etwas außerhalb der Stadt erzählte uns Google, dass es einen Campingplatz gebe und so fuhren wir hin. Was wir vorfanden war ein Fußballfeld mit Vereinshalle und einer großen Wiese davor. Der Besitzer erklärte uns, dass wir die Toilette der Vereinshalle nutzen könnten und uns einfach auf die Wiese stellen sollten. Da er dafür nur 5000 Pesos (7€) haben wollte, übernachteten wir auf diesem skurrilen „Campingplatz“.

Am nächsten Morgen führte unser erster Weg in die Werkstatt, wo uns nach kurzer Analyse mitgeteilt wurde, dass eine Maus sich durch ein Kabel gebissen hätte. Alles nicht so dramatisch, für den Vierradantrieb aber nicht so gut. Wir entschlossen uns zur Reparatur, die 3 Stunden dauern sollte. Es war 10.30 Uhr und der nette Mitarbeiter erklärte uns, dass wir das Auto dann abends abholen könnten. Wenn du jetzt auch gerade angestrengt nachrechnest, wie das kann: Auf die Lösung kommst du nicht! Von 13 bis 15 Uhr ist Mittagspause und deswegen dauert die Reparatur bis abends. :D

Vorbereitung die Zweite in Puerto Montt

Wir wollten so lange nicht warten und fuhren weiter bis Puerto Montt. Hier brachten wir das Auto nachmittags in die Werkstatt und konnten es am Abend wieder abholen. In der Zwischenzeit hatten wir die Promenade am Meer erkundet und uns eine Unterkunft organisiert. So hatten wir mal wieder ein warmes Zimmer, eine heiße Dusche und mehr Platz zum Schlafen.

Unser zweiter Tag startete mit strahlendem Sonnenschein, dem freien Blick auf einen schneebedeckten Vulkan und weitere Berge in der Ferne. Wir verbrachten den Tag mit weiteren Vorbereitungen, machten einen Großeinkauf, deckten uns noch mal mit Wollsocken und Schals ein und füllten Ersatzbenzin in unseren Wasserkanister ab. Wir holten uns Informationen zu den umliegenden Nationalparks und fühlten uns nun gewappnet für die Weiterreise Richtung Süden.

Chile Roadtrip Puerto Montt

Mit einem guten Gefühl spazierten wir daher noch einmal durch die Straßen von Puerto Montt und ließen uns im Puerto Frito, einem kleinen Restaurant im Fischmarkt am nördlichen Ende der Stadt eine riesige Portion frischen Fisch schmecken. Dazu hatten wir eine grandiose Aussicht über die Stadt und das Meer. Die Berge in der Ferne schienen förmlich nach uns zu rufen und die Vorfreude auf Patagonien stieg immer mehr an.