Nicaragua Playa Maderas

Nach unseren Tagen im nördlichen Nicaragua zog es uns wieder zum Wasser hin. Die Temperaturen kletterten beständig über die 30°C-Grenze und wir freuten uns darauf, uns im Meer abkühlen zu können. Wegen der relativ guten Erreichbarkeit und der tollen Surfbedingungen fiel unsere Wahl auf den Playa Maderas, einen Strand nördlich von San Juan del Sur (die Party-Surf-Touristenstadt im Süden Nicaraguas).

Unsere Anreise: von Estelí zum Playa Maderas

Ganz früh am Morgen startete unsere Anreise an einem Sonntag von Estelí aus. Wir hatten am Vortag schon Tickets für den Expressbus nach Managua erworben um uns einen Sitzplatz zu garantieren. Also liefen wir kurz nach 5 Uhr noch schlaftrunken Richtung Busbahnhof und versuchten auf der Fahrt nach Managua etwas Schlaf nachzuholen. Gegen 8 Uhr erreichten wir den Busbahnhof Rigoberto Cabezas in Managua. Die Busse Richtung Süden fahren allerdings vom Busbahnhof Roberto Huembes, sodass wir ein Taxi nehmen mussten.

Von Managua aus ging es weiter nach Rivas und dort stiegen wir schließlich in den Bus nach San Juan del Sur. 12 Uhr kamen wir dort an und konnten dann entspannt um 14:30 Uhr das Shuttle von der Casa Oro zum Playa Maderas nehmen. Vier mal täglich fahren diese Shuttles zum Strand und wieder zurück nach San Juan del Sur. Alternativ kann man auch ein Taxi nehmen, das dann aber stolze 20 US$ kostet (gegenüber 5 für das Shuttle).

Nicaragua Playa Maderas Surfstrand

Unsere Unterkunft am Playa Maderas: eine Holzhütte nur für uns

Da wir die ersten zwei Wochen in Nicaragua eher in sehr einfachen Zimmern verbracht hatten, wollten wir endlich mal wieder etwas mehr Komfort haben. Über AirBnB fanden wir eine tolle Wohnung, die wir für fünf Tage unser Heim nennen konnten. Ausgestattet mit riesigen Fenstern und verkleidet mit Holz erinnerte uns die Wohnung ein bisschen an Skihütten in Österreich. Nur, dass unsere Hütte 100 Meter vom Strand entfernt stand ;) Die Küche war super ausgestattet, sodass wir uns hier toll selbst versorgen konnten. Der Luxus kostete uns auch 60€ pro Nacht, war es aber definitiv wert!

Nicaragua Playa Maderas Unterkunft

Entspannte Tage am Strand

Unser Weckruf hier war etwas ganz Spezielles: regelmäßig wurden wir aus dem Bett gebrüllt! Und das fanden wir sogar toll! Warum? Die Brüllaffen zählten zu unseren Nachbarn und verstärkten das Gefühl, inmitten vom Dschungel zu schlafen. Und zum ersten Mal haben wir sie hier sogar zwischen den Bäumen beobachten können.

Matthias begann die Tage mit dem Surfboard in der Hand und hatte schon vor dem Frühstück die ersten Wellen erfolgreich erklommen. Aber auch Franzi schwang sich zwischendurch auf das Board und konnte kleine Wellen surfen. Die Bedingungen am Playa Maderas sind wirklich gut für Anfänger und es waren auch immer erfahrenere Surfer in den Wellen. Dabei wurde es aber nie so voll wie wir es teilweise in Mexiko erlebt hatten.

Nicaragua Playa Maderas Matthias mit Surfboard

Über die Mittagshitze verkrümelten wir uns in unsere schöne Cabaña, telefonierten mal wieder mit Familie und Freunden und lasen viel. Am Nachmittag ging es dann häufig wieder zum Strand, mal mit einem selbst gemixten Nica Libre in der Hand, mal mit dem Buch. Wenn wir selbst nicht im Wasser waren, konnten wir den Surfern in den großen Wellen zuschauen und staunten nicht schlecht über deren Surfkünste!

Nicaragua Playa Maderas Franzi am Meer

Endlich mal wieder Abwechslung im Essen

Nach dem Sonnenuntergang nutzten wir dann unsere Küche aus. Es gab mal wieder Nudeln und eine selbstgekochte Sauce, Hähnchenschenkel mit Reis und Gemüse oder morgens unser Lieblingsfrühstück bestehend aus Brot, Avocado, Ei und Tomate. Wir genossen es so sehr, uns bekochen zu können und etwas mehr Abwechslung zu haben! Zudem sind die Restaurants hier im touristischen Süden noch mal deutlich teurer und wir konnten gut Geld sparen durch unsere Kochkünste.

Nicaragua Playa Maderas Frühstück

Mit Lebensmitteln ausstatten muss man sich allerdings in San Juan del Sur, denn am Playa Maderas gibt es keine Pulperias (kleiner Kiosk) und erst recht keinen Supermarkt. Wir hatten also voll beladen mit unseren Rucksäcken noch in San Juan Hamsterkäufe getätigt. Allerdings kommt zwei Mal pro Woche ein Obst- und Gemüsetruck an den Playa Maderas. Wir haben ihn zufälligerweise abgepasst und konnten noch einmal frisches Huhn, Obst und Gemüse zu sehr günstigen Preisen erstehen.

Waren wir im Norden Nicaraguas etwas schneller gereist und hatten viel unternommen, so diente unser Stopp am Playa Maderas wieder mehr der Entspannung. Wir genossen den Komfort durch unsere wirklich schöne Unterkunft und fühlten uns hier pudelwohl! Jetzt sind wir wieder gewappnet für die einfachen Unterkünfte, die in der kommenden Zeit erneut unser Zuhause sein werden.

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  1. […] unseren knapp sieben Wochen konnten wir Nicaraguas Berge im Norden, die Surfstrände an der Pazifikküste, die Kolonialstädte León und Granada, die Vulkaninsel Isla de Ometepe und die Karibik auf den […]

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