Island Süden Seljalandsfoss

In Islands Süden wirst du ein Highlight nach dem nächsten erleben. Der wenig besiedelte Teil der Insel bietet dir alle paar Minuten ein neues Erlebnis und die schwerste Entscheidung für dich wird sein, wie viel Zeit du bei welcher Sehenswürdigkeit verbringen kannst. Wir geben dir einen Überblick über die Highlights im Süden Islands und zeigen dir, welche 6 du auf jeden Fall sehen solltest.

Sehenswürdigkeiten im Süden Islands

Der Süden ist von Reykjavik aus schnell erreicht. Hast du einen Mietwagen, kannst du der Ringstraße in Richtung Osten folgen und erreichst nach 1,5 Stunden das erste Highlight. 

Die Strecke von Reykjavik bis zur Gletscherlagune Jökulsarlon sind ohne Abstecher 400 Kilometer auf der sehr gut befahrbaren Ringstraße. Natürlich kannst du das an einem Tag fahren. Wir würden dir aber empfehlen, dir mindestens zwei Tage Zeit zu nehmen. Sonst bleibt dir nur ein kurzer Fotostopp an jeder Sehenswürdigkeit. Oft kannst du aber noch einen Spaziergang in der Umgebung machen, der sich immer lohnt! Und dazu braucht es dann etwas mehr Zeit.

Alle Highlights im Überblick siehst du auf unserer Karte.

Seljalandsfoss 

Der erste (große) Wasserfall auf deiner Route von Reykjavik in den Süden ist der Seljalandsfoss. Von Westen kommend wirst du ihn schon von der Straße aus sehen und kannst ihn eigentlich nicht verfehlen. Kurz von der Ringstraße abgeboben, stehst du auch schon davor. 

Wie die meisten Naturerlebnisse musst du auch hier keinen Eintritt zahlen. Dafür nehmen die Isländer inzwischen oft Parkgebühren. Beim Seljalandsfoss kostet dich das Parkticket 700 ISK (5,30€). 

Das Besondere am Seljalandsfoss: hier kannst du hinter dem Wasserfall entlang laufen! Und das solltest du auf jeden Fall tun, denn es ist ein großartiges Erlebnis. Unser Tipp: Zieh dir Regenjacke und Regenhose an denn du wirst das Spritzwasser gar nicht vermeiden können. 

Eine unserer Leserinnen hat uns rückgemeldet, dass es in den kälteren Monaten nicht immer möglich ist, hinter dem Wasserfall entlang zu laufen. Ist es zu eisig, wird das Ganze zu gefährlich!

Aber nicht nur den Seljalandsfoss selbst kannst du hier erleben. Spazierst du den Weg weiter, kommst du an drei weiteren, kleineren Wasserfällen vorbei. Jeder sieht ein bisschen anders aus. Einer der Wasserfälle ist ein extrem beliebtes Fotomotiv, da er in einer kleinen Grotte liegt. Wir haben keins gemacht, da uns der Andrang einfach zu riesig war. Zudem ist das Waten in die Grotte ohne Gummistiefel eine ziemlich nasse Angelegenheit. 

Skogafoss 

Der Skogafoss ist definitiv der beeindruckendste Wasserfall im Süden Islands. Er ist ganze 25 Meter breit und fällt über 60 Meter in die Tiefe. WOW! Auch der Skogafoss liegt direkt an der Ringstraße und du kannst quasi davor parken – dieses Mal ohne Parkgebühr. 

Der vermutlich beeindruckendste Ort, um den Skogafoss zu erleben, ist die Prallzone. Das ist der Fachbegriff für den Ort, an dem das Wasser auftrifft und da kannst du beim Skogafoss ganz nah heranlaufen – je nachdem, wie nass du so werden willst. Es ist unglaublich laut, da hier so irre viel Wasser auf den Boden klatscht. Die Prallzone macht ihrem Namen alle Ehre ;) Aber besser kannst du diese Naturgewalt nicht erleben. 

Du kannst den Skogafoss aber auch von oben bestaunen. Am Berg führen Treppen hoch, die dich zum Rande des Wasserfalls bringen. 

Der Weg nach oben lohnt sich aber auch, um weiter zu spazieren. Denn der Fluss, der den Wasserfall speist, hat noch viel mehr Wasserfälle, die du besichtigen kannst. Wir fanden diesen Spaziergang entlang des Flusses wirklich schön und haben immer wieder angehalten um Fotos zu machen. Also sei nicht zu bequem, hoch die Treppen und dann genieß die irre Fluss- und Wasserfall-Landschaft oberhalb vom Skogafoss! 

Schwarzer Strand Reynisfjara in Vik

Bei Vik liegt der sogenannte Black Beach, der eigentlich Reynisfjara heißt. Am schwarzen Strand tosen die Wellen und Gesteinsformationen im Meer bieten den Reisehobbyfotografen ein wunderschönes Motiv. 

Um zum schwarzen Strand zu gelangen, musst du kurz vor Vik von der Ringstraße in Richtung Meer abbiegen und 6 Kilometer fahren. Am Strand befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem du kostenlos stehen kannst.

Nicht nur der schwarze Strand und die Felsen im Meer, auch die Hänge am Strand sind besonders. Die Basaltsäulen sehen aus wie eingemeißelt, sind aber ein Produkt der rauen isländischen Natur. 

Wir haben den Abend am schwarzen Strand verbracht und das tolle Licht für Fotos genutzt. Ein wichtiger Hinweis: die Brandung am Strand ist teilweise sehr hoch und damit gefährlicher als man meint. Hier solltest du immer ein Auge drauf haben! 

Steilklippen Dyrholaey bei Vik

Nur 3 Kilometer Luftlinie vom schwarzen Strand entfernt liegen die Steilklippen Dyrholaey. Hinlaufen kannst du nicht, hier musst du von der Ringstraße aus hinfahren. Allerdings kannst du das nicht rund um die Uhr! Die letzten zwei Kilometer der Zufahrt sind mit einer Schranke versperrt, die nur zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet ist.

Nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt, liegen mehrere Aussichtspunkte, von denen du die Steilklippen, den schwarzen Strand und das Meer beobachten kannst. Wenn du Glück hast, kannst du vielleicht sogar brütende Papageitaucher entdecken! Aber dazu mehr wenn wir dir vom Osten Islands erzählen. 

Eine schöne Wanderung entlang der Steilküste führt zu einem Leuchtturm und weiteren Aussichtspunkten. Die 1,5 Kilometer gehen auf dem Hinweg ordentlich bergauf, kannst du aber in ca. 20 Minuten gut bewältigen. Der Weg und die Blicke sind wunderschön – lass dir diesen Abstecher also nicht entgehen. 

Gletschertour im Vatnajökull Nationalpark 

Im Süden Islands ist mit dem Vatnajäkull der größte Gletscher des Landes. Hier kannst du von verschiedenen Punkten aus Touren auf den Gletscher starten und das solltest du machen, denn es ist ein einzigartiges Erlebnis. 

Die Gletschertouren kannst du entweder vorher übers Internet bei Arctic Adventures buchen oder direkt vor Ort in einem der Tourenbüros. Allerdings sind die Touren besonders in der Hochsaison schnell ausgebucht. Wir haben 80€ pro Person gezahlt, waren insgesamt ca. 3 Stunden unterwegs und davon 1,5 Stunden auf dem Gletscher. Das fanden wir preislich völlig in Ordnung. 

Nicht nur das Erlebnis selbst, sondern auch die interessanten Geschichten unseres Guides, haben die Gletschertour für uns zu einem der Highlights im Süden Islands gemacht. Er erzählte uns, dass der Gletscher in ca. 4 Jahren vermutlich schon nicht mehr begehbar sein wird und in ungefähr 40 Jahren wird es ihn gar nicht mehr geben. 

Der Gletscher verändert sich jeden Tag, sodass immer andere Routen begangen werden. Das Schmelzen des Gletschers sei einerseits ein natürlicher Prozess, werde aber durch die Erderwärmung deutlich beschleunigt. 

Wie auch sonst in Island hatten wir hier viel Glück mit dem Wetter. Anscheinend regnet es von 365 Tagen im Jahr hier an 360 Tagen – und wir haben einen der regenfreien Tage erwischt. Trotzdem können wir dir nur empfehlen, dich warm anzuziehen. Du solltest außerdem am besten Wanderschuhe anziehen, kannst dir aber auch vor Ort welche leihen. 

Svartifoss 

Nach unserer Gletschertour wollten wir es uns nicht nehmen lassen, den Vatnjakökull Nationalpark zu besichtigen. Und so sind wir zwei Kilometer bergauf spaziert zum Svartifoss. Dieser Wasserfall wird von Basaltsäulen eingerahmt, was ein tolles Bild abgibt.

Möchtest du hier ein gutes Bild machen, solltest du darauf achten, wo die Sonne steht. Wir haben hier Anfang Juni am Abend eher schwierige Lichtverhältnisse gehabt.  

Aussichtspunkt Sjonarsker

Bist du bereit, noch mal 400 Höhenmeter weiterzuspazieren, kommst du zum Aussichtspunkt Sjonarsker. Hier hast du einen 360° Blick über Gletscher, die Vulkanlandschaft und den Vatnajökull Nationalpark. 

Gletscherlagune Jökulsarlon 

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Süden Islands ist die Gletscherlagune Jökulsarlon. Was diese Lagune so besonders macht? Hier schwimmen Eisberge, die vom Gletscher fallen und treiben in Richtung Meer. 

Die Eisberge leuchten in verschiedenen Farben. Sind sie arktisch blau, dann sind sie noch relativ frisch und treiben noch nicht so lange im Wasser. Die weißen und schwarzen sind ältere Eisberge, die schon mehr geschmolzen sind.

Die Eisberge sind über 1000 Jahre alt und riesig. Über dem Wasser ist nur die Spitze des Eisbergs zu sehen, 90% des Eisberges befinden sich unter dem Wasser. Die Lagune ist stellenweise bis zu 350 Meter tief und bietet den Eisgiganten damit viel Platz.

Du kannst dir das Eisberg-Spektakel gemütlich vom Strand aus ansehen. Hier ist auch direkt der Parkplatz. Oder du buchst eine Bootstour um näher an die Giganten ranzukommen. Touren werden mit Amphibienfahrzeugen und Speedbooten angeboten. 

Wir haben für die Tour mit einem Amphibienfahrzeug 5800 ISK (44€) pro Person bezahlt. Gebucht hatten wir die Tour spontan vor Ort und konnten direkt ins Fahrzeug hüpfen. Auf dem Boot wird es ordentlich kalt: also pack dich gut ein! 

Wir hatten einen eher rauen Tag erwischt, auf dem es uns gut hin- und herschaukelte. Das ist eine Herausforderung für manche Mägen, also vielleicht vor der Tour erkunden, wie die Bedingungen so sind. Nach der Tour waren wir zwar gut durchgefroren aber auch gut informiert über die Eisberge. Absolute Empfehlung!

Diamond Beach 

Auf der anderen Straßenseite gegenüber der Gletscherlagune befindet sich der sogenannte Diamond Beach. Hier stranden die Eisberge am schwarzen Strand und funkeln wie Diamanten. Du kannst auch hier direkt vor dem Strand kostenlos parken. 

Den Spaziergang am Diamond Beach machen ziemlich viele Menschen. Um die Massen etwas hinter dir zu lassen, kannst du einfach etwas weiter den Strand entlang gehen. Wie so oft bleiben die meisten eher in Parkplatznähe.

Wir haben vom Strand aus nicht nur die Eisberge im Fluss beobachtet sondern konnten auch ein paar Robben schwimmen sehen. Eine neugierige kam sogar ganz nah zu uns heran. Also halte die Augen offen, hier gibt es nicht nur Eisberge zu entdecken. 

Unterkünfte im Süden Islands

Der Süden Islands ist nur dünn besiedelt. Zu schwierig waren hier früher die Bedingungen mit den regelmäßigen Vulkanausbrüchen. Auch heute ist die Infrastruktur noch wenig ausgebaut.

Das macht auch die Suche nach Unterkünften schwierig, da es einfach nicht viel Auswahl gibt. Das in Kombination mit der großen Anziehungskraft der Sehenswürdigkeiten führt zu den höchsten Preisen in ganz Island. 

Gijur Guesthouse bei Vik 

Direkt an der Ringstraße gelegen, schläfst du hier auf einem kleinen Bauernhof. In der Unterkunft gibt es mehrere Doppelzimmer und Gemeinschaftsbäder, eine gut ausgestattete Küche und ein kleines Wohnzimmer. 

Wir haben für die Nacht im Doppelzimmer 150€ bezahlt, hatten dafür aber ein sehr schönes und ziemlich großes Zimmer. Die Unterkunft liegt genau zwischen dem schwarzen Strand und den Steilklippen Dyrholaey und war für uns damit ein perfekter Ausgangspunkt zum Erkunden der Gegend. 

Wir können dir diese Unterkunft sehr empfehlen! 

Adventure Hotel in Hof

Nur 20 Minuten vom Vatnajökull Nationalpark entfernt liegt das Adventure Hotel in Hof. Hier haben wir stolze 175€ für ein spartanisches Zimmer im Container bezahlt. Unsere teuerste Unterkunft in ganz Island, aber definitiv nicht die beste. 

Hier zahlst du ganz klar für die Lage. Es gibt in der näheren Umgebung des Gletschers fast keine Unterkünfte und damit wenig Konkurrenz. Wir haben in unseren Einzelbetten gut geschlafen und am nächsten Morgen war ein Frühstück im Preis enthalten. Das war aber nicht der Rede wert. 

Noch näher am Gletscher kannst du nur im Hotel Skaftafell* schlafen. Hier musst du allerdings mit Preisen um die 200€ pro Übernachtung rechnen. 

Eine Alternative kann Camping im Vatnajökull Nationalpark sein. Direkt am Eingang kannst du in Gehdistanz zum Gletscher übernachten. Es gibt Toiletten, Duschen und schöne Plätze. 

Unsere Videos zum Süden Islands

Die Fotos waren nicht genug? Reise mit uns in den Süden Islands – in unseren Video nehmen wir dich mit und zeigen dir alle Highlights!


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