Kranjska Gora Jasna See Paar

Kranjska Gora war der erste Stopp unserer Reise durch Slowenien und damit auch unser erster Eindruck vom Land. Und ganz ehrlich: besser hätte unser Start nicht sein können! Mit Bergpanorama, klaren Flüssen und Seen und Wandermöglichkeiten waren wir schon überzeugt, dass Slowenien uns richtig gut gefällt. Wir zeigen dir, warum sich der Abstecher in Sloweniens Norden auch für dich lohnen kann.

Kranjska Gora – der Ferienort

Im Winter beherbergt Kranjska Gora die Skitouristen aus Slowenien und den angrenzenden Ländern. Nur wenige Kilometer von der österreichischen und italienischen Grenze liegt hier Sloweniens größtes Skigebiet. Wir haben die Liftanlagen und Pisten vom Ort aus sehen und während unserer Wanderung auch einen Blick von oben erhaschen können.

Hier kommst du aber nicht nur im Winter auf deine Kosten! Kranjska Gora bietet gut markierte Wanderwege, Fahrrad- und Mountainbikestrecken, die zum Erkunden der fantastischen Natur einladen. Die Infrastruktur vor Ort ist für viele Touristen ausgelegt mit den Restaurants, den unzähligen Hotels und Apartments und den Souvenirläden in der kleinen Stadt.

Jasna See

Nur 1,5 Kilometer außerhalb der Stadt liegt ein See, der eigentlich zu schön ist um natürlich zu sein. Oft sehen wir Bilder auf Blogs oder Instagram und denken, naja, ob das dann auch wirklich so schön aussieht vor Ort? Da hat doch jemand einfach nur kräftig Bilder bearbeitet. Wir versprechen dir: der Jasna See sieht in Natur noch viel schöner aus!

Der See war am Wochenende wirklich gut besucht, ist jedoch groß genug um nicht überlaufen zu wirken. Wir haben den See erst einmal aus allen erdenklichen Winkeln betrachtet und auf Foto und Film festgehalten. Nachdem die Aufregung über so viel Schönheit etwas abgeklungen war, veranstalteten wir auf einer Wiese ein kleines Picknick mit einer Flasche Wein und ein paar Nüssen. Falls du das zufällig grad nicht dabei hast: Am See gibt es auch ein Resort mit Restaurant und eine Bar, bei der du dich mit gekühlten Getränken verpflegen und auf Holzstühlen sonnen kannst.

Ab in die Natur – unsere Wanderung in schwindelerregende Höhen

Kranjska Gora liegt im Triglav Nationalpark, der größte Nationalpark Sloweniens mit dem höchsten Berg des Landes, dem Triglav (2864m). Der soll am besten im August bestiegen werden, da waren wir im April also noch ein bisschen früh dran. Also musste ein anderes Ziel her: der Ciprnik auf 1747m.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Jasna See, den wir am Tag vorher schon ausgiebig erkundet hatten. Der Weg war schnell gefunden und so starteten wir hochmotiviert die Besteigung des Berges. Zunächst liefen wir immer schön in Serpentinen durch den Wald und machten Meter um Meter gut. Dabei gab es zwischendurch schon wunderbare Belohnungen, nämlich die Blicke auf die Berge drumherum.

Steil gehen oder länger laufen?

Nach einer Stunde gelangten wir zu einer Abzweigung und hatten nun die Wahl, den kürzeren (steileren) Weg oder den längeren zu nehmen. Wir entschieden uns für die „gemütliche“ Variante, um dann 30 Minuten später eine steile Skipiste hochzulaufen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt!

Nach über 3 Stunden erreichten wir schließlich unser Zwischenziel: die Hütte Mojcin Dom auf dem Berg Vitranc. Leider erfüllten sich unsere Hoffnungen auf ein erfrischendes Getränk nicht, denn die Hütte war (noch) nicht bewirtschaftet. Die Bänke konnten wir trotzdem nutzen und so verputzten wir unser mitgebrachtes Essen bei bestem Blick.

Gestärkt stand nun die letzte Etappe an – der Aufstieg auf den Ciprnik. Da wir inzwischen auf über 1500 Metern waren, kam doch immer mehr Schnee zum Vorschein und nur kurze Zeit später stapften wir schon durch teilweise kniehohen Schnee. Deswegen also hatte zu Beginn der Wanderung ein Schild gestanden, der Weg sei gesperrt!

Wir ließen uns so kurz vor dem Ziel aber auch davon nicht abhalten und mühten uns immer weiter der Bergspitze entgegen. Und jetzt mal ehrlich: für den Ausblick hat es sich einfach absolut gelohnt!

Nach einer Verschnaufpause mit schönstem Panorama stand uns dann der Abstieg bevor, der nicht weniger anstrengend werden sollte. Wir schlitterten und rutschten die teils ziemlich steilen Wege hinunter. Ab der Hütte entschieden wir uns dieses Mal für den kürzeren und steileren Weg und unsere Knie bedankten sich mit Schmerzen dafür. Was waren wir froh, als wir endlich wieder unten waren.

Insgesamt sind wir 14 Kilometer gewandert und haben dabei 1100 Höhenmeter erklommen. Die Wanderung ist nichts für totale Sportmuffel, aber sonst gut zu bewältigen. Wer auf den Schnee lieber verzichtet und eine Chance auf eine Stärkung in der Hütte haben möchte, sollte hier frühestens im Mai starten. Wir waren zwar völlig erschöpft nach über 7 Stunden Wanderung, hatten aber einen richtig coolen Tag!

Alternative Wanderung

Wem die 900 bis 1000 Höhenmeter zu viel sind: es gibt auch andere, weniger anstrengende Wanderungen vor Ort. Franzi hatte zuvor eine alternative Wanderung herausgesucht, bei der nur 300 Höhenmeter überwunden werden müssen. Über Outdooractive finden wir immer gute Wanderungen und verlinken dir die alternative Strecke hier mal.

Zelenci See

Ohne großen Plan, was im Zelenci Naturreservat so wirklich auf uns warten würde, fuhren wir am letzten Morgen von Kranjska Gora die 6 Kilometer Richtung italienische Grenze. Franzi hatte vorher etwas von einem türkisfarbenen See gelesen und so liefen wir erwartungsvoll den kurzen Weg durch den Wald. Und tatsächlich, der See war mal so richtig türkis!

In dem Naturreservat gibt es anscheinend viele Arten von Fröschen, Fischen, Insekten und auch Schlangen – die sind uns aber glücklicherweise nicht über den Weg, äh, geschlängelt. So konnten wir uns voll und ganz auf den Prachtblick von See und Bergen konzentrieren. Der kurze Abstecher von Kranjska Gora lohnt sich definitiv und auch früh herkommen lohnt sich. Wir waren anfangs noch in Gesellschaft von 4 weiteren Leuten, nur 15 Minuten später waren Familien, Jugendliche und Hunde anwesend und mit der gemütlichen Atmosphäre war es vorbei.

Unsere Unterkunft in Kranjska Gora

Da du hier im Winter das größte Skigebiet Sloweniens vorfindest, strotzt der kleine Ort vor Hotelketten. Wir haben uns bewusst für ein Apartment entschieden, um uns selbst verpflegen zu können. Das Apartment Plazar* hat uns 65€ pro Nacht gekostet und war riesig. Die Küche ist super ausgestattet und die Betten bequem. Das ganze ist eher im Stil der 80er Jahre möbliert, was uns nicht gestört hat. Die Familie, die das Apartment vermietet, spricht super Deutsch und ist sehr gastfreundlich. Wir wurden direkt mit Schnaps und Kuchen empfangen – in der Reihenfolge ;)

Unsere ersten Tage in Slowenien…

hätten besser gar nicht laufen können! Kranjska Gora hat uns mit seinem Bergpanorama schon in den ersten Minuten absolut begeistert. Und diese Begeisterung ist mit der Erkundung der Seen und durch unsere Wanderung nur noch gestiegen. Durch seine Nähe zur österreichischen Grenze ist der Ort schnell erreichbar und für einen Besuch definitiv zu empfehlen.


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