Island Golden Circle

Islands Golden Circle: Im Überblick

Für die Ungeduldigen gibt es hier die wichtigsten Informationen kurz und knapp verpackt. Darunter dann alle Informationen rund um deinen Roadtrip, die Highlights und unsere Tipps zu den einzelnen Highlights auf dem Golden Circle.

  • Ausgangspunkt

    Ausgangs- und Endpunkt des Golden Circle ist in der Regel Reykjavik. Du kannst aber auch von Reykjavik aus starten und dann die Ringstraße um Island herum weiterfahren.

  • Strecke

    ca. 260 Kilometer

  • Fahrtzeit

    Reine Fahrtzeit sind ca. 3-4 Stunden. Wir empfehlen, 2 Tage einzuplanen.

  • Sehenwürdigkeiten

    Pingvellir Nationalpark, Wasserfall Gullfoss, Geysir Strokkur, Wanderung zum Bruarfoss, Laugarvatn Quelle, Krater Keri

Die Anfahrt zum Golden Circle von Reyjkavik

Die meisten starten ihre Tour zum Golden Circle von Reyjkavik aus. Das ist auch absolut sinnvoll, da du von Islands Hauptstadt nur wenige Kilometer fahren musst um zu den ersten Sehenswürdigkeiten zu gelangen.

Verlässt du die Stadt in Richtung Norden, folgst du am besten der Ringstraße bis du auf die Abzweigung zur 36 gelangst. Diese Straße kannst du dann einfach geradeaus fahren bis du beim Pingvellir Nationalpark ankommst. Insgesamt sind es von Reykjavik zum Pingvellir Nationalpark 47 Kilometer, die du locker in 45 Minuten fahren kannst.

Alternativ kannst du den Golden Circle auch andersherum fahren und würdest dann auf der Ringstraße Richtung Süden starten und kurz vor Selfoss auf die 35 abbiegen, auf der du dann als erstes zum Vulkankrater Kerid kommst. Das sind dann ca. 70 Kilometer und dauert etwa eine Stunde.

Der Golden Circle in Island: Die Route

Wie es der Name schon sagt, kannst du die Sehenswürdigkeiten des Golden Circle in einem Kreis abfahren und entdecken. Damit du dir genauer vorstellen kannst, wo welche Sehenswürdigkeit liegt, haben wir dir das auf unserer Karte markiert. Alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Highlights findest du darunter im Beitrag.

Die Sehenswürdigkeiten am Golden Circle in Island

Der Golden Circle ist auch deshalb so beliebt, weil du hier auf kleinem Raum ganz viel Großes geboten bekommst. Hier zeigen wir dir, was du auf keinen Fall verpassen solltest.

Pingvellir Nationalpark

Der Pingvellir Nationalpark ist dein erster Stopp auf dem Golden Circle wenn du ihn im Uhrzeigersinn fährst und in Reykjavik startest. Schon auf dem Weg dorthin fährst du am See Pingvallavatn entlang und bekommst einen Eindruck der irren isländischen Natur.

Pingvellir ist bekannt für seine Spalte. Hier entfernen sich die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte jedes Jahr ein bis zwei Zentimeter voneinander. So sind über die letzten Jahrhunderte aus Rissen Spalten geworden, die nun täglich von tausenden Besuchern besichtigt werden.

Innerhalb des Nationalparks kannst du verschiedenen Wegen folgen, die gut markiert sind. Es gibt mehrere Parkplätze, am größten ist der am Besucherzentrum. Von hier aus hast du auch den besten Blick auf die Spalte. Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos. Für das Parken musst du 750 ISK (6€) zahlen. Das kannst du ganz bequem an Automaten mit deiner Kreditkarte machen, da sind die Isländer fortschrittlich. Kleiner Tipp: Merk dir vorher dein Autokennzeichen, denn das musst du angeben. So sparst du dir den Weg zurück zum Parkplatz, den wir genommen haben.

Alping – Das älteste Parlament der Welt

Der Pingvellir Nationalpark ist aber nicht nur aus geologischer Sicht spannend sondern auch ein wichtiger historischer Ort Islands. Hier tagte früher das sog. Alping, eine jährliche Volksversammlung, die als ältestes Parlament der Welt gilt. So kamen über 5000 Isländer zusammen um Gesetze zu verabschieden. Eine irre Vorstellung oder?

Und für die Game of Throne Fans unter euch: die Kulisse in Pingvellir wurde anscheinend für Kampfszenen als Hintergrund genutzt. Erkennt ihr etwas wieder?

Öxararfoss Wasserfall

Du solltest im Pingvellir Nationalpark nicht nur die Hauptspalte besichtigen sondern auf jeden Fall auch einen Abstecher zum Öxararfoss Wasserfall machen. Der kleine Anstieg vom Hauptweg wird hier mit der unmittelbaren Nähe zu dem Wasserfall belohnt, der sonst schnell übersehen werden könnte.

Gullfoss Wasserfall

Einer der meistfotografierten Wasserfälle ist der sogenannte „Goldene Wasserfall“ Gullfoss. Wenn du Glück hast und die Sonne scheint, dann kannst du Regenbögen über dem Wasserfall sehen und das Wasser glitzert golden.

Wir waren früh am Morgen am Wasserfall und hatten ihn fast für uns allein. Hier lohnt es sich besonders, die Reisebusse hinter dir zu lassen! Der Parkplatz ist kostenlos und auch der Zugang zum Wasserfall kostet dich nichts.

Du kannst von einer Aussichtsplattform oberhalb zunächst einen Blick auf den majestätischen Wasserfall erhaschen. Hier pfiff uns der Wind aber so scharf um die Ohren, dass wir es nicht lange ausgehalten haben. Da halfen auch Mütze und Handschuhe kaum.

Hast du dich satt gesehen (oder stehst kurz vorm Erfrieren), kannst du einen Weg hinunter zum Wasserfall gehen. Und da wird es echt spektakulär! Je näher du kommst, umso lauter wird das Donnern des Wassers und umso mehr Sprüh- und Spritzwasser wirst du abbekommen. Aber der Blick!

Wir haben auf diesem Weg bestimmt 1,5 Stunden verbracht, weil es einfach so unglaublich schön war… und wir eben diesen Moment für uns hatten. Im Sonnenschein tauchten zwei Regenbögen auf und es fühlte sich fast unecht an, so atemberaubend war dieser Anblick! Falls das jetzt nicht deutlich geworden ist: das musst du gesehen haben.

Geysir Strokkur

Wenn du jetzt meinst, was soll da noch groß kommen, dann mach dich gefasst auf .. tatatata: Strokkur! Dieser Geysir lockt Kameras in jeder Variante an, denn dieses Naturphänomen will jeder festhalten. In schön regelmäßigen Abständen spuckt hier der Geysir zischend heißes Wasser in die Höhe. Nicht ein oder zwei Meter sondern 10 bis 20 Meter hoch! Ein spektakuläres Highlight auf dem Golden Circle.

Aber von vorne: Geysire sind heiße Quellen, die nur unter speziellen Bedingungen entstehen können und dann heiße Fontänen in die Luft spucken. Und der Geysir, nachdem die Geysire benannt wurden, liegt in Island. Er befindet sich nur wenige Meter vom Strokkur entfernt und schlummert friedlich vor sich hin. Da er nur noch selten aktiv ist, bekommt er von Touristen kaum noch Beachtung.

Die Touristen stehen stattdessen ringsum den Strokkur, Kamera im Anschlag und in größter Anspannung, wann die nächste Fontäne in die Luft geht. Je nach Wind geht das heiße Wasser immer woanders runter und führt zu kurzen Panikmomenten. Hier will man nicht immer in allernächster Nähe stehen. Unser Tipp: wenn da ein Fleck ohne Touristen ist, kommt da ziemlich wahrscheinlich das Wasser runter. Also lieber erst mal aus der Ferne beobachten und dann Heranpirschen.

Die Gegend um die Geysire

Auch wenn Strokkur und der Geysir natürlich die Hauptattraktionen sind – hier lohnt sich ein ausgiebiger Spaziergang drumherum. Überall blubbert und dampft die Erde! Wenn du etwas höher läufst, dann kannst du türkisfarbene Quellen sehen.

Wir sind durch Lupinenfelder auf die Hügel gelaufen und konnten hier ganz in Ruhe den Geysir und die umliegende Landschaft betrachten. Ein letzter, wichtiger Tipp zum Schluss: bleib unbedingt auf den Wegen und widersteh dem Drang, die Wassertemperatur zu testen. Das könnte unangenehm ausgehen!

Wanderung zum Bruarfoss

Die Wanderung zum Bruarfoss kannst du nur dann machen, wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, da die organisierten Golden Circle Rundreisen hier nicht anhalten. Zwischen den Geysiren und Laugarvatn liegt an der Straße 37 auf der rechten Seite ein kleiner Parkplatz, von dem du die Wanderung zum Bruarfoss starten kannst.

Der Weg führt durch Felder, über einen Schotterweg und entlang des Bruara Flusses zum Wasserfall. Er ist eben und lässt sich wirklich gut begehen. Hin und zurück sind es knapp 7 Kilometer, was du mit ausgiebiger Fotopause am Wasserfall gut in 2 Stunden bewältigen kannst.

Der Bruarfoss ist eigentlich eine Ansammlung vieler Wasserfälle, die in einem Halbkreis zusammenlaufen. Das Wasser hier ist so türkis wie wir es sonst selten mal gesehen haben. Du kannst sowohl Fotos von einer Brücke oberhalb des Wasserfalls machen als auch runter zum Ufer klettern und dir die Strömungen ganz aus der Nähe ansehen.

Midfoss

Etwas unterhalb des Bruarfoss liegt der Midfoss, ein kleinerer Wasserfall, der auch ein super Fotomotiv abgibt. Hierzu muss man den Fluss ein Stück weiter abwärts laufen. Früher ging der Weg anscheinend hier auch weiter zurück in Richtung Parkplatz und Ausgangspunkt der Wanderung. Inzwischen steht hier groß ein Schild Private Property und wir sind den ursprünglichen Weg zurückgelaufen.

Kerid Vulkankrater

Der Vulkankrater Kerid liegt an der Straße 35 auf halbem Weg zwischen dem Geysir und Reykjavik. Dabei ist es gar nicht der Krater, der so besonders ist, sondern eher der See darin.

Etwas ungewöhnlich für Island ist, dass man hier Eintritt (400 ISK, 3€ pro Person) zahlen muss. Dafür kannst du dann den Krater einmal umrunden und eben auch zum See darin gehen. Wir fanden den Spaziergang entlang der Kraterkante wirklich schön und je nach Stand der Sonne und Blickwinkel ändert der Kratersee seine Farbe.

Du kannst auch zum See absteigen und den noch mal innerhalb des Kraters umrunden. Der Vulkan ist über 6500 Jahre alt und der See eigentlich Grundwasser, das mal höher und mal flacher steht. Für uns ein schöner Abstecher entlang des Golden Circle.

Entspannen in der Fontana Laugarvatn

Bist du abends kaputt von den vielen Eindrücken und hast müde Beine, dann haben wir einen Tipp für eine tolle Erholungsmöglichkeit für dich. In Laugarvatn liegt direkt am See ein Thermalbad mit unterschiedlich heißen Pools zum Entspannen. Das Besondere hier sind die heißen Quellen, welche das Wasser erhitzen. Die liegen nur wenige Meter außerhalb des Bades und du kannst sie am Dampf erkennen. Außerdem gibt es mehrere Dampfsaunen und die Abkühlung kannst du dir dann im eiskalten See holen.

Wir haben hier gemütlich den Abend ausklingen lassen. Das Bad ist abends bis 22 Uhr geöffnet und kostet 3800 ISK (26€) pro Person. Wir haben im Internet allerdings spontan Coupons gefunden, mit denen wir 25% gespart haben. Außerhalb der Hauptsaison gibt es hier also auch mal Rabatte.

Und falls du so wie wir kein Handtuch oder Bademantel dabei hast: beides kannst du dir vor Ort leihen.

Alternative: Die Secret Lagoon in Fludir

Südlich vom Gullfoss liegt quasi auf dem Rückweg nach Reykjavik der kleine Ort Fludir mit der nicht mehr ganz so geheimen Secret Lagoon. Auch hier werden Pools von heißen Quellen gespeist und dienen nach einem langen Sightseeing Tag zur Entspannung. Wir haben die Secret Lagoon nicht ausprobiert, weil sie für uns nicht auf dem Weg lag.

Übernachten am Golden Circle

Auch wenn du den Golden Circle gut an einem Tag von Reykjavik aus erkunden kannst, so können wir dir dennoch eine Übernachtung am Golden Circle empfehlen. Du hast mehr Zeit zum Erkunden und bist schon an den Sehenswürdigkeiten, bevor die Tagesausflügler aus Reykjavik überhaupt erst ankommen. Wir waren dadurch am Gulfoss fast allein!

Übernachtung in Laugarvatn

Wir haben im Laugarvatn Hostel* im gleichnamigen Ort übernachtet. Laugarvatn liegt nur 32 Kilometer vom Thingvellir Nationalpark entfernt und zum Geysir und dem Gullfoss sind es ebenfalls nur 28 bzw. 38 Kilometer. Du hast es also nicht weit zu den Hauptattraktionen. Für unser Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad haben wir 85€ pro Nacht bezahlt.

Die Betten waren bequem und das Zimmer soweit völlig in Ordnung. Auf jeder Etage gibt es eine Küche und ein Bad. Wir konnten uns hier gut selbst verpflegen und mussten auch nie auf ein freies Bad warten. Es war allerdings auch noch nicht so viel los. Morgens kannst du auch ein Frühstück dazubuchen, das dich dann ISK kosten würde. Dafür gibt es verschiedene Toastbrote, Marmelade und Aufschnitt, mehrere Müslisorten, Eier, Saft sowie Kaffee und Tee. Das sah ganz ordentlich aus.

Wer etwas mehr Komfort und ein eigenes Badezimmer bevorzugt, für den könnten die Golden Circle Apartments* eine Alternative sein. Die Wohnungen liegen schön mit Blick auf den See und sind bei Booking sehr gut bewertet.

Übernachtung in Reykjavik

Für alle, die die Tour um den Golden Circle von Reykjavik aus starten: wir haben hier in Heida´s Home* im Doppelzimmer übernachtet und uns sehr wohl gefühlt. Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet und auf jeder Etage gibt es eine gemütliche Gemeinschaftsküche. Das Ganze ist heimelig und die Gastgeberin supernett.

Unsere Tipps für den Golden Circle in Island

  • Nimm dir Zeit! Ja, du kannst alle Highlights an einem Tag sehen. Aber du kannst die Natur viel besser mit Zeit genießen. Plane mindestens zwei Tage für den Golden Circle ein.
  • Vermeide die Massen, in dem du möglichst früh bei den Hauptattraktionen bist. Die Touren kommen alle gegen Mittag und Nachmittag an, da wird es echt voll. Nur so für deine Vorstellung: 5 Busladungen voll Menschen, die ihrem Guide mit der Nummer auf dem Schild hinterherlaufen. Und alle 30 Minuten kommen die nächsten Busse.
  • Pack dir etwas zu essen ein! Die Restaurants an den Attraktionen sind teuer und oft überfüllt. Wir haben unser erstes Sandwich auf einer Bank am Geysir gegessen und das zweite auf der Wanderung zum Bruarfoss. Das war herrlich.
  • Nimm eine Regenjacke mit! Die wirst du in Island sowieso dabei haben und sie lohnt sich auch bei Sonnenschein. Besonders am Gullfoss wirst du schnell mal nass durch das Sprühwasser.
  • Such dir eine Unterkunft entlang des Golden Circle. So musst du abends nicht nach Reykjavik zurückfahren und hast automatisch mehr Zeit an den Attraktionen.

Unser Video zum Golden Circle in Island


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