Huacachina Sanddüne

Nachdem wir die letzten zwei Wochen in Peru viel gewandert und selten länger als eine Nacht an einem Ort waren, haben wir zum Abschluss noch einmal die Bremse gezogen und in Huacachina drei Nächte in der Wüste entspannt. Diese Oase war ursprünglich für die reichen Peruaner als Entspannungsort gebaut worden, ist aber in den letzten Jahren zunehmend von Reisenden erobert worden.

Huacachina am Abend

Unsere Anreise von Arequipa nach Huacachina

Nachdem wir auf der Nachtfahrt von Cusco nach Arequipa gute Erfahrungen mit Cruz del Sur gemacht hatten, buchten wir auch für die Fahrt von Arequipa nach Ica eine Nachtfahrt mit dem führenden Busunternehmen Perus. In 12 Stunden wurden wir über Nacht bequem in die Stadt an der Küste Perus gefahren und kamen wieder relativ gut erholt an. Nach einem einfachen Frühstück in Ica nahmen wir uns ein Taxi, das uns für 5 Soles (1,40€) ins 5 Kilometer außerhalb gelegene Huacachina fuhr.

Unsere Unterkunft in Huacachina

Da der kleine Wüstenort eigentlich nur für Touristen und reiche Peruaner erbaut worden ist, sind auch die Preise der Hotels und Hostels hier entsprechend teurer. Wir haben eine Art Luxuscamping im Desert Nights Ecocamp* gemacht. Hier hatten wir zwei sehr gemütliche Betten in einem Zelt und ein geteiltes Bad. Dazu gab es in der Anlage einen sehr schönen Pool (sogar mit Poolbar), an dem morgens das wirklich gute Frühstück serviert wurde. Über booking.com* hatten wir 36€ bezahlt, vor Ort konnten wir zwei weitere Nächte für jeweils 28€ verhandeln.

Huacachina Unterkunft

Abhängen am Pool

Tatsächlich haben wir hier wenig unternommen und die meiste Zeit auf den Liegen am Pool verbracht. Tagsüber hatten wir angenehme Temperaturen um die 28°C und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir lasen im Kindle oder genossen einfach, nicht mehr in viele Schichten eingewickelt sein zu müssen.

Huacachina Pool im Desert Night Ecocamp

Am ersten Abend trafen wir uns mit Susanna und Christoph, die wir in Uyuni in Bolivien kennengelernt und am Titicacasee wiedergetroffen hatten. Es ist immer schön, andere Reisende wiederzusehen und sich auszutauschen. So fangen die Gespräche nicht alle bei „Und, wie lange reist ihr so? Wo wart ihr schon?“ an.

Buggytour durch die Sanddünen

Für einen Nachmittag haben wir uns dann aber aufgerafft und wieder etwas mehr Action erlebt. Überall in Huacachina wird man immer wieder angesprochen, ob man nicht an der Sandbuggy Tour teilnehmen möchte. Wir verhandelten mit mehreren Anbietern und konnten uns schließlich auf 25 Soles (7€) pro Person einigen.

16 Uhr ging es los im Buggy mit einem röhrenden Motor, der durch die ganze Wüste dröhnte. Wir hatten uns die vorderen Sitze gesichert und waren gespannt, was uns nun erwarten würde. Nach kurzer gemütlicher Aufwärmphase jagte unser Fahrer das Gefährt kreuz und quer über die Sanddünen, fuhr steile Abhänge hinunter und halbe Loopings, die zu viel Gekreische im Buggy führten.

Huacachina Sandwüste

Sandboarding in der Wüste

Nach dem ersten Fotostopp ging es dann zu einer kleineren Sanddüne, bei der wir das Sandboarden üben sollten. Dafür legt man sich auf das Snowboard drauf und fährt mit dem Kopf voraus die Düne herunter. Das kostet erst einmal Überwindung, fetzt dann aber. Nachdem wir das zwei Mal ausprobiert hatten, ging es schließlich zur großen Düne.

Huacachina Sandboarding

Hier stürzte sich Matthias als Erster todesmutig dem Abgrund entgegen. Die Abfahrt war so lang, dass von oben einige Streckenabschnitte nicht einsehbar waren! Nachdem Matthias unten wieder auf den Füßen war, ging es für Franzi direkt hinterher. Die Fahrt war superschnell und zum Ende echt holprig, sodass wir auf dem Board ordentlich durchgeschüttelt wurden. Matthias trug leichte Schürfwunden an den Armen davon, ansonsten haben wir die rasante Fahrt gut überstanden. Nach einem weiteren Mal war uns aber nicht ;)

Zu guter Letzt hätte noch das Schauen des Sonnenuntergangs in der Wüste auf dem Programm gestanden. Da aber ein Mädel aus unserer Gruppe ihr iPhone während des Boardings verloren hatte, suchten wir stattdessen das berühmte Sandkorn in der Wüste. Frag uns jetzt nicht, warum jemand sein iPhone mit zum Sandboarden nimmt.. gefunden wurde es dann übrigens nicht. Nicht, dass wir das erwartet hätten.

Huacachina Sanddünen

Trotz des etwas unglücklichen Abschlusses fanden wir den Ausflug mit dem Buggy wirklich witzig und konnten noch einmal einiges mehr von den Sanddünen sehen.

Letzter Tag in Peru in Lima

Da wir uns in Huacachina für mehr Zeit zum Entspannen entschieden hatten, blieb uns nur eine Nacht in Lima. Hier hatten wir richtig Glück mit unserem Hotel El Ducado*, dass normalerweise Zimmer für 100€ pro Nacht bietet. Wir zahlten nur 35€ über boooking.com*, hatten ein riesiges Zimmer, eine richtig gute Dusche und das bequemste Bett seit langem. Wir sahen uns den Stadtteil Miraflores ein wenig an bevor es zum Flughafen und weiter in Weltreiseland #10 ging. Sei gespannt, wo unser Abenteuer weitergeht!

2 Kommentare
  1. Kirsten Schulze-Liedtke sagte:

    Hallo ihr beiden, ich habe im GT über euch gelesen und da ich die Idee mit dem Handgepäck genial finde, habe ich mich gleich ein bißchen auf eurer Seite eingelesen.
    Spannend!!!
    Ganz lieben Gruß
    Kirsten aus Göttingen

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