Sigiriya gehört zu den bekanntesten und am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Der fotogene Fels inmitten der grünen Landschaft lockt Touristen ohne Ende, hat aber auch einen stolzen Preis. Wir erzählen dir, ob sich der saftige Eintrittspreis für den Löwenfels und die Felsenfestung lohnt oder der Pidurangala Fels doch die bessere Alternative ist.

Anreise nach Sigiriya

Sigiriya liegt so ziemlich mittig in Sri Lanka und ist am einfachsten über den Verkehrsknotenpunt Dambulla zu erreichen. Die Stadt liegt nur 18 Kilometer entfernt und alle 30 Minuten fährt ein Bus von Dambulla nach Sigiriya. Wir haben für die 45-minütige Busfahrt 80 Rupie (ca. 40 Cent) pro Person bezahlt. Alternativ kannst du aber auch ein Tuktuk von Dambulla nehmen. Dafür musst du mit ca. 1000 Rupie (5€) an Kosten rechnen.

Warum ist Sigiriya so ein Touristenmagnet?

Sigiriya ist eigentlich der Name der Felsenfestung, die sich auf dem Löwenfelsen befindet. Der Fels selbst ist ca. 200 Meter hoch und sieht von irgendeiner Seite wohl wie ein liegender Löwe aus. Wir haben den Felsen von der Löwenseite anscheinend nicht gesehen.

Die Festung war ca. 475 vom Königssohn erbaut worden, der seinen Vater bei lebendigem Leibe einmauern ließ. Später wurde sie ein Rückzugsort für Mönche und schließlich gar nicht mehr genutzt. Erst 1831 entdeckte ein britischer Vertreter der Kolonialregierung die Festungsreste wieder und Ende des 19. Jahrhunderts wurden erstmals Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

Heute können die umgebenden Gärten genauso wie die Felsenfestung besichtigt werden. Von der Festung stehen allerdings nur noch Grundmauern, der Rest wurde über die Jahre von der Witterung abgetragen.

Touristen strömen hier aber sicher nicht nur wegen der Geschichte der Festung, sondern vor allem aufgrund des tollen Ausblicks und der schönen Ansicht des Felsen hin.

Sigiriya: Besteigung des Löwenfelsen

Die Hauptattraktion ist natürlich der sogenannte Löwenfels, der oft auch als Sigiriya Rock bezeichnet wird.

Der Eintritt für den Löwenfels schlägt mit stolzen 30 US$ zu Buche. Bezahlen kannst du nur bar und in der Landeswährung. Wir haben 5460 Rupie (27€) pro Person bezahlt. Die Tickets erhältst du beim Museum.

Der Aufstieg selbst erfordert keine sportlichen Höchstleistungen und sollte von allen gut bewältigt werden können. Die Treppenstufen sind sowohl hoch als auch runter gut zu gehen. Für Menschen mit Höhenangst könnten die wenigen Treppenstufen eine Herausforderung sein, durch die man hindurch sehen kann. Insgesamt kannst du den Aufstieg zur Felsenfestung in 30 Minuten gut bewältigen.

Auf dem Weg dorthin kommst du an den sogenannten Wolkenmädchen vorbei. Dabei handelt es sich um Wandmalereien von leicht bekleideten Frauen, die über 1500 Jahre alt sind. Die Zeichnungen sind wirklich beeindruckend und toll erhalten. Hier darfst du keine Fotos und Videos machen und darauf wird auch penibel geachtet.

Den letzten Abschnitt der Stufen betrittst du über die sogenannte Löwentreppe. Hier rahmen Löwenpranken die Treppenstufen und früher war es ein 14 Meter hoher Löwe, der den Aufgang zur Festung einfasste. Wir fanden auch die Pranken schon ziemlich beeindruckend. Was muss das früher für ein dramatischer Aufgang gewesen sein!

Oben angekommen, hast du einen Panoramablick über die Landschaft – wenn Nebel und Regenwolken sich nicht dazwischenschieben. Von der Felsenfestung sind allerdings nur noch die Grundrisse zu erkennen und Mauerreste zu sehen. Über mehrere Ebenen kannst du dir die Festungsgrundrisse ansehen und zwischen ihnen spazieren. Uns hat es ein bisschen an die Ciudad Perdida in Kolumbien erinnert, wo die Gebäude selbst auch nicht mehr stehen.

Da es hier tagsüber unheimlich heiß werden kann, wird zu einem Aufstieg am Morgen oder späten Nachmittag geraten. Der Ticketschalter öffnet um 7 Uhr und schließt um 17 Uhr, wobei die Anlage bis 19 Uhr geöffnet ist. Da wir an einem regnerischen Tag da waren, hatten wir keine Probleme mit der Hitze.

Sigiriya: Besteigung des Pidurangala Felsen

Den Pidurangala Fels kann man inzwischen vermutlich schon nicht mehr als Geheimtipp bezeichnen, da er in unserem Reiseführer* auch schon ausführlich beschrieben wird. Er befindet sich einen Kilometer nördlich des Löwenfelsen und ist am besten mit dem Tuktuk zu erreichen.

Am Anfang des Weges läuft man durch eine Tempelanlage, in der man auch das Ticket kauft. Mit 500 Rupie (2,50€) bist du hier dabei. Die Tempelanlage muss mit bedeckten Knien und Schultern und ohne Schuhe passiert werden. Hier liegen aber genügend Tücher rum, sodass du dich auch kurz damit einhüllen kannst. Nach ca. 200 Metern kannst du dann deine Schuhe wieder anziehen.

Der Aufstieg auf den Pidurangala Felsen wird oft als schwieriger beschrieben. Du läufst die ersten ca. 15 Minuten viele unterschiedlich hohe Stufen bis du zum liegenden Buddha gelangst. Der Teil sollte für jeden zu bewältigen sein, wenn er auch einige Schweißtropfen erzeugen könnte.

Die letzten ca. 10 Minuten musst du etwas mehr klettern. Hier kommen feste Schuhe dann ganz gut. Aber uns sind auch echt viele mit Flip Flops entgegen gekommen, die den Felsen unversehrt erklommen haben. Du musst über ein paar Felsen klettern, kannst aber nie tief fallen. Das schaffen auch Kinder gut.

Oben wirst du dann mit dem sensationellen 360° Blick belohnt und natürlich inklusive Blick auf den Löwenfelsen. Wir behaupten mal: einen besseren Blick auf den Löwenfelsen bekommst du nicht! Wir haben über eine Stunde auf dem Felsen verbracht um die Aussicht zu genießen und die Schönheit um uns herum einzufangen.

Vergleich: Löwenfels vs. Pidurangala Fels

LöwenfelsPidurangala
Preis500 Rupie (2,50€)5460 Rupie (27€)
Aufstiegca. 30 Minutenca. 20 Minuten
Schwierigkeitleicht, alles mit Treppen
mit Flip Flops machbar
leichtes Klettern
Sneaker besser
Ausblick360° Blick360° Blick
HighlightWolkenmädchen
Felsenfestung
Löwentreppe
Gärten drum herum
360° Blick mit Löwenfelsen
weniger Besucher
liegender Buddha

Unsere Empfehlung: Wenn du nur nach Sigiriya reist, um einen tollen Blick auf den Löwenfelsen zu bekommen oder mit geringem Budget unterwegs bist, dann solltest du auf den Pidurangala Felsen klettern. Steht für dich eher die Besichtigung der Felsenfestung und die kulturelle Bedeutung des Ortes im Vordergrund, dann solltest du auf den Löwenfelsen klettern.

Hast du Zeit für beides, dann mach es wie wir: übernachte in Sigiriya und besteige am Ankunftstag am Nachmittag den Pidurangala Felsen und am nächsten Morgen den Löwenfelsen. Der Sonnenuntergang auf dem Pidurangala Felsen soll wunderschön sein, das als Tipp hier noch. Pack dir aber dafür eine Taschenlampe ein, denn der Weg runter ist im Dunkeln nicht ohne.

Unterkunft in Sigiriya

Die Preisspanne der Unterkünfte in und um Sigiriya ist enorm! Du kannst in teuren Lodges wohnen oder in extrem günstigen Homestays unterkommen.

Wir haben zwei Nächte in Asiris Homestay* in Sigiriya verbracht, den wir dir sehr ans Herz legen können. Unser Doppelzimmer mit Bad hat uns pro Nacht inklusive eines tollen Frühstücks 21€ gekostet. Asiri und seine Familie kümmern sich wirklich hingebungsvoll um ihre Gäste! Wir haben eine Tour durch seinen Garten mit Erklärungen zu all den tropischen Früchten bekommen, das war genial.

Abends haben wir bei der Familie ein traditionelles sri lankisches Essen bekommen – nur nicht so scharf wie die Singalesen es vermutlich sonst essen. Was da aufgetafelt wurde, hätte auch 5 Personen satt gemacht. Und es war wirklich sensationelles Essen!

Wir fanden es schön, vor Ort zu übernachten und damit auf Wetterbedingungen eingehen zu können. Alternativ kannst du den Ausflug nach Sigiriya natürlich auch als Tagestour, zum Beispiel von Dambulla aus, machen.

Unsere Tipps für deinen Besuch in Sigiriya

  • Pack Wasser und Sonnencreme ein!
  • Geh am besten am frühen Morgen oder späten Nachmittag hoch- so entkommst du der stärksten Hitze und den Touristenschwärmen.
  • Hab genügend Bargeld dabei – du kannst die Tickets nicht mit Kreditkarte bezahlen.
  • Nimm dir einen Regenschirm mit (oder leih dir einen bei deiner Unterkunft).
  • Lass dich von Regen nicht abhalten! Es sind deutlich weniger Touristen unterwegs und der Nebel sorgt für stimmungsvolle Bilder.

Unsere Reisevideo aus Sigiriya

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Sigiriya: Löwenfels oder Pidurangala Fels?

Sigiriya gehört zu den bekanntesten und am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Der fotogene Fels inmitten der grünen Landschaft lockt Touristen ohne Ende, hat aber auch einen stolzen Preis. Wir erzählen dir, ob sich der saftige Eintrittspreis für den Löwenfels und die Felsenfestung lohnt oder der Pidurangala Fels doch die bessere Alternative ist.
2 Kommentare
  1. Ulrike sagte:

    Schöner Bericht! Ich war schon 1984 dort. Da war die Kletterpartie auf den Löwenfelsen nicht ganz ohne. Keine netten Treppen, nur schmale unregelmäßige Stufen und ein lockeres Seil zum Festhalten! Die Fotos laden leider nur langsam. Das ist etwas irritierend.
    Beste Grüße
    Ulrike

    Antworten
    • spontanumdiewelt sagte:

      Hallo Ulrike,
      lieben Dank für deinen Kommentar! Wir haben die in den Stein gehauenen Stufen noch bewundert und gedacht, so sind die also früher hier rauf. Das war sicher noch eine ganz andere Aktion als heute.
      Danke für deine Rückmeldung zu den Fotos. Die laden tatsächlich bewusst erst beim Scrollen, damit die Seite insgesamt schneller lädt. Vielleicht ist das beim Lesen aber dann nerviger. Wir werden uns noch mal was dazu überlegen.
      Sonnige Grüße,
      Franzi

      Antworten

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