Amman Titelbild

Von Madaba aus führte uns unsere Jordanien Rundreise in die Hauptstadt. Amman empfing uns mit kuscheligen 35°C und einigen der am besten erhaltenen römischen Gebäuden der Welt. Welche Sehenswürdigkeiten du dir unbedingt ansehen solltest, wenn du in Amman bist? Hier erfährst du es.

Sehenswürdigkeiten in Amman

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Downtown Amman, sodass man diese gut zu Fuß erlaufen kann. Erschwerend kommt hier die Hügeligkeit der Stadt hinzu, denn fast keine Straße verläuft einfach mal ohne Steigung.

Das Römische Theater

Ziemlich zentral steht in Amman ein fast 2000 Jahre altes römisches Theater. Wir waren erst mal einfach sprachlos als wir es gesehen haben. Es ist riesig! In Zahlen ausgedrückt: hier passen 6000 Zuschauer hinein, es wurde im zweiten Jahrhundert errichtet und wird im Sommer auch heute noch regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Besucher können das Theater tagsüber erkunden (Eintritt 3JD) und von ganz oben einen super Blick auf die Stadt und die Zitadelle genießen.

Wir fanden den Blick auf das Römische Theater vom Forum aus fast noch besser, weil du es erst dann in seiner ganzen Größe erfassen kannst. Wir haben lange auf den Stufen gesessen, posiert und einen epischen Einlauf für unser Video aufgenommen.

Forum und Odeon

Vor dem Römischen Theater befindet sich das sogenannte Forum. Das war einmal einer der größten öffentlichen Plätze im Römischen Reich und wurde von imposanten Säulen eingerahmt. Bis heute sind nur einige wenige Säulen übrig geblieben, die an Ammans Blütezeit als Handelszentrum  erinnern. Der große Platz erwacht aber am Abend zum Leben! Wir haben hier gespannt junge Jordanier beim Shisha rauchen, Familien beim gemütlichen Tee und Kleinkünstler beobachtet.

Das Odeon ist wie eine kleine Ausführung des großen Theaters und wurde früher zur Darstellung von Kunst genutzt. Wir hatten es ganz für uns und waren überrascht, wie gut erhalten es noch ist. Von den oberen Rängen des Odeon kannst du auf das Römische Theater gucken und die Baukunst von damals bestaunen.

Die Zitadelle von Amman

Auf dem höchsten Hügel in Amman befindet sich die Zitadelle, eine seit der Bronzezeit bewohnte Festung. Die Ruinen und Gebäude aus der Römischen, Byzantinischen, und Umayyad-Zeit sind auch heute noch umschlossen von einer fast zwei Kilometer langen Steinmauer. Wir haben uns viel Zeit gelassen zum Erkunden und dabei immer wieder den Blick auf Amman genossen. Von hier oben hast du eine Panoramasicht vom Feinsten!

Der Herkulestempel

Unser Highlight in der Zitadelle waren die Überreste vom Herkulestempel. Die riesigen Säulen vor dem Panorama von Amman haben es uns einfach angetan. Vom Tempel selbst ist nicht mehr allzu viel übrig und das liegt daran, dass die Steine später dafür genutzt wurden, eine Kirche ganz in der Nähe zu bauen. Schade um den schönen Tempel!

Der Umayyad Palast

Nach den Römern hinterließen auch die Araber ihre Spuren auf der Zitadelle. Sie bauten den Umayyad Palast, der aus einer Vielzahl an Gebäuden besteht. Das größte Gebäude ist die Eingangshalle mit ihrer beeindruckenden Kuppel. Wir hielten die Halle anfangs selbst für den Palast. Später haben wir auf den Schildern gelesen, dass die vielen Ruinen drumherum ebenfalls Palastgebäude waren.

Eine alte Kolonnadenstraße ist noch relativ gut erhalten. Die übrigen Gebäude sind schon kurz nach ihrer Errichtung um 750 von einem Erdbeben zerstört worden. Wir haben uns die große Zisterne angesehen und sind durch die Ruinen der vielen kleinen Wohngebäude geschlendert. Hier haben wir auch ein schattiges Plätzchen für eine entspannte Pause gefunden.

Auf dem Gelände der Zitadelle kannst du auch noch die Überreste einer Byzantinischen Kirche sehen, die zum Teil aus den Steinen des Herkulestempels erbaut wurde. Ziemlich zentral liegt das Archäologische Museum, in dem Funde vom Gelände der Zitadelle aber auch aus anderen Orten Jordaniens ausgestellt werden.

Gutes Essen in Amman

Da wir inmitten des Ramadan durch Jordanien reisten, war das mit dem Essen eine heikle Angelegenheit. Frühstück haben wir morgens im Hotel* gegessen und tagsüber sollte man auch als Tourist aus Respekt vor den Muslimen nicht in der Öffentlichkeit essen oder trinken. Damit blieben uns noch zwei Abende, um die Restaurants in Amman zu testen.

Hashem Restaurant

Nicht nur der Lonely Planet empfiehlt das Hashem Restaurant, auch über Facebook hatten wir den Tipp bekommen, dort essen zu gehen. Die Tische füllten sich hier schnell und wir gaben unsere Bestellung auf. Bekannt ist das Hashem Restaurant für seine Falafel, frittierte Bällchen aus Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen. Dazu haben wir Datteln, Salat, Hummus, Babaganoush und eine Art Fladenbrot gegessen.

Habiba

Für die süße Nachspeise geht man in Amman zum Habiba, das in einer kleinen Seitenstraße im Stadtzentrum liegt. Du wirst es trotzdem ziemlich leicht finden, denn hier bildet sich abends eine ordentliche Schlange. Alle stehen an, um Kenafe zu essen. Auf großen Platten wird diese Süßspeise in verschiedenen Varianten gebacken. Wir haben uns ein Stück geteilt und waren sehr angenehm überrascht. Von der Konsistenz war es ein bisschen wir Grillkäse, überbacken mit einer knusprigen Zuckerschicht und Pistazien. Das solltest du auf jeden Fall mal probieren!

Die Souqs ⦿ Ammans Märkte

Wir sind ein Fan von Märkten. Wer schon länger bei uns mitliest, hat schon Berichte von Märkten in Bolivien, Japan oder New York bekommen. Und so waren wir natürlich ganz heiß darauf, auch die Märkte in Amman zu testen. Auf den sogenannten Souqs werden Waren immer thematisch passend angeboten. Es gibt also einen Haushaltswaren-Souq, einen Obst- und Gemüse-Souq, einen Gewürz-Souq usw. Wir haben unsere Nasen in die Gewürzsäcke gesteckt und fasziniert die riesigen Wassermelonen bestaunt. Die vielen frischen Früchte stammen größtenteils aus dem Jordan Valley, einem fruchtbaren Tal am Jordan an der israelischen Grenze.

Unsere Unterkunft in Amman

Mitten in Downtown hatten wir ein Doppelzimmer im The Boutique Hotel Amman* gebucht und wurden bei Ankunft mit einem kostenlosen Upgrade auf ein Zimmer mit Balkon überrascht. Am meisten haben wir uns aber über die Klimaanlage gefreut, die unser Zimmer herrlich runtergekühlt hat bei den hochsommerlichen Temperaturen. Im Preis von 26€ pro Nacht* ist ein sehr einfaches Frühstück enthalten. Auf die Kakerlake im Badezimmer hätten wir verzichten können, ansonsten war das Zimmer für den Preis in Ordnung.

Unser Video über Amman

Mit dramatischem Intro und tollen Bildern präsentieren wir dir auch in unserem Video die Highlights aus Amman. Schau doch mal rein!

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